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Reale und andere Satiren
(best viewed with open eyes)

Warnung
Verschwörungstheorien Geheimdienste!
Warum machen Soldaten Musik?
Noch ein weiteres Güterverkehrszentrum?
Realsatire: Der Satz der Woche
Google weist den Weg zur Korruption
Rosenmontag Vermummungskarneval
Vom politischen Mandat zum Vertigo
Deutschlandfähnchen und -fahnen
Golf von Mexico: jetzt Aralsee
Lechts und Rinks nicht verwechserln
Arbeitslose gründen Privatbank EABD
Fußball-Muster: vom Pentagon zur Slipeinlagen-Fussballmuster
Gutes von Gestern im Sarg
Mohammed-Karikatur in Gö aufgetaucht
Demonstrations-Streik
Gas zu teuer? Bau dir ein AKW!
Populistisches
Vietnamesische Rentiere

Revolte ohne Wandel (übersetzt)
Rathaus: Ortsrat gleich Müllabfuhr?
Du bist deu.- äh irgendwie ekelig
Fahndungsverdacht
Alternative 1 Euro-Jobs
Junkern-Moschee in Dubai
Real Bad Taste

Weg mit dem Volk
Karate im Sozialamt
Chaos am Chaostag
Die rote Gefahr

Satirisches auf anderen goest-Seiten
> Aqua-Studie für Göttingen
> Gänseliesel in der Antike
> Legende vom Gänseliesel
> Hermannsdenkmal
> Kriegsanleihen
> Mensch und Tier vor Gott

 

Warnung

Achtung ! Sie befinden sich auf der Satire-Seite.
Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Verstand !

Reaktionen auf die Artikel dieser Seite machen es notwendig, sehr eindringlich und deutlich darauf hinzuweisen, dass es sich hier um SATIRE handelt. Viele reale Vorkommnisse sind derart absurd, dass sie allein durch wahrhaftige Beschreibung wie Satire wirken. Einige Fälle sind jedoch ausgedacht aber mit so hohem Anteil an realen Elementen, dass sie Wirklichkeit sein könnten. Manche Leser-Reaktionen auf die einzelnen Artikel könnten wiederum in ihrer Absurdität selbst als Vorlage für eine neue (Real-)Satire dienen.
Beispiel 1: eine launige Zusammenstellung vor ca. 10 Jahren zur Farbe "Rot" unter dem Titel "Die Rote Gefahr" zeigt rote Stiefel, rote Lippen, rote Fahnen, rote Zigarettenschachteln usw. und fragt "Was war eigentlich noch mal mit die rote Gefahr gemeint?" Und nun versuchte uns ein Leser in einer Email ernsthaft aufzuklären mit den Worten: "Damit war der Kommunismus gemeint". Ja danke auch, da wären wir doch echt nicht drauf gekommen!
Beispiel 2: In einem anderen Beispiel hielten Leser die Satire nur für eine geschickte Tarnung zur Vermittlung einer raffinierten Firmengründungsidee. Und so meldete sich eine Gruppe aus Norddeutschland, die die Idee >Arbeitslose gründen Privatbank EABD ernsthaft umsetzen wollte.
Beispiel 3: Richtig geärgert hat uns dann, dass die Idee, mit >1 Euro-Jobs einen Verein zu finanzieren, der gegen 1-Euro-Jobs protestiert - von einem Verein übernommen wurde um ganz andere Ziele zu verfolgen. usw.

Fusion Göttingen Kassel

4.7.17 / Wenn sich Stadt- und Landkreisgrenzen zweier urbaner Zentren berühren, liegt die Idee einer weitgehenden Zusammenarbeit nahe. So wie die Einführung des Euro einer weiteren Integration der Europäischen Union vorausging, so kündigt sich mit der Fusion von Göttinger und Kasseler Geldinstituten (z.B. Volksbank) ein Zusammenrücken der beiden Oberzentren der Region an. Der Landkreis Göttingen grenzt direkt an die Grenze von Kassel. Diese Grenze schien jahrzehntelang einer undurchdringlichen gläsernen Wand vergleichbar. Diese Unvernunft weicht inzwischen der Erkenntnis, dass Verbindungen kulturelle (documenta, Staatstehater, Oper), wirtschaftliche und wissenschaftliche (Universitäten, Medizinische Zentren Traumanetz KS/Gö) Vorteile brächten. Durch den Zusammenschluß käme eine Größe zustande, die den beiden Oberzentren den immer noch anhaftenden hauch von Provinzialität nähme und sie zur urbanen Region werden ließen.
Auch an der bürgerschaftlichen Basis, bei NGOs und im kulturellen Bereich wachsen die urbanen Zentren zusammen. Seien es User-groups im Softwarebereich oder der enge Austausch der Tangoszenen Kassel/Göttingen.
In den Verkehrsverbünden von Hessen NVV und Südniedersachsen VSN beginnt ein Nachdenken über eine naheliegende Integration und das verkehrsmäßige Zusammenrücken der beiden urbanen Regionen.

Das bisherige Abschotten allein wegen einer Landesgrenze ist überholt und könnte notfalls auch durch eine Verlegung der Grenze die beiden urbanen Zentren in ein gemeinsames Bundesland überführen, wenn dadurch die politischen und bürokratischen Hindernisse des Zusammenwachsens beseitigt würden.

 

Schulleitung versus Menschen

Auf der Homepage der Geschwister Scholl Gesamtschule wird eine bemerkenswerte Unterscheidung zwischen Schulleitung einerseits und Menschen andererseits getroffen.


Verschwörungstheorien entlarvt - Es gibt gar keine Geheimdienste !

NSU, NSA, VS, CIA, KGB, ... immer mehr Phantasiegebilde beschäftigen die wachsende Gemeinde der Verschwörungstheoretiker_innen. Da geht es um das Abhören von Telefonen , Überwachung von Emails, SMS, whats-ups, Twitters usw durch geheime Organisationen. Einer geheimen Organisation namens "National Security Agency (NSA)" wird unterstellt, dass sie mit dem CIA Telekommunikation nach Stichworten gescannt hätte, um relevante Mails auszusieben. Solcherlei Paranoias haben es sogar erreicht, dass sich parlamentarische Untersuchungsausschüsse damit beschäftigen. Horrorgeschichten geistern durch die Medien, die davon berichten, dass alles und überall überwaht würde, sogar das Telefon der Bundeskanzlerin würde abgehört und das Computersystem des Bundestages wäre infiltriert. Die Digitalen Medien bieten den Verschwörungstheorien immer wieder Anlass für ausschweifenden Fantasien. Von Internetdiensten wie dem US-amerikanischen Facebook und Google wird behauptet, dass sie Unmengen von Nutzer_innendaten erfassen und diese Daten an irgendwelche Geheimdienste mit dem Namen CIA zur Analyse weitergeben.

Medien verschwören sich zur Verbreitung von Verschwörungstheorien
Verschwörungstheorien mischen sich oft bei todernsten aktuellen Themen ein. Sie konstruieren Geschichten über eine Verbindung von Verfasssungsschutz und der Nazi-Terrororganisation NSU. Sie mutmaßen gar, der plötzliche Tod von mehreren Zeugen im NSU-Gerichtsprozess sei nicht zufällig gewesen. In verschwörungstheoretischer Manier mutmaßen "Zeitmagazin" und Handelsblatt , es sei merkwürdig, dass einer der Zeugen Zeuge im Auto verbrannt sei, eine andere Zeugin sei an der Wunde nach einem Sportunfall wegen Lungenembolie gestorben und ein dritter Zeuge habe angeblich wegen einer plötzlich auftretenden Diabetes sein Leben gelassen. Zufälligerweise seien auch die beiden Hauptangeklagen merkwürdigerweise erschossen und samt vieler Beweise im Rahmen einer Verschwörung verbrannt worden. Ander Verschwörungtheoretiker_innen z.B. in der Frankfurter Rundschau behaupten weiterhin, die Beweise für Verbindungen zwischen NSU-Terroristen und "Verfassungsschutz" seien durch die Vernichtung von Akten beseitigt worden. Wir sehen also: Es scheint sich um ein Netzwerk von Verschwörungstheoretikern in den Medien zu handeln!

Perfekte Verschwörungstheorie - Nicht existierender Geheimdienst sprengt Betonmauer
Eine Organisation, für deren Existenz es keinerlei Beweise gibt - der sogenannte "Verfassungsschutz" muß immer wieder abstruse Verschwörungstheorien herhalten. Seit 1978 bis heute hält sich z.B. hartnäckig die Verschwörungstheorie vom "Celler Loch" wonach ein Agent dieser ominösen Organisation zwecks vorgetäuschter Gefangengenbefreiung ein Loch in eine Gefängnismauer gesprengt haben soll, um innerhalb der RAF, akzeptiert zu werden. Und um eine derart extreme Verscwörung zu vertuschen sei dann wohl kein Zufall, dass der Gefangene bald darauf auch noch gestorben sei. Zeitungen wie "Die Welt" und die Cellesche Zeitung unterstützen diese Verschwörungstheorie mit Berichten und behaupten gar, dass der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht in die Verschwörung involviert gewesen sei.

Verfassungsrichter erliegen Verschwörungstheorien
Angeblich sei auch die NPD vom Verfassungsschutz (VS) unterwandert gewesen. Von dieser Verschwörungstheorie haben sich sogar Verfassungsrichter_innen beeinflussen lassen und ein Verbot der NPD verhindert ! Sie meinten, das ginge doch nicht, dass man den Verfassungsschutz und dessen Aktivitäten verbiete.

Üble Verschwörungstheorien aus der Friedensbewegung
Eine ganz üble Kampagne kam aus der Friedensbewegung. Da hat man dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Bush und britschen Premierminister Tony Blair eine Verschwörung unterstellt, weil sie behauptet hatten, im Irak gäbe es heimliche Produktionsstätten für Massenvernichtungswaffen. Sie hätten das nur erfunden, um damit den Kriegsbeginn gegen den Irak vor der Bevölkerung zu legitimieren.
Blair hatte diese Behauptungen der Verschwörungstheoretiker dann schliesslich wohl nur deshalb bestätigt, um endlich Ruhe vor dieser Kampagne zu haben: "Er äußerte sein Bedauern darüber, dass es Fehler bei der Planung für die Zeit nach dem Sturz des Saddam-Regimes und bei Geheimdienstinformationen zur Rechtfertigung des Feldzuges gegeben habe." (Zitat aus dem
Verschwörungstheorien-Journal Der Spiegel). Zur Unterstützung der Verschwörungstheorie werden immer mehr antiamerikanistische Organisationen wie die Bundeszentrale für politische Bildung einbezogen, die gedankenlos die Kampagne gegen Blair und Bush unterstützte indem sie schreibt: "Ohne Ergebnis durchsuchten UN-Waffeninspekteure den Irak monatelang aufgrund der UN-Resolution 1441 nach Massenvernichtungswaffen. Die Vereinigten Staaten versuchten nachzuweisen, dass der Irak über verbotene B- und C-Waffen verfügt und Verbindung zur Terrororganisation Al Qaida hat.

Immer wieder verweisen Verschwörungstheorien auf Aktivitäten von irgendwelchen "Geheimdienst"-Organisationen. Solche Verschwörungstheorien erfahren auf unverantwortliche Weise auch Unterstützung, wenn geduldet wird, dass Schilder wie "Amt für Verfassungsschutz" an Gebäuden angebracht werden, um die Existenz von solchen Geheimdiensten vorzutäuschen. Diese Nachlässigkeit erlaubt es der Regierung diesen angeblich doch existierenden Geheimdiensten die Schuld für irgendeine Schweinerei in die Schuhe zu schieben.

Aber es gibt noch Hoffnung - endlich wird aufgeklärt !
Aber gegen all diese hirnvernebelnden Theorien machen sich einige Menschen auf und zeigen, dass hinter alledem ein System steckt. Viele dieser Verschwörungstheorien, so zeigen sie auf, seien auf einen verbreiteten Antisemitismus zurückzuführen. Verschwörungstheorien mit Schuldzuweisungen an Praktiken der Großbanken seien so ein Beispiel. Bei der Bankenkrise würde den Banken mit antisemitischer Absicht eine Schuld an der Bankenkrise angelastet.
Wenn es überhaupt wirkliche Verschwörungen gäbe, dann beim global existierenden Antisemitismus.
Zu dieser Verschwörung gehört auch die Behauptung es gäbe einen israelischen Geheimdienst dessen Namen Mossad laute. Der habe in Deutschland ein über mehrere Stufen geführtes Netzwerk von Gruppen geschaffen, das durch lange gezielte Einflußnahme den Boden für eine Beeinflussung politischer Gruppen bereitet hätte. Diese Gruppen könnten inzwischen "auf Knopfdruck" Kampagnen gegen mißliebige Personen und Organisationen auf die Beine stellen. Und das täten sie vor allem dann, wenn wieder mal ein Krieg im Nahen Osten stattfindet oder eine Kritik an der israelischen Regierung geäußert wird. Zu diesem Zweck habe man versucht, in allen möglichen politischen Feldern und den entsprechenden Organisationen, von der Antifa über AntiAKW, Veganes Essen usw. bis zur feministischen Genderdiskussion die Oberhand zu erlangen oder notfalls eine Spaltung zu betreiben. Hier zeigt sich zu welch gigantischen Verschwörungen verschwörungstheoretische Hirne in der Lage sind. Gegen diese Verschwörung muß unbedingt was unternommen werden.

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Aktuell im Kampf gegen teuflische Verschwörungstheorien

Hierzu gibt sich
Florian Hessel große Mühe in seinem Vortrag „Die größte List des Teufels...“ - Zur Kritik der Verschwörungstheorien und des paranoiden Denkens" den er an mehreren Unis schon gehalten hat und auch in Göttingen wiederholt am 21.1.16 um 19 Uhr in ZHG 005 (Zentrales Hörsaalgebäude Uni Göttingen) Dazu heisst es u.a. "Die Veranstaltung wird anhand 'klassischer' und aktueller Beispiele von den „Protokollen der Weisen von Zion“ bis zu 9/11 und den sog. „Mahnwachen für den Frieden“ in die Geschichte, Struktur und Funktion von Verschwörungsmythen und des paranoiden Denkens einführen. Zusätzliche Aufmerksamkeit wird dabei deren vielfach gegebenen Zusammenhang mit antisemitischen Ressentiments gewidmet." (Überflüssig zu erwähnen, dass der FSR SoWi Veranstalter ist)

 

Google weist den Weg zur Korruption

Bei der Suche mit den Worten "Korruption" und "Göttingen" erschien eines Tages u.a. folgender Link

Wenn man nun aus Jux und Dollerei dem Link mal folgte, dann beleidigt das Branchenbuch Mittelstand.de auch noch zwei Firmen wie folgender screenshot zeigt:

( Kurz darauf waren die beiden Firmen gelöscht ) Das Ganze geht noch weiter und es wird gefragt ob man selbst auch Korruption anbieten möchte, dann könne man sich dort eintragen neben den beiden anderen Firmen. "Sollten Sie auch ein Anbieter von korruption in Göttingen sein und noch nicht im Firmenverzeichnis Göttingen gelistet sein, so können Sie sich jederzeit kostenlos eintragen."

 

Arbeitslose gründen eigene Privatbank EABD
(Hinweise am Seitenanfang beachten)

8.10.08 / Die Idee war genial und kühn: warum nicht selbst eine Bank gründen? Kaum jemand nahm die Idee ernst, als eine engagierte kleine Gruppe um arbeitslose ehemalige Bankangestellte ihre Überlegungen zur Diskussion stellte. Die erste Reaktion war und ist immer noch die Frage : "Woher sollen Arbeitslose das Geld bekommen?" Aber das Konzept trägt anscheinend tatsächlich. Entstanden ist alles bei einem Zusammentreffen der InitiatorInnen während eines europäischen Seminars. Die Gruppe besteht seitdem aus einem virtuellen Verbund von Mitgliedern in verschiedenen Städten (Göttingen, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Hamburg, Bochum, Halle) wobei Göttingen wegen der Lage und steuerlicher Aspekte zentraler Firmensitz werden soll.

Hier im Göttinger Sitz befindet sich vorerst nur ein beschränkter Bürobereich in dem die Vorarbeit für die Entstehung eines neuartigen Kreditinstitutes in Göttingen geleistet wird.

Gegenwärtig wird fieberhaft daran gearbeitet, die Voraussetzungen nach KWG zu erfüllen.

In der Anlehnung an die Einrichtung innerhalb deren sich die Geschäftsidee ergab erfolgte auch die Namensfindung EABD (Erste Arbeitslosen Bank Deutschlands) was allerdings inzwischen zu ersten Problemen wegen der Namensrechte mit der Europäischen Akademie >>EABD geführt hat.
Die Grundidee des Geschäftsmodells, so erläutert Angelika Maier-Mersebach im Interview mit goest.de basiere darauf, dass in der ersten Monatshälfte das Geld für die zweite Monatshälfte noch unangetastet bleibe, also zeitweise ein, wenn auch minimales so doch ein Guthaben auf den Konten der Arbeitslosen existiere. Und nun mache es die Masse, die zum Gelingen des Konzeptes beitrage. Im ersten Schritt ging man von einer erreichbaren Kundenzahl um ca.10.000 aus. Wenn durchschnittlich für die erste Monatshälfte 200 Euro ruhigliegen, ergibt sich daraus eine Summe von 2 Millionen Euro. Der Zinsgewinn bei 4,9% p.a. (Nachträglicher Hinweis zur geschätzten Zinshöhe: der Artikel ist 2008 geschrieben) für 2 Millionen für 12 mal einen halben Monat bedeutet 2,45 % 49.000 Euro. Die Ausweitung auf unerwartete 35.000 an einer Kundschaft interessieten Arbeitslosen an der EABD brächte das 3,5 fache, nämlich 147.000 Euro p.a. . Darüberhinaus werden Gespräche in verschiedenen Städten und kleineren Gemeinden geführt, die die Kommunalverwaltungen dazu bewegen sollen, die Gelder der Sozialhaushalte über die Arbeitslosenbank abzuwickeln und so einen zusätzlichen Gewinn zu ermöglichen, der dann den Arbeitslosen zugute kommt und andererseits zur Reduzierung von Sozialkosten führen kann. So lagerten in der Sozialverwaltung des Landkreises Göttingen z.B. ca. 2 Millionen Euro Hilfsgelder der Arbeitsverwaltung, die schließlich an den Bund zurückgegeben wurden weil sie nicht verwendet wurden. Außerdem beabsichtigt man in Abhängigkeit vom Verwendungszusammenhang kommunaler Investitionen die Kreditivergabe billiger als bisherige Kreditinstitute der Gebietskörperschaften (z.B. Sparkassen) zu gestalten.

Die Banker E. Magerm und die Bankerin Angelika Maier-Mersebach sowie ihr Team formulieren als ein denkbares Ziel für die kommenden Jahre eine vollständige Refinanzierung der Firmengründungs- und Betriebskosten und planen zum Zeitpunkt der ersten Kreditvergaberechte die großzügigste Vergabe von Krediten an Arbeitslose. Auf die Frage, ob sie die Kreditrisiken bei Arbeitslosen nicht etwas unrealistisch einschätzen antworteten sie, dass nur Investitionen in den Konsumsektor die Wirtschaft in Bewegung bringen können und dadurch wieder Arbeitslosigkeit abgebaut würde, so dass dann die Kredite zurückbezahlt werden könnten. Damit sehen sie sich auf einer Linie mit dem DGB, den Lohnforderungen der IGM und den Positionen der Partei DieLinke. Zur Risikoabsicherung fügen sie hinzu, dass mit dem Erfolg der Bank gleichzeitig deren Einfluß wachse und Ziel sei es, eine systemrelevante Bank zu werden, die im Fall eines Modellscheiterns letztlich Sicherheitsleistungen des Staates erzwänge, so dass das Modell rundum abgesichert sei.

Interview: goest.de
Webseite: www.eabd.com (zur Zeit in Änderung begriffen wegen der Namensrechte)

 

Der Begriff "Volk" ist des Teufels

Volker hört Signale - Überall wo der Begriff Volk vorkommt sehen kritische BeobachterInnen besonders jene mit antideutschem Touch die Gefahr von Rechts. Wie massiv diese Bedrohung ist zeigt folgende Betrachtung:

Kein Volksfest mehr, evtl, auch kein Folk-Festival mehr? Volksmusik jedenfalls nicht und Volkslieder auch nicht. Das Institut für Völkerkunde hat keine Chance mehr und wer Volkskunde oder Ethnologie studiert müßte sich was anderes suchen! Wer Volksweisheiten äußert macht sich schon mal verdächtig. Der Paragraf Volksverhetzung wird erstmal gestrichen?
Und alle Volksbefreiungsbewegungen werden aufgelöst, auch wenn sie sich hinter Begriffen in anderen Sprachen wie Unidad Popular, Frente Populare, usw. verbergen. Und dann gibt es noch diese verkappte völkische Begriffsverwendung, die statt des Begriffes Volk  "Bevölkerung" sagen, da kommt doch sogar schon die passende Vorsilbe zum "Völkischen" drin vor.
Völkerrecht ist schon rein begrifflich höchst problematisch, und Volkstrauertag wird eh abgeschafft. Aber schaut nur in die Region: Wer wohnt eigentlich alles in Volkerode? Wer hat sich diesen Namen ausgedacht?
Und dann dieser Einfluß der Volksbank - unbestätigten Gerüchten zufolge haben Montagsdemonstranten ihre Konten jetzt dort! Völker hört die Signale? Sieg im Volkskrieg? - alles völlisch völkisch.
Und das mit der Demokratie - hochgefährlich! Alle Macht geht ja bekanntlich darin vom Staats-Volk aus, nur Volksabstimmungen sind noch hinterlistiger. Es war auch irgendwie gemein, dass man sich ausgerechnet gegen eine "Volks"zählung wehren mußte, wo mit dem Begriff Vobo nur mühsam der Gebrauch des Wortes Volkszählungsboykott verborgen wurde. Schließlich ist es dann kein Wunder dass die Gerichte in diesem Land zu Fehlurteilen kommen, wenn sie "Im Namen des Volkes" urteilen.
Aber wir müssen doch in den eigenen Reihen kritisch bleiben, schaut euch doch nur das Juzi an mit seiner Volx-Küche ... jaja da lassen wir uns nichts vormachen, wir wissen genau dass das eigentlich "Volks-küche" heissen soll auch wenn der Begriff inzwischen hinter der Abkürzung "Vokü" versteckt wird.
[Nachtrag siehe unten: Besonders witzig ist, dass nach dem Erscheinen dieser Satire die Vokü in "Soliküche" umbenannt wurde]
Wie sollen wir es nur in diesem Land aushalten,  ein einig Volk von VolkswagenfahrerInnen die auch noch innerhalb einer Volkswirtschaft hergestellt werden! Wenn jetzt noch jemand sagt ich soll mich entspannen und bissl Völkerball mitspielen dann zuck ich aus!!!

Gar nicht so einfach mit dem Volk , gell?
Viele Grüße Euer Volker aus Volkerode

Volxküche in Vegane Soliküche umbenannt
(wiedermal: Realität holt die Satire ein)

Nachtrag 30.1.09: Also das hat ja gedauert ! Wir schrieben vor mehreren Jahren in dieser Satire über den Kampf gegen das Wort "Volk":
"Aber wir müssen doch in den eigenen Reihen kritisch bleiben, schaut euch doch nur das Juzi an mit seiner Volx-Küche ... jaja da lassen wir uns nichts vormachen, wir wissen genau dass das eigentlich "Volks-küche" heissen soll auch wenn der Begriff inzwischen hinter der Abkürzung "Vokü" versteckt wird. "
Und nun lesen wir in der Göttinger Drucksache Nr. 630, dass sich die "Vokü" aus eben diesen Gründen in "Vegane Soliküche" umbenannt hat. Da wird die Satire von der Realtität überholt.
Im Antivolksbegriffswahn sollte aber folgendes bedacht werden:

Feinde des Begriffes "Volk" antizionistisch

Wie leichtfertig diese Heissporne der Sprachbereinigung gegen ihre eigene Ideologie vorgehen, zeigt ein Blick in das Zionismus-Info . Dort ist unablässig vom "Volk" die Rede. An einigen Stellen wird es ganz extrem, z.B. : "Fast allgemein wird die moralische Genialität des jüdischen Volkes anerkannt und dessen Überlegenheit über die anderen Völker auf diesem Gebiete zugestanden" (Quelle www.zionismus.info) . Da von den selben Leuten Kritik am Zionismus mit Antisemitismus gleichgesetzt wird müßten sie eigentlich Angst haben, dass ihr Kampf gegen den Begriff "Volk" von Antisemiten aufgegriffen wird. (So kolportieren sie beständig den Satz "Im Antizionismus ist der Antisemitismus enthalten wie das Gewitter in der Wolke") - denn im Kampf gegen den Begriff Volk ist ein anti-zionistisches Moment enthalten und darin wiederum der Antisemitismus, wie das Gewitter in der Wolke ...

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Gutes von Gestern im Sarg

> Bild der Woche März 2008

Real-Satire "Gutes von Gestern zum halben Preis" und im Schaufenster ein Bestattungsunternehmen. Fehlt nur noch "Grillfleisch im Sonderangebot"

irgendwie die falsche Werbung für ein Beerdigungsunternehmen . Aber im Laden gibts Brötchen von gestern. Rosdorfer Weg, Ecke Wiesenstrasse.

2015 ist keine Pietät mehr da, nun gibts nur noch Brötchen von gestern

 

Beschaffungskriminalität am Kaugummiautomaten

Die Gier, der Kaugummi, die Kriminalität - mehr Polizeistreifen an Kaugummiautomaten!

 

Oppermann als Opfer der Realsatire

Am 1.7.15 verschicke das Literarische Zentrum eine Einladung zu einer Veranstaltung mit einem Krimiautor. dabei wird eine vielleicht ungewollte, unbedachte aber irgendwie doch treffende Bemerkung zu Oppermann gemacht, der ja tatsächlich wegen möglicher Absprachen mit dem BKA im Fall Edathy verdächtigt wurde.

Liebe Zentrumsfreunde und Zentrumsfreundinnen, das Frühjahr verging wie im Flug und schon steht unser Saisonende vor der Tür. Wie gewohnt lassen wir es jedoch alles andere als ruhig ausklingen und möchten Sie daher ganz herzlich zu unseren zwei letzten Veranstaltungen vor der Sommerpause einladen! Mord und Korruption, Sonnendeck und Tanzen erwartet Sie am Freitag, den 10.07.2015 um 19.00 Uhr bzw. um 21.00 Uhr: Den Beginn macht der bekannte Krimiautor Jan Seghers, der um 19.00 Uhr im Alten Rathaus aus seinem vielbeachteten Roman »Die Sterntaler-Verschwörung« (Kindler 2014) lesen wird. Der fünfte Fall von Kommissar Marthaler erzählt von dem Tod einer bekannten Journalistin, getötet durch einen Schuss mitten ins Auge. Zufall oder ein symbolischer Akt? Zur gleichen Zeit tobt in der Hessischen Staatskanzlei der Kampf um das Amt des Ministerpräsidenten, und der christlichen Partei scheint jedes Mittel Recht, die Wahl der sozialdemokratischen Kandidatin zu verhindern. Ein Schelm, wer hier einen Schlüsselroman vermutet… Wie gut, dass SDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Oppermann Seghers zur Seite sitzen wird, der mit Sicherheit einige Antworten zu der Verzahnung von Politik, Polizei und organisiertem Verbrechen parat hat. Moderiert wird der Abend von der Literaturwissenschaftlerin und Krimiexpertin Anke Detken.

 

Mit Vermummung gegen Verdummung

Fassung 16.2.15 / In Göttingen kennt man bislang vorwiegend ernsthafte Versammlungen und Umzüge das ganze Jahr über. Die jeweils gängelnde Polizei bekämpft dabei in geradezu grotesker Weise das "Vermummen" und sei es auch nur die teilweise Verdeckung des Kinns durch einen Schal, der vor Kälte schützen soll.
Während der Karnevalszeit verkleiden sich nun bundesweit viele Menschen. Masken für die "Vermummung" werden unverhohlen in Geschäften zum legalen Erwerb angeboten. Dies alles wird im Hinblick auf traditionelles Brauchtum und aufgrund des weitgehend unpolitischen Charakters trotz Vermummungsverbot akzeptiert und von polizeilichen Überfällen verschont.

Bei Mischformen von politischem Protest und karnevalistischer Kleidung kann sich ein Differenzierungsproblem für die Staatsgewalt ergeben: Ist es Karneval oder ist politischer Protest . Die meist selbst vermummte Polizei muß sich dann fragen: Soll gelacht oder soll draufgehauen werden? Die Möglichkeit durch einen politischen Vermummungskarneval die Differenzierungsfähigkeit herauszufordern, wurde bislang in Göttingen nicht genutzt, obwohl am Rosenmontag mit dem Rückenwind der Tradition, das Vermummungsverbot lustig ignoriert werden könnte. Hassmasken mit roten Nasen und oder lustigen Hütchen, da grübelt das Polizeigehirn am Eingang der Ingewahrsamnahme: Solle mer se reilasse?

Bei einer Göttinger "Vermummungsfastnacht" gegen das polizeiknüppelhart durchgesetzte Vermummungsverbot käme zur Maskierung ein politisches Statement hinzu. Das Gesetz gegen Vermummung würde offen verhöhnt. Dies unterscheidet sich jedoch nur graduell von der Verhöhnung von "Obrigkeiten", wie man das in milder Form von Umzügen in Mainz und Köln kennt. Die Polizei müßte sich also entscheiden ob sie Karneval anschaut oder Demonstration prügelt. Die Erfahrungen lassen befürchten, dass ein solcher Umzug in Göttingen wie üblich angegriffen und vielleicht auch wieder mit Verletzten DemonstrantInnen enden würde. Bei Demonstrationen, so die Erfahrung, wird das "Vermummungsverbot" mit Polizeiknüppeln durchgesetzt und DemonstrantInnen werden mit dem Nahkampfgas "Pfefferspray" verletzt.

Aus Sorge um eine solche Entwicklung sind erste Fühler ausgestreckt worden in die Karnevalshochburgen nach Köln, Mainz und sogar ins Eichsfeld. Man wollte sich der Solidarität der dortigen KarnevalistInnen versichern. Der AGVK-Vorstand (GVK Allgemeiner Göttinger Vermummungs Karneval) berichtet von ersten Reaktionen, die die dortige Bereitschaft zeigten, einen Vermummungs- und Maskenumzug in Göttingen durch öffentliche, medienwirksame Bekundungen in Köln und Mainz zu unterstützen. Vermutlich würden neben Presseerklärungen fortschrittlicher Karnevalsvereine auch Basisaktionen stattfinden; indem z.B. Schilder in die Fernsehkameras gehalten würden auf denen zu lesen wäre: "Göttinger haltet durch - mummt weiter!" - Helau" bzw. Alaaf.

Wie wird sich die Polizei in Göttingen bei einem politischen Rosenmontagszug verhalten? Würden KarnevalistInnen, die z.B. besoffene PolizistInnen in der üblichen Polizeivermummung mimen wegen Beleidigung und Vermummung festgenommen? Klar, dass Karnevalsskulpturen die Rinder in Pappmasché mit einer Polizeimütze zeigen als "Bullen" interpretiert und die Träger der Masken wegen Beleidigung verfolgt würden. Die Verkleidung als Schwein würde dabei nichts wesentliches ändern. Würden die TrägerInnen mitgeführter Papp-Klatschen durch eine BFE-Entwaffnungsaktion überfallen und die Pappklatschen beschlagnahmt? Würde die Verkleidung in einem schwarzen Würfel als Werbung für den "schwarzen Block" und/oder Aufruf zur Gewalt interpretiert und aus dem Umzug herausgeknüppelt? Oder wird der ganze Umzug am Ende als terroristische Vereinigung nach § xy verfolgt? Selbstverständlich alles mit anschliessender Anklage wegen "Widerstandes gegen die Staatsgewalt". Wie dem auch sei, der Rosenmontag in Göttingen könnte zum Tag des Verdummungsverbots erklärt werden.

Über eins braucht man sich jedenfalls keine Sorgen zu machen - Das ganze wird auf jeden Fall gefilmt werden. Mit Hinweis darauf gibt es Bestrebungen, die Sektfirma Mumm als Ver-Mumm-Sponsor zu gewinnen.

In Göttingen ist Karneval allgemein wenig angesagt (>goestseite karneval), auch bei jenen, die nach gesellschaftlicher Veränderung streben. Dabei gibt es historische Bezüge der Fastnachtsumzüge zu dem Wunsch sich über Obrigkeiten und Gängelungen lustig zu machen.

 

Die Wissenschaft hat festgestellt ...

Die Wissenschaft hat festgestellt .... eine aufwändige Göttinger Studie (kein Witz !) glaubt herausgefunden zu haben, welchen Tanzstil bei Männern für Frauen attraktiv bzw. wenig attraktiv wirkt. Zwei extreme Beispiele sind in >>Videos dargestellt. Der attraktive Tänzer hebt ab und zu das Bein hoch, der unattraktive tritt fast bewegungslos lahm auf der Stelle. Whow da wär ich nicht drauf gekommen.

 

Real Bad Taste
(Aus Pietätsgründen erst mit einem Jahr Verzögerung veröffentlicht)

Nach dem Tod des Geschäftsinhabers eines "Bad-Taste"-Geschäftes in der Barfüsser Straße (dort wo der Spiderman an der Fassade war) 2003 legten Freunde an der Geschäftstür zur Trauer Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Der Geschäftsinhaber selbst hatte an dieser Stelle zu seinen Lebzeiten noch ein Schild in die Tür gestellt mit der Aufschrift: "Wer hier klaut stirbt". 

Dass die Leute aber nach dem Tod des Geschäftsinhabers ausgerechnet vor diesem Schild am Eingang ihre Kondolenzbezeugungen niederlegen müssen beweist, dass sie würdige Kunden eines "Bad-Taste"-Geschäftes waren, denn man fragt sich ja unwillkürlich, ob da jemand gestorben ist, weil er geklaut hat.

sartire01.JPG (21178 Byte)Realsatire schlimmsten Ausmaßes

Erst war das Schild da, dann starb der Geschäftsinhaber - Leute stellten Blumen an die Tür

Barfüsserstraße Jahr Juni 2003 (aus Pietätsgründen erst 2004 veröffentlicht)

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Junkern-Moschee in Dubai > Moschee

Es gibt einen Ausgleich dafür, dass im Königsstieg eine Moschee gebaut wird. Die denkmalgeschützte Junkernschänke ist so baufällig, dass sie möglicherweise sowieso abgerissen werden muß. Deshalb hat sich jemand angeboten, der die Junkernschänke in einem Architekturpark in Dubai wiederaufbauen will. Diese ausgleichende Gerechtigkeit müßte doch sowohl die Anwohner als auch Herrn Thielbörger beruhigen, die gegen den Bau der Moschee wettern .
Die Junkernschänke in Dubai soll nicht ein rein westeuropäisches Gasthaus werden, es sollen einheimische Baustoffe aus Dubei (vorhandener Wüstensand) verwendet werden und es soll nicht nur gastronomisch sondern auch für die Jugendarbeit genutzt werden. Außerdem gibt es einen reinen Frauentag in der Dubaier Junkernschänke.

Minarett ... Und dann noch einmal zu dem Problem des hohen Minaretts, das ja mit 17 Metern noch höher (!) als der Sprungturm des Groner Freibads (10 Meter) geplant war, was die Leute natürlich richtig neidisch macht. Was spricht eigentlich dagegen, die Moschee vielleicht etwas mehr ans Schwimmbad zu verlegen und das Minarett, das sowieso nur zum Schmuck da ist auch funktional als Sprungturm für das Schwimmbad zu verwenden? Das wären immerhin 17 Meter !  Wenn auf den Vorschlag niemand eingeht wird als Rache zum Ausgleich in der Dubaier Junkernschänke zukünftig Eichsfelder Mettwurst angeboten !!

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Modernisierung militärischer Musik

Warum machen Soldaten eigentlich Musik? Was für eine Frage! Wie erreicht man denn die Herzen der Menschen? Natürlich mit Musik! Und es geht bei einer modernen Armee im Jahre 2012 doch nicht mehr nur um die Macht der Gewehrei, es geht um die Eroberung der Herzen. Denn gesellschaftliche Verhältnisse sind stabiler, wenn Herrschaft nicht mit den Gewehren erzwungen werden muß, sondern der Wille zur Gemeinsamkeit in die Herzen gepflanzt werden kann. Konrad Adenauer, hat schon damals bei der Wiederbewaffnung Deutschlands 1955 die Zeichen der Zeit erkannt als er in seiner rheinischen Sprache äußerte "Vergeßt mir die Musike nicht!" und die Aufstellung von Musikkorps verlangte. Es ist jedoch ein Quantensprung, wenn man jetzt hört, schrittweise würden mindestens 23 % der Soldaten der Bundeswehr in einem Konversionsprogramm zur Musik bzw. musikaffinen Tätigkeiten hingeführt. Die Ideen dazu sprudeln im "Wir-machen-Musik"-blog der Bundeswehr über. Dabei werden allerdings auch Vorstellungen geäußert, die wenig Aussicht auf Realisierung haben und vielleicht auch nur scherzhaft gemeint sind: so z.B. der Vorschlag einer Bundeswehr-gay-group die Idee, Panzer rosa anzumalen und mit E-Gitarre oder Harfe auf den Schützentürmen für wohltätige Zwecke zu spielen.

Beim Jazzfestival 2012 hat die Gruppe >"Panzerballett" vorgeführt, dass sich vermeintlich unvereinbare Dinge doch zusammenbringen lassen - wenn man nur will - z.B. Heavy Metal und Jazz. Von der Generalität hingegen wird immer noch an eher traditionellen militärischen Musiktraditionen festgehalten - hier gilt es moderner zu werden. Der für das Musik-Konversionsprogramm der Bundeswehr zuständige >>Major Heribert Schramml (lustiger Zufall) leitender Mitarbeiter im >>Militärmusikdienst (Streitkräfteamt in Bonn) hat sich in der Anfangseuphorie bei Einführung des Programms wohl etwas verstiegen, als er öffentlich davon träumte, einen marschähnlichen Popsong mit Madonna zu verwirklichen. Hierbei so hört man, hätten Kirchenvertreter aufgehorcht, den Mund verzogen und angemerkt, dass es doch sinnvoller sei, eine musikalische Brücke zu der gerade angelaufenen Reihe von Kirche und ARD zu schlagen - Motto "Du stirbst - lass uns drüber reden" , (siehe Foto unten)

das öffentlich geklebte Plakat der Sendereihe.

Soldaten mit postraumatischem Belastungssyndrom >PTBS z.B. könnten sich ohnehin keine Militärmusik in Uniform anhören, ohne dass dieses Thema hochkomme. Und in einer weiteren Anmerkung von kirchlicher Seite hieß es: wenn schon ein Schuss Modernität notwendig sei, dann könnte das hier eher eine Musikrichtung wie "Gothik" der Gruftis leisten. Madonna jedenfalls könne aufgrund ihrer Entgleisungen von der Kirche keinesfalls akzeptiert werden.

Moderne Musik wird auf Dauer nicht außen vor gelassen werden können, wenn die Musik nicht völlig an den Herzen der Menschen vorbei erschallen soll. Nun soll auch in Göttingen wieder, mit allerdings rückwärtsgewandten, traditionellen Mitteln am Musik-Konversionsprogramm gearbeitet werden. Dass dies unter dem Titel "Keiner soll einsam sein" laufen soll, wirkt angesichts der weitreichenden Pläne im Militärmusikdienst-Programm wie ein Witz. "Das ist ja wie Kirchenmief und Kasernenhofgebrüll unter einem Hut" meint hierzu ein Sound-Spezialist der Abmischer-Einheit Niedersachsen-Süd.
Die Rückwärtsgewandtheit der Militärmusikshow hat nun zum Protest von Vertreterinnen der jungen Generation geführt: nach einer bundeswehrbezogene pussy-riot-Aktion meldete die Polizei am 19.11., dass entsprechende >Parolen an die Fassade der Stadthalle gesprüht worden seien, die jungen Frauen seien festgenommen worden.


Bundeswehrmusik in der Stadthalle mit Protesttransparent

Lesen sie auch die >goest-Seite zum Thema Militärmusik

 

Brand in einem Chemielager - "das geeignete Beseitigungsverfahren"

"Zusammenfassend läßt sich für Restabfall und Gewerbeabfälle, denen durch eine vorgeschaltete Sortierung unmittelbar verwertbare Stoffe entzogen wurden, feststellen, daß die Verbrennung das geeignete Beseitigungsverfahren ist." (>>Webseite der Firma GeReSo, die mit dem Chemikalien-Brand in der Lagerhalle Grone in Verbindung gebracht wird - das Zitat ist unter "Gewerbe- und Industrieabfälle" zu finden) April 2012

 

Vergessene Satire Ein Schmuckstück von 2003 im Archiv gefunden 4.11.14
Mit 100 Sachen durch die Fußgängerzone - Fahrer flüchtet im Innenraum des Autos

Am 22.9.2003 berichtete die Polizei von einer Verfolgungsjad durch die Innenstadt mit einem absurd-komischen Ende: Ein 27 Jahre alter Mann aus Stuttgart sei um 22 Uhr als Fahrzeugführer eines mit insgesamt sechs Insassen besetzten schwarzen Hyundai mit 80 bis 100 km/h durch die belebte Göttinger Fußgängerzone gerast. Einer Streifenwagenbesatzung war der Personenwagen auf der Groner Straße aufgefallen. Als sie ihn mit Stopp-Zeichen, Blaulicht, Lichthupe und Martinshorn stoppten wollten, raste der 27-Jährige in einigen Straßen entgegen der Einbahnstraße über die Groner Straße, Lange Geismarstraße, Wendenstraße, Rote Straße, Kornmarkt, Groner Straße, über das Groner Tor, Bahnhofsallee und stoppte in der Carl-Zeiss-Straße. Dann saß aber plötzlich kein Fahrer mehr am Steuer. Der Fahrer war auf den Rücksitz gesprungen und hatte sich auf die Oberschenkel der dort sitzenden vier Frauen gelegt. Deshalb galt der Mann zunächst erstmal nur als Tatverdächtiger ... "Ein Alcotest verlief negativ. Der Verdächtige war aber nicht Besitz einer Fahrerlaubnis. Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung, Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sind eingeleitet."

 

 

Lechts und Rinks kann man nicht velwechsern

Damit Polizisten während eines Einsatzes gegen DemonstrantInnen Links und Rechts nicht verwechseln, tragen sie auf ihren Knieschützern Aufkleber, die ihnen die Orientierung erleichtern.

Auf dem linken Knie ein "L" für "Links" und auf dem rechten Knie ein "R" für "Rechts".

Kleine Hilfsmittel erleichtern so die politische Bildung der Polizei.

 

Rande einer Demo

 

 

Vom politischen Mandat zum Vertigo

6.12.10 / Das waren noch Zeiten, als einem AStA vorgeworfen wurde, Gelder veruntreut zu haben, weil er damit Aktionen bezahlt hat, die als Wahrnehmung des "politischen Mandats" gegolten haben. Das war dann der Fall, wenn der AStA Flugblätter gedruckt hat, die sich mit Antiatom, Krieg, Armut und Sozialabbau beschäftigt haben. Die Begründung war immer, das habe nichts mit der Uni zu tun und deshalb dürften hierfür keine Studigelder ausgegeben werden.

Heute kann eine Veruntreuung von Studentengeldern wegen Wahrnehmung des politischen Mandats nicht mehr beabsichtigt sein. Heute weiß im AStA wahrscheinlich kaum eine/r , was das "politische Mandat" überhaupt ist. Und außerdem hat sowieso niemand aus diesem AStA die Absicht zu den oben genannten politischen Themen ein Flugblatt zu drucken.

Früher hatte man dem AStA gesagt, er solle sich nicht allgemein politisch betätigen und dürfe sich nur um Uniangelegenheiten, hochschulpolitische Sachen kümmern. Beim AStA der Uni Göttingen sind nun 18.000 Euro irgendwie abhanden gekommen. Das Geld soll beim Public-Viewing während der Fussball WM verschwunden sein. Was hat die Fussbal WM eigentlich mit der Uni zu tun? Toll es gibt also noch wie in früheren Zeiten nicht-hochschulpolitische Aktivitäten des AStA.

Ein bißchen anders als früher ist es aber doch. Früher wurde bei der Wahrnehmung des politischen Mandats Geld ausgegeben, heute wird bei nicht-hochschulpolitisch bezogenen Aktivitäten nicht nur kein Geld ausgegeben, sondern sogar noch Geld eingenommen. Aber im Zuge der immer stärkeren Individualisierung verschwindet das Geld dann doch wieder auf vermutlich kriminelle Weise - in privaten Kanälen. Man kümmert sich als Student/in heutzutage vor allem um das ureigene Fortkommen. Und so gibt es statt Veruntreuung von Geldern durch Wahrnehmung des politischem Mandats nur noch einfache kriminelle Handlungen.

Die englische Bedeutung des falsch angewandten Begriffs "Public-Viewing" ist "Leichenschau" . Dabei ist das Geld weggkommen. Nun gibt es vom AStA auch Veranstaltungen in einem Saal mit dem Namen "Vertigo". Da sollte man aber jetzt hellhörig werden, denn Vertigo heißt "Schwindel" .

 

Deutschlandfähnchen und -fahnen

Satire von 2010 aber immer noch verwendbar - obwohl es scheint als habe der Fähnchenrausch etwas im Jahr 2012 zur Europameisterschaft nachgelassen.

/ Warum führen so viele Menschen plötzlich kleine und große Deutschlandfahnen mit sich? Sie heften sie ans Auto oder tragen als Fußgänger/in Fähnchen in der Hand. Oberflächliche Vermutungen gingen bisher davon aus, dass es sich um einen Zusammenhang mit der Fussballweltmeisterschaft handelt. Die Wahrheit aber ist: Es ist ein Hilfsmittel zur Erinnerung! Die betreffenden Personen können sich plötzlich nicht mehr oder nur noch diffus daran erinnern, was für ein Land das ist in dem sie leben. Deshalb entwickeln sie eine zwanghafte Verwendung von Erinnerungs- und Orientierungssymbolik in Form von Deutschlandflaggen. Damit wird die zerebrale Blockade umgangen. Farbige Symbole werden mit den dazugehörigen Reaktionen in ritualisierter Form eingeübt und umgehen damit weitgehend eine Beteiligung höherer Hirnfunktionen.
Die meisten Betroffenen können sich nur noch mit Hilfe dieser Flaggen als Gedächtnisstützen daran erinnern, in welchem Land sie leben. Die von Orientierungslosigkeit Betroffenen befestigen als mnemotechnische Stütze eine Deutschlandflagge an ihrem KfZ. Bei starker Orientierungslosigkeit greifen Betroffene verzweifelt zur Mehrfachbeflaggung .
Beispiele zeigen folgende Fotoaufnahmen

Wie bei übermäßigem Drogengebrauch schwächt sich die Wirkung des allzu häufig gebrauchten Erinnerungssymbols ab, so dass ein immer massiverer Einsatz erforderlich wird. Zu Beginn der Gedächtnisschwäche mag ein kleines Fähnchen reichen, wie wir auf dem Foto unten links sehen. Bei stärker werdender Gedächtnisschwäche werden immer größere Fahnen eingesetzt.

Manche nur gering betroffene Menschen bedienen sich dezenter Formen wie schwarz-rot-gelber Pulswärmer oder Umhängeketten, stärker betroffene Fussgänger benötigen grössere Kleidungsstücke in den Orientierung gebenden Farben.

In Internetforen wird die Vermutung geäußert, dass es sich um eine virale Infektion handelt, die durch moderne Verkehrswege eine rasante Verbreitung um den Globus finden wird. Fernsehbilder aus benachbarten Ländern zeigen bereits ähnliche Fälle. Nach den Fehleinschätzungen mit Vogel- und Schweinegrippe hält sich die Regierung mit der Beschaffung von Impfstoffen bislang zurück. Gleichwohl bietet die Pharmaindustrie bereits die Produktion eines passenden Impfstoffes zur Bevorratung an.

Probleme entstehen aber an anderer unerwarteter Stelle:Zunehmender Stoffmangel und Stoff-Beschaffungs-Kriminalität!

Da inzwischen ein riesiger Bedarf an farbigen Stoffen zu einer gewissen Stoffe-Knappheit geführt hat, sind Hilfsorganisationen wie der ASB im Noteinsatz, um zu kurz gekommenen Kranken für einige Momente eine Fahne in die Hand drücken zu können. Allerdings kann es sich nur um eine vorübergehende Hilfe handeln, die Fahne wird danach zum nächsten Einsatz gefahren.

Wie heute (am 24.6.10) das >>Stadtradio meldet, kam es wegen der Stoffe-Knappheit offensichtlich bereits zur Beschaffungskriminalität. Es wurden Fahnen gestohlen.
Eine >>Polizeimeldung vom 24.6.10 bestätigte den Vorfall. Und zwar, so schreibt die Polizeipressestelle, habe ein "teilweise maskierter Mann" einem 20jährigen dessen "2x1 Meter große Deutschland-Stockfahne aus der Hand" gerissen. "Mit der Deutschlandfahne flüchteten Angreifer und Komplize anschließend auf die andere Straßenseite und verschwanden in der Dunkelheit. (...) Kurz vor der Tat und auch danach sollen Unbekannte außerdem von einem Taxi und einem weiteren PKW, der verkehrsbedingt an einer roten Ampel halten musste, die angebrachten Deutschlandfahnen abgerissen haben. (...) Die Beamten schließen nicht aus, dass es weitere Straftaten dieser Art gegeben haben könnte."

Und nun auch noch: Ablenkungsmanöver und Diskriminierung von Betroffenen
Folgende Email kursiert (24.6.10), die offensichtlich in die Irre führt und damit dazu beitragen soll, eine Panik wegen der Viruserkrankung zu verhindern:
"Informationsausgabe - STRASSENVERKEHRSAMT - JUNI 2010 - In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren. Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen - Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren. Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein. Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen. Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen."
Man erkennt schnell, dass es sich bei dieser Meldung um eine Falschmeldung handelt. Dennoch kann nicht toleriert werden, dass das Leid orientierungsloser Menschen und deren Versuche zur Selbsthilfe nun auch noch in verabscheuungswürdiger Weise verunglimpft wird.
meint: die goest-Redaktion

Bitte beachten Sie die Hinweise am Anfang der Seite - allzuoft führt die Lektüre von Artikeln auf dieser Seite zu völlig unangemessenen falschen und schädlichen Reaktionen.

 

Schleichwerbung bei der Fußball-WM 2006
Vom Pentagon zur Slipeinlage?


Es ist schon eine Unverfrorenheit sondergleichen nötig, um derart massiv Schleichwerbung auf dem zentralten Sportinstrument der Fußball-Weltmeisterschaft, dem Ball, zu platzieren. Die Werbung für Slipeinlagen widerspricht in eklatanter Weise der Tatsache, dass bei der WM aussschließlich Männermanschaften beteiligt sind und ist eine Zumutung für die ehrenhaften Sportler, die hiermit der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
Die Präsentation des Balles wurde u.a. von >>Heidi Klum vorgenommen. Die Sache wird auch nicht dadurch erträglicher , dass man die >> Slipeinlagen in goldener Farbe aufträgt. (>>Link auf externe Seiten)

Da war die Werbung für das >>Pentagon ja doch noch verständlicher, da es über die Verbindung zum agressiven Militär immerhin über eine maskuline Assoziationssemantik verfügte (Siehe kleines Bild rechts.)


Slipeinlagenaufdruck auf dem WM-Ball 2006

Pentagonsymbolik
auf dem
ehemaligem WM-Ball

 

> zum Anfang der Satireseite

 

Blöder Aprilscherz: Noch ein weiteres Güterverkehrszentrum? GVZ IV

Mit Hinweis auf den prinzipiell nicht-öffentlich tagenden >>Verwaltungsausschuss der Stadt Göttingen erreicht uns die Information, dass trotz anhaltender Querelen über das GVZ III inzwischen Planungen für ein weiteres viertes (!) Güterverkehrszentrum in Gang gesetzt wurden. Die Clusterlösung mit der Schwerpunktsetzung auf die zukunftssichere Logistikbranche habe höchste Präferenzen in den EU-Förderprojekten und damit Bedeutung für die Bemühungen um die Erschließung neuer finanzieller Ressourcen. 1.4.2012

 

Golf von Mexico - jetzt: Aral-See

Das Benzin und Öl von BP wird in Deutschland unter der Handelsmarke ARAL vertrieben. "Die Aral AG ist ein Unternehmen des BP-Konzerns in Deutschland. 2002 übernahm die "Deutsche BP AG" die ARAL AG und ihre 2500 Tankstellen.
Da nun seit geraumer Zeit aus einer Bohrstelle der BP im Golf von Mexico unaufhörlich Öl ausströmt und sich täglich mehrere Millionen Liter Rohöl im Wasser verbreiten, wird der Golf von Mexico bald voller Öl sein. Angesichts dieser Veränderung gehört der Name "Golf von Mexico" der Vergangenheit an und das betroffene Seegebiet trägt in Zukunft den Namen ARAL-See. Dass dieser Name gerechtfertigt ist zeigt ein Bild von der Wasser- nein Öloberfläche des Meeres
Eine Kollision mit einem gleichnamigen See in Asien ist von geringer Bedeutung, da dieser See im Verschwinden begriffen ist nachdem aufgrund ökologischer Sünden der Wasserspiegel beständig absinkt.

Eigentlich ist alles todtraurig. Da es unklar ist, ob das noch witzig sein kann, wurden die oben geäußerten Gedanken durch mehr oder weniger abhängige GutachterInnen begutachtet und als veröffentlichbar zertifiziert. Aber , egal ob witzig oder geschmacklos, immerhin erfahren dadurch vielleicht ein paar Leute, die es noch nicht wußten, dass der Laden zu BP gehört.

 

Die rote Gefahr

Vor etlichen Jahren schrieben wir mal: Was versteht man eigentlich unter der "Roten Gefahr" ? Nach dem Abhandenkommen des traditionellen Feindbildes ehemaliger Regierungen ist es nicht mehr jedem bekannt, was unter dem Begriff "Rote Gefahr" zu verstehen ist. Wissen Sie es? Senden Sie die richtige Lösung an redaktion@goest.de  

Nachtrag: Kaum zu glauben aber wir erhielten sogar eine Zuschrift in der uns ein Leser allen Ernstes versucht darüber aufzuklären, dass mit "Roter Gefahr" der Kommunismus gemeint war. Ja vielen Dank auch, darauf wären wir doch nie gekommen!

A) Rauchen bestimmter Zigarettenmarken?

che_zig2.jpg (9744 Byte)

B) Das unbedachte Hissen roter Fahnen, wie hier am Kiessee durch einen unbekannten Roten: rotefahne.jpg (6373 Byte)

C) Rote Kleidung als aller Laster Anfang? (gesehen in der Weender Straße) - Rot ist kein Asesscoir !

rote_stiefel.jpg (18221 Byte)

D) Rote Farbe zur Stimulation geschlechtsspezifischer Aktivitäten? Immer überall wieder zu sehen:

Lips.gif (6834 Byte)

E) Vielleicht die freie politische Meinungsäußerung von Leuten ausserhalb des Parlamentes? (Gesehen in der Gotmarstraße)

transpi_kultur.jpg (14013 Byte)

 

Du bist . . . . .

. . . irgendwie eklig.

In der Social-Marketing-Kampagne von Bertelsmann erscheint das Kampagnen-Logo natürlich in den Farben schwarz-rot-gelb

Wir haben die ganze Zeit überlegt, an was uns dieses Logo erinnert - nun endlich ist es klar ... beim Blick auf einen Bürgersteig, ...fiel es uns ein. (9.11.05). Und die braune Farbe passt auch aus einem anderen Grund ganz gut, denn dieser Spruch hat einen Vorläufer aus der Hitlerzeit zu dem diese Farbe gut passt.

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Wenn Gas zu teuer ist, dann bauen Sie sich doch ein kleines Atomkraftwerk.

16.6.07 / Was der BGH zur Frage der Gaspreise da entschieden hat ist so etwas wie eine "einstweilige Verwirrung". Er meinte, dass Gaspreise nicht der Forderung nach Mäßigung (entsprechend § 315 BGB) bei Monopolanbietern unterliegen, weil die VerbraucherInnen ja auch z.B. auf Strom umsteigen könnten und dadurch eine Konkurrenzsituation auf dem Wärmemarkt existiere.
Mit der gleichen Logik könnten demnächst die Wasserpreise von privatisierten Monopolisten angehoben werden und der BGH entscheidet dann, man könne ja auch Bier, Milch oder Mineralwasser trinken, denn das seien auch alles Getränke, wie Wasser. Deswegen sei das einzige Wasserwerk der Region kein Monopol und die Wasserpreise können genauso extrem steigen wie die Gaspreise.
Es ist ja so einfach ! Wenn der Gaspreis steigt und man keinen billigeren Gasanbieter findet , weil es gar keinen anderen Gasanbieter gibt, dann schafft man zusätzlich zu den Gasgeräten Elektrospeicheröfen an oder zieht in ein Dorf mit Biogasanlage um. Der Neueinbau der Heizungsanlagen oder der Umzug übersteigt zwar die Gaspreissteigerung um ein Vielfaches, aber um die Marktsituation auszunutzen, muß man eben flexibel sein. Das ist die Logik des BGH !

Eine andere Strategie soll wohl folgende sein: wenn man sowohl Elektroöfen, Gasheizungen, Holzhackschnitzelheizkraftwerk, Biogasanlage, Solaranlage, Erdwärme, Windrat, usw. alles gleichzeitig bereithält , kann man gaaaanz leicht von einer Heizart in die andere umschalten - tja da würde sich die Energiewirtschaft aber wundern über diese Konkurrenz auf dem Markt.
Ehrlich gesagt war ich fast versucht, mich zu fragen, ob da jemand noch alle Tassen im Schrank hat. "Tassen im Schrank" lässt sich auch durch "Risse in Schüsseln" und "lockere Schrauben" oder "Sockenschüsse" ersetzen. Es besteht hier also eine echte Konkurrenz der verwendbaren Idiome.
Ein Wunder, dass bei der BGH-Entscheidung der Bau kleiner privater Atomkraftwerke im eigenen Garten als Substitutionsmöglichkeit für Gas unerwähnt blieb. Sicherlich hatten die BGH-Richter auch im Hinterkopf, dass die Abgabe zwischenmenschlicher Wärme ebenfalls ein Konkurrenzangebot für Gas auf dem Wärmemarkt darstellt. Ein Gasversorger-Monopolist ist schon eben deshalb kein Wärme-Monopolist, weil Gas durch zwischenmenschliche Wärme ersetzt werden kann, die darüberhinaus auch noch kostenlos ist. Allerdings haben die BGH-Richter selbst auf diesem Marktsegment wohl nix zu bieten.

>> BGH-Mitteilung zur Enscheidung

 

relativ ernst gemeint:
Zur Füllung des Sommerlochs eine Reflexion auf ein Füllwort
Das Füllwort "Genau" ist auf dem Vormarsch

Ein Wortfüllsel breitet sich aus: das Wort "GENAU". An Stellen, wo häufig ein "Äh" oder "Ähm" zu hören war, ist neuerdings ein "Genau!" oder auch die Mischung "Äh, genau" zu hören. Es wird zum sichernden Abschluß eines Redeteils benutzt, ähnlich einem Zustimmung heischenden "Ja?", allerdings nicht als Frage sondern nur zur Feststellung, dass da etwas "genau" sei. Wenn Vortragende dieses "Genau" benutzen, dann z.B. in dem Sinne "aha ich habe einen Abschnitt beendet" . Mit dem "Genau!" am Ende scheint der Redende sich selbst gegenüber sagen zu wollen, "ja genau das habe ich sagen wollen" oder: "das was ich gesagt habe ist genau richtig". Es ist also eine Absicherung vor allem bei unsicheren Redner/innen. Als wollten sie jeder Beurteilung durch andere zuvorkommen und ihrem gerade gesprochenen Satz das selbstgefertige Zertifikat "Genau" ausstellen. Je öfter die Rede mit "Genau" abgesichert wird, desto hermetischer scheint die Rede auch gegen Kritik von außen geschützt zu sein.
Manchmal aber scheint der Ausspruch "Genau!" auch wie eine Antwort auf den vorher still in sich hineingesprochenen Dialog "Wie geht´s jetzt weiter? Ah ja ....GENAU!". Eine nur gelegentliche Verwendung hätte nicht zu der hier ausgeführten Überlegung Anlass gegeben, aber eine Vortragende, die jeden zweiten, dritten Satz mit "Genau" beendete führte zu erhöhter Aufmerksamkeit, worauf dann dieses Füllwort immer wieder in anderen Situationen auffiel und als Füllwort einen Teil des Sommerlochs füllte.

 

Nieder mit der Privatisierung - Hoch die "Reprivatisierung"

13.5.13 / Das ehemalige öffentliche-rechtliche >Landeskrankenhaus LKH in Göttingen gelangte durch Privatisierung zu einem verdächtig günstigen Preis in die Hände der Firma >Asklepios . Die Folgen der Privatisierung werden von überlasteten Psychoklinik-MalocherInnen, GewerkschafterInnen und auch von einem wütenden Leserbriefschreiber im GT kritisiert. Allerdings verhaspelt er sich in seiner aufgeregten Wut ein wenig mit den Begriffen und fordert:

"Jeder gesunde Bürger und Politiker müsste sofort für eine Reprivatisierung kämpfen" (Leserbrief von Dirk-Peter Harling im Tageblatt von 23.3.13)

Die Tageblattredaktion benutzt für diesen Leserbrief flugs die Überschrift:
"Für eine Privatisierung kämpfen"

Nun sollte dieses Plädoyer Pro Privatisierung doch eigentlich von den vielfach, wegen der Privatisierungsfolgen kritisierten Asklepioskliniken dankbar aufgenommen werden. Aber was machen die? Sie lassen dem armen Herrn Harling eine Widerrufsverpflichtung durch ihren Anwalt schicken, verlangen eine Unterlassungserklärung, die Zahlung von Anwaltsgebühren und drohen mit Strafen. Was hat diese privatisierte Klinik denn dagegen erneut privatisiert zu werden?

Neue Mohammed-Karikatur aufgetaucht? Ausgerechnet in Göttingen!

Bei dieser Karikatur die in einer Kita am 2.2.06 in Göttingen gefunden wurde, wird befürchtet, dass es sich möglicherweise um eine Abbildung Mohammeds handeln.

In anonymen Protestschreiben empören sich Bürger_innen, dass "Kinder von Ungläubigen" solche Zeichnungen ungestraft zu Papier bringen dürfen.

In einer Göttinger Kita wurde die nebenstehende Karikatur entdeckt. Experten gehen davon aus, dass es sich bei dieser Kinderzeichnung durchaus um eine gezielte Darstellung des Propheten Mohammed handeln könne. Dafür spräche vor allem der Zeitpunkt zu dem diese Karikatur auftauchte, nämlich der 2.2.06. (zu diesem Zeitpunkt befand sich der Streit um Karikaturen in einer dänischen Zeitung auf dem Höhepunkt) Ebenso spräche der deutlich erkennbare Bart und Turban dafür.

Der Name des Kindes konnte ermittelt werden, wird aber aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht, da seine Eltern gegenwärtig auf einer Geschäftsreise im arabischen Raum unterwegs sind und bedroht werden könnten. Eine Kindergärtnerin mutmaßte, die Zeichnung könne auch durch Abbildungen eines Fotos der Eltern angeregt worden sein, das sie dem Kind auf sein Handy geschickt hatten. Darauf seien ein Mann mit Turban und ein Esel zu sehen gewesen (tragischerweise gab es eine >>Karikatur mit eben dieser Kombination in der dänischen Zeitung Jylands Posten)

Das Kind verweigert bislang jegliche Aussage und wirkt äußerst verstockt. Es gehört einer christlichen Religion an, ist bisher aber noch nicht durch Konflikte mit Kindergartenkindern muslimischer Religion aufgefallen.

Wir haben lange diskutiert, ob wir diese Zeichnung veröffentlichen sollen, haben aber dann entschieden, die Presse- und Meinungsfreiheit sei in diesem Falle das wichtigere Gut.

Müssen wir nun evtl. befürchten, Ziel von islamistischen Hackerangriffen zu werden? ..mehr Infos



Imbißstand auf dem Weihnachtsmarkt 2005

Vietnamesische Rentiere

Die Tierwelt Vietnams ist reich und vielfältig. In den Dschungelgebieten gibt es noch Großkatzen, darunter Leoparden und Tiger. Es leben weiterhin Elefanten, Bären, Affen und Rotwild in den Wäldern. Leider wurden durch unkontrollierte und illegale Jagd, sowie durch die Zerstörung ihrer Lebensräume viele einheimische Tierarten ausgerottet. Dazu gehört das weihnachtliche Rentier, das nur noch sehr selten zu beobachten ist. ;-)

Fragentest: Die Homepage goettingen.de hat einen Frageassistenten
Sie haben Fragen? Wir können Ihnen bessere Fragen vorschlagen!

Auf der Homepage goettingen.de gibt es neuerdings seit 22.11.05 einen Fragenassistenten. Das ist nichts anderes als ein Eingabefeld für Fragen kombiniert mit einer Datenbankanbindung und Stichwortsuchen. Es wird angekündigt mit den tollsten Erwartungen:
"Die Stadt verbindet nach den Worten ihres Pressesprechers Detlef Johannson mit der innovativen Dienstleistung große Erwartungen an die sekundenschnelle Reaktion auf Informationswünsche. Was muss ich machen, wenn ich eine größere Mülltonne benötige? Wie lange dauert es, einen neuen Personalausweis zu bekommen? Wie komme ich vom Bahnhof zum Deutschen Theater?" (...) Bei Tag und Nacht führt die Seite innerhalb von Sekunden zur korrekten Antwort. Möglich wird dieser innovative Service durch den Einsatz moderner Sprachtechnologie, die sich bereits bei großen Konzernen bewährt hat. In Kooperation haben die Stadt Göttingen und die Marlowe - Consult, ein auf Kundenkommunikation spezialisiertes Beratungshaus, diese Möglichkeiten jetzt auch für Kommunen erschlossen." (Quelle)

Boaaaa! dachten wir uns und haben es gleich mal getestet. in der Tat sekundenschnell kamen die tollsten Antworten.

Frage: "wann kommt ein ortsrat für die innenstadt?"
Antwort: Sie fragten: wann kommt ein ortsrat für die innenstadt?
Die Antworten auf diese Frage könnten Ihnen helfen:
Wann kommt die Müllabfuhr in meine Straße?

>> nicht zufrieden? (nun soll man eine neue Frage formulieren)
Neu formulierte Frage: ortsrat für die innenstadt?
Antwort:Sie fragten: ortsrat für die innenstadt?
Die Antworten auf diese Frage könnten Ihnen helfen:
Wo kann ich in der Innenstadt parken?
Wo finde ich Informationen für Schwule und Lesben?
>> nicht zufrieden?
(nun soll man eine neue Frage formulieren)
Neu formulierte Frage: wo finde ich ortsräte?
Antwort: Sie fragten: "wo finde ich ortsräte?"
>> nicht zufrieden?
(nun nützt weiterklicken nichts mehr)
Sie haben keine zufrieden stellende Antwort auf Ihre Frage erhalten.
Das bedauern wir sehr. Ihre Ihre Frage wird aber registriert, damit wir sie beim weiteren Aubau des Systems berücksichtigen können.

Tja das war wohl nix.

Nachtrag 21.9.09: die Sucheingabe auf goettingen.de am heutigen Tag ergab die Antwort "Zu Ihrer Anfrage wurden leider keine Suchergebnisse gefunden." wenigstens schnell und klar Schluß.

Die Fragen "Wo finde ich Protokolle der Ratssitzungen?" oder "Wann ist die Sitzung des Finanzausschusses" sind natürlich viel zu kompliziert , das ist gemein und es gibt keine Antwort, also machen wir es dem System mal gaaaanz einfach und fragen "Wo ist das Gänseliesel" - Diese Frage ist wieder mal zu einfach. Man landet nur bei Infos die den Quatsch mit dem Küssen erzählen, aber wo das Liesel steht darauf gibts keine Antwort. Also besser wäre es wohl, wenn man einfach alle Fragen, die richtig beantwortet werden können auflistet, so dass man sich eine aussuchen kann.
Ausgangspunkt der ganzen Entwicklung war vermutlich dass die Leitung der Firma Marlowe Consult ihren frisch entwickelten Frage-Assistenten fragte: "Tja was fangen wir denn jetzt mit dir an, wie machen wir Geld mit dir obwohl du doch noch garnicht funktionierst" und der Assistent antwortete: "Bietet mich doch der Stadt Göttingen an". Dieses System ist ein typisches "Bananenprodukt" : "Reift beim Kunden" (Nachtrag.....oder verfault - es scheint nicht mehr zu existieren, es gibt nur noch eine normale Suchanfrage)

Und nunmal ganz ernst: Diese Investition deren Kosten wir mal auf mindestens (!) ca. 65.000 Euro plus Folgekosten für Datenbankbetrieb schätzen ist im Bereich des Oberbürgermeisters vorgenommen worden, der z.B. sagt, es gäbe kein Geld für Ortsräte.
Darüber kann man sich beschweren beim Beschwerdemanager der Stadt Göttingen mit einer Mail an beschwerden@goettingen.de da sitzt ein Mensch dahinter: Herr Westphal aber vielleicht kann der auch so antworten wie der Frageassistent.

 

Fahndung mit selbst gezeichnetem Phantombild

Können DIESE Augen lügen?suchbild.JPG (10919 Byte)
Phantomzeichnung des Täters angefertigt von der Frau die er betrogen hat (Vermutlich ist diese Zeichnung eine Art Rache)

Original Polizeimeldung:

"Mit einer von der Geschädigten selbst gefertigten "Phantom"- Zeichnung fahndet die Göttinger Polizei nach einem ca. 50 Jahre alten Mann, der sich vor knapp drei Wochen (16. bis 18.08.04) bei der 58-jährigen Göttingerin für zwei Tage als Untermieter eingemietet hat und danach verschwand, ohne das Zimmer und das verzehrte Frühstück zu bezahlen. "

 

Einigen Goest-Lesern zufolge wurde der Gesuchte evtl. schon mal bei der Augsburger Puppenkiste gesehen.

suchbild_warhol.JPG (13781 Byte)goest-Leser Martin hat das Kunstwerk zu einer Warhol-Interpretation des Werks animiert

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Die tolle Idee :
Mit 1 Euro-Jobbern den Protest gegen 1 Euro-Jobs
organisiert

Ein gemeinnütziger Träger stellt für das soziale Zentrum Anträge an die Arbeitsagentur zur Förderung von 1- Eurojobs nach SGB III und BSHG 19 Abs. 3. Motivierte und qualifizierte Kräfte werden für die politische Aufklärungsarbeit und die Organisation der Proteste gegen Hartz 4 eingestellt. Die Inititiative bekommt dafür von der Agentur monatlich 500 Euro pauschal pro eingesetzter Person. 300 Euro werden jeweils an einen Beschäftigten gezahlt, 200 Euro, so die Planung gehen in Raummiete für den Arbeitsplatz und Flugblätter, Arbeitsmaterial, Telefonkosten usw.. Man strebt die Schaffung von möglichst vielen solcher Stellen an. Dies wird bei 5 Stellen immerhin monatlich 1000 Euro in die Kasse der Initiative bringen und einen kontinuierlichen Bürodienst in angemieteten Räumen ermöglichen.
Im Antragsformular findet sich als Kurzbezeichnung der Arbeitsgelegenheiten: "Öffentlichkeitsarbeit und Protestorganisation sowie Beratungsarbeit im sozialen und politischen Bereich"
Dies wird dann unter der Rubrik "Beschreibung der Arbeitsgelegenheiten (z.B. Art / Umfang/ Struktur / Inhalte / Ort / Qualifizierung)" näher ausgeführt: " Die Arbeitsgelegenheiten umfassen Bürotätigkeiten und Außendienst im Team, werktäglich 9-16 Uhr (1 h Mittagspause) , mit wechselnden abweichenden Einsatzzeiten je nach Protestkonjunktur und besonderen Anlässen mit entsprechendem Zeitausgleich. Einsatzort ist Göttingen, Büro Innenstadt. Das soziale Zentrum betont, dass es kein BewerberInnen auf die Stellen akzeptiert, die vom Arbeitsamt dazu gezwungen wurden.
( Nachbemerkung NICHT auf diese Stellen bewerben, es ist doch nur Satire!! das Soziale Zentrum würde sowas nie machen - sie sind entschieden gegen 1. Euro-Jobs - )

Übrigens: Bei einer Veranstaltung des Sozialen Forums (nicht Soziales Zentrum) zur Kritik an Hartz IV hatte man im Eingangsbereicht des Ratssaales 1 Euro-Jobber zum Verkauf von Brötchen etc. eingesetzt - die Realtiät überholt so oft die Satire ...

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Abwrackprämie für mehr als 5 Jahre alte Fahrräder
(Hinweise zum Seitenanfang beachten)

30.1.09 / Es wird bald wieder Frühling und die Finanzkrise ist noch lange nicht zuende. Die dunklen Wintermonate haben bei vielen Polizeikontrollen gezeigt, wie viele, nicht mehr verkehrstüchtige Fahrräder unterwegs sind. Mangelhafte Beleuchtung und Reflektoren, fehlende Klingel, mangelhafte Bereifung, nicht funktionsfähige Bremsen, ja selbst schadhafte Rahmen fielen bei den Kontrollen auf. Da kommt ein neues Teilprogramm des Konjunkturpaketes gerade recht:

Im Zuge einer Gleichbehandlung der VerkehrsteilnehmerInnen wurde eine attraktive Idee auf den parlamentarischen Weg gebracht, die sich an der Abwrackprämie für Personenkraftfahrzeugen orientiert: Fahrräder, die älter als 5 Jahre sind, können verschrottet werden und gegen den Nachweis ihrer Verschrottung erhält der Käufer eines neuen Fahrrades eine Fahrrad-Abwrack-Prämie von 250 Euro. Der Nachweis der Einhaltung von CO²-Ausstoßgrenzen entfällt natürlich, wie Vertreter des ZIV - Zweirad-Industrie-Verband e.V. auf einer Pressekonferenz schmunzelnd anfügten.

Die Umsetzung auf kommunaler Ebene zeigt jedoch erhebliche Anlaufschwierigkeiten. Bei einer Nachfrage in den Recycling-Unternehmen Resebek und Hampe zeigten sich die Unternehmensleitungen noch wenig informiert über diese Regelung. Sie waren allerdings bereit, auch vor einer endgültigen Überwindung der letzten parlamentarischen Hürde bereits eine formlose Bestätigung über abgewrackte Fahrräder auszustellen.

Von Städten wie Göttingen wird durch die Fahrrad-Abwrackprämie ein zusätzlicher Impuls für die Konjunkturankurbelung in einem ökologisch besonders wertvollen Teilbereich der Wirtschaft erwartet.

Dieses Fahrrad, das am Leinebadetag aus der Leine herausgeholt wurde, hätte nun eine gute Chance, durch eine Abwrackprämie, kombiniert mit einem Fahrrad-Neukauf einen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft zu leisten.

 

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Kampagnen Update : Schon 4 Wochen keine Demo !

21.12.09 / Bereitschaftspolizei untätig in den Kasernen, Polizeistatistik fehlen die Großeinsätze. Personal- und Sachmittelzuwendungen in Frage gestellt. >> Neue Wasserwerfer (Kosten pro Fahrzeug mehr als 1 Mio Euro) stehen untätig in den Hallen. Schon seit 4 Wochen keine Demo mehr, die ein großes Polizeiaufgebot rechtfertigt, die Kampagne fängt an zu wirken ! Neben goest verzichten auch andere Internetportale auf politisch aufreizende Berichte, die einen Ausbau der Polizei rechtfertigen könnten (z.B. Monsters of Göttingen bringt auch nur noch Kultur!). Mit einigen friedlichen Aktionen wie z.B. Lichterketten der GfbV wird der Nerv der Polizei getroffen. Sie können das viele Geld für die Polizei nicht mehr rechtfertigen.

Aufruf zur Untätigkeit: Demonstrations-Streik , Empörung in Polizeikreisen
(Bitte die Erläuterung am Anfang der Seite beachten!)

26.11.09 / Nun ist durchgesickert: In Polizeikreisen wird händeringend auf die nächsten Demonstrationen gewartet, weil medienwirksame Großereignisse geeignet sind, Forderungen der Polizei die nach mehr Geld, Personal und teuerem Gerät zu rechtfertigen.
Nachdem bereits in der Vergangenheit sehr viel Geld in die Ausstattung der Polizei investiert wurde, wird es angesichts der wirtschaftlichen Krise Forderungen nach weiteren Stellen im Polizeibereich durchzusetzen. Deshalb ist man in Polizeikreisen doppelt dankbar für Demonstrationen, die mehr Aufwand erfordern als eine reine Verkehrsabsicherung. Die Ankündigung einer gewaltfreien Demonstration führt regelmäßig dazu, dass die Beamten in ihren Umkleidekabinen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Manch einer murmelt "Was soll nur aus uns werden?"

Da kann schon einmal bei Polizisten der Gedanke aufkommen: "Ja warum hauen wir nicht selbst etwas kaputt? Dann wird denen da oben schon klar, dass wir mehr Geld brauchen bei der Polizei". Das geht natürlich nicht und so staut sich mancherorts ein Frust auf, der sich gerade bei gewaltfreien Demonstranten entlädt, die durch ihre Untätigkeit der Entwicklung der Polizei schaden. Ein wenig kann die mangelnde Realität auch durch übertreibende Darstellungen in den Medien passend gemacht werden. Entsprechende Presseberichte werden den Journalisten nicht immer gedankt , gerade bei der Connydemo bekam ein Journalist der zuarbeitenden Presse einen polizeilichen Schlag ab. Großzügig werden sehr hohe TeilnehmerInnenzahlen bekannt gegeben, wenn dies große Einsätze rechtfertigen soll. Von VeranstalterInnen braucht man bei Übertreibungen der Demogröße keine Korrektur zu befürchten, weil die sich ja bei der Nennung größerer Zahlen bestätigt fühlen. Ein anderer Trick ist die statistische Einordnung von Bagatellfällen bzw. konstruierten Fällen ("Hey Frau Nachbarin ich glaub da sind sie beleidigt worden, wollen sie nicht mal eine Anzeige aufgeben? Alles weitere machen wir dann schon") die dann als "Fall" z.B. unter polizeiliche Staatsschutzaufgaben eingeordnet werden und damit die Statistik verfälschen. Diese Tätigkeitsstatistik ist entscheidend für Personal und Mittelzuweisungen bei der Polizei.

Wie dem auch sei. Diese durchgesickerte Problematik der Polizei hat zu einer Initiative geführt, die eine völlig neue Methode anwendet , um sich gegen einen Wildwuchs im Polizeibereich zu wehren. Eine bislang nicht bekannte "Graue Zelle" hat begonnen für einen Demostreik zu werben. Zunächst als Pilotprojekt "6 Monate lang keine Demonstration mehr ! Und schon gar keine Ankündigung einer militanten Demonstration!" Damit , so die Initiative , kommt die Polizei in arge Legitimationsnöte und wird über kurz oder lang Personal abbauen müssen.

Konversionsstrategie: Verschrottungsentgelte für Wasserwerfer und Räumpanzer sowie Verkauf von Transportfahrzeugen z.B. können als Mittelzufluss in die Ausstattung von Kitas, Schulen und anderer Bildungseinrichtungen sowie generell die Ausstattung sozialer Leistungen fliessen. Dies führt dann letztlich z.B. auch noch zu weniger Jugendkriminalität , was wiederum Mittel im Polizeibereich freisetzt. Überflüssige Videokameras der Polizei könnten dann übrigens für Medienprojekte von Jugendlichen eingesetzt werden - es gibt ja so viele kreative Möglichkeiten.

Nach dem Bekanntwerden dieser Initiative hat es einzelne Versuche verdeckter Vermittler seitens der Polizei gegeben, radikal eingestellte Jugendliche davon abzuhalten, diese Initiative zu unterstützen. Mit Gewaltvideos und historischen Aufnahmen von Protesten sollte die Jugendlichen noch einmal gezeigt werden "wie geil Widerstand" ist und sie sollten zu einem Überdenken eines Demostreiks angeregt werden. Sogar der Hinweis auf die Demonstrationsfreiheit im Grundgesetz wurde zum Aufstacheln benutzt.

Die Goest-Redaktion würde sich an der Kampagne ebenfalls beteiligen. Keine auch nur andeutungsweise politische Berichterstattung. Stärkere Hervorhebung von Kultur und Ästhetik - folglich keine Berichte über Polizei usw. Im Demo-Streik-Verbund und gleichzeitig mit anderen politischen Blättern/Medien würde dies erheblichen Legitimationsdruck auf die beobachtende Staatspolizei ausüben. Sie könnten ihre Stellen nicht mehr auf Dauer halten wenn es ihnen nicht gelingt ihre Untätigkeit zu kaschieren.

Allerdings ist Wachsamkeit angesagt, denn wenn Menschen unter existentiellen Druck geraten sind sie zu unbedachten Taten in der Lage. Es muß verhindert werden, dass bei einem gelingenden Demonstrations- und politTaten-Streik plötzlich Beamte die Nerven verlieren und sich zu verdeckten Taten hinreissen lassen, die einen Einsatz rechtfertigen.

Also erklärt Euch solidarisch - Entzieht der Polizei die Rechtfertigungsgrundlage - Keine Demo! Entzieht der Polizeirepression den Arbeitsgegenstand ! Sie werden uns noch auf den Knien bitten endlich wieder zu demonstrieren!

(Bitte die Erläuterung am Anfang der Seite beachten! Ja es ist Satire, aber es wurden ja auch schon andere Satiren von goest in die Realität umgesetzt ... z.B. die Bank für Arbeitslose wollte eine Initiative in Norddeutschland umsetzen .

Schneckengrippe

22.2.06 / Als wäre Rügen noch nicht gestraft genug mit dem Ausbruch der Vogelgrippe im Natur- und Touristenparadies: nun folgt auch noch die zweite Welle einer anderen Tiererkrankung: Schneckengrippe. Diesmal betrifft es Gott sei Dank eine Tierart die aufgrund ihrer spezifisch geringeren Reichweite und Fortbewegungsgeschwindigkeit auch die Verbreitungsgeschwindigkeit reduziert. Mit einer Ausnahme: die Mecklenburg-Vorpommersche amphibische Wanderschnecke (Gastropoda Migraris) kann durch ihre größere Reichweite evtl, auch die Seuche auf das Festland übertragen.
In Kreisen des Landes- und Bundesregierung zeigte man sich beruhigt, da man in diesem Fall darauf vertraut, dass die zuständige Landrätin von der Geschwindigkeit der Entwicklung nicht überfordert wird und die Krise in eigener Zuständigkeit vorab bewältigt.

zum Anfang der Satire-Seite

 

Briefkasten in der Nikolaistraße

Die Namen wurden unkenntlich gemacht, das Foto wurde vor mehreren Monaten gemacht, der Briefkasten ist inzwischen wieder völlig weiß.

 sartire02.JPG (31018 Byte)

 

Sozialhilfe und Karate

22.6.04 / Städtische MitarbeiterInnen hatten im Februar 2004 Techniken aus Karate, ATK (Anti-Terror-Kampf) Judo, Tae Kwon Do,  Jiu Jitsu,  Aikido, Kick- und Thaiboxen erlernt, um sich gegen Angriffe im Amt verteidigen zu können.

Nachdem sich 18 MitarbeiterInnen aus den Fachbereichen Ordnung und Soziales in Techniken asiatischer Kampfsportarten unterrichten ließen, was Ihnen sehr viel Spaß und Muskelkater gebracht hat, sollen nun auch entsprechende Kurse für SozialhilfeempfängerInnen eingerichtet werden. Auf die Idee einer solchen ungewöhnlichen Maßnahme kam man durch die Auseinandersetzung mit der MSDO-"Philosophie". Der Ausbilder der städtischen Mitarbeiter schreibt auf seiner Webseite   u.a.: "Es kann jeden treffen, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Die stetige Zunahme von Gewalttaten verunsichert zunehmend die Schwächeren dieser Gesellschaft,.." Die Schwächeren sind meist die   SozialhilfeempfängerInnen und nun wurde vielfach in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, dass Aggressionen gerade aus einem Gefühl der Unterlegenheit heraus als Verzweiflungstat entstehen. Erst die Hoffnungslosigkeit des Ausgeliefertsseins führt zu unüberlegten aggressiven Handlungen. Wenn nun zu dem institutionell vorgegebenen Machtgefälle Sozialhilfesachbearbeiter - SozialhilfempfängerIn noch hinzukommt, dass sich die BesucherInnen einem kampfsporterprobten städtischen Mitarbeiter gegenüberstehen, dann könnten diese Unterlegenheitsgefühle noch verstärkt werden. Der Einführung von Kursen auch für SozialhilfeempfängerInnen liegt nun folgender Gedanke zugrunde: Die Erfahrung der eigenen Kraft, das Bewußtsein der eigenen Stärke sind ein geradezu ideales Mittel um der hilflosen Aggression vorzubeugen. Es schafft den selbstbewußten Sozialhilfeempfänger bzw. die Sozialhilfempfängerin, der/die sich ihrer Möglichkeiten bewußt ist und es nicht nötig hat, in unkontrollierte Aggression zu verfallen. Die aus der Hilflosigkeit der Unterlegenheit hervorgerufenen Verzweiflungstaten werden vermieden, weil die SozialhilfeempfängerInnen sich den Sozialhilfesachbearbeitern von vorneherein körperlich gewachsen fühlen.
Die Kampfsport-Ausbilder möchten "dem Schüler ein gestärktes Selbstwertgefühl und sicheres Auftreten (zu) vermitteln. Dies garantiert in erster Linie eine gewisse Selbstsicherheit in problematischen Situationen und hilft auch im täglichen Umgang mit seinen Mitmenschen." und es wäre wichtig dass man "...signalisiert, dass man sich seiner sicher ist, und auf der Hut ist. Das geschieht, indem man sich einen selbstsicheren, zielstrebigen Gang aneignet und auf diese Weise deutlich macht, dass man ein Ziel hat." Quelle

Um die Beziehungen zwischen Sachbearbeiter und Klientel zu verbessern wurde weiterhin überlegt, wie sportlicher Wettstreit zu einem Kontakt in klar reglementiertem Rahmen zum Abbau von Aggressionen zwischen den Gruppen genutzt werden könnte. Nach einem Pilotversuch im März kam es bei den betreffenden Personen anschließend neben den sachbezogenen Gesprächen im Amt  bereits gelegentlich zu einem Austausch über    gemeinsamen Erfahrungen bei Erlernung dieser Kampftechniken.  Dies schafft zwar ein gutes Verhältnis zwischen städtischen Mitarbeitern und Klientel, in einzelnen Fällen aber ging es so weit, dass während der Sprechzeiten gemeinsam auch praktische Übungen im Büro (!) versucht wurden. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, wird die Forderung nach einer sportliche Ausstattung von Zusatzräumen ins Spiel gebracht, was allerdings auf Schwierigkeiten angesichts der bekannten Finanzsituation stieß und mit den Worten "das ginge zu weit" kommentiert wurde.

Problematisch und von sportlicher Seite aus kritisiert wird bei der ganzen Sache allerdings folgende Aussage: "Viele Techniken des M.S.D. würden bei einem sportlichen Wettkampf zur Disqualifikation führen. Aber: Wenn etwas bei Wettkämpfen oder im Kampfsport als Verstoß gewertet wird, ist es hervorragend für die Selbstverteidigung geeignet" und "In allen Kampfsportarten gibt es Wettkampfregeln, im M.S.D. nicht. Somit hat man im Rahmen der Verhältnismäßigkeit freie Wahl, um den Angreifer aufzuhalten." Quelle: http://modern-self-defence.com/lewudy2003.htm. Dies hebt das Ziel einer klaren Regelorientierung wieder auf.

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Chaos am Chaostag

Folgender Bericht wurde am 10 Mai verfaßt also komme bitte kein Rechtsfanatiker auf die Idee, hierin einen Aufruf für den 1. Mai 2004 zu sehen - das wäre dann die nächste Satire.
Also: Wie nachträglich zu recherchieren war, gab es vor dem 1. Mai  Bemerkungen auf Homepages und Gästebüchern, mit denen Jugendliche kundtaten, diesmal gäbe es am 1. Mai die Chaostage in Göttingen. Einer schrieb dazu, er könne leider nicht, weil "Ich habe Firmung" also der schien arg jung gewesen zu sein

Die "gefährlichen" Internet-Ankündigungen:
Im Gästebuch der Musikgruppe Doedelhaie(www.doedelhaie.de): "Am 1. Mai 2004 finden in Göttingen Chaostage statt!!! Ja das ist net sehr normal das es am 1. Mai Chaostage gibt aber warum nicht mal was neues??? also es geht um 12 Uhr los an der Gänseliesel!! Wäre schön wenn man viele Leute begrüssen kann!!!! Rein Haun"
Im APP-Forum (1) (http://forum.freenet.de/app/forum_post_list.jsp): "die chaostage 2004 sind in göttingen und nich in berlin. 1. mai is halt immer in berlin randale, aber das sind keine "offiziellen" chaostage..."
Im welnet-Gästebuch (http://www.welnet4u.de):
Am 6.4.04 schrieb xxxxxxx: moin ich wollte euch nur darauf aufmerksam machen das bald der 1.mai ist und hoffe ihr kommt alle nach göttingen zu den mai krawallen bitte so viele wie möglich ersma der chaot von der INSEL!!!!!!!!!!!!!!"

Das Ergebnis war dann folgendes: Ein paar wenige Punker irrten durch die Innestadt Göttingens und suchten die Chaostage, fanden sie aber nicht. Die Polizei aber tat so als fänden sie dennoch statt und ging demensprechend gegen die Punker vor.

Im Stadtradio Göttingen wurde gemeldet: "Die Polizei hat am Vorabend des 1. Mai gegen mehrere Personen Platzverweise für die Göttinger Innenstadt verhängt. Entsprechende StadtRadio-Informationen bestätigte Polizeisprecher Joachim Lüther. So hätten bereits am Bahnhof 12 Personen einen Platzverweis erhalten. 14 weitere Fälle habe es bei punktuellen Kontrollen im Stadtgebiet gegeben.
Die Aktion habe in Absprache mit der Stadt Göttingen als Ordnungsbehörde stattgefunden. Hintergrund seien Aufrufe im Internet gewesen, am 1. Mai in Göttingen Chaos-Tage zu veranstalten. So hätten auch lediglich Personen Platzverweise erhalten, die von auswärts nach Göttingen angereist seien. Die Betroffenen hätten der entsprechenden Klientel klar zugeordnet werden können, so Lüther wörtlich." Die Polizei hätte doch eigentlich sagen können: "Ey ihr tickt wohl nicht richtig, ihr müßt doch nach Berlin!"

absurd, unverhältnismäßig und rechtswidrig
Da gab es wohl die Befürchtung, dass 26 Leute Chaostage in Göttingen veranstalten. Mit der unverhältnismäßigen Präventivmaßnahme werden willkürlich Leute nach ihrem Aussehen mit einem Eingriff in ihre Bewegungsfreiheit bestraft, es darf bezweifelt werden, ob dies rechtlich haltbar ist. Und es kann doch auch sein, dass einer der wie ein Punker aussieht und nicht in Göttingen wohnt an diesem Tag z.B. seine Freundin in Göttingen besucht hat.
Man stelle sich einmal zum Vergleich folgendes vor: z.B.: Wenn vor dem Schützenfest im Internet Meldungen auftauchen, die alle Schützen zum willden Rumballern mit den Gewehren am Gänseliesel auffordern, erhalten dann auch alle Auswärtigen, die aussehen wie Schützen einen Platzverweis? Da würde erstmal geprüft .... aber bei Punkern denkt man wohl : immer druff.

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"Revolte ohne Wandel"

20.3.07 / Der Artikel "Revolte ohne Wandel" in der Göttinger Drucksache Nr. 568 kündigte eine Veranstaltung im Theaterkeller an. Dabei bedienten sich die AutorInnen einer derart aufgeblähten Sprache, dass es einen graust. Dass es auch anders geht , zeigt die folgende Übersetzung des Textes.

Ankündigungstext
Revolte ohne Wandel - Die Linke in der Dialektik von Theorie und Praxis

Und hier die Übersetzung

Das Problem, wie für linke Politik das Verhältnis von Theorie und Praxis zu bestimmen ist, steht nicht erst seit der beginnenden Mobilisierung zum G8 Gipfel in Heiligendamm wieder im Raum. Selbst unter jenen, die sich als Ziel die Abschaffung des Kapitalismus auf die Fahnen geschrieben haben, herrscht nur selten Einigkeit darüber, wie eine entsprechende Praxis aussehen könnte.

Die Leute, die den Kapitalismus abschaffen wollen sind sich nicht einig, wie das gehen soll.

Die alte Frage nach "Sozialreform oder Revolution" ist dabei in jüngster Zeit vor allem durch eine stark strukturalistische Lesart der Marx'schen Kritik der politischen Ökonomie geprägt gewesen. Dabei ist in vielen linken Debatten die strategische wie theoretische Fragestellungen nach der Möglichkeit gesellschaftlicher Veränderung zunehmend aus dem Blickfeld geraten. Die Frontstellung von Sozialreform oder Revolution scheint sich unter der Hand transformiert zu haben, in die Frontstellung von bewegungsorientierter Praxis zu radikaler Gesellschaftskritik. Damit ist aus einem strategischen Konflikt einer um das Primat von Theorie oder Praxis geworden

Die Diskussion hat unter der akademischen Begriffshuberei gelitten und es ging immer weniger darum wirklich etwas zu verändern. Nun streiten sich die Leute ob Theorie oder praktische Veränderung wichtiger ist.

Dieser Konflikt kann jedoch nicht sinnvoll ausgetragen werden. Jeder Art von Praxis kann nachgewiesen werden, dass ihre Forderungen oder Kampfformen 'immanent' bleiben, mithin nicht für sich über die bestehende Gesellschaft hinausweisen. Andererseits kann die ausschließlich strukturalistisch gefasste radikale Kritik in ihren Kategorien keinen praktischen Wandel mehr begründen.

Praktisches Handeln bleibt erstmal innerhalb des Bestehenden aber Theorie allein kann auch nix verändern.

Eine antagonistische Praxis zum Bestehenden kann es nicht geben. Das Kriterium der an die Wurzel gehenden Negation, das für die Kritik eine Notwendigkeit darstellt, die das Denken von Befreiung überhaupt erst ermöglicht, zielt, angewendet auf die Praxis, auf deren Selbstabschaffung. Gleichermaßen steuert eine Bewegungs-Praxis, die sich selbst als Zweck genügt, im besten Falle ins Leere. Im schlimmsten demonstriert sie, dass Bewegung nicht nur in emanzipatorische Richtung möglich ist.

Praktisches Handeln kann nicht ausserhalb der bestehenden Gesellschaft stattfinden. In der Theorie hingegen kann man sich eher etwas radikal anderes ausmalen.

Eine Politik die ein emphatisch verstandenes Individuum mit seinen Bedürfnissen und Interessen zum Ausgangspunkt von Befreiung nehmen will, muss auch ein Verständnis davon entwickeln, wie durch den Kampf um diese Bedürfnisse und Interessen hindurch radikaler sozialer Wandel möglich wird. Eine solche Politik muss sich damit dem Widerspruch stellen, dass der Kapitalismus sich einerseits gerade durch die Integration und Transformation von Bedürfnissen reproduziert, diese jedoch andererseits der einzige Ansatzpunkt für nicht-identitäre Politik sein können. Dieses Paradox wird in der bestehenden Frontstellung nicht bearbeitet sondern quasi identitär verwaltet. Fasst man das Problem jedoch so herum, ändert sich die Fragestellung. Die Frage, ob eine Forderung oder Praxis antikapitalistisch ist oder nicht, ist falsch gestellt. Entscheidend ist, durch welche gesellschaftlichen Widersprüche hindurch das menschliche Handeln auf radikalen sozialen Wandel zielen kann und welche Rolle dabei soziale Bewegungen und 'immanente' Interessenkonflikte spielen.

Man muß schon mal gucken was die Leute wollen, wenn man mit ihnen zusammen was verändern will. Aber was man eigentlich will, darüber sollte man schon genau nachdenken.

Wie linke Politik aussehen könnte, die an dieser Fragestellung ansetzt, möchten wir am Dienstag, den 20.3.07 um 20 Uhr im T-Keller diskutieren. Gruppe 180° Für einen neuen Realismus

.

Auf diesen unseren Vereinfachungsversuch werden die Freunde der verklausulierten Schreibweise möglicherweise folgendermaßen urteilen: "Die Reduktion von Komplexität, die der vorgefundenen Realität inhärent ist auf eine, den durchschnittlichen kognitiven Voraussetzungen und hermeneutischen Fähigkeiten angepasste Erscheinungsweise, kann nicht ohne einen, die eigentliche inhaltliche Substanz verzehrenden Transformationsprozess vonstatten gehen. Die Bedingung der Möglichkeit eines Verständnisses kann nicht vom Gelingen selbiger abhängig gemacht werden." ( Dialektik als die Kunst sich in Widersprüche zu verwickeln).

 

Frisch, fromm, frei von der Leber weg popo-litisch 2006-2015: Hans Otto Arnold

2006
Die GöLinke forderte an Weihnachten eine Weihnachtshilfe für Hartz4 EmpfängerInnen damit die ihren Kindern was schenken könnten - CDU Ratsherr Arnold wetterte am Redepult im Ratssaal hocherregt, lautstark, empört mit rotem Kopf dagegen

Bei Rats- und Kreistagsmitgliedern ist der Begriff "populistisch" populär. Bei der Ratssitzung am 8.12.06 herrschte plötzlich gereizte Stimmung im Ratssaal: CDU-Ratsmitglied, Hans Otto Arnold lehnte es ab, Hartz 4-EmpfängerInnen und SozialhilfeempfängerInnen 2006 eine Weihnachtsbeihilfe seitens der Stadt zu gewähren. Einen solchen Antrag schimpft er "populistisch" und titulierte ihn als "Schaufensterrede".
Das "populus", dem man möglichst nicht nach dem Munde reden soll doch genau diese Leute wählen, die im Rat der Stadt sitzen. Deren parlamentarische Existenz ist also zutiefst populistischen Ursprungs. Und nun sage niemand, eine demokratische Kommunalwahl, das wäre doch "etwas ganz anderes", denn gibt es etwas "populistischeres" als z.B. den Wahlkampf der Volkspartei CDU 2006 (Plakataufschrift damals "Neues Parkhaus statt Rotes Rathaus") ? Arnolds Ratsmitgliedschaft ist folglich der Ergebnis populistischer Willensbildung bei der Kommunalwahl. Wie hält dieser Mann, dieser Gegner des Populismus das nur aus? Wird er aufgrund dieses Widerspruchs seinen Ratssitz irgendwann aufgeben? ( Ja, tat er aber leider nur vorübergehend )

Hat Arnolds Kontakt zu schlagenden Verbindungen ideologische Auswirkungen?
Ein Blick auf die Geschäftsangebote von Herrn Arnold im Internet (1) erklärt vielleicht den aufgeregten Widerspruch gegen alles was sozial und daher auch irgendwie "links" scheint. Ratsherr Hans Otto Arnold verkauft heraldischem Schmuck und Farben an Burschenschaften, vielleicht färbt der Verkauf von Farben an farbentragende Verbindungen auf den ansonsten farblosen Verkäufer ab.

(1) 2006 waren die Couleur & Heraldik-Angebote Arnolds für Burschenschaften auf der Webseite www.arnold-art-com (jetzt nur noch mit Erlaubnis zugänglich) seine Homepage www.arnold-art.de ist im März 2015 noch ohne Inhalt. Das Stichwort Heraldik im Zusammenhang mit Arnold findet man zZt nur noch unter >>www.dieglaswerkstatt.de/glas-arnold-couleur-und-heraldik-in-bovenden

Arnold entwickelte 2006 auch Engagement für die Schaffung eines "Ehrenmals" auf dem Alten Stadtfriedhof an der Kasseler Landstrasse, verwirklicht als "Nobel-Rondell". Arnold legte einen Entwurf vor und organisierte zusammen mit dem Arbeitskreis "Runder Tisch Friedhofskultur" Sponsorengelder von Sparkasse, Satorius usw.. Die Verwirklichung des Steindenkmals für berühmte Tote (Noelpreisträger) wurde mit erheblichen Kosten verwirklicht, weit mehr als eine weihnachtliche Gabe für Arbeitslose betragen hätte, Arnold aber Dankbarkeit bei mehreren Steinmetzen einbrachte. Das "Ehrenmal" in seiner konkreten Gestaltung erinnert an eine Mischung von Ritter der Tafelrunde und germanischem Ting-Platz mit Obelisk sowie der Schauder-Ästhetik des NeoKlassizismus.

Vielleicht könnte die GöLinke Arnold mit folgenden Angeboten locken: Steinmetzarbeit eines "Runden Gabentisch für Sozial Bedürftige", oder ein Denkmal für die anonyme Arbeitslosen-Familie mit Hartz4-Heraldik zu schaffen. Für ein Farbentragen von Arbeitslosen dürfte die GöLinke nicht zu gewinnen sein, so wie auch die Entwicklung von Arbeitslosen zu einer schlagenden Verbindung nicht im Sinne von Arnold wäre. Es gibt also nur einen schmalen Grad für eine mögliche Einigung. Wohlan denn !

Nachtrag November 2007: Wer hätte das gedacht? Arnolds Nerven waren schwächer als vermutet. Nur ein jahr später hält er offensichtlich diesen Widerspruch nicht mehr aus. Kurz bevor Weihnachten kommt, da spürt er wohl wieder diesen beißenden Widerspruch, der ihn zerreisst und zieht die Konsequenz: Er verlässt den populistisch gewählten Rat am symbolischen 9. November 2007. Wir hätten nie gedacht, dass unsere satirische Frage so die Realität ins Mark trifft.

Nachtrag Dezember 2009 Verückte Welt, 3 Jahre später nachdem die GöLinke Ratsfraktion Weihnachtsgeld für Hartz4 EmpfängerInnen gefordert hat, haben Vertreter der Bundes-CDU das auch gefordert und zwar z.B. Gerald Weiß, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmergruppe CDA. Vermutlich sieht Arnold die aber auch schon als verkappte Kommunisten an.

Nachtrag April 2015: Seit 7.3.13 ist dieser Herr wieder Mitglied der CDU-Ratsfraktion, im Bauausschuß und als Ratsmitglied im Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe vertreten. Im Ortsrat Weende ist er seit 1.11.2011.

Nun fiel er 2015 wieder mal auf. Ausgerechnet als Geschäftsmann in Sachen "Couleur" macht er über die Kulturinitiative BUNTES verächtliche Bemerkungen. Bei der Diskussion um den Bedarf an Übungsräumen für Musikgruppen usw. (siehe Voigtschule) antwortete er, das seien alles "unverbindliche Spaß- und Häkelangebote" und man solle sich lieber an bestehende Vereine und Chöre wenden. Fehlte nur noch, dass er der Initiative "Buntes" empfohlen hätte, sich mit dem Bemalen von Burschenschafterkrügen zu beschäftigen, so wie er. (Was eigentlich schlimmer als Häkeln ist)

 

Der Kurzkommentar aus der Provinz zur NRW-Wahl

23.5. - 8.00 Uhr / Ist doch alles ganz klar: Müntefering will Kanzlerkandidat werden! Die SPD kann im Bundestag dem Schröder nicht das Vertrauen entziehen und ihn anschließend gleich wieder als Kanzlerkandidat aufstellen, dann könnte die CDU nämlich vors Verfassungsgericht ziehen und Angela würde es tun, weil sie in den Meinungsumfragen hinter Schröder liegt.
Müntefering könnte die aufbegehrende SPD-Linke in SPD und WASG mit dem Verweis auf seine "Kapitalismuskritik-Rede" (mit der er LaFontaine imitiert hat) hinter sich sammeln. Damit würde er sich an die Spitze des Unmutes über seine eigene bisherige Politik setzen. Sollte er damit erfolgreich sein, könnte er danach dann die bisherige Politik weiter fortsetzen. Jetzt wirds klar, warum Münti diese Kapitalismuskritik kurz vor der NRW-Wahl aufgetischt hat. Endlich ist die Wahrheit ans Tageslicht gekommen.
(Diese Satire wird vermutlich bald von der Realität überholt und kann dann in die Sparte News übernommen werden, der Richtungsstreit in der SPD dazu hat heute morgen begonnen.)
(
Nachtrag 23.5., 16.00 Uhr : prompt kam eine passende Presserklärung der Jusos
13 Uhr in der gefordert wird, an die Kapitalismuskritik anknüpfend einen Richtungswechsel herbeizuführen)

Verulkung des ehemaligen Oberbürgermeister Danielowski

Irgendwie war der folgende Text in einer "verwaisten Datei" verlorengegangen, wurde nun aber wieder ausgegraben: Unter der URL  http://www.bytekillers.de/danielowski/ findet fand man eine Göttinger Website mit derbem politischen Humor. Der ehemalige Staatsanwalt Herr Danielowski wird mit einem verzerrten Konterfei vorgestellt und es werden mehrere Songs im mp3-Format präsentiert. Allerdings arbeitet die Seite mit aktivX-Steuerelementen, die mancheiner lieber ausgeschaltet läßt. Die Nennung des Links beruht auf Empfehlungen von Leuten, die sich über die Songs schlapp gelacht haben

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