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Reale und andere Satiren (best viewed with open eyes)

Sie befinden sich auf der Satire-Seite - zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Verstand

Hier auf dieser Seite
Lechts und Rinks nicht verwechserln
Arbeitslose gründen Privatbank EABD
Fußball-Muster: vom Pentagon zur Slipeinlage
Gutes von Gestern im Sarg
Mohammed-Karikatur in Gö aufgetaucht
Demonstrations-Streik
Gas zu teuer? Bau dir ein AKW!
Revolte ohne Wandel (übersetzt)
Populistisches
Vietnamesische Rentiere
Rathaus: Ortsrat gleich Müllabfuhr?
Du bist deu...- äh - .... irgendwie ekelig
Fahndungsverdacht
Alternative 1 Euro-Jobs
Junkern-Moschee in Dubai

Real Bad Taste
Weg mit dem Volk
Karate im Sozialamt
Chaos am Chaostag

Satirisches auf anderen Seiten in GOEST:
> Aqua-Studie für Göttingen
> Gänseliesel in der Antike
> Legende vom Gänseliesel
> Hermannsdenkmal
> Kriegsanleihen

Leute, die eine Satire nicht verstehen produzieren mit ihrer Reaktion eine neue Satire: eine launige Zusammenstellung vor ca. 10 Jahren zur Farbe Rot unter dem Titel die "Rote Gefahr" zeigt rote Stiefel, rote Lippen usw. und fragt was war eigentlich noch mal "die rote Gefahr"? und nun klärt uns ein Leser auf mit den Worten: "Damit war der Kommunismus gemeint". Ja danke auch

 

Lechts und Rinks kann man nicht velwechsern

Damit Polizisten während eines Einsatzes gegen DemonstrantInnen Links und Rechts nicht verwechseln, tragen sie auf ihren Knieschützern Aufkleber, die ihnen die Orientierung erleichtern.

Auf dem linken Knie ein "L" für "Links" und auf dem rechten Knie ein "R" für "Rechts".

Kleine Hilfsmittel erleichtern so die politische Bildung der Polizei.

 

Rande einer Demo

 

 

Der Begriff "Volk" ist des Teufels

Volker hört Signale - Überall wo der Begriff Volk vorkommt sehen kritische BeobachterInnen besonders jene mit antideutschem Touch die Gefahr von Rechts. Wie massiv diese Bedrohung ist zeigt folgende Betrachtung:

Kein Volksfest mehr, evtl, auch kein Folk-Festival mehr? Volksmusik jedenfalls nicht und Volkslieder auch nicht. Das Institut für Völkerkunde hat keine Chance mehr und wer Volkskunde oder Ethnologie studiert müßte sich was anderes suchen! Wer Volksweisheiten äußert macht sich schon mal verdächtig. Der Paragraf Volksverhetzung wird erstmal gestrichen?
Und alle Volksbefreiungsbewegungen werden aufgelöst, auch wenn sie sich hinter Begriffen in anderen Sprachen wie Unidad Popular, Frente Populare, usw. verbergen. Und dann gibt es noch diese verkappte völkische Begriffsverwendung, die statt des Begriffes Volk  "Bevölkerung" sagen, da kommt doch sogar schon die passende Vorsilbe zum "Völkischen" drin vor.
Völkerrecht ist schon rein begrifflich höchst problematisch, und Volkstrauertag wird eh abgeschafft. Aber schaut nur in die Region: Wer wohnt eigentlich alles in Volkerode? Wer hat sich diesen Namen ausgedacht?
Und dann dieser Einfluß der Volksbank - unbestätigten Gerüchten zufolge haben Montagsdemonstranten ihre Konten jetzt dort! Völker hört die Signale? Sieg im Volkskrieg? - alles völlisch völkisch.
Und das mit der Demokratie - hochgefährlich! Alle Macht geht ja bekanntlich darin vom Staats-Volk aus, nur Volksabstimmungen sind noch hinterlistiger. Es war auch irgendwie gemein, daß man sich ausgerechnet gegen eine "Volks"zählung wehren mußte, wo mit dem Begriff Vobo nur mühsam der Gebrauch des Wortes Volkszählungsboykott verborgen wurde. Schließlich ist es dann kein Wunder daß die Gerichte in diesem Land zu Fehlurteilen kommen, wenn sie "Im Namen des Volkes" urteilen.
Aber wir müssen doch in den eigenen Reihen kritisch bleiben, schaut euch doch nur das Juzi an mit seiner Volx-Küche ... jaja da lassen wir uns nichts vormachen, wir wissen genau dass das eigentlich "Volks-küche" heissen soll auch wenn der Begriff inzwischen hinter der Abkürzung "Vokü" versteckt wird.
Wie sollen wir es nur in diesem Land aushalten,  ein einig Volk von VolkswagenfahrerInnen die auch noch innerhalb einer Volkswirtschaft hergestellt werden! Wenn jetzt noch jemand sagt ich soll mich entspannen und bissl Völkerball mitspielen dann zuck ich aus!!!

Gar nicht so einfach mit dem Volk , gell?
Viele Grüße Euer Volker

Nachtrag 30.1.09: Volxküche in Vegane Soliküche umbenannt - die Realität holt die Satire ein.

Also das hat ja gedauert ! Wir schrieben vor mehreren Jahren in dieser Satire über den Kampf gegen das Wort "Volk": "Aber wir müssen doch in den eigenen Reihen kritisch bleiben, schaut euch doch nur das Juzi an mit seiner Volx-Küche ... jaja da lassen wir uns nichts vormachen, wir wissen genau dass das eigentlich "Volks-küche" heissen soll auch wenn der Begriff inzwischen hinter der Abkürzung "Vokü" versteckt wird. "
Und nun lesen wir in der Göttinger Drucksache Nr. 630, dass sich die "Vokü" aus eben diesen Gründen in "Vegane Soliküche" umbenannt hat. Da wird die Satire von der Realtität überholt.
Im Antivolksbegriffswahn sollte aber folgendes bedacht werden:
Wie leichtfertig diese Heissporne der Sprachbereinigung vorgehen zeigt ein Blick in das Zionismus-Info . Dort ist unablässig vom "Volk" die Rede. An einigen Stellen wird es ganz extrem, z.B. : "Fast allgemein wird die moralische Genialität des jüdischen Volkes anerkannt und dessen Überlegenheit über die anderen Völker auf diesem Gebiete zugestanden" (Quelle www.zionismus.info) . Der Kampf gegen den Begriff "Volk" kann leicht von Antisemiten aufgegriffen werden denn im Kampf gegen den Begriff Volk ist ein anti-zionistisches Moment enthalten und darin wiederum der Antisemitismus. Oder wie?

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Arbeitslose gründen eigene Privatbank EABD
(Hinweise zum Seitenanfang beachten)

8.10.08 / Die Idee war genial und kühn: warum nicht selbst eine Bank gründen? Kaum jemand nahm die Idee ernst, als eine engagierte kleine Gruppe um arbeitslose ehemalige Bankangestellte ihre Überlegungen zur Diskussion stellte. Die erste Reaktion war und ist immer noch die Frage : "Woher sollen Arbeitslose das Geld bekommen?" Aber das Konzept trägt anscheinend tatsächlich. Entstanden ist alles bei einem Zusammentreffen der InitiatorInnen während eines europäischen Seminars. Die Gruppe besteht seitdem aus einem virtuellen Verbund von Mitgliedern in verschiedenen Städten (Göttingen, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Hamburg, Bochum, Halle) wobei Göttingen wegen der Lage und steuerlicher Aspekte zentraler Firmensitz werden soll.

Vorerst nur ein beschränkter Bürobereich in dem die Vorarbeit für die Entstehung eines neuartigen Kreditinstitutes in Göttingen geleistet wird.

Gegenwärtig wird fieberhaft daran gearbeitet, die Voraussetzungen nach KWG zu erfüllen.

In der Anlehnung an die Einrichtung innerhalb deren sich die Geschäftsidee ergab erfolgte auch die Namensfindung EABD was allerdings inzwischen zu ersten Problemen wegen der Namensrechte geführt hat.
Die Grundidee des Geschäftsmodells, so erläutert Angelika Maier-Mersebach im Interview mit goest.de basiere darauf, daß in der ersten Monatshälfte das Geld für die zweite Monatshälfte noch unangetastet bleibe, alsozeitweise ein - wenn auch minimales so doch ein - Guthaben auf den Konten der Arbeitslosen existiere Und nun mache es die Masse, die zum Gelingen des Konzeptes beitrage. Im ersten Schritt ging man von einer erreichbaren Kundenzahl um ca.10.000 aus. Wenn durchschnittlich für die erste Monatshälfte 200 Euro ruhigliegen, ergibt sich daraus eine Summe von 2 Millionen Euro. Der Zinsgewinn bei 4,9% p.a. für 2 Millionen für 12 mal einen halben Monat bedeutet 2,45 % 49.000 Euro. Die Ausweitung auf unerwartete 35.000 an einer Kundschaft interessieten Arbeitslosen an der EABD (Erste Arbeitslosen Bank Deutschlands) brächte das 3,5 fache, nämlich 147.000 Euro p.a. . Darüberhinaus werden Gespräche in verschiedenen Städten und kleineren Gemeinden geführt, die die Kommunalverwaltungen dazu bewegen sollen, die Gelder der Sozialhaushalte über die Arbeitslosenbank abzuwickeln und so einen zusätzlichen Gewinn zu ermöglichen, der dann den Arbeitslosen zugute kommt und andererseits zur Reduzierung von Sozialkosten führen kann. So lagerten in der Sozialverwaltung des Landkreises ca. 2 Millionen Euro, die schließlich an den Bund zurückgegeben wurden. Außerdem beabsichtigt man in Abhängigkeit vom Verwendungszusammenhang kommunaler Investitionen die Kreditivergabe billiger als bisherige Kreditinstitute der Gebietskörperschaften (z.B. Sparkassen) zu gestalten.

Die Banker E. Magerm und die Bankerin Angelika Maier-Mersebach sowie ihr Team formulieren als ein denkbares Ziel für die kommenden Jahre eine vollständige Refinanzierung der Firmengründungs- und Betriebskosten und planen zum Zeitpunkt der ersten Kreditvergaberechte die großzügigste Vergabe von Krediten an Arbeitslose. Auf die Frage, ob sie die Kreditrisiken bei Arbeitslosen nicht etwas unrealistisch einschätzen antworteten sie, daß nur Investitionen in den Konsumsektor die Wirtschaft in Bewegung bringen können und dadurch wieder Arbeitslosigkeit abgebaut würde, so daß dann die Kredite zurückbezahlt werden könnten. Damit sehen sie sich auf einer Linie mit dem DGB, den Lohnforderungen der IGM und den Positionen der Partei DieLinke. Zur Risikoabsicherung fügen sie hinzu, daß mit dem Erfolg der Bank gleichzeitig deren Einfluß wachse und Ziel sei es, eine systemrelevante Bank zu werden, die im Fall eines Modellscheiterns letztlich Sicherheitsleistungen des Staates erzwänge, so daß das Modell rundum abgesichert sei.

Interview: goest.de
Webseite: www.eabd.com (zur Zeit in Änderung begriffen wegen der Namensrechte)

 

Real Bad Taste
(Aus Pietätsgründen erst mit einem Jahr Verzögerung veröffentlicht)

Nach dem Tod des Geschäftsinhabers eines "Bad-Taste"-Geschäftes in der Barfüsser Straße (dort wo der Spiderman an der Fassade war) 2003 legten Freunde an der Geschäftstür zur Trauer Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Der Geschäftsinhaber selbst hatte an dieser Stelle zu seinen Lebzeiten noch ein Schild in die Tür gestellt mit der Aufschrift: "Wer hier klaut stirbt". 

Dass die Leute aber nach dem Tod des Geschäftsinhabers ausgerechnet vor diesem Schild am Eingang ihre Kondolenzbezeugungen niederlegen müssen beweist, dass sie würdige Kunden eines "Bad-Taste"-Geschäftes waren, denn man fragt sich ja unwillkürlich, ob da jemand gestorben ist, weil er geklaut hat.

sartire01.JPG (21178 Byte)Realsatire schlimmsten Ausmaßes

Erst war das Schild da, dann starb der Geschäftsinhaber - Leute stellten Blumen an die Tür

Barfüsserstraße vor einem Jahr Juni 2003
(aus Pietätsgründen erst 2004 veröffentlicht)

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Du bist . . . . .

. . . irgendwie eklig.

In der Social-Marketing-Kampagne von Bertelsmann erscheint das Kampagnen-Logo natürlich in den Farben schwarz-rot-gelb

Wir haben die ganze Zeit überlegt, an was uns dieses Logo erinnert - nun endlich ist es klar ... beim Blick auf einen Bürgersteig, ...fiel es uns ein. (9.11.05). Und die braune Farbe passt auch aus einem anderen Grund ganz gut, denn dieser Spruch hat einen Vorläufer zu dem diese Farbe gut passt.

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Schleichwerbung bei der Fußball-WM
Vom Pentagon zur Slipeinlage?

Es ist schon eine Unverfrorenheit sondergleichen nötig, um derart massiv Schleichwerbung auf dem zentralten Sportinstrument der Fußball-Weltmeisterschaft, dem Ball, zu plazieren. Die Werbung für Slipeinlagen widerspricht in eklatanter Weise der Tatsache, dass bei der WM aussschließlich Männermanschaften beteiligt sind und ist eine Zumutung für die ehrenhaften Sportler, die hiermit der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
Die Präsentation des Balles wurde u.a. von >>Heidi Klum vorgenommen. Der Skandal wird auch nicht erträglicher dadurch, dass man die >>Slipeinlagen in goldener Farbe aufträgt. (>>Link auf externe Seiten)

Da war die Werbung für das >> Pentagon ja doch noch verständlicher, da es über die Verbindung zum agressiven Militär immerhin über eine maskuline Assoziationssemantik verfügte (Siehe kleines Bild rechts.)

> Seite zur Fußball WM 2006

 


Slipeinlagenaufdruck auf dem WM-Ball 2006

Pentagonsymbolik
auf dem
ehemaligem WM-Ball

 

> zum Anfang der Satire-Seite

 

Junkern-Moschee in Dubai > Moschee

Es gibt einen Ausgleich dafür, daß im Königsstieg eine Moschee gebaut wird. Die denkmalgeschützte Junkernschänke ist so baufällig, daß sie möglicherweise sowieso abgerissen werden muß. Deshalb hat sich jemand angeboten, der die Junkernschänke in einem Architekturpark in Dubai wiederaufbauen will. Diese ausgleichende Gerechtigkeit müßte doch sowohl die Anwohner als auch Herrn Thielbörger beruhigen, die gegen den Bau der Moschee wettern .
Die Junkernschänke in Dubai soll nicht ein rein westeuropäisches Gasthaus werden, es sollen einheimische Baustoffe aus Dubei (vorhandener Wüstensand) verwendet werden und es soll nicht nur gastronomisch sondern auch für die Jugendarbeit genutzt werden. Außerdem gibt es einen reinen Frauentag in der Dubaier Junkernschänke.

Minarett ... Und dann noch einmal zu dem Problem des hohen Minaretts, das ja mit 17 Metern noch höher (!) als der Sprungturm des Groner Freibads (10 Meter) geplant war, was die Leute natürlich richtig neidisch macht. Was spricht eigentlich dagegen, die Moschee vielleicht etwas mehr ans Schwimmbad zu verlegen und das Minarett, das sowieso nur zum Schmuck da ist auch funktional als Sprungturm für das Schwimmbad zu verwenden? Das wären immerhin 17 Meter !  Wenn auf den Vorschlag niemand eingeht wird als Rache zum Ausgleich in der Dubaier Junkernschänke zukünftig Eichsfelder Mettwurst angeboten !!

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Gutes von Gestern im Sarg

> Bild der Woche März 2008

Real-Satire "Gutes von Gestern zum halben Preis" und im Schaufenster ein Bestattungsunternehmen. Fehlt nur noch "Grillfleisch im Sonderangebot"

irgendwie die falsche Werbung für ein Beerdigungsunternehmen . Aber im Laden gibts Brötchen von gestern. Rosdorfer Weg, Ecke Wiesenstrass.

 

 

Wenn Gas zu teuer ist, dann bauen Sie sich doch ein kleines Atomkraftwerk.

16.6.07 / Was der BGH zur Frage der Gaspreise da entschieden hat ist so etwas wie eine "einstweilige Verwirrung". Er meinte, dass Gaspreise nicht der Forderung nach Mäßigung (entsprechend § 315 BGB) bei Monopolanbietern unterliegen, weil die VerbraucherInnen ja auch z.B. auf Strom umsteigen könnten und dadurch eine Konkurrenzsituation auf dem Wärmemarkt existiere.
Mit der gleichen Logik könnten demnächst die Wasserpreise von privatisierten Monopolisten angehoben werden und der BGH entscheidet dann, man könne ja auch Bier, Milch oder Mineralwasser trinken, denn das seien auch alles Getränke, wie Wasser. Deswegen sei das einzige Wasserwerk der Region kein Monopol und die Wasserpreise können genauso extrem steigen wie die Gaspreise.
Es ist ja so einfach ! Wenn der Gaspreis steigt und man keinen billigeren Gasanbieter findet , weil es gar keinen anderen Gasanbieter gibt, dann schafft man zusätzlich zu den Gasgeräten Elektrospeicheröfen an oder zieht in ein Dorf mit Biogasanlage um. Der Neueinbau der Heizungsanlagen oder der Umzug übersteigt zwar die Gaspreissteigerung um ein Vielfaches, aber um die Marktsituation auszunutzen, muß man eben flexibel sein. Das ist die Logik des BGH !

Eine andere Strategie soll wohl folgende sein: wenn man sowohl Elektroöfen, Gasheizungen, Holzhackschnitzelheizkraftwerk, Biogasanlage, Solaranlage, Erdwärme, Windrat, usw. alles gleichzeitig bereithält , kann man gaaaanz leicht von einer Heizart in die andere umschalten - tja da würde sich die Energiewirtschaft aber wundern über diese Konkurrenz auf dem Markt.
Ehrlich gesagt war ich fast versucht, mich zu fragen, ob da jemand noch alle Tassen im Schrank hat. "Tassen im Schrank" lässt sich auch durch "Risse in Schüsseln" und "lockere Schrauben" oder "Sockenschüsse" ersetzen. Es besteht hier also eine echte Konkurrenz der verwendbaren Idiome.
Ein Wunder, dass bei der BGH-Entscheidung der Bau kleiner privater Atomkraftwerke im eigenen Garten als Substitutionsmöglichkeit für Gas unerwähnt blieb. Sicherlich hatten die BGH-Richter auch im Hinterkopf, dass die Abgabe zwischenmenschlicher Wärme ebenfalls ein Konkurrenzangebot für Gas auf dem Wärmemarkt darstellt. Ein Gasversorger-Monopolist ist schon eben deshalb kein Wärme-Monopolist, weil Gas durch zwischenmenschliche Wärme ersetzt werden kann, die darüberhinaus auch noch kostenlos ist. Allerdings haben die BGH-Richter selbst auf diesem Marktsegment wohl nix zu bieten.

>> BGH-Mitteilung zur Enscheidung

Neue Mohammed-Karikatur aufgetaucht? Ausgerechnet in Göttingen!

Bei dieser Karikatur die in einer Kita am 2.2. in Göttingen gefunden wurde soll es sich . möglicherweise um eine Abbildung Mohammeds handeln.

Kritik wendet sich dagegen, dass bereits die Kinder von "Ungläubigen" solche Zeichnungen malen dürfen.

In einer Göttinger Kita wurde eine Karikatur entdeckt, bei der Experten davon ausgehen, dass es sich bei dieser Kinderzeichnung durchaus um eine gezielte Darstellung des Propheten Mohammed handeln könne. Dafür spräche vor allem der Zeitpunkt zu dem diese Karikatur auftauchte, nämlich der 2.2.06. und der deutlich erkennbare Bart und Turban.

Der Name des Kindes konnte zwar durch gezielte Nachfragen ermittelt werden, wird aber aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht, da seine Eltern gegenwärtig auf einer Urlaubsreise im arabischen Raum unterwegs sind. Eine Kindergärtnerin meinte auf Befragung, die Zeichnung könne auch durch Abbildungen einer Ansichtskarte der Eltern angeregt worden sein, wo ein Mann mit Turban und ein Esel zu sehen waren. Das Kind verweigert bislang jegliche Aussage und wirkt äußerst verstockt. Es gehört einer christlichen Religion an, ist bisher aber noch nicht durch Konflikte mit Kindergartenkindern muslimischer Religion aufgefallen.

Wir haben lange diskutiert, ob wir diese Zeichnung veröffentlichen sollen, haben aber dann entschieden, die Pressfreiheit sei in diesem Falle das wichtigere Gut.

Müssen wir nun evtl. befürchten, Ziel von islamistischen Hackerangriffen zu werden? ..mehr Infos

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Imbißstand auf dem Weihnachtsmarkt 2005

Vietnamesische Rentiere

Die Tierwelt Vietnams ist reich und vielfältig. In den Dschungelgebieten gibt es noch Großkatzen, darunter Leoparden und Tiger. Es leben weiterhin Elefanten, Bären, Affen und Rotwild in den Wäldern. Leider wurden durch unkontrollierte und illegale Jagd, sowie durch die Zerstörung ihrer Lebensräume viele einheimische Tierarten ausgerottet. Dazu gehört das weihnachtliche Rentier, das nur noch sehr selten zu beobachten ist. ;-)

Fragentest: Die Homepage goettingen.de hat einen Frageassistenten
Sie haben Fragen? Wir können Ihnen bessere Fragen vorschlagen!

Auf der Homepage goettingen.de gibt es neuerdings seit 22.11.05 einen Fragenassistenten. Das ist nichts anderes als ein Eingabefeld für Fragen kombiniert mit einer Datenbankanbindung und Stichwortsuchen. Es wird angekündigt mit den tollsten Erwartungen:
"Die Stadt verbindet nach den Worten ihres Pressesprechers Detlef Johannson mit der innovativen Dienstleistung große Erwartungen an die sekundenschnelle Reaktion auf Informationswünsche. Was muss ich machen, wenn ich eine größere Mülltonne benötige? Wie lange dauert es, einen neuen Personalausweis zu bekommen? Wie komme ich vom Bahnhof zum Deutschen Theater?" (...) Bei Tag und Nacht führt die Seite innerhalb von Sekunden zur korrekten Antwort. Möglich wird dieser innovative Service durch den Einsatz moderner Sprachtechnologie, die sich bereits bei großen Konzernen bewährt hat. In Kooperation haben die Stadt Göttingen und die Marlowe - Consult, ein auf Kundenkommunikation spezialisiertes Beratungshaus, diese Möglichkeiten jetzt auch für Kommunen erschlossen." (Quelle)

Boaaaa! dachten wir uns und haben es gleich mal getestet. in der Tat sekundenschnell kamen die tollsten Antworten.

Frage: "wann kommt ein ortsrat für die innenstadt?"
Antwort: Sie fragten: wann kommt ein ortsrat für die innenstadt?
Die Antworten auf diese Frage könnten Ihnen helfen:
Wann kommt die Müllabfuhr in meine Straße?

>> nicht zufrieden? (nun soll man eine neue Frage formulieren)
Neu formulierte Frage: ortsrat für die innenstadt?
Antwort:Sie fragten: ortsrat für die innenstadt?
Die Antworten auf diese Frage könnten Ihnen helfen:
Wo kann ich in der Innenstadt parken?
Wo finde ich Informationen für Schwule und Lesben?
>> nicht zufrieden?
(nun soll man eine neue Frage formulieren)
Neu formulierte Frage: wo finde ich ortsräte?
Antwort: Sie fragten: "wo finde ich ortsräte?"
>> nicht zufrieden?
(nun nützt weiterklicken nichts mehr)
Sie haben keine zufrieden stellende Antwort auf Ihre Frage erhalten.
Das bedauern wir sehr. Ihre Ihre Frage wird aber registriert, damit wir sie beim weiteren Aubau des Systems berücksichtigen können.

Tja das war wohl nix.

Nachtrag 21.9.09: die Sucheingabe auf goettingen.de am heutigen Tag ergab die Antwort "Zu Ihrer Anfrage wurden leider keine Suchergebnisse gefunden." wenigstens schnell und klar Schluß.

Die Fragen "Wo finde ich Protokolle der Ratssitzungen?" oder "Wann ist die Sitzung des Finanzausschusses" sind natürlich viel zu kompliziert , das ist gemein und es gibt keine Antwort, also machen wir es dem System mal gaaaanz einfach und fragen "Wo ist das Gänseliesel" - Diese Frage ist wieder mal zu einfach. Man landet nur bei Infos die den Quatsch mit dem Küssen erzählen, aber wo das Liesel steht darauf gibts keine Antwort. Also besser wäre es wohl, wenn man einfach alle Fragen, die richtig beantwortet werden können auflistet, so dass man sich eine aussuchen kann.
Ausgangspunkt der ganzen Entwicklung war vermutlich dass die Leitung der Firma Marlowe Consult ihren frisch entwickelten Frage-Assistenten fragte: "Tja was fangen wir denn jetzt mit dir an, wie machen wir Geld mit dir obwohl du doch noch garnicht funktionierst" und der Assistent antwortete: "Bietet mich doch der Stadt Göttingen an". Dieses System ist ein typisches "Bananenprodukt" : "Reift beim Kunden" (Nachtrag.....oder verfault - es scheint nicht mehr zu existieren, es gibt nur noch eine normale Suchanfrage)

Und nunmal ganz ernst: Diese Investition deren Kosten wir mal auf mindestens (!) ca. 65.000 Euro plus Folgekosten für Datenbankbetrieb schätzen ist im Bereich des Oberbürgermeisters vorgenommen worden, der z.B. sagt, es gäbe kein Geld für Ortsräte.
Darüber kann man sich beschweren beim Beschwerdemanager der Stadt Göttingen mit einer Mail an beschwerden@goettingen.de da sitzt ein Mensch dahinter: Herr Westphal aber vielleicht kann der auch so antworten wie der Frageassistent.

 

Fahndung mit selbst gezeichnetem Phantombild

Können DIESE Augen lügen?suchbild.JPG (10919 Byte)
Phantomzeichnung des Täters angefertigt von der Frau die er betrogen hat (Vermutlich ist diese Zeichnung eine Art Rache)

Original Polizeimeldung:

"Mit einer von der Geschädigten selbst gefertigten "Phantom"- Zeichnung fahndet die Göttinger Polizei nach einem ca. 50 Jahre alten Mann, der sich vor knapp drei Wochen (16. bis 18.08.04) bei der 58-jährigen Göttingerin für zwei Tage als Untermieter eingemietet hat und danach verschwand, ohne das Zimmer und das verzehrte Frühstück zu bezahlen. "

 

Einigen Goest-Lesern zufolge wurde der Gesuchte evtl. schon mal bei der Augsburger Puppenkiste gesehen.

suchbild_warhol.JPG (13781 Byte)goest-Leser Martin hat das Kunstwerk zu einer Warhol-Interpretation des Werks animiert

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Die tolle Idee :
Mit 1 Euro-Jobbern den Protest gegen 1 Euro-Jobs
organisiert

Ein gemeinnütziger Träger stellt für das soziale Zentrum Anträge an die Arbeitsagentur zur Förderung von 1- Eurojobs nach SGB III und BSHG 19 Abs. 3. Motivierte und qualifizierte Kräfte werden für die politische Aufklärungsarbeit und die Organisation der Proteste gegen Hartz 4 eingestellt. Die Inititiative bekommt dafür von der Agentur monatlich 500 Euro pauschal pro eingesetzter Person. 300 Euro werden jeweils an einen Beschäftigten gezahlt, 200 Euro, so die Planung gehen in Raummiete für den Arbeitsplatz und Flugblätter, Arbeitsmaterial, Telefonkosten usw.. Man strebt die Schaffung von möglichst vielen solcher Stellen an. Dies wird bei 5 Stellen immerhin monatlich 1000 Euro in die Kasse der Initiative bringen und einen kontinuierlichen Bürodienst in angemieteten Räumen ermöglichen.
Im Antragsformular findet sich als Kurzbezeichnung der Arbeitsgelegenheiten: "Öffentlichkeitsarbeit und Protestorganisation sowie Beratungsarbeit im sozialen und politischen Bereich"
Dies wird dann unter der Rubrik "Beschreibung der Arbeitsgelegenheiten (z.B. Art / Umfang/ Struktur / Inhalte / Ort / Qualifizierung)" näher ausgeführt: " Die Arbeitsgelegenheiten umfassen Bürotätigkeiten und Außendienst im Team, werktäglich 9-16 Uhr (1 h Mittagspause) , mit wechselnden abweichenden Einsatzzeiten je nach Protestkonjunktur und besonderen Anlässen mit entsprechendem Zeitausgleich. Einsatzort ist Göttingen, Büro Innenstadt. Das soziale Zentrum betont, daß es kein BewerberInnen auf die Stellen akzeptiert, die vom Arbeitsamt dazu gezwungen wurden.
( Nachbemerkung NICHT auf diese Stellen bewerben, es ist doch nur Satire!! das Soziale Zentrum würde sowas nie machen - sie sind entschieden gegen 1. Euro-Jobs - )

Übrigens: Bei einer Veranstaltung des Sozialen Forums (nicht Soziales Zentrum) zur Kritik an Hartz IV hatte man im Eingangsbereicht des Ratssaales 1 Euro-Jobber zum Verkauf von Brötchen etc. eingesetzt - die Realtiät überholt so oft die Satire ...

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Abwrackprämie für mehr als 5 Jahre alte Fahrräder
(Hinweise zum Seitenanfang beachten)

30.1.09 / Es wird bald wieder Frühling und die Finanzkrise ist noch lange nicht zuende. Die dunklen Wintermonate haben bei vielen Polizeikontrollen gezeigt, wie viele, nicht mehr verkehrstüchtige Fahrräder unterwegs sind. Mangelhafte Beleuchtung und Reflektoren, fehlende Klingel, mangelhafte Bereifung, nicht funktionsfähige Bremsen, ja selbst schadhafte Rahmen fielen bei den Kontrollen auf. Da kommt ein neues Teilprogramm des Konjunkturpaketes gerade recht:

Im Zuge einer Gleichbehandlung der VerkehrsteilnehmerInnen wurde eine attraktive Idee auf den parlamentarischen Weg gebracht, die sich an der Abwrackprämie für Personenkraftfahrzeugen orientiert: Fahrräder, die älter als 5 Jahre sind, können verschrottet werden und gegen den Nachweis ihrer Verschrottung erhält der Käufer eines neuen Fahrrades eine Fahrrad-Abwrack-Prämie von 250 Euro. Der Nachweis der Einhaltung von CO²-Ausstoßgrenzen entfällt natürlich, wie Vertreter des ZIV - Zweirad-Industrie-Verband e.V. auf einer Pressekonferenz schmunzelnd anfügten.

Die Umsetzung auf kommunaler Ebene zeigt jedoch erhebliche Anlaufschwierigkeiten. Bei einer Nachfrage in den Recycling-Unternehmen Resebek und Hampe zeigten sich die Unternehmensleitungen noch wenig informiert über diese Regelung. Sie waren allerdings bereit, auch vor einer endgültigen Überwindung der letzten parlamentarischen Hürde bereits eine formlose Bestätigung über abgewrackte Fahrräder auszustellen.

Von Städten wie Göttingen wird durch die Fahrrad-Abwrackprämie ein zusätzlicher Impuls für die Konjunkturankurbelung in einem ökologisch besonders wertvollen Teilbereich der Wirtschaft erwartet.

Dieses Fahrrad, das am Leinebadetag aus der Leine herausgeholt wurde, hätte nun eine gute Chance, durch eine Abwrackprämie, kombiniert mit einem Fahrrad-Neukauf einen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft zu leisten.

 

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Kampagnen Update : Schon 4 Wochen keine Demo !

21.12.09 / Bereitschaftspolizei untätig in den Kasernen, Polizeistatistik fehlen die Großeinsätze. Personal- und Sachmittelzuwendungen in Frage gestellt. >> Neue Wasserwerfer (Kosten pro Fahrzeug mehr als 1 Mio Euro) stehen untätig in den Hallen. Schon seit 4 Wochen keine Demo mehr, die ein großes Polizeiaufgebot rechtfertigt, die Kampagne fängt an zu wirken ! Neben goest verzichten auch andere Internetportale auf politisch aufreizende Berichte, die einen Ausbau der Polizei rechtfertigen könnten (z.B. Monsters of Göttingen bringt auch nur noch Kultur!). Mit einigen friedlichen Aktionen wie z.B. Lichterketten der GfbV wird der Nerv der Polizei getroffen. Sie können das viele Geld für die Polizei nicht mehr rechtfertigen.

Aufruf zur Untätigkeit: Demonstrations-Streik , Empörung in Polizeikreisen
(Bitte die Erläuterung am Anfang der Seite beachten!)

26.11.09 / Nun ist durchgesickert: In Polizeikreisen wird händeringend auf die nächsten Demonstrationen gewartet, weil medienwirksame Großereignisse geeignet sind, Forderungen der Polizei die nach mehr Geld, Personal und teuerem Gerät zu rechtfertigen.
Nachdem bereits in der Vergangenheit sehr viel Geld in die Ausstattung der Polizei investiert wurde, wird es angesichts der wirtschaftlichen Krise Forderungen nach weiteren Stellen im Polizeibereich durchzusetzen. Deshalb ist man in Polizeikreisen doppelt dankbar für Demonstrationen, die mehr Aufwand erfordern als eine reine Verkehrsabsicherung. Die Ankündigung einer gewaltfreien Demonstration führt regelmäßig dazu, daß die Beamten in ihren Umkleidekabinen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Manch einer murmelt "Was soll nur aus uns werden?"

Da kann schon einmal bei Polizisten der Gedanke aufkommen: "Ja warum hauen wir nicht selbst etwas kaputt? Dann wird denen da oben schon klar, daß wir mehr Geld brauchen bei der Polizei". Das geht natürlich nicht und so staut sich mancherorts ein Frust auf, der sich gerade bei gewaltfreien Demonstranten entlädt, die durch ihre Untätigkeit der Entwicklung der Polizei schaden. Ein wenig kann die mangelnde Realität auch durch übertreibende Darstellungen in den Medien passend gemacht werden. Entsprechende Presseberichte werden den Journalisten nicht immer gedankt , gerade bei der Connydemo bekam ein Journalist der zuarbeitenden Presse einen polizeilichen Schlag ab. Großzügig werden sehr hohe TeilnehmerInnenzahlen bekannt gegeben, wenn dies große Einsätze rechtfertigen soll. Von VeranstalterInnen braucht man bei Übertreibungen der Demogröße keine Korrektur zu befürchten, weil die sich ja bei der Nennung größerer Zahlen bestätigt fühlen. Ein anderer Trick ist die statistische Einordnung von Bagatellfällen bzw. konstruierten Fällen ("Hey Frau Nachbarin ich glaub da sind sie beleidigt worden, wollen sie nicht mal eine Anzeige aufgeben? Alles weitere machen wir dann schon") die dann als "Fall" z.B. unter polizeiliche Staatsschutzaufgaben eingeordnet werden und damit die Statistik verfälschen. Diese Tätigkeitsstatistik ist entscheidend für Personal und Mittelzuweisungen bei der Polizei.

Wie dem auch sei. Diese durchgesickerte Problematik der Polizei hat zu einer Initiative geführt, die eine völlig neue Methode anwendet , um sich gegen einen Wildwuchs im Polizeibereich zu wehren. Eine bislang nicht bekannte "Graue Zelle" hat begonnen für einen Demostreik zu werben. Zunächst als Pilotprojekt "6 Monate lang keine Demonstration mehr ! Und schon gar keine Ankündigung einer militanten Demonstration!" Damit , so die Initiative , kommt die Polizei in arge Legitimationsnöte und wird über kurz oder lang Personal abbauen müssen.

Konversionsstrategie: Verschrottungsentgelte für Wasserwerfer und Räumpanzer sowie Verkauf von Transportfahrzeugen z.B. können als Mittelzufluss in die Ausstattung von Kitas, Schulen und anderer Bildungseinrichtungen sowie generell die Ausstattung sozialer Leistungen fliessen. Dies führt dann letztlich z.B. auch noch zu weniger Jugendkriminalität , was wiederum Mittel im Polizeibereich freisetzt. Überflüssige Videokameras der Polizei könnten dann übrigens für Medienprojekte von Jugendlichen eingesetzt werden - es gibt ja so viele kreative Möglichkeiten.

Nach dem Bekanntwerden dieser Initiative hat es einzelne Versuche verdeckter Vermittler seitens der Polizei gegeben, radikal eingestellte Jugendliche davon abzuhalten, diese Initiative zu unterstützen. Mit Gewaltvideos und historischen Aufnahmen von Protesten sollte die Jugendlichen noch einmal gezeigt werden "wie geil Widerstand" ist und sie sollten zu einem Überdenken eines Demostreiks angeregt werden. Sogar der Hinweis auf die Demonstrationsfreiheit im Grundgesetz wurde zum Aufstacheln benutzt.

Die Goest-Redaktion würde sich an der Kampagne ebenfalls beteiligen. Keine auch nur andeutungsweise politische Berichterstattung. Stärkere Hervorhebung von Kultur und Ästhetik - folglich keine Berichte über Polizei usw. Im Demo-Streik-Verbund und gleichzeitig mit anderen politischen Blättern/Medien würde dies erheblichen Legitimationsdruck auf die beobachtende Staatspolizei ausüben. Sie könnten ihre Stellen nicht mehr auf Dauer halten wenn es ihnen nicht gelingt ihre Untätigkeit zu kaschieren.

Allerdings ist Wachsamkeit angesagt, denn wenn Menschen unter existentiellen Druck geraten sind sie zu unbedachten Taten in der Lage. Es muß verhindert werden, daß bei einem gelingenden Demonstrations- und politTaten-Streik plötzlich Beamte die Nerven verlieren und sich zu verdeckten Taten hinreissen lassen, die einen Einsatz rechtfertigen.

Also erklärt Euch solidarisch - Entzieht der Polizei die Rechtfertigungsgrundlage - Keine Demo! Entzieht der Polizeirepression den Arbeitsgegenstand ! Sie werden uns noch auf den Knien bitten endlich wieder zu demonstrieren!

(Bitte die Erläuterung am Anfang der Seite beachten! Ja es ist Satire, aber es wurden ja auch schon andere Satiren von goest in die Realität umgesetzt ... z.B. die Bank für Arbeitslose wollte eine Initiative in Norddeutschland umsetzen .

Schneckengrippe

22.2.06 / Als wäre Rügen noch nicht gestraft genug mit dem Ausbruch der Vogelgrippe im Natur- und Touristenparadies: nun folgt auch noch die zweite Welle einer anderen Tiererkrankung: Schneckengrippe. Diesmal betrifft es Gott sei Dank eine Tierart die aufgrund ihrer spezifisch geringeren Reichweite und Fortbewegungsgeschwindigkeit auch die Verbreitungsgeschwindigkeit reduziert. Mit einer Ausnahme: die Mecklenburg-Vorpommersche amphibische Wanderschnecke (Gastropoda Migraris) kann durch ihre größere Reichweite evtl, auch die Seuche auf das Festland übertragen.
In Kreisen des Landes- und Bundesregierung zeigte man sich beruhigt, da man in diesem Fall darauf vertraut, dass die zuständige Landrätin von der Geschwindigkeit der Entwicklung nicht überfordert wird und die Krise in eigener Zuständigkeit vorab bewältigt.

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Briefkasten in der Nikolaistraße

Die Namen wurden unkenntlich gemacht, das Foto wurde vor mehreren Monaten gemacht, der Briefkasten ist inzwischen wieder völlig weiß.

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Sozialhilfe und Karate

22.6.04 / Städtische MitarbeiterInnen hatten im Februar 2004 Techniken aus Karate, ATK (Anti-Terror-Kampf) Judo, Tae Kwon Do,  Jiu Jitsu,  Aikido, Kick- und Thaiboxen erlernt, um sich gegen Angriffe im Amt verteidigen zu können.

Nachdem sich 18 MitarbeiterInnen aus den Fachbereichen Ordnung und Soziales in Techniken asiatischer Kampfsportarten unterrichten ließen, was Ihnen sehr viel Spaß und Muskelkater gebracht hat, sollen nun auch entsprechende Kurse für SozialhilfeempfängerInnen eingerichtet werden. Auf die Idee einer solchen ungewöhnlichen Maßnahme kam man durch die Auseinandersetzung mit der MSDO-"Philosophie". Der Ausbilder der städtischen Mitarbeiter schreibt auf seiner Webseite   u.a.: "Es kann jeden treffen, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Die stetige Zunahme von Gewalttaten verunsichert zunehmend die Schwächeren dieser Gesellschaft,.." Die Schwächeren sind meist die   SozialhilfeempfängerInnen und nun wurde vielfach in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, daß Aggressionen gerade aus einem Gefühl der Unterlegenheit heraus als Verzweiflungstat entstehen. Erst die Hoffnungslosigkeit des Ausgeliefertsseins führt zu unüberlegten aggressiven Handlungen. Wenn nun zu dem institutionell vorgegebenen Machtgefälle Sozialhilfesachbearbeiter - SozialhilfempfängerIn noch hinzukommt, daß sich die BesucherInnen einem kampfsporterprobten städtischen Mitarbeiter gegenüberstehen, dann könnten diese Unterlegenheitsgefühle noch verstärkt werden. Der Einführung von Kursen auch für SozialhilfeempfängerInnen liegt nun folgender Gedanke zugrunde: Die Erfahrung der eigenen Kraft, das Bewußtsein der eigenen Stärke sind ein geradezu ideales Mittel um der hilflosen Aggression vorzubeugen. Es schafft den selbstbewußten Sozialhilfeempfänger bzw. die Sozialhilfempfängerin, der/die sich ihrer Möglichkeiten bewußt ist und es nicht nötig hat, in unkontrollierte Aggression zu verfallen. Die aus der Hilflosigkeit der Unterlegenheit hervorgerufenen Verzweiflungstaten werden vermieden, weil die SozialhilfeempfängerInnen sich den Sozialhilfesachbearbeitern von vorneherein körperlich gewachsen fühlen.
Die Kampfsport-Ausbilder möchten "dem Schüler ein gestärktes Selbstwertgefühl und sicheres Auftreten (zu) vermitteln. Dies garantiert in erster Linie eine gewisse Selbstsicherheit in problematischen Situationen und hilft auch im täglichen Umgang mit seinen Mitmenschen." und es wäre wichtig daß man "...signalisiert, dass man sich seiner sicher ist, und auf der Hut ist. Das geschieht, indem man sich einen selbstsicheren, zielstrebigen Gang aneignet und auf diese Weise deutlich macht, dass man ein Ziel hat." Quelle

Um die Beziehungen zwischen Sachbearbeiter und Klientel zu verbessern wurde weiterhin überlegt, wie sportlicher Wettstreit zu einem Kontakt in klar reglementiertem Rahmen zum Abbau von Aggressionen zwischen den Gruppen genutzt werden könnte. Nach einem Pilotversuch im März kam es bei den betreffenden Personen anschließend neben den sachbezogenen Gesprächen im Amt  bereits gelegentlich zu einem Austausch über    gemeinsamen Erfahrungen bei Erlernung dieser Kampftechniken.  Dies schafft zwar ein gutes Verhältnis zwischen städtischen Mitarbeitern und Klientel, in einzelnen Fällen aber ging es so weit, daß während der Sprechzeiten gemeinsam auch praktische Übungen im Büro (!) versucht wurden. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, wird die Forderung nach einer sportliche Ausstattung von Zusatzräumen ins Spiel gebracht, was allerdings auf Schwierigkeiten angesichts der bekannten Finanzsituation stieß und mit den Worten "das ginge zu weit" kommentiert wurde.

Problematisch und von sportlicher Seite aus kritisiert wird bei der ganzen Sache allerdings folgende Aussage: "Viele Techniken des M.S.D. würden bei einem sportlichen Wettkampf zur Disqualifikation führen. Aber: Wenn etwas bei Wettkämpfen oder im Kampfsport als Verstoß gewertet wird, ist es hervorragend für die Selbstverteidigung geeignet" und "In allen Kampfsportarten gibt es Wettkampfregeln, im M.S.D. nicht. Somit hat man im Rahmen der Verhältnismäßigkeit freie Wahl, um den Angreifer aufzuhalten." Quelle: http://modern-self-defence.com/lewudy2003.htm. Dies hebt das Ziel einer klaren Regelorientierung wieder auf.

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Chaos am Chaostag

Folgender Bericht wurde am 10 Mai verfaßt also komme bitte kein Rechtsfanatiker auf die Idee, hierin einen Aufruf für den 1. Mai 2004 zu sehen - das wäre dann die nächste Satire.
Also: Wie nachträglich zu recherchieren war, gab es vor dem 1. Mai  Bemerkungen auf Homepages und Gästebüchern, mit denen Jugendliche kundtaten, diesmal gäbe es am 1. Mai die Chaostage in Göttingen. Einer schrieb dazu, er könne leider nicht, weil "Ich habe Firmung" also der schien arg jung gewesen zu sein

Die "gefährlichen" Internet-Ankündigungen:
Im Gästebuch der Musikgruppe Doedelhaie(www.doedelhaie.de): "Am 1. Mai 2004 finden in Göttingen Chaostage statt!!! Ja das ist net sehr normal das es am 1. Mai Chaostage gibt aber warum nicht mal was neues??? also es geht um 12 Uhr los an der Gänseliesel!! Wäre schön wenn man viele Leute begrüssen kann!!!! Rein Haun"
Im APP-Forum (1) (http://forum.freenet.de/app/forum_post_list.jsp): "die chaostage 2004 sind in göttingen und nich in berlin. 1. mai is halt immer in berlin randale, aber das sind keine "offiziellen" chaostage..."
Im welnet-Gästebuch (http://www.welnet4u.de):
Am 6.4.04 schrieb xxxxxxx: moin ich wollte euch nur darauf aufmerksam machen das bald der 1.mai ist und hoffe ihr kommt alle nach göttingen zu den mai krawallen bitte so viele wie möglich ersma der chaot von der INSEL!!!!!!!!!!!!!!"

Das Ergebnis war dann folgendes: Ein paar wenige Punker irrten durch die Innestadt Göttingens und suchten die Chaostage, fanden sie aber nicht. Die Polizei aber tat so als fänden sie dennoch statt und ging demensprechend gegen die Punker vor.

Im Stadtradio Göttingen wurde gemeldet: "Die Polizei hat am Vorabend des 1. Mai gegen mehrere Personen Platzverweise für die Göttinger Innenstadt verhängt. Entsprechende StadtRadio-Informationen bestätigte Polizeisprecher Joachim Lüther. So hätten bereits am Bahnhof 12 Personen einen Platzverweis erhalten. 14 weitere Fälle habe es bei punktuellen Kontrollen im Stadtgebiet gegeben.
Die Aktion habe in Absprache mit der Stadt Göttingen als Ordnungsbehörde stattgefunden. Hintergrund seien Aufrufe im Internet gewesen, am 1. Mai in Göttingen Chaos-Tage zu veranstalten. So hätten auch lediglich Personen Platzverweise erhalten, die von auswärts nach Göttingen angereist seien. Die Betroffenen hätten der entsprechenden Klientel klar zugeordnet werden können, so Lüther wörtlich." Die Polizei hätte doch eigentlich sagen können: "Ey ihr tickt wohl nicht richtig, ihr müßt doch nach Berlin!"

absurd, unverhältnismäßig und rechtswidrig
Da gab es wohl die Befürchtung, daß 26 Leute Chaostage in Göttingen veranstalten. Mit der unverhältnismäßigen Präventivmaßnahme werden willkürlich Leute nach ihrem Aussehen mit einem Eingriff in ihre Bewegungsfreiheit bestraft, es darf bezweifelt werden, ob dies rechtlich haltbar ist. Und es kann doch auch sein, daß einer der wie ein Punker aussieht und nicht in Göttingen wohnt an diesem Tag z.B. seine Freundin in Göttingen besucht hat.
Man stelle sich einmal zum Vergleich folgendes vor: z.B.: Wenn vor dem Schützenfest im Internet Meldungen auftauchen, die alle Schützen zum willden Rumballern mit den Gewehren am Gänseliesel auffordern, erhalten dann auch alle Auswärtigen, die aussehen wie Schützen einen Platzverweis? Da würde erstmal geprüft .... aber bei Punkern denkt man wohl : immer druff.

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"Revolte ohne Wandel"

20.3.07 / Der Artikel "Revolte ohne Wandel" in der Göttinger Drucksache Nr. 568 kündigte eine Veranstaltung im Theaterkeller an. Dabei bedienten sich die AutorInnen einer derart aufgeblähten Sprache, dass es einen graust. Dass es auch anders geht , zeigt die folgende Übersetzung des Textes.

Ankündigungstext
Revolte ohne Wandel - Die Linke in der Dialektik von Theorie und Praxis

Und hier die Übersetzung

Das Problem, wie für linke Politik das Verhältnis von Theorie und Praxis zu bestimmen ist, steht nicht erst seit der beginnenden Mobilisierung zum G8 Gipfel in Heiligendamm wieder im Raum. Selbst unter jenen, die sich als Ziel die Abschaffung des Kapitalismus auf die Fahnen geschrieben haben, herrscht nur selten Einigkeit darüber, wie eine entsprechende Praxis aussehen könnte.

Die Leute, die den Kapitalismus abschaffen wollen sind sich nicht einig, wie das gehen soll.

Die alte Frage nach "Sozialreform oder Revolution" ist dabei in jüngster Zeit vor allem durch eine stark strukturalistische Lesart der Marx'schen Kritik der politischen Ökonomie geprägt gewesen. Dabei ist in vielen linken Debatten die strategische wie theoretische Fragestellungen nach der Möglichkeit gesellschaftlicher Veränderung zunehmend aus dem Blickfeld geraten. Die Frontstellung von Sozialreform oder Revolution scheint sich unter der Hand transformiert zu haben, in die Frontstellung von bewegungsorientierter Praxis zu radikaler Gesellschaftskritik. Damit ist aus einem strategischen Konflikt einer um das Primat von Theorie oder Praxis geworden

Die Diskussion hat unter der akademischen Begriffshuberei gelitten und es ging immer weniger darum wirklich etwas zu verändern. Nun streiten sich die Leute ob Theorie oder praktische Veränderung wichtiger ist.

Dieser Konflikt kann jedoch nicht sinnvoll ausgetragen werden. Jeder Art von Praxis kann nachgewiesen werden, dass ihre Forderungen oder Kampfformen 'immanent' bleiben, mithin nicht für sich über die bestehende Gesellschaft hinausweisen. Andererseits kann die ausschließlich strukturalistisch gefasste radikale Kritik in ihren Kategorien keinen praktischen Wandel mehr begründen.

Praktisches Handeln bleibt erstmal innerhalb des Bestehenden aber Theorie allein kann auch nix verändern.

Eine antagonistische Praxis zum Bestehenden kann es nicht geben. Das Kriterium der an die Wurzel gehenden Negation, das für die Kritik eine Notwendigkeit darstellt, die das Denken von Befreiung überhaupt erst ermöglicht, zielt, angewendet auf die Praxis, auf deren Selbstabschaffung. Gleichermaßen steuert eine Bewegungs-Praxis, die sich selbst als Zweck genügt, im besten Falle ins Leere. Im schlimmsten demonstriert sie, dass Bewegung nicht nur in emanzipatorische Richtung möglich ist.

Praktisches Handeln kann nicht ausserhalb der bestehenden Gesellschaft stattfinden. In der Theorie hingegen kann man sich eher etwas radikal anderes ausmalen.

Eine Politik die ein emphatisch verstandenes Individuum mit seinen Bedürfnissen und Interessen zum Ausgangspunkt von Befreiung nehmen will, muss auch ein Verständnis davon entwickeln, wie durch den Kampf um diese Bedürfnisse und Interessen hindurch radikaler sozialer Wandel möglich wird. Eine solche Politik muss sich damit dem Widerspruch stellen, dass der Kapitalismus sich einerseits gerade durch die Integration und Transformation von Bedürfnissen reproduziert, diese jedoch andererseits der einzige Ansatzpunkt für nicht-identitäre Politik sein können. Dieses Paradox wird in der bestehenden Frontstellung nicht bearbeitet sondern quasi identitär verwaltet. Fasst man das Problem jedoch so herum, ändert sich die Fragestellung. Die Frage, ob eine Forderung oder Praxis antikapitalistisch ist oder nicht, ist falsch gestellt. Entscheidend ist, durch welche gesellschaftlichen Widersprüche hindurch das menschliche Handeln auf radikalen sozialen Wandel zielen kann und welche Rolle dabei soziale Bewegungen und 'immanente' Interessenkonflikte spielen.

Man muß schon mal gucken was die Leute wollen, wenn man mit ihnen zusammen was verändern will. Aber was man eigentlich will, darüber sollte man schon genau nachdenken.

Wie linke Politik aussehen könnte, die an dieser Fragestellung ansetzt, möchten wir am Dienstag, den 20.3.07 um 20 Uhr im T-Keller diskutieren. Gruppe 180° Für einen neuen Realismus

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Auf diesen unseren Vereinfachungsversuch werden die Freunde der verklausulierten Schreibweise möglicherweise folgendermaßen urteilen: "Die Reduktion von Komplexität, die der vorgefundenen Realität inhärent ist auf eine, den durchschnittlichen kognitiven Voraussetzungen und hermeneutischen Fähigkeiten angepasste Erscheinungsweise, kann nicht ohne einen, die eigentliche inhaltliche Substanz verzehrenden Transformationsprozess vonstatten gehen. Die Bedingung der Möglichkeit eines Verständnisses kann nicht vom Gelingen selbiger abhängig gemacht werden." ( Dialektik als die Kunst sich in Widersprüche zu verwickeln).

 

Kritik an Weihnachtshilfe für Hartz4 EmpfängerInnen - Popolitisch statt populistisch.

Die GöLinke forderte 2006 Weihnachtshilfe für Hartz4 EmpfängerInnen - Der damalige CDU Ratsherr Arnold lehnte das mit hocherregter Empörung ab - 2009 fordern zwei CDU-Vertreter der Bundesebene Weihnachtshilfe für Hartz4 EmpfängerInnen.

Nachtrag 11. Dezember 2009 Verückte Welt, 3 Jahre später nachdem die GöLinke Ratsfraktion Weihnachtsgeld für Hartz4 EmpfängerInnen gefordert hat haben Vertreter der Bundes-CDU das auch gefordert und zwar z.B. Gerald Weiß, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmergruppe CDA. Das Gesicht von Arnold möchte ich jetzt gern mal sehen.

Milde Weihnachtsgaben werden von Herrn Arnold als "populistische" abgelehnt
Bei Rats- und Kreistagsmitgliedern ist der Begriff "populistisch" zur Zeit auffällig populär. Bei der Ratssitzung am 8.12.06 herrschte plötzlich gereizte Stimmung im Ratssaal: CDU-Ratsmitglied, Hans Otto Arnold lehnte es ab, Hartz 4-EmpfängerInnen und SozialhilfeempfängerInnen 2006 eine Weihnachtsbeihilfe seitens der Stadt zu gewähren. Einen solchen Antrag schimpft er "populistisch" und titulierte ihn als "Schaufensterrede".
"Populistisch" kommt von "populus", das "Volk". In diesem Sinne könnte der Ausspruch des Herrn Arnold dann wohl bedeuten: Sie tun das ja nur weil es dem Volk nützt! (Oh weh! - erwischt!)
Aber noch schlimmer, denken wir daran: haben wir nicht sogar eine populistische Regierungsform? Schließlich wählt dieses Volk, dem man möglichst nicht nach dem Munde reden soll doch genau diese Leute, die im Rat der Stadt sitzen. Deren parlamentarische Existenz ist also zutiefst populistischen Ursprungs. Und nun sage niemand, eine demokratische Kommunalwahl, das wäre doch "etwas ganz anderes", denn gibt es etwas "populistischeres" als z.B. den Wahlkampf der Volkspartei CDU 2006 ? Herrn Arnolds Ratsmitgliedschaft ist folglich der Ausdruck einer populistischen Willensbildung bei der Kommunalwahl. Wie hält dieser Mann, dieser Gegner des Populismus das nur aus? Wird er aufgrund dieses Widerspruchs seinen Ratssitz irgendwann aufgeben? /
Nachtrag November 2007: Wer hätte das gedacht? Arnolds Nerven waren schwächer als vermutet. Nur ein jahr später hält er offenischtlich diesen Widerspruch nicht mehr aus. Kurz bevor Weihnachten kommt spürt er wohl wieder diesen beißenden Widerspruch, der ihn zerreisst und zieht die Konsequenz: Er verlässt den vom Volk populistisch gewählten Rat am 9. November 2007. Wir hätten nie gedacht, dass unsere satirische Frage so die Realität ins Mark trifft.

Hat Arnolds Kontakt zu schlagenden Verbindungen ideologische Auswirkungen?
Ein Blick auf die Homepage von Herrn Arnold erklärt vielleicht den aufgeregten Widerspruch gegen alles was sozial und daher auch irgendwie "links" scheint. Ratsherr Hans Otto Arnold verkauft heraldischem Schmuck und Farben an Burschenschaften, vielleicht färbt der Verkauf von Farben an farbentragende Verbindungen auf den farblosen Verkäufer ab. Aber es gibt noch mögliche Pfade der Versöhnung: Herr Arnold entwickelte ja z.B. auch Engagement für die Schaffung eines Ehrenmals auf dem Friedhof und übernahm dafür Planungsarbeiten, zusammen mit dem Arbeitskreises "Runder Tisch Friedhofskultur". Das Sponsering finanzierte einen Auftrag an die Steinmetz-Innung. Ähnliches könnte vielleicht einen Auftrag für Arnold interessant machten, wenn die GöLinke beantragt, einen "Runden Gabentisch" einzurichten, oder ein Denkmal für die anonyme Arbeitslosen-Familie mit spezifischer Heraldik zu schaffen. Für ein Farbentragen von Arbeitslosen hingegen dürfte die GöLinke nicht zu gewinnen sein, so wie andererseits die Entwicklung von Arbeitslosen zu einer schlagenden Verbindung nicht im Sinne von Arnold wäre. Es gibt also nur einen schmalen Grad für eine mögliche Einigung. Wohlan denn !