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on-leine-magazin

Die Leine

> Baden in der Leine: Leinebadetage 2008 und 2009

Leine - Wasserspiele - ein Vorschlag von 2003
Die Leine Gegenstand planerischer Umgestaltung
Die Leineaue, das grüne Band durch die Stadt
Leine Umwelt- und Naturschutz, Tiere
Unfälle mit Gifteinleitung
> Rundgang mit Architekt Brandi zur Leinegestaltung
> Hochwasser der Leine

Bilder von der Leine (BiWo-Archiv)

> Paddelboote auf der Leine
> Paar im Schlauchboot
> Altes Mühlrad am Leinekanal
> Leinekanal
> Malerinnen am Leineufer
> Blaugrünes Leinewasser
> Flüthewehr
> Leine bei Hochwasser
> Polizeiboot auf der Leine
> Elefanten in der Leineaue



Leineaue hinter der Lokhalle im Herbst

goest-Idee von 2003: Leine-Wasser-Spiele

Im Zusammenhang mit dem Weststadtfest wurde immer wieder mal die Idee von "Leine-Wasserspielen" eingebracht. Die nahe gelegene Leine lädt einfach dazu ein, ins Weststadtfest eingebunden zu werden. Zusammen mit dem THW, der Feuerwehr, der DLRG, dem Kanuclub, Schwimmvereinen und anderen - so die Überlegung - müsste es doch möglich sein, sportlich-witzige Aktivitäten am, auf und überm Wasser zu veranstalten. Wegen der Beteiligung vieler Kinder natürlich mit Schwimmwesten und unter Aufsicht von DLRG.
Da wäre also einiges mal zu prüfen:

  • Wettrennen in Badewannen von einer Brücke zur anderen,
  • Seile von Baum zu Baum über die Leine mit Rollen zum drüber rollen, Seile zum drüberhangeln.
  • Balken als schmale Brücke über die Leine und Wettkampf mit Stangen, wer reinfällt hat verloren
  • Dann gibts noch Fragen zu klären wie: ist das Wasser sauber genug dass jemand auch mal reinfallen kann? Versicherungen? Usw.

Aber es läßt sich gut vorstellen, wie die Leute auf der Brücke stehen und zuschauen und was es für eine Attraktion wäre für Jugendliche. Wir hoffen, dass diese Idee vielleicht von LeserInnen aufgegriffen und umgesetzt wird. Wir machen mit ! siehe auch die Seite übers Weststadtfest.

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Die geplante Umgestaltung der Leine und Aspekte des Naturschutzes

Die Leine ist zum Gegenstand planerischer Umgestaltung geworden. In bester Absicht soll die Leine als Landschaftsraum attraktiver gestaltet werden. In Verbindung damit sollen gleichzeitig Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt werden.
An der Leine kann aber nicht wie an einem beliebigen Kanal herumgebaggert werden. Die Leine ist ein wesentlich artenreicherer Lebensraum als man gemeinhin annimmt. Sowohl sehr viele Fischarten, darunter solche, die kaum noch irgendwo anders zu finden sind (wie z.B. Bachneunauge und Groppe) als auch viele Vogelarten leben in und um die Leine herum. Dieser bis jetzt gewachsene Lebens- und Naturraum wird gefährdet, wenn die geplanten Eingriffe durchgeführt werden - darauf haben jetzt die Göttinger Naturschutzverbände BUND und BGS aufmerksam gemacht.

Zwecks Entdeckung als Freizeitgebiet soll es durch die Abflachung der Ufer möglich werden normalem Wasserstand gut an den Flußlauf heranzukommen . Geplant ist die ebenso Ausbaggerung des Leinebettes und die Aufschüttung von Kiesstrecken. Ein weiterer Problembereich ist die Planung der Bepflanzungen. Es sind aber auch Erhöhungen der Deiche als Hochwasserschutz geplant. Dies alles schafft keine Renaturierung oder Verbesserung der Natur, sondern zerstört sie. Eine Renaturierung wäre viel kostengünstiger zu erreichen, indem man der natürlichen Entwicklung z.B. von Mäandern und Leineauebewuchs ihren Lauf lässt.

Der Hochwasserschutz hingegen müßte an einer ganz anderen Stelle ansetzen, nämlich bei dem Verbot, in den Auen zu bauen und beim Verzicht auf die Versiegelung von Flächen auf denen sich das Wasser bei Hochwasser ausbreiten und wo es versickern kann. Da die Leine in der Vergangenheit als sogenannte "Schussrinne" ausgebaut wurde, in der das Wasser möglichst schnell durchfliessen soll, hat man im Bereich der Stadt inzwischen wenig Möglichkeiten, Überlaufgebiete zu schaffen

Die einzig sinnvolle Lösung die es gibt, die wird von der Landesregierung blockiert und von Seiten der Stadt nicht nachdrücklich genug gefordert: der Ausbau eines Auffangbeckens vor dem südlichen Rand der Stadt, bevor die Leine den Kiessee erreicht vor der Flüthe im Bereich Reinshof. Dort existiert bereits ein Damm, die Ackerflächen dort könnten zum Auffangbecken werden. Dann könnte die Leine mit sinnvollen Maßnahmen renaturiert werden ohne dass der Hochwasserschutz vernachlässigt wird.

Werden die geplanten Maßnahmen durchgeführt , wird es möglicherweise ein schlimmes Erwachen geben. Etliche streng geschützte Fischarten werden die Ausbaggerung nicht oder nur stark dezimiert überstehen, die Kiesstrecken würden bei einem starken Hochwasser weggespült und müssten erneuert werden (bis zum nächsten Hochwasser). Bäume würden wegen der Aufschüttung der Deiche evtl. eingehen, wenn rundherum um den Stamm Erde hochgezogen würde. Die Sicht auf die Leine von den Wegen aus würde schon durch die höheren Deiche erschwert und es ergäbe eine "sterilisierte" Landschaft. Es wird also alles andere als eine schöne Leineaue entstehen.

Und schließlich ist die Erhöhung der Deiche auch noch interessanterweise in Höhe Blümchenviertel auf die östliche Seite der Leine beschränkt. Wenn auf einer Uferseite eine Deicherhöhung vorgenommen wird und auf der anderen Seite beim Blümchenviertel der Weststadt nicht, dann wird vermutlich das Hochwasser den Bereich Blümchenviertel überschwemmen, die Weststadt das New Orleans von Göttingen?

Bei einem Pressegespräch am 4.10. im GUNZ nahmen Dr. Ralph Mederake vom BUND und Hans-Heinrich Dörrie von der "Biologischen Schutzgemeinschaft" zu der ganzen Entwicklung Stellung. Der BUND hat das Verdienst, die Gefährdung des Naturraums Leine aufgezeigt zu haben.

Die einzige Lösung für den Hochwasserschutz ist das Rückhaltebecken Reinshof südlich von Göttingen. Der BUND beantragt nun "Auf die Erhöhung der. Deiche und den Bau von Hochwasserschutzmaßnahmen ist zu verzichten." Der Hochwasserschutz muß aber unbedingt an anderer Stelle ansetzen "So gab es von der Stadt fast keinen Protest, als das Land die Verwirklichung des geplanten Rückhaltebeckens Reinshof auf Eis legte. Nach dem Hochwasser am letzten Wochenende wäre es an der Zeit, dass die Stadt aktiv wird, um Überschwemmungsflächen im Süden von Göttingen für den Hochwasserschutz nutzbar zu machen" . Der BUND hat auch beantragt, die angenommen Mengen zukünftiger Hochwässer einfach herabzusetzen, weil dann weniger Umbaumaßnahmen legitimiert werden können, dies wiederum widerspricht den Vorhersagen zur Entwicklung zukünftiger Hochwasserereignisse. Dieser Antrag kann nur in einer unauflöslichen Verbindung mit einem Rückhaltebecken Reinshof sinnvoll sein.

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Die Leineaue, das grüne Band durch die Stadt

Parkgelände hinter der Lokhalle - Am 19.11.05 fand eine Exkursion, ein Rundgang oder "mobiler Workshop" unter dem Titel Gestaltung der Leineauen statt. Initiator war der Verein StadtundPlanung, konzipiert war der Rundgang entlang der Ideen von Architekt Brandi (leider kurze Zeit später bei einem Aufenthalt in Marroko verstorben).

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Üppige Vegetation, Schwäne, Fischreiher, Enten (aber auch Ratten)

Eine Ausbaggerung würde sich insbesondere auf die Kieslaicher Äsche, Bachtorelle, Bachneunauge, Groppe und Elritze, auswirken werden. Beim Ausheben des Gewässerbetts wird der Aufwuchsbereich zerstört und die teilweise jahrelang ini Sediment lebenden Querder (Übergangsform der Fische) abgetötet.

 

Die als "Schussrinne" gestaltete Leine müßte wieder eine Mänderierung erhalten, also die Schlangenlinien eines natürlichen Flußlaufes. Dazu müßte auch Bewuchs im Leinebecken erlaubt werden - dafür wiederum müßte aber der Hochwasserschutz schon VOR dem Stadtgebiet gewährleistet werden.

Leine im Winter bei Hochwasser

Leine zu einer Zeit mit normalem Wasserstand z.B. am 16. Februar 2001 von der Brücke am Schützenplatz aus :

Zwischen Eisenbahnbrücke und Tierheim ist auf 2,4 km Länge auf der östlichen Leineseite (auf dem Foto also rechts) die Erhöhung der Deiche um durchschnittlich 40 cm vorgesehen.

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Leine Umwelt- und Naturschutz, Tiere

Vorübergehnd weideten Tiere des Vereins "Unterwegs" in der Leineaue auf einer abgesteckten Koppel.

 

Es weideten in der Aue auch schon mal Elefanten, was dem Bild der Woche "Leinengetis darf nicht sterben" führte

Schön anzusehen, wenn abends die Reiher über das Leinegebiet segeln

Aber es gibt noch insgesamt 50 weitere Vogelarten wie z.B. der Eisvogel, der Kormoran usw.


Reiher an der Leine

2006 Reiher

19.1.07 bei Hochwasser Bisame am Ufer

 

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Leine von Kirchgandern bis Flüthewehr/Göttingen vergiftet

Am 3.9.03 hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei: "Durch eine bislang unbekannte Flüssigkeit ist die Leine bei Niedergandern (Kreis Göttingen) verschmutzt worden. Etliche Fische trieben bäuchlings an der Wasseroberfläche. Es wird vermutet, dass die Verschmutzung aus einem noch nicht bekannten Ort aus Thüringen stammt. Die Untere Wasserbehörde und Angehörige verschiedener Feuerwehren sind vor Ort. Die benachbarten Dienststellen in Thüringen wurden eingeschaltet."
9.9.03. Inzwischen ist klar, dass die Sauerei von der Fa. MCI in thüringischen Kirchgandern und den thüringischen Behörden zu verantworten ist. Ein löchriges Faß mit Aromakonzentrat für Limonade war ausgelaufen und wurde durch Regen durch den Gully in die Leine geleitet.
Lt. dem vom Landkreis Göttingen beauftragten Gutachter R. Hartmann sei erst am 6.9., d. h.3 Tage (!) nach Feststellung der Verschmutzung im Landkreis Göttingen, seitens der thüringischen Aufsichtsbehörden damit begonnen worden, den thüringischen Leinebereich zu säubern. Dadurch wurde es versäumt, die Schäden im unteren Leinebereich so gering wie möglich zu halten. Das verseuchte Kanalrohr der Fa. MCI wurde auch erst am 6.9.03 gespült und gereinigt
Betroffen ist auch die Trinkwassergewinnung für das Stadtgebiet aus dem Tiefbrunnen Stegemühle, der Landkreis Göttingen hat die Göttinger Stadtwerke aufgefordert hat, auf Trinkwasserentnahmen im Tiefbrunnen Stegemühle zu verzichten. Skandalös ist, dass die thüringischen Aufsichtsbehörden erst nach zweimaliger Intervention durch den Landkreis Göttingen reagierten.  Die Grünen beurteilen das "Verhalten des Verursachers als auch die zögerliche Handlungsverweise der thüringischen Aufsichtsbehörden ist als grob fahrlässig" und verlangen, dass Schadensersatzforderungen gegen thüringische Landesbehören (Amtshaftungsansprüche) und die Firma MCI gestellt werden.

Nitrat in der Leine
Stadtradio 2.8.04: "Im Rahmen einer Untersuchung des Nitratverlaufs in der Leine haben Mitglieder des VSR-Gewässerschutz in Northeim die höchste Belastung festgestellt. Dort lag der im vergangenen Monat gemessene Wert bei 26,5 Milligramm Nitrat pro Liter, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Bis Salzderhelden sinke die Belastung auf 16,8 Milligramm ab. Grundwasseruntersuchungen hätten gezeigt, dass die Ursache der Belastung in der hohen Nitratkonzentration des oberflächennahen Grundwassers liege. In einem Gutachten des „Rates von achverständigen für Umweltfragen“ werden Nitratwerte unter 8 Milligramm pro Liter für Flüsse gefordert, die der Nordsee zufließen. Fast über den gesamten Verlauf der Leine lägen die Werte aber mehr als doppelt so hoch."

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