Moschee

Moschee der DITIB-Gemeinde

DITIB e.V.ist ein bundesweiter Religonsgemeinschafts-Verein mit Hauptsitz in Köln mit der Ausrichtung auf sunnitischen Islam. DITIB ist unmittelbar abhängig von der Regierung in der Türkei. Die Imame der DITIB werden in der Türkei bestimmt und die DITIB nimmt nicht nur Einfluß auf das religiöse sondern auch das soziale Leben der islamischen Türkinnen und Türken. Politische Äußerungen der DITIB werden stets weitgehend mit der Linie der türkischen Regierung in Einklang gebracht.

Auseinandersetzungen um den Bau der Salimya Moschee

2004 / Der geplante Bau einer Moschee im Königstieg, Ecke Groner Landstraße hat die Baubehörden und die dortigen Anlieger beschäftigt. Die DITIB-Gemeinde gehört zu jener Richtung, deren Imame (Priester)  aus der Türkei kommen und  türkische Beamte sind, sie werden vom türkischen Staat bezahlt. Ihr Vorgesetzter ist der Religionsattaché Herr mit SItz in Hannover. Acer betonte in einer Diskussionsveranstaltung (auf türkisch, gedolmetscht) man möchte den Islam in einer Form, die den Radikalen das Wasser abgräbt.

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Grafik: Präsentation des Architekten Yusuf Salam

Es gab Kritik und Bedenken seitens Stadt und AnwohnerInnen bezüglich Größe und Form. Daraufhin wurden die Planungen abgeändert. Z.B. wurde auf eines der beiden ursprünglich geplanten Minarette verzichtet. Es war aber übrigens nie beabsichtigt, die Minarette zu Ausrufen zu verwenden. Das Minarett wird 17 Meter, die Kuppel eine Höhe von 15 Meter, Die sogenannte "Traufhöhe" ist 9 Meter.


Die aktuelle Ansicht nach Fertigstellung des Baus / 2008 - Rechts ein türkischer Imbiß, die Vermietung dieses Anbaus dient mit zur Finanzierung der Moscheearbeit.

Das Gelände hat keine Umzäunung um die Transparenz zu betonen. Das Gebäude ist als "Sakralbau" entworfen und besitzt daher typische Merkmale wie Minarett und Kuppel. Es wird 3 geschossig mit grosser Fensterfassade die ebenfalls Transparenz symbolisieren soll.
Das Erdgeschoss, so der Architekt Salame solle kommunikationsfördernd gestaltet sein, ein "Treffpunkt der Kulturen" und Einkaufsmöglichkeiten bieten.  Dazu beitragen soll ein grosses Foyer ein "einladender Springbrunnen". Im oberen Stockwerk der Moschee befinden sich Räume für Frauen, Seminarräume, Bibliothek und ein Rundgang mit Blick auf den Gebetsraum im unteren Stock. Mehrfach wurde betont, dass die Moschee über den unmittelbaren Zweck hinaus auch "Ein Haus der sozialen, interreligiösen und interkulturellen Begegnung" sowie sozialen Aktivitäten wie Jugendarbeit sein solle.

Die Gemeinde hat ca. 160 Mitglieder, die Moschee wird aber vermutlich einen weiteren Einzugsbereich haben. Immerhin ist die Moschee an einem Autobahnzubringer der Groner Landstraße angesiedelt. Insofern scheinen die Bedenken, dass 25 Parkplätze auf dem Moscheegelände zu wenig seien durchaus berechtigt.

Die Veranstaltung am Donnerstag den 26.8.04 im Medienhaus am Bahnhof sollte nun dazu dienen, auf die evtl. vorhandenen "Sorgen, Nöte und Unsicherheiten der Bevölkerung" (Dienberg) einzugehen.

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Zur Auskunft bereit standen > Stadtbaurat Dienberg, Architekt Yusuf Salame, Vorstandsmitglieder der Gemeinde Herr Thisu, Herr Sahbaz und Herr Izci sowie Religionsattaché Herr Acar aus Hannover. Pastor Gaillard von der Christiopherusgemeinde und Beauftragter der evang. Kirche für Beziehung zu islamischen Gemeinden stand für die Moderation bereit.

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v.l.n.r.; Religionsattaché Acar (Hannover), Gemeindevorstand Sahbaz, Imam Izci, und Architekt Yusuf Salam

Herr Dienberg wollte "nicht verbergen", dass anfangs nicht alles so gelaufen sei wie es wünschenswert gewesen wäre, dass es besser gewesen wäre, früher mit der Baubehörde Kontakt aufzunehmen. Man sei mit bereits festgelegten Vorstellungen gekommen.

Bei der Veranstaltung waren mehrere Reihen mit den Anliegern besetzt, denen es offensichtlich nicht recht ist, dass dort eine Moschee gebaut werden soll. Einige waren sichtlich unter Spannung in den hinteren Reihen Kopfschütteln, Murren, Bemerkungen. Aber die Veranstaltung ging dann doch relativ sachlich ab.
Die Beschwerden richteten sich gegen die Größe, gegen die Höhe, gegen das Minarett ("das paßt nach Marokko und Tunesien aber nicht nach Grone" sagte einer der sein Haus direkt daneben hat und bezeichnete das Haus als "Monster" und "grössenwahnsinnig"), andere vermuteten, dass ihre Grundstücke durch die Moschee an Wert verlieren würden, dass die Parkpltze auf dem Grundstück nicht ausreichten und dadurch die ganzen Parkplätze in der Straße belegt würden.
Dann kam auch noch die kleinkarierte Kritik, dass die Farbgebung überdacht werden sollte, und die Schnörkel das würde doch auch nicht in die Gegend passen.

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Visualisierung/Szenario Präsentation des Architekten Yusuf Salam

Dagegen wandten die Vertreter der DITIB Gemeinde ein, dass sie gerne in einer Moschee sein würden, die auch wie eine Moschee aussieht, sie möchten nicht mehr in Lagerhallen beten, wie im Maschmühlenweg neben einem Schrottplatz.

Die Moschee soll offen für alle sein. So wie sich die Gemeinde bisher auch an der Gemeinschaft der abrahamischen Religionen beteiligt, so soll der Dialog mit den anderen Religionen fortgeführt werden. Es soll übrigens auch ein Freitagsgebet auf deutsch angeboten werden. Für die Muslime anderer Länder bietet die türkische DITIB-Gemeinde "eine offene Tür".

Chronologie

  • 1972 Gebetsräume in der Calsowstraße,
  • 1990 Gebetsräume (Moschee) am Maschmühlenweg
  • Oktober 03 Vorgespräche mit den Bauherren,
  • Nov-Dez 03 Vorgespräche mit den Baubehörden,
  • 22.1.04 Einreichung des Bauantrags,
  • ab Feb.04 Prüfung des Vorhabens (Grenzabstände, Stellplätze etc)
  • Mai-Juli 04 Gespräche Abstimmungen mit Baubehörden
  • Juni/Juli 04 Erneute Überarbeitung
  • 21.7.04 Neue Planunterlagen 4. Nachtrag

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