goettinger stadtinfo
Weststadt Die Weststadt - Göttingens Wilder Westen lebt Die
Weststadt, das ist der Stadtteil westlich der Leine: er liegt zwischen zwei Gewerbegebieten
und ist von Hauptverkehrsstraßen durchzogen - u.a. Hagenweg, Königsallee, Godehardstraße.
Und sagen wir es mal so: hier ist nicht gerade das große Geld zuhause. Viele Wohnhäuser,
darunter zahlreiche Mehrgeschossbauten, befinden sich in einem schlechten Zustand.
Dafür sind die Wohnungen jedoch relativ günstig und deshalb wohnen Leute da, die
weniger Geld haben. Die Weststadt beherbergt soziale Projekte wie die Brockensammlung
und die Göttinger Werkstätten.
Stigmatisierung eines Stadtteils stoppen!
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"Weststadtzentrum"
16.3.12 Pressemitteilung Stadt Göttingen. 12.20 Uhr Eröffnung Weststadtzentrum, Pfalz-Grona-Breite 84, Im Rahmen des Sonderprogramms BIWAQ II (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Stadt Göttingen für das Projekt „AQUA-Weststadt“ den Zuschlag erhalten. Bundesweit haben sich über 600 Kommunen beworben, 92 Projekte wurden durch das Ministerium ausgewählt. Durch das Projekt werden in der Weststadt für 24 Menschen, die zuvor eine längere Zeit arbeitsuchend gewesen sind, gemeinnützige Arbeitsplätze für zunächst drei Jahre geschaffen. Deren künftige Arbeitsfelder gliedern sich in die Unterstützung von gemeinnützigen und kulturellen Institutionen, die in der Weststadt aktiv sind, von Bewohnerinnen und Bewohner durch den Aufbau einer Nachbarschaftshilfe sowie von Maßnahmen im Rahmen der Stadtteilsanierung. Das Weststadtzentrum dient als Projektzentrale, gleichzeitig steht es den Bewohnerinnen und Bewohnern für zahlreiche Aktivitäten offen. Eine Vielzahl der Angebote wird im Rahmen der Eröffnung, zu der zahlreiche Stadtteilbewohner/innen erwartet werden, vorgestellt. Das Projekt wird durch die Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR in Kooperation mit der Jugendhilfe Göttingen e.V. umgesetzt und durch Mittel des europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert. Stadterneuerung Weststadt (EU-Förderprojekte "Soziale Stadt) 5 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf" in die Göttinger Weststadt fließen. In der öffentlichen Darstellung stehen Projekte wie Kinderspielplatz-Neugestaltung und Wärmedämmung der Altbauten sowie Balkonanbauten. Weniger deutlich werden Projekte der polizeilich-sozialarbeiterischen Präventionsarbeit in der Öffentlichkeit präsentiert. Abgrenzung des Sanierungsgebietes schließt Haus der Kulturen aus - Jugendhilfe e.V. mit weitgehendem Einfluß auf die Projekte Äußerst
merkwürdig ist die Abgrenzung des Sanierungsgebietes insofern, als die Grenze
des Sanierungsgebietes hinter der Musa gezogen wurde, das Haus der Kulturen somit
ausgegrenzt wurde. Ausgerechnet die Location, die als Zentrum der Migrantenarbeit
dient wird ausgeschlossen, während gleichzeitig das ganze Projekt damit legitimiert
wird, dass der Migrantenanteil in der Weststadt einer der größten Probleme
darstelle. Vom Haus
der Kulturen (HdK) ist niemand in den engeren Steuerungskreis des Sanierungsmanagements
gekommen. Ein Mitarbeiter des HdK äußerte den Eindruck, dass man sie
bewußt ferngehalten habe. Das war zu erfahren, weil GOEST im seine Redaktionsadresse
auch im Hdk hat und daher naturgemäß häufiger dort ein und ausgeht.
Zentrale
Rolle von Jugendhilfe e.V. und Präventionsarbeit von Polizei, Justiz und
Sozialarbeit Der
Jugendhilfe e.V. arbeitet u.a. zusammen mit (vgl. Liste
der Kooperationspartner) Präventionsprojekt Kontrolle
durch BürgerInnenvertreterInnen neutralisiert Konstituierende
Sitzung des Unterausschusses "Stadterneuerung Weststadt" |
Weststadt
Podiumsgespräch „Integration und Kommunikation" Weststadt - "Klein Bosnien" , Roma-Wohnblocks, ausländerfeindliche Deutsche. Rechtsradikale Aktivitäten in der Weststadt treffen bei einigen BürgerInnen auf eine ausländerfeindliche Grundstimmung und bestehende Konflikte im Alltag. Bereits 2008 sind die Konflikte in einem >"Bürgergespräch" hochgeschwappt. Nun wird ein Podiumsgespräch unter dem Titel „Integration und Kommunikation – Ein Gespräch über die Göttinger Weststadt“ mit einem akademisch anmutenden Ankündigungstext bekanntgegeben. Hoffentlich gehts gut.
12.12.11
/ Der Verein für Medienkultur Südniedersachsen, das ist der Trägerverein
des Stadtradio Göttingen, veranstaltet ein Podiumsgespräch über "Integration
und integrative Projekte in dem Stadtteil Weststadt". Als Gäste sind geladen;
Kenan Emini Verein Roma Center e.V.; Mehmet Tugcu (Vorsitzender Göttinger Integrationsrat);
Dr. Rainer Neef / Soziologe; Gabi Radinger/Musa, Sascha Prinz, Medienpädagoge.
Moderation Jakob Epler (StadtRadio Göttingen). 2008 geriet ein "Bürgersgespräch" aus dem Ruder zu dem Thema Roma im Stadtviertel (Siehe >Artikel unten). Seit Beginn von Medienberichten über rechtsradikale Terrorgruppen sind in der Weststadt zahlreiche Symbole und Sprüche rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Inhalts zu finden. Dabei steigern sie sich zu Sprüchen wie "Wir jagen Euch in die Luft" o.ä. Offensichtlich fühlen sich Rechtsradikale durch ausländerfeindliche Äußerungen einiger BewohnerInnen ermuntert, im Stadtteil besonders aktiv zu sein. Die VeranstalterInnen des Podiumsgesprächs könnten mit einer Situation konfrontiert werden, die die geplanten akademisch anmutenden Bahnen verlässt.
Hakenkreuz-Symbol-SchmiererInnen in der Weststadt aktiv Kurze
Zeit nach den Meldungen über die Mordtaten tauchten in der Weststadt ca.
1 Meter große gesprühte Hakenkreuze an Hauswänden auf. Die Selbstreinigung
der BewohnerInnen funktioniert aber anscheinend. Mit Lösungsmittel wurden
Hakenkreuze auch von porösen Wänden gleich wieder entfernt. Auf eine
fotografische Wiedergabe verzichten wir. Stattdessen Hinweise auf >Stadtviertelkonflikte
in der Weststadt , der Ärger, den goest sich mit der Berichterstattung
darüber beim Staatsschutz einhandelte und ein >Rückblick
auf 2002 wo die Polizei eine Nazidemo durch die Weststadt ermöglichte.
Ein
Bürgergepräch in der Weststadt drohte abzukippen Fast wäre die Veranstaltung nach rechts abgeglitten. Vor allem der Ruf nach Sicherheit und Ordnung und vor allem die Interessen von HausbesitzerInnen kamen massiv zur Geltung beim BürgerInnengespräch in der Weststadt.
Die
Beschwerden gegen Roma im Rosenwinkel
("wenn da schon die Teppiche draussen liegen" , "dauernd die
Musik bei offenen Fenstern") nahmen breiten Raum ein. Leute die ihr Haus
verkaufen wollen jammerten, dass sie wegen der Lage im Viertel nur schwer Kaufinteressenten
fänden. Der zuständige
Kontaktbereichsbeamte, den eine Frau aus dem Publikum ungeniert "Cob"
nannte wurde in zahlreichen Wortmeldungen angesprochen um mehr Hilfe und Unterstützung
zu erbitten. Er soll bei Lärm, bei zu schnellem Fahren, usw. für Ordnung
sorgen. Als der Kontaktbereichsbeamte Herr Tornow jedoch erklärte, dass er
auch das Gebiet um die Uni , Weende und Nikolausberg zu betreuen habe - da beklagte
man gemeinsam die mangelhafte personelle Ausstattung der Polizei.
Resümmee: Die verschiedenen Gruppen der Weststadt sind noch weit voneinander entfernt in einen Dialog zu treten. Vorerst hatten vor allem die Hausbesitzer ihre Interessen lautstark und erregt vorgetragen. Dennoch gab es auch eine ganze Reihe von Anregungen für Verbesserungen in der Weststadt. Die stereotype Anwort von Dezernentin Schlapeit-Beck "Vielen Dank für die Anregung, wir nehmen das mit und prüfen es". Beim Hinausgehen war zu hören wie eine Teilnehmerin zu einer anderen sagte: "Das war doch jetzt wieder nur alles heisse Luft oder?". Die Einrichtung des Bürgergesprächs sollte nicht weiterhin den Schwerpunkt auf die "Interessensvertretung für Hausbesitzer" setzen.. Wie kam es zu der Einladung zum Bürgergeschpräch? Holtenser Berg, Leineberg und Weststadt haben leider keinen Ortsrat. Der Versuch Ortsräte auch hier durchzusetzen ist vor der letzten Kommunalwahl am Widerstand der CDU gescheitert. Nach der Wahl nun gibt es eine Mehrheit von Grünen und SPD im Rat aber vorerst findet trotzdem nur eine "Bürgerversammlung" statt, hier "Bürgergespräch" genannt - keine Rede mehr von Ortsräten? Selbst das Bügergespräch findet auch nur auf Initiative der quasi privaten Initiative "Weststadtkonferenz" statt. Die
Planung, einen Teil der Weststadt in ein Sozialprogramm aufzunehmen hat offensichtlich
den Impuls gegeben, nun an die Bürgerinnen und Bürger heranzutreten
um mehr Leute in eine Diskussion einzubinden. Aus dem Einladungstext: "Die
Weststadt ist ein sehr lebendiger und vielfältiger Stadtteil, in dem Menschen
unterschiedlicher kultureller Herkunft leben. Einzelne Teilräume weisen allerdings
eine starke Zentrierung massiver sozialer Probleme, ungünstiger Wohnumfeldstrukturen
und Konfliktpotenziale auf. Trotzdem wehren sich einige Bewohner/innen gegen die
Gleichsetzung des Viertels mit den sozialen Brennpunkten und gegen den schlechten
Ruf der Weststadt. Die Aufnahme des Gebietes in das Bund-Länder-Programm
Soziale Stadt, um die sich die Stadt Göttingen seit Jahren bemüht, ist
bisher immer wieder abgelehnt worden. Eine Gesprächsrunde vor Ort soll nun
die Gelegenheit bieten, die Anliegen der Bewohner/innen mit fachkundigen Vertreter/innen
aus der Verwaltung sowie der Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, Frau
Dr. Schlapeit-Beck, direkt zu erörtern. Thematisiert werden sollen u.a. das
Zusammenleben im Stadtteil, Infrastruktur (z.B. Angebote für Jugendliche,
Ausstattung von Spielplätzen, Verkehrssituation) Hochwasserschutz/ Überschwemmungen,
Infrastruktur. Freiräume
für Bewegung schaffen |
Stadtteilbüro Weststadt
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1995
gründeten VertreterInnen der in der Weststadt ansässigen Vereine und Initiativen
(darunter auch die Musa) die Weststadtkonferenz, um Stadtteilfeste zu organisieren
und Projektvorschläge für den Stadteil zu entwickeln. Die Weststadtkonferenz ist
ein informeller freiwilliger Verbund mit einer Geschäftsstelle in der Musa, vertreten
durch eine Organisationsstelle, die von Gabi Radinger wahrgenommen wird. Folgende Vereine, Einrichtungen und Initiativen engagieren sich
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