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Fahrpreiserhöhungen

Busfahrpreise werden am 1.5.17 um 4,5 %  erhöht

Verkehrsbetriebe kalkulieren mit weniger Fahrgästen
Zum Klimaschutz gehört die Reduzierung des Autoverkehrs und der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Ein Umstieg vom privaten PKW auf den Bus könnte durch günstigere Fahrpreise erreicht werden. Wenn die Buspreise erhöht werden wird das Busfahren finanziell weniger attraktiv. Offensichtlich kalkuliert die GoeVB auch genau mit diesem Effekt, denn sie geht in ihren Planungen davon aus, dass die Zahl der beförderten Personen von 2015= 22,7 Mio auf 2018=21,5 Mio zurückgeht. (Daten aus dem Wirtschaftsplan 2017 der GöVB)
Die Ratsfraktion der Wähler*innengemeinschaft GöLinke hat im zuständigen städtischen Finanzausschuss an die Selbstverständlichkeit erinnert, dass eine ökologisch-sozial sinnvolle Entwicklung der Stadt Priorität habe und sie deshalb die geplante Fahrpreiserhöhung falsch fände: „Die Verantwortlichen nehmen in Kauf, dass aufgrund der nun beschlossenen  Fahrpreiserhöhung für die Einzeltickets, für Mehrfahrtenkarten und für die  Bürgerkarte die Fahrgastzahlen deutlich sinken werden.“
Erhöhungen treffen Arme hart An das Sozialticket für Hartz-lV-Empfänger*innen sei dabei nicht mehr gedacht worden. "Die erhalten in ihrem "üppigen Budget" ganze 25,50 Euro monatlich als sogenannten Beförderungsanteil, wo demnächst dann die Monatskarte für den Bus auf 52,50 Euro steigt. Immerhin werden umgerechnet auf einen Einzelfahrschein von 2,30 Euro noch 11 Fahrten im Monat möglich sein. Aber nur dann, wenn man keine Zugfahrt oder eine Fahrt mit dem RBB-Bus ins Umland unternehmen will oder muss."

Verwirrende Firmenkonstruktionen die über Busverkehr bestimmen
Wer sind die Verantwortlichen? Die Stadtbusse in Göttingen von einer Firma verwaltet. Die Stadt ist Hauptanteilseigner der Firma aber die Leute die das Unternehmen leiten gehören NICHT zur Stadtverwaltung. Außerdem sind die Zuständigkeiten über eine Verschachtelung von Firmen verwirrend. Das lässt sich veranschaulichen anhand einer Vorlage der städtischen Finanzausschuss-Sitzung vom 6.12.16 .
Dort heisst es wie in einem Text aus einer Satire:

"Der Rat der Stadt Göttingen solle beschließen, dass die Vertretung der Stadt Göttingen in der Gesellschafterversammlung der Göttinger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe GmbH (GöVV) am 21.12.16 beschließen soll, dass die Vertretung der GöVV in der Gesellschafterversammlung der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH (GöVB) beauftragt wird den Beschluss zu fassen, die Verkehrstarife um 4,5 % zum 1. Mai 2017 anzuheben." Alles klar?


© goest

Bei der Frage, wer es eigentlich letzlich entschieden hat, die Fahrpreise zu erhöhen kann es wegen der Firmenverschachtelung zum Verwirrspiel kommen

Als Grund für die Fahrpreiserhöhung wird von der GöVB angegeben, es gäbe zusätzliche Kosten "Aufgrund der erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen für die Elektromobilität (Schulung des Werkstattpersonals, Planungskosten, Gutachterkosten, etc.)" Aber es wird auch allen Ernstes mit einem Gerichtsurteil ("Bundesarbeitsgerichts vom 17.11.2015 (1 ABR 76/13) begründet, das Umkleidezeiten (Dienstkleidung) sowie Wegezeiten zum Fahrtantritt als Arbeitszeit wertet.

 

Zurückliegende Fahrpreiserhöhungen

Fahrpreiserhöhung am 1. April 2016

Anscheinend nervt es die Fahrer_innen, wenn Leute im Bus Fahrscheine lösen und deshalb sollen die Fahrgäste möglichst mit gültigen Fahrscheinen Sammelkarten einsteigen. Natürlich ist es besser, wenn die Abfahrt eines Busses nicht durch Fahrkartenverkäufe der Fahrer verzögert wird. Aber durch die Preiserhöhung wird der Verkauf von Karten im Bus nicht sonderlich zurückgehen, also wird sich nichts ändern ausser, dass eine Preiserhöhung durchgesetzt wurde.
Dabei sind die Treibstoffpreise niedrig wie nie und die Zinsen ebenso. Es gibt auch keine steigenden Personalzahlen - also fragt man sich was das soll.

Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN)
erhöht zum 1. 4.16 die Fahrpreise.

 

VVK

Im Bus

Im Bus

Einzelkarte Erwachsene

-

2,20 €

 

Einzelkarte Kinder

-

1,10 €

 

Viererkarte Erwachsene

7,50 €

7,70 €

+ 2,597 %

Viererkarte Kinder

3,80 €

3,90 €

+ 2,63 %

Achterkarte für Erwachsene

13,60 €

-

 

Achterkarte für Kinder

7,10 €

-

 

Tageskarte

5,20 €

5,30 €

 

Kleingruppenkarte

10,00 €

10,20 €

2 %

Wochenkarte/7-Tage-Karte

16,00 €

16,70 €

+ 4,37 %

Wochenkarte Ausbildung

12,00 €

12,50 €

+ 4,16 %

Monatskarte/Bürgerkarte

48,00 €

50,00 €

+ 4,16 %

Monatskarte Ausbildung

36,00 €

37,50 €

+ 4,16 %

Jahres-Abo/Monatspreis

41,65 €

-

 

Der Kreisverband der Piratenpartei erklärte am 24.3.16 :
»Das Argument, dass durch einen Preisaufschlag im Bus der Bargeldverkehr reduziert wird, soll nur eine Preiserhöhung kaschieren«, »Wir brauchen keinen Frühbucherrabatt durch einen preisgünstigeren Verkauf der Fahrscheine in den Vorverkaufsstellen. Wenn die GöVB erreichen will, dass die Wartezeiten an den Haltestellen kürzer werden, sehe ich nur einen vernünftigen Weg: das Aufstellen von mehr Fahrscheinautomaten.« (...) Um den Service im ÖPNV zu verbessern, sollten zumindest an zentralen Haltestellen Fahrkartenautomaten aufgestellt werden."

Darüberhinaus deuten die technikaffinen Piraten an, dass sie mit technischen Lösungen wie kontaktlos Bezahlen per Handy oder Magnetkarte sympathisieren: »Es ist an der Zeit, die ersten konkreten Schritte hin zu einem fahrscheinlosen Busverkehr auf den Weg zu bringen« Dabei müßten die Computerpiraten aber auch die Datenschutzprobleme mit berücksichtigen, die durch eine zunehmende Computerisierung aller Lebensbereiche einhergeht

17.9.13 Fahrpreiserhöhung am 1. Oktober 2013 um 5 %
Mit Genehmigung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) werden im VSN die Fahrpreise in der Preisstufe GÖ zum 1. Oktober 2013 erhöht. Der Einzelfahrschein, der nunmehr seit zweieinhalb Jahren 2,00 € kostet, verteuert sich auf 2,10 €.

2.8.12 / Fahrpreiserhöhung am 1. August 2012 um 7,69 %
Mitten in die Sommerferien hinein hat der Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) die Fahrpreise erhöht und niemanden scheint es zu kratzen. Wer am 1.8.2012 dem Busfahrer oder der Busfahrerin für eine Viererkarte 6,50 Euro geben will, wird gebeten noch 50 Cent drauf zu legen. Die Erhöhung beträgt genau 7,69 Prozent. Hier die Erhöhungen im Einzelnen, soweit sie die Buslinien im Stadtverkehr Göttingen angehen nach www.goevb.de

Gerappelt hat es auch in den anderen Preisstufen des Verkehrsverbundes. Im folgenden geht es nur um den Stadtbusbereich.(...)

Im Fadenkreuz: die regelmäßigen Benutzer
Das Einzelticket bleibt bei 2,00 Euro. Die Viererkarte wird – wie eingangs erwähnt – um 7,69 Prozent auf 7,00 Euro teurer. Diesen Tarif wählen häufigere, aber nicht tägliche Nutzer. Weit über den vier Prozent liegt auch die Monatskarte für Auszubildende, sie zahlen jetzt 33 Euro, das heißt 7,14 Prozent mehr. Wer regelmäßig Bus fährt, z.B. täglich zur Arbeit, nutzt die Monatskarte / Bürgerkarte. Vor vielen, vielen Jahren war diese Bürgerkarte mal das soziale Prunkstück der Göttinger Verkehrsbetriebe. Jetzt beträgt die Erhöhung 7,3 Prozent (von 41 auf 44 Euro). Auch die, die sorgfältig auf jeden Cent achten und es hin bekommen, den Fahrpreis für 12 Monate im Voraus zu bezahlen, werden geschröpft, 36,70 Euro x 12 oder 7,3 Prozent mehr müssen sie abdrücken. Bei dieser Preisgestaltung können die Verkehrsbetriebe auf nichts mehr wirklich stolz sein. Neben den gewaltigen 8,69 Prozent mehr für die Tageskarte (auf 5,00 Euro), schießt die Kleingruppenkarte mit einer Erhöhung von 9,3 Prozent den Vogel ab.

Fahrpreiserhöhung dreist als Vergünstigung dargestellt
Mit einer ziemlich dreisten Aktion wird diese saftige Fahrpreiserhöhung von den Göttinger Verkehrsbetrieben sogar noch als Preissenkung vernebelt. "Für eine normale Einzelfahrt zahlt ein Erwachsener derzeit 2,- Euro, für 8 Einzelfahrkarten entsprechend 16,- Euro. Ab August 2012 wird die neue Achter-Karte ... eingeführt. Mit der neuen Achter-Karte sparen Sie 18,8% zum normalen Preis einer Einzelfahrkarte." (www.achterkarte.de)
18,8 Prozent hat aber auch schon vorher gegenüber der Einzelfahrkarte gespart, wer 2 Viererkarten löste. Das einzig neue daran ist, dass ich sie nicht mehr beim Fahrer kaufen kann, sondern auf Kundenzentrum und Vorverkaufsstellen angewiesen bin.
Wer an der Bushaltestelle merkt, dass er keine im Voraus gekauften Fahrscheine mehr hat, ist angeschmiert – jetzt muss er die Viererkarte mit 7,69 Prozent Erhöhung bezahlen. Selber Schuld? Warum eigentlich können wir bei den Fahrerinnen und Fahrern zwar eine Viererkarte für jetzt 7 Euro kaufen, aber eine Achterkarte für 13 Euro nicht? (...)

2006 gegen Fahrpreiserhöhungen
29.8.06 / Auf ihrer Kreismitgliederversammlung am 28. August beschloss die "Linkspartei" (damals) KV Göttingen einstimmig folgende Resolution: ·
"Eine deutliche Senkung der Preise, insbesondere der Schülerkarten. Jeder Ort über 500 Einwohner im Landkreis Göttingen sollte tagsüber werktags im Stundentakt und am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt angebunden sein. · Für die Nachtzeiten, in denen bisher in der Stadt Göttingen keine Busse fahren, sollen Anrufsammeltaxis eingerichtet werden. Die Wiedereröffnung der Bahnhaltepunkte Rosdorf und Obernjesa. Jeder soll mobil sein können! Gleichzeitig ist es unser Ziel, dass die Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen, um eine zukunftsfähige Entwicklung zu ermöglichen."

 

Flächendeckender Videokamera-Einsatz zur Verkehrszählung

6.10.16 / pressetext Stadt Gö /
Im gesamten Stadtgebiet Göttingen werden in der Woche ab 17. Oktober bis zum Ende der ersten November-Woche 2016 an rund 100 Standorten Verkehrszählungen im Auftrag der Stadt Göttingen durchgeführt. Die Zählungen dienen der Aktualisierung der Datengrundlagen für die städtische Verkehrsplanung. Sie sind aktuell auch für die weiteren Arbeiten am Lärmaktions- und am Luftreinhalteplan der Stadt von Bedeutung. Die letzte großflächige Verkehrszählung im Stadtgebiet hat 2010 stattgefunden. Die Zählungen erfolgen überwiegend mit Video - Kameras, die möglichst an vorhandene Masten oder Laternen in drei bis vier Meter Höhe angebracht werden. Die Auflösung der Kameras ist so niedrig, dass keine Gesichter oder Kfz-Kennzeichen erkannt werden können. Manuelle Zählungen im Rahmen der dreiwöchigen Zählungen durch ein Büro aus Hannover werden die Ausnahme sein.

goest-Kommentar: Wieso Filmen um zu zählen?

Zunächst verwundert es, dass bei einer "Zählung" unbedingt Bilder und dann auch noch Videoaufnahmen erforderlich sind. Es reicht doch die Zählung von Impulsen pro vorbeifahrendem Auto, ähnlich den klickenden Kundenzählern an den Türen von Einkaufszentren.

Seit wann muß man Videoaufnahmen machen um Autos zählen zu können? Wenn Programme in der Lage sind bei Videoaufnahmen die Autos zu zählen, dann brauchen die Aufnahmen nicht gespeichert zu werden. Wenn das nicht möglich ist, sitzen dann am Ende doch wieder Menschen vor den Videos und zählen? (siehe >>Beispiel)

Die Erstellung eines Datensatzes mit hunderttausenden Aufnahmen von PKWs, LKWs lässt bei einer mißbräuchlichen Nutzung durch Verkauf an interessierte Stellen so hohe Zahlungen erwarten, dass hier ein starkes Motiv für die Nichteinhaltung des Datenschutzes liegen könnte. Und zwar schon unabhängig von einer Erkennung von Nummern und Personen, allein die statistische Erfassung von Fahrzeugtypen bei der manuellen Auswertung könnte KFZ Hersteller, Verkäufer, Versicherungen interessieren.

Da die Videoaufnahmen "Im Auftrag der Stadt" erfolgen, stellt sich die Frage, wie sichergestellt ist, dass die beauftragte Firma die Aufnahmen und deren Verwendung in Übereinstimmung mit dem Datenschutz-Recht durchführt. Der Satz "Die Auflösung der Kameras ist so niedrig, dass keine Gesichter oder Kfz-Kennzeichen erkannt werden können." macht nur Sinn, wenn die eingesetzten Kameras technisch nicht in der Lage sind eine höhere Auflösung zu liefern. Wenn zu diesem Zweck von der Firma lediglich versprochen wird, dass in der Software eine bestimmte Auflösung eingestellt wird, dann besteht die Möglichkeit jederzeit eine andere Auflösung zu wählen.

Im Übrigen wurde bereits 2002 im Zusammenhang mit der Diskussion mit Landesbehörden um die Gänseliesel-Webcam auf dem Karstadt-Sporthaus bekannt, dass beim Landeskriminalamt daran geforscht würde wie Videobilder mit geringer Auflösung zur Erkennung von Personen aufgearbeitet werden könnten. In der Zwischenzeit wird man dort wahrscheinlich mit der Forschung fertig sein. (Siehe >>Artikel von 2014 hierzu)

Außerdem sind die Möglichkeiten der Identitätsbestimmung mithilfe biometrischer Daten des Gesichtes nicht auf scharfe Videoaufnahmen angewiesen. Vermutlich sind die Möglichkeiten zur Verwendung von unscharfen Aufnahmen zur Ermittlung der Nummernschilder ebenfalls entwickelt.

Alles in allem: Mit dem lapidaren Satz, die Auflösung sei ja nur gering wenn hunderttausendfach Daten flächendeckend in Göttingen erhoben werden bleiben wichtige Fragen unbeantwortet.

"Der Einsatz einer privaten Firma, die mit videotechnischen Verfahren eine Verkehrszählung durchführt, ist Datenverarbeitung im Auftrag. Die auftraggebende Behörde hat vertraglich sicherzustellen, daß notwendige Datensicherungsmaßnahmen vom Auftragnehmer getroffen werden und daß er sich der Kontrolle des ..." niedersächsischen Datenschutzbeauftragten unterwirft." ...also der Vertrag wäre schon interessant

 

City Logistik 

22.8.16 / Verkehr in der Stadt schafft Probleme wie Luftverschmutzung, CO2-Emissionen, Lärm, Staus, Parkprobleme. Sinnvolle Maßnahmen wären z.B. der vermehrte Einsatz von Elektrofahrzeugen und die Vermeidung unnötiger Fahrten. Zu letzterem wäre aber eine Organisation nötig, die verschiedene Akteure miteinander verknüpft, die bisher unkoordiniert nebeneinander her ihre Transporte organisieren. Um herauszufinden ob durch kooperative Organisation in Göttingen etwas erreicht werden könnte, hat die Ratsfraktion der Grünen die Durchführung einer Studie vorgeschlagen. Sabine Morgenroth hat Zu TOP 7 der Ratssitzung am 19. August 2016 den Antrag begründet:
 „Durch intelligente Fahrzeugtechnik, Transportorganisation und Routenplanung lassen sich Energiesparpotentiale heben. Interessant ist, dass DHL mittlerweile eigene Elektro-Lieferfahrzeuge in verschiedenen Größen entwickelt, weil die Autoindustrie es nicht macht.“
Es geht um „Ansätze, wie die städtischen Lieferverkehre in die Stadt hinein und aus ihr heraus gestaltet werden könnten. (…) Zunächst geht es um die Bündelung der Verkehre für Geschäfte und Kaufhäuser. Jedoch zeigen Ideen aus anderen Städten, dass man hier durchaus auch andere Güterverkehre mit hinein nehmen könnte. Eine Neubewertung der sogenannten Entsorgungsströme müsste vorgenommen werden, denn vieles, was heute noch von den Entsorgungsbetrieben als Abfall verwertet wird, ließe sich möglicherweise einem zweiten Wirtschaftskreislauf zuleiten.“
„Denkbar wäre, Anreize dadurch zu schaffen, dass für elektro-mobile City-Logistik die erlaubten Einfahrtzeiten in die Innenstadt zum Anliefern in die Nachtstunden ausgeweitet, die Einfahrtzeiten und -gebiete für verbrennungsmotorgetriebene Anlieferung hingegen einschränkt würden.“
Die Ratsfraktion der Grünen empfiehlt für die Durchführung der Studie einen Experten aus Osnabrück, es ist jedoch anzunehmen, dass die Durchführung der Studie ausgeschrieben werden muß.
Das Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat einen Projektaufruf für Modellvorhaben zum Thema "Aktive Mobilität in städtischen Quartieren" gestartet. Frist für eine Förderung ist der 13.09.2016 ist. Über das Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) ist sogar eine 100% Förderung möglich. (Zitate aus dem Redetext von Sabine Morgenroth, Ratsmitglied der Fraktion Die Grünen)

 

Neue Fernbusstation in Göttingen eingeweiht

21.9.15 / Nach einem Text der Stadt & der Betreiberfirma
DB Station&Service ist künftig Betreiber einer Fernbushaltestelle für alle Fernbusunternehmen im Auftrag der Stadt Göttingen. Göttingen ist bundesweit bereits die sechste Fernbushaltestelle, die durch die DB Station&Service AG betrieben wird. Weitere Standorte sollen folgen. Seit der Liberalisierung des Fernbusmarktes steigt der Bedarf an geeigneter Infrastruktur für Fernbusse. In die neue Fernbusstation investierte die Stadt Göttingen rund 70.000 Euro. Die Fernbushaltestelle befindet sich direkt am Bahnhof. Auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern können gleichzeitig bis zu fünf Busse halten. Täglich werden rund 80 Fernbusse an der neuen Station halt machen
Zur Eröffnung am 21.9.15 nahmen Detlef Krusche, Bahnhofsmanager, Jan Nöppert, Leiter Entwicklung Fernbusinfrastruktur bei der DB Station&Service AG., Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler positiv Stellung.

Kritik: Planung ohne Beteiligung - viel zu wenig Busse eingeplant
22.9.15 / nach einem Text der Piratenpartei
»Ungemütlich, wenig einladend, lärmig, nur zwei Sitzbänke - Bahn und Stadt lassen die Fahrgäste an der neuen Haltestelle wie in einem bettelarmen Land je nach Wetter auf dem staubigen Boden sitzen oder im Regen stehen«, (...) Die Piraten hatten sich als einzige Fraktion im Rat von Anfang an gegen die überstürzten und unausgegorenen Planungen ohne Bürgerbeteiligung am Groner Tor ausgesprochen. Nur fünf Fernbusse haben an der Haltestelle Platz, zusätzliche Busse könnten bei Bedarf nur noch vor dem Fahrradparkhaus parken. Bis zu einem Dutzend Pkw zum Be- und Entladen hielten bislang neben den Reisebussen. Drei Stellplätze vor der Zoologie sind für diesen Zweck vorgesehen, wobei auch der Anliefer- und Besucherverkehr für die Zoologie hier parkt. Sollte es eines Tages wieder Klassenfahrten geben, wird Platz fehlen für die zwanzig Autos der Eltern, die in den vergangenen Jahren ihre Sprößlinge zum Bus gebracht und wieder abgeholt hatten. Auf die Frage der Presse, ob noch eine Überdachung gebaut werde, gaben Stadtbaurat Dienberg und Oberbürgermeister Köhler am Montag gegensätzliche Antworten. Während Dienberg anführte, der Freiraumwettbewerb im Rahmen der Bebauung des Hotel- und Sparkassenkomplexes werde Überdachungen und Aufenthaltungsmöglichkeiten für Fahrgäste vorsehen, widersprach Köhler, hier sei noch nichts entschieden und die jetzige Lösung halte er für ausreichend. Die Piraten hatten zu Jahresbegin eine 6-monatige Testphase vor Abbau der jetzigen Fernbushaltestellen erbeten und zugesagt bekommen. Der Grund: die Stadt plante mit maximal fünf gleichzeitig haltenden Fernbussen, während schon im März teilweise über sieben Busse zur gleichen Zeit an der Zoologie standen. Die Gründe für eine derartig nachlässige bzw. sogar schädigende Fernbusversorgung durch die Stadt sind nicht erkennbar.

Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten-Statistik

2013/2014

Landkreis Göttingen 21.1.15
Die mobile Geschwindigkeitsmessung durch den Landkreis erfolgte mit drei Fahrzeugen. Dazu kommen stationäre Messanlagen in Benniehausen und Lutterberg, sowie die polizeiliche stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf der A 7.

Stationäre kommunalen Geschwindigkeitsmessanlagen in Lutterberg und Benniehausen
2014 waren es 4.151 Geschwindigkeitsüberschreitungen
2013 waren es 3.811 Verstöße.

Kommunalen mobile Geschwindigkeitsmessgeräten erfassten 2014 insgesamt 288.964 Fahrzeuge
2014 waren es 18.534 Geschwindigkeitsüberschreitungen
2013 waren es 15.550 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Rotlichtüberwachungsanlagen in Duderstadt, Waake und Gieboldehausen wurden insgesamt
2014 waren es 3.212 Rotlichtverstöße .
2013 waren es 2.942 Verstöße.

An voraussichtlichen Einnahmen für das Jahr 2014 erwartet der Landkreis Göttingen Verwarngelder in Höhe von 511.900 Euro (2013: 460.865 €) und Bußgelder in Höhe von 4.080.242 Euro (2013: 3.094.185). Von den Bußgeldern entfielen in 2014 2.830.110 Euro auf die polizeiliche Messanlage auf der A 7. Im Jahr 2013 waren es 2.059.067 Euro.

Stadt Göttingen 12.1.15 /
Weniger Fahrverbote und weniger Einnahmen durch Verwarn- und Bußgelder

Die sieben festinstallierten Blitzer an Ampeln
2014 : 3.958 bei AmpelRot über die Kreuzung (davon allein 993 stadteinwärts An der Lutter / B27)
2013 : 4.614.

mobile Geschwindigkeitsüberwachung
2014 von 141.638 erfassten Fahrzeugen 7,32 % = 10.368
2013 von 138.398 erfassten Fahrzeugen 7,73 % = 10.658 Geschwindigkeitsübertretungen

Die Polizei ermittelte bei ihren Überwachungsmaßnahmen weitere 632 (2013: 1.411) Fälle.

Stationäre Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtungen in der Steinmetzkurve (Geismar), in Groß Ellershausen und in Roringen
2014 : 6.879
2013 : 6.555 Übertretungen.

1.439 Mal wurden in der Stadt Fahrverbote ausgesprochen und damit rund 160 weniger als im Vorjahr. Die Verwarnungs- und Bußgeldeinnahmen der Stadt erreichten nach den bisher ausgewerteten Verfahren im fließenden Verkehr 1,556 Millionen Euro (2013:1.817), im ruhenden Verkehr 951.000 Euro (870.000).

 

Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten-Statistik 2008

13.1.09 / Mehr als 17.000 Fälle übertretener Geschwindigkeit im Jahr 2008. Bei der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung wurden 76.673 Fahrzeuge erfasst, davon 4.689 mit Verstößen. Die stationäre Überwachung deckte nach Angaben der Stadtverwaltung an der Steinmetzkurve (Geismar) 3.315 Verstöße auf, in Groß Ellershausen 460 und in Roringen, wo 2008 erstmals gemessen wurde, sogar 7077. Darüber hinaus hat die Göttinger Polizei 1.494 Fälle von Überschreitung des zulässigen Fahrtempos aufgenommen. 4.752 Atuos wurden beim Durchfahren während Ampel-Rotlicht erwischt, 2007 waren es noch 5.583 Fälle. Zu den meisten Verstößen ist es im Bereich der Bundesstraße 27 gekommen, wo stadteinwärts 1.004 mal und stadtauswärts 1.333 mal gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen wurde. Das Aufkommen an Verwarnungs- und Bußgeldern belief sich 2008 beim „fließenden Verkehr“ auf 1.45 Millionen Euro, beim „ruhenden Verkehr“ auf 690.000 Euro und liegt damit insgesamt geringfügig niedriger als im Vorjahr. 2008 wurden in der Stadt Göttingen 2.012 Fahrverbote ausgesprochen – mehr als zehn Prozent weniger als 2007.

 


ÖPNV Öffentlicher Personen Nah Verkehr

> Nahverkehrsplan auf Extra-Seite

ÖPNV-Traum der goest-Redaktion

Da wurden in einem Ring um die Stadt verteilt Parkplätze eingerichtet die von großen Bussen und PKWs angefahren werden konnten. Von dort aus fuhren dann kleinere niederflurige Busse mit Elektroantrieb (wie in >>Rom) durch die Stadt in die man nach Belieben zusteigen und wechseln konnte und zwar zum Nulltarif. Für Lastentransport nach einem Einkauf gab es extra Stellplätze für kleine Handwagen. Der Autoverkehr reduzierte sich dermaßen ... daß Leute zur Erholung in die Innenstadt kamen! Diese kleinen Busse wurden auch beim Nachtbetrieb im gesamten Stadtgebiet eingesetzt, weil dann die Auslastung der grossen Busse zu gering ist.... Aber dann .... wachte ich auf -- Schade. Sowas von realitätsfern. (veröffentlicht im April 2013)

+ + +
und nun, im August 2014 ist die Innenstadt auf einmal frei von Bussen! Wer hätte das gedacht. Aber es soll nur vorübergehend sein. Dennoch bricht sich ein Teil der Idee andernorts Bahn: in Dresden und Kassel gibts Elektrobusideen, in Rom z.B. fahren in der Innenstadt Elektrobusse. Der erste City-Elektrobus fährt seit 2012 in Wien "Der kompakte Niederflurbus bietet 40 Fahrgästen Platz. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 62 km/h begrenzt. Der Bus erzeugt keine lokalen CO2-Emissionen und ist nahezu geräuschlos. Und auch in Köln fahren die KVB-Busse ab Herbst 2015 elektrisch.

 

Busse durch Ampel-Technik schneller durchkommen lassen

Feb. 2017 / In der Woche ab 6. Februar 2017 beginnen die Arbeiten an der zweiten Stufe von Beschleunigungsmaßnahmen für den öffentlichen Personennahverkehr in Göttingen, die den Umbau von insgesamt 21 Lichtsignalanlagen entlang der Hannoverschen und der Weender Landstraße sowie der Groner und der Kasseler Landstraße umfassen. Der Umbau beinhaltet zum Großteil die technischen Komponenten wie Signalgeber mit Umrüstung auf die extrem energieeffiziente Ein-Watt -Technologie und den Einbau der Busbevorrechtigungs-Bauteile. Bei einigen Anlagen werden Masten getauscht. Es sind geringfügige Tiefbauarbeiten enthalten, wenn beispielsweise neue Erfassungsschleifen in die Straßendecke eingebracht werden. (..) Das städtische Gesamtprogramm zur ÖPNV-Beschleunigung gliedert sich in fünf Realisierungsstufen und beinhaltet den Umbau von knapp 90 Lichtsignalanlagen. Die Kosten werden auf etwa fünf Millionen Euro beziffert. Das Projekt soll den öffentlichen Personennahverkehr schneller und im Sinne des Göttinger Luftreinhalteplans die Nutzung des Umweltverbundes attraktiver machen. Es wird von der Landesnahverkehrsgesellschaft mit bis zu 75 Prozent gefördert.

Mitglieder für den Fahrgastbeirat gesucht

24.3.16 / Die Stadt Göttingen sucht zehn aus dem Kreis der Busnutzer/innen stammende neue Mitglieder für ihren Fahrgastbeirat. Die Bewerbungsfrist läuft ab sofort bis zum 24. April dieses Jahres. Fünf Sitze in dem 15köpfigen Gremium sind an die Repräsentanten von verschiedenen Organisationen fest vergeben. Die Berufung in den Beirat erfolgt für drei Jahre. Die Mitarbeit im Beirat erfolgt ehrenamtlich. Eine Aufwandsentschädigung wird nicht gezahlt. „Ihr Platz ist noch frei!“ – unter diesem Motto nimmt der Fahrgastbeirat mit Unterstützung von Fachleuten aus der Stadtverwaltung, der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH sowie gegebenenfalls anderer regionaler Busunternehmen seine Aufgaben wahr. Mehr Informationen dazu enthält ein aktuell herausgegebener Flyer, der im Info-Turm am Zentralen Omnibusbahnhof, im Kundenzentrum der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH, im Neuen Rathaus sowie in den drei Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de/fahrgastbeirat zu finden ist. Dort steht zum Download auch der Bewerbungsbogen zur Verfügung. Die Mitglieder des Fahrgastbeirates kümmern sich um alle Belange des Öffentlichen Personennahverkehrs in Göttingen. Dabei geht es zum Beispiel um Linienführungen und –netze, die Ausstattung und Gestaltung von Haltestellen oder um die Verbesserung von Fahrgastinformationen. Das Gremium tagt in der Regel alle drei Monate. Ständige Mitglieder sind Vertreter/innen des Behinderten- und des Seniorenbeirates, des Allgemeinen Studierendenausschusses der Universität sowie der Fahrgastverbände Verkehrsclub Deutschland e. V. und Pro Bahn e.V. Wer sich also für den öffentlichen Personennahverkehr in Göttingen engagieren will, muss nur den Bewerbungsbogen ausfüllen und an den Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung, Hiroshimaplatz 1-4, 37083 Göttingen, schicken, an die Faxnummer 0551 / 400-2810 senden oder an fahrgastbeirat@goettingen.de mailen. Die Bewerbung kann auch im Kundenzentrum der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH, Markt 3, Göttingen, beim VSN Service-Center am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) oder in den Verwaltungsstellen der Stadt Göttingen abgegeben werden.

27.9.10 / Die Stadt Göttingen sucht neun aus dem Kreis der Busbenutzer/innen stammende neue Mitglieder für ihren Fahrgastbeirat. Die Bewerbungsfrist läuft vom 1. Oktober bis zum 15. November dieses Jahres. Sechs Sitze in dem 15köpfigen Gremium sind an die Repräsentanten von verschiedenen Organisationen fest vergeben. Die Berufung in den Beirat erfolgt für drei Jahre. Die Mitarbeit im Beirat erfolgt ehrenamtlich. Eine Aufwandsentschädigung wird nicht gezahlt. . Die Mitglieder des Fahrgastbeirates kümmern sich um alle Belange des Öffentlichen Personennahverkehrs in Göttingen. Dabei geht es u.a. um Linienführungen und –netze, die Ausstattung und Gestaltung von Haltestellen oder um die Verbesserung von Fahrgastinformationen. Das Gremium tagt in der Regel alle drei Monate. Ständige Mitglieder sind Vertreter/innen des Behinderten- und des Seniorenbeirates, des Stadtschülerrates, des Allgemeinen Studentenausschusses der Universität sowie der Fahrgastverbände Verkehrsclub Deutschen e. V. und Pro Bahn e.V.
Unter www.mobile-goettingen.de steht der Bewerbungsbogen zum Download zur Verfügung. Bewerbungsborgen ausfüllen und an den Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung (Hiroshima – Platz 1-4, 37083 Göttingen) schicken, faxen (0551 / 400-2810 oder 400-623128) oder mailen (fahrgastbeirat@goettingen.de).

 

Kritik am Entwurf und Korrekturen des neuen Liniennetzes

Kritik des Fahrgastbeirates

18.11.13 // Für das neue Liniennetz hat die Stadt ihren Verkehrsbetrieben (GöVB) einen sehr engen finanziellen Rahmen vorgegeben. Eine weitere Vorgabe ist ein Ratsbeschluß (14.6.13) zum Nahverkehrsplan 2013-2017. Und ebenso wurde vom Rat schon 2010 ein Klimaschutzkonzept beschlossen das den CO2-Ausstoß reduzieren soll - dies bedeutet konkret Busse statt Autos. Schon diese drei Vorgaben sind kaum in Einklang zu bringen.

Der Fahrgastbeirat weist auf folgende Punkte des Nahverkehrsplans hin:
-- Gewerbegebiet Grone-Nord nicht ausreichend angeschlossen;
-- Geismar / Zietenterrassen teilweise überbedient;
-- Bedienung der Außenbereiche durch Regionalbusse statt durch GöVB;
-- Erschließung von Siekanger und Siekhöhe muß verbessert werden
-- Anbindung zwischen Rosdorf und Geismar muß verbesser werden
-- Holtenser Berg und das Industriegebiet Grone-Nord sind wichtige ÖPNV-Ziele

Allen diesen Punkte wird der Entwurf der GöVB nur unzureichend oder gar nicht gerecht.

Holtenser Berg und Grone Nord benachteiligt
Die beiden als „wichtige Ziele“ genannten Bereiche Holtenser Berg und Industriegebiet Grone-Nord würden sogar zum Teil deutlich schlechter als heute angebunden. Wir haben die große Sorge, dass die Angebotsverschlechterungen letztlich zu spürbaren Rückgängen bei der Zahl der Fahrgäste führen werden, nachdem hier im Jahr 2012 ein Rekordwert erreicht werden konnte. Der Fahrgastbeirat fordert den Rat der Stadt daher auf, seine Entscheidung über das zukünftige Liniennetz eng an seinem eigenen Beschluss zum Nahverkehrsplan anzulehnen. Eine Verschlechterung des heutigen Liniennetzes steht dem nach unserer Auffassung daher klar entgegen. Wir gehen letztlich davon aus, dass der ursprünglich gesetzte finanzielle Rahmen erweitert werden muss. Sollte der Rat dem bisherigen Entwurf zum Liniennetz dagegen ohne signifikante Änderungen zustimmen, so würde er seine eigenen früheren Beschlüsse zu den Klimaschutzzielen und dem Nahverkehrsplan nicht ernst nehmen und wäre daher gegenüber der Bevölkerung unglaubwürdig.

Kritik bei Bürgerversammlung auf dem Holtenser Berg
Busverbindung Holtenser Berg nach Weende und zum Klinikum beibehalten!
8.11.13 Auf einer Veranstaltung im Stadtviertel Holtenser Berg übten Bürgerinnen und Bürger heftige Kritik an den Plänen der GÖVB, die Busverbindung nach Weende ersatzlos streichen zu wollen. "Wie sollen wir dann zur Arbeit kommen, sollen wir jeden Tag eine Stadtrundfahrt machen?" meinten beispielsweise Mitarbeiter der Klinikums. Auch die direkte Anbindung zahlreicher Fachgeschäfte, Schulen und Fachärzte wäre abgeschnitten. Reinhard Neubauer als Initiator des Treffens: "Das neue Busnetz ist ein Sparnetz, es geht nicht um die Menschen, sondern darum die Auflagen des Zukunftsvertrages zu erfüllen." Einhellig unterstützten die Versammlungsteilnehmer, einen Vorschlag aus dem Bürgerforum in Weende am 29.10., die neue Linie 33 vom Klinikum in den Holtenser Berg auf dem Streckenverlauf der bisherigen Linie 12 zu verlängern, um das bisherige Angebot zu erhalten. Gerd Nier, Vorsitzender der GÖLinke-Ratsfraktion: "Wir werden dem neuen Busliniennetz ohne eine Anbindung zwischen Holtenser Berg und Weende nicht zu stimmen." (eingeladen hatte die GöLinke und die Partei DieLinke, Dr. Eckhard Fascher und Reinhard Neubauer)
Korrekturplanung Pressemitteilung der Stadt hierzu am 28.11.13
Die Verwaltung hat alle in verschiedenen Stadt- und Ortsteilen laut gewordenen Hauptkritikpunkte aufgegriffen und in ihren Entwurf für das Liniennetz ab 2014 eingearbeitet. Damit beschäftigt sich am 5. Dezember der Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke, abschließend am 13. Dezember der Rat der Stadt. Die Forderungen nach Überarbeitung betrafen vor allem den Wegfall der Direktverbindungen von Holtensen nach Weende und von Elliehausen zur Geschwister-Scholl-Gesamtschule sowie die aus Sicht der Betroffenen mangelhafte Anbindung des Altdorfes Geismar, des Quartiers um Merkel- und Calsowstraße, von Bovenden und Rosdorf sowie von Klausberg, Jugendherberge und Eichendorffplatz. Für alle Hauptkritikpunkte hat die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH Lösungen gefunden und in den Liniennetzentwurf eingearbeitet, der jetzt zur weiteren politischen Beratung ansteht. Ausdrückliche Zustimmung fanden während der Öffentlichkeitsbeteiligung die neue Systematik der Liniennummern, die stärkere Anbindung von Bahnhof und ZOB in den Morgenstunden, die Abschaffung der sogenannten Pulkfahrten in der Innenstadt sowie die im neuen Liniennetz vorgesehen Direktverbindungen. Alle Informationen zum fortentwickelten Liniennetz und zu seiner Überarbeitung finden sich unter www.liniennetz.goettingen.de

Verkehrsforum

Aula im Waldweg (ehemaligen Pädagogischen Hochschule) 2.12.13
Szenarien, Leitziele und Maßnahmen für den Göttinger Klimaplan Verkehrsentwicklung stehen im Mittelpunkt des ersten großen Verkehrsforums der Stadt mit dem die öffentliche Diskussion zur Verkehrsentwicklung bis 2025 eröffnet wird. Grundlage dafür soll der Klimaplan werden, der die städtische Verkehrsplanung mit der Göttinger Klimaschutz-Konzeption verknüpfen und im kommenden Jahr nach weiteren Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung verabschiedet werden soll. Zu den Zielen des Plans zählen die Reduzierung der Fahrleistung im Straßennetz, des Kraftstoffverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes sowie gleichzeitig eine Steigerung der Anteile des Fuß- und Radverkehrs und des öffentlichen Verkehrs. Interessierte Bürger/innen können nach einem Fachvortrag zu "Klima und Verkehr" in mehreren Arbeitsgruppen mit Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und Organisationen, der Kommunalpolitik, des Göttinger Verkehrsbeirates, der Wissenschaft, der Planungsbüros und der Stadtverwaltung über verschiedene Szenarien und Fragestellungen künftiger Verkehrsentwicklung diskutieren. Weitere Informationen unter www.goettingen.de/verkehrsentwicklung. (PM Stadt )

 

Parkplätze

Schritte in die richtige Richtung weiter gehen
Sowohl die Goetheallee als auch der Wilhelmsplatz und der Platz vor der Johanniskirche waren früher von Autos vollgestellt. Die folgenden Fotos zeigen die gezielte Entwicklung am Beispiel der Goetheallee von einem oberen Stockwerk des Gebhards Hotel aus fotografiert. Sie stammen aus der Broschüre "Die Entwicklung der Göttinger Innenstadt, Planungsleitbild 1988", das sich mit den Veränderungen 1975-1988 und zukünftigen Entwicklungen beschäftigt, herausgegeben im September 1989 vom damaligen Oberstadtdirektor Hermann Schierwarter.



Das obere Bild zeigt die Goetheallee zu einer Zeit als sie nahezu vollständig aus Parkplätzen bestand.

Das untere Bild zeigt die seit 1988 bestehende Situation mit Parkbuchten, breiteren Gehwegen und verengter Strasse.

Selbst die entschiedensten VerfechterInnen von mehr Parkraum in der Innenstadt werden beim Betrachten dieser Bilder sicherlich nicht mehr zu den damaligen Verhältnissen zurückkehren wollen.

Diese vorgezeichnete Entwicklungsrichtung ist auch Ziel der Aktion "Parkingday" - Schaffung von mehr urbaner Lebensqualität durch "Umnutzung" von Parkfplätzen.

 

 

Unfälle

Nach tödlichem Unfall in der Kiesseestraße : VCD fordert Tempo 30
3.2.09 / Der VCD Göttingen / Northeim fordert angesichts des tödlichen Unfalls in der Kiesseestraße die Einrichtung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts.(...) Es ist eine Binsenweisheit, die Leben retten kann: Je langsamer ein Auto fährt, desto kürzer ist der Anhalteweg. Bei 50 km/h beträgt der Anhalteweg fast 28 Meter. Bei Tempo 30 kommt ein Auto dagegen schon nach 13 Metern zum Stehen. Die Wucht des Aufpralls steigt überdies im Quadrat der Geschwindigkeit. Die Folge: Bei Tempo 50 enden acht von zehn Unfällen mit Fußgängern tödlich. Bei Tempo 30 sterben zwei bis drei von zehn Angefahrenen. (...). Fußgänger, Radfahrer, ältere Menschen, Behinderte und insbesondere Kinder werden einfach besser geschützt! Ein positiver Nebeneffekt wäre, dass Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit im Stadtgebiet helfen würde, den Schilderwald zu lichten: Nur die auszunehmenden Tempo 50-Straßenzüge wären zu kennzeichnen. Der in Göttingen politisch entstandene, völlig unübersichtliche Flickenteppich von Tempo 30-Zonen, Tempo 30/50/60-Straßen würde somit verschwinden. Es würde für alle Verkehrsteilnehmer übersichtlicher werden. Intelligente Ampelschaltungen könnten dafür sorgen, dass insbesondere der Busverkehr keine nennenswerten Fahrzeiteinbußen erfährt. (...) Die Verkehrsplanung in Göttingen darf nicht länger aus der Windschutzscheibenperspektive entschieden werden. Die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer dürfen nicht die Leidtragenden dieser Planung sein. (siehe auch die goest-seite Verkehr)


Sterben und Verletzt-Werden durch Autoverkehr

Juni 2004 / Bundes-, landes- und kreisweit geht die Zahl der Verkehrstoten in erster Linie dank der verbesserten Unfall- und Rettungsmedizin zurück. Trotzdem – 18 Tote im Straßenverkehr pro Tag in Deutschland sind nicht akzeptabel, im Zug oder Flugverkehr würde eine solche Zahl von tödlich verletzten Personen zu einem kollektiven Aufschrei führen. Schon 1997 beschloss die schwedische Regierung das Ziel Vision Zero – Null Verkehrstote ganz oben auf die Prioritätenliste zu setzen und mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog zu verfolgen. Seitdem haben Dänemark, das Vereinigte Königreich; die Niederlande und die Schweiz ähnliche Programme gestartet – mit messbarem Erfolg.
Besonders idiotisch ist es, wenn in Wohnviertel die Tempo 30 - Zonen wieder abgeschafft werden, wo doch ganz klar erwiesen ist und sowieso jedem gleich einleuchtet, dass hierdurch ein Gefährdungsrückgang erzielt wird. In Graz (Österreich) hat das flächendeckende Tempolimit einen Rückgang der Unfälle um 22 % gebracht.

verkehrsunfall04_2.JPG (21479 Byte)In Stadt und Landkreis Göttingen gab es im Jahr 2003 1.126 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. 16 Menschen starben dabei, 163 wurden schwer, 1.287 leicht verletzt. Im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen betrugen die Sachschäden allein 45 Millionen Euro im Jahr 2002

Bild: Unfall am Freitag den 4.6.04 Berliner Str. Ecke Godehardstr.

Ebenfalls an der Berliner Straße, Einmündung Godehardstrassa - Ein Auto rast auf den Bürgersteig zu - wird durch ein Straßenverkehrsschild gestoppt. (18.11.06)

Schlimm ist es, wenn es die Schwächeren trifft:

Verkehrsunfall Godehardstrasse Rechtsabbieger war mit Radfahrer kollidiert

Zwar hat sich die Zahl der getöteten und verletzten KFZ-FahrerInnen und –Insassen gegenüber dem Vorjahr reduziert, bei den übrigen VerkehrsteilnehmerInnen, seien sie nun zu Fuß, mit dem Rad, Moped oder Motorrad unterwegs, ist sie jedoch angestiegen.

verkehrsunfall04.JPG (29848 Byte)

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Na also - geht doch - Ampel wieder in Betrieb

10.8.06/ Nach anfänglicher Ignoranz reagieren die Behörden Wochen später doch. BürgerInnen baten um Sicherung der Überwege an einer vielbefahrenen Kreuzung, die Verantwortlichen stellten sich stur. Die BürgerInnen luden Ratsherren ein zur Besichtigung und gingen an die Öffentlichkeit. Trotzdem gab es immer noch geradezu zynische Antworten. Nun endlich nach etlichen Wochen wurde eine vorhandene Ampel wieder eingeschaltet.

Am 10.8.06 konnten wir feststellen, dass 3 Wochen nach unserem Artikel endlich die Ampel wieder eingeschaltet wurde. Wir fragen uns und die zuständigen Stellen "Warum nicht gleich so?" Hat vielleicht doch geholfen, dass ein paar Ratsherren die Kreuzung besichtigt hatten? Das wäre beruhigend, wenn das ignorante Verhalten wenigstens gegenüber den demokratisch gewählten Ratsherrn begrenzt wäre. Vielleicht konnte auch die Veröffentlichung in GOEST auch etwas dazu beitragen, dass der Protest einiger Mütter gegen das Abschalten der Ampel nicht ungehört verhallte.

20.7.06 / Die Vorgeschichte: AnwohnerInnen protestieren - Verwaltung ignoriert
An der Kreuzung Königsallee / Hagenweg finden bis September Straßenbauarbeiten statt. Die Fußgängerüberwege sind nun verschwunden, die Ampel abgeschaltet. Hier fahren sehr viele Autos, gleichzeitig ist der Kreuzungsbereich nun durch S-Kurvenführung der Straße um die Baustelle herum für Autofahrer unübersichtlich. Die Überquerung der Straße ist insbesondere f ür alte Menschen und Kinder gefährlich geworden. AnwohnerInnen fordern daher dringend einen Ampelbetrieb oder andere Sicherungsmaßnahmen. Die Baustellenleitung und die Verkehrsbehörde haben jedoch nichts dergleichen unternommen.
Nun hatten sie mit Hilfe von Dörthe Wilbers aus dem Büro der Weststadtkonferenz Politiker aus dem Rat zur Ortsbesichtigung am 19.7.06. eingeladen. Frank-Peter Arndt (SPD) , Uli Holefleisch (Grüne) und Holger Welskop (CDU) haben die Problematik vor Ort sofort eingesehen und ihre Unterstützung bei der Behebung des Mangels zugesagt. Anscheinend ignoriert die zuständige Verwaltung jedoch nicht nur die Beschwerden von BürgerInnen sondern auch die Initiative der Ratsherren.

Auf Anfrage von GOEST per E-Mail an den Leiter der verantwortlichen Abteilung Stadtentwässerung/Kanalbau Herrn Jütting erreichte uns eine Antwort von "Beschwerdemanager" Herrn Westphal in der es heißt: "Die von Ihnen angesprochene Ampel kann bedingt durch die umfangreichen Bauarbeiten der Leitungsträger und anschließend wegen des Straßenausbaus nicht eingeschaltet werden. Da derzeit Schulferien sind, entfällt die Schulwegsicherung. Für Erwachsene ergeben sich ausreichend Fahrzeuglücken, die ein Queren ermöglichen. Die Beschilderung wir[d] kurzfristig noch durch Fußgängerwarnschilder ergänzt. Sollte die Baumaßnahme zu Beginn des neuen Schuljahres an dieser Stelle noch nicht abgeschlossen sein, so wird eine erneute Überprüfung erfolgen."

Zur Illustration haben wir ein Video zum Download mit ca. 5 MB . ( .mov-datei) und dazu ein entsprechendes Bild der Woche mit dem Film der Woche veröffentlicht.

Kommentar: "Ausreichend Fahrzeuglücken" das ist eine zynische Begrifflichkeit voller Ignoranz gegenüber BürgerInnen die ein Problem gemeldet haben. Wer solcherlei Auffassung vertritt, den sollte man zur Strafe einen ganzen Tag zur Begleitung der Fussgänger dort an die Kreuzung stellen. Er sollte einmal ein paar Kinder vom nahen Kindergarten abholen, mit einem Kinderwagen in der einen und einem Kind an der anderen Hand die Straße überqueren. Vielleicht ist es auch erkenntnisfördernd, wenn Herr Jütting oder Herr Westphal an der problematischen Kreuzung im Bereich Königsallee ältere Menschen über die Straße begleiten. Wenn die Verwaltung nun nicht einmal auf die Ratsherren hört und weitermacht wie bisher, dann bleiben den AnwohnerInnen nur weitere Protestes und Selbsthilfeaktionen.


Ratsherren beim Ortstermin Königsallee/Hagenweg: Autofahrer sind durch die Strassenführung irritiert, die Ampel ist ausgeschaltet, FussgängerInnenwerden bei Überquerung der Straße gefährdet.


Mütter im Gespräch mit Ratsherrn und Presse v.l.n.r Frank Peter Arndt (SPD); daneben ein Journalist, dann Holger Welskop (CDU), Uli Holefleisch (Grüne), Dörthe Wilbers (Weststadtkonferenz) - am 19.7.06 auf dem Spielplatz in der Pfalz-Grona-Breite, Ecke Hagenweg

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Autobahnausfahrt Rosdorf?

26.09.04 / "...das Verkehrsministerium des Landes Niedersachsen (hat) jetzt erklärt, dass es an Plänen zum Bau eine reguläre Autobahnauf- und abfahrt an der Raststätte Rosdorf festhalten will. Der Vollausbau der heute dort vorhandenen Behelfsausfahrt solle ca. 2,2 Mio. Euro kosten. "Mit diesem Ausbau würde die im Bau befindliche Nord-Ost-Umgehung von Rosdorf zu einem Autobahnzubringer", "Laut vorliegenden Verkehrsprognosen würde sich die Verkehrsbelastung gegenüber alten Kalkulationen verdoppeln." Wie Kinder und Jugendliche die östlich der Trasse gelegenen Sportplätze künftig auf sicherem Wege erreichen könnten, interessiere das Verkehrsministerium offenbar nicht. Das sei eine Angelegenheit der Gemeinde Rosdorf. Kinder und Jugendliche müßten künftig den Autobahnzubringer queren oder durch einen niedrigen und dunklen Tunnel gehen, der bei starken Niederschlägen unter Wasser steht."