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Autobahn A 7 / Bereich Göttingen


Abgase in Göttingen durch Tempo 120 auf der A7 reduzieren
Lärmschutz durch Tempolimit
Folgenschwerer LKW-Unfall mit Gefahrgut
2010 / Verkehrschaos im Raum Göttingen

> Verkehr
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Abgase in Göttingen durch Tempo 120 auf der A7 reduzieren

Ministerium blockiert Göttinger Ratsvotum zur Geschwindigkeitsbegrenzung.

23.12.16 / Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr lehnt es ab, den Ratsbeschluss der Stadt Göttingen zu unterstützen und die Geschwindigkeit auf der A7 im Bereich Göttingens zu reduzieren
"..die unglaubliche Verkehrsbelastung von rund 67.000 Fahrzeugen pro Tag hinterlässt ihre Spuren im Leinetal. Ein großer Teil der Abgasbelastungen und circa 40 Prozent der CO2-Emissionen im Stadtgebiet werden durch den Autobahnverkehr hervorgerufen. Eine Geschwindigkeit von 120 km/h ist keine ‚Verkehrsbeschränkung‘, wie es in dem Antwortschreiben des Ministeriums heißt, sondern das probate Mittel, um die Unfallzahlen weiter zu reduzieren, Atemwegserkrankungen durch Feinstaub- und Stickoxidbelastungen zu verringern und klimapolitisch verantwortlich zu handeln.
Der Stadtverband der Grünen fordert das Ministerium daher nachdrücklich auf, diese Entscheidung zu revidieren und den Göttinger Bürgerwillen - den Wunsch nach sauberer Luft - endlich ernst zu nehmen." Stadtvorstand Bündis90/DieGrünen 15.12.16

Automobilindustrieverband VDA gegen Autobahn-Tempolimit
Der Verband der Deutschen Automobilindustrie VDA ist ein entschiedener Gegner von Tempolimits. Da wird argumentiert, die Lastwagen wären so laut, dass die Geschwindigkeitsreduzierung bei PKWs gar keine Rolle spielen würde (Zitat). "das Geschäftsmodell der exportorientierten Autoindustrie würde in Frage gestellt. Kein deutscher Politiker legt sich in Deutschland freiwillig und ohne Not mit der Autoindustrie an. Gleiches gilt auch für den ADAC mit rund 18 Millionen Mitgliedern." (Zitat)

Niedersächsischer Wirtschaftsminister - Freund der Automobilindustrie?
Zwar ist die SPD (wenn sie in der Opposition ist) für Tempolimits. Der für diese Entscheidungen zuständige Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies (SPD) ist Mitglied im Aufsichtsrat der Volkswagen AG und arbeitete als Diplom-Ingenieur und arbeitete "in einer Reihe von Entwicklungsprojekten insbesondere im Bereich der Automobilindustrie." (Quelle)

 

Lärmschutz durch Tempolimit auf der A7

Wohnquartier Lärmschutz-Sanierungsfall
Sollte das Wohnquartier am „Blookweg“ eine Satzung als Allgemeines Wohngebiet (WA) erhalten, dann würde für dieses Wohnquartier „Aufgrund der Lärmemissionen durch die Autobahn....der Sanierungsfall entstehen“, Schon 2006 habe die Lärmbelastung den nächtlichen Sanierungswert von 57 dB(A) um zwei dB(A) in einem WA-Quartier überschritten. Durch den inzwischen durchgeführten Anschluss des Güterverkehrszentrum und des Gewerbegebietes Weende hat der Schwerlastverkehr und somit die Lärmbelastung erheblich zugenommen. Mit der Erschließung des 'Dragoner Angers' zum Industrie- und Gewerbegebiet mit Affinität zur Logistik ist mit einer weiteren Lärmsteigerung zu rechnen. Die Sanierungsgrenzwerte sind zu hoch. Die Lärmbelastung durch Verkehr ist das Lärmproblem Nummer Eins." Als Vertreter*innen der Grünen äußerten sich entsprechend Dr. Harald Wiedemann, Editha Reiß und Stefan Wenzel 18.10.16 /

"Lärmschutz-BürgerInitiative"
22.12.16 / Dr. Harald Wiedemann, Mitglied der Ratsfraktion der Grünen meldete sich im Dez. 2016 erneut, diesmal im Namen einer Bürgerinitiative "Lärmschutz für Elliehausen":
"Lärm macht krank! Eine Erkenntnis für die man nicht besonders geschult sein muss. Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ist diese Erkenntnis wohl abhandengekommen oder hat sie niemals besessen. Nur so kann man die ablehnende Haltung des Ministeriums nachvollziehen, im Bereich von Göttingen auf der BAB A7 keine Geschwindigkeitsbegrenzungen für PKWs und Zweiräder einzuführen. Obwohl Niedersachsen im Vergleich der 16 Bundesländer (spiegel online v. 14.12.16) keine guten Noten erhält: beim Klimaschutz landet Niedersachsen auf Platz 15, beim Lärmschutz auf Platz 11, bei der Luftqualität auf Platz 12, scheint dies für das Ministerium keine Motivation zu sein, die Niedersachsen, insbesondere die Göttinger aufgrund ihres Ratsantrages vor verkehrsbedingten Gesundheitsschäden zu bewahren. Deshalb fordert die Bürgerinitiative "Lärmschutz für Elliehausen" das Ministerium, aber ebenso die niedersächsischen Landtagsabgeordneten auf, dem Wunsch der Göttinger und natürlich auch der Elliehäuser auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn A7 zu folgen".

 

 

Folgenschwerer LKW-Unfall mit Gefahrgut

Informationen durch Landkreisverwaltung

Update 21.12.14 Info 8 Uhr: Die Fahrbahn Richtung Hannover ist ab Sonntag Morgen wieder frei.Auf der Spur in Richtung Kassel muss die Fahrbahndecke abgefräst und eine neue Asphaltdecke aufgetragen werden. Das wird bis zum Abend des 21.12. dauern. Der Verkehr in Richtung Süden wird weiterhin umgeleitet. Auf den Umleitungsstrecken kann es zu Verkehrsbehinderung kommen.

Stand Samstag, 20. 12 .14 , 17:15 Uhr
Die Bergung des Gefahrguts aus dem Wrack des verunglückten LKW ist seit 16:40 Uhr am Samstag abgeschlossen . Die Warnung der Anwohner, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten, ist aufgehoben. Noch steht aber das Unfallfahrzeug auf der Autobahn. Fahrbahn und Fahrzeug müssen jetzt dekontaminiert werden. Das wird voraussichtlich bis in die kommende Nacht dauern. Höchstwahrscheinlich muss zudem ein Teil der Fahrbahndecke abgefräst werden . Wann die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, ist nicht absehbar. Laut aktueller Lagemeldung der Einsatzleitung sind an diesem Samstag 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren , des Technischen Hilfswerks , der Polizei und der Hilfsdienste im Einsatz. Am gestrigen Freitag waren es 140 , die Nacht über waren 170 Helferinnen und Helfer am Einsatzort. Sie arbeiteten zum Teil in Schutzausrüstung, zeitweise waren bis zu 95 Einsatzkräfte mit Chemieschutzanzügen am Unfallort gefordert. Die Helferinnen und Helfer kommen aus den Landkreisen Göttingen, Northeim , Osterode am Harz und Kassel.

Stand Freitag 19.12.14 / 18 Uhr

Auf der A 7 zwischen Raststätte Göttingen und Anschluß Göttingen, auf der Höhe kurz vor Groß Ellershausen / Kaufpark ist ca. 7.35 Uhr am Freitag morgen den 19.12.14 ein Gefahrgut-LKW umgestürzt und in Brand geraten. Die geladenen "Schädlingsbekämpfungsmittel" (Rattengift) enthielten Aluminiumphosphid das bei Kontakt mit Wasser >>Phosphorwasserstoff bildet. Da es regnete traten äußerst giftige Gase aus. Anwohner_innen und Autofahrer_innen sollten vorsichtshalber Fenster und Türen geschlossen halten. Ausbreitungsrichtung mit der Windrichtung ist zZt Nord-Ost. Es laufen Lautsprecherdurchsagen in den anliegenden Ortschaften und Warnhinweise im Rundfunk. Vorübergehnd wurde auch die nahegelegene ICE-Trasse gesperrt. Ab 10 Uhr bildeten sich keine weiteren Gase.

Die Vollsperrung der A7 dauert an. Lt. NDR "mindestens bis Montag 23.12.14 an, weil der Straßenbelag (großporiger Flüsterasphalt) abgetragen werden muß in dem sich die giftigen Substanzen befinden.
Die meisten Hauptverkehrstraßen in Göttingen waren am Freitag durch Umleitungsverkehr überlastet. Der Verkehr brach teilweise zusammen

Eventuell beim Unfall und den Löscharbeiten in die Umwelt gelangtes Gift ist hochgiftig. Es gefährdet jetzt vor allem Tiere. Wenn Tiere daran verenden sind auch jene Tiere, die diese Tiere fressen gefährdet. (Bekannt bei Hunden, die vergiftete Ratten gefressen haben)

Polizeimeldung: 19.12.14 / 16 Uhr
Bisher ist bekannt, dass in Fahrtrichtung Süden ein mit 80 Fässern Aluminiumphosphit beladener Sattelzug aus Flensburg gegen 07.35 Uhr aus unbekannter Ursache die Mittelschutzplanke durchbrochen hat und quer über Nord- und Südfahrbahn auf die Seite kippte. Ein in Richtung Norden fahrender PKW aus Thüringen fuhr in den umgekippten LKW. Dabei verstarb der 25-jährige PKW-Fahrer noch an der Unfallstelle. Seine 28-jährige Beifahrerin wurde leicht verletzt, der 45-jährige LKW-Fahrer verletzte sich schwer. Beide wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Nach dem Unfall fing der Sattelzug Feuer. Dadurch entstanden vorübergehend giftige Gase. Das Feuer wurde mit größeren Mengen Pulver gelöscht. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiteten im Gefahrenbereich der Unfallstelle mit Schutzanzügen. Vorsorglich wurden Anwohner in Mengershausen und Grone-Süd über Rundfunk und Lautsprecherdurchsagen gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen 10.00 Uhr war der Brand gelöscht und es bildeten sich keine weiteren Gase. Auch der Bahnverkehr auf der nahegelegenen ICE-Strecke wurde vorübergehend eingestellt. In den Unfall war auch ein 60-jähriger Passatfahrer aus Fulda verwickelt, der in gleicher Richtung wie der Sattelzug fuhr und den Auflieger touchierte. Der Mann blieb aber unverletzt. Vier weitere PKW fuhren über umherliegende Trümmerteile des LKW, die Fahrer blieben ebenfalls unverletzt. Die Bergung der Ladung ist bereits angelaufen und findet unter größten Sicherheitsvorkehrungen statt. Es wird weiterhin mit Vollschutz-Anzügen gearbeitet, da der Gefahrstoff giftige Gase bildet, wenn er mit Wasser in Verbindung kommt. Wann die Fahrbahnen oder Teile davon wieder für den Verkehr freigegeben werden können, ist noch nicht absehbar. Auf sämtlichen Umleitungsstrecken, insbesondere im südlichen Landkreis kam der Verkehr teilweise zum Erliegen. Eine Schadenssumme kann noch nicht genannt werden.

Stand 19.12.14 /17.20 Uhr (Vielzahl von Quellen, u.a.: NDR-Info, GT, HNA, Polizei)

 

2010 / Verkehrschaos im Raum Göttingen -
Montag 23.8. - Dienstag 24.8.10 (Last update 13.52 Uhr)

Die A7 Kassel Richtung Hannover war zwischen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg wegen Aufräumarbeiten nach einem Erdrutsch am Montag den 23.8.10 bis Dienstag 24.8.10 ca. 13 Uhr gesperrt. Die Sperrung ist seitdem wieder aufgehoben. Die Staulänge wurde zwischen 4 bis 10 km angegeben - Stau vor der Abfahrtstelle Göttingen Nord in Richtung Hannover 4 km.
Als Umleitung wurde die Abfahrt Göttingen-Nord über die U7 angegeben. Auf der gesamten U7/B3 standen am Dienstag um 8 Uhr die Fahrzeuge im Stau - durch den LKW-Unfall reichte der Stau auf der B3 bis nach Northeim.

Am Montag waren auch Königsallee und Hagenweg sowie Rinschenrott dicht und durch Rückstau dann auch der Maschmühlenweg. Am Dienstag lief der Umleitungsverkehr vorwiegend über den Autobahnzubringer zur B 3. Im Bereich Grone war auch am Dienstag der Verkehr zusammengebrochen.
Schwertransporte sollten Park- und Rastplätze anfahren, wenn keine Genehmigung für die Umleitungsstrecken vorliegt. Da die Parkplätze für Schwertransporte der Raststätte Göttingen am Dienstag um 9 Uhr bereits überfüllt waren sollten diese Schwertransporte auf der A7 möglichst früh vor Göttingen Rastplätze aufsuchen.


Karte: Stadt Göttingen Verkehrsausschuss 2008 Umleitungsstrecken schwarze Linie /

"Ein Sprecher der Polizei sagte, jeglicher Straßenverkehr sei nahezu zum Erliegen gekommen. Göttingen ersticke im Verkehrskollaps. Man habe Versuche, den Verkehr zu regeln, weitgehend eingestellt. Die Autobahn bleibt zwischen den Anschlußstellen Göttingen-Nord und Nörten Hardenberg voraussichtlich bis heute Abend in Richtung Norden gesperrt. Arbeiter sind damit beschäftigt, die Erde wieder aufzuschütten." Zitat NDR 3 10.45 Uhr

In der Nacht von Montag 23.8. auf Dienstag ist auf der Umleitungsstrecke U7/B3 ist ein schwerer Unfall mit einem Lastwagen passiert und blockiert den Umleitungsverkehr. Die B3 ist in Richtung Göttingen ist zwischen Northeim/B241 und Nörten-Hardenberg nach einem LKW-Unfall gesperrt. Auf der zweispurigen Bundesstraße ist ein LKW zwischen zwei Bäumen an der ca. 1,5 Meter tiefe Böschung in Schieflage gekommen über den parallellaufenden Radweg weiter die nächste tiefere Böschung insgesamt 2-3 Meter abgerutscht und hat seine Ladung verloren. Bei der Bergung einer Vielzahl von Kartons ist ein Kran im Einsatz, der die gesamte Fahrbahnbreite benötigt. (Stand: 24.8.10, 11 Uhr). Um 12 Uhr war die B 241 aber wieder geräumt.

Die A 7 vor der Abfahrtstelle Göttingen Nord und der Autobahnzubringer von der Ausfahrt Göttingen Nord zur Umleitungsstrecke U 7 über die B 3 Richtung Nörten-Hardenberg war extrem überlastet. (Foto: Dienstag 11.30 Uhr)

 

 

 

Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf der A 7, Laubacher Berg
2014 waren es 50.776 Überschreitungen .
2013 waren es 34.830
Überschreitungen
Die deutlichen Unterschiede zum Vorjahr sind darauf zurückzuführen, dass die Messanlage für die mittlere Spur seit dem 23.September 2013 aufgrund notwendiger Fahrbahnsanierungen außer Betrieb war.