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Mayday der Prekarisierten
Goest-Redaktion zum 1. Mai 2007
> 1. Mai Aufruf der Arbeitslosen (1998)

 

 1. Mai 2017

Programm des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB Göttingen bzw. Südniedersachsen zum "Tag der Arbeit" . Als Motto wurde bekannt gegeben: "Wir sind viele. Wir sind eins." [Anmerkung goest: entscheidend dabei ist, wer mit "Wir" gemeint ist. Dazu heisst es in der Erklärung des DGB ] "Wir sind Junge und Alte, Frauen und Männer, Migrantinnen und Migranten, Beschäftigte, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner. Wir sind eins, weil wir solidarisch für mehr soziale Gerechtigkeit kämpfen und für eine Gesellschaft stehen, die die Würde der Menschen auch in der Arbeitswelt respektiert und schützt", "für eine soziale, tolerante, demokratische und solidarische Gesellschaft in Deutschland und in Europa"
"Wir wollen einen Staat, der eine zukunftsfähige Infrastruktur aufbaut und pflegt, bezahlbare Wohnungen baut. Es soll einen öffentlichen Dienst geben, der seine Aufgaben gut erfüllen kann. Rentnerinnen und Rentner haben ein Recht auf ein Leben in Würde. Dass Kinder, die unsere Zukunft sind, ein Recht auf gute Bildung haben. Und es ist auch eine Frage der Gerechtigkeit, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können."

Göttingen

Sonntag, 30. April, um 11 Uhr Gottesdienst in der St. Johanniskirche. Mitwirkende sind Superintendent Friedrich Selter, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt >>KDA -Pastor Stephan Eimterbäumer und DGB-Regionsgeschäftsführer Lothar Hanisch. An der Orgel sitzt Martin Kulle.

Montag, 1. Mai, 10:30 Uhr Demonstration ab Platz der Synagoge. Um ca. 11:15 Uhr hält der Demo-Zug beim Gänseliesel für kurze Redebeiträge. Der 1. Mai wurde dieses Jahr in Göttingen von einem Jugendbündnis konzipiert und enthält einige Neuerungen. Dann geht es weiter zum eigentlichen Kundgebungsort auf dem Albaniplatz. Um 12 Uhr beginnt die Maikundgebung - Begrüßung durch den DGB-Kreisvorsitzenden Lothar Hanisch. D
- Mairede Thomas Fischer vom DGB-Bundesvorstand, Abteilungsleitung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik.
- Wortbeitrag von ver.di,
- Wortbeitrag von IG BAU
- Wortbeitrag von Metall.
- Musik Eyala Music Band
- Musik Hidden light.
- "Familien-und Kulturfest" bis 15 Uhr
Stände mit Essen, Getränke, und Infos von Gewerkschaften sowie Initiativen und Gruppen Angebote für Kinder.

Maiveranstaltungen des DGB in Südniedersachsen

  • Northeim
    28.04.- 02.05. Maivolksfest auf dem Mühlenanger
    1.05. 10:30 Uhr Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Marktplatz anschließend Demonstrationszug zum Mühlenanger, 11 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger, Begrüßung Ortsverbandsvorsitzende Erika Goebel, Grußwort stellv. Bürgermeister Wolfgang Haendel, Mairede GEW-Landesvorsitzender Eberhard Brandt, 12:30 - 14 Uhr Kinderbelustigung und ermäßigte Preise;
  • Einbeck 1.5., 11 Uhr Maikundgebung auf dem Möncheplatz, Begrüßung Betriebsratsvorsitzender bei Hahnemühle FineArt Frank Marquardt, Mairede Birger Langenströer von der IG BCE Alfeld, Musik Tatjana und Markus von Catuna Jam, AWO-Stand mit Kaffee und Kuchen, Info-Stände der Gewerkschaften, Kinderschminken, Luftballonwettbewerb;
  • Hann. Münden 1.5., 10:30 Uhr Demonstrationszug ab Schlossplatz, 11 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus, Begrüßung Ortsverbandsvorsitzender Axel Nelges, Grußwort Bürgermeister Harald Wegener, Mairede Wilfried Hartmann vom IGM-Bezirk; Musik Drum & Bugle Corps "Red-Stars";
  • Osterode 1.5., 10:30 Uhr Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode, Begrüßung Kreisvorsitzender Klaus-Richard Behling, Grußworte Karl-Heinz Hausmann MdL und Bürgermeister Klaus Becker, Mairede Thomas Domke vom DGB-Bezirk, Musik von Heiko Wiedemann, für Essen und Getränke ist gesorgt;
  • Goslar 1.5., 10 Uhr Treffen an der Kaiserpfalz zur Demo mit Zwischenstopps, kurzen Reden und Aktionen, 11 Uhr Maikundgebung am Museumsufer des Goslarer Museums, Eröffnung Kreisvorsitzende Susanne Ohse, Mairede Geschäftsführer Sebastian Wertmüller vom ver.di-Bezirk, Musik Chill out Bluesband, Hannover anschließend Familienfest;
  • Bad Harzburg 1.5., 11 Uhr Maikundgebung im unteren Badepark, Eröffnung Ortsverbandsvorsitzender Manfred Finger, Mairede Joachim Schwiderke von ver.di Göttingen, Musik Sösespatzen aus Osterode, für Essen und Getränke ist gesorgt;
  • Langelsheim 1.5., 10 Uhr Maiveranstaltung auf dem Freiheitsplatz anschließend Familienfest der IG BCE Ortsgruppe Langelsheim, Mairede Mirko Richter von IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz, Musik Phönixchor Langelsheim, für Essen und Getränke ist gesorgt.

 

1. Mai in Göttingen 2016

10:30 Demonstrationszug ab Platz der Synagoge

11:30 Maikundgebung auf dem Rathausmarkt
Begrüßung Lothar Hanisch, DGB-Kreisvorsitzender
Mairede Dr. Dierk Hirschel, ver.di-Bundesvorstand (bis 2010 "Chefökonom" des DGB in Berlin
)
Wortbeiträge ver.di, IG BAU, IG Metall
Musik Micula and Friends, Essen, Getränke, Info-Stände von Gewerkschaften, Initiativen und Gruppen, Angebote für Kinder

"Solidarität zwischen arbeitenden Menschen, Generationen, Starken und Schwachen, Bundesbürgern und Flüchtlingen"

Unter dem Motto "Zeit für mehr Solidarität" ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund in der Region Südniedersachsen-Harz am 1. Mai 2016 zur Beteiligung an gewerkschaftlichen Demonstrationen und Maifeiern in neun Orten auf. Der DGB stellt zum diesjährigen Tag der Arbeit die Solidarität zwischen arbeitenden Menschen, Generationen, Starken und Schwachen, Bundesbürgern und Flüchtlingen als notwendiges Gegenprogramm zu Lohndumping, sozialen Kürzungen, Ausgrenzung und Hass in den Mittelpunkt. DGB-Vorsitzender Lothar Hanisch wird in einer Eklärung zitiert mit den Worten: "Die Einhaltung von Tarifverträgen und des gesetzlichen Mindestlohns sind wesentliche Voraussetzungen um bundesdeutsche wie auch mobile Arbeitnehmer sowie Geflüchtete zu schützen. Es ist ein Irrweg gerade die Geflüchteten zeitweise oder dauerhaft von Regulierungen und Mindeststandards am Arbeitsmarkt auszunehmen: Weder entstehen hierdurch neue Arbeitsplätze, noch verbessern sich die Arbeitsmarktchancen."

"Korrektur" der Maiankündigung durch Orts- und Kreisverbandsvorsitzende - Ein Zeichen für Spannungen innerhalb des DGB in Bezug auf das Thema Flüchtlinge?

25.4.16 / Nach der Bekanntgabe der regionalen Maiveranstaltung kam es zu einem auffälligen Nachklapp. Etliche Tage später wurden zusätzlich zum Ankündigungstext und Zitat von Lothar Hanisch IGMetall-Mitglied und DGB Vorsitzender der Region Südniedersachsen-Harz eigene Merksätze von DGB-Orts- und Kreisvorsitzenden nachgereicht und in der Versendung als "Korrektur" bezeichnet. Offensichtlich hat diesen DGB-Vertretern folgende Formulierung gefehlt, den alle wortgleich zur Korrektur ergänzt wissen wollten:„Der Staat muss finanziell wieder handlungsfähig werden! Seit vielen Jahren wird an falschen Stellen gespart. Wir sagen: Starke Schultern müssen endlich wieder mehr tragen: Durch höhere Steuern bei Spitzeneinkommen, großen Erbschaften und Kapitalerträgen finanzieren wir Investitionen und können zugleich Staatsschulden abbauen. Auch das ist solidarisch!“
DGB-Ortsbandvors. Hann.Münden Axel Nelges,
DGB-Ortsverbandvors Uslar Matthias Rieger
DGB-Kreisverbandvors Osterode Klaus-Richard Behling.

 

30.4.16 Jugend - Musikveranstaltung
18 Uhr Campus hinter dem Blauen Turm

Rogue Steady Orchestra (SchurkensSka aus Göttingen
S.P.Musiv Refugee Band aus Hannover
Ego vs. EMO Balkan Breakbeat aus Göttingen

DGB Jugend Göttingen, ver.di Jugend Göttingen, ver.di U35, IG Metall Jugend Südniedersachsen-Harz, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend, Sozialistische Jugend – Die Falken, Jusos Göttingen, Anatolisches Kulturzentrum Göttingen e.V., redical M, Supporters Crew 05, Basisdemokratische Linke Göttingen, HBS-StipendiatInnen Göttingen

 

Veranstaltungen in der Region

Zu der Zusammenarbeit mit den Kirchen vgl. die Anmerkungen über >Kirche als Arbeitgeber , die Kumpanei mit Jäger-Corps und Schützengesellschaft ist ebenso fragwürdig.

Northeim
30.04.- 08.05. Maivolksfest auf dem Mühlenanger
1.5. / 10:00 Evangelischer Gottesdienst auf dem Münster Posaunenchor Eddigehausen und Bovenden Dialogpredigt: Superintendent Jan von Lingen, ev.-luth. Kirchengemeinden in der Region Northeim, und Pastor René Lammer, ev.-reformierte Kirche Northeim
10:45 Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Münster. Demonstrationszug zum Mühlenanger
11:30 Maikundgebung auf dem Mühlenanger , Begrüßung Erika Goebel, Ortsverbandsvorsitzende, Grußwort Wolfgang Haendel, stellv. Bürgermeister , Mairede Birger Langenströer, IG BCE Alfeld
12:30 – 14:00 Kinderbelustigung und ermäßigte Preise
2.5., 10:00 DGB-Seniorenfrühstück, BGS-Schießhaus, nur mit
Berechtigungsschein, der am 1. Mai während der Kundgebung verteilt wird.

Einbeck
1.5., 11:00 Maikundgebung auf dem Möncheplatz
Begrüßung Peter Zarske, stellv. Kreisvorsitzender
Mairede Hartmut Meine, IG Metall Niedersachsen
Schlusswort Achim Wenzig, Kreisvorsitzender Northeim
Musik Tatjana und Markus von Catuna Jam
AWO-Stand mit Kaffee und Kuchen, Info-Stände der Gewerkschaften

Uslar
1.5., 10:00 Maikundgebung auf dem Rathausvorplatz und Aufstellen des Maibaums
Begrüßung Matthias Rieger, DGB-OV-Vorsitzender , Grußwort Torsten Bauer, Bürgermeister , Mairede Julia Niekamp, ver.di Göttingen
Musik Volkschor "Waldesgrün"
Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Hann. Münden
1.5., 10:00 Ökumenischer Gottesdienst "arbeiten heute – arbeiten morgen" i Reformierte Kirche,
11:00 Demonstrationszug ab Schlossplatz
11:30 Maikundgebung vor dem Rathaus Begrüßung Axel Nelges, Ortsverbandsvorsitzender Grußwort Günter Fraatz, stellv. Bürgermeister , Mairede Sebastian Wertmüller, ver.di Bezirk
Musik Drum & Bugle Corps "Red-Stars"

Osterode
1.5., 10:30 Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode , Begrüßung Klaus-Richard Behling, Kreisvorsitzender , Grußwort Karl-Heinz Hausmann MdL, stellv. Landrat , Peter Wendlandt, stellv. Bürgermeister , Mairede Moritz Braukmüller, ver.di Göttingen
Musik Gale Band , Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Goslar
1.5., 10:00 Treffen an der Kaiserpfalz mit Zwischenstopps, kurzen Reden und Aktionen
11:00 Maikundgebung am Museumsufer des Goslarer Museums , Eröffnung Susanne Ohse, Kreisvorsitzende
Mairede Ossama Ben Romdhane
Musik Duo Ich und Er , anschließend Familienfest

Bad Harzburg
1.5., 11:00 Maikundgebung im unteren Badepark
Eröffnung Manfred Finger, Ortsverbandsvorsitzender
Mairede Dr. Frank Ahrens, ver.di Braunschweig
Musik Sösespatzen aus Osterode
Veranstalter: DGB-Ortsverband und SPD-Ortsverband Bad Harzburg

Langelsheim
01.05., 10:00 Maiveranstaltung auf dem Freiheitsplatz
anschl. Familienfest der IG BCE Ortsgruppe Langelsheim
Mairede Jeannette Härtling, BCE-Landesbezirk Nord
Grußwort: Bürgermeister Ingo Henze, Veranstalter: DGB-Ortsverband und IG BCE-Ortsverband Für Essen und Getränke ist gesorgt.

 

1. Mai 2015 "Kampftag der Arbeiterklasse" vs. "Tag der Arbeit"

Maikundgebung auf dem Rathausmarkt 2015

Olaf Uhde, Personalrat UMG, der die enormen Probleme in den Krankenhäusern ansprach wirkte schon fast verzweifelt, als er von "gestandenen Krankenschwestern" berichtete, die weinend vor im standen und sagten, sie könnten nicht mehr und wollten nicht mehr.

Siehe zu den gravierenden Problemen und der Forderung nach einem gesetzlichen Personalschlüssel in Krankenhäusern die Seite >Krankenhaus

Zu den Problemen in den Kitas sprachen zwei Kolleginnen (Britt Hoffmann-Offe (Foto) von der Kita Geismar und Sabine Banaschak, Personalratsvorsitzende Stadt Göttingen, die klarmachten, dass für die bisherigen Gehälter in den Kitas nicht die notwendigen qualifizierten Kräfte zu bekommen sind.

Kommentar einer Kindergartenleiterin im Publikum: das entscheidende Problem sei eher die hohe Zahl der Kinder pro Kita-Gruppe. Die Beschäftigten müssen immer mehr Probleme der Eltern auffangen. Z.B schicken die in ihrer Not die Kinder auch krank in die Kita. Mehr Personal, mehr Gruppen, kleinere Gruppen!


Rathausplatz, Maikundgebung
mit ca. 550 Teilnehmer_innen

Publikum

Kritik an Kohle-Bsirske
Anstecker in Kombination mit dem Flugblatt gegen die Pro-Kohle-Politik von Bsirske
Darin heisst es: Bsirske als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beim Kohlestromkonzern RWE torpediere die Versuche zur Reduzierung der klimaschädlichen Braunkohle-Verstromung mit der herbeiphantasierten Zahl von angeblich 100.000 gefährdeter Arbeitsplätze, obwohl es dort nur 21.000 Beschäftigte gebe.


Computer fressen Arbeitsplätze, eine schon fast nostalgische und irgendwie immer noch richtige Aussage, rechts die vernünftige Forderung nach 10 € Mindestlohn mit der andernorts nicht grn gesehenen klaren Forderung, dass dies steuerfrei zu bleiben habe.


Informations- und Imbissstände :
--- Infostände von ver.di, IG Bau,
--- Traditionell der Imbissstand des Naturfreunde e.V.,
--- Infostände der Atomkraft-Gegner/innen
--- der Deutsch-Cubanischen Freundschaftsgesellschaft,
--- Imbissstand von jüdischer Kultusgemeinde
--- des Iranischen Freundschaftsvereins,
--- von ATTAC mit Infos gegen TTIP,
--- der außerhalb des DGB gegründeten kleinen Umweltgewerkschaft
--- Infostände der Parteien DieLinke, der DKP-Zeitung UZ, der MLPD und der SPD

Demonstration

Vor der Maikundgebung am 1.5.15 zog eine Demo ab 10:30 vom ehemaligen DGB-Haus DGB (Platz der Synagoge) mit rund 350 Teilnehmer_innen die traditionelle Route durch die Innenstadt zum Rathausplatz. Darunter ein "Jugendblock":"Wir gehen auf die Straße und machen uns in diesem Jahr besonders für Arbeitszeitverkürzung stark. (...) 30 Stunden Arbeit in der Woche sind genug!"


Demonstrationszug um 11 Uhr in der Groner Straße / Foto DGB

Bereits am Vorabend des Ersten Mai am 30.4.15 , fand ein Open-Air-Kino auf dem KAZ-Platz statt mit dem Film "Résiste - Aufstand der Praktikanten" von Jonas Grosch aus dem Jahr 2009 gezeigt. Der Film thematisiert die prekäre Situation von Praktikant_innen in Deutschland. Hier ein Link zum>> Trailer


Transparent von DGB-Jugend, Ver.di-Jugend, IG Metall-Jugend, SDAJ, Jusos, Linksjugend Solid / 1. mai 201

Martina Mathey aus dem IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt forderte in der vom DGB sogen. "Mairede" die Einführung einer Vermögenssteuer. Das Vermögen der Familie betrage z.B. 16,9 Milliarden Euro, warum soll diese Familie Albrecht keine Vermögenssteuer für ihre 17 Milliarden bezahlen? Die reichen Menschen sollten ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten!" Am anderen Ende der EInkommens- und Vermögensskala herrschten Niedriglöhne, Leiharbeiter und Werkverträge, das seien keine Merkmale einer modernen Wirtschaft, sondern ein sozialstaatlicher Skandal.

Der stellvertretende DGB Kreisverbandsvorsitzende Torsten Witt erinnerte in einer Rede daran, dass die Reduzierung der Arbeitszeit von 60 auf 38 Stunden oder bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung bei Krankheit, usw. gewerkschaftlich erkämpft wurden und nicht selbstverständlich vom Himmel fielen. Heute gibt es einen Kündigungsschutz und wer krank ist, bekommt weiterhin Lohn und ist sozialversichert. Es gelten die Fünf-Tage-Woche, geregelte Arbeitszeiten und bezahlte Überstunden. Viele Menschen bekommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Für diese Erfolge haben Gewerkschaften lange und immer wieder gestritten und sie müssen sie verteidigen - jeden Tag. Die Einführung des Mindestlohns, die Stärkung der Rechte von Frauen, was Gleichstellung und Entgeltgleichheit betrifft, sind Meilensteine, die die Gewerkschaften maßgeblich vorangetrieben haben.

Etwas gezwungen wirkende Versuche zu einer neuen Sprachkultur beim DGB zeigten Plakate wie "Fuck off Rassismus!", "Ahoi Mitbestimmung" usw.

 

3.5.15 Zusätzliche Veranstaltung zusammen mit der Kirche

In Northeim hielt Pastor Eimterbäumer die Mairede und am 3.5.15. gibt es dann eine weitere Verbindung von DGB und Kirche. Um 10 Uhr findet in der Göttinger Kirche St. Johannis (ein Gottesdienst ?) eine Veranstaltung statt unter dem Motto: "Arbeit der Zukunft". Die Leitung haben Superintendent Friedrich Selter, KDA-Pastor Stephan Eimterbäumer, DGB-Gewerkschaftssekretärin Agnieszka Zimowska.

Kommentar goest: Ora et labora? Nix Moneta?
Da wäre dann auch mal angebracht, über die Arbeitsbedingungen bei der Diakonie und anderen kirchlichen Einrichtungen nachzudenken, es wären die Beschränkungen des Streikrechts in kirchlichen Einrichtungen zu kritisieren und eventuell auch noch einen Ausflug in die Kritik der protestantischen Arbeitsethik zu machen. Ganz im Sinne dieser Arbeitsethik äußerte sich 2013 der Superintendent mit merkwürdigen Vorstellungen: Anknüpfend an die grundlegende Auffassung Martin Luthers, dass die sorgfältige Ausübung des Berufs als Gottesdienst zu bezeichnen sei, regte er eine neue Wertschätzung des Begriffs der "Dienstgemeinschaft" in der Kirche an. Ja Halleluja noch ein mal, dafür kann sich niemand was kaufen

 

Maiveranstaltungen des DGB In der Region

Northeim 01.05., 10:30 Uhr, Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Marktplatz anschl. Demonstrationszug zum Mühlenanger; 11:00 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger; Mairede Pastor Stephan Eimterbäumer, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Göttingen 30.04. bis 04.05. Maivolksfest auf dem Mühlenanger
Einbeck 01.05., 11 Uhr, Maikundgebung Möncheplatz; Mairede Moritz Braukmüller, ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen. Musik Tatjana und Markus von Catuna Jam
Uslar 01.05., 10 Uhr, Maikundgebung auf dem Rathausvorplatz und Aufstellen des Maibaums, Mairede Melanie Böttcher, IG BCE Bezirk Alfeld; Musik Volkschor "Waldesgrün"
Hann. Münden 01.05., 10:30 Uhr, Demonstrationszug ab Schlossplatz; 11 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus; Mairede Lea Arnold, DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt; Musik Drum & Bugle Corps "Red-Stars"
Osterode 01.05., 10:30 Uhr, Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode; Mairede Thomas Müller, IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt; Musik Only Pretending
Seesen 01.05., 11 Uhr, Maifest, Jacobsonplatz; Maiansprachen Charly Gottschalk, ver.di-Ortsverein Seesen; Bernd Theuser, IGM, Betriebsrat VW Salzgitter;
Goslar 01.05., 10 Uhr Demo ab Domplatz vor der Kaiserpfalz mit Zwischenstopps; kurzen Reden und Aktionen; 11 Uhr Maikundgebung am Museumsufer des Goslarer Museums; Mairede Dr. Frank Ahrens, ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen; Musik YoungAndRising
Bad Harzburg 01.05., 11 Uhr, Maikundgebung im unteren Badepark; Mairede Melanie Lehwald, ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen; Musik Sösespatzen aus Osterode
Langelsheim 01.05., 10 Uhr, Maiveranstaltung auf dem Freiheitsplatz anschl. Familienfest der IG BCE Ortsgruppe Langelsheim; Mairede Joachim Schwiderke, ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen; Musik Concordia Chöre

 

1. Mai 2014

Kommentar zum SPD/DGB - Eklat

G. Schäfer / 5.5.14 / Da haben die OrganisatorInnen des DGB als VeranstalterInnen der gewerkschaftlichen 1. Mai Demonstration entschieden, dass die Demonstration nicht von ParteipolitikerInnen angeführt werden soll. Nun ist die Empörung bei einigen SPD-Leuten groß, weil Gabriele Andretta gebeten worden war, bitte nicht vorne in der ersten Reihe zu gehen.

Die KollegInnen, die sich wehren gehören in die erste Reihe
Die Empfehlung für die Zukunft wäre: Die Kolleginnen und Kollegen, die in aktuellen Auseinandersetzungen in ihren Betrieben stehen sollten an der Spitze der 1. Mai Demo gehen. Alle anderen, GewerkschaftsfunktionärInnen und PolitikerInnen sollen hinter diesen KollegInnen laufen und zeigen, dass sie ihnen symbolisch den Rücken bei ihren Auseinandersetzungen mit den Arbeitgebern stärken.

Einen solchen Beschluß hätte Gabriele Andretta sicher mitgetragen, wenn das der DGB so beschlossen und vorher mitgeteilt hätte. Aber was nicht war kann ja zukünftig werden.

Nun aber meldet sich Ronald Schminke, bis 2007 Geschäftsführer der IGBau und jetzt SPD-Landtagsabgeordneter zu Wort und macht den großen Polit-Konflikt auf: "Überhaupt ist die Gewerkschaftsbewegung immer am erfolgreichsten gewesen, wenn man im Schulterschluss mit der Sozialdemokratie marschiert ist, aber jetzt werden wir selektiert." Und - so möchte man hinzufügen, die Gewerkschaftsbewegung hat in der Geschichte oft genug erleben müssen, wie die SPD eine Politik gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen gemacht hat.

Gerd Nier, Ratsherr der GöLinken findet "den Beschluss des DGB-Kreisverbandes grundsätzlich richtig (...) Dies insbesondere auf dem Hintergrund des Verhaltens des SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann in den letzten Jahren. Der an der Verabschiedung der Agenda 2010 maßgeblich mitgewirkt hat, und der bis zu Letzt "keinen Finger für einen angemessenen Mindestlohn gekrümmt hat", sich aber kackfrech auch letztes Jahr an die Spitze des Demonstrationszuges setzte." (Siehe Pressemitteilung unter >news)

Schminke poltert in seiner Pressemitteilung: "Die Urheberschaft dieses Blackout - Beschlusses komme aus dem linken politischen Lager. Diese Leute seien von blindem Hass geblendet und deren politische Aktivitäten richteten sich ausschließlich gegen die Sozialdemokratie." (Siehe Pressemitteilung unter >news) . Schminke wurde in Northeim mit "Mairede Ronald Schminke" auf einem Plakat angekündigt, das er auch auf seiner >>Webseite zeigt. Im offiziellen Programm, das vom DGB verschickt worden war, wurde hingegen der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei als Mairedner angekündigt.

Nachtrag: Seitens Verdi wurde ein Foto von der 1. Maidemo 2013 präsentiert, da gehen Thomas Oppermann (SPD/MdB), Gabriele Andretta (SPD/MdL) und Horst Reinert (SPD/Stadtverbandsvorsitzender) vorne weg am Transparent. DGB-Vorsitzender Hanisch geht am Rand. Hinter der ersten Reihe dann ca. 10-20 SPD-Fahnen. Offensichtlich war das angesichts der nicht immer arbeitnehmer_innenfreundlichen, und nicht immer sozialen Politik der Sozialdemokraten zu viel geworden

Forderungen des gewerkschaftskritischen "Bündnis Sozialproteste" zum 1. Mai
Ein Flugblatt zum Aktionsmonat Mai greift vor allem die unzureichende Höhe des gesetzlichen Mindestlohns an >> flugblatt-gegen-8,50-mogelpackung

Die Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn hält die "Soziale Bewegung" für einen Skandal. Und die Höhe des Mindestlohnes reicht heute schon nicht aus, 10 Euro/Stunde brutto sind schon heute notwendig, um überhaupt aus Hartz IV heraus zu kommen. Die nächste Erhöhung soll erst zum 1.1.2018 möglich sein, aber auch nur soweit, wie es die Interessenvertretung der Firmenbesitzer in der geplanten Mindestlohnkommission zulässt.

 

Demo "für die Abschaffung des Kapitalismus" am Vorabend des 1. Mai
von redical M, Basisgruppe Sozialwissenschaften, Antifa Braunschweig
Um 18 Uhr ging die Demo vom Uni-Campus zum Marktplatz "gegen Kapitalismus und für den Feminismus" unter dem Motto "Etwas besser ist nicht gut – Geschlechterverhältnisse. Kapitalismus. Abschaffen." Die Demo - so die VeranstalterInnen - sollte eine "kompromisslos antikapitalistische Positionen auf die Straße" tragen und "zeigen, dass wir nicht bei Verbesserungsvorschlägen für den Kapitalismus stehenbleiben, sondern eine Lösung nur in seiner Abschaffung sehen. Kapitalismus ist vom Grundsatz her nicht auf die Interessen aller Menschen gerichtet, sondern auf den Profit. Ein System, das sich im Zweifelsfall also gegen die Menschen richtet, gehört auf den Müllhaufen der Geschichte." Aus dem Aufruf dazu: "...Das und nicht autoritären Staatskapitalismus mit Arbeiter*innenkitsch, nennen wir Kommunismus. Für den Feminismus – Für den Kommunismus! Für einige Zeit setzten Teile der DemoteilnehmerInnen OP-Masken auf, um ein Zeichen gegen das "Vermummungsverbot" zu setzen. Die zahlreich vertretene Polizei griff nicht ein, die BFE-Sondereinheit war nicht vertreten.

 

Initiative: Göttinger Aufruf für 30 Stundenwoche
"30 Stunden sind genug - auch in Göttingen! Die Einen müssen zu viel arbeiten, die Anderen dürfen es gar nicht - oder nur zu kurz und zu schlecht bezahlt, um davon leben zu können."
Der zum 1. Mai 2014 in Umlauf gebrachte Aufruf zur Einführung der 30 Stundenwoche wurde inzwischen unterzeichnet von Attac Göttingen, ver.di Ortsverein Göttingen, Motorradclub Kuhle Wampe Göttingen, Naturfreunde Ortsgruppe Göttingen e.V., aber auch von einem ehemaligen 1. Bevollmächtigten der IGMetall, Thomas Harms, Diakoniepastor Reinhard Neubauer, Rentner Helmhard Ungerer, Pastor i.R. Gerd Nier , Berufschullehrer i.R. .von Jörg Miehe, U. Nier - Klaus Schild, Helmut Nebel, W.Krumbein und anderen
(Anmerkung: so etwas ähnliches wurde schon 1998 im >
1. Mai Aufruf der Arbeitslosen vom Bündnis gegen Sozialabbau veröffentlicht)

 

DGB-Veranstaltungen "Gute Arbeit. Soziales Europa."

Sonntag, 27. April, 10 Uhr zum Tag der Arbeit heisst es in der St. Jacobikirche "Soziales Europa". Mit Pastor Storz, KDA-Pastor Eimterbäumer und DGB- Lothar Hanisch, sowie Kantor Stefan Kordes

Mittwoch 30. April Open-Air-Kino auf dem KAZ-Platz, Beginn um 20:30 Uhr. Gezeigt wird der Film „Brot und Rosen“ (Bread and Roses) von Ken Loach, veranstaltet von der DGB-, IGM- und ver.di-Jugend. DGB-, IGM- und ver.di-Jugend Der Film handelt vom Kampf lateinamerikanischer ImmigrantInnen in Los Angeles.

Donnerstag 1. Mai Demonstration Start um 10:30 Uhr am (immer noch leerstehenden alten DG-Haus) am Platz der Synagoge.

Einen anderen Weg als die Extra-Demo am Vorabend wählten SDAJ, Jusos und Solid mit einem "Jugendblock" in der Demo am 1. Mai

Transparente:

"Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft"

und "Gegen Jugendarbeitslosigkeit
und "für ein soldarisches Europa"

Maikundgebung auf dem Rathausmarkt beim Gänseliesel um 11:30 Uhr
mit KollegInnen aus dem Klinikum, der VHS, dem Göttinger DGB-Kreisvorsitzenden Lothar Hanisch, M. Zaffke IGM, ver.di, DGB-Jugend, Ralf Djuren / IG BAU und Blockupy Göttingen.


Maikundgebung 2014 auf dem Marktplatz in Göttingen

Das Motto "Gute Arbeit. Soziales Europa." ist dem nahen Termin der Wahl zum Europaparlament am 25. Mai geschuldet.In der 1. Mai -Erklärung des DGB heisst es, dass "Frieden, Freiheit sowie eine soziale und gerechte Gesellschaft nur in einer Demokratie möglich ist."
"Die Partei, die am stärksten aus der Europawahl hervorgeht, bestimmt den nächsten Präsidenten der Europäischen Kommission. Dieser bestimmt maßgeblich die Leitlinien der Politik in Europa. Damit haben es die Bürgerinnen und Bürger Europas zum ersten Mal in der Hand, der unsolidarischen Sparpolitik auf dem Rücken der Beschäftigten eine Absage zu erteilen und für ein soziales Europa zu stimmen, erklärt Hanisch."
Anläßlich des 1. Mai heißt es in einer Erklärung des DGB "Fast ein Jahrzehnt haben DGB und Gewerkschaften für den Mindestlohn geackert. Jetzt wird er Realität. (..) Aber: Ausnahmen darf es beim Mindestlohn nicht geben. Er muss für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten, ungeachtet ihres Alters, ihrer Ausbildung oder der Dauer von Arbeitslosigkeit,

Die Essensversorgung der Uniklinik wurde in die UMG Gastronomie GmbH ausgelagert. siehe >Berichte

Diese Firma sponsert die Sportfirma "Pro Basketball Göttingen GmbH" , der BG 74 - die Beschäftigten würde auch mal gerne gesponsert werden!

Mitglieder der VHS haben im Zusammenhang mit der Kreisfusion einige Probleme bekommen

( >siehe Berichte hierzu )

Wer im Kapitalismus frei ist - ist vor allem frei von einem Besitz an Produktionsmitteln

Die "Freien" bei Verdi sind zumeist "Solo-Selbständige", die anstelle eines festen Arbeitsvertrages ständig neuer Verträge aushandeln müssen.


Manfred Zaffke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen, Ansprache 1. Mai 2014

Ralf Djuren / IG BAU

Wie jedes Jahr gab es am Marktplatz auch Musik, Essen, Getränke, Info-Stände von Gewerkschaften, Initiativen und Gruppen sowie einige begrenzte Angebote für Kinder.

 

Regionale DGB-Veranstaltungen zum 1. Mai

Der Ankündigungstext für Northeim präsentiert inhaltlich wie formal Eigenartigkeiten, die wir im Original wiedergeben:

"Northeim 30.04.- 04.05. Maivolksfest mit Kreisschützenfest auf dem Mühlenanger 01.05. 10:30 Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Marktplatz anschl. Demonstrationszug zum Mühlenanger 11 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger Begrüßung Erika Goebel, Ortsverbandsvorsitzende Grußwort Wolfgang Haendel, 1. stellv. Bürgermeister Mairede Jörg Radek, stellv. Bundesvorsitzender GdP Kinderbelustigung und ermäßigte Preise beim Maivolksfest während der Kundgebung 02.05., 10 Uhr DGB-Seniorenfrühstück im Festzelt auf dem Mühlenanger nur mit Berechtigungsschein, der am 1. Mai verteilt wird."

Duderstadt 01.05. 10 Uhr Stadtrundgang zur Geschichte der Arbeiterbewegung mit Hans Georg Schwedhelm, Gewerkschaftssekretär Treffpunkt Kino Schauburg, Steintorstraße, Duderstadt

Einbeck 01.05., 11 Uhr Maikundgebung auf dem Möncheplatz Begrüßung Achim Wenzig, Vorsitzender DGB-Kreisverband Northeim Mairede Sebastian Wertmüller, ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen Schlusswort Peter Zarske, Stellv. Vorsitzender DGB-KV Northeim Musik Tatjana und Markus von Catuna Jam AWO-Stand mit Kaffee und Kuchen, Kinderschminken, Luftballonwettbewerb

Uslar 01.05., 10 Uhr Maikundgebung auf dem Rathausvorplatz und Aufstellen des Maibaums Begrüßung Uwe Karsten, DGB-Seniorenvorsitzender Grußwort Torsten Bauer, Bürgermeister Mairede Birger Langenströer, IG BCE Alfeld Musik Volkschor "Waldesgrün" Country-Band Bears & Buffalos

Hann. Münden 01.05., 10:30 Demonstrationszug ab Schlossplatz 11 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus Begrüßung Axel Nelges, Ortsverbandsvorsitzender Grußwort Günter Fraatz, stellv. Bürgermeister Mairede Wolfram Schöttle, IG Metall Niedersachsen Musik Drum & Bugle Corps "Red-Stars"

Osterode 01.05., 10:30 Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode Begrüßung Klaus-Richard Behling, Kreisvorsitzender Grußwort Karl Heinz Hausmann MdL, stellv. Landrat Mairede Melanie Böttcher, IG BCE Alfeld Musik Markus Funke

Goslar 01.05., 10 Uhr Demo ab Domplatz vor der Kaiserpfalz mit Zwischenstopps, kurzen Reden und Aktionen 11 Uhr Maikundgebung am Museumsufer des Goslarer Museums Eröffnung Susanne Ohse, Kreisvorsitzende Mairede Manfred Tessmann, Gewerkschaft NGG Süd-Ost-Niedersachsen Musik PopChor‘n anschließend Familienfest

Bad Harzburg 01.05., 11 Uhr Maikundgebung im unteren Badepark Eröffnung Manfred Finger, Ortsverbandsvorsitzender Mairede Ulf Halbauer, IG Metall Süd-Nieders.-Harz Musik Die Tennessee-Birds aus Hattorf

Langelsheim 01.05., 10 Uhr Maiveranstaltung auf dem Freiheitsplatz anschl. Familienfest der IG BCE Ortsgruppe Langelsheim Mairede Ernst-Bernhard Jaensch, 1. Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes Wolfsburg Musik Concordia Chöre Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Seesen 01.05., 11 Uhr Maifest, Steinway-Muschel im Kurpark, Lautentaler Straße Begrüßung und Ansprache Charly Gottschalk, Vorsitzender ver.di-Ortsverein Seesen.

 

1. Mai 2013

Die Deutsche Bank - Das architektonisch geschmacklose Gebäude der Deutschen Bank wurde von der Veranstaltung rechts liegen gelassen. Die Nähe zu dem Symbol des deutschen Kapitalismus wurde ignoriert.


Veranstaltungen zum 1. Mai 2013 in Göttingen

  • 28. April 11 Uhr, Tag der Arbeit in der St. Johanniskirche, Motto: "Gute Arbeit?!" Gestaltet wird er von Pastor Stephan Eimterbäumer (KDA), Superintendent Friedrich Selter sowie dem DGB-Regionsvorsitzenden Lothar Hanisch. Im Gottesdienst wird Superintendent Selter auf eine geplante Umfrage zur >Mitarbeitenden-Zufriedenheit im Kirchenkreis eingehen. Für Musik sorgen der Posaunenchor St. Johannis/ESG unter der Leitung von Clemens Cornelius Brinkmann und Rüdiger Brunkhorst, Popularkirchenmusiker des Kirchenkreises Göttingen. Unter anderem spielt er - passend zum Thema "Belastungen in der Arbeit" - den Song "Nur noch kurz die Welt retten,... (148 Mails checken)" von Tim Bendzko. Nach dem Gottesdienst ist Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagessen im Gemeindehaus.
  • 30. April, 21 Uhr Open-Air-Film auf der oberen Johannisstraße veranstaltet von DGB-, IGM- und ver.di-Jugend. Die Veranstaltung ist kostenlos. Getränke können gekauft werden. Film über den Streik von Frauen in einem britischen Ford Werk
    Es hofften " Konzernleitung und Gewerkschaften darauf, dass die Ehemänner (sämtlich Ford-Arbeiter) ihre Frauen wieder zur Vernunft bringen. (...) Doch die Frauen fügen sich nicht und streiken öffentlichkeitswirksam weiter."
    (>>critic)

Ein Kind und eine Frau bauen eine Säule des sozialen Europas

während der Reden auf der Bühne

Schnappschuss an der Bühne 2013 mit einer Szene von symbolischem Gehalt


1. Mai, 10:30 Uhr, Demonstrationszug ab Platz der Synagoge - (bzw. neben dem seit Jahren leerstehenden ehemaligen Gewerkschaftshaus Obere Masch 10);

11:30 Uhr, Maikundgebung auf der oberen Johannisstraße; Begrüßung Lothar Hanisch, Regionsvorsitzender; -

Mairede Hartmut Meine, IG Metall-Bezirkleiter - Foto rechts. bereits am 3.5.13 wird er mit der >Warnstreikwelle in Südniedersachsen beschäftigt sein.

  • Wortbeiträge Kolleginnen und Kollegen von ver.di; Musik The Hippocritz während der Demo; The Rox während der Kundgebung

Mächtig sauer und mit Bedarf nach action: Verdi-Frauen aus dem Einzelhandel - ihr Elan begeisterte das Publikum / die> Bewegung im Einzelhandel geht also weiter


Die Folgen der >Privatisierung des LKH - Die Asklepioskliniken erhöhen kontinuierlich den Druck auf die Beschäftigten - der Bericht von Julia Niekamp (auf dem Foto am Mikro) der verdi-Sekretärin für den Bereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen - sorgte für Empörung über die Entwicklung bei Asklepios.

(Pressemitteilung des DGB)
"Die Gewerkschaften zeigen durch Mitbestimmung und Tarifpolitik, dass sie die Lage der abhängig Beschäftigten verbessern können. Die Arbeit wird immer mehr entwertet. Unsichere Jobs verdrängen sichere Arbeitsplätze", so Lothar Hanisch, DGB-Vorsitzender der Region Südniedersachsen-Harz.
Immer mehr Menschen droht Altersarmut. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Darum fordern wir eine solidarisch finanzierte Alterssicherung, damit ein sozialer Abstieg im Alter entgegengewirkt wird. Die Krise in Europa ist noch längst nicht ausgestanden. Kürzen und Sparen trifft nicht die Verursacher an den Finanzmärkten, sondern Beschäftigte, Erwerbslose, Rentner und die junge Generation.


Lothar Hanisch, DGB-Vorsitzender der Region Südniedersachsen-Harz / 1. Mai 2013


Der DGB fordert :

- die Stärkung der Rechte der Beschäftigten, der Mitbestimmung und der Tarifautonomie
- Gute Arbeit statt perspektivloser Jobs - einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro **
- gleiches Geld für gleiche Arbeit in der Leiharbeit ***
- Schluss mit der Diskriminierung von Frauen - auch in der Bezahlung
- eine Rente, die zum Leben reicht. Deshalb: Sofortiges Ende der Rentenkürzungen
- ein Investitions- und Konjunkturprogramm für ein sozial gerechtes Europa
- eine solide Finanzierung für einen handlungsfähigen Staat, z. B. für Bildungsinvestitionen.

Gewerkschafts-Opposition fordert:

** das "Aktionsbündnis Sozialproteste" in dem auch viele GewerkschafterInnen zusammenarbeiten fordert 10 Euro Mindestlohn, 500 Euro Eckregelsatz und 30 Stundenwoche >>...mehr Infos)

*** "Kein Leiharbeits-Tarifvertrag!"

Das >>Stuttgarter Bündnis und das Aktionsbündnis Soziale Proteste ABSP fordern Schluß mit der Leiharbeit und gegen einen Tarifvertrag für Leiharbeit bei dem die Lohnunterschiede zur Stammbelegschaft erlaubt werden und rufen zum "Kampf gegen den DGB-Leiharbeitstarifvertrag".
"8,50 €/h sind der Stundenlohn, auf welchen SPD und Grüne mit ihrer Gesetzesinitiative hinsteuern wollten. Aber auch die DGB-Tarifgemeinschaft will ihn in der Leiharbeit tariflich festschreiben! Inzwischen haben Hunderte GewerkschafterInnen den Aufruf des Krisenbündnisses Stuttgart und den Offenen Brief gegen den DGB-Zeitarbeitstarifvertrag unterzeichnet. >>Aufrufe
"
Sogar Prominente wie Prof. Christoph Butterwegge oder Prof. Frank Deppe befinden sich unter den Unterzeichnern. Unterstützungserklärungen für den Offenen Brief bitte mit Name, Wohn- bzw. Arbeitsort, Gewerkschaft und ggf. Funktion mailen an mag.wompel@labournet.de."
Siehe auch >>taz
"Es gibt erste Reaktionen: Die Gewerkschaften haben offenbar zugestanden, dass sie "die juristischen Details nun noch einmal prüfen" wollen: Auf der Homepage des DGB finden sich jedoch die Argumente der KritikerInnen gegen die Fortführung von Tarifverträgen in der Leiharbeit nicht wieder: Werbt weiter für die Unterzeichnung des Stuttgarter Aufrufs und für die Unterzeichnung des Offenen Briefes" (Kursiv: ABSP-Rundschreiben)

 

Kein Platz für Nazis bei 1. Mai Veranstaltungen !

"Am 2. Mai 2013 jährt sich die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten zum 80. Mal. Auch daran wollen wir erinnern. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wurden von den Nazis verhaftet, verschleppt, gefoltert und ermordet. Unsere Geschichte verpflichtet uns zum Handeln gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz. Der 1. Mai ist unser Fest der Solidarität und kein Ort für Nazis", so Hanisch. (siehe auch die >Veranstaltungen am 2. Mai )

Foto: Erinnerungsmißachtung - Gedenkstein am ehemaligen Gewerkschaftshaus "Volksheim", das daran erinnert, dass die Nazis dieses Haus zerstört und Gewerkschafter gefoltert haben.

Den Platz des Gedenksteins fanden wir im April 2013 als Müllabladeplatz mißbraucht vor . Inzwischen wird diese Gedenkstätte gepflegt und würdig gestaltet.


1. Mai in der DGB-Region Südniedersachsen Harz

Northeim 27. April bis 1. Mai, Maivolksfest auf dem Mühlenanger;
1. Mai, 10:30 Uhr "Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Marktplatz" anschließend Demonstrationszug zum Mühlenanger;11 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger; Begrüßung Erika Goebel, Ortsverbandsvorsitzende; Grußwort Wolfgang Haendel, 1. stellv. Bürgermeister; Mairede Ronald Schminke MdL/ SPD, ehemals Geschäftsführer der IG BAU in Göttingen
2. Mai, 10 Uhr, "Seniorenfrühstück im BSG-Schießhaus, Schützenring 1"

Hann. Münden: 1. Mai, 10:30 Uhr, Demonstrationszug ab Schlossplatz; 11 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus; Begrüßung Axel Nelges, kommissarischer Ortsverbandsvorsitzender; Grußwort Günter Fraatz, stellvertretender Bürgermeister; Mairede Thomas Müller, IG Metall Niedersachsen; Musik Drum & Bugle Corps "Red-Stars"

Einbeck: 1. Mai, 11 Uhr, Maikundgebung auf dem Möncheplatz; Begrüßung Peter Zarske, ver.di-Ortsvereinsvorsitzender; Mairede Wolfram Schöttle, IG Metall Niedersachsen; Schlusswort Achim Wenzig, BR-Vorsitzender Fa. Renold; Musik Tatjana und Markus von Chairoplane; Luftballonwettbewerb, AWO-Stand mit Kaffee und Kuchen

Goslar: 28. April bis 19. Mai Ausstellung im Museum "Das ist unser Haus"und Veranstaltungsreihe zum 80. Jahrestag der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten

Goslar 1. Mai, 10 Uhr Demo ab Domplatz vor der Kaiserpfalz mit Zwischenstopps, kurzen Reden und Aktionen; 11 Uhr Maikundgebung Museumsplaza; Eröffnung Susanne Ohse, Ortsverbandsvorsitzende; Mairede Jörg Liebermann, IG BCE-Bezirksleiter; Musik Musikkorps Hüttenwerke Harz; anschließend Familienfest

Bad Harzburg: 1. Mai, 11 Uhr Maikundgebung im unteren Badepark; Eröffnung Manfred Finger, Ortsverbandsvorsitzender; Mairede Henning Franke, GdP; Musik Die Tennessee-Birds aus Hattorf

Oberharz, Clausthal-Zellerfeld: 1. Mai, 11 Uhr, Maikundgebung in der AWO, Zellbach 52: Begrüßung Karl-Heinz Ehrenberg, Ortsverbandsvorsitzender; Maireden Thomas Starmann, ver.di und Dr. Wilhelm Priesmeier MdB; Musik Lothar Megerle

Uslar: 1. Mai, 10 Uhr, Maikundgebung auf dem Rathausvorplatz mit Aufstellen des Maibaums; Begrüßung Uwe Karsten, DGB-Seniorenvorsitzender; Grußwort Torsten Bauer, Bürgermeister; Mairede Wolfgang Hemme, EVG; Musik Volkschor "Waldesgrün"; Technik/Musik Firma Helmbrecht, Uslar; für Essen und Getränke ist gesorgt. Langelsheim: 1. Mai, 10 Uhr, Maiveranstaltung auf dem Freiheitsplatz anschließend Familienfest der IG BCE Ortsgruppe Langelsheim; Mairede Thomas Bulang, BCE Wolfenbüttel; Musik Concordia Chöre; für Essen und Getränke ist gesorgt.

"Für Essen und Getränke ist gesorgt..." /
Foto: 1. Mai Göttingen 2010

Osterode: 1. Mai, 10:30 Uhr, Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode; Begrüßung Manfred Zaffke, 1. Bevollmächtigter IGM; Grußwort Harald-Jürgen Renz, 1. stellv. Bürgermeister; Karl Heinz Hausmann MdL, stellvertretender Landrat; Mairede Susanne Kremer, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Niedersachsen - Bremen; Musik Markus Funke; für Essen und Getränke ist gesorgt.

Seesen: 1. Mai, 11 Uhr, Maifest an der Steinway-Muschel im Kurpark; Begrüßung und Ansprache Charly Gottschalk, Vorsitzender ver.di-Ortsverband Seesen. Bratwurst und Getränke gibt es gegen eine Spende.

 

1. Mai 2012

Der 1. Mai begann wie in den vielen jahren vorher mit einer Demonstration 10:30 Uhr vom Platz der Synagoge und am ehemaligen (schon lange leerstehenden DGB-Haus) zum Rathausmarkt. Kundgebung vor dem Alten Rathaus beginnt um 11:30 Uhr mit der Begrüßung durch DGB-Regionsvorsitzendem Lothar Hanisch. Reden folgen von IG BAU-Regionalleiter Eckhard Stoermer, Reinhard Dickehuth, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Carl Zeiss Micro lmaging GmbH in Göttingen, ver.di-Kolleginnen und –kollegen zur Tarifauseinandersetzung und Marcus Beyer vom "Bündnis für ein lebenswertes Göttingen" zum Thema Sparprogramm der Stadt. Zwischendurch und am Ende spielte die Band "Hippocritz" mit dem religiösen Touch. Am Rande waren wie immer Infostände aufgebaut von DGB, IGM, ver.di, aber auch von Deutsch-kubanischer Freundschaftsgesellschaft, DKP, Partei DieLinke, Wählervereinigung GöLinke, Iran Solidaritätsverein, attac verteilte Flugblätter, einige privat gestaltete Schilder z.B. jenes das seit 2004 immer dabei ist mit der Aufschrift "Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mensch Feind wird" mit einem brennenden Gebäude im Hintergrund (>Foto).
Die Auswahl der Redeberechtigten während der DGB-Maifeier scheint streng reglementiert zu sein. Zwar durfte ein Mitglied der Gruppe "Bündnis Lebenswertes Göttingen" reden aber weitere Interessierte an Wortbeiträgen kamen nicht zum Zuge. So etwas wie "offenes Mikro" scheint jenseits der Vorstellbarkeit der OrganisatorInnen zu liegen.

Marcus Beyer von der Gruppe "Bündnis Lebenswertes Göttingen" kritisierte Sparmaßnahmen der Stadt im Rahmen des sogenannten "Zukunftsvertrages"

Dabei wurde eine ganze Palette von Bereichen angesprochen.

Die Forderungen an die Sparkasse, mehr Gewinn abzuführen (>Artikel dazu) wurden nicht erwähnt.

Der Auftritt der ver.di-Jugend war erfrischend anders, weil der ein kräftiges Engagement der jungen Leute fühlen ließ. Gleichzeitig war der Auftritt in Manier einer Fernsehshow moderiert mit steten Hinweisen "Applaus für ...".


Ver.di JugendvertreterInnen

Erklärung des DGB-Vorsitzenden Lothar Hanischs zum 1. Mai

"Bedingt durch die Krise in Europa steigt die Arbeitslosigkeit und Armut breitet sich aus. Aus der Finanzkrise ist eine soziale Krise geworden. Beschäftigte müssen die Auswirkungen tragen, die Spekulanten hervorgerufen haben. Europa darf nicht kaputt gespart werden. Heute sind die Opfer im Süden Europas und morgen schon bei uns. Leiharbeit, Minijobs und befristete Beschäftigung nimmt in Deutschland immer mehr zu. Wir brauchen gleichen Lohn für gleiche Arbeit und Mindestlöhne, damit nicht weiter Millionen Menschen arm trotz Arbeit sind. Das hilft auch gegen die drohende Altersarmut. Lothar Hanisch, Vorsitzender der DGB-Region Südniedersachsen-Harz fordert von der Bundesregierung und den Arbeitgebern: - Stoppt den Fiskalpakt und die Schuldenbremse - wirksame Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa - eine neue und gerechte Ordnung auf dem Arbeitsmarkt - gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 8,50 €, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, keine Zersplitterung der Beschäftigungsverhältnisse - keine Betragssenkungen, denn das bedeutet als nächstes Rentenkürzung. Der 1. Mai ist ein Fest der Solidarität, so Hanisch."

DGB-Veranstaltungen in der Region

In der DGB-Region Südniedersachsen-Harz gibt es in zehn Orten gewerkschaftliche Veranstaltungen. Diesjähriges Motto: "Gute Arbeit für Europa - gerechte Löhne, soziale Sicherheit".

Göttingen Open-Air / Gewerkschaftsjugend 30. April 18-22 Uhr luden DGB-, IG Metall- und ver.di-Jugend zu einem kostenlosen Open-Air-Konzert . Mit der Kombination von Open-Air-Musik der Skaband "ToraBora" und gewerkschaftlichen Informationsdurchsagen von der Bühne erreichte die Gewerkschaftsjugend am 30.4.12 eine große Zahl von vorwiegend jungen Menschen ...Foto unten

Azubis des Discounters Netto brachten ihre Empörung über ihre Arbeitsbedingungen zum Ausdruck. Eine Ver.di-Vertreterin klagte an, "Dass es mitten unter uns, in Geschäften in denen wir täglich einkaufen, Arbeitgeber gibt, die ihre Auszubildenden einsperren, überwachen und zehn Stunden ununterbrochen an der Kasse sitzen lassen, ist absolut erschütternd"


Hann. Münden 1. Mai, 10:30 Uhr, Demonstrationszug ab Schlossplatz; 11:00 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus; Begrüßung Axel Nelges, DGB-Ortsverbandsvorsitzender; Grußwort stellvertretender Bürgermeister Günter Fraatz; Mairede Ronald Schminke MdL; Musik Drum & Bugle Corps "Red Stars"

Northeim 28.04. - 02.05. Maivolksfest auf dem Mühlenanger 1. Mai, 10:30 Uhr Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Marktplatz vor der Alten Wache anschließend Demonstrationszug zum Mühlenanger; 11:00 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger; Begrüßung Erika Goebel, DGB-Ortsverbandsvorsitzende; Grußworte Bürgermeister Harald Kühle und Superintendent Heinz Behrends; Mairede Ulrich Gransee, DGB-Bezirk; Kinderbelustigung und ermäßigte Preise beim Maivolksfest während der Kundgebung 2. Mai, 10:00 Uhr Seniorenfrühstück im BSG-Schießhaus, Schützenring 1

Einbeck 1. Mai, 11:00 Uhr Maikundgebung auf dem Möncheplatz; Begrüßung Peter Zarske, Vorsitzender ver.di-Ortsverein; Mairede Thomas Müller, IGM-Bezirk; Musik "Tatjana und Markus von Chairoplane";
Uslar 1. Mai, 10:00 Uhr Maikundgebung auf dem Rathausvorplatz mit Aufstellen des Maibaums; Begrüßung Uwe Karsten, Leiter DGB-Seniorenarbeitskreis Uslar – Bodenfelde; Mairede Wolfram Schöttle, IGM-Bezirk; Musik Volkschor "Waldesgrün"
Osterode 1. Mai, 10:30 Uhr, Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode; Begrüßung Martina Ditzell, IGM Süd-Niedersachsen - Harz; Grußworte 1. stellvertretender Bürgermeister Harald-Jürgen Renz und stellvertretender Landrat Karl-Heinz Hausmann MdL; Mairede Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender GdP; Musik Markus Funke
Goslar 1. Mai, 10:00 Uhr Demo ab Domplatz vor der Kaiserpfalz mit Zwischenstopps und kurzen Reden und Aktionen; 11 Uhr Maikundgebung auf dem Jakobikirchhof; Mairede Sebastian Wertmüller, ver.di; Musik "Harzbürger Themenbrüder", anschließend Familienfest
Bad Harzburg 1. Mai, 11:00 Uhr Maikundgebung im unteren Badepark; Begrüßung Manfred Finger, DGB-Ortsverbandsvorsitzender; Mairede Eberhard Buschbom-Helmke, ver.di; Musik "Die Tennessee-Birds" aus Hattorf
Langelsheim 1. Mai, 10:00 Uhr Maiveranstaltung auf dem Freiheitsplatz anschließend Familienfest der IG BCE Ortsgruppe Langelsheim; Mairede Wilhelm Schmidt, Präsident AWO-Bundesverband; Musik Concordia-Chöre
Oberharz, Clausthal-Zellerfeld 1. Mai, 11:00 Uhr, Maikundgebung in der Cafeteria Bergwerksmuseum Zellerfeld; Begrüßung Karl-Heinz Ehrenberg, DGB-Ortsverbandsvorsitzender; Mairede Alexander Ehrenberg, Bürgermeister von Altonau; Musik Lothar Megerle

 

May Day der Prekarisierten

Mayday Mayday ! Das ist das internationale Notrufsignal zu Lande, im Wasser und in der Luft. Die Prekarisierten, LeiharbeiterInnen, MinijoberInnen, SansPapiérs, "Illegalen", 1 Euro-JobberInnen, Arbeitslosen drängen auf stärkere Beachtung.

Eine Verbindung der traditionellen Gewerkschaftsbewegung mit der den Prekariisierten könnte durch die Forderungen nach Mindestlohn, monatlichem Mindesteinkommens bzw. der Grundsicherung und einem Kampf gegen Illegalisierung hergestellt werden. Bei den 1.Mai-Veranstaltungen in Göttingen werden Angestellte aus dem Niedriglohnsektor im Einzelhandel besondere Beachtung erfahren. Dies ist als ein Annäherungsversuch an die prekarisierten Bereiche zu verstehen. Die Forderung "8,50 Mindestlohn pro Stunde" nützt vielen Prekarisierten allerdings wenig, wenn sie damit monatlich nicht auf die notwendige Summe kommen, weil sie keine Vollzeitstelle haben. Entscheidend ist schließlich was insgesamt monatlich zum Leben zur Verfügung steht.
Eine übergreifende Forderung müßte einen monatlich notwendigen Betrag zur Grundsicherung propagieren.
Weil die Prekarisierten sich in den gewerkschaftlichen Forderungen nicht genügende berücksichtigt sehen entwickelte sich alternativ zum gewerkschaftstraditionellen 1. Mai seit 2001 ausgehend von Italien der MayDay. Der MayDay will den "verschiedenartigsten Formen von Prekarisierung in Arbeit und Leben, die durch die klassischen Institutionen der Arbeiterbewegung und der Linken nicht (mehr) organisiert werden können, einen Ausdruck (zu) geben. Dabei geht es nicht um Repräsentation und/oder Einheitlichkeit, sondern um ein Sichtbarmachen der Vielheit der Wünsche, Lebens- und Kampfformen. Im Zentrum stehen dabei Selbstorganisation und Vernetzung." (Wikipedia)
Videos von den Paraden >> Wien 2008 und >>Milano 2010 zeigen, dass hier auch viel stärker die die Anti-AKW-Bewegung und Frauenbewegung eingebunden sind. Angeschlossen haben sich auch Technoparaden. Es wurde humorvollerweise die Schutzheiligen "Santa Precaria" und "San Precario" erfunden die natürlich von den Kirchen nicht anerkannt wurden :-)

Prekär Arbeiten, Prekär Leben ?? !! no borders, no precarity !!
Musst du arbeiten? Willst du arbeiten? Hast du bezahlte Arbeit? Darfst du arbeiten? Darfst du hier leben? Wovon lebst du? Hast du freie Zeit? Was machst du, wenn du krank bist? Was machst du im Alter? Was wünschst du dir? Wie wehrst du dich? Wie organisierst du dich? Wir pfeifen auf die Karotte vor der Nase, die das schöne Leben versprechen soll. Wir sagen der Entsicherung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse den Kampf an. Am 1. Mai heißt es daher wieder: MAYDAY! MAYDAY! Auf zur Parade der Prekären! Die MAYDAY!-Parade in Wien verbindet die Vereinzelten, stärkt die Verunsicherten und schafft Aktionsradius. Wehren wir uns gemeinsam!
Aus dem >>Aufruf zur Wiener MayDay-Parade am 1. Mai 2011

 

1. Mai in Göttingen 2011

30.4.11 ,
21 Uhr auf dem KAZ-Platz . Open Air - Filmvorführung "Milk"
Gemeinschaftsveranstaltung von Jugendorg. DGB, IGM und ver.di
Der Film beschreibt den Kampf eines Schwulen, in den USA, der sich outet, in ein politisches Amt gewählt wird und der u.a. dafür auch mit den Gewerkschaften zusammenarbeitet.

Vorab wird ein Kurzfilm zu "Organizing" gezeigt, in dem Kollegen und Kolleginnen vom Berliner Flughafen über ihre Arbeitskämpfe berichten.

1. Mai
10.30 Uhr
Aufstellung zum Demonstrationszug auf dem Platz der Synagoge. Musik während des Demonstrationszugs "The Hippocritz" - Demoziel Rathausmarkt.


1. Mai Demonstration 2011, "Unter dem Motto "Jetzt sind wir dran" haben Beschäftigte aus dem Einzelhandel der Region Göttingen, Northeim und Osterode den diesjährigen 1. Mai in Göttingen genutzt, um auf ihre in vielen Fällen desaströsen Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Als "fleißige Bienchen" verkleidet haben sie Demonstrationszug angeführt.

11.30 Uhr Kundgebung vor dem Gänseliesel,
-- Eröffnung Lothar Hanisch, DGB-Regionsvorsitzender.
-- Mairede Detlef Ahting, Leiter ver.di-Landesbezirk.

Kolleginnen vom Discounter Netto, dem Betriebsrat Schlecker aus Northeim und der Betriebsratsvorsitzenden von Karstadt Göttingen werden aus ihrem Arbeitsalltag berichten, der häufig von Stress, Druck und hoher Belastung geprägt ist.


1. Mai 2011, Kundgebung auf dem Marktplatz (foto: S. Knoblauch)

-- Redebeitrag Birgit Zimmermann, Betriebsratsvorsitzende bei Karstadt
-- Redebeitrag Anti-Atombewegung.
-- Musik von der Band "Con Aglio"
-- Infostände von Gewerkschaften, Parteien und Institutionen
-- Imbissstände
-- Angebote für Kinder


1. Mai 2011, Kundgebung auf dem Marktplatz , (foto: S. Knoblauch)
Eröffnungsrede Lothar Hanisch, DGB-Regionsvorsitzender

 


Pressemitteilung des DGB-Region Südniedersachsen-Harz zum 1. Mai 2011

"Deutschland ist in Schieflage. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Nicht wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, sondern Spekulanten, Manager und Banker. Für eine sichere Zukunft brauchen wir starke soziale Sicherungssysteme und paritätische Beiträge der Arbeitgeber", so Lothar Hanisch, DGB-Regionsvorsitzender.
Wir begrüßen die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa. Mobilität muss aber unter fairen Bedingungen gestaltet werden. Für entsandte Beschäftigte sowie Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter gilt: gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Sie dürfen nicht als Lohndrücker missbraucht werden. Der ungerechte Euro-Plus-Pakt von Kanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy ist der falsche Weg: Eingriffe in die Tarifautonomie, Schuldenbremse, Ausweitung des Niedriglohnsektors, Erhöhung des Renteneintrittsalters. All das steht für ein Europa, das wir so nicht wollen.
Der DGB fordert von der Bundesregierung und von den Arbeitgebern: - gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Stamm- und Leihbeschäftigte, - den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde, - gute Arbeit, die eine Familie ernährt, nicht krank macht und mitbestimmt ist, - flexible Übergänge in die Rente, statt Rente mit 67 und - eine solidarische Bürgerversicherung im Gesundheitssystem und in der Pflege statt Kopfpauschalen und immer mehr Eigenbeteiligung.
Die Gewerkschaften demonstrieren am 1. Mai in Deutschland und Europa für eine gerechte soziale Ordnung: mit guter Arbeit, fairen Löhnen und sozialer Sicherheit für alle! Wir wollen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Das ist das Mindeste!"

Die DGB-Forderungen / Bundesvorstand

"Wir fordern von der Bundesregierung und von den Arbeitgebern:
-- gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Stamm- und Leihbeschäftigte,
-- den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde
-- gute Arbeit, die eine Familie ernährt, nicht krank macht und mitbestimmt ist,
-- flexible Übergänge in die Rente statt Rente mit 67
-- eine solidarische Bürgerversicherung im Gesundheitssystem und in der Pflege statt Kopfpauschalen und immer mehr Eigenbeteiligung."

(Quelle: >>Maiaufruf 2011 >> DGB-Bundesvorstand)

Aktionsbündnis Sozialproteste: 10 € Mindestlohn, 500 € Eckregelsatz und 30 Stundenwoche
Zum Vergleich: das Aktionsbündnis Sozialproteste in dem auch viele GewerkschafterInnen zusammenarbeiten fordert bei den Montagskundgebungen 10 Euro Mindestlohn, 500 Euro Eckregelsatz und 30 Stundenwoche

SPD: "Mindestens Mindestlohn 8,50 €"
28.4.11 / "Der SPD-Stadtverband Göttingen bleibt mit einer Erklärung auf der Linie mit eine kleinen Tendenz nach oben und spricht von "Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde"
In ihrer Presseerklärung zum 1 Mai 2011 distanziert sich der Stadtverband von der ehemals auch von SPD beschossenen Erhöhung des Rentenalters: "Dass die Rente mit 67 unter Regierungsbeteiligung der SPD eingeführt wurde, hindert die Göttinger SPD nicht daran, diese und diskriminierende Komponenten der Hartz IV-Gesetzgebung weiterhin zu kritisieren und gemeinsam mit den Gewerkschaften für sozial verträgliche Änderungen einzutreten."


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1. Mai 2010


Kundgebungsversammlung auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus

 

Maidemonstration / Kundgebung - Programm

Am 1. Mai Treffpunkt wie immer auf dem Platz der Synagoge um 10:30 Uhr zum Demonstrationszug.

(Ausschnitt aus einem Foto von S. Knoblauch): Demonstrationszug auf dem Weg zum Kundgebungsort Altes Rathaus.

 



Lothar Hanisch, DGB-Regionsvorsitzender

11:30 Uhr.

Gerd-Uwe Boguslawski mit Sitz in Northeim. Geschäftsführer und Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz" , Tarifbereich Metall-Elektroindustrie

u.a.: Vehement gegen die Erhöhung des Rentenalters auf 67

Boguslawski ist Mitglieder der SPD und hatte sich auch bereits einmal um die Aufstellung als Landtagskandidat beworben

Kommentar eines IGM-Kollegen: Ist ja alles richtig was er sagt aber irgendwie so langweilig vorgetragen, deshalb hören viele nicht richtig hin.

Ein Beitrag zum Bildungsstreik von Matthias Ammer von der GEW Göttingen [(Jusos ) Korrektur ... schon lange nicht mehr bei den Jusos... wurde uns gemeldet ..]

da klatschten sogar Mitglieder der Gruppe 180°

 

 

Die Trommelgruppe Bacalao aus Göttingen sorgt für Rythmus. Mit Saxophon und Klarinette ein echter Zugewinn

"man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" Karl Marx 1844 in "Zur Kritik der Hegel´schen Rechtsphilosophie"

aber es wippten nur einige ...


Plakate an der Bühne während der Kundgebung

Seit 2004 ist dieser Teilnehmer an jedem 1. Mai mit diesen Schildern bei der Göttinger Kundgebung anwesend.

Aufschrift auf dem Plakat links mit einer Bildmontage,

"Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mensch Feind wird - Gegen Sozialabbau und Verelendung - Kapitalismus abschaffen"

Originalzitat von Thomas Münzer: "Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mann feind wird. Die Ursache des Aufruhrs wollen sie nicht wegtun."

Auf dem rechten Schild die Aufschrift: "Wer hat uns verraten Sozialdemokraten" (Karl Liebknecht)

Info-Stände Gewerkschaften: IGMetall, Ver.di, GEW

Info-Stände Gruppen/Initiativen
> Bündnis gegen Ämterschikane gemeinsam mit Bündnis Montagsdemo
> Initiative "Volksbegehren für gute Schulen", (Foto links)
> BI Gegen Südspange,
> Deutsch-Kubanische Freundschaftsgesellschaft,
> Iranischer Solidaritätsverein,
>
A.L.I Antifaschistische Linke International

Info-Stände von Parteien:
SPD, Grüne, Partei DieLinke

Am Vorabend , dem 30.4. gab es eine Filmvorführung der DGB-Jugend und ver.di-Jugend um 21 Uhr auf dem KAZ-Platz in Göttingen einen Open-Air-Film. Der "Mein Bruder ist ein Einzelkind". (>>Trailer) Italienischer Film von 2007 - http://www.meinbruderisteineinzelkind.de/

Erklärung des DGB zum 1 Mai 2010 in Göttingen

"Wir gehen vor! Am 1. Mai 2010 gibt es in der DGB-Region Südniedersachsen-Harz in neun Orten Veranstaltungen. Das diesjährige Maimotto lautet: Wir gehen vor! Gute Arbeit - Gerechte Löhne - Starker Sozialstaat. Die Krise ist noch nicht vorbei, so Lothar Hanisch, Vorsitzender der DGB-Region Südniedersachsen-Harz. Gewerkschaften und Betriebsräte haben maßgeblich dazu beigetragen, dass bislang ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden konnte. Nun kommt es darauf an, dass der Staat in der Lage bleibt, unverschuldet in Not geratene Menschen zu helfen, Arbeitsplätze zu sichern und Unternehmen zu stabilisieren. Die Verursacher der Krise müssen für die Finanzierung der Krisenlasten gerade stehen und für mehr Beschäftigung, Bildung und soziale Sicherheit in die Pflicht genommen werden.
Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich weiter geöffnet. Es darf nicht sein, dass die Milliardensummen deutscher Steuersünder unbehelligt im Ausland verschwinden und die Kinderarmut im Land steigt. Wir streiten für einen Staat, der die Lebensrisiken - Arbeitslosigkeit, Krankheit, Alter, Pflege - verlässlich absichert und sozialen Aufstieg durch Bildung und Arbeit ermöglicht.
Dumpinglöhne und prekäre Beschäftigung müssen energisch bekämpft werden; gleicher Lohn für gleiche Arbeit, statt Missbrauch der Leiharbeit. Ein gesetzlicher Mindestlohn ist dringlicher denn je. Vom Arbeitseinkommen muss man leben können, so Hanisch weiter.
Wir demonstrieren am 1. Mai für Gute Arbeit, Gerechte Löhne und einen starken Sozialstaat. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmen müssen endlich vorgehen!"

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1. Mai 2009

Störung der Göttinger DGB Kundgebung
1 Mai Göttingen und Region
DGB Region - Erklärung zum 1.Mai

Streit um das 1. Mai - Plakat

Die Forderungen der sozialen Bewegung zum Ersten Mai

Die Existenz sichern durch gesetzliche Mindestlöhne und einer Erhöhung der Hartz 4 Sätze

Diesmal sprach leider niemand von den Arbeitslosen zum 1. Mai

 

(Beim nächsten 1. mai 2010 prognostisieren wir, dass die Zahl der arbeitslosen 1.Mai DemonstrantInnen größer ist als diejenige der Leute mit einem Vollzeigjob)

 

 

Martina Manthey, vom IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Lothar Hanisch, Vorsitzender des DGB-Region Südniedersachsen/Harz, und ein Arbeitsloser mit roter Fahne.

1. Mai Demo vom DGB Haus zum Rathaus, etwas weniger als in den letzten Jahren, evtl. waren etliche auf der Demonstration gegen Nazis in Hannover.

Störungen auch während der DGB Kundgebung in Göttingen

1.5.09 / An diesem ersten Mai haben in >> Dortmund 300 Nazis mit brutaler Gewalt DGB KundgebungsteilnehmerInnen und Polizei angegriffen. (Die WAZ-Gruppe berichtete im Onlineportal ausführlich darüber, in ARD und ZDF wurde diese Nachricht bis 19 Uhr verschwiegen . Auch in Rotenburg wurde die DGB Demo von Nazis gestört. In Göttingen kam es zu einer vergleichsweise kleinen Störung der DGB-Kundgebung. Nach Augenzeugenberichten haben ca. 6 Personen zwischen 20 und 30 Jahre alt, die Kundgebung auf dem Rathausplatz gestört. Versammlungsleiter DGB-Vorsitzender Hanisch forderte sie zum Beenden der Störung und zum Verlassen des Platzes auf. Dem wollten sie zunächst nicht folgen. Als bereits die Polizei informiert worden war, haben sie den Platz dann doch verlassen. Von Augenzeugen gab es den Hinweis, es habe sich um Burschenschafter gehandelt.

Nachmittags am 1. Mai in Friedland gab es den >Versuch von ca. 30 Nazis einen Umzug durchzuführen.

 

Gewerkschaftliche 1 Mai Veranstaltungen in der DGB-Region Südniedersachsen-Harz

Göttingen

10:30 Uhr Demonstrationszug ab DGB-Haus
Demo zum Kundgebungsort auf dem Rathausmarkt.

DGB-Regionsvorsitzender Lothar Hanisch eröffnet die Kundgebung. Dann redet Martina Manthey von der IG Metall, Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, zur Finanzkrise spricht Dr. Mehrdad Payandeh vom DGB-Bundesvorstand. Songs von der Gruppe Z-O-R-N, Info-Stände von Gewerkschaften, Initiativen und Gruppen, Essens- und Getränkestände

28.4.09 / Da in Hannover ein Marsch von "Freien Kameradshaften" angekündigt ist, nehmen viele GöttingerInnen an den Gegendemonstrationen dort teil. Neuigkeiten hierzu sind unter http://www.mai-hannover.de.vu/ zu erfahren. Mitte April hat das Verwaltungsgerichts Hannover den Naziaufmarsch verboten, es ist aber noch nicht klar, ob es dabei bleibt. Die Mobilisierung zu den Gegendemonstrationen laufen jedoch weiter. In der Vergangenheit tauchten nach dem Demoverbot in der einen Stadt, die Busse mit den Kameradschaften urplötzlich in einer anderen Stadt zur Demonstration auf.

Streit um das 1. Mai - Plakat mit der Aufschrift "1a Deutsche Muskelarbeit"

Bereits im Februar hatte es eine Auseinandersetzung innerhalb des Bundes-DGB um den Entwurf eines 1. Mai Plakates gegeben. Oben links auf dem Plakat war ein Stück Geflügelfleisch mit Haut in einer Frischhalteschale und Klarsichtfolienüberzug zu sehen. Darunter waren Sprüche in im Stil von Werbetafeln verteilt:

1a Deutsche Muskelarbeit

Preiswert durch Praktikanten

Jetzt ohne teuere Westlöhne

Frauenrabatt - 22 %

EU Sonderpreis nur 0,99

Sonderposten aus Leiharbeit

 


Vorher


Nachher

Kritik daran wurde u.a. von der Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen (agf) in Marburg laut. "Die AgF ist ein Zusammenschluss von StudentInnen, die Gewerkschaftsmitglieder sind und an der Universität Marburg vorwiegend (aber nicht nur) in sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen studieren. Wir verstehen uns als antirassistische, antisexistische und antikapitalistische Gruppierung."

In einem Brief der bei Labournet veröffentlicht ist meint die agf "Die "1a deutsche Muskelarbeit" sei "offenbar positiver Bezugspunkt und bedrohtes Objekt".(...) Dass die Arbeit dabei zum einen "deutsch" ist, zum anderen als "Muskelarbeit" gekennzeichnet wird, macht das Plakat politisch hoch problematisch." Und "Muskelarbeit" repräsentiere "eine traditionelle und männlich konnotierte Vorstellung von Arbeit. KollegInnen aus dem Erziehungs- und Bildungsbereich, Kommunikations- und Dienstleistungsberufen dürften sich darin kaum wieder finden."

DGB-Zentrale Sprecher Axel Brower-Rabinowitsch sagte laut taz, das Plakat sei "eindeutig der ironisch-satirische Versuch, Dumpinglöhne in Deutschland zu geißeln." Offensichtlich war die Kritikwelle jedoch breiter und schließlich wurde das Plakat mit der ironischen Collage ersetzt durch den Satz "Arbeit für alle bei fairem Lohn!

 

DGB Region Südniedersachsen / Pressemitteilung zum 1.Mai 2009

"Gute Arbeit bei fairem Lohn ist ein Grundrecht aller arbeitenden Menschen. Jedoch: Die Finanz- und Wirtschaftskrise bedroht Beschäftigte und ihre Familien. Die Arbeitslosigkeit steigt. Immer mehr Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Banker, Manager und Spekulanten, die die Krise verursacht haben, müssen in die Pflicht genommen werden. Staatliche Hilfe, wo notwendig, ja - aber nicht zum Nulltarif. Wir zahlen nicht für die, die Tausende von Arbeitsplätzen vernichtet haben und dabei auch noch absahnen wollen. Die Krise darf nicht zur Lohndrückerei missbraucht werden. Arbeit für alle bei fairem Lohn bleibt das Ziel der Gewerkschaften. Denn immer mehr Menschen verdienen trotz Vollzeitarbeit für ein menschenwürdiges Leben zu wenig. Deshalb kämpfen wir heute gegen Lohndumping und die Altersarmut von morgen - die oft besonders Frauen betrifft. Die Gewerkschaften demonstrieren am 1. Mai für den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine neue nachhaltige Wirtschaftsordnung, für mehr Demokratie und Mitbestimmung in Wirtschaft und Gesellschaft und für gute Arbeit für alle bei fairem Lohn. Deshalb lautet das Motto am Tag der Arbeit: Arbeit für alle bei fairem Lohn!

Ein Zusatz aus der Erklärung des DGB Bundesvorstand Bereich Öffentlichkeitsarbeit Berlin
"
Arbeit für alle bei fairem Lohn bleibt unser Ziel. Denn immer mehr Menschen verdienen trotz Vollzeitarbeit für ein menschenwürdiges Leben zu wenig. Deshalb kämpfen wir heute gegen Lohndumping und die Altersarmut von morgen – die oft besonders Frauen betrifft. Wir Gewerkschaften stellen uns allen Rassisten, Antisemiten und Nazis entgegen, die den 1. Mai, den Tag der Arbeit, für ihre menschenverachtende Gesinnung missbrauchen wollen."

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1. Mai 2007

Veranstaltungen: DGB Demonstration und Kundgebung
10.30 Uhr ab Gewerkschaftshaus, Obere Maschstr. 10 zur Kundgebung vor dem Alten Rathaus.
Der diesjährige 1. Mai steht unter dem Motto: "Du hast mehr verdient! Mehr Respekt. Soziale Gerechtigkeit. Gute Arbeit." (Die Forderung "mehr Geld!" wäre deutlicher) Auf dem Marktplatz wird eine Vielzahl unterschiedlicher Infostände sein.
Kundgebung ab 11 Uhr. vor dem Alten Rathaus
- Begrüßung Lothar Hanisch DGB-Regionsvorsitzender
- Mairede Ellen Paschke ver.di Bundesvorstandsmitglied außerdem
- Kurzbeiträge: IGM, ver.di und DGB-Jugend U.a. Andreas Eipel (JAV Fa. Sartorius)
Musikbands: Bacalao, ZORN und Black&Schwarz

DGB-Jugend schwerpunktmäßig zu G 8
Auf der Kundgebung am 1. Mai werden Katja Neubieser (DGB-Jugend), Heike Boldt (ver.di-Jugend) und Andreas Eipel (IG Metall-Jugend) für die Gewerkschaftsjugend durch Redebeiträge inhaltliche Akzente setzen. Schwerpunktthema der diesjährigen Aktion, die von der ver.di-Jugend auf dem Marktplatz durchgeführt wird, ist das Thema G8.
„Unser Ziel ist es, mit unserer Aktion auf die Konsequenzen und Hintergründe des G8 Gipfel in Heiligendamm aufmerksam zu machen und die Leute dazu zubewegen, sich an den Protesten zu beteiligen.“ so Heike Boldt (ver.di-Jugend).

Pressemitteilung DGB Göttingen zum 1. Mai 2007
24.4.07 / "
In der DGB-Region Südniedersachsen-Harz gibt es in diesem Jahr 10 Maiveranstaltungen. Sie stehen unter dem Motto: "Du hast mehr verdient! Mehr Respekt. Soziale Gerechtigkeit. Gute Arbeit." "Die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt kommt endlich in Bewegung. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben diesen Aufschwung hart erarbeitet - und wollen endlich ihren verdienten Anteil. Wir lassen uns nicht mit guten Worten abspeisen. Wir wollen deutlich und nachhaltig am Aufschwung teilhaben. Die Ertragslage ist die beste seit 9 Jahren. Es ist klar: die Beschäftigten haben jetzt mehr verdient. Die Löhne und Gehälter müssen spürbar steigen. Durch mehr Binnennachfrage wird der Aufschwung gestärkt. Immer noch herrscht Massenarbeitslosigkeit, während die Unternehmen immer neue Rekordgewinne einstreichen und Managergehälter in absurde Höhen steigen. Den Arbeitgebern werden mit der Unternehmenssteuerreform milliardenschwere Geschenke versprochen. Während die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer neue Belastungen verkraften müssen. Der Aufschwung hat die Unternehmen erreicht aber noch nicht die Gesellschaft. Die Menschen in Deutschland haben mehr verdient als ihnen Arbeitgeber und Politik bisher zugestehen. Dafür kämpfen wir". so Lothar Hanisch, Vorsitzender der DGB Region Südniedersachsen-Harz."

Goest-Redaktion zum 1. Mai
24.4.07 / Je größer die Zahl der Arbeitslosen und je größer der Druck ist, der auf sie ausgeübt wird, desto größer ist auch der Stress für viele, die noch einen Arbeitsvertrag haben.
Den Arbeitslosen, SozialhilfeempfängerInnen, Alleinerziehenden, Geringfügig Beschäftigten, JobberInnen, 1 Euro-JobberInnen geht es nicht gut. In Speyer ist nun sogar ein arbeitsloser 20 jähriger verhungert, weil ihm alle Bezüge gestrichen wurden - er war depressiv geworden und hatte sich nicht mehr genug engagiert.
Aus dem 1. Mai dem "Kampftag der ArbeiterInnenklasse" wie es so schön heisst bzw. heissen sollte ist vielerorts das Abfeiern der verwalteten Arbeitnehmerschaft geworden. Ein Fest für diejenigen, die noch einen Job haben und daher auch überhaupt noch beitragszahlende Gewerkschaftsmitglieder sein können. Der Rest droht in Vergessenheit zu geraten.
Je mehr Arbeitslose es gibt, je härter mit denen umgesprungen wird, desto stärker ist auch der Druck auf die Leute in den Betrieben, alles mitzumachen. Siehe z.B. die Zustände bei der Bäckerei Ruch in Göttingen, wo der Chef freimütig öffentlich zugibt, gegen geltendes Recht zu verstossen, aber bei Krankheit das Gehalt kürzt. Siehe auch Cinemaxx , wo die Leute für echte Hungerlöhne arbeiten müssen. Aber die wehren sich jetzt wenigstens mit Streiks - viel zu verlieren haben sie auch nicht - sie verdienen eh kaum was.
Die Noch-Beschäftigten begreifen zunehmend, dass auch sie selbst morgen auf der Strasse sitzen könnten. Heute noch einigermaßen bezahlte Kräfte z.B. bei der Bahn oder der Telekom können morgen ebenso bei Hartz 4 landen wie Beschäftigte aus den Kliniken. Den derart bedrohten Beschäftigten kann man Arbeitslose nicht mehr als Faulenzer und Sozialschmarotzer "verkaufen". Die Spaltung durch Hetze gegen Arbeitslose funktioniert nicht mehr. Jedem ist klar, morgen kann es mich selbst treffen.
Statt der Hetze gegen Arbeitslose wird vielerorts "die rassistische Karte gezogen" und der Hass auf AusländerInnen gelenkt. Dabei geht es gerade denen am schlechtesten hier, es sei denn sie sind zufällig hochqualifizierte Computerfachleute z.B. aus Indien. Flüchtlinge werden wie Menschen 3ter Klasse behandelt, dürfen sich nicht frei bewegen, müssen auf Marken einkaufen und werden teilweise in Lagern festgehalten. Der Antirassismus als Bestandteil der 1. Mai Demonstrationen und Kundgebungen aber muß das Mittel sein, die Grenze zur antikapitalistischen Anbiederung der Nazis zu ziehen.
Und schließlich darf die Kritik der Globalisierung nicht in die Forderung nach einem Schutz der nationalen Wirtschaft und Standort-Sicherung münden sondern muß die Internationale Zusammenarbeit von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen anstreben.

All dies gehört zum 1. Mai - nicht nur die Forderung nach Lohnerhöhung und die Kritik "an denen da oben" - das ist nur ein Bestandteil unter mehreren. In Göttingen hat die Berücksichtigung all dieser Momente Tradition. WIr leben in einer Zeit in der dies noch nachdrücklicher als bisher erfolgen sollte. (G. Schäfer / Red. Goest)

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1. Mai 2006

Ein Erster Mai, der unter dem Zeichen der bereits in der 12 Woche im unbefristeten Streik befindlichen Landesbediensteten der Klinik stand.

Eine Kollegin aus der Klinik mit 150 streikenden KollegInnen auf der Kundgebung - in der 12. Woche im unbefristeten Streik !!

 


Überblick über die Kundgebung des DGB am 1. Mai 2006 auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus

Insgesamt war eine größere Beteiligung als in den Vorjahren an der 1. Maikundgebung des DGB feststellbar.


Lothar Hanisch, Vorsitzender der DGB-Region


Christianane Brenner, IGMetall Hannover

Bild links: Der neue Vorsitzende der DGB-Region Südniedersachsen bei seinem ersten Auftritt in Göttingen bei einem 1 Mai. Zunächst hatte man befürchten müssen, er würde gar nicht erscheinen, weil er auf der Internetseite des DGB Niedersachsen nicht als Redner in Göttingen aufgeführt war.
(zu den Irritationen siehe goest-DGB-Seite / am 1. Mai fanden wir ihn noch ein klein wenig unsicher und bescheiden zurückhaltend aber dadurch auch durchaus sympathisch)
Als "Hauptrednerin" war eine Vertreterin der IGMetall aus Hannover ,Christiana Brenner im Bild rechts angekündigt worden. Dabei dankte sie Verdi für die solidarische Unterstützung bei der Tarifauseinandersetzung der IGMetall vergass dabei aber ein wenig, dass sich die Verdi-Leute in einem unbefristeten Streik befinden und nun auch die Solidarität der IGM-benötigten. Obwohl vor kurzem noch eine große Demonstration für 5 % mehr Lohn von der IGMetall stattgefunden hatte, war die IGMetall relativ schwach auf der 1. Mai Kundgebung vertreten.


Transparent der BAU-Gewerkschaft "Ohne Regeln geht es nicht" sicherlich bezogen auf den Kampf gegen Lohn-Dumping und rechts das Logo der Eisenbahnergewerkschaft.

Edgar Schu (Bündnis Montagsdemo / Sozialforum, ...) hielt einen Redebeitrag in dem er auf die Bewegung der Arbeitslosen und der Sozialproteste hinwies.Insbesondere auf die demnächst stattfindende überregionale große Demonstration gegen Sozialabbau in Berling

"Gemeinsam gegen Massenentlassungen, Sozialabbau, innere Aufrüstung und Krieg! Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 03. Juni 2006 in Berlin."

 


Recht deutlich plazierten SPD-Miglieder Parteifahnen in der Kundgebung. Vereinzelte Demonstranten skandierten Kritik daran. U.a. war auch ein inzwischen bereits traditionell auftrauchendes Plakat "Wer hat uns verraten..." bei der Kundgebung vertreten, in friedlichem Nebeneinander mit SPD-Fahnen.

Pepper, Bassist und Sänger der Gruppe Hippokritz (rechts) die die Maikundgebung musikalisch mit Reggae begleiteten - im Gespräch mit einem anderen Kundgebungsteilnehmer


Wie immer Bratwurst ...

Inzwischen häufiger zu beobachten sind Leute, die sich gegen die schrillen Trillerpfeifen mit Ohrenstöpsel schützen.Hier ein Kollege von Verdi aus den Kliniken, vielleicht arbeitet er ja im Hals-Nasen-Ohrenbereich und weiß Bescheid über mögliche Gehörschäden durch Lärm.

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1. Mai 2004

Dieses Jahr blieb der Stress wegen NPD-Demo in Göttingen aus. Stattdessen fand eine große Demo von NPD und Kameradschaften in Berlin statt.
In Göttingen lief es deshalb wie jedes Jahr üblich am 1. Mai: 10.30 Prozession vom DGB-Haus zum Markt und dort Kundgebung und Musik.
Nach den großen Protesten gegen Sozialabbau bzw. Sozialkahlschlag war das Thema auch dominierend bei der diesjährigen DGB-Kundgebung um 11 Uhr auf dem Marktplatz: Hartz, Gesundheitsreform, Agenda 2010. Neben der Rede des DGB-Regionsvorsitzenden Sebastian Wertmüller, durften in Kurzbeiträgen Hamza Sinanoglu (Integrationsrat Göttingen) Uwe Bretthauer (Betriebsrat Sartorius) und Vertreter der DGB-Jugend sowie des Sozialforums sprechen.

Hauptmotto des 1. Mai vom Begriff "Sozialkahlschlag" freigehalten

Der DGB Bundesvorstand hatte den 1. Mai unter das Motto "Unser Europa - frei, gleich, gerecht" gestellt - deshalb war dies auch das formelle Hauptmotto in Göttingen. Schade - warum eigentlich wurden die Proteste gegen den Sozialkahlschlag nicht auch im Hauptmotto zum Ausdruck gebracht? Der Einfluß der SPD in den Spitzen der Gewerkschaften ist eben noch ungebrochen, obwohl er wegen des Sozialkahlschlages schon mal hier und da bröckelt (siehe Initiative für Arbeit und soziale Gerechtigkeit von Gewerkschaftern initiiert)
Und so kann dann noch der 1. Mai  von der SPD für den Versuch benutzt werden, um den Leuten die berechtigten Sorgen wegen der "Osterweiterung" zu zerstreuen um damit die Gewerkschaften hinter die aktuellen Entscheidungen der Regierungspolitik zu stellen: "Der 1. Mai 2004 ist nicht nur der 1.Mai der Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften: Es ist der Tag an dem die EU-Osterweiterung ihren Auftakt hat. Wir Gewerkschaften begrüßen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union."
Die Mehrheit der Bevölkerung schaut jedoch eher mit Sorge auf diese Sache. Im Grunde müßte man das doch so lange ablehnen, so lange die neuen Zumutbarkeitsregelungen für Arbeit-Suchende nicht vom Tisch sind, die den Dumping-Prozeß fördern. Es ist gewerkschaftlicher Zweck-Optimismus, dass die Schwierigkeiten der Osterweiterung durch gewerkschaftliche Macht in soziale Bahnen gelenkt werden könnte. Die Osterweiterung wird auf jeden Fall die soziale Lage weiter verschärfen.
Stattdessen wird durch gemeinsames Träumen zur Legitimation der Regierungspolitik beigetragen: "Gemeinsam wollen wir ein soziales Europa der Freiheit, Gleichheit und Toleranz gestalten. (..) Viele Menschen haben berechtigte Sorgen angesichts einer anhaltenden Wirtschaftskrise und fortdauernder Massenarbeitslosigkeit. (...) Europa, so wie wir es wollen, gleicht die Lebensbedingungen der Menschen auf hohem Niveau an, schafft Arbeitsplätze, stärkt die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sichert Bildung für alle und fördert lebensbegleitendes Lernen, bietet soziale Sicherung in einer gesunden Umwelt, sorgt für Chancengleichheit, bekämpft Diskriminierung und garantiert die Unabhängigkeit der Gewerkschaften sowie Mitbestimmung und Tarifautonomie." (zit. Wertmüller, Text, April 04)

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Veranstaltungen der DGB-Region Südniedersachsen - Harz außerhalb Göttingens

 
im Jahr 2010
im Jahr 2009
Langelsheim 1. Mai, 10 Uhr Maiveranstaltung im Forum des Schulzentrums Langelsheim anschließend Familienfest der IG BCE Ortsgruppe Langelsheim; Mairede Francesco Grioli Langelsheim 10:00 Uhr Maiveranstaltung im Forum des Schulzentrums Langelsheim, Mairede Jörg Liebermann, IG BCE Wolfenbüttel, anschließend Familienfest der IG BCE-Ortsgruppe Langelsheim
Hann. Münden

1.Mai, 10:30 Uhr, Demonstrationszug ab Schlossplatz; 11 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus; Begrüßung Axel Nelges, kommissarischer DGB-Ortsverbandsvorsitzender; Grußwort stellvertretender Bürgermeister ,Günter Fraatz, Mairede Ulrich Gransee, DGB-Bezirk; Musik Z-O-R-N, der Chor

10:30 Uhr Demonstrationszug ab Schlossplatz, 11:00 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus, Mairede Ronald Schminke, Landtagsabgeordneter; Musik Drum & Bugle Corps Red Stars.
Northeim
30.04.- 03.05. Maivolksfest auf dem Mühlenanger 1. Mai, 10:30 Uhr Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Marktplatz vor der Alten Wache anschließend Demonstrationszug zum Mühlenanger; 11 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger; Erika Goebel, DGB-Ortsverbandsvorsitzende; Grußwort Bürgermeister Harald Kühle; Mairede Industriepastor Dr. Uwe Brinkmann; Kaspertheater mit Mario Laretti"10:30 Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Marktplatz anschlie-ßend Demonstrationszug zum Mühlenanger; 11:00 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger, Mairedner Wolfgang Hemme, TRANSNET; Kinderbelustigung und Kaspertheater mit Mario Laretti.
Einbeck

1. Mai, 11 Uhr Maikundgebung auf dem Möncheplatz; Begrüßung Achim Wenzig, IGM-Ortsvorstand; Mairede Patrick Schreiner, DGB-Bezirk; Musik Big Band der Mendelssohn-Musikschule

11:00 Uhr Maikundgebung auf dem Möncheplatz, Mairede Manfred Zaffke, IG Metall; Luftballonwettbewerb und Kinder schminken.
Uslar
1. Mai, 10 Uhr Maikundgebung auf dem Rathausvorplatz mit Aufstellen des Maibaums; Mairede Heinz-Albert Siemes, IG Metall Süd-Niedersachsen - Harz; "Musik Volkschor "Waldesgrün" und die Musikgruppe "KuKeMa"10:00 Uhr Maikundgebung auf dem Rathausvorplatz mit Aufstellen des Maibaums, Mairede Albert Siemes, IG Metall Bezirk; Beitrag zum Krankenhaus Uslar Gunter Grimm, ver.di; Musik Volkschor Waldesgrün und die Musikgruppe "KuKeMa".
Osterode
1. Mai, 10:30 Uhr, Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode; Begrüßung Sabrina Kohlrausch, ver.di-Region Süd-Ost-Niedersachsen; Grußworte Landrat Bernhard Reuter und Harald Renz, stellvertretender Bürgermeister; Mairede Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP);10:30 Uhr Maikundgebung im Haus der Jugend in Osterode, Mairedner Ulrich Gransee, DGB-Bezirk; Musik Con Aglio.
Goslar

1. Mai, 10 Uhr Demo ab Domplatz vor der Kaiserpfalz mit Zwischenstopps und kurzen Reden und Aktionen zu den Themen: Krankenkasse, Bildung, Finanzkrise, Billiglöhne, ELENA; 11 Uhr Maikundgebung auf dem Jakobikirchhof; Mairede Ulf Halbauer, IG Metall Süd-Niedersachsen - Harz; Beitrag zu Hartz IV Hans-Werner Kihm; Musik Band Roadhaus; Kabarett Bernd Krage-Sieber

10:00 Uhr Demo ab Domplatz vor der Kaiserpfalz mit Zwischenstopps und kurzen Reden und Aktionen zu den Themen Bildung, Alterssicherung, Finanzkrise und Leiharbeit; ab 11:00 Uhr Maifest auf dem Jakobikirchhof mit örtlichen Referenten
Bad Harzburg
1. Mai, 10 Uhr Maikundgebung im unteren Badepark mit SPD-Ortsverein Bad Harzburg; Begrüßung Manfred Finger, DGB-Ortsverbandsvorsitzender; Mairede Frank Ahrens, DGB-Bezirksjugendsekretär; Musik "Die Tennessee-Birds" aus Hattorf10:00 Uhr Maiveranstaltung auf dem Holzhof (AWO-Begegnungsstätte)