Göttinger Bündnis gegen Rechts fordert: Vertrieb der Zeitschrift „Zuerst!" einstellen 23.8.10 /
Tonollo beruft sich auf Verpflichtung zur Neutralität Wenn
man diese Sachlage berücksichtigen möchte, dann müßte sich
die Forderung an das jeweilige Zeigungsgeschäft richten, die Zeitung nicht
auszulegen. Wenn für eine Zeitung längere Zeit keine Verkaufszahl registriert
wurde, dann stellt der Verteilcomputer bei Tonollo die Lieferung ein. Konsequenz:
Was nicht verkauft wird, wird auch nicht dauerhaft geliefert. Unter Berücksichtigung
der Rechtslage wäre alternativ dazu ein Verbot der Zeitschrift zu fordern.
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Antifaschistische
Demonstration 6.8.10 Am Freitag, den 6. August 2010 haben nach mehrfach übereinstimmenden Angaben ca. 150 Menschen gegen rechte Gewalt und Repression demonstriert. Dabei wurde ein unverhältnismäßig großer Polizeieinsatz gefahren der sich in der Statistik der Polizei wieder als personalbedarfssteigernde Forderung niederschlagen wird.
Kommentar:
Ordnungsamt
beschränkt Protestdemo "Gegen rechte Gewalt und Repression" A.L.I
- 7.8.10 / Stellungnahme zum Verlauf der Demo (gekürzt) Ankündigungstext
der Demonstration (Jugendantifa) ___ |
Mitteilung des Northeimer Bündnis gegen Rechtsextremismus vom 7.5.10 "Am
6.5.10 konnte ein erster juristischer Erfolg erzielt werden. Einer der beiden
Inhaber des Tagungslokals hat gegen seinen Partner eine einstweilige Verfügung
vor dem Gandersheimer Amtsgericht erwirkt. Das Gericht stellte in dem Zivilverfahren
klar, dass der Vertrag mit der NPD nicht ohne den zweiten Inhaber geschlossen
werden konnte. Das erschwert die Durchführung des Parteitages erheblich, aber
es ist nicht gewährleistet, dass er damit tatsächlich nicht stattfindet. Die NPD
wird ihrerseits alle juristisch möglichen Schritte einleiten. Eventuell rücken
auch hinreichend gewaltbereite Nazis an, um vor verschlossenen Türen Randale zu
machen.
NPD Landesparteitag in Bad Gandersheim 9.5.10 4.5.10 Die NPD will am 9.5.10 ab 9 Uhr im Bad Gandersheimer Stadttheater (ehemaliges Kurhaus (>> Foto ) ihren niedersächsischen Landesparteitag abhalten. Das "Stadttheater" befindet sich in der Hildesheimer Straße 6a. Es hat einen Saal mit ca. 550 Sitzplätze, ein Foyer mit 70 Sitzplätzen und kleinere Tagungsräume mit ca. 40 Sitzplätzen. Es wurde 2009 von der Stadt an den "Beleuchtungsmeister Bernhard Esser aus Berlin und dem Veranstaltungstechniker Nils Schelm aus dem nahen Kreiensen" verkauft. Während Nils Schelm (Nomen est Omen) auf einem Kreuzfahrtschiff weilt, will Bernhard Esser die Suppe auslöffeln und beteuert neuerdings "ich bin kein Symphatisant der NPD". Gleichwohl bestätigte er gegenüber dem Kreisblatt am 3.5."Ich habe einen Mietvertrag mit der NPD abgeschlossen." und verkündet, den geschlossenen Mietvertrag einhalten zu wollen. Die Antifaschistische Linke International A.L.I. aus Göttingen hat eine Erklärung veröffentlicht in der sie dazu auffordert, "die NPD-Veranstaltung schon im Vorfeld unmöglich zu machen." Die NPD, so die ALI, verfolge "eine verbrecherische Ideologie und ist personell teils deckungsgleich mit Neonazi-Kameradschaften. Ein großer Teil der Neonaziszene hat sich in Südniedersachsen mit Schusswaffen und Sprengstoffen ausgerüstet. Diesen Leuten darf kein Raum überlassen werden!". An Betreiber von Veranstaltungsräumen in Niedersachsen appelliert die Sprecherin der Göttinger Antifagruppe, "ihre Reservierungen für den 9. Mai 2010 zu überprüfen, um auch mögliche Ersatzveranstaltungen ins Leere laufen zu lassen." Die "Grüne Jugend" Göttingen fordert in einer Erklärung vom 4.5.10 die Stadtverwaltung von Bad Gandersheim auf ,"die Veranstaltung zu verhindern", noch sei es nicht zu spät, die Vermietung der Räumlichkeiten rückgängig zu machen. "Sollte Bernhart Esser nicht zur Vernunft kommen und weiterhin an die NPD vermieten wollen, werden wir an Gegenprotesten teilnehmen und uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass der NPD keine Plattform zur Verbreitung ihrer faschistischen Ideologie geboten wird." heisst es in der Erklärung der "Grünen Jugend" Gandersheim: Die örtliche Friedensinitiative in Bad Gandersheim hat inzwischen eine Demo zur geplanten Tagungsstätte der NPD angemeldet. Im Gandersheimer Kreisblatt Online gibt eine lebhafte Auseinandersetzung. Dabei spielt die Erklärung der Göttinger Antifa eine Rolle, die den Vorsitzenden des "Kur- und Verkehrsvereins" Vogel zur Ablehnung der NPD-Veranstaltung mit der folgenden Begründung veranlaßt: die "Veranstaltung sei keine Werbung für den Ort, wie sie Bad Gandersheim haben wolle, und für das Image der Stadt unerträglich". Landtagsabgeordneter Uwe Schwarz (SPD) äußerte die Auffassung, dass ein Verbot der NPD-Veranstaltung begründet werden könne mit "Gefahrenabwehr angesichts angekündigter militanter Protestaktionen Linksextremer aus Göttingen. (...) In der Stadt sei es so eng, dass die Polizei die Gruppierungen nicht voneinander trennen könne. Durch die bereits erfolgten Aufbauten für die Domfestspiele verschärfe sich die Lage." Image- und Sachschäden scheinen im Vordergrund der Bedenken zu stehen, das Problem des Rechtsradikalismus und eine Kritik an der NPD-Ideologie kommt in Gandersheimer Stellungnahmen zu kurz. Neben
dem schwierigen Versuch eines Verbotes wird auch auf eine zweite Möglichkeit
verwiesen: Da Nils Schelm, der immer noch Miteigentümer des Stadttheaters ist,
über seinen Anwalt erklärt hat, er distanziere sich von der Vermietung
an die NPD und habe den Miteigentümer Esser aufgefordert, "diese Veranstaltung
nicht durchzuführen", liegt wohl hier eine rechtliche Möglichkeit
die Vermietung zu verhindern. Wenn es der NPD gelänge Regressforderungen
wegen eines stornierten Mietvertrages durchzusetzen müßten die jetzigen
Besitzer dann die Verteilung der Kosten zivilrechtlich unter sich ausmachen. Vielleicht
wäre es eine Lösung, wenn seitens der Stadt Gandersheim hierbei dem
Vermieter Hilfe angeboten würde. |
Veranstaltungen
zur Geschichte des antifaschistischen Widerstands 2010 Freitag, 9. April 2010 , 19.00 Uhr Buchladen, Nikolaikirchhof 7 , Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald (bei Weimar) Veranstaltung zur Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald und zu Gedenkstättenpolitik mit Ulrich Schneider (VVN-BdA) Sonntag,
11. April 2010 "65 Jahre nach der Befreiung vom deutschen Faschismus kommt der Auseinandersetzung mit Geschichte hierzulande weiterhin eine besondere Bedeutung zu. Die Deutungsmacht über Geschichtsschreibung ist hart umkämpft. Gegenwärtiges erklärt sich nur aus der Geschichte heraus und muss auch so begriffen werden. Wir leben im Land der TäterInnen des deutschen Faschismus. Diese Geschichte schafft ein besonderes Vorzeichen im Bewusst- wie im Unterbewusstsein der deutschen Gesellschaft. Wie der deutsche Faschismus das Denken und Handeln bis heute prägt, so leitet sich auch der antifaschistische Widerstand aus seiner eigenen Geschichte ab. Wird politisches Handeln ohne dieses Verständnis betrieben, bleibt es allein reaktiv und bezugslos. In unserer Veranstaltungsreihe beginnen wir mit einer Auseinandersetzung mit dem antifaschistischen Widerstand im ehemaligen KZ Buchenwald. Der mutige, entschlossene und organisierte Widerstand der Häftlinge mündete am 11. April 1945 in der einzigen Selbstbefreiung eines Konzentrationslagers. In diesem Zusammenhang ist auch die offizielle Gedenkkultur in Deutschland wichtig zu betrachten, die seit Anfang der 1990er die Selbstbefreiung in den Hintergrund rückt. Zum 65. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZs Buchenwalds durch die Häftlinge werden wir eine Busanreise zur Gedenkfeier des Internationalen Lagerkomitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD) organisieren. Als letzte Generation derer, die mit ZeitzeugInnen in Begegnung kommen können, messen wir der Fahrt zur Gedenkfeier besondere Bedeutung zu. Wir laden Euch dazu ein, mit uns dorthin zu fahren.
Beide Veranstaltungen gemeinsam mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund
der AntifaschistInnen (VVN-BdA) und dem Verein zur Förderung antifaschistischer
Kultur e.V. " |
11.5.09 / Rückblickende Betrachtungen TeilnehmerInnenzahl nach Absage der Nazidemo geringerUm 10:45 Uhr gab es am Kundgebungsplatz in der Heimkehrerstraße eine Zwischenkundgebung mit zwei Redebeiträgen in deutscher und russischer Sprache. Danach zog die Demo mit ca. 250 Personen (die Polizei gibt nur 200 an) wieder zurück zum Bahnhof und viele traten per Bahn oder Rad die Rückreise an.Von 11-13 Uhr fand dann die zweite Kundgebung am Mahnmal statt. Verschiedene Berichte schreiben von 300 Personen bei dieser Kundgebung , darunter viele FriedländerInnen. Der Bürgermeister von Friedland, der diese Kundgebung angemeldet hatte sprach im Stadtradio hingegen nur von 200 TeilnehmerInnen. In einer Pressemitteilung weist die Antifagruppe redical m darauf hin "Zahlreiche AntifaschistInnen waren gleichzeitig rund um Göttingen unterwegs, um auf mögliche Ersatzveranstaltungen von Nazi-Seite flexibel reagieren zu können. (...) Wir haben im Falle eines Nazi-Aufmarsches mit 500 Menschen gerechnet. Dass sich diese Zahl nach der Absage durch die Nazis erheblich reduzieren würde, war immer klar. " und außerdem wurde angemerkt, "dass angesichts der veränderten Situation in Friedland tatsächlich noch viele Leute aus Südniedersachsen, Westthüringen und Nordhessen nach Köln gefahren sind, um dort gegen Anti-Islamisierung-Kongress der Nazi-Gruppierung pro Köln auf die Straße zu gehen." Groteskes
Über-Aufgebot von Polizei und Bedrohungsszenario politisch motiviert? Einschränkende
Auflagen für die Versammlung und Demoverbot waren unrechtmäßig
Texte des Friedländer Bündnisses gegen Rechts Empfehlung
für den 9. Mai (vom Bündnis/DGB) : Kundgebung des Bündnisses Am 7.5. erstellt: "Für Samstag, 9.Mai 2009, hat das Friedländer Bündnis gegen Rechts ab 11 Uhr zu einer Kundgebung am Mahnmal aufgerufen. Redner werden der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann, MdB Hartwig Fischer (CDU) und Pastor Martin Steinberg sein. Die Organisatoren hoffen auf rege, friedliche Teilnahme vieler Menschen, die Flagge zeigen für ein friedliches, geeintes Europa. Auch die Polizei Göttingen will die friedlichen Demonstranten schützen. „Sie brauchen hier in Friedland keine Angst zu haben“, so der leitende Polizeidirektor Thomas Rath im Vorfeld bei einer Informationsveranstaltung, „es wird hier genug Polizeipräsenz geben, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten“. Und Einsatzleiter Gerd Hujahn bekräftigt, dass die Polizei alles tun wird, um friedliche Versammlungen zu gewährleisten und Gewalt- und Straftaten zu verhindern. „Uns tut das leid, dass wir so ein kleines Dorf zu einer Festung machen müssen.“ (....) (Quelle) Resolution des Bündnisses Am 28.4. erstellt und auf der Webseite der Gemeinde Friedland veröffentlicht "Resolution zur Verhinderung des sog. „Deutsch-Russischen Friedensmarsches“ in Friedland am 09.05.2009 Beschlussvorschlag: Der Rat der Gemeinde Friedland unterstützt alle Maßnahmen (Hervorhebung Red. goest) zur Verhinderung der für den 09. Mai 2009 in Friedland als „Deutsch-Russischer Friedensmarsch“ bezeichneten Veranstaltung, geplant von den Organisationen „National-Konservative Bewegung der Russlanddeutschen“ und „Deutsch-Russische Friedensbewegung im europäischen Geiste e.V.“ Begründung: „Rechtsextremismus ist mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen“. (...) Im Vorfeld von Europa- und Bundestagswahlen wollen diese Gruppen demokratiefeindliche, rassistische und antisemitische Ideen in die Bevölkerung tragen. Von Verwaltung und Politik in der Gemeinde Friedland soll alles getan werden, diese Veranstaltung zu verhindern." (Quelle) Zu einer Lichterkette konnte das Bündnis 150 Personen mobilisieren. Ansonsten scheint die Bevölkerung in Friedland nicht besonders erfreut von der Aussicht auf Demonstrationen.
1. Mai Nazi-Provokation in Friedland 2.5.09 / Ca 30 Nazis waren nach der Verhinderung ihrer 1 Mai Aktivitäten u.a. in Hannover mit ihren PKWs nach Friedland gereist, um hier, eine Woche vor ihrem geplanten Aufmarsch in Friedland eine Art dezentraler Ersatzdemonstration durchzuführen. Dazu stellt die Antifaschistische Linke International A.L.I. in einer Mitteilung fest: "Die umfangreichen Waffenfunde bei Neonazis im Dezember 2008 und Januar 2009 belegen ebenso wie diese neuerliche Neonaziprovokation, dass die während der Bürgerversammlung am 24.4.2009 in Friedland verbreitete Version des Niedersächsischen Verfassungsschutzes, Göttingen und Südniedersachsen seien "weiße Flecken auf der Karte des Rechtsextremismus", falsch sind. "Hierbei handelt es sich nicht um Ausrutscher (...) die Neonaziszene wird seit Jahren aus dem Niedersächsischen Innenministerium protegiert, die Bedrohungen, die von ihr ausgehen, geleugnet oder herunter gespielt". Für den 9. Mai mobilisiert die Göttinger Antifagruppe dazu, ab 9.00 Uhr nach Friedland zu reisen: "Wir unterstützen den Aufruf des Göttinger Bündnis gegen Rechts und rufen dazu auf, den Neonaziaufmarsch mit allen Mitteln zu verhindern!" 1.5.09 / Da eine von den Nazis am 9. Mai geplante Demo in Friedland vom Landkreis verboten wurde, haben am 1. Mai 30 Nazis offensichtlich einen vorgezogenen Demonstrationsversuch unternommen. Gegendemonstranten haben sich kurzfristig auf den Weg nach Friedland gemacht. Die Polizei hat die demonstrierenden Nazis aus Friedland weggebracht. In einer Mitteilung der redical m heisst es "Etwa 100 AntifaschistInnen demonstrieren spontan vor Ort" - eine Mobilisierung binnen weniger Stunden. Kritisch angemerkt wurde die Frage "Wo der Friedländer Bürgermeister Andreas Friedrichs und seine BündnisparterInnen heute geblieben" seien. Bürgerversammlung in Friedland - Polizei macht BürgerInnen Angst 24.4.09 / : "Die Veranstaltung am heutigen Abend in Friedland glich dann auch mehr einer Polizeipropagandashow als einer "Bürgerversammlung" eines Bündnisses gegen Rechts." "Zunächst wurden die zahlreich erschienen EinwohnerInnen Friedlands auf gewalttätige Auseinandersetzungen von links und rechts eingeschworen, um ihnen dann zu erzählen, dass sie "100%" sicher seien, aber dafür Hunde, Pferde, Wasserwerfer, Hubschrauber, Personenkontrollen und die komplette Abriegelung Friedlands nötig wären. Von mehreren Tausend Polizisten in Göttingen und Friedland am 9. Mai ist also auszugehen. Dass diese sich ganz gezielt und vor allem gegen die antifaschistischen Proteste richten werden, hat die Einsatzleitung heute im Klartext gesagt." Aus Pressemitteilung redical m Trittin: Demonstration auch wichtig wenn die Nazidemo verboten ist 24.4. Pressemitteilung Trittin: " Mit dem Verbot des „Deutsch-Russischen Friedensmarsches“, der für den 9. Mai angemeldet war, hat Landrat Reinhard Schermann den richtigen Schritt gemacht, um einen Aufmarsch der Rechten in einen so symbolträchtigen Ort zu verhindern. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob das Verbot vor Gericht Bestand haben werde. Daher ist es weiterhin wichtig, dass am 9. Mai in Friedland möglichst viele Bürgerinnen und Bürger gegen den rechten Sumpf Flagge zeigen." Kommentar goest: Der Ausdruck "Flagge zeigen" ist gerade in diesem Zusammenhang allerdings etwas unpassend. Nach 1945 gab es eine Zeit, in der generelles Mißtrauen gegenüber Fahnen existierte - nicht ohne Grund. Landkreis verbietet Naziaufmarsch in Friedland 23.4.09
/ Der Landrat hat ein Verbot der Nazidemo am 9.Mai verfügt. Die Entscheidung
wurde mit der Abwägung "zwischen dem grundgesetzlich garantierten Versammlungsrecht
und dem Grundrecht auf Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit sowie
anderer Grundrechte von Demonstrationsteilnehmern, Polizeikräften oder unbeteiligten
Dritten" begründet. Die Gefährdungslage entstehe durch die Anwesenheit
von ca. 600 z.T. gewaltbereiten Rechtsradikalen, Autonomen Nationalisten und Kameradschaften.
Wie der Landrat zur Begründung ausführte,
sieht er eine besondere Gefährdungslage gegeben, die von der geplanten Veranstaltung
mit voraussichtlich bis zu 600 Teilnehmern ausgeht. Antifakonzert
in Hann Münden verboten wegen Nazidemo am 9.5. 23.4.09
/ Die Fraktion der >> Offenen
Wahlliste GöLinke
hat bekannt gemacht, dass ein "Antifaschistisches Konzert" am 9.5.09 in Hann.
Münden verboten wurde. Am 20. April (ausgerechnet an "Führers Geburtstag")
"2 Wochen vor dem Termin, wurden die Mitveranstalter von der Stadtjugendpflege
Hann. Münden darüber informiert dass es Bedenken seitens der Göttinger Polizei
gäbe, die Veranstaltung stattfinden zu lassen. Der Grund dafür sei ein am selben
Tag stattfindender Naziaufmarsch im nahegelegenen Friedland (welcher auch bereits
seit mehreren Monaten feststeht!). Es herrsche Polizeinotstand und die Polizei
könnte angeblich nicht für die nötige Sicherheit der Veranstaltung garantieren.
Die Stadt zog sofort alle Register und untersagte das Konzert." (...)
"Nach vielen Telefonaten
mit der Polizei, der Stadtverwaltung Hann. Münden und Diskussionen mit Verantwortlichen
wurde den Veranstaltern schließlich deutlich gemacht, dass das Konzert an diesem
Tag nicht stattfinden wird." Aufrufe zu Gegendemonstrationen Die Antifaschistische
Linke International A.L.I hat bereits einen Aufruf auf ihrer Homepage www.inventati.org/ali
veröffentlicht in dem sie dazu aufruft "Naziaufmarsch in Friedland
vertreiben! (...) Auf allen Ebenen! Mit allen Mitteln! Kein Naziaufmarsch
in Friedland oder sonstwo! Am 9. Mai 2009". Außerdem heisst es
dort: "Die Zusammenarbeit von NPD und extrem rechten bis neonazistischen
Anteilen der sog. Russland-Deutschen ist Ausdruck für die Suche der NPD nach neuem
Wählerpotential. Seit 2007 versucht die NPD hier neue WählerInnen zu rekrutieren
und arbeitet dabei auch mit der neofaschistisch und antisemitisch geprägten russischen
Organisation "Pmjat" zusammen." Seitens der Grünen heisst es "Der Göttinger Kreisvorstand, der Stadtvorstand, die Göttinger Stadtrats- und Kreistagsfraktion sowie der Ortsverband Friedland von Bündnis90/DIE GRÜNEN rufen dazu auf, alle Hebel in Bewegung zu setzen um den für den 9.Mai von "russlanddeutschen Rechtskonservativen" angemeldeten Aufmarsch in Friedland zu verhindern". Zuständig für die behördenmäßige Veranstaltungsbewältigung ist diesmal an verantwortlicher Stelle u.a. ein Mitglied von Bündnis90/Die Grünen, die Ordnungsdezernentin des Landkreises Göttingen Christel Wemheuer. Gelände am Mahnmal "Tor der Freiheit" in Friedland ist Eigentum des Bundes
Rückblick auf historische Merkwürdigkeiten Nazis gegen USA und Nato - für das ("kommunistische") Russland ? Am 9. Mai 2009 wollen Nazis in Friedland am Denkmal demonstrieren. Es reicht eigentlich wenn man sich die personellen Verbindungen dieser Veranstaltung zu rechtsradikalen Kameradschaften anschaut. Dennoch ist auch ein Blick auf die kruden Ankündungstexte und ein historischer Vergleich interessant.
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"Konservative Kulturrevolution" als Konzeptvorschlag für radikale Rechte Gegen
das Auftreten eines exponierten Vertreters der Neuen Rechten,
Dr. Karlheinz Weißmann, protestierten am Abend des 20.1.09 eine größere
Gruppe am Veranstaltungsort und in der Göttinger Innenstadt. Karlheinz Weißmann
hielt einen Vortrag bei der Burschenschaft Hannovera in der Herzberger Landstr.
"Um 19:30 startete eine Kundgebung an der Stadthalle. Von hier aus ging es
zur Burschenschaft Hannovera (Herzberger Landstr. 9), wo die Vorlesung Weißmanns
stattfinden sollte. Nachdem es hier zu einer kleinen Rangelei mit der Polizei
gekommen war, wurde spontan eine lautstarke Demonstration zur Burschenschaft Holzminda
(Wilhelm-Weber-Strasse 26-30) durchgeführt. Bei Versuchen, näher an das Gebäude
zu kommen, reagierte die Polizei sehr nervös und ging mit Knüppeln und Fäusten
gegen die teils jungen Menschen vor. Nach einiger Zeit zog der Demonstrationszug
Richtung Innenstadt, und löste sich schließlich am Gänseliesel auf." Und
weiter schrieb die "Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.)" in der
zitierten Pressemitteilung von 180 Leuten. Wir konnten die Demonstration beim
Abzug in der Barfüsserstr. sehen, wo einige die Demonstration wohl schon
verlassen hatten. Dazu passte eher die Schätzung des Stadtradio von 100 Personen.
Erneut Waffenfunde bei Hausdurchsuchungen im rechtsradikalen Bereich 21.1.09
Nur durch Polizeibericht wurde bekannt, dass am 20.1. "in den Landkreisen
Göttingen, Northeim, Osterode, Hildesheim und Braunschweig insgesamt 32 Objekte
von Angehörigen oder Kontaktpersonen der rechtsextremistischen Szene durchsucht"
wurden. (...) Der Schwerpunkt mit 22 Objekten lag in der Polizeiinspektion Northeim/Osterode.
Neben neun Gewehren (Karabiner), fünfzehn Softair-Waffen, sieben Faustfeuerwaffen
und Munition stellten die Einsatzkräfte eine Handgranate, Baseballschläger, Teleskopschlagstöcke,
Wurfsterne, Bajonette, einen Schlagring sowie Propagandamaterial und CD's sicher.
Ob es sich bei den aufgefundenen Waffen um scharfe Schusswaffen handelt, wird
durch eine Untersuchung beim Landeskriminalamt Niedersachsen ermittelt. Die Polizei
hat mehrere Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und gegen
das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet. "Die Durchsuchungsergebnisse belegen
die Affinität der "rechten Szene" zur Waffen und deren tatsächlicher Verfügbarkeit
und zeigt deren Gewaltbereitschaft. Die Gefahrenprognose der Polizei wird nachdrücklich
bestätigt." (...) Am 11. September 2008 hatte Polizeipräsident Wargel anlässlich
der Vorstellung des Lagebildes "Rechtsextremismus im Bereich der Polizeiinspektion
Northeim/Osterode" auf die grundsätzliche Gewaltbereitschaft der dortigen Kameradschaften
und kameradschaftsähnlichen Gruppen hingewiesen. Auf Grund der deutlichen Zunahme
rechtsextremistischer Bestrebungen hatte er im November 2007 dort eine Ermittlungsgruppe
(EG) "Rechts" beim Staatsschutzkommissariat eingerichtet. In den Landkreisen Northeim
und Osterode werden rund 100 Personen der rechtsextremistischen Szene zugerechnet. |
Öffentlich auftretender Neonazi arbeitete seit 2006 am Göttinger Gymnasium 12.1.09
/ Ein Mitglied der NPD und angeblich auch der Northeimer Kameradschaft war seit
2006 am Max-Planck-Gymnasium beschäftigt. Ein anonymes Schreiben hatte -
wie sich auf der Adressatenliste der Mail erkennen ließ - sämtliche
Medien der Region darauf aufmerksam gemacht, dass da einer im Schuldienst eingestellt
wurde, der wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt und durch rechtsradikale
Auftritte bekannt ist. Die Mail enthielt sehr konkrete Hinweise und auch Fotos.
Nachdem JournalistInnen an allen in Frage kommenden Stellen nachgefragt hatten,
waren Reaktionen festzustellen. Noch am selben Tag - am 12.1.09 - wurde das Bild
des Mitarbeiters auf der Homepage des Gymnasiums gelöscht und er wurde mit
sofortiger Wirkung vom Dienst befreit. Eine solche "Freistellung" funktioniert
arbeitsrechtlich jedoch nur bei weiterlaufenden Bezügen - er bekommt also
weiter Geld ohne zu arbeiten, solange keine reguläre Kündigung stattgefunden
hat. In
einer Pressemitteilung 13.1.09 begrüßt der Stadtverband der SPD das
"entschlossene Handeln der Landesschulbehörde. Nachdem bekannt wurde, dass
der Schulassistent des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums offenbar Mitglied der NPD
und der Kameradschaft Northeim sei, handelte die Niedersächsische Landesschulbehörde:
Sie beurlaubte den Mitarbeiter und erteilte ihm ein Verbot, die Schule zu betreten.
"Dieses schnelle Handeln können wir nur begrüßen!", so der SPD-Stadtverbandsvorsitzende
Stefan Christmann." |
Rechtsradikale ballern mit Waffen in Göttinger Lokal und wollen es anzünden 1.
Im Juli 2008 war die Ankündigung eines rechtsradikalen Konzertes im "Moonlight"
bekannt geworden. Mit einer Demonstration wurde gegen dieses Konzert und gegen
die Entwicklung des Lokals zu einem Rechtsradikalentreffpunkt protestiert. Nahezu
zeitgleich mit der Demonstration gegen das Moonlight wurden Autos auf dem hauseigenen
Juzi-Parkplatz demoliert (> Fotos+Bericht).
Zuvor war schon angekündigt worden, man solle doch nicht glauben, die Leute
aus dem Rotlichtmilieu würden sich die Geschäfte kaputt machen lassen.
(> Drohungen)
Patrick Humke-Focks, MdL der Partei DieLinke hat bereits mehrfach kritisiert,
z.B. im Mai 2008 "Schünemann hat kein Konzept bei der Bekämpfung von
Rechtsextremismus" und "der Minister ist auf dem rechten Auge blind".
Schünemann lenke bei den Debatten von der Gefahr des Rechtsextremismus
ab und male stattdessen ein düsteres Horrorszenario derjenigen "die
den Rechtsextremismus bekämpfen, nämlich die Antifaschisten." |
Pressemitteilung
Antifaschistische Linke International ALI 9.11.08
"/ Am Samstag haben in Göttingen über 300 Menschen "Für eine
starke antifaschistische Kultur!", sowie "Gegen Neonaziläden und rechte Zentren"
demonstriert. Die kraftvolle Demonstration zog am Büro eines rassistischen
Vermieters am Ritterplan, sowie an den Verbindungshäusern zweier rechter
Burschenschaften im Ostviertel vorbei. |
Polizei stellt deutliche Zunahme rechtsextremer Bestrebungen in der Region fest 15.9.08 / Polizeipräsident Wargel hat am 11.9.08 "eine deutliche Zunahme rechtsextremistischer Bestrebungen" festgestellt. "Dazu zählten unter anderem der Zuzug mehrerer bundesweit bekannter Rechtsextremisten nach Bad Lauterberg sowie die gestiegenen Aktivitäten einer gewaltgeneigten und insbesondere durch fremdenfeindliche Einstellung geprägten Szene mit Schwerpunkt in Katlenburg. Darüber hinaus konnten enge Verbindungen zwischen parteiungebundenen und NPD-Kräften in den Landkreisen Northeim und Osterode sowie überregionale Szenekontakte insbesondere im Zusammenhang mit der rechtsextremistisch motivierten Kameradschafts- und Musikszene festgestellt werden. (...) Zu den rechten Gruppierungen im Bereich der Polizeiinspektion Northeim/Osterode werden rund 100 Personen gezählt. Trotz unterschiedlicher Altersstrukturen, Gewaltbereitschaften und äußerer Erkennungszeichen sind diese miteinander verwoben. (...) Bei den hier festgestellten Kameradschaften und kameradschaftsähnlichen Organisationen ist eine Gewaltbereitschaft grundsätzlich gegeben. Das ist auch bedeutsam im Hinblick auf die Konfrontationen links- und rechtsextremistischer Gruppen.(Quelle) "Grillfest" von NPD und anderen Neonazis auf dem Holtenser Berg 15.9.08
/ Die "Antifaschistische Linke International / A.L.I" hatte mitgeteilt,
dass "Neonazis aus dem Umfeld der Göttinger Kneipe 'Moonlight' zusammen
mit AktivistInnen der NPD Göttingen" am 13.9.08 auf dem Osterfeuerplatz des
Holtenser Bergs ein Grillfest veranstalten wollten. (...) Wir sehen dies als einen
erneuten Versuch organisierter Neonazis im Raum Göttingen Fuß zu fassen. Ein Teil
des Umfeldes des ,,Moonlight" ist eindeutig der neofaschistischen Szene zuzuordnen.
In ihrem Umfeld bewegen sich Ex-F.A.P-Kader genauso wie Personen die der sog.
,,Kameradschaft Northeim" nahe stehen. Die jetzt angekündigte Zusammenarbeit mit
der NPD ist hierfür ein weiters, eindeutiges Zeichen." Polizei meldet Brandstiftungsversuch am Moonlight 15.9.08 / "Ein bisher unbekannter Täter hat am Sonntag, 14. September 2008, gegen 19:40 Uhr einen Rucksack mit brennbaren Materialien an einem Lokal an der Hannoverschen Straße in Göttingen abgelegt. [Korrektur Es handelte sich nicht um "einen schwarzen Rucksack sondern um eine schwarze Tasche mit Griffschlaufen und einem Umhängeriemen. Die Brandmittel, die sich in flüssiger Form in den Gefrierbeuteln befanden, werden derzeit untersucht."] Er ist dabei von Zeugen gesehen worden, die die Polizei verständigten. Beim Eintreffen der Beamten nahmen diese Brandmittelgeruch wahr, näherten sich daraufhin dem Gegenstand nicht und forderten Spezialisten an. Diese stellten beim Öffnen des Rucksacks Brandmittel fest, von denen aber auf Grund der Beschaffenheit keine direkte Gefahr ausging. (...) Da ein Zusammenhang mit Protesten gegen das Lokal aus der jüngsten Vergangenheit nicht ausgeschlossen ist hat das Staatsschutzkommissariat die Ermittlungen wegen versuchter schwerer Brandstiftung übernommen." (Quelle) Kommentar:
Könnte es vielleicht sein, dass Teilnehmer des Grillfestes hier Grillanzünder
in einer Tasche transportiert hatten und nach der gescheiterten Veranstaltung
die Tasche zurückgeben wollte? Gefrierbeutel mit Brandmittel entzünden
sich doch nicht von alleine! |
Rotlichtbar "Moonlight" - Oi-Punk Veranstaltung als Treffpunkt Rechtsradikaler ALI
entlarvt "harmlose Rockveranstaltung" als Rekrutationsfeld für
die rechte Szene"
Veranstalters behauptet es sei alles "unpolitische Musik" Verbot
der Veranstaltung und Demonstration gegen das Moonlight
Drohungen
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NPD-Landtagskandidat muß Veranstaltung wegen Protesten abbrechen Für
den 18.1.08 hatte der Vorreiter-Verlags Berlin http://www.vorreiter-verlag.de
mitgeteilt, der NPD-Spitzenkandidat Andreas Molau plane für diesen Tag eine
Buchlesung in Göttingen. Die Ankündigung erfolgte ohne Ort- und Zeitangabe.
Aufklärungsaktion des Innenministeriums bei Gebhards Hotel nicht angekommen Bei dem früheren Versuch Innenminister Schünemanns, Belege für seine Aktivitäten gegen Rechts darzustellen hieß es 2007: "Vor dem Hintergrund der zunehmend konspirativen Vorgehensweise der rechten Szene zur Organisation und Durchführung entsprechender Veranstaltungen hat die Polizeiinspektion Hildesheim in Umsetzung einer Leitlinie der Polizeidirektion Göttingen bereits im Jahr 2006 einen Flyer "Polizeilicher Hinweis zum Umgang mit rechtsextremistischen Veranstaltungen" entwickelt, welcher an die Betreiber von Gaststätten und Veranstaltungsräumen verteilt wurde und diese über übliche Strategien und Vorgehensweisen von Anmietern aus der rechten Szene informieren soll.Mit dem Flyer wird außerdem der Kontakt zwischen Vermietern und der Polizei intensiviert, um so Verdachtsfälle frühzeitig erkennen zu können. Als Hilfestellung werden die rechtlichen Möglichkeiten zum Rücktritt von einem Vermietungs- oder Überlassungsvertrag erläutert. 07.06.2007 Nds. Ministerium für Inneres und Sport Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport Lavesallee 6 " (Quelle) Anscheinend hat das Innenministerium Gebhards Hotel nicht in den Verteiler aufgenommen. |
| Observation des Antifaschistischen Stadtrundgangs durch Zivilpolizei Im Rahmen der Aktionswoche wurde auch ein Antifaschistischer Stadtrundgang durchgeführt. Nachdem gegen die Beobachtung durch Zivilpolizei der politischen Abteilung bereits bei der Einweihung einer Gedenktafel am Namibia-Denkmal protestiert werden mußte wiederholte sich nun die polizeiliche Methode beim Antifaschistischen Rundgang. Presserklärtung des Bündnisses
"Göttingen zeigt Gesicht" / 10.5.07 "Nicht weniger
als acht PolizistInnen in Zivilkleidung observierten gestern die mehr als 30 BesucherInnen
eines "Antifaschistischen Stadtrundganges". Mit aller Schärfe protestieren
wir gegen diese Unkultur bei der Polizei, die sich schon mehrfach zeigte (zuletzt
am 18. April bei der Enthüllung einer Zusatztafel am "Südwest-Afrika-
Denkmal"; Geismar Landstraße/Friedländer Weg). Der "Antifaschistische
Stadtrundgang" ist bekanntlich Bestandteil einer "Kulturwoche gegen
Rechts", die vom "Bündnis gegen Rechts" organisiert wurde.
Der Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen legt großen Wert darauf,
stets als Mitveranstalter genannt zu werden. Es wurden gestern (am "Tag der
Befreiung" - Gedenken an 8.Mai 1945) verschiedene Stationen in der Stadt
besucht, die in der Zeit des Nationalsozialismus eine unrühmliche Rolle spielten
(zum Beispiel die ehemalige NSDAP-Kreisleitung in der Jüdenstraße,
ein damals "arisiertes" Geschäft in der Weender Straße, die
Uni usw.) Presseerklärung
des Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Göttingen Hans Wargel, 15.
Mai 2007 |
Ratsbeschluss gegen Rechtsradikalismus 2007 10.3.07
/ Der Rat der Stadt Göttingen hat auf seiner Sitzung am 9.3.07 einstimmig
eine Resolution gegen Rechtsextremismus beschlossen. Der Text orientiert sich
am Entwurf des DGB Niedersachsen, der im Dezember 2006 alle Fraktionen aller Kommunalparlamente
um einen solchen Beschluss bat. Auf Initiative der Gö LINKE-Ratsfraktion
wurde in Göttingen ein interfraktioneller Antrag formuliert. Dem Entwurf
wurden nur wenige Punkte hinzugefügt: z.B. die Forderung das Verbot
von Nazi-Organisationen endlich konsequent umzusetzen und die Ablehnung
antimuslimischer Hetze. |
Protest gegen Auftritt von Ex-General Günzel bei Burschenschaft Mittwoch 24.11.04 / Bühlstraße Ecke Weberstraße erste
Absperrung gegen 18.55 Uhr, Personen können nicht ungehindert passieren.
Rucksäcke und Taschen werden kontrolliert, mit Taschenlampen hineingeleuchtet,
Personalausweise kontrolliert. Ein Fahrzeug mit Zivilpolizei ist in der Stadt
umhergefahren und meldet an der Sperre "gleich kommt noch ein Trupp von 15
Leuten". Als eine größere Gruppe kommt geht gleichzeitig jemand mit einer
Holzstange in der Hand unkontrolliert durch. Einer muß seine Flasche mit Mineralwasser
da lassen, er versteckt sie hinter einem Auto.
Nach 19 Uhr irgendwann kam ein
Transporter auf die Kreuzung gefahren und es wurde eine Lautsprecheranlage aufgebaut
über die laute Musik abgespielt und anschließend ein Beitrag verlesen wurde. Zur
gleichen Zeit kam es im Nikolausbergerweg zu Aktionen gegen ein Burschenschaftsgebäude,
die Straße war an einer Stelle danach mit Scherben übersät.
Eine Aufnahme
des Burschenschafter-Hauses war an diesem Abend nur durch eine Häuserlücke hindurch
möglich und führte augenblicklich zu einer Personalienkontrolle durch die Polizei
... Frage nach Presseausweis, Personalausweis ...
Rechnen wir mal ganz grob über
den Daumen : Ankündigungsflugblatt Stadt
verhängt "Bannmeile" im Umkreis von 100 Metern Polizeibericht: |
Broschüre Fight Sexism & Racism ! .Broschüre
"Antifaschistische Informationen zu Neonazistrukturen in Südniedersachsen" |