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Flüchtlingsunterkünfte und Leerstände in Göttingen

Flüchtlingsunterkünfte

Unterkünfte und Initiativen der Flüchtlingshilfe
Entwicklung der Flüchtlingszahlen der Prognosen und Unterkunftsplanungen
Übersichtskarte mit der Verteilung im Stadtgebiet
Kritik an den Infoveranstaltungen zu den Flüchtlingsunterkünften

Grone / Siekhöhe Massenunterkunft in einer Lagerhalle
Weststadt Konzentration von Flüchtlingsunterkünften
Weende: Die Stadt arbeite gegen freiwillige Helfer*innen und Flüchtlinge Geismar Flüchtlingsunterkunft Miritz-Jahn-Heim mit 20 Flüchtlingen
IWF seit Oktober "Unterkunft für Flüchtlinge"
Zietenterrassen

Leinebogen
EAM-Hochhaus steht seit 2006 leer
Ehemalige JVA seit 2008 leer
Grone 80 Leerstehende Wohnungen
Ehemaliges Möbelhaus am Salinenweg
Erheblicher Leerstand im "Gotha-Haus"

> Flüchtlinge im Landkreis Göttingen
>> Alternative Architekturentwürf

> SIEKHÖHE Massenunterkunft

> Landkreis: Wollershausen


Unterkünfte und Initiativen der Flüchtlingshilfe Stand 29.1.16

Freiwillige Helfer*innen im besetzten Haus erhalten keine städtische Unterstützung
Offensichtlich will man die freiwillige Arbeit der Helfer*innen im DGB-Haus in keiner Weise unterstützen. Obwohl auch das eigene städtisch beauftragte und finanzierte Personal in den Unterkünften bereits an der Belastungsgrenze ist und es nicht klar ist wie lange die das durchhalten.

Prognose Lieske 8.2.16 beim IWF-Dialogforum: bis 3/16 zusätzlich 1181 "insgesamt werden wohl überall die Zahlen zugelegt" (zur Erhöhung der Belegzahen in den Unterkünften)

Ortsteil
Personen in Flüchtlingsunterkünften
( Geplante Zahl )
Institutionen mit hohem Anteil Selbstorganisation und Freiwilligen
Grone Süd / Rodeweg (Dawegelände)
" Blaue Halle"
(ca. 200)
Baukosten 5,5 Mio €
Runder Tisch Grone gegen Sammelunterkunft

 

SUMME 680

 

Grone / Siekhöhe
Anna-Vandenhoeck-Ring Lagerhalle
Sammelunterkunft problematisch
(400)
Umbau Kosten 2,5 Mio €
Grone Süd / Fa. Westgrund
80 Leere Wohnungen
Immob.firma lässt die Wohnungen leerstehen
Lagerhalle Feb / März
Gustav-Bielefeld-Str 8
Sammelunterkunft !
Seit Anfang März werden dort 17 Flüchtlinge betreut, Bis Ende März wird die Zahl auf 70 erhöht. Betreiber: Johanniter

(Europaallee 300)

Kosten: Bau 7,5 Mio. €
+300.00 € (Nachtrag)

>>Zukunftswerkstatt
im Haus der Kulturen >HdK
Deutschkurse, Aufenthalt, Freizeit
für minderj. unbegleitete Jugendliche

>> Naturfreunde (Essen für UMFs)

Runder Tisch Europaallee (seit 24.2.16)

>> Nachbarschaftszentrum
Holtenser Berg
NBZ

SUMME 629

+ Rosenwinkel,Maschmühlenweg
und Neuer Weg 929

Weststadt
neben Hagenweg 20
(Hagenweg 100)
Weststadt Hagenweg
"Weißes Haus"
21 (+ 29)
Sudanesen
Schützenplatz
Schützenanger

Container (200)
Kosten 3,2 Mio. €

Rosenwinkel ,
Neuer Weg
Maschmühlenweg
Flüchtlingswohnungen mit schätzungsweise
300 Personen
Weende Telekom
soll gemietet werden
(ca. 180)

>>Flüchtlingshilfe
Weend
eGroße Breite Sandriza@Hotmail.de

SUMME 580

Weende Nohlstr / Uni Neubau; später Studi.wohnungen
(300)

Weende Große Breite 10 / Tonollo

ca. 100

3.2.16: 154
15.1.16: 192
23.12.15: 156

>> Initiative Runder Tisch Zieten rundertischzieten@web.de

Geismar Altstadt Liste einer Initiative zur Unterstützung am 4.1. erstellt

SUMME 340 176

Funsporthalle Zieten
Erstaufnahme für das Land

28.1.16: 146
Die Amtshilfe für das Land wurde beendet. Die Halle wird wieder für den Sport zurückgegeben

22
Sudanesen

IGS Parkplatz ??
(Container )


update 30.1.16
9 Geflüchtete
wohnen dauerhaft
(geplant15-20)

>>Initiative OM 10 und AK Asyl
Ohne jegliche Unterstützung durch die Stadtverwaltung !

Innenstadt Voigtschule

80 davon 17 Kinder
(200)
Westbalkan, Marokko, Syrien, Irak, Afghanistan
(und Obdachlose ?!)

Initiative Voigtschule: fhvoigtschule@gmx.de
Leineberg / "ganz normaleWohnungen"
keine Zahlenangaben
Stadtteilbüro Leineberg
Ostviertel IWF
Feb 16: 213
125 M, 31 F, 57 Kinder
12/15:150 // 11/15:77
>> IWF-Initiative
Feb 2016: 79 Syr, 38 Pak, 27 Irak, 44 Afg., 10 Lib, 10 Sudan //
Südstadt
(Breslauer Str.)
25
Freundeskreis der Breslauer Str freundeskreis.breslauer@posteo.de

 

Mit der Bonveno gGmbH hat die Stadt Göttingen einen Vertrag über die Arbeit von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in einigen Gemeinschaftsunterkünften geschlossen. Der Vertrag gilt ab 4.1.2016 und betrifft zunächst die Unterkünfte in der Breslauer Straße, in der ehemaligen Voigtschule und in der Großen Breite. Boneveno betreibt bereits im Auftrag der Stadt die Einrichtungen auf den Zietenterrassen und im Haus des ehemaligen IWF

Prognostizierte Neuzuweisungen und reale Zuwächse

Der Versuch, die Prognosen mit der wirklichen Entwicklung zu vergleichen ist schwierig gewesen und es ist nicht klar ob er korrekt gelungen ist. Wenn uns nicht alles täuscht gibt es gravierende Differenzen.

Mitteilung der Stadt am 18.7.16 :
"In Unterkünften der Stadt Göttingen werden gegenwärtig rund 1.380 Flüchtlinge betreut. +++ Hinzu kommen etwa 80 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. +++ Die Zahl der im Jahre 2016 bislang nach Göttingen gekommenen Flüchtlinge beläuft sich mit Stand Ende Juni auf 575. +++ Bis zum Jahresende 2016 erwartet die Stadt Göttingen die Zuweisung von weiteren rund 800 Flüchtlingen."
Daraus schlußfolgerten wir,
dass zu den 1355 Flüchtlingen Ende 2015 bis Ende Juni 575 hinzugekommen sind und mit weiteren 800 bis Ende 2016 die Gesamtzahl 2.730 Flüchtlinge betragen würde. Seltsamerweise ist aber die Gesamtzahl von Dezember 2015 bis April 2016 nur von 1360 auf 1366 gestiegen.

Nachfrage goest an die Stadt:
Betreff: Re: PD: FLÜCHTLINGSHILFE GÖTTINGEN / AKTUELLE ZAHLEN
Der Vergleich der Prognosen mit der wirklichen Entwicklung ist etwas schwierig, deshalb eine Nachfrage, ob die Angaben wie folgt zu verstehen sind:
Beispiel 1: im März hieß es, dass bis Juli weitere 1047 Flüchtlinge zugewiesen werden könnten. Es hiess "Stand: 17.3.16 / D.h. die Stadt muss jetzt bis Juli 2016 mit der Zuweisung von weiteren 1047 Flüchtlingen rechnen" Tatsächlich hat die Zahl der Flüchtlinge nur um 11 (!) zugenommen
Beispiel 2: Am 4.1.16 hieß es, dass bis März 2016 mit zusätzlich 1.202 Flüchtlingen gerechnet werden muß. Am 4.1.16 waren es 1.242 und im März waren es 1.351, es sind also nur 109 Flüchtlinge zusätzlich statt 1.202 gekommen!

(unerwähnt blieb in unserer Anfrage Beispiel 3 11/12.2015 wurden bis Ende Januar 2016 weitere 500 Flüchtlinge prognostiziert Bis 12.2.16 wurden jedoch nur 185 Flüchtlinge zusätzlich zugewiesen.

Durch folgende Antwort wurde uns das nicht klarer
Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Stadt D. Johannson:
"Was die (aktuelle) Wirklichkeit abbildet, sind die heute veröffentlichten Zahlen. Die Zahlen der von der Landesaufnahmebehörde zugewiesenen und dann tatsächlich bei uns ankommenden Flüchtlinge können abweichen. Sie ändern sich jedenfalls täglich. Fakt ist: Im März (2.3.) hatten wir z.B. 267 Flüchtlinge in 2016 aufgenommen, am 30. Juni waren es 575. Die Stadt hat also von Anfang März bis Ende Juni etwas mehr als 300 weitere Flüchtlinge aufgenommen. Dass die weitere Zuweisungsquote sich hinsichtlich Zahl und Befristung angesichts der insgesamt geringeren Zugangszahlen in ganz Deutschland im Zeitraum von März auf Juli verändert, ist doch ein normaler Vorgang, nämlich die Anpassung der Quote an die Verhältnisse durch das Land. Die Quote galt zunächst bis März, wurde dann bis zum Juli ausgedehnt und reicht jetzt bis ans Jahresende."

10.8.16 Stadt: "Im Jahr 2016 sind bisher 604 Flüchtlinge in Göttingen aufgenommen worden, seit 2013 insgesamt 2.067."

Prognose
17.3. bis Juli 2016
 
Prognosen
Realer Stand
Realer Zuwachs
10.8.16
1.371
18.7.16
     
20.4.16
944
1366
+11
8.4.16
950
17.3.16
1047
1351
+39
Prognose
26.2.bis April 2016
4.3.16
1088
1312
+44
28.2.16
1114
Prognose
Dez. 2015 bis
März 2016
18.2.16
1.149
12.2.16
1.175
1268
+11
8.2.16
1.181
28.1.16
1.198
1257
+37
21.1. 16
1.232
1220
-45
14.1.16
1.241
1265
+23
4.1.16
1.292
1242
23.12.15
1.355

18. 12.15

1.360

Prognosen für das gesamte Jahr 2016

Nach einer häufig gezeigten Grafik fehlen Ende 2016, so die Prognose, 750 Wohnungen für Flüchtlinge
--- Prognose 5.1.16 Köhler: in 2016 weitere 2.400 bis 3.400 Flüchtlinge zur Erstaufnahme

--- Prognose 25.11.15 : Zuweisung von 2.400 Flüchtlingen in 2016
--- Prognose 5.11.15: Dienberg im Bauausschuss 1300 zusätzliche Flüchtlinge in 2016
--- Prognose 3.12.15 OB Köhler im Jahr 2016 ca. 1000 WohnPlätze für Flüchtlinge nötig

Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Unterkünften der Stadt

Quelle: Stadt
Stand: Flüchtlinge In Unterkünften der Stadt
unbegleitete
Minderjährige
Flüchtlinge
18.7.16
1380
80
20.4.16
1366
79
17.3.16
1351
84
4.3.16
1312
83
26.2.16
1301
83
18.2.16
1.272
83
12.2.16
1268
82
28.1.16
1257
73
21.1.16
1.220
75
4.1.16
1.265
66
23.12.15
1.242
63
24.11.15
948
46

12.2.16: Als Amtshilfe zur Erstaufnahme und Unterbringung für das Land Niedersachsen an Göttingen zugeteilt : 450 Flüchtlinge

Übersichtskarte mit der Verteilung im Stadtgebiet


Die obige Karte wurde u.a. am 28.1.16 von der Stadt auf einer Infoveranstaltung in Grone präsentiert und zeigt die Verteilung der Fluechtlingsunterkünfte im Stadtgebiet. Grün: bereits realisierte Unterkünfte, Braun: in Planung , Blau: gemietete Objekte.
Die Haus-Symbole sollen in ihrer Größe der Zahl der geplanten Personen dort entsprechen. Dies ist nicht durchgängig der Fall: Zieten mit 180 ist genauso groß wie Europaallee mit 300. Was fehlt ist in der Stadtmitte das DGB-Haus; die Begründung für dieses Fehlen: "Privateigentum"..


Kritik an den Infoveranstaltungen zu den Flüchtlingsunterkünften

Infoveranstaltungen laufen stets nach demselben Schema in allen Stadtteilen ab

Hauptziel ist, die Planungen rundum als alternativlos darzustellen und die Bereitschaft zur Übernahme von freiwilliger Arbeit unter der Anleitung der Stadtverwaltung und der Betreiberorganisationen von Flüchtlingsunterkünften zu fördern.

Dabei wird

1.) die Notsituation mit einer Prognosestatistik über fehlende Unterkünfte begründet

2.) die Standortauswahl neuer Unterkünfte durch die Stadtverwaltung als alternativlos dargestellt

3.) die wunderbare Hilfsbereitschaft der Bevölkerung gelobt

4.) die Bereitschaft erbeten, sich in die Verplanung von ehrenamtlicher Arbeit einzuordnen und bereitzuhalten.


Programmschema der Infoveranstaltungen

Ob die Auswahl der Unterkünfte-Standorte "alternativlos" ist eine Behauptung, deren Richtigkeit nicht näher nachgewiesen wird. Es bleibt unklar welche städtischen Flächen denn überhaupt zur Verfügungstehen; dafür gibt es keine öffentlich einsehbare Übersicht. Es gibt lediglich die Aussage: es gäbe nichts anderes als das, was die Verwaltung ausgesucht habe. Damit wir die Kritik abgeblockt, die eine ungleiche Verteilung von Flüchtlingsunterkünften im Stadtgebiet moniert. Dass es im Ostviertel, in Geismar und in der Südstadt keine Standorte für Flüchtlingsunterkünfte gibt, dafür werden die entsprechenden Informationsunterlagen nicht veröffentlicht.

Zu prüfen wäre doch beispielsweise ob der Standort für Wohnmobilcamper auf der Eiswiese oder der weithin große leere Platz hinter den leerstehenden Gebäuden der Gothaer Versicherung auch in der Südstadt Flüchtlingsunterkünfte möglich machten.

Beachtliche Leerstände in der Südstadt

Fotoausshnitt 1 auf der Lagekarte

Fotoausschnitt 2 auf der Lagekarte

Lagekarte

Viel Platz - viel Leerstand - Gebäude der Gothaer Versicherungen in der Südstadt

Gebäude-Ensemble und Gelände der Gothaer Versicherung zwischen Geismar Landstr. und Wörthstr. mit einem hohen Leerstand an Räumen und Gelände.

 

Auch innerhalb des überlasteten Stadtteils Grone fragt man sich, wieso eine fürchterliche Lagerhalle angemietet wird die lediglich in "Wohn"-Parzellen, nach obenhin offen, ohne Decke eingeteilt wird. Das EAM-Hochhaus aber wird nicht in Erwägung gezogen mit der Begründung: wer wolle denn in einem Aquarium wohnen - imerhin hätte man da wenigstens eine Decke über dem Kopf.


Schaubild der Stadt Göttingen, das bei den Infoveranstaltungen gezeigt wird.

Die Folie mit der jegliche Kritik platt gemacht wird, deren Hintergründe aber für die Öffentlichkeit durchaus in Zweifel gezogen werden könnten, wenn sie denn überhaupt bekannt wären. Es wird mit dieser Grafik gezeigt, dass beim Eintreten dieser Prognose ab Ende Februar für einige Flüchtlinge kein Wohnraum zur Verfügung steht. Andernorts (Hamburg und Tübingen z.B.) wird für eine solche Notsituation immerhin die Beschlagnahme von leerstehenden Immobilien angestrebt. In Göttingen gibt es in dieser Hinsicht eine bemerkenswerte Zurückhaltung.

In aller Regel lassen sich die Leute mit der Behauptung der Unausweichlichkeit und Alternativlosigkeit abspeisen ohne weitere Nachweise zu verlangen. Das Ergebnis ist, dass die Stadtteile mit sozialen Brennpunkten auch zu Schwerpunkten für die Flüchtlingsunterkünfte gemacht werden. Die Übersichtskarte, die die Verteilung im Stadtgebiet verdeutlichen soll verschleiert die Ungleichverteilung durch kleine Ungenauigkeiten: die grafischen Symbole - ein Haus - sollen mit ihrer Größe der untergebrachten Personenzahl entsprechen. Das Haussymbol bei den Zietenterrassen mit 146 Menschen wird aber gleich groß dargestellt wie Unterkünfte mit 300 oder 400 in Grone und der Weststadt. Würden die Häuser in Grone und der Weststadt doppelt so groß gezeichnet, würde das Ungleichgewicht nocht augenfälliger.
Die Zusammenballung in der Weststadt wird auch dadurch etwas verschleiert, dass die Unterkunft in der Europaallee sowie die Unterkünfte im Hagenweg und Schützenanger in unterschiedlichen Veranstaltungen diskutiert werden sollen, so als gehörten sie zu unterschiedlichen Stadtteilen. Umgekehrt präsentiert sich OB Kühler in Grone mit Wohnsitz in Grone und in der Weststadt meint er er wohne Grone, das sei aber eigentlich auch Weststadt,
Unverständlich ist schließlich, dass trotz prognostizierter Notsituation mit Beginn ab März kein verstärktes Engagement festzustellen ist Druck auf Immobilienbesitzer mit Leerstand auszuüben, endlich der sozialen Verantwortung
nachzukommen zu der sie durch dieses Eigentum verpflichtet sind. Und das rechtskonforme Mittel eines Wohnraumbewirtschaftungsgesetz wird gegen die unzureichende "Alternativmaßnahme" der Mietpreisbremse ausgespielt und abgeblockt.

 

 

Veranstaltung von Stadtverwaltung und Ortsrat in Grone 28.1.16

Der Ortsrat tagt bereits ab 19.00 Uhr und dieses Mal in der Mehrzweckhalle in der Backhausstraße 14. Gegen 19.30 Uhr soll die Sitzung für einen öffentlichen Informations-und Diskussionsteil unterbrochen werden, dessen Thema der Stand der Planungen für die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften in einer ehemaligen Gewerbehalle auf der Siekhöhe und in einer Wohn- und Gewerbeimmobilie in der Gustav-Bielefeld-Straße ist. Daran werden neben Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler auch Vertreter/innen der Bau- und der Sozialverwaltung sowie der vorgesehenen Betreiberorganisationen teilnehmen. Die zur Sitzung eingebrachten Anregungen befassen sich mit dem Erhalt von Kleingärten und der Errichtung von Sitzbänken auf dem alten Bahndamm.

Arnold von Zeppelin Joanniter (rechts) , Leitung der Unterkunft in der Bielefeldstrasse

Eine weitere Unterkunft soll in einer Lagerhalle der Gatum Medizintechnik GmbH in der Gustav-Bielefeld-Straße 8 eingerichtet werden, dort sollen ab Ende Februar, Anfang März 50-80 Flüchtlinge untergebracht werden. Auch hier werden Parzellen in einer Lagerhalle eingebaut. Arnold von Zeppelin (Joanniter) leitet als Betreiber die zukünftige Unterkunft in der Bielefeld-Strasse. Er kann auf die Erfahrung in Rosdorf in der Anne Frank Schule zurückblicken und meinte an allererster Stelle habe immer wieder das Ziel "Deeskalation" gestanden.


Prognose weist Fehlbedarf an Unterkünften auf - bei gleichzeitigem Wohnungsleerstand!
Köhler und Abteilungsleiter Groß wiesen mehrfach auf eine Grafik hin, die die prognostizierte Zuweisungszahl an Flüchtlingen nach Göttingen der Prognose von zur Verfügung stehenden Unterkünften gegenüberstellte. Ab März 2016 so die Grafik erreicht die Zahl der existierenden und geplanten Unterkünfte nicht mehr die erforderliche Zahl. Sollte sich dies bewahrheiten, hätten wir einen Notstand mit obdachlosen Flüchtlingen in Göttingen, der zur Aufrechterhaltung von "Sicherheit und Ordnung" auch Beschlagnahmungen rechtfertigen würde – dies wurde aber nicht angesprochen. Immerhin gibt es ja 80 leerstehende Wohnungen allein in Grone worauf das Ortsratsmitglied Hendrik Falkenberg von der WählerInneninitiative GöLinke hinwies – und auch das DGB-haus könne ja etwas mehr unterstützt werden.


Ungleiche Verteilung - Überbelastung von Grone, Weststadt
Bei den Publikumsbeiträgen kam Beifall auf, als jemand darauf hinwies, dass Grone besonders belastet würde und eine gerechtere Verteilung angestrebt werden solle. Die Reaktion von Köhler auf diesen Einwurf fiel nicht sehr überzeugend aus wenn man sich die Karte und die Tabelle dazu anschaut.

Göttinger Statistik Gösis 2008

Menschen mit Migrationshintergrund.
Gesamtstädtisch 18,5 Prozent der Göttinger Bevölkerung
Grone3.731 Menschen / Dichte 32,4% bezogen auf 100 Einwohner)
= 15,6 Prozent aller Migrant_innen in Göttingen.
Grone Süd
1.725 in Grone-Süd (Dichte 38,8%)
Alt Grone
1.055 in Alt- Grone (34,6%).

Großer Bedarf an Ehrenamtlichen Helfer_innen
Für die Flüchtlinge zuständiger Verwaltungsbeamter Groß machte deutlich, dass die Verwaltung am Anschlag arbeite. Man könne pro Woche maximal 60 Neuzugänge an Flüchtlingen bewältigen – mehr ginge nicht, es kämen aber täglich ca. 130. Und von Stadtverwaltungs und Betreibern wurde immer wieder gesagt: wir brauchen Ehrenamtliche, die mithelfen, alleine schaffen wir es nicht.
(goest: Da fragt man sich aber doch, wieso die Ehrenamtlichen im DGB-Haus nicht unterstützt werden und ihnen sogar eine Mülltonne von der Stadt verweigert wird – alles im Namen der scheinbaren "Rechtsstaatlichkeit" – während das Recht im Baurecht doch viel flexibler zu sein scheint!)

80 Leerstehende Wohnungen in Grone

Bei einer Infoveranstaltung in Grone am 28.1.16 bestätigte OB Köhler, dass nach neuen Erkenntnissen tatsächlich aktuell 80 Wohnungen leerstünden.

Aufgrund einer kontinuierlichen Beobachtung im Stadtteil gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass die in der Tabelle aufgeführten Mietwohnungen seit geraumer Zeit leerstehen. Seit Juni 2015 ist lediglich eine geringfügige Abnahme zu verzeichnen.

Straße/Hausnummer / Anzahl der leeren Wohnungen:

Süntelweg 1/1, 7/2, 8/1, 9/1, 10/2, 12/1, 13/1, 14/1, 15/3, 17/4, 18/1, 19/2, 21/3, 22/1, 23/3, 24/3, 25/6
Sollingstr 2c/5, 4d/1, 4e/1
Deisterstr. 25/2, 23/2, 8/4
Harzstr. 5/1, 1/1
Rodeweg 17/4, 25/1, 21/4, Vermieter BGP Immobilienservice
Elmweg 2/1, 4/1, 2/1 Vermieter BGP Immobilienservice
Pestalozziweg 2/3, 8/1, 10/2, 13/
Fröbelweg1/1, 7/1
Backhausstr.11/4, 15/1, 17/1
St. Heinrichstr. 6/1, 14/1, 22/1, 36/1, 37/1
Insgesamt 87 leerstehende Wohnungen

 

WESTSTADT
>goest-Seiten zur Weststadt, Weststadtfest etc.


Konzentration von Flüchtlingsunterkünften

1.2.16 / In der Weststadt fehlt immer noch die Einrichtung eines Ortsrates mit formalen Rechten, weil es angeblich kein richtiger Stadtteil sei. Stattdessen gibt es die willkürliche Konstruktion "Unterausschuss Weststadt" . Im Rahmen einer Sitzung dieses Gremiums wurde in der Musa am 1.2.16 ein Fragen- und Antwortteil zu den Flüchtlingsunterkünften am Schützenanger und im Hagenweg angeboten.
Am Ende der Veranstaltung war kein Zustrom an bereitwilligen Ehrenamtlichen festzustellen, die sich auf vorbereiteten Listen eingetragen hätten. Während beim Moritz-Jahn-Heim in Geismar mit 20 Flüchtlingen sofort ca. 60 freiwillige als Helfer_innen eingetragen haben steht die Weststadt also mit 629 bzw. 929 Flüchtlingen bislang ohne nennenswerte Freiwilligenschar da. Evtl muß hier also über einen Transfer von Freiwilligen aus weniger belasteten Stadtteilen in die Weststadt nachgedacht werden.

Zu der Bewertung der geplanten Flüchtlingsunterkünfte muß bedacht werden, dass mit den Flüchtlingswohnungen im Rosenwinkel (Blümchenviertel), im Neuen Weg und im Maschmühlenweg bereits mehrere Flüchtlingsunterkünfte vorhanden sind und der Stadtteil Weststadt einen hohen Migrantenanteil hat ( "Klein Bosnien").

Menschen mit Migrationshintergrund.
Gesamtstädtisch 18,5 Prozent der Göttinger Bevölkerung
Weststadt 3.565 Personen / Dichte 27,6%
= ca. 15 Prozent aller Migrant_innen in Göttingen
Holtenser Berg
1.561 / 39,8%
Pfalz-Grona-Breite
630 / 26,8%
Maschmühlenweg
Dichte 57,3% dreimal so viel wie Stadt-Durchschnitt

Anfang 2015 hieß es in einem goest-Artikel "Diesmal werden die Flüchtlinge nicht in der Weststadt konzentriert , sondern 180 Flüchtlinge erhalten Wohnungen auf den Zietenterrassen . Dies sollte eine Täuschung bleiben!
Göttingens Weststadt ist ein Stadtteil mit hoher Einwanderungsquote. Rund 12 Prozent der Bewohner haben keinen deutschen Pass, gelten als AusländerInnen. Einen so genannten Migrationshintergrund haben fast 30 Prozent. Zum Vergleich: Im Göttinger Durchschnitt sind es 20 Prozent. Dieser Stadtteil übernimmt für Göttingen die größten Integrationsaufgaben für Flüchtlinge. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe sind sicher nicht ausschließlich und per se eine Bereicherung , sie bieten auch ein erhebliches Konfliktpotenzial. Die Menschen in der Weststadt schaffen es mit Toleranz und sozialer Kompetenz und natürlich auch mit entsprechender professioneller Unterstützung weitgehend friedlich nebeneinander und miteinander zu leben. Dadurch leisten sie einen hohen Beitrag zum sozialen Frieden in unserer Stadt und das, obwohl die persönliche Situation vieler Menschen hier problematisch ist. Sie leben in engen Wohnungen, haben finanzielle Probleme , werden gesellschaftlich nicht anerkannt, auch wenn sich oft deutlich zeigt, das hier finanzielle Schwäche nicht gleichzusetzen ist mit sozialer Schwäche.(...) Die Behauptung es bestehe eine ehrliche Bereitschaft zur fairen Lastenverteilung verliert auf diesem Hintergrund an Glaubwürdigkeit. Stattdessen scheint es wahrscheinlicher, dass man billigend in Kauf nehmen will, dass in anderen Wohnquartieren ,(sprich in der Weststadt) durch Überlastung eine Ghettoisierung herbei geführt wird. Spielt vielleicht noch die Hoffnung mit, dass die Bewohner der Weststadt keine ausreichende Lobby haben, um sich gegen eine mögliche ungerechte Verteilung zu wehren? (Auszüge aus dem Text von awi, vom 31.1.15)

Angemerkt:
Sozialdezernentin Dr. Schlapeit-Beck am 3.12.15 bemerkte zu den Bedenken gegenüber der Konzentration in der Weststadt, sie sei sicher, dass die Flüchtlinge für die Weststadt eine Bereicherung darstellen. Die meisten Flüchtlinge hätten eine höhere Bildung als man erwarte und die Flüchtlinge täten dem Stadtteil gut. Sie wird die Überprüfung ihrer Prognose nicht mehr als Dezernentin erfahren; ihre Amtszeit wird nicht verlängert, die Stelle wird neu ausgeschrieben.

Hagenweg 6a

verlagert auf die Seite >staedtische-wohnbau.htm

Die zahlreichen und umfangreichen Berichte über diese Einrichtung machten eine eigene Seite notwendig

Schützenanger

verlagert auf die Seite >schuetzenanger.htm

Die zahlreichen und umfangreichen Berichte über diese Einrichtung machten eine eigene Seite notwendig

Europaallee

verlagert auf die Seite >europaallee.htm

Die zahlreichen und umfangreichen Berichte über diese Einrichtung machten eine eigene Seite notwendig

Weißes Haus Hagenweg 2

Vorübergehend war das sogen. "Weiße Haus auf dem Industriegelände neben der Musa Unterkunft für 50 Flüchtlinge, später gesondert für 23 Frauen. Seit 2017 wird es in ein Familienzentrum umgebaut.

Am 11.12.15 war informell von Beschäftigten auf dem Gelände zu erfahren, es erfolgten Bauarbeiten im Haus und es seien keine Flüchtlinge dort untergebracht. Am 15.1.16 hieß es "Im Erdgeschoss des sogenannten „Weißen Hauses“ im Hagenweg leben seit Jahresanfang 21 Flüchtlinge." Weitere 29 konnten nach Abschluss der Umbaumaßnahmen ab 18. Januar im Obergeschoss des Gebäudes einziehen.

Später wurde die Belegung umgeschichtet so dass sich nur ca. 23 besonders zu schützende Frauen im Weißen haus befangen. Die auf einer Etage untergebrachten Frauen müßten sich ein Bad und die Küche teilen. Die Eingangstür des Hauses war während des Aufenthaltes der 16 Frauen mit martialischen Hinweisen der Security bepflastert. Mehrfach Verbote das Haus zu betreten, absolutes Verbot für Männer und jeder Versuch das Haus zu betreten sei bei der Security anzumelden usw. Das war zwar zum Schutz von Frauen mit traumatisierenden Erfahrungen gedacht bedeutete aber andererseits eine Stigmatisierung durch die plakative Markierung.

Die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft ist bis zum Sommer 2016 befristet. Dann soll die Einrichtung des Gebäudes als Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien im Rahmen der Stadterneuerung Weststadt beginnen Über die Planungen zur Unterkunft "Große Breite" sowie zur Organisation des Sozialdienstes in der Weststadt sind Vertreter/innen der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe am Dienstag, 9.8.16, im Rahmen einer Gesprächsrunde durch Stadtrat Siegfried Lieske informiert worden. Die Aufgaben des Sozialdienstes zur Betreuung geflüchteter Frauen übernimmt die Beschäftigungsförderung Göttingen. Das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Weststadtzentrum wird direkte Anlaufstelle für die Frauen.

23 Flüchtlingsfrauen und deren vier Kinder, die im Weißen Haus lebten werden in den Hagenweg 6a, einem Neubau der Städtischen Wohnbau umziehen.

 

IWF "Wohnanlage für Flüchtlinge" - Nonnenstieg 72

IWF Strassenfest am 21.5.16 - "Ein Frühlingsfest von Nachbarn und Flüchtlingen"
Kontakt: Freiwillige Flüchtlingshilfsgruppe des IWF www.initiative-iwf.de

am 21. Mai 2016 veranstaltete die Nachbarschaft des Flüchtlingsheimes im ehemaligen IWF ein Frühlingsfest, an dem sich neben den Nachbarn, benachbarten Schulen und zahlreichen Verbänden und Privatinitiativen auch die Bewohner*innen des Heimes selbst beteiligten.

Beteilgt sind im einzelnen: Die Bewohner*innen des Hauses, die Initiative Willkommen Flüchtlinge am Klausberg (IWF), das Bonveno-Team (Heimleitung), mehrere private Nachbarschaftsinitiativen , Lehrer*innen und Schüler*innen des TTheodor-Heuss-Gymnasiums und der Höltyschule, as Montessori-Kinderhaus, das Kinderhaus am Nonnenstieg, die SternApotheke, die Freie Altenarbeit und die Student*innen der Wohnheime Alfred Delp/Edith Stein

Auf einer Bühne fanden ab 15 Uhr traten Gruppen mit orientalischer und westlicher Musik auf; so waren auch „Better Than“ und die „BerndundBernieband“ mit von der Partie. und: Montessori -Kinderchor, Hölty-Schüler*innen singen, "Aziz Muhammed Ali - Oud und Gesang", Samir Alali - SAZ "Bushkin Muhammed ALi" Gesang, Persische Musik mit OMID,

Herr Abdul W, seit über 40 Jahren in Deutschland ansässiger Syrer, hat über die Heimat der Geflohenen einen Lichtbildvortrag gehalten (besonders am Beispiel von Aleppo). Daneben gab es zahlreiche Angebote für Kinder (Ponyreiten, Hüpfburg, Clowns, Sinnespfad, Schminken), einen Sportparcours und anderes. Prima Kaffee und Kuchen bis zu syrischer und kurdischer Küche.

Das Fest fand auf dem Gelände des IWF und auf dem Nonnenstieg statt, der für die Dauer der Veranstaltung - mit einigen organisatorischen Holprigkeiten wegen Überlastung der zuständigen städtischen Stelle - gesperrt wurde, was wie man sieht auch nötig war.


Büro der IWF-Initiative, versteckt in einem Nebengebäude.

Für dezentrale Kleiderkammern !
Unverständlich, dass die Heimleitung das Angebot einer dezentralen Kleiderkammer verhindert. Flüchtlinge, die etwas benötigen sollen in die Robert-Bosch-Breite im Industriegebiet fahren. Von verschiedenen Seiten haben wir inzwischen negative Bewertungen über die Arbeit der zentralen Kleiderkammer Robert-Bosch-Breit zur Kenntnis genommen, sowohl was den Umgang mit freiwilligen Helfer*innen ( "unsinnige Hin und Herräumaktionen - haben uns wie Deppen behandelt gefühlt und machen jetzt nichts mehr)" als auch den Umgang mit den Nachfragen der Flüchtlinge angeht ("da werden 3 verschiedene Angebote gemacht und davon muß eins genommen werden")

Die Trommel und Gitarrensessions von spontan zusammenkommenden Menschen verschiedenen Alters erinnert an die seltsamen Hindernisse einer Gitarrengruppe. Die mußte beendet werden weil von den Flüchtlingshelfer*innen zuerst ein "erweitertes Führungszeugnis" wie bei Kita-Beschäftigten vorgelegt werden sollte. Die maßgeblich beteiligte Frau Gaillard hat dem Vernehmen nach inzwischen ein solches.
Während sich die älteren Herrschaften von einer Bank aus das Treiben auf dem Nonnenstieg anschauen, sitzen im Hintergrund einige junge Leute und rauchen Wasserpfeife ...
In der Unterkunft wohnen bis zu 200 Menschen, davon 50 Kinder. Zum Freundeskreis des Hauses gehören ca. 200 Menschen, die sich alle als Begleiter*innen bei Behördengängen, beim Deutschlernen und als Pat*innen engagieren.

 


Besitzer der Unterkunft

Eigentümer ist die EBR gmbH vertreten durch Bourzou Rafi-Elizei (EBR):
"am Nonnenstieg in Göttingen plant das Unternehmen in den nächsten Jahren auf einer Nutzfläche von 23.000 m2 modernen, nachhaltigen und nutzerorientierten Wohnungsbau. „Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist der Gegenwind erwartungsgemäß stärker, wobei natürlich nicht nur rein altruistische Motive eine Rolle spielen.“ Geplant sind 170 hochwertige und nachhaltig gebaute Neubauwohnungen"

Während im IWF Flüchtlinge wohnen wird auf dem Gelände schon kräftig abgeholzt. Die EBR ist auch der Investor, der das Riesenprojekt am Groner Tor mit der Sparkasse für 45 Millionen baut und neben dem Lumière einen Neubau hingstellt hat.
Das IWF ist seit Okt. 2015 - von der Stadt für 3 Jahre von der EBR gmbH angemietet . Nier: "Wenn man der Information glauben darf, dass für die mehr als 4000 qm Nutzfläche ein Quadratmeterpreis von 8,50 Euro vereinbart wurde, dann kommt leicht eine halbe Million Mieteinnahmen pro Jahr zustande".

vorgesehen 150
Feb 16: 213,
79 Syrien,
38 Pakistan,
27 Irak,
44 Afghanistan.,
10 Libanon,
10 Sudan /
125 Männern, 31 Frauen, 57 Kindern

Dez 15 waren es 150
Nov. 15 waren es :77

>Dialogforum IWF Feb. 2016
>> IWF-Initiative

Betreiber der Flüchtlingsunterkunft ist die Bonveno gGmbH im Auftrag der Stadt.

Ab 1.10.2015 wurde mit der Einrichtung des IWF am Nonnenstieg 72 als "eine Wohnanlage zur Unterbringung von bis zu 150 Flüchtlingen" begonnen. In der Wohnanlage befinden sich neben den mit Betten und Kleiderschränken ausgestatten Zimmern , gemeinschaftlichen Sanitär- und Kücheneinrichtungen. Für ca. 20 Personen gibt es 2 Duschen und keine Küche. Als Betreiberfrima wurde ein Vertrag mit der Bonveno gGmbH - einer Gemeinschaft von Paritätischem, Awo, Caritas, DRK und Diakonie - geschlossen. In der Ausschreibung der Stadt vom 6.7.15 hieß es: "Der Betreiber soll in der Wohnanlage Flüchtlinge, die ihm von der Stadt Göttingen zugewiesen werden, unterbringen und betreuen. Die hauswirtschaftliche Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner ist nicht Bestandteil der Leistungserbringung. Bei Umzug von Bewohner/innen in privaten Wohnraum hat der Betreiber eine kurzfristige soziale Betreuung zur Eingewöhnung über den Zeitraum von einem Monat zu leisten."
Für die Betreuung wurde eine ausgebildete/n Sozialarbeiter/in/für die Heimleitung (Conny Hiller); 1 Sozialarbeiter/in für die Sozialbetreuung, 1 Erzieher/in für die Kinder- und Jugendbetreuung und ein Hausmeister eingestellt. .
"
Der Betrieb der Gemeinschafts- und der Verwaltungsräume wird von dem Betreiber übernommen. Die Angebote in den Gemeinschaftsräumen umfassen: Kinderbetreuung (nicht im Sinne von Kindergarten/Kinderkrippe), Schularbeitenhilfe, Freizeit- und Bildungsangebote, Sprachkurse, öffentlich zugänglicher Aufenthaltsraum für Bewohner und Besucher, Treffpunkt für Ehrenamtliche. Eine Büromitnutzung für die BI IWF ist vorgesehen. Dem Betreiber obliegt die Gebäudereinigung. Er hat die Sicherheit in der Wohnanlage und auf dem dazugehörigen Grundstück zu gewährleisten."

November 2015 /
Zunächst waren 20 vom Land zugewiesene Flüchtlinge im IWF eingezogen, weitere, mehr als hundert waren schon angekündigt. Auf der Sitzung des Integrationsrates Mitte November 2015 berichtete Jawed Yazdani als einer der dort tätigen Betreuer von 77 Flüchtlingen und weiteren 50 angekündigten berichtet. Alle kommen aus Erstaufnahmeeinrichtungen und sind max. 3 Monate im IWF.
Unter den Flüchtlingen sind Familien mit Kindern und 2 alleinstehende Frauen. Die BewohnerInnen kommen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Tschetschenien, Gebiet der Russischen Förderation.
Neben den 4 Beschäftigten mit Arbeitsvertrag gab es schon vor der Verwirklichung des IWF als Flüchtlingsunterkunft eine sehr aktive Initiative, die sich für dieses Projekt eingesetzt hat und auch weiterhin aktiv ist. Neben den Flüchtlingstreffs im Café Init (Mittwochs 17 Uhr) im Weltladen (Mittwochs) und Apex (Mittwochs) gibt es nun auch ein Treffen im IWF 15 Uhr Mittwochs. Für die Initiative werden Räumlichkeiten im IWF zur Verfügung gestellt.
Probeleme gibt es insbesondere bei der selbständigen Versorgung. Der Einkauf mit Mitteln aus dem Asylbewerberleistungsgesetz ist mit Geld möglich - Probelem macht der Transport, denn die Flüchtlinge bekommen ja leider keine Frei-Fahrkarten für den Bus.

Dezember 2015
Bei einem Bericht vor dem Integrationsrat am 14.12.15 durch K.K. von der Flüchtlingshilfe IWF hieß es: "Ein kuscheliges Flüchtlingsheim wird es nicht werden" Die im IWF untergebrachten 150 Flüchtlinge wollen lieber dezentral in Wohnungen untergebracht werden, aber die Wohnungen fehlen. Die Stimmung im Haus ist (noch) gut, im Viertel (noch) gut, bei den Helfer_innen (noch) relativ gut. Schulen und Montessorikindergarten sind offen für die Kinder aber die Formalien drumherum haben so lange gedauert, dass einige Kinder lange warten mußten bis sie dort hin konnten.
Die Heimorganisation von Bonveno ist streng. Bis 15.30 Uhr ist Security im Haus. Zwischen Ehrenamtlicher Arbeit und Heimleitung gibt es Abstimmungsprobleme. Als Ehrenamtliche mit Kindern Gitarre spielen wollten verlangte die Heimleitung von Bonveno das "große Führungszeugnis" (gemeint ist das >>"erweiterte Führungszeugnis"). Es ist einfach zuwenig Personal da, eine Person hat nach 5 Wochen schon mehr als 100 Überstunden angehäuft.
Die Ausstattung ist mangelhaft, die Flüchtlinge haben jetzt Feldbetten zum Schlafen, anfangs fehlten auch Tische, die Leute saßen auf dem Boden beim Essen. Insbesondere die Erstausstattung für ankommende Familien fehlten. Es ist zu eng, denn es wurde ja nicht das ganze IWF vermietet, sondern nur einzelne Räume. Es handelt sich meist um 2 Bettzimmer mit einigen 3- und 4 Bettzimmern, insgesamt ca. 60 Zimmer. Auf jeden Fall fehlt eine Begegnungsstätte. Die im Vertrag zugesichterte Gemeinschaftseinrichtung fehlt praktisch, die Räume werden mit wechselnden Funktionen belegt und es existiert ein räumliches Durcheinander.
Eine anfänglich eingerichtete Frauengruppe wurde wieder eingestellt. Inzwischen, mit zunehmender Zahl wird dies wieder sehr wichtig um Diskriminierungen zu vermeiden "Man muß nicht warten bis was passiert".

Rückblick: Das ging alles nicht von selbst,
bzw. hätte schon 2 Jahre vorher vorbereitet werden können. Als Gerd Nier im Rahmen der Diskussion des Bebauungsplanes im Bauausschuss und Rat 2013 vorschlug, eine Nutzung der völlig intakten Gebäude des ehemaligen IWF als Flüchtlings- und Studentenwohnungen zu prüfen und möglichst zu realisieren, wurde er belächelt und als Phantast und Träumer bezeichnet. Als sich dann die Bürgerinitiative Nonnenstieg und die "Initiative Flüchtlinge Willkommen (IWF)" diese Überlegungen unterstützte, ließ sich immer noch kein Zeichen eines Umdenkens erkennen. Beim jahresempfang des Integrationsrates dann deutete OB Köhler an, die Stadt habe eine Bauvoranfrage zur Nutzung des ehemaligen IWF als Wohneinheit für Flüchtlinge gestellt. (Februar 15). Mit dem Investor gäbe es weitgehend eine Einigung über Umbauten und eine mindestens vierjährige Vermietung an die Stadt gibt. Am Ende wurden es dann 5 Jahre Mietzeit.
Am 21.7.15 schrieb Gerd Nier: "Merkwürdig dabei ist, dass man bis heute der Initiative Willkommen Flüchtlinge (IWF) eine gemeinsame Begehung der Immobilie verweigert. Vorschläge und mögliche Veränderungswünsche aus dem Kreise der Bürger/innen sind somit unerwünscht und werden mit dem Hinweis verwehrt, dass dies "vertragswidrig" sei. Mit dem Eigentümer, der die Umbauten auf der Grundlage von Vorgaben der Verwaltung durchführt sei alles so festgezurrt, dass für Änderungswünsche, die auch nur kleinste Mehrkosten verursachen könnten, keinerlei Platz mehr sei. Wenn man der Information glauben darf, dass für die mehr als 4000 qm Nutzfläche ein Quadratmeterpreis von 8,50 Euro vereinbart wurde, dann kommt leicht eine halbe Million Mieteinnahmen pro Jahr zustande. Keinerlei finanzieller Spielraum mehr für möglicherweise sinnvolle und für die Menschen hilfreiche Anregungen?"

 

Zietenterrassen

5.11.15 / Sporthalle Zietenterrassen wird zur Flüchtlingsunterkunft für 200 Personen

Stand Dez. 2015, 180 Flüchtlinge auf den Zietenterrassen

Das Gebäude befindet sich neben dem ASC-Gelände auf den Zietenterrassen zwischen Hannah-Voigt-Straße und Ehrengart-Schramm Weg . Die Unterkunft wird von Bonveno Gemeinsame gemeinnützige Gesellschaft von Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt AWO, Paritätischem und Deutschen Roten Kreuz betreut. Vorbild des Hauses sei das Wohnheim in der Merkelstraße aus den 90er Jahren im Hinblick auf Gemeinschaftseinrichtungen, Betreuungspersonal, Notrufanlagen, Sicherheitsdienst etc

Bei aktuellen Berichten (Integrationsrat 14.12.15) wird darauf hingewiesen, dass eine Begegnungsstätte fehlt und dass es Probleme für die Bewohner_innen gibt, wenn sie mit dem Bus für eine 4er-Karte 7,50 € ausgeben müssen aber nur 5 € am Tag zur Verfügung haben. ZZt sind dort 180 Personen in 6er-WGs untergebracht. Die Unterkunft ist als eine "Wohnanlage" und nicht als Heim zu betrachten, da es sich um richtige Wohnungen handelt, die eigentlich ideal für Flüchtlingsfamilien wären. Aber es sind zZt nur 16 Kinder dort untergebracht. Auch die Randbedingungen mit Spielplätzen, Einkaufsmöglichkeiten usw. sind sehr gut. >>Infos zur Ausstattung, Grundrisse etc. auf der Homepage der Stadt

 

Erstaufnahmeeinrichtung "Funsporthalle"

29.1.16 / Bei einer In Augenscheinnahme erweckte das Areal den Eindruck eines Lagers mit rundum abgrenzung durch Zäune, ein Eingang mit Security, großem Werbebanner der Security-Firma am Zaun und darüber eine große Fahne des DRK.

27.11.15 / Flüchtlingszuweisungen per Amtshilfe 50 weitere Flüchtlinge werden der Stadt Göttingen am Sonntag, 29. November 2015, auf dem Weg der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zugewiesen. Sie werden ohne vorherigen Aufenthalt in einer Erstaufnahmeeinrichtung in der Sporthalle Zietenterrassen untergebracht. Dort haben sich am 25. November noch 125 der in den vergangenen Wochen eingetroffenen Flüchtlinge befunden.

13.11.15 / 206 geflüchtete Menschen, davon 55 Kinder angekommen
206 Flüchtlinge, die der Stadt Göttingen im Rahmen der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zugewiesen wurden, sind am Freitag, 13. November 2015, gegen 10.00 Uhr eingetroffen und werden seitdem in der Sporthalle Zietenterrassen untergebracht. Erfassung/ Registrierung und ein erster Gesundheitscheck für alle werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Unter den Flüchtlingen befinden sich 55 Kinder. Mit vier Bussen waren die Flüchtlinge aus Elze nach Göttingen gefahren worden. Bis Elze waren sie direkt mit einem aus Bayern kommenden Zug gelangt. In der Bertha-von Suttner-Straße werden die Flüchtlinge im Auftrag der Stadt durch das Deutsche Rote Kreuz betreut. Vor Ort ist wegen der überraschend großen Zahl von Kindern auch das Jugendamt der Stadt.

Sporthalle Zieten Organisierung der Hilfsmaßnahmen im Ausnahmezustand

Meldung 10.3.16: Funsporthalle demnächst wieder frei verfügbar

Die Erstaufnahmeeinrichtung (Amtshilfeeinrichtung) des Landes in der sog. Halle 109 auf den Zietenterrassen wird zum 31.3.2016 geschlossen. Da der Stadt Göttingen derzeit weniger Flüchtlinge zugewiesen werden, wird die Halle über den 31.03.2016 hinaus auch nicht weiter als Flüchtlingsunterkunft vorgehalten. Nachdem der Rückbau der Flüchtlingsunterkunft abgeschlossen ist, wird die Halle freigegeben und wieder für den Sport zur Verfügung gestellt

Die Schutz suchenden Menschen werden Schlafplätze in der Sporthalle und einen Aufenthalts- und Verpflegungsraum in der Fun-Sporthalle ebenfalls in der Bertha-von-Suttner-Straße vorfinden. Beide Hallen befinden sich im Besitz der Stadt Göttingen. Betreiber der Unterkunft ist im Auftrag der Stadt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Das DRK hatte beide Hallen in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem SC Hainberg mit Unterstützung vieler Freiwilliger in den letzten Tagen für das Eintreffen der Flüchtlinge, die direkt aus Bayern nach Niedersachsen kommen, hergerichtet. Zunächst war durch die GöSF eine Verlegung von Holzbodens auf dem Hallenbodens vorgenommen worden, danach erfolgte der Transport der Betten durch die Berufsfeuerwehr, die sich nach Kräften an allen Maßnahmen der städtischen Flüchtlingshilfe beteiligt; darauf folgte der Aufbau der Betten durch das DRK und die Freiwillige Feuerwehr (FF) sowie der Aufbau einer Treppe durch das Technische Hilfswerk (THW). Eine WLAN-Anbindung beider Hallen hatte die städtische IT-Abteilung hergestellt. Anschliessen wurden Bauzäune durch DRK und FF aufgestellt und die Stromversorgung durch das THW sichergestellt. Die für die Einrichtung der Halle mit Doppelstockbetten notwendigen Betten und die Erstausstattung mit Decken, Kissen und Bettlaken konnten aus den vorhandenen Beständen entnommen werden. Beschafft werden müssen beispielsweise noch Sanitäranlagen. Insgesamt bietet das DRK ein großes Dienstleistungspaket an. Dabei eingeschlossen sind die erste medizinische Sichtung und „einfache“ Registrierung bei Ankunft, der Sanitätsdienst und die Betreuung. Auch eine Arztsprechstunde wird organisiert.

Die Information der Anwohner_innen war sehr kurzfristig vorgenommen worden. Am 3.11.15 wurde das Vorhaben in einer Pressemitteilung verkündet, / nach einer Mitteilung der Stadt Gö / Vorkehrungen in den beiden Hallen wurden bereits am Mittwoch, 4. November 2015, begonnen. Die Vorlaufzeit im Amtshilfeverfahren beträgt für die betroffenen Kommunen in aller Regel nur 48 Stunden. Über das Vorhaben hat die Stadt die Mitglieder des Dialogforums Zietenterrassen informiert, das zur Unterstützung und aktiven Begleitung des Zusammenlebens von Flüchtlingen und Bewohnerinnen wie Bewohnern auf den Zietenterrassen gebildet worden ist. Ihm gehören u.a. Vertreter/innen des Rates und des Ortsrates Geismar, der Kirchen, Bildungseinrichtungen und Sportvereine sowie der Bürgerinitiativen an.

Die Fun-Sporthalle in der Bertha-von-Suttnerstraße wird durch Flüchtlinge und durch den SC Hainberg gemeinsam genutzt: Das ist das einvernehmliche Ergebnis einer Besprechung von Vertretern der Stadt, des Vereins, des DRK und der Göttinger Sport und Freizeit GmbH am Mittwoch, 4. November. Sobald die ersten der Stadt im Rahmen von Amtshilfe für das Land Niedersachsen zugewiesenen Flüchtlinge eingetroffen sind und in der Sporthalle Zietenterrassen Quartier bezogen haben, wird die benachbarte Fun-Sporthalle nach ein paar Tagen der Eingewöhnungszeit „geteilt“: Zum einen werden die Flüchtlinge sich dort verpflegen können, zum anderen kann der SC Hainberg seinen „Sport- und Spielbetrieb eingeschränkt laufen“ lassen,(...). In das Vereinsgeschehen sollen künftig ausdrücklich Angebote für die Flüchtlinge einbezogen werden. Dazu erarbeitet der Verein eigens ein Konzept und stellt einen Koordinator zur Verfügung.

Die Sporthalle Zietenterrassen („Halle 109“) wird im Auftrag der Stadt von der GöSF verwaltet und durch die Montessori-Schule und die Bonifatiusschule II sowie von einigen Sportvereinen und durch den Feuerwehr- sowie den Polizeisport genutzt. Die Fun-Sporthalle gehört ebenfalls der Stadt Göttingen. Die Verwaltung der Halle, die normalerweise vor allem für individuelle sportliche Aktivitäten zur Verfügung steht, liegt in Händen des SC Hainberg.

Die bisherigen Aktivitäten in der Halle, so die Stadt, könnten auf andere Hallen verlegt werden. Die bislang schon für die Belegung mit Flüchtlingen vorgesehenen kleineren Hallen an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, an der Hainbundschule, an der Außenstelle des Felix-Klein-Gymnasiums sowie am Theodor-Heuss-Gymnasium bleiben Bestandteile der Notfall-Planung.


Sporthalle Zietenterrassen / innenansichtr / Foto Stadt Gö

 

Stadtteil-Zentrum in Geismar soll Flüchtlingsunterkunft werden

4.1.16 / Zu den Planungen für eine Unterbringung von Flüchtlingen im Moritz-Jahn-Haus fand am Montag, 4. Januar 2016, eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung in der Verwaltungsstelle Geismar Kerllsgasse 2 statt. OB Köhler, Sozialdezernentin Dr. Schlapeit-Beck, Ortsbürgermeister Thomas Harms und G. Gruß Leiter Soziales in der Stadtverwaltung kamen mit ca. 80 Menschen zusammen um die Verwendung des Gemeindehauses als Flüchtlingsunterkunft zu erläutern. Ziel der städtischen Veranstalter war u.a. die "Einbindung von ehrenamtlicher Arbeit in die Flüchtlingshilfe Göttingen" zu thematisieren - einfacher gesagt: die Geismaraner um Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe zu bitten.

OB Köhler leitete die Schilderung der aktuellen Situation ein indem er darstellte, dass aus Sicht der Stadt einfach keine Wohnungen mehr zur Verfügung stünden, so dass nun zu Maßnahmen wie der Umgestaltung eines Gemeindehauses gegriffen werden müsse.

Weil in 2016 2.400 - 3.400 weitere Flüchtlinge vom Land für die Ersterfassung zugewiesen würden, gäbe es Überlegungen, auf dem IGS-Parkplatz und auf dem sogen. Landfahrer-Parkplatz im hinteren Teil des Schützenplatzes (Weststadt) Wohn-Container aufzustellen.

Zu dem vielfach geäußerten Vorschlag, das EAM-Gebäude zu nutzen wolle er gleich darauf hinweisen, dass er diesen mit der Frage beantworte "Wollen Sie in einem Aquarium wohnen?". [Anmerkung goest: wichtiger ist wohl die Tatsache, dass die Nutzung eines Gemeindehauses in städtischem Besitz weniger kostet als die Nutzung eines seit Jahren leerstehenden Hochhauses in privatem Besitz]

Auf die Frage, wann die ersten Flüchtlinge in Geismar einziehen war die Antwort: Morgen! also am 6.1.16 kommen die ersten. Insgesamt werden es ca. 22. Mit der Betreuung der Unterkunft wird die Bonveno GmbH beauftragt. 3 Flüchtlingssozialarbeiter werden am Anfang die Flüchtlinge mit den nötigen Infos über Busfahren, Rathaus und Spendenzentrum-Ausgabe sowie Sprachkurse informieren. Bedenken von Anwohner_innen mußten kaum zerstreut werden, vielmehr konnten es einige garnicht erwarten irgendwie zu helfen. Als dann Ex-OB Meyer der selbst in Geismar wohnt aufstand und zur Aufstellung einer Liste von freiwilligen Helfer_innen aufrief, dabei noch seine Email-Adresse als Ansprechkontakt bekannt gab kam langsam die Stimmung auf "Wir Geismaraner schaffen das" - allerdings etwas überzogen angesichts der sehr geringen Zahl von 22 Flüchtlingen in einer sehr guten Unterkunft. (Man vergleiche mit geplanten 500 in der Weststadt).


Leiter des Fachbereichs 50 Soziales G. Gruß verantwortlich für die Flüchtlingsunterkunft auf der Inforveranstaltung

"Moritz Jahn Haus"
Das Moritz-Jahn-Haus befindet sich Am Geismar Thie 1 , unmittelbar neben der Martinskirche und dem dazugehörigen Dorfplatz. (>>Panoramabild ) Es ist im Besitz der Stadt Göttingen, die Räume des Hauses über die Verwaltungsstelle Geismar in der Kerllsgasse 2 vermietet. Zu den Nutzer_innen gehören u.a. der Gesangsverein Concordie, der Moritz-Jahn-Verein, der Chinesische Kulturverein, ein Schachclub. Es finden Veranstaltungen zu Energiefragen, Umwelt- und Naturschutz sowie die Ortsratsitzungen statt. Beim Altdorffest fungiert des Moritz-Jahn-Haus als Kaffeehaus. In der unmittelbaren Umgebung des Moritz Jahnhauses befindet sich auch der Moritz-Jahn-Stein, das Kriegsdenkmal "Germania" und das "Ehrenmal Geismar".

"Gemeindehaus - Umbau zur Flüchtlingsunterkunft" so steht es auf dem Bauplan für die Umgestalltung der Kelleretage

 

"Moritz Jahn Haus" - Ein etwas unangenehmer Name für eine Flüchtlingsunterkunft
Moritz Jahn war l
angjähriges Mitglied des NS-Lehrerbundes

Wikipedia: "Jahn war "1941 Teilnehmer am von Goebbels organisierten Weimarer Dichtertreffen, bei dem die nationalsozialistische Europäische Schriftsteller-Vereinigung gegründet wurde. Jahn hielt auf der Tagung eine Rede, in der er die literarischen Emigranten scharf angriff. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er 1944 zum Ehrendoktor der Göttinger Universität ernannt.(..) 1964 erhielt er die Ehrenmedaille der Stadt Göttingen." Und Am Geismar Thie befindet sich auch das Denkmal Moritz-Jahn-Stein) "Seine Erzählung 'Die Geschichte von den Leuten an der Außenföhrde' - laut Klemperer eine 'novellistische Studie zur prähistorischen nordischen Sippenpsychologie' gehörte zu der im Nationalsozialismus propagandistisch verwendeten Literatur, die in höheren Auflagen als gewöhnlich gedruckt wurde."
Im Göttinger Vademecum ( Albrecht Schöne Hrsg. 1985, S. 172) heisst es: "Ihre größte Verbreitung und höchste Wertschätzung fanden die (hochdeutschen) Werke dieses >völkischen< Autors zur Zeit des Nationalsozialismus."
Immerhin berichtet die Ostfriesland-Stiftung bürgerlichen Rechts in Aurich "obwohl weiterhin Mitglied im NS-Lehrerbund und ab 1941 in der 'Europäischen Schriftstellervereinigung', lehnt es Jahn 1943 ab, die Judenthematik gemäß dem Zeitgeist lite rarisch zu verarbeiten (ostfriesischelandschaft.de)
Im Wiki Göttingen des Göttinger Tageblattes wird die Einbindung Moritz Jahns in die NSDAP-Propaganda nicht erwähnt, erinnert wird aber durch die Wiedergabe einiger Gedichtzeilen in denen Moritz Jahn zu Studentenbewegungszeiten über "verlauste Gammler" schrieb "Metallene Ranken streben empor wie eh’ zu luft’gem Gehäuse. Doch was hat die gute Liese heut vor?! – Sie zählt bei den Gammlern die Läuse."

 

Voigtschule

Flüchtlingshilfe Voigtschule beklagt Zustände

goest/ 15.2.16 // Die Stadt hatte sich lange geweigert, die Voigtschule als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Nach dem der Plan eines millionenschweren Verkaufs geplatzt war sollte Ende 2015 die Voigtschule für nur 400.000 € ans Goethe-Institut verkauft werden (Obwohl allein da Grundstück schon 50% mehr wert ist). Auch dieser Verkauf ist schließliche nicht zustandegekommen. Das heisst nicht, dass die Voigtschule als Flüchtlingsunterkunft auf Dauer eine Perspektive hat.

Korrektur: 19.2.16 Wir schrieben, dass nach dem Verkauf eine Übergabe ans Goetheinstitut bevorsteht. Das Goethe-institut ist aber vom Kauf letztenendes zurückgetreten.

Die Flüchtlingshilfe-Gruppe kritisiert, die Stadtverwaltung wolle "vor allem Geflüchtete mit schlechter Bleibeperspektive sowie Personen, die ihre Wohnungen aufgrund von Mietschulden verloren haben, in der Voigtschule unterbringen." und "diese sozial Schwächsten der Gesellschaft ausgerechnet in die Voigtschule, nicht aber in eine der besser ausgestatteten Unterkünfte" einzuweisen.
Anscheinend besteht nicht mehr die Absicht, die beschlossene Sanierung der Voigtschule für 500.000 Euro umzusetzen. Das Geld steht aufgrund des Beschlusses bereit, aber getan wird bis dato nichts wirklich Spürbares.

siehe auch >Kommentar von Gerd Nier zu diesem Thema

Die Voigtschule hat insgesamt eine Nutzfläche von rund 3.200 qm. Sie befindet sich im Besitz der Stadt - ist seit Ende 2015 an das Goetheinstitut für 400.000 € verkauft.

Seit Dez.. 2015 sind dort 80 Flüchtlinge untergebracht. Eine Aufstockung auf 200 ist geplant

Flüchtlingsunterkunft wird zum sozialen Brennpunkt

15.1.16 // Texte und Textteile nach einer 6-seitigen Presseerklärung des Unabhängige Orga-Teams »Flüchtlingshilfe ehemalige Voigtschule«

Die Flüchtlinge: Seit dem Frühjahr 2015 sind in der Voigtschule Familien vom Westbalkan sowie Männer aus Marokko untergebracht. Seit Ende 2015 zudem Männer aus Syrien, dem Irak und Afghanistan sowie weitere Familien vom Westbalkan. Zum Zeitpunkt 15.2.16 befinden sich rund achtzig Personen, unter ihnen siebzehn Kinder in der Voigtschule. Geplant ist demnächst eine Aufstockung um weiter 50 Personen und danach bis auf 200.

Die »Flüchtlingshilfe ehemalige Voigtschule» hat sich Anfang September 2015 formiert. Die unabhängige Gruppe von Freiwilligen ein Betreuungs-, Beratungs- und Integrationsangebot aufgebaut, wirbt Spenden ein, führt Deutschkurse durch, organisiert und begleitet Arzttermine, unterstützt bei Behördenfragen (Jobcenter, Asyl, Berufsorientierung), hilft bei der Familienzusammenführung und der Wohnungssuche und bietet regelmäßige Veranstaltungen für die BewohnerInnen der Unterkunft an (z.B. Kinder- und Frauenaktionen, Filmabende, Sportangebote).

Die Verhältnisse sorgen für Unerträglichkeit und Konflikte
Gleichzeitig werden die Verhältnisse in der Voigtschule so gehalten, dass es sich dort niemand gemütlich machen kann. Allerdings überschreitet dieses Vorgehen auf nicht akzeptable Weise einige Grenzen:

Für die 50 Bewohner*innen gibt es lediglich 2 Duschcontainer auf dem Hof, die auch nur teilweise funktionieren und häufig kalt sind und sind "mitunter aus unklaren Gründen abgeschlossen"
Die sechs bestehenden Herrentoiletten sind nicht einmal vollständig mit Klobrillen ausgestattet.
Die Stadt hat ein Reinigungsunternehmen beauftragt, aber seit September 2015 konnte kein einziges Mal eine gründliche Reinigung beobachtet werden.
Zwei hochschwangere Frauen mit Partnern mit jeweils mit zwei fremden Paaren in einem Sechs-Bett-Zimmer untergebracht. Eine Verlegung auch für die Wochen nach der Geburt wird von Seiten der Stadt abgelehnt. Sollten die Mütter für einige Wochen auf eine private Unterkunft ausweichen, wird ihnen mit Verlust des Wohnheimplatzes gedroht.
In einem Raum mit Männern aus Marokko und Algerien ist seit einigen Tagen auch ein etwa 50jähriger deutscher Mann aus dem hagenweg 20 einquartiert , dessen Wohnung im ausgebrannt ist. "In diesem Raum, in dem in den vergangenen Monaten wegen verschiedener Vorfälle immer wieder Polizeieinsätze notwendig waren, kam es schon in der ersten Nacht zu Bedrohungen."

Die Flüchtlingshilfe-Gruppe sieht durch die Fortdauer solcher Zustände eine Eskalierung von Konflikten kommen und bezweifelt, dass unter diesen Bedingungen überhaupt weitere 50 oder gar 100 Flüchtlinge aufgenommen werden können.

Das Orga-Team der »Flüchtlingshilfe ehemalige Voigtschule« fordert

+++ die Einrichtung eines »Runden Tisches«, damit sich Politik und Stadtverwaltung, die Bonveno Göttingen gGmbH, freiwillige HelferInnen sowie BewohnerInnen der Voigtschule austauschen.
+++ Sanierung der Einrichtung insbesondere die Schaffung weiterer sanitären Anlagen, bevor weitere Einquartierungen erfolgen;
+++ den schwangeren Frauen eigenen Wohnraum zuzuweisen oder ihnen zumindest für die Wochen nach der Geburt den Umzug zu ermöglichen, ohne dass sie dadurch ihr Wohnrecht in der Voigtschule verlieren
+++ eine kompetente hauptamtliche Betreuung, die Geflüchtete wie einquartierte Deutsche gleichermaßen einbezieht und zudem keinen Unterschied zwischen dem Aufenthaltsstatus und der Bleibeperspektive der BewohnerInnen macht.
+++ Wir werben eindringlich dafür, gemeinschaftliche Belegungen von Wohnräumen zu unterlassen, die nicht auf freiwilliger Basis erfolgen,
+++ Neubelegungen sozialfürsorgerisch zu begleiten. Für Geflüchtete wie für obdachlos gewordene Deutsche ist ein starkes hauptamtliches Betreuungsangebot erforderlich, um Konflikte zu vermeiden, die sich aus den prekären Wohnbedingungen zwangsläufig ergeben.

"Es ist nicht vertretbar, dass im Herzen der Stadt die sozial Schwächsten der Gesellschaft einer Konkurrenzsituation um Wohn- und Gemeinschaftsräume ausgesetzt werden und soziale Konflikte bewusst in Kauf genommen"

 

Nach einem Bericht der Initiative beim Integrationsrat am 14.12.15:
Die ehemalige Voigt-Realschule in der Bürgerstrasse wird von der Stadt Göttingen als Flüchtlingsunterkunft betrieben. In den Augen des Unterstützer_innenkreises ist jedoch kein Betreiber erkennbar. Eine ambulante Betreibergruppe sei geplant, jedenfalls existiere bislang noch keine Heimleitung. Wenn sich die Stadt einbringt, dann passieren bürokratische Besonderheiten. Z.B. wurde gefordert, dass sämtliche Elektrogeräte, die die Bewohner_innen ins Haus bringen ein Prüfsiegel haben müssten.
Was fehlt, ist ein Begegnungsraum, eine Art Café. Evtl. kann dies in Zusammenarbeit mit der AWO geschaffen werden, die in der Nähe erreichbar ist. Es steht aber auch ein Umbau der Voigtschule bevor. Der Finanzuausschuss der Stadt hatte am 6.10.15 eine außerplanmäßigen Auszahlung für den Umbau der ehemaligen Voigtschule Bürgerstr 15 zur Flüchtlingsunterkunft als Eilsache beschlossen. Zweck des Umbaus mit Kosten in Höhe vorn 500.000 Euro ist die Unterbringung von Asylbewerbern/ Bürgerkriegsflüchtlingen. Diese außerplanmäßige Auszahlung ist durch Einsparungen gedeckt, die bei den „Projektkosten für die GVZ III Terrasse“ in Höhe von 240.000 € und „die Förderung des ÖPNV“ in Höhe von 260.000 € vorgesehen waren (Infos aus dem Protokoll des Finanzausschusses)

Die Initiative hilft bei Deutschkursen (im Gemeinschaftsraum), Kinderaktionen (hier ist offensichtlich kein erweitertes Führungszeugnis gefordert worden - wie im IWF), Arztbesuchen, Behördengängen, Anträge zu bearbeiten und mit Sportgruppen. Die 80 Bewohner_innen sind in 2-3 bis zu 6 Personen pro Raum untergebracht. Darunter befinden sich 15 Kinder die häufig schon gut Deutsch sprächen.
Die Flüchtlinge kommen vom Balkan und aus Syrien. Während die Syrer_innen meist schon eine Anerkennung haben erwarten die Balkanflüchtlinge die Abschiebung, entsprechend ist bei diesen die Stimmung.Kontakt zur Unterstützer_innengruppe: fhvoigtschule@gmx.de

 

Büroetagen am Leinebogen

An den Schaufenstern sind Shilouetten geklebt damit es nicht so leer aussieht . Zur Geschichte der Entstehung dieses Lego-Baustein-Ensembles siehe eine Extra-Seite.
Der weitgehend leerstehende Bauklotz schmückt sich durch die Namensgebung des Platzes mit dem Namen des hochverehrten Robert Gernhardt, der ihnen dafür geeigneten Verse um die Ohren hauen würde, lebte er noch.


Leinebogen-Gebäude Blick vom Leinekanal aus

Ehemalige Justizvollzugsanstalt JVA / Untersuchungshaft

verlagert auf die Seite >jva.htm

Die zahlreichen und umfangreichen Berichte über diese Einrichtung machten eine eigene Seite notwendig

 

  1. Leserzuschrift : Erheblicher Leerstand im "Gotha-Haus"

Update November 2016: Hier hat sich was getan: Das Ding wurde an die Projektentwicklungsgesellschaft Development Partner AG verkauft, die einen Neubau plant.

30.9.15 // (Zur Wahrung der gewünschten Anonymität wurde der Text geringfügig verändert)

"Liebe Goest-Redaktion, ich begrüße es sehr, dass Sie angesichts des nahenden Semesterbeginns und der steigenden Flüchtingszahlen über Wohnungsleerstand berichten. Ehemalige Bewohner_innen des Hauses Weender Strasse 80-82 (ehemals Gothaer Haus) berichten, dass nach ihrer Kenntnis 17 der 19 Wohnungen in der vierten Etage und die gesamte dritte Etage (ehemals Plasma-Spende u. Praxen) komplett leer stehen. Das Objekt soll wohl verkauft werden, bevor der Umbau beginnt, es findet sich kein Investor, so ist das Objekt zu einem Spekulationsobjekt geworden und verkommt total. Das Objekt gehört GP5 Inner City Luxemburg (z.T. ehemalige Lehmann Bro Mitarbeiter) und wurde (jedenfalls bis anfang 2015) von ATOS Property Ulm verwaltet Es ist ein Schande, dass - auch von Seiten der Stadt - hier nichts unternommen wird!"

 

EAM-Hochhaus

Update November 2016: Die Tetraeder Immobilien GmbH hat das Gebäude von Edeka erworben und ist dabei es abzureissen. (Und, wär hätte das gedacht, die Denkmalschutzbehörde wollte es eigentlich erhalten)

"Ehemaliges EAM-Gebäude, Kasseler Landstraße: "Haben wir geprüft und behalten wir trotz der objektiven Mängel im Auge." Diese beträfen den Brandschutz, den energetischen Zustand und die Infrastruktur. "Wer dort wohnt, lebt wie hinter einem Schaufenster. Aber auch das würden wir notfalls in Kauf nehmen", sagte Johannson."

Statt Wohncontainer sollte auch das siebenstöckige EAM-Hochhaus an der Kasseler Landstraße in Betracht gezogen werden, das mit seinen 2500 qm schon seit 2004/2006 total leersteht. An dessen Weiterverwendung besteht beim neuen Besitzer EDEKA wohl kein großes Interesse. 2011 wurde berichtet"Unser Interesse ist nicht auf das Hochhaus gerichtet", sagte der Geschäftsführer der Edeka Handelsgesellschaft Hessenring mbH, Hans-Richard Schneeweiß." (HNA 2011) Na denn sollte der Grundsatz "Eigentum verpflichtet" zur Geltung kommen. Hier könnten sicher 100 Personen untergebracht werden bevor sie in Wohncontainern leben müssen.

 

Ehemaliges Möbelhaus am Salinenweg

Möbelhaus, Salinenweg: "Nach einem Ortstermin hat die für die Flüchtlingsunterbringung zuständige Fachdienstleitung die Halle, die zum Teil belegt ist, für ungeeignet befunden." Wer aber z.B. die darin untergebrachten Firmen besichtigt stellt fest, dass das Gebäude keine reine Gewerbehalle sondern ein durchaus kleinräumig abteilbarer Komplex ist.

 

Fehleinschätzungen in den Anfängen

2014 / Hoffnung der Sozialdezernentin auf private Wohnungsangebote hat keine Perspektive
In einem Aufruf ende 2014 hieß es: "Für ihre Unterbringung stehen aktuell 136 Wohnungen mit 319 Zimmern zur Verfügung; dem rasant steigenden Bedarf kann die Stadt jedoch nicht mehr gerecht werden. (...) Um die vielen zusätzlichen Flüchtlinge aufnehmen zu können, muss eventuell auch auf Maßnahmen wie den Bau von Wohncontainer ausgewichen werden. Die stehen jedoch erst in zwei bis drei Monate zur Verfügung.(...) Besonders dringend gesucht wird Wohnraum für große Familien mit vier bis sieben Kindern. Doch auch an kleineren Wohnungen für Einzelpersonen besteht hoher Bedarf."

Eine Suche nach Wohnungen im Landkreis mag evtl. noch erfolgreich sein, angesichts des akuten Mangels an Wohnungen im Stadtgebiet wirkt dieser Aufruf allerdings absurd. Während angekündigt wird, vor Beginn der Herbst und Winterzeit Wohncontainer aufzustellen, wird völlig ausgeblendet, dass es in Göttingen viele leerstehende Gebäude gibt, die zur Unterbringung hergerichtet werden könnten. Häufige Gegenargumente: die Herrichtung sei zu teuer und es gäbe eine andere Planung für die Gebäude.

Insgesamt habe die Verwaltung in diesem Zusammenhang 135 Gebäude auf deren Eignung als Flüchtlingsunterkunft überprüft Huhtamaki-Hallen, Weende, Pädagogisches Seminar, Baurat-Gerber-Straße, Möbelhaus, Salinenweg für ungeeignet befunden.", Steritex, Willi-Eichler-Straße m "zu riesig".

Am 2.12.14 berichtete der Leiter des Fachbereichs Soziales Herr Gruß im Ausschuss für Soziales und Gesundheit über die Unterbringungssituation von Flüchtlingen und Dr. Schlapeit-Beck (Dezernatsleitung) betonte dass die dezentrale Unterbringung vorrangiges Ziel bei weiteren Planungen se