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EAM-Hochhaus


Das Haus stand 12 Jahr leer, nachdem der Vorschlag 2015 aufkam Flüchtlings-Notunterklünfte dort einzurichten statt die Menschen in Turn- und lagerhallen unterzubringen, wurden Fenster und Zwischenwände herausgerissen. Nun steht das Gerippe seit Ende 2016 mahnend an der Kasseler Landstraße.

2015 schrieben wir in Bezug auf fehlende Wohnungen für Flüchtlinge:

Statt Wohncontainer sollte auch das siebenstöckige EAM-Hochhaus an der Kasseler Landstraße in Betracht gezogen werden, das mit seinen 2500 qm schon seit 2004/2006 total leersteht. An dessen Weiterverwendung besteht beim neuen Besitzer EDEKA wohl kein großes Interesse. 2011 wurde berichtet "Unser Interesse ist nicht auf das Hochhaus gerichtet", sagte der Geschäftsführer der Edeka Handelsgesellschaft Hessenring mbH, Hans-Richard Schneeweiß." (HNA 2011) Nun sollte der Grundsatz "Eigentum verpflichtet" zur Geltung kommen. Hier könnten sicher 100 Personen untergebracht werden bevor sie in Wohncontainern leben müssen."

Angeblich, so ein Sprecher der Stadt damals habe man das geprüft und es "trotz der objektiven Mängel" die den "Brandschutz, den energetischen Zustand und die Infrastruktur" beträfen im Auge behalten.


Erst 12 Jahre Leerstand, Ende 2016 unbewohnbar gemacht - Bauplanung immer noch nicht abgeschlossen.

Update November 2016: Die Tetraeder Immobilien GmbH hat das Gebäude von Edeka erworben und hat sämtoliche Fenster bzw. die gesamte Frontverkleidung abreißen lassen. Nun steht das Gebäude wie eine Kriegsruine mahnend an der Kasseler Landstraße. Mit der Zerstörung kam der Eigentümer der Denkmalschutzbehörde zuvor, die das von Architekt Brandi entworfene Gebäude schützen und erhalten wollte.

 

Update 20.5.18
Antrag der Grünen-Ratsfraktion vom 9.5.18 zum Beschluss im Bauausschuss am 24.5.18:

"Entwicklung EAM - Turm - Gelände beschleunigen
Mehr als 50 Wohnungen und eine Kita

Der Ausschuss möge dem Rat zum Beschluss vorlegen: Die Verwaltung wird beauftragt ohne Verzug die baurechtlichen Bedingungen zur Errichtung der ca. 50 Wohneinheiten und der vom Ortsrat als dringend eingestuften Kita im EAM - Turm - Bereich zu schaffen und dem Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke zeitnah zur Beschlussfassung vorzulegen. Begründung: Göttingen fehlt es an Kitas und Göttingen fehlt es an Wohnraum – das sind Allgemeinplätze. Göttingen ist daran gelegen, beiden Missständen so gut und zügig wie möglich zu begegnen – noch ein Allgemeinplatz. Nur: Das scheint so nicht immer zu stimmen. Gerade bei einer das Stadtbild am deutlichsten prägenden Bauruine scheint die Stadtverwaltung es nicht eilig zu haben, die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, die dringend nötig sind. Das wollen wir mit diesem Antrag ändern."