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Kritische Medizin / Aktionstag der Medizin Studierenden

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Aktionstag Medizin 2015


2015 vor dem Hörsaal 81

Entstanden ist der studentische „Aktionstag der Medizin“ 1997 im Rahmen eines Uni-Streiks. Er wird seither von engagierten Studierenden veranstaltet und hat sich mittlerweile fest etabliert. Eine Gruppe von Medizin-Studierenden organisiert Veranstaltungen zu Themen, die sonst keinen Platz im Lehrplan haben. Auf dem Programm stehen rund 30 Informationsveranstaltungen, Diskussionen und Mitmachaktionen.

>>Homepage der Veranstalter*innen

Pharma vs Patient und Wissenschaft

Veranstaltung mit Lara Weibezahl - Medizinstudentin 9. Semester, IPPNW-Studi-Gruppe
Frederike Dähnhardt - Medizinstudentin aus dem 2. Semester, Mitglied der IPPNW-Studi-Gruppe
(IPPNW = Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.). Mit freundlicher Unterstützung von Dr. Regina Beverungen , Allgemeinärztin und Lehrbeauftragte der Uni Göttingen, Mitglied der Initiative MEZIS (= Mein Essen Zahl Ich Selbst / Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte)
Der Einfluss der Pharmaindustrie auf das ärztliche Handeln Vom Kugelschreiber über den Pharmareferenten und das gesponserte Mittagessen bis zum Hotelaufenthalt für eine Fortbildung auf Mallorca – Die Werbestrategien der Phar maindustrie haben viele Gesichter. Jedes Jahr werden weltweit Summen im zweistelligen Milliardenbereich (bsp. 29 Millionen Euro im Jahr 2007) von diesem Industriezweig investiert um Ärzte zum Verschreiben ihrer Medi kamente zu bewegen. Die als Fortbildungen getarnten Werbeveranstaltungen werden offi ziell als Fortbildungspunkte anerkannt. Damit wird indirekt der Lobbyismus durch die Ärz tekammer unterstützt. Viele Studierende können bereits von Kontak - ten mit der Pharmaindustrie berichten. Den noch wird in der ärztlichen Ausbildung kaum, oftmals gar nicht, über die Zuverlässigkeit und die Folgen dieser Werbung aufgeklärt. In diesem Vortrag mit anschließender Diskussion geben Frederike Dähnhardt und Lara Weibezahl einen Einblick in die rechtlichen Grundlagen, die verschiedenen Strategien und den anhand von Studien gemessenen Einfluss der Pharmaindustrie auf das Verschreibungs - verhalten von Ärzten. Hinweis: Der Vortrag ist, abgesehen von ak - tuellen Studien und dem neuen Aspekt „Be einflussung in der Apotheke“ in den meisten Punkten identisch mit dem Vortrag vom letz ten Jahr. Für alle, die ihn damals schon gehört haben, bietet sich der zweite Vortrag an. Es ist für beide Vorträge keinerlei Vorwissen nötig und inhaltlich bauen beide nicht aufeinander auf.
Der Einfluss der Pharmaindustrie auf die Wissenschaft und die Folgen für Arzt und Patient
(Lara Weibezahl IPPNW-Studi-Gruppe) Der Einfluss der Pharmaindustrie beschränkt sich nicht auf praktizierende Ärzte, sondern zeigt sich auch auf der Ebene von wissenschaftlichen Studien. Seit vielen Jahren besteht in der Wissenschaft das Problem des Verschwindens von Studienergebnissen. Hunderttausende Menschen haben an Studien teilgenommen, deren Ergebnisse niemals veröffentlicht wurden. Wichtige Informationen über alltägliche Medikamente und Behandlungsmethoden gehen so seit Jahren verloren und in mehreren Fällen hat dieser Missstand bereits Menschenleben gekostet. Mit diesem Vortrag wollen wir einen Beitrag zum Studium und zur Ausbildung leisten, für dessen Vermittlung sich derzeit niemand in der Lehre verantwortlich fühlt. Dabei stellt dieses Wissen das Bild der „evidenzbasierten Medizin“ in Frage. Es ist ein Thema, mit dem sich jeder beschäftigt haben sollte, der (eines Tages) Medikamente verschreibt

(Ankündigungstexte mit frdl. Genehmigung aus Fachschaft Medizin bzw. neue Webseite Unabhängige Mediziner und Printausgabe "Medium - Zeitung der Fachschaft Medizin" Dezember 2015 Sonderausgabe)

 

Widersprüche beim Thema Tierversuche - live
Ärzte gegen Tierversuche und gleichzeitig Vortrag Pro-Tierversuche

In der Zeit von 14 bis 15:45 war die Veranstaltung "Ärzte gegen Tierversuch Sackgasse Tierversuch" in Hörsaal HS 55 angesagt. Im Ankündigungstext hieß es:
"
Die fachlich-sachliche Unsinngikeit des Tierversuchs für die Forschung ist ein weit bekanntes Thema. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der wissenschaftlichen Sicht. Ethische Aspekte werden ebenfalls kurz angeschnitten. Die Grundzüge guten wissenschaftlichen Arbeitens werden verdeutlicht und es wird auf - gezeigt, warum Tierversuche völlig ungeeignet sind. Vor allem stehen Tierversuche in der humanmedizinischen Forschung im Fokus, aber auch andere Bereiche werden kurz beleuchtet."

Überlappend zeitweise parallel dazu war 15:00 - 15:45 im großen Hörsaal HS 81 der Vortrag "Prof. Dr. Tobias Moser - Institut für Auditorische Neurowissenschaften & InnenOhrLabor - Hören mit Licht ?! als Bier und Brezeln-Vortrag angekündigt. Thematisch ging es darum "Cochlea-Implantate" die auf Erregung der Hör-Nervenzellen durch elektrische Impulse beruhen durch Implantate zu verbessern, die mit Hilfe der Optogenetik die Hör-Nervenzellen durch Licht stimulieren, was ein differenzierteres Hören vor allem von Tonhöhen und Melodien ermöglichen könne.
Zunächst wurde den ca. 30 ZuhörerInnen eröffnet, Prof. Moser sei verhindert, deshalb werde ein Assistenzarzt aus dem Forschungsprojekt den Vortrag halten. Dieser wiederum eröffnete seinen Vortrag damit, er habe zunächst etwas unangenehmes zu klären und b
egann mit einer vorbereiteten Darstellung zur Verteidigung von Tierversuchen. Da hätte man sich doch gewünscht, dass die Leute aus der parallel stattfindenden Veranstaltung gegen Tierversuche mal kurz mit in den großen Hörsaal gekommen wären - für ein Hören mit Lichtblick.

Programmüberblick

Motto: "Wo das Leben hinfällt" / Programmüberblick / >>Download des Programmheftes

Am 2.12.15 von 8 bis 16 Uhr im Hörsaal 81 und weiteren Hörsälen im Universitätsklinikum Robert-Koch-Straße 40, Eintritt frei! Keine Anmeldung notwendig!

8 Uhr: Live-OP in HS 81 wird eine Herz-Operation übertragen
10 Uhr: Podiumsdiskussion Cannabis in HS 552
10 Uhr: Das künstliche Herz -- HS 542
10 Uhr: Mit Sicherheit verliebt -- HS 55
10 Uhr: Frauennotruf -- HS 04
11 Uhr: HS 542 Making Sex: Biologische und Medizinische Geschlechter Warum so sicher, dass es nur zwei Geschlechter gibt? Mit den aktuellen biologischen und medizinischen Theorien über Geschlecht sind mehr Geschlechter erklärbar, als nur zwei oder drei
11 Uhr: Worum geht es bei Sterbehilfe?
11 Uhr: HS 04
Pharma vs. Patient - der Einfluss der Pharmaindustrie auf das ärztliche Handeln in beschränkt sich nicht auf praktizierende Ärzte, sondern zeigt sich auch auf der Ebene von wissenschaftlichen Studien. Wichtige Informationen über alltägliche Medikamente und Behandlungsmethoden verschwinden von der Bildfläche…
12 Uhr: Tabakentwöhnung in HS 552
12 Uhr: Schönheits-OPs - Kommerz? in HS 542
12 Uhr: Was machen Klinik-Clowns? in HS 55
12 Uhr: Der
Einfluss der Pharmaindustrie auf die Wissenschaft und die Folgen für Arzt und Patient in HS 04. Die Pharmaindustrie investiert weltweit Summen im zweistelligen Milliardenbereich in das Umgarnen der Ärzte. Dieser Lobbyismus wird indirekt von der Ärztekammer unterstützt, ohne das Studierende in der Ausbildung je über die Folgen aufgeklärt werden.
13 Uhr: Vom Pipetteur zum Professor in HS 552
13 Uhr: Was kann Dr. House? in HS 542
13 Uhr: Gebärdensprache in HS 55
13 Uhr: Karriereplanung in der Medizin in HS 04
14 Uhr: Als Arzt im Gefängnis in HS 552
14 Uhr: Science-Slam: 'Bigger is not better' - auf die Größe kommt es an! in HS 542
14 Uhr: Sackgasse Tierversuche in HS 55
15 Uhr: Hören mit Licht? in HS 81

Infostände und Führungen
Infostand vor HS 81: Namaste-Kids
Infostand vor HS 81: Elternhilfe für das Krebskranke Kind Selbst aktiv werden
10 Uhr: Studentisches Trainingszentrum, STÄPS
11 und 13 Uhr: Führung durch das Elternhaus der "Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V." Treffpunkt ist jeweils fünf Minuten vor Beginn der Führungen vor dem Hörsaal 81.
12 und 14 Uhr: Helikopterführung, vor HS 81 (Programm) // Um 10 und 14 Uhr starten Führungen zum Rettungshubschrauber Christoph 44.(Pressemittielung)
ab 10 Uhr: EMERGE: Sims in der Notaufnahme, vor HS 81
ab 10 Uhr, Osthalle Typisierungsaktion der Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) und der Fachschaft Medizin der UMG: In der Zeit von 10 bis 16 Uhr können sich alle Studierenden in der Osthalle des Universitätsklinikums Göttingen typisieren lassen. Vor allem junge Menschen sind aufgrund ihrer wenigen Grunderkrankungen besonders wertvolle Stammzellspende


Informationstheke ww ährend des Aktionstages Medizin 2010

 

Aktionstag der medizinischen Fakultät im Uniklinikum am 26.11.14

Den Auftakt bildet um 8:00 Uhr eine Live-OP in Hörsaal 81. Hier habt ihr die Möglichkeit einmal bei einer echten Herz-Operation zuzuschauen. Seit Ende der Neunziger ist der Aktionstag ein vorlesungsfreier Tag, an dem Studierende für andere Studierende Vorträge und Workshops zu gesellschaftlichen Themen organisieren, um den Lehrstoff zu ergänzen und in einem größeren Zusammenhang zu betrachten. Auch Interessierte von außerhalb der Fakultät sind herzlich eingeladen, sich einen kritischen Einblick in die ethischen und sozialen Hintergründe unseres Gesundheitssystems zu verschaffen. Zusätzlich gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Kuchenverkauf, Tombola, Helikopterführung, Live-Musik etc. Der Erlös wird an die >>Studenteninitiative Weitblick und an das >>Beratungs- und Aktionszentrum (BAZ) in Friedland gespendet .

Vorträge werden unter anderem zu folgenden Themen stattfinden:
"Mutter werden mit 61?",
"Sexualisierte Gewalt",
"Täter-Opfer-Psychologie",
"Modekrankheiten",
"Rezeptpflicht für die 'Pille_danach'",
"Krankheit und Kultur",
"Hirntod und Organspende",
"Armut macht krank, Krankheit macht arm",
"Vom Pipetteur zum Professeur",
"Psychokardiologie - ein Herz und eine Seele",
"Intersexualität in der Medizin".

Außerdem wird eine Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft der allgemeinmedizinischen Versorgung" sattfinden sowie Workshops zu den Themen "Besser kommunizieren" und "Klinik-Clowns".

>>Programm zur Veranstaltung

 

Programmauszüge Aktionstag Medizin 4.12.2013

10 Uhr Umgang mit Behinderung / I / 1 HS 55
Wie verhalte ich mich meinen Patienten gegenüber, wenn sie eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung haben? Wie wirkt es, wenn ich sie duze oder sieze? Wie gut können sie mich verstehen, wenn ich versuche, ihnen mein Vorgehen zu erklären? Um die Sicht - weise der Patienten besser verstehen zu können, erzählen uns Herr Südbeck-Bujara, Leiter des Wohnhauses Zietenterrassen und Herr Kolle und Herr Spieß, Bewohner der Wohneinrichtung, von ihren Erfahrungen..

11 Uhr Umgang mit Behinderung / 2 / HS 55
Referentin Prof. Dr. phil. Ulrike Mattke lehrt an der Hochschule Hannover u.a. auf dem Gebiet der Pädagogik bei Menschen mit geistiger Behinderung, über den praktischenUmgang mit Menschen mit Beeinträchtigung im medizinischen Alltag

10 Uhr Interkultur im Krankenhaus HS 552
Migrationshintergrund in der Regelversorgung - Ablehnung, Unsicherheit und Hilflosigkeit bei den Behandelnden, Zugangsbarrieren und Fehldiagnosen zeugen von Problemen der Integration in die Regelversorgung und erschweren eine adäquate Gesundheitsversorgung für diese PatientInnen. In diesem Vortrag soll das Konzept der transkulturellen Sensibilität im therapeutischen Bereich herausgearbeitet werden

10 Uhr Studieren und Migration HS 542
Welchen Eindruck macht Deutschland auf jemanden, der vorher noch nie hier gewesen ist? Und wie fühlt man sich als ausländischer Student an einer deutschen Universität? Abdullah und Julius haben sich bereit erklärt, uns etwas darüber zu erzählen.

10 Uhr Gebärdensprache HS 01/02

11 Uhr Molekulares Altern HS 04
was passiert genau auf molekularer und zellulärer Ebene?..Und es geht um die Frage, ob Sport einen Einfluss auf dieLebensspanne hat.Dr. Nils Hartmann ist Wissenschaftler am Leibniz-Institut fürAlternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut und forscht über die molekularen Mechanismen des Alterns am kurzlebigen Killifisch Nothobranchius

11 Uhr Asociación por la Vida HS 552
Medizinsche Hilfsprojekte in Bereichen extremer Armut

11 Uhr "Ärzte ohne Grenzen" HS 542
Internationale humanitäre Hilfsorganisation, die medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten leistet. Menschen werden dabei unabhängig von religiöser Prägung, ethnischer Herkunft oder politischer Zugehörigkeit behandelt.

11 Uhr Sinti und Roma HS 01/02
Wie leben die fast fünf Millionen europäischen Roma? Was macht in der Gegenwart ihre Kultur aus und mit welchen Problemen sind sie heutzutage konfrontiert? Ethnologin Ortrud Krickau und Jasna Causevic, Korrespondentin für Südosteuropa bei der Gesellschaft für bedrohte Völker. – Anschließend 12 Uhr Diskussion HS 01/02

12 Uhr Homo Protheticus HS 04
Neuroprothesen lesen Gedanken, vertreiben Depressionen, ermöglichen Blinden das Sehen und Gehörlosen das Hören. Moderne Prothesen sind nicht nur mehr einfache Ersatzteile für Gliedmaßen, mit denen Amputierte wieder greifen und gehen können. Dr. Bernhard Graimann ist Wissenschaftlicher Koordinator für Neurotechnologie der Otto Bock HealthCare GmbH

12 Uhr Aktionsnetz Heilberufler von Amnesty International HS 55
Die Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre fachliche Identität und Kompetenz bezüglich der gesundheitlichen und psychosozialen Folgen von Folter und anderen Formen organisierter staatlicher Gewalt in die Arbeit von Amnesty International einzubringen. Davon erzählt uns heute Frau Dr. Anke Bramesfeld.

13 Uhr Illegalisierte Menschen HS 04
Film "Zwischen Asyl und Abschiebung - über das Leben in Flüchtlingswohnheimen". Im Anschluss daran erklärt Jakob Luther, wie die medizinische Flüchtlingshilfe in Göttingen versucht, diesen Menschen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen

13 Uhr Vom Pipetteur zum Professeur HS 01/02
Prof. Dr. Irmelin Probst, Prof. Dr. Claudia Binder, Prof. Dr. Pilipp Ströbel. Am Aktionstag erzählen uns die drei Dozenten, wie sie ihren Weg gemeistert haben, welche Steine man ihnen in den Weg gelegt hat und was sie Tag für Tag motiviert sich für Patientenversorgung, Forschung und Lehre zu engagieren. Wie richtet man seine Karriere strategisch aus? Lassen sich Familie und Karriere vereinbaren?

13 Uhr Geschlecht – Kultur oder Natur? HS 542
Referentin Prof. Dr. Claudia Wiesemann. Geschlecht ist keine einfache biologische Tatsache sondern wesentlich komplexer. Geschlechtsidentität wird durch Gene ebenso wie durch die psychische Entwicklung oder Sozialisierung beeinflusst

14 Uhr Arzt im Gefängnis HS 04
Dr. Michael Lutz-Dettinger, Leitender Medizinaldirektor des Zentralkrankenhauses bei der JVA Kassel I berichtet über gefängnistypische Aspekte im allgemeinmedizinischen, psychiatrischen und internistisch- infektiologischen Fachbereich: Suizidprophylaxe, Drogen- und Alkoholabhängigkeit, desmoterische, also gefängnistypische, Infektionskrankheiten, das Body-Packer-Syndrom sowie besondere Notfälle im Gefängnis

14 Uhr Wissenschaft v.s. Wirtschaft HS 552
Welche Aufgaben hat das Institut für Qualität und Wirtschaft - lichkeit im Gesundheitswesen? Was ist Gesundheitsökonomie und welche Rolle spielt die Wirtschaftlichkeit, bei der Frage, welche Medikamente erstattet werden und zu welchem Preis? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Frau Dr. Sarah Mostardt vom IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen)

14 Uhr Gender HS 01/02 Chancen der Frau in der Medizin

>> komplettes Programm

 

Aktionstag der Medizinstudierenden 20012 Ausschnitt aus dem Programm des Tages

 

Aktionstag Medizin 2010

Informationsstände verschiedener sozialer Projekte, med. Flüchtlingshilfe Göttingen, der stud. Arbeitskreis Notfallmedizin, IPPNW. Spendenaktionen: Schenke eine Ziege e.V. in Uganda und lokal in Göttingen den Arbeitskreis Asyl e.V.

Eine Auswahl aus der Reihe von Veranstaltungen an diesem Tag

Disease Mongering: Wie man Krankheiten erfindet und vermarktet. Referent: Prof. M. Kochen - Abt. Allgemeinmedizin UMG "Disease Mongering" (direkt übersetzt "Handeln mit Krankheiten bei der eine Interessensgemeinschaft aus Pharmafirmen, Ärzt*innen und anderen "Playern" im Gesundheitsmarkt aus Menschen mit Befindlichkeitsstörungen Kranke mit behandlungsbedürftigen Leiden oder zumindest mit Krankheitsvorstufen macht und seltene in häufige Erkrankungen "umwandelt". Schüchternheit heißt dann plötzlich Sozialphobie, aus Trauer wird eine Depression oder unruhige Beine sind gleichbedeutend mit dem Restless-Legs-Syndrom. Aus einer Vielzahl von solchermaßen erfundenen Zuständen werden einige näher beleuchtet: Um dieser Medikalisierung unserer Gesellschaft Widerstand zu leisten, sollte die Bevölkerung aufgeklärt und Studierende wie Ärzteschaft sensibilisiert werden. Der Vortrag möchte dazu einen Beitrag leisten.

Medikamentenzugang global -Referent: Christian Wagner-Ahlfs- Überblick über die Problematik der unzureichenden Arzneimittelversorgung in armen und strukturschwachen Ländern bzw. Regionen . Hierbei werden insbesondere die beiden Hauptursachen in Form der bestehenden Forschungslücke zu vernachlässigten Krankheiten und der durch patentgeschützte Medikamente hervorgerufenen Versorgungslücke dargestellt.

Medizinethische Aspekte im Film - am Beispiel Organtransplantation Sabine Wöhlke, Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin, Göttingen Es soll dabei auf die moralischen, sozialen und politisch-rechtlichen Motivgeschichten spezifischer biomedizinischer Themen im Film eingegangen werden.

Balint Workshop Referent: Dr. med. G. B. Wüstenfeld Manche Patient*innenkontakte mögen schnell wieder in Vergessenheit geraten, einige funktionieren vielleicht hauptsächlich als Gedächtnisstütze für besondere Erkrankungen, aber es gibt auch immer wieder einprägsame ( u.U. problematische) Begegnungen über die man nachdenkt und über die mensch sich gerne austauschen würde.

Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. eine Gruppe, die sich für Migrant*innen und Flüchtlinge ohne sicheren Aufenthaltsstatus einsetzt und in der Gesellschaft auf deren prekäre soziale Situation aufmerksam macht. Neben dieser Zielsetzung werden Flüchtlinge und Migrant*innen konkret in medizinischen Fragen unterstützt und bei Bedarf an Ärzt*innen weitervermittelt.

Geschichte Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus: Dr. Susanne Ude-Koeller (Inst. Für Ethik und Geschichte der Medizin, UMG) 1934 wurde der bevölkerungspolitische Terror des NS-Staates durch das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (GzVeN)" quasi "legalisiert"..In Göttingen wurden über 780 Frauen in der Frauenklinik und über 800 Männer in der Chirurgischen Klinik zwangssterilisiert.

Wissenswertes zu Cannabis und Schizophrenie PD Dr. T. Wobrock - Abt. Psychiatrie UMG Das in Cannabisprodukten enthaltene Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) kann im Rahmen seines psychotropen Effekts vorübergehende psychotische Symptome hervorrufen.

Chinesische Medizin als technisch-regulatives System Dr. med. Arne Ströhlein Hierbei wird die chinesische Diagnose als vegetativer Funktionszustands der Patient*in verstanden, den man mit beinahe mathematischer Stringenz erheben kann. Aus dieser funktionellen Diagnose entsteht der Behandlungsplan, der aus Akupunktur, Pharmakologie, Diätetik, Heilmassagen (Tuina) und Körper-Qi-Übungen zusammengestellt wird.

Versorgung von trans*gender Menschen Referentinnen: Halina Mirja Jordan (TransLesBiSchwule Hochschulgruppe Göttingen) und Alex Müller (International Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer Youth and Student Organisation) Einige Fragen: Wo und wie wird diskriminiert? Was bedeutet trans*? Hormone, OPs - oder nichts? Welche Barrieren gibt es

Psychosoziale Belastung von Eltern und gesunden Geschwistern mehrfach behinderter Kinder Dr. M. Lingen, S. Kittelmann, L. Steinke - Psychologie Abt. Pädiatrie UMG

Hilfsprojektes in Uganda Schenke eine Ziege (Spendenprojekt) Der gemeinnützige Verein wurde 2006 von Robert Wunderlich (Medizinstudent) und Vanessa Velte (Krankenschwester) gegründet . www.schenke-eine-ziege.de

Tropenmedizin Referent: Prof. Bommer berichtet über die eigene Krankenstation in Sierra Leone oder ein kleines Dorf auf den Philippinen Egal ob Schlangenbisse, Schlafkrankheit oder Malaria er hat alles schon gesehen.

 

Aktionstag Medizin 2008

Mittwoch, 3. Dezember 2008, "Aktionstag Medizin" 8 bis ca. 17 Uhr Hörsäle im Universitätsklinikum Robert-Koch-Straße 40, der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung nötig.
Vor dem Hörsaal 81 ist wie immer der große Treffpunkt des Aktionstags. Hier stehen diverse Stände zum informieren und diskutieren.

Der Aktionstag Medizin bietet Einblick in Themen, die sonst keinen Platz im Studium haben: Die studentischen Organisatoren haben ein Programm mit über dreißig verschiedenen Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und Führungen zusammengestellt. Besucher sind herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Der "Aktionstag Medizin" findet seit elf Jahren statt und wird von engagierten Studierenden der Medizinischen Fakultät mit Unterstützung der Fachschaft Medizin organisiert. Das Programm mit ausführlichen Erläuterungen ist im Internet als pdf-datei zu finden unter: www.aktionstag-goettingen.de

Die Übersicht für das Programm 2008

08:15 Live-Op
10:15 Famulatur im Ausland
10:15 Palliativmedizin
10:15 Bodypacking
10:15 Schwule Terminologie
10:15 Beinahe-Fehler
11:15 Gebärdensprachenworkshop
11:15 Homöopathie und Schmerztherapie
11:15 Alpin und Höhenmedizin
11:15 Klinikumsführung
12:15 Wo und wie kann ICH helfen?
12:15 Hospiz und Sterbehilfe
12:15 Medikamentenwerbung
12:15 Häusliche Gewalt macht krank!
13:15 ÄrztInnen und Folter

13:15 Burma
13:15 Klinik-Clowns
13:15 Rechtsextremismus erkennen
14:15 Alltag Arzt
14:15 X+Y = XY?
14:15 Essstörungen
14:15 Abschiebung im Morgengrauen
14:15 Privatisierung von Kliniken
14:15 Medizin im Nationalsozialismus
15:15 Klinikumsführung
15:15 PJ im Ausland
15:15 Workshop: Tschüss Gastronomie
15:15 Engagieren: Ist das was für mich?
15:15 Gebärdensprachenworkshop
16:15 Ärzte ohne Grenzen

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Kritik am Studienordnungs-Entwurf und Modifikation

27.7.13 / Die Basisgruppe Medizin veröffentlichte einen Protest mit der Überschrift "Selbstbestimmt Studieren geht anders", der sich gegen die neue Studienordnung richtet. Ein gesellschaftspolitisch bedeutsameres Moment dieser neuen Studienordnung ist u.E. jedoch eher eine rigorose Maßnahme zur Verfestigung von Klassengrenzen. All jene, die sich durch finanzielle Möglichkeiten von allen möglichen Hindernissen im Studienalltag befreien können sind gegenüber ärmeren KommilitonInnen im Vorteil. Dies gilt gegenüber den Studi-Eltern die sich keine gut bezahlte Kinderfrau leisten können oder jenen die schlicht nebenher irgendwie Geld verdienen müssen. In der Studienordnung manifestiert sich damit die unsoziale Arroganz einer materiell besser ausgestatten Gesellschaftsschicht. [goest: Wir können uns gut vorstellen, dass dies bei dem einen oder anderen Verantwortlichen für die neue Studienordnung nach dem Motto erfolgt: wenn jede/r hier ein Medizinstudium absolvieren kann, dann bedeutet das den materiellen und sozialen Abstieg der Mediziner in der Gesellschaft. Dann sind Image und Privilegien hin. (Erste Formulierung war: dann müssten wir uns ja bald mit dem ganzen Straßenmob in unseren Kreisen herumschlagen).]

Auszüge aus einer Erklärung der Basisgruppe Medizin vom 27.7.13
Zum März diesen Jahres ist an der Universitätsmedizin Göttingen eine neue Studienordnung in Kraft getreten. (...) Besonderen Unmut der Studierenden zieht die sogenannte 18-Monatsfrist auf sich: Sie sieht vor, dass innerhalb der besagten 18 Monaten nach dem im Regelstudienplan vorgesehenen Beginn einer Veranstaltung diese Leistungskontrolle erfolgreich abgeschlossen sein muss. Gelingt dies nicht, folgt die Zwangsexmatrikulation. (..)

Mag diese Regelung für die/den MusterstudentIn in der Regel keine größere Hürde sein, stellt sie ein umso größeres Hindernis für Studierende dar, die durch Arbeit ihr Studium selbst finanzieren müssen, die mit Kind(ern) studieren, die pflegebedürftige Angehörige haben oder Studierende mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen. Eltern wird so z.B. eine Zwangspause verordnet, da sie sich häufig beurlauben lassen müssen, um mit ihrem Studium nicht in Verzug zu geraten. (...)
...die medizinische Fakultät legt Studierenden ohne wohlhabendes Elternhaus nun zusätzliche Steine in den Weg, indem sie die Möglichkeit durch Arbeit das Studium selbst zu finanzieren ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen, derartig einschränkt!“ Eine weitere durch diese Studienordnung besonders diskriminierte Gruppe ist die der Studierenden aus anderen Ländern, deren Aufenthaltsgenehmigung oft von ihrer Immatrikulation abhängt. Drohende Zwangsexmatrikulationen sind für sie also noch um einiges existenzgefährdender als für die übrigen Studierenden. (...)
Seitens des Studiendekanats wurde an mehreren Stellen deutlich gemacht, dass diese Studienordnung u.a. dazu dienen soll „faule“ Studierende schnellstmöglich exmatrikulieren zu können, wenn sie nicht anders zum zügigen Studieren gebracht werden können. Dass dabei eine Menge Studierende hinten runter fallen, die auf ein Mindestmaß an Flexibilität der Studiengestaltung angewiesen sind, wird billigend in Kauf genommen. Um wenigstens die drängendsten Punkte der Studienordnung noch einmal auf den Prüfstand zu stellen und außerdem für eine adäquate Übergangsfrist zu kämpfen, haben sich Studierende der medizinischen Fakultät zusammengeschlossen und einen Offenen Brief verfasst mit dem sie sich nun an die Öffentlichkeit wenden, um auf ihre prekäre Lage hinzuweisen. AssistenzärztInnen wollen sich ähnlich äußern. „Sollte in der nächsten Fakultätsratssitzung am 29. Juli nach wie vor keine für alle Beteiligten tragbare Einigung möglich sein, werden wir die Außerkraftsetzung der jetzt gültigen Studienordnung fordern, bis für die diejenigen unter uns, die von der Zwangsexmatrikulation betroffen sind, eine Lösung gefunden wurde“, so eine Sprecherin der engagierten Studierenden.

Auszug aus der neuen Studienordnung

§ 3 (6) Die im Regelstudienplan vorgesehenen leistungsnachweispflichtigen Lehrveranstaltungen und die hierzu jeweils gehörenden Prüfungen für den Erhalt des Leistungsnachweises einschließlich der eventuell abzulegenden Wiederholungsprüfungen müssen innerhalb von 18 Monaten nach Beginn der Lehrveranstaltung absolviert werden. Satz 1 gilt auch für das Praktische Jahr. Anerkannte Beurlaubungen oder Auslandsaufenthalte zum Zwecke des Studiums werden auf die Frist nicht angerechnet. Auf Antrag kann bei Vorliegen anderer wichtiger Gründe (z. B. Kindererziehung, Pflege von Angehörigen) die Frist um 6 Monate verlängert werden. Der Antrag ist schriftlich zu stellen und ausreichend zu begründen. Gründe, die die oder der Studierende selbst zu vertreten hat, bleiben bei der Entscheidung außer Betracht. Wird die Frist nach Satz 1 nicht eingehalten und hat dies die oder der Studierende zu vertreten, gilt der jeweilige Leistungsnachweis als endgültig nicht bestanden. Das Studiendekanat ist hiervon umgehend zu unterrichten. Eine Fortsetzung des Medizinstudiums an der Georg-August-Universität Göttingen ist nicht mehr möglich. Die Voraussetzungen für eine Exmatrikulation liegen vor.

Modifikation

30.7.13 / Basisgruppe Medizin // "Nachdem es in den letzten Wochen und Monaten Kritik von Studierenden an zahlreichen Punkten der neuen Studienordnung der Medizinischen Fakultät gegeben hatte, tagte gestern das entscheidende Gremium. Trotz Ferienzeit waren genügend Mitglieder anwesend, um vorerst abschließend über Ordnungsänderungen abzustimmen. Neu aufgenommen bzw. auf Drängen der Studierenden hin abgeändert wurden folgende Punkte: 18-Monatsfrist gilt ab Belegung eines Moduls und nicht ab dem Zeitpunkt zu dem es im normativen Studienplan vorgesehen ist einmalige Verlängerung der Übergangsfrist für alle Studierenden um 6 Monate (bis Ende Wintersemester 2013/14) keine Nennung von Diagnosen auf Attesten bis auf erste Klausur selbständige An- bzw. Abmeldung zu Klausur möglich Einrichtung einer Härtefallkommission zur Beratung über Anträge zur Fristverlängerung bei Härtefällen wie z.B. eigener Krankheit oder Kinderbetreuung. „Es ist bezeichnend, dass erst über 1.200 Unterschriften gesammelt und zahlreiche Gespräche mit GremienvertreterInnen geführt werden müssen, damit sich was bewegt“, äußerte sich ein Vertreter der Basisgruppe Medizin Göttingen. (...)"