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Hospiz  
Menschen die sich um Sterbende kümmern

Hospiz an der Lutter (auf dem Gelände des Evang. Krankenhauses Weende)
An der Lutter 26, 37075 Göttingen, Tel. Gö 383 44-0 >>www.hospiz-goettingen.de; Spendenkonto: Sparkasse Göttingen, 260 500 01 , Konto: 44 300 770

Kontaktmöglichkeit in der Innenstadt: Jeden Dienstag von 16 bis 17.30 Uhr erwarten die Ehrenamtlichen die Besucher zum persönlichen Gespräch im „Blauen Salon“ der Evangelischen Familienbildungsstätte in der Düsteren Straße 19.

Hospiz-Kontakt in in der Innenstadt
"Das Ambulante Hospiz an der Lutter hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schwerstkranken und/oder deren Angehörige so lange wie möglichst zu Hause zu begleiten und zu unterstützen. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen geben Ihnen die Möglichkeit, wöchentlich in der Innenstadt einen ersten Kontakt herzustellen. Betroffene, Angehörige oder Freunde sind herzlich eingeladen, dieses Angebot wahrzunehmen,Dieser Austausch wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen vom Hospiz an der Lutter geleitet. Seit 6. April 2010 ist er in neuen Räumlichkeiten zu finden. Jeden Dienstag von 16 bis 17.30 Uhr erwarten die Ehrenamtlichen die Besucher zum persönlichen Gespräch im „Blauen Salon“ der Evangelischen Familienbildungsstätte in der Düsteren Straße 19. ab 6. April 2010: HOSPIZ-Kontakt Jeden Dienstag, 16 bis 17:30 Uhr „Blauer Salon“ der Evangelischen Familienbildungsstätte Düstere Straße 19 37073 Göttingen

Zur Arbeit des Hospiz
Das Thema Tod wird in der Gegenwartskultur verdrängt, ist kein Bestandteil des alltäglichen Bewußtseins. Viele tun so, als würden sie ewig leben und doch müssen alle sterben. So wie der Tod verdrängt wird, so vermeidet man den Blick auf die Sterbenden.
Das Hospiz an der Lutter gehört zu den wenigen Orten, die sich gezielt damit beschäftigen – und das mit einem hohen Einsatz von freiwilligen MitarbeiterInnen.

Informationsstand des Hospiz während des Tages der Offenen Tür im Deutschen Theater zum Thema "Verantwortung" am 7.6.08

Die MitarbeiterInnen des Hospiz kümmern sich um Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige und Freunde, damit Menschen nicht alleine unversorgt sterben müssen.
Ambulantes Hospiz: Bei der ambulanten Hilfe gehen die HospizmitarbeiterInnen zu den Sterbenden nach Hause, helfen den Angehörigen und kümmern sich um die Kranken und Sterbenden. Die Mitarbeiterinnen machen das unbezahlt, ehrenamtlich, wurden dafür ein Jahr lang geschult und danach durch Supervision und Erfahrungsaustausch untereinander gestützt.
Stationäres Hospiz: Die Sterbenden können auch stationär aufgenommen werden. Es stehen allerdings nur sieben Plätze bereit: "Der Hausarzt führt die medizinische Betreuung weiter durch. Es ist uns besonders wichtig, dass auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingegangen wird. Schmerztherapie, Symptomkontrolle und Pflege erfolgen nach den Erkenntnissen der modernen Schmerztherapie. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten gestalten die Patienten und Patientinnen im Hospiz ihre verbleibende Lebenszeit selbst. Sie bekommen dabei die Hilfe und Unterstützung, die sie sich wünschen. Dazu gehört auch das Angebot von Seelsorge. Angehörige und Freunde sind miteinbezogen. Jeder, der uns braucht und zu uns kommen möchte, wird ohne Ansehen der Person, der finanziellen Lage, des Alters und der Konfession bei uns aufgenommen."
Dies dürfte klarmachen, dass diese Einrichtung äußerst unterstützenswert ist - dafür verbürgt sich auch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospiz, die der Redaktion nahesteht.
Das Hospiz hat einen Förderkreis. Dort kann man Mitglied werden und durch Spenden, die steuerlich absetzbar sind, die Hospizarbeit fördern. Das Hospiz ist sehr auf diese Hilfe angewiesen.

 

Leitung des ambulanten Hospiz und der "ehrenamtlichen" Arbeit

Das Ambulante Hospiz an der Lutter in Göttingen hat eine neue Leitung. Anja Fiebig (45), Gesundheits- und Krankenpflegerin und Palliative-Care-Fachkraft, wechselte vom Christlichen Hospiz Wuppertal Niederberg nach Weende. (...) Aus ihrer bisherigen Arbeit weiß sie, was es bedeutet, dem Leben Raum zu geben im Angesicht des Sterbens, was es heißt, Abschiednehmen vom Leben, den geliebten Menschen, Orten und Begegnungen. (...) Worte, Taten und oft nur das bloße Dasein und Mittragen der schwer empfundenen Last werden immer als hilfreich empfunden. Anja Fiebig erlebt diese Art der Begegnung als Geschenk.

Anja Fiebig ist für die Koordinatorin von Ehrenamtlichen zuständig, die Schwerstkranke und ihre Familien begleiten und das Sterben im heimischen Umfeld wie auch in stationären Einrichtungen

Leitung des stationären Hospiz
"Auch im Hospiz wird vor dem Tod gelebt!“

29.7.13 / Text EKW //
Seit 1. Juni 2013 hat das Stationäre Hospiz an der Lutter eine neue Leitung. Regina Bauer, Krankenschwester und Palliative-Care-Fachkraft, wechselte von der Schwesternstation St. Sixti in Northeim zum Stationären Hospiz an der Lutter in Göttingen-Weende. Regina Bauer hat als stellvertretende Pflegedienstleitung im ambulanten Pflegedienst gearbeitet. Dort hat sie sich schwerpunktmäßig um den Aufbau eines ehrenamtlichen Mitarbeiterstamms zur Begleitung von Menschen mit Demenz und den pflegenden Angehörigen gekümmert.


Regina Bauer

In den letzten drei Jahren wurde die immer stärker benötigte Palliativ-Versorgung von Patienten im ambulanten Bereich zu einem weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit. Die Arbeit mit schwerstkranken Menschen ist der neuen Leitung zu einem Herzensanliegen geworden. „Es ist wichtig, funktionierende Netzwerke zu installieren, die es ermöglichen, schwerstkranke Menschen optimal zu versorgen“, sagt Regina Bauer. „Das kann bedeuten, dass im häuslichen Umfeld durch den Einsatz von Palliative-Care-Kräften, kompetenten Pflegediensten sowie dem Ambulanten Hospizdienst gute Versorgungsstrukturen geschaffen werden können.“

Als Ergänzung dieser Versorgungsform sieht Regina Bauer das Stationäre Hospiz. Nicht immer ist es möglich, dass Menschen vor ihrem Tod in ihrem häuslichen Umfeld bleiben können. Umso wichtiger ist es, dass ein „Wie Zuhause“ zur Verfügung steht. Als solch einen Ort beschreibt die 58-Jährige das Stationäre Hospiz, das in Haus 3 auf dem Gelände des Weender Krankenhauses beheimatet ist. Hier werden Menschen mit einer sehr begrenzten Lebenserwartung aufgenommen, deren Versorgung im häuslichen Umfeld nicht mehr möglich ist. „Natürlich ist der Umgang mit Leid, Schmerzen und Tod immer herausfordernd, aber auch hoch befriedigend, weil der Kontakt zu dem Kranken oder seinem Angehörigen sehr intensiv ist, weil Leiden gelindert werden kann und weil im Angesicht des Todes das Leben noch einmal eine besondere Intensität bekommt. Auch im Hospiz wird vor dem Tod gelebt!“ antwortet Regina Bauer auf die Frage, ob die Arbeit mit sterbenskranken Menschen für die Mitarbeiter im Hospiz nicht zu schwer und zu traurig ist.

Anlässlich des Welthospiztages am 11.10.14 wies wurde Regine Bauer in einer Pressemeldung des Hospiz zitiert: " In der aktuellen Diskussion in Deutschland über ein Verbot gewerblicher, organisierter Formen der Beihilfe zum Suizid oder die ärztliche Beihilfe zum Suizid wird deutlich, dass es die Angst vor dem Alleinsein ist, die Angst, anderen zur Last zu fallen und die vor dem Verlust der Würde, die dazu führen, dass Menschen den Wunsch nach vorzeitiger Beendigung des Lebens äußern. "Wir vom Hospiz an der Lutter begegnen diesen Ängsten ganz praktisch, indem wir für die Betroffenen und ihre Angehörigen da sind."

 

Hospizforum

Das Hospizforum findet (fast) jeden 2. Mittwoch im Monat von 20 - 21.30 Uhr statt. Ort: Hospiz an der Lutter, An der Lutter 26, Haus 3, Erdgeschoß (im Bereich des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende).Termine des Hospizes an der Lutter (Information: 0551-38344-11)

Forum zum Thema "Terminale Sedierung"
14.10.09 Ev. Krankenhaus Weende Haus 3, Erdgeschoss, An der Lutter 26, 20 bis 21.30 Uhr "Terminale Sedierung" – letzte Behandlungsoption oder Einstieg in die aktive Sterbehilfe? Ref.: Priv. Doz. Dr. Alfred Simon, Geschäftsführer der Göttinger Akademie für Ethik in der Medizin. Simon ist zugleich Mitglied der Arbeitsgruppe "Ethik" der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Belastende Symptome in der Sterbephase können bei den meisten Patienten durch palliativmedizinische Maßnahmen auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Dennoch verbleibt ein Patientenanteil, bei dem auch unter Berücksichtigung physischer, psychischer, sozialer und spiritueller Bedürfnisse kein erträglicher Zustand erreicht werden kann. In diesen Extremfällen können Medikamente mit sedierenden Eigenschaften gegeben werden. Werden diese Medikamente ohne zeitliche Beschränkung bis zum Tod des Patienten eingesetzt, so spricht man auch von "terminaler Sedierung". Während viele, insbesondere in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen tätige Ärzte und Pflegende, die "terminale Sedierung" als letzte Behandlungsoption befürworten, sehen andere in ihr den Einstieg in die aktive Sterbehilfe. Priv. Doz. Dr. Alfred Simon wird, ausgehend von einem konkreten Patientenschicksal, die ethische Problematik der "terminalen Sedierung" aufzeigen und die ethisch-rechtlichen Kriterien benennen, die bei der Entscheidung zu dieser Behandlungsoption zu beachten sind.