goettinger stadtinfo 
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Infos zu "goest"

Statistik

Entstehung, Struktur und Perspektiven von GOEST

Vorläuferdiskussionen:
> Kontroverse um die politische Rolle des Internets
> Konzept der Digitalen Stadt
> Informationsdienst Computer&Medien
> Rechtstreit um den Namen "Stadtinfo"

Spruch der Woche am Redaktionsschreibtisch:
Wer beliebt sein will, darf keinen kritischen Journalismus betreiben. Dafür ist Gefälligkeitsjournalismus, Hofberichterstattung, Werbungs-Lobhudelei, ein "Zentralorgan" des Vereins xy besser geeignet.

 

2001-2011 Zehn Jahre goest.de

Nach 10 Jahren ist der passende Zeitpunkt gekommen, über die weitere Entwicklung von goest.de zu reflektieren.

Also hier der Traum:

In einem wunderschönen hellen Büro, natürlich mit Holzfußboden und großen Pflanzen, sitzen mehrere Redaktionsmitglieder im News-Room. Über eine Super-Sound-Anlage lässt sich bei Bedarf stimmungsfördernde Musik abrufen. Der wöchentliche Redaktionstreff am Donnerstag ist auf merkwürdige Weise ein kulturelles Ereignis, bei dem als Nebeneffekt Material und Ideen für Artikel entstehen, der aber auch in spontane Musik- , Tanz- , Happening- oder Sportaktivitäten übergehen oder schweigendes Herumhängen in redaktionseigenen Hängematten enden kann. Gegen Abend geht die Arbeit gelegentlich in gemeinsames Kochen über.
Selbstverständlich gibt es ein umfassendes NeuDesign der WebSeite mit der Einführung wohl überlegter kommunikativer Elemente, die durch rechtlich geschulte Moderation abgesichert werden. Die ganze Technik wird zur Sicherheit des social-media-Bereichs auf einen eigenen Server gelegt, der gegen staatlich genehmigtes Datenabzocke der Schlapphüte gesichert ist. Und dann gibt es noch eine ambitionierte andere technische Weiterentwicklung: besondere Ereignissen werden per video-live-Streaming online direkt auf goest.de mitzuverfolgen sein.

Anmerkung des verantwortlichen Redakteurs: Ja und schließlich läuft der ganze Laden von alleine und ich kann mich zur Ruhe setzen und gelegentlich ohne Hektik ein paar aufwändige Artikel schreiben, gute Ratschläge geben, sowie auch mal eine Diskussionsrunde moderieren oder schöne Fotos machen; öfter auch mal mit dem Notebook von irgendeinem Strand aus nette Artikel schicken.

 

 

Kurzdarstellung von GOEST

Das Goettinger Stadtinfo www.goest.de ist ein nichtkommerzielles Online-Magazin in der Tradition der alternativen Stadtzeitungen. Es umfasst aktuelle Veranstaltungen, Verzeichnisse von Musikgruppen, Lokalen und Kleinanzeigen sowie aktuelle Berichte aus Kultur und Politik. Mit "Kultur und Politik" sind nicht allein die institutionelle Politik als vielmehr das Engagement in Initiativen und unabhängigen Gruppen und low-cost-Projekte gemeint. GOEST existiert seit 2001 und bietet inzwischen wohl ca. 1200 Webseiten mit insgesamt ca. 6.700 Fotografien aus Göttingen. GOEST hat aufgrund des umfangreichen Contents inzwischen eine gewisse Bedeutung als Präsentation von Göttingen im Internet erlangt, was sich in zahlreichen überregionalen Verlinkungen bemerkbar macht. GOEST zeigt den "etwas anderen Blick auf die Stadt" in voller Breite und Differenzierung des städtischen Lebens wie auch deren zeitlichen Veränderungen, erfüllt inzwischen also auch eine Art Archiv-Funktion.

Statistik

Im Verlauf des Monates Juli wurde der Spitzenwert von 207.681 Seiten abgerufenen Seiten in goest.de erreicht. 2009 waren es monatlich durchschnittlich noch 160.000 Der Wert von durchschnittlich 3,5 Seiten pro Besucher/in deutet auf eine akzeptable Leseintensität hin wenn man bedenkt, dass viele Seiten themenbezogen über Google nur als einzelne Seiten aufgerufen werden.

 

Statistik Januar bis September 2009

20.10.09 / Weiterhin können wir eine erfreuliche Zunahme des Interesses an goest feststellen. 55.000 Besucher und 160.000 Seitenaufrufe pro Monat zeigen eine Stabilisierung und stabiles Wachstum. Als Folge einer intensiveren Nutzung von goest pro Besucher/in nimmt in der Statistik die Zahl der Seitenzugriffe seit einem Jahr stärker zu als die Zahl der BesucherInnen.

 

Zur Erläuterung der obigen Statistiken: Diese Auswertung fasst alle Seitenaufrufe eines eindeutigen Besuchers, zu einem Visit zusammen. Ein/ eindeutige/r Besucher/in wird nur gezählt, wenn er/sie mindestens eine vollständig geladene Seite auslöst. Es dürfen nicht mehr als 30 Minuten zwischen einzelnen Page-Impressions liegen.

Grundsätzlich wäre wünschenswert, dass ein Zugriff auf GOEST ohne solche statistischen Möglichkeiten vor sich geht. Leider werden diese Daten jedoch von den Providern erhoben und es ist nur zu verhindern, wenn man selbst einen Server betreibt. Und wenn sie schon da sind, können wir auch mal die Zugriffshäufigkeiten darstellen. Um zu sehen, was Webseiten so alles abspeichern, sollte noscript (http://noscript.net/) installiert sein .... auf jeder zweiten Webseite zockt nicht nur der jeweilige Provider sondern auch noch google-syndication usw. Daten ab. Wer das zulässt ist selbst schuld.

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Entstehung, Struktur und Perspektiven des Goettinger Stadtinfo

Entstehungsgeschichte
Gegenwärtiger Status
Aufbau der Internetseiten
Organisatorische Ziele
Perspektiven

Goest versteht sich als Versuch, eine Nachfolge bereits eingestellter (Göttinger Stadtzeitung, Göttinger Woche, Pampa, Göttinger Wochenzeitung) bzw. eine Ergänzung bzw. Fortsetzung bestehender alternativer, lokaler Printmedien (Göttinger Betriebsexpress, etc.)  im Internet zu organisieren.

Entstehungsgeschichte des Internetprojektes "Goettinger Stadtinfo" goest

Die Idee war schon seit 1995 da: Mit den Möglichkeiten des Internet sollte ein kritisches, nicht-kommerzielles Internet-Magazin in Göttingen die Tradition des alternativen Magazins "Göttinger Stadtzeitung" fortgesetzt werden.

Erste Versuche dazu wurden im Rahmen des Mailboxprojektes LINK-GOE mit den Zielen der Bürgervernetzung diskutiert. In diesem Zusammenhang entstanden Überlegungen zum Konzept der "Digitalen Stadt", die in der Broschüre "Die Digitale Stadt - Internet und virtuelle Gemeinschaften im kommunalen Raum" Dezember 1996 zusammengefasst wurden (In der SUB ausleihbar). Abschließende gab es eine politische Diskussion im T-Keller über Sinn und Zweck der der neuen Medien. Ergebnis: ein politisches Medium möglichst nur zur Informationsverteilung aufbauen, da eine Kommunikations-Community nur Objekt genauer Überwachung würde.

Ein weiterer Impuls zur Entstehung von goest kam vom Zusammenschluß von mehr als 54 Göttinger sozialen , politischen Organisationen, Selbsthilfegruppen, Arbeitslosengruppen, DPWV, Gewerkschaften) im Bündnis gegen Sozialabbau Anfang 1997. Für dieses Bündnis wurde ein gedrucktes Stadtinfo erstellt. Im Rahmen der Koordinations- und Organisationsarbeit für dieses Bündnis wurde auch ein Verteiler über Fax und E-Mails laufen lassen und Infos per Mail verteilt. Nun drängte sich immer mehr die Idee eines kontinuierlich existierenden online-Informationsmediums auf.

Seit August 1999 wurden schrittweise Internet-Seiten produziert mit dem Ziel, einen Fundus zur Darstellung der Stadt aus alternativer Sicht zu schaffen. Der nächste Schritt bestand in der Anschaffung einer Digitalkamera (damals war die Olympus mit 1,3 Megapixel das modernste) und der Erstellung eines Bilderfundus. Von August 99 bis Anfang 2001 lief goest trotz erheblichen Arbeitsaufwandes lediglich unter dem Titel einer Homepage bei einem lokalen Provider als Test. Es wurde nur im internen Kreis von Interessierten bekannt gemacht und um Rückmeldung und Kritik gebeten.

Erst als weitere Personen Interesse an der Mitarbeit erklärten wurde der Name "goest" für eine eigene Domain kreiert. Den Titel "Stadtinfo" hatte jemand anders nach einem gemeinsamen Gespräch über das Medienprojekt ohne Absprache auf seinen Namen als Domain eintragen lassen - sein Projekt, das ihm fortan alleine überlassen blieb - scheiterte aber sang und klanglos. Ab Februar 2001 wurde mit Flugblättern auf goest aufmerksam gemacht . goest bestand zu diesem Zeitpunkt bereits aus 248 Text-Seiten und mehr als 800 Fotos. Die Folge der Bekanntmachung war ein rasanter Anstieg der Zugriffszahlen. In der folgenden Zeit kam es zu Immer mehr Verlinkungen auf goest durch Verbände, Gruppen und Organisationen sowie Privatpersonen.

Gegenwärtiger Status des Projektes           

Die Zugriffszahlen sind stetig weiter gestiegen und liegen inzwischen bei durchschnittlich 2300 eindeutigen BesucherInnen pro Tag und 4800 Seitenzugriffen. Goest ist inzwischen im Bekanntheitsgrad gestiegen und wird durch eine starke Berücksichtigung in Google sehr häufig angewählt.

Die Link-Liste und die Liste der Musikgruppen erfreuen sich lebhaften Zuspruchs. So gibt es etliche Musikgruppen, die darum gebeten haben, dass zusätzliche Informationen auf die Liste der Musikgruppen aufgenommen werden.
Ebenso fand die Idee einer Litfaßsäule große Zustimmung, bei der alle entdeckten Plakate abfotografiert und in einer Tabelle abgebildet werden unter Plakate des Monats xy. Dies wurde inzwischen eingestellt und sämtliche Plakate zur präventiven Vermeidung urheberrechtlicher Klagen entfernt. Ebenso wurden Gästebuch und Forum aus rechtlichen Gründen stillgelegt, weil hier beständig Aufmerksamkeit erforderlich ist, will man verhindern, dass dort Eintragungen vorgenommen werden, die zu rechtlichen Folgen beim Herausgeber von goest führen. Die gesamten entstehenden Kostenalso auch evtl. Gerichts- und Anwaltskosten würden zu privaten finanziellen Belastungen führen.

Immer wieder wird an uns herangetragen, doch bitte das Layout mal auf den neuesten Stand zu bringen. Aber allein der Versuch die Seite ständig aktuell zu halten nimmt alle Arbeitskapazitäten in Anspruch. Daher werden die technischen Verbesserungen ständig weiter hinausgeschoben.

Struktur der Internetseiten            

Zunächst ist goest eine Mischung aus Serviceseiten, aktuellen Seiten und Archiv. Die Serviceseiten umfassen Veranstaltungskalender, Link-Liste für Göttingens alternativen Bereich, Kneipen/Gaststättenverzeichnis. Der aktuelle Veranstaltungskalender berücksichtigt besonders all jene Veranstaltungen, die anderswo immer "vergessen" werden; die Link-Liste verweist auf eine besondere Auswahl von mehr als 80 Göttinger Internetseiten.
Die Aktuellen Seiten werden - soweit es sich ergibt - von einem Bild der Woche angeführt. goest will eine andere Sichtweise auf das Alltägliche üben. Im Bild der Woche werden dazu skurille, witzige, denkwürdige oder einfach schöne Schnappschüsse präsentiert.
Bei den aktuellen Seiten wird über ausgewählte Ereignisse berichtet und die Zuarbeit von Gruppen genutzt. Dabei beachtet goest all jene Bereiche stärker, die durch die Tageszeitung oder kommerziell orientierte Medien im Internet vernachlässigt werden. (...) So entsteht auch eine Art illustriertes Online-Stadtarchiv. (...)

Organisatorische Ziele            

Ziel ist die Einbindung und Vernetzung von Gruppen und Initiativen, so wie dies bereits früher in den Mailboxprojekten und Bürgernetzen angedacht war. goest ist Teil eines diffusen nicht-formalisierten Netzwerkes. Dies funktioniert über die Schaffung einer Servicefunktion, nämlich Öffentlichkeit für diese Gruppen schaffen, Forum für diese Gruppen schaffen, ohne ihnen selbst diese Arbeit alleine zu überlassen, sondern für sie tätig zu werden, ihre Flugblätter, Infos, Aktionen in einer lokalen Webseite zu präsentieren.
Gleichzeitig soll eine Vernetzung der alternativen lokalen Medien erreicht werden. Artikel aus kleinen Printmedien werden in goest veröffentlicht - damit wird der Inhalt weiter transportiert und für diese Printmedien geworben, andererseits wird goest zu einem Sammelbecken verschiedener Artikel aus unterschiedlichen kleinen Blättern.

Perspektiven

Wenn das Projekt mittelfristig Erfolg hat, dann sollte das Projekt goest durch einen Verein übernommen werden, damit eine andere Geschäftsgrundlage geschaffen wird. Dieser Übergang sollte erfolgen, wenn goest täglich von 1000 Personen in Göttingen quasi als Tagesmedium genutzt wird. Also täglich 1000 Zugriffe auf die Seite über die Einstiegsseite kommen - was so etwas wie "AbonnentInnenstatus" bedeutet. Gegenwärtig gibt es zwar schon im Durchschnit 2300 BesucherInnen, aber viele davon kommen über Suchmaschinen direkt auf einzelne Seiten von goest Die "Abonnentenzahl" liegt noch bei mindestens 380 , zusammen mit jenen aus Göttingen die nicht den Frame laden schätzungsweise 600 täglich. Da kann man von GöttingerInnen ausgehen. Diese Zahl liegt leicht über der Zahl der verkauften Exemplare z.B. von Zeitungsprojekten wie der "Göttinger Woche" .

Goest könnte bei einem weiter fortdauernden Erfolg überregional als Modell eines Basismediums im Internet fungieren wenn es gelingt, einige Arbeiten und Büroraum zu bezahlen. Wie dies gelingen soll, dazu ist angesichts der absolut strikten Entscheidung keine Werbung und keinerlei Abhängigkeiten zuzulassen, noch keine Lösung gefunden - aber wir hoffen auf Ideen. Bis jetzt jedenfalls hat es sehr viel Spass gemacht. Das hat sich auch ausgedrückt in der goest-Party, mit Super-Buffet, Band, Djs und einem 20 minütigen Wahnsinns-Feuerwerk.

 

 

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