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Umbau von KAZ und Jungem Theater / "Otfried Müller Haus" OMH

Die Geldquelle
Die Geldbeträge
Was soll damit gemacht werden?
KAZ und JT werden umgekrempelt?
Wer entscheidet und leitet das alles?

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> KAZ
>--- Dringende Modernisierung erfordert Anträge auf Fördermittel
>--- Die Stadtverwaltung will KAZ und Musa zusammenlegen (Vorschlag V019)
> Junges Theater
> Zusammenlegungspläne Deutsches Theater und JT (2012)

> Kunstquartier

10.12.15 / KAZ und Junges Theater werden 2017 bis 2018 umgekrempelt und erhalten ein fast neues Haus. Auch der Außenbereich wird umgestaltet. 2016 bis 2017 wird geplant und vorbereitet 2017-2018 umgebaut. Wir haben Informationen dazu einmal kurz zusammengefasst. Soweit nicht anders gekennzeichnet, sind die Zitate in kursiver Schrift aus dem Projektantrag der Stadt vom November.2015

(Korrekturen 11.12.15)

junges_theater.JPG (17736 Byte)


Die Geldquelle
Nachdem bereits das Förderprojekt Kunstquartier aus dem Hause des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Fördermittel zugesagt bekam wird jetzt das Förderprojekt OMH auch ebendort beantragt. Der Projektantrag der Stadt wirft da etwas durcheinander indem er von einem "Ministerium für Baus- Stadt und Raumfroschung (BBSR) spricht das gibt es nicht. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). (>>
BBSR)
Im Rahmen des Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur", das im Oktober 2015 startete , soll eine umfassende Sanierung des "Otfried-Müller-Hauses" bekannter unter dem Namen KAZ und Junges Theater, beantragt werden.

Die Geldbeträge
Da der Stadt vom Niedersächsischen Innenministerium als Kommunalaufsichtsbehörde eine "Haushaltsnotlage" bescheinigt wurde, beträgt die geforderte Selbstbeteiligung der Stadt nur 10 % . Das heisst, vom Bundesbauministerium sollen 5.850.000 gezahlt werden bei einem Eigenanteil der Kommune von nur 650.000 - Ein Wahnsinns-Deal!
Die Ausgaben erfolgen dem Plan nach schrittweise 2016 mit ca. Million , 2017 mit 1, 5 Mio und 2018 mit 4,1 Mio Euro.

Was soll damit gemacht werden?
Mit diesen Geldern soll zunächst das gesamte Haus saniert werden. Dazu gehört ein marodes Dach, sanierungsbedürftige Elektroinstallationen, Fenster, Türen usw. Das Haus soll aber auch erweitert werden. Im Projektantrag heisst es: "In einem Magazinanbau auf Bühnenniveau werden Lagerflächen untergebracht. Ein zusätzlicher Montageraum ermöglicht die Durchführung technischer Arbeiten. Darüber hinaus wird das Gebäude energetisch ertüchtigt." Außerdem werden Umbauten für eine Barrierefreiheit des gesamten Hauses erforderlich. Die baulichen Maßnahmen sind allerdings nicht losgelöst von der ganzen Organisation des Hauses und der darin stattfindenden Aktivitäten zu sehen. So heisst es: "Innerhalb eines konkurrierenden Planungsworkshops sollen Lösungen für die funktionale Neuordnung der Räume, der Nutzungen und der Wegeführungen gefunden werden."
Neben dem Umbau des OMH soll auch eine Umgestaltung der Umgebng erfolgen: des im städtischen Besitz (Stadtwerke) befindlichen Parkhauses, des KAZ-Platzes / Wochenmarktplatz "Zur weiteren kulturellen Belebung des Wochenmarktes sollen die Voraussetzungen für eine Freilichtspielstätte inkl. Leinwand und Technik geschaffen werden. Die sonstige Nutzung des Wochenmarktes setzt eine flexible Anlage voraus.". Und auch "Die Hospitalstraße wird nach dem bestehenden Gestaltungskonzept für die Innenstadtstraßen umgebaut und damit der Bereich um das OMH und die Zuwegung zum Wochenmarkt aufgewertet."

KAZ und JT werden umgekrempelt?
Im Rahmen des Umbaus erfolgt quasi eine Inventur in der alle Benutzer_innen-Gruppen und Nutzungsformen auf den Tisch kommen, neu geordnet werden und in ein Raumkonzept einfliessen. "Aufgrund der räumlichen Struktur, der technischen Gegebenheiten und der unterschiedlichen Bedürfnisse stoßen KAZ und JT im OMH an ihre räumlichen Nutzungsgrenzen. Beide Einrichtungen sollen perspektivisch von Synergieeffekten im Bereich der Projekte und Veranstaltungen stärker profitieren und ihre spezifischen Qualitäten und Kompetenzen einbringen. Dafür ist eine ausführliche Bestands- und Nutzungsanalyse, gefolgt von einer grundlegenden Neuordnung der funktionalen Zusammenhänge notwendig. In diesem Zusammenhang werden auch Fragen der inneren und äußeren Erschließung sowie Möglichkeiten, den Straßenraum und / oder Wochenmarkt zu bespielen, von Bedeutung sein." (Hervorhebung Red. goest)
Dabei werden möglicherweise wieder Teile jener Pläne thematisiert, die 2013 im Rahmen der Sparvorschläge seitens der Stadtverwaltung geäußert wurden:
Die Zusammenlegung von KAZ und Musa einerseits sowie Junges Theater und Deutsches Theater andererseits. Siehe dazu den >damaligen Vorschlag

Wer entscheidet und leitet das alles?
Besitzerin des Gebäudes ist die Stadt, "Die Stadt Göttingen wird, federführend mit den FB Kultur (41) sowie den Fachdiensten Stadt- und Verkehrsplanung (61.1) und Hochbau, Klimaschutz und Energie (65.1), die Bauherrenaufgabe übernehmen. Nach Bedarf werden weitere relevante Fachdienste der Stadt Göttingen hinzugezogen, insbesondere aus den Dezernaten Kultur und Soziales sowie Planen, Bauen und Umwelt." Als Ansprechparter/in für das Projekt werden namentlich Baudezernent Thomas Dienberg und Dinah Epperlein (Leiterin der Abteilung "Fachdienst 65.2 Hochbau, Klimaschutz und Energie") sowie Hilmar Beck (Leiter Fachbereich Kultur) genannt.
Inwieweit KAZ e.V. und Junges Theater gGmbH in die Entscheidungsfindungen einbezogen werden dürfte noch besonders interessant werden, denn deren Strukturen werden durch die Maßnahmen ordentlich durchgerüttelt. Insbesondere weil für die Umbauzeit das Haus nicht genutzt werden kann und alle Nutzer-Gruppen von Februar 2017 bis April 2018 in einem "Exil" untergebracht werden müssen
Iim Projektantrag heisst es: "KAZ und JT speisen in eine noch zu gründende, gemeinsame Projektgruppe ihre Kenntnissen, Erfahrungen und Anforderungen als Nutzer ein und gewährleisten so den notwendigen Projekt-Input, der wiederum in den entsprechenden Informationsfluss auf Seiten der beauftragten Architekten, Ingenieure und Firmen kanalisiert wird."

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