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Anti-Islamismus

Rechtsradikaler Anti-Islamismus
Göttinger Gruppen mobilisieren Protest
> Moschee in Göttingen - Auseinandersetzungen

Rechtsradikaler Anti-Islamismus und Kritik an antisemitisch- islamistischer Ideologie

Alles in allem ein geschickter Schachzug der rechtspopulistischen Partei "ProKöln". Einerseits zieht sie ausländerInnenfeindlich gegen "Islamisierung" zu Felde. Andererseits weist sie (scheinheilig) auf den Antisemitismus in der islamistischen Ideologie hin und versucht damit einen Teil ihrer GegnerInnen im Antifabereich zu neutralisieren. Um durch diese Verwirrung hindurch gegen die Kampagne von ProKöln zu mobilisieren wird eine Veranstaltungsreihe im T-Keller mit detaillierten Themenstellungen durchgeführt.

30.8.08 / In Köln hat die rechtspopulistische Partei und Ratsfraktion "Pro Köln" eine Kampagne gegen den dort geplanten Bau einer großen Moschee forciert und will am 20 September 12 Uhr auf dem Kölner Heumarkt eine Kundgebung abhalten zu der u.a. der französische Rechtsradikale Jean Marie Le Pen angekündigt wird. Desweiteren sind angekündigt: FPÖ-Vorsitzender Strache , MdB und CDU Rechtsabweichler Henry Nitzsche sowie Filip Dewinter von der rassistischen Vlaams Belang / Belgien und andere.
"Pro Köln" ruft mit folgenden Worten zur Kundgebung auf: "Patrioten aller Länder, auf nach Köln! Es gilt, ein deutliches politisches Zeichen zu setzen: Gegen die Islamisierung und Überfremdung unserer Heimatstädte, für die den Erhalt unserer traditionellen Werte und unser vielfältigen christlich-abendländischen Kultur!"
Im Rahmen ihrer Ratspolitik schreibt Pro Köln "dass die Kölner Verwaltung und Politik jahrelang tatenlos die ausufernde Roma-Klau-Kids-Problematik aus Angst vor dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit als quasi schicksalsbedingt hingenommen hat." Pro Köln fordert, dass "abgelehnte Asylbewerber und andere Illegale endlich konsequent abgeschoben werden. 5.000 zumeist illegale Roma, (...) kosten die Stadt Köln jährlich mindestens 30 Millionen Euro."
Und dann aber geradezu als grotesteke Realsatire folgt der Satz: "Die Bürgerbewegung pro Köln bekennt sich uneingeschränkt zu rheinischer Weltoffenheit und Toleranz. Besorgt fragen wir aber, ob der rheinische Charakter unserer Stadt nicht durch ungebremste Masseneinwanderung verloren geht. Im Gegensatz zu den Altparteien ist pro Köln nicht der Meinung, dass das Kölner Stadtbild künftig von Minaretten bestimmt werden soll. "

Bei der Mobilisierung gegen die Anti-Islam-Kampagne von "Pro Köln" sind Gruppierungen beteiligt, die die "islamistische Ideologie" wegen ihres Antisemitismus, Antiamerikanismus, Antiisraelismus, der Holocaustleugnung, Homophobie und Unterdrückung der Frauen kritisieren. Nun versucht die "Bürgerbewegung Pro Köln" ihren Anti-Islamismus mit Hinweisen auf die Kritik am Antisemitismus zu flankieren. Das ist eine zynische Verwirrtaktik, denn gegen den Antisemitismus der Islamisten haben die rechtsgerichteten Strömungen nichts einzuwenden. Angesichts dieser Verwirrtaktik muß es den mobilisierenden Gruppen ein wichtiges Anliegen sein, zwischen gerechtfertigter Kritik an islamistischer Ideologie und rechtsradikalem Anti-Islamismus zu unterscheiden.

Übrigens: 3.10.08 Tag der offenen Moschee (bundesweit) - z.B. Islamisches Kulturzentrum Al-Taqwa e.V., Weender Landstr. 76 / Annastraße ab 11 Uhr

Göttinger Gruppen mobilisieren für einen Protest gegen Anti-Islamismus

Infoveranstaltungen zu Aktivitäten gegen den "Anti-Islam-Kongress" 19-21.9. in Köln.
Veranstaltet von den Gruppen "Redical M" / >>
http://www.redical.antifa.net/) und "Gegenstrom"

Mo. 8.9.08 T-Keller , "not my revolution!" - Regressiver Antikapitalismus von Nazis und IslamistInnen. Mit Referenten der Gruppe TOP-Berlin / 20h, (> Entstehungszusammenhänge von TOP )

12.9.08 T-Keller, 20 Uhr,"Rechtspop und Sündenbock" - RechtspopulistInnen und ihre Islamisierungsängste. Podiumsdiskussion mit Klaus Blees (Mitarbeiter im "Kompetenzzentrum Islamismus" der "Aktion 3.Welt Saar" ( Anmerkung Red.goest - Blees Webseite enthält allerlei Merkwürdigkeiten) und Bernhard Schmid (Autor und freier Journalist, u.a. für Lotta, Jungle World und ak – analyse+kritik, lebt in Paris)

15.9.08 T-Keller, 20 Uhr,"Infoveranstaltung zu den Aktivitäten gegen den "Anti-Islam-Kongress" in Köln. Hintergrundinformationen über die Akteure der "neuen Rechten". Mit AK Antifa Köln . Die Göttinger Gruppen Redical M und Gruppe Gegenstrom erklären, warum und wie sie an den Protesten in Köln teilnehmen und geben Infos zur Fahrt nach Köln.

Di. 16.9.08, DGB Haus, Obere-Masch-Str. 10 , 19.30 Uhr, From 1911 to 9/11 – Geschichte und Gegenwart des Islamismus. Mit Malte Gebert (Berlin, ehemals Göttingen GHG)

Bus aus Göttingen nach Köln und zurück (mehr Infos zur den Details gibts beim Kauf der Karte) Busfahrkarten sind ab sofort für 20€ im Buchladen Rote Strasse zu erwerben. (Für Menschen, die nach Köln fahren wollen, aber das finanziellen Gründen nicht können, gibt es einen "Sozialtarif" / Die Karte kostet dann 15€ )

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