Goettinger Stadtinfo
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Grippe-Epidemien

Bewertung Zwischen Panik und Verharmlosung

Geschäftemacherei
Versuch einer Gesamtbewertung 2009

Impfungspläne in Göttingen
Informationspolitik und Pandemieplan

Schweinegrippefälle weltweit
Verbreitungsmodell Göttinger MPI

> Gesundheitsamts Göttingen 2009

>> Robert Koch Institut
>> ECD European Center f. Desease
>> Weltgesundheitsorganistation WHO
>> LandesGesundheitsamt
>> Paul Ehrlich Institut (Impfstoffe)
>> Bundesinstitut für Risikobwertung
>> Infektionsschutzgesetz

>>are-surveillance.nlga.niedersachsen.de

H5N1 ("Vogelgrippe) 2004

"Schweinegrippe" H1N1 / 2011

Patientin mit H1N1-Infektion im Evangelischen Krankenhaus Weende (EKW) gestorben

EKW gGmbH Presseinformation 12.01.2011 :
"Eine 75-jährige Frau aus Göttingen ist am Dienstag (11.01.2011) im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende mit einer H1N1-Infektion (so genannte Schweinegrippe) verstorben. Die Frau wurde am Montagnachmittag (10.01.2011) mit einem Rettungstransportwagen in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) eingeliefert. Aufgrund der Krankheitssymptome (akute Luftnot) wurde sie nach einer Primärversorgung sofort auf die Intensivstation in Isolationsbehandlung verlegt. Sie musste umgehend künstlich beatmet werden, da zusätzlich zur Virusinfektion mit dem H1N1-Virus eine schwere bakterielle Lungenentzündung nachzuweisen war. Die bakterielle Infektion führte zu einer schweren Sepsis (Blutvergiftung) mit Kreislaufversagen, woran die Patientin trotz maximaler Intensivtherapie am Folgetag verstorben ist. Entgegen der Aussage in der Presseinformation der Stadt Göttingen vom heutigen Tage litt die 75-jährige Frau unter Vorerkrankungen. Sie war gefäß- und zuckerkrank. Die Rolle der H1N1- Infektion im Zusammenhang mit ihrem Versterben ist unklar. Am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende war dies der erste Todesfall eines Patienten mit H1N1-Infektion. "Es besteht kein Grund zur Verunsicherung", sagt Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer. "Wie auch in diesem Fall werden alle Patienten mit Verdacht auf eine H1N1-Infektion in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) vorisoliert und bei stationärer Behandlungspflicht unter strengen hygienischen Maßnahmen isoliert behandelt, so dass die Ansteckungsgefahr minimal ist." Eine Impfung gegen die Influenza ist unbedingt zu empfehlen. Dies gilt besonders für Schwangere und Patienten mit Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen. "

Auf diese Meldung reagierte auch die Stadt Göttingen am 12.1.11 mit der Meldung:
"In Göttingen ist das dritte Opfer des H1N1 – Grippevirus zu beklagen. Nach Angaben des Gesundheitsamtes Göttingen ist am Dienstag, 11. Januar 2011, eine 75jährige, aus Göttingen stammende Frau im Evangelischen Krankenhaus Göttingen – Weende den Folgen der Virusinfektion erlegen. In das Krankenhaus war sie am Tag zuvor eingeliefert worden. Der Tod der Frau, für die Vorerkrankungen nicht bekannt sind (Anmerkung goest: offensichtlich war die Pressemitteilung des EKW noch nicht bekannt), sei nach einem kurzen, sehr heftigen Krankheitsverlauf eingetreten. Das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen hat seine Recherchearbeiten im persönlichen und familiären Umfeld aufgenommen. Am sogenannten Schweinegrippevirus waren in Göttingen zuvor bereits am 28. Dezember 2010 ein dreijähriges Mädchen und am 3. Januar 2011 ein 51jähriger Mann gestorben.

 

2 Todesfälle im Göttinger Klinikum werden mit H1N1-Infektion in Zusammenhang gebracht

3.1.2011 Es wird bundesweit von 2 Todesfällen im Zusammenhang mit "Schweingrippe" / H1N1-Virus berichtet. Dabei handele es sich um ein dreijähriges Mädchen und einen 51 jährigen Mann, die im Göttinger Klinikum gestorben sind. Das Mädchen ist am 28.12.2010 gestorben aber in einem Beitrag des NDR am 3.1.2011 sagt Bettina Bulle, Redaktion, Vertretung der Leitung - Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, bei dem kleinen Mädchen sei "es nicht ganz gewiss, ob es wirklich an Schweinegrippe gestorben ist" , Todesursache und Todeszeitpunkt seien noch Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Die H1N1 Infektion des 51 jährigen Mannes hingegen sei eindeutig nachgewiesen worden.
Hingegen soll Prof. Helmut Eiffert (Projektleiter der DFG-Forschungsgruppe "Lyme Borreliose" >>Foto) vom Klinikum Göttingen als "zuständiger Infektologe" gesagt haben, das Mädchen sei eindeutig mit H1N1 infiziert gewesen.
In der Ärztezeitung wird Eiffert zitiert, "Auch die Geschwister des Mädchens hätten sich mit der Schweinegrippe infiziert, sagte Eiffert. Bei ihnen war die Infektion aber nicht so schwer, so dass sie aus der Klinik entlassen werden konnten".
Eiffert relativierte hingegen den Fall des 51 jährigen Mannes, der am 3.1.11 gestorben ist: Bei ihm sei es nicht erwiesen, dass die Schweinegrippe Ursache des Todes gewesen sei, weil der Mann eine schwere chronische Vorerkrankung gehabt habe. Das Mädchen hingegen habe außer der Grippeinfektion keine andere Erkrankung gehabt.

Das Gesundheitsministerium hingegen ist sich schon ganz sicher, dass die Todesursache der H1N1 Virus war und meint "Den besten Schutz vor einer Infektion bietet die Impfung gegen die Influenza."

 


Niedersächsisches Ministerium für Soziales Frauen Familie Gesundheit und Integration


Pressemitteilung : "Seit Ende Dezember 2010 steigt die Anzahl der Nachweise von Influenzaviren in Niedersachsen deutlich an. Am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) werden aktuell in 29% der eingesandten Rachenabstriche aus ausgewählten Arztpraxen Influenzaviren gefunden (Positivrate). „Eine Positivrate von 20% und mehr markiert gewöhnlich den Beginn einer allgemeinen Ausbreitung der Influenza in der Bevölkerung", sagt Dr. Matthias Pulz, Präsident des NLGA. In der Mehrzahl der Untersuchungen wird das Influenzavirus A/H1N1 2009 nachgewiesen, das 2009 die Influenzapandemie („Schweinegrippe") ausgelöst hatte. Mit dem Höhepunkt der Grippewelle ist nach jetzigem Stand Ende Januar oder im Februar zu rechnen. In Göttingen sind in den letzten Tagen ein dreijähriges Mädchen und ein 51-jähriger Mann mit Vorerkrankungen an einer Influenza-Erkrankung verstorben. Bei beiden wurde das Influenza-Virus A/H1N1 2009 nachgewiesen. „Diese tragischen Fälle zeigen, dass die Influenza keine harmlose Erkrankung ist, sondern auch einen schweren Verlauf nehmen kann", betont Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan. Tödlich verlaufende Erkrankungen können in jeder Influenza-Welle auftreten. Auch wenn während der Pandemie im Jahr 2009 die Schweinegrippe als vergleichsweise harmlos wahrgenommen wurde, sind damals bundesweit 250 Todesfälle registriert worden. Die meisten von ihnen hatten eine Grunderkrankung bzw. andere Risikofaktoren. Den besten Schutz vor einer Infektion bietet die Impfung gegen die Influenza. „Um für die kommende Grippewelle ausreichend geschützt zu sein, sollte man sich aber möglichst noch in den nächsten Tagen impfen lassen, da die volle Schutzwirkung erst ca. 14 Tage nach der Impfung einsetzt", empfiehlt Dr. Pulz. Insbesondere Menschen über 60 Jahren, Schwangeren ab dem 2. Trimenon und allen Personen mit chronischen Erkrankungen und einem geschwächten Immunsystem ist eine Impfung anzuraten. Außerdem sollten sich Menschen mit häufigen Personenkontakten und hier vor allem medizinisches Personal durch eine Impfung schützen, um einerseits nicht selber zu erkranken und andererseits eine Weitergabe des Virus auf Patienten zu verhindern. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in diesem Jahr empfohlene Influenzaimpfstoff beinhaltet drei Viruskomponenten, die in den letzen Jahren hauptsächlich nachgewiesen wurden: Influenza A/H1N1 2009 (Schweinegrippevirus), Influenza A/H3N2 und Influenza B. (>>Quelle)

 

Pressemitteilung von Landkreis und Gesundheitsamt
Beachtung der Hygienestandards zur Vorbeugung von Grippeerkrankungen in Schulen – Grundschulen besonders gefordert

"Zur Vorbeugung von Grippeerkrankungen haben Landrat Reinhard Schermann und der stellv. Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Eckart Mayr, an die Schulen appelliert, die Einhaltung der Hygienestandards in der jetzt beginnenden Zeit von Erkältungs- und Grippeerkrankungen konsequent zu beachten und durchzusetzen. Sie können auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Abmilderung der Ausbreitung von Influenza leisten. Denn in Gemeinschaftseinrichtungen sei die Ansteckungsgefahr wegen der vielen Kontakte besonders groß. Anlass für diese Aufforderung sind die tragischen zwei Todesfälle durch Schweinegrippeerkrankung in der Stadt und im Landkreis Göttingen. Wie Schermann und Dr. Mayr in einer Pressemitteilung betonten, sei die Vorbeugung gegenüber Grippeerkrankungen - im Rahmen der Möglichkeiten - ein Dauerauftrag der Schulen. Denn Jahr für Jahr sei das Grippevirus unterwegs und führe zu zahllosen Erkrankungen. Deshalb habe der Landkreis Göttingen als Schulträger bereits in seinen Einrichtungen seit einigen Jahren einen überwiegend hohen baulichen Hygienestandard im Sanitärbereich erreicht. Aufgabe der Schule sei es, durch sorgfältige Beachtung der Reinlichkeit in den Räumlichkeiten und durch Aufklärung der Schülerinnen und Schüler ebenfalls Vorsorge gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu treffen. Hier seien insbesondere in den Grundschulen die Lehrkräfte entsprechend gefordert.
Nach Angaben des Landrats hat der Landkreis Göttingen die in seiner Trägerschaft stehenden Schulen aktuell erneut über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts bezüglich vorbeugender Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten einschließlich grippaler Infekte und der sog. "Schweinegrippe" (A / H1N1) informiert. Darüber hinaus wurden die Schulen schriftlich gebeten, besonders darauf zu achten, dass Reinigungsmittel und Papiertücher in den Waschanlagen auch ständig zur Verfügung stehen. Denn das richtige Trocknen der Hände mit Papierhandtüchern verringert durch die höhere Saugwirkung des Materials gegenüber Stoffhandtuchrollen oder Heißlufttrocknung nachweisbar die Bakterienzahl auf den Händen.
In diesem Zusammenhang verwies der Landrat auch auf die den Schulen und Kindertagesstätten aus dem Vorjahr vorliegenden Materialien wie z. B. Infopakete des Nds. Kultusministeriums sowie auf die Arbeitshilfe des Landesgesundheitsamtes zur Entwicklung eines Schulhygieneplans.
Der stellv. Chef des Gesundheitsamtes bot Beratungen zur Einhaltung der Hygienestandards an. Er riet nachdrücklich, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu beachten. Hände sind die wichtigsten Überträger von Grippeviren. Das Ansteckungsrisiko kann gesenkt werden, wenn folgende Hygienetipps im Alltag berücksichtigt werden:

Hände waschen und vom Gesicht fernhalten Hierbei sollten Sie die Hände regelmäßig unter fließendes Wasser halten, anschließend Seife 20 bis 30 Sekunden auch zwischen den Fingern verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen.
Hygienisch husten und niesen Husten Sie nicht in die Hand, sondern in die Ellenbeuge. Hierbei bleiben die Hände sauber und dienen nicht als Übertragungsmöglichkeit für Viren. Verwenden sie beim Niesen Einmaltaschentücher, die sie dann entsorgen.
Bei Krankheit zu Hause bleiben Mit einer fieberhaften Erkältung, einer Grippe oder einem Magen-Darm-Infekt sollten Sie besser zu Hause bleiben, um selbst schneller wieder gesund zu werden und um andere Menschen nicht anzustecken.
Auf erste Anzeichen achten Achten Sie zum Schutz Ihrer Mitmenschen auf erste Anzeichen von Viruserkrankungen. Typisch für eine Grippe sind plötzliches hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen. Nehmen Sie solche Anzeichen ernst und beachten Sie die Hygienetipps um die Erkrankung nicht weiter zu verbreiten.
In manchen Fällen kann hierbei eine Erkrankung so schwer sein, dass Hausmittel allein nicht ausreichen. Dies gilt vor allem für Ältere, chronisch Kranke und abwehrgeschwächte Menschen. Hier sollten Sie Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin zur Rate ziehen.
Familienmitglieder schützen Es ist gut, wenn Sie sich zu Hause auskurieren, allerdings sind dann besonders Ihre Familienmitglieder ansteckungsgefährdet. Schützen Sie sie in dem Sie Abstand halten und auf enge Körperkontakte z.B. Umarmen, Küssen etc. zeitweilig verzichten.
Geschlossene Räume regelmäßig lüften Sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit oder in der Schule gilt: In geschlossenen Räumen kann die Anzahl der Viren in der Raumluft ansteigen. Regelmäßiges Lüften wirkt dem entgegen und senkt so das Ansteckungsrisiko. Lüften Sie drei- bis viermal am Tag für jeweils 5 bis 10 Minuten.
Bei Beachtung dieser Hygienetipps kann das Ansteckungsrisiko auch mit Influenzaerregern gesenkt werden. Für weitere Informationen steht der Fachbereich Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen gerne beratend unter der Nummer 0551/400-4806 zur Verfügung. Weitere Informationen können auch über die Internetseiten http://www.wir-gegen-viren.de, /www.nlga.niedersachsen.de oder www.rki.de eingeholt werden."

 

Grippe - Bewertung zwischen Panikmache und Verharmlosung

20.7.09 / Die beteiligte Behörden schienen 2009 einerseits bemüht zu sein, Unruhe oder gar Panik zu verhindern, andererseits orientierten sie auffällig in Richtung auf Massenimpfungen. In Bezug auf die Göttinger Informationspolitik ist ein Rückblick auf die Katastrophenpolitik im Zusammenhang mit Tschernobyl sinnvoll. Da wurde keine seriöse Informationspolitik betrieben, sondern die Bevölkerung wurde als medial zu steuerndes Objekt verstanden - mehr nicht.

Jeder verantwortungsvolle Mensch macht bei der Berichterstattung zu diesem Thema eine Gratwanderung: einerseits ist Panikmache zu vermeiden, an der Pharmazieunternehmen wegen des Impfgeschäftes interessiert sein könnten, andererseits darf auch die Verharmlosung nicht übernommen werden, die auf Unkenntnis aufbaut oder dem politischen Interesse am "Ruhe bewahren" entspringt.

Einerseits lassen merkwürdige Widersprüche bzgl. der Zahlenangaben z.B. vermuten, es soll etwas heruntergespielt werden, weltweit 154.000 werden vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt mit "mehrere zehntausend" gemeldet!

NLGA Nds. LandesGesundheitsamt

ECDC European Center f. Desease Prevention&Control
"Weltweit sind mehrere zehntausend Personen an dem neuen Influenza-Virus A/H1N1 erkrankt." (24.7.) Globally, the total number of confirmed and reported influenza A(H1N1) cases to date is 154,985 (24.7.)

Verharmlosung und Aufforderung zum Ruhe-bewahren ist eine Sache . Panikmache im Sinne der Geschäftemacherei durch Impfstoffe-Verkauf ist die andere Seite. (Vgl. zu den ungeheuren Geldsummen ARD-Text). Das Göttinger Anzeigenblatt extra-tip, das nach eigenen Angaben mit einer Auflage von 91.200 in der Region Göttingen kostenlos verteilt wird, stürzt sich bedenkenlos auf die Panikseite und titelte am 19.7. "Vollimpfung steht vor der Tür"

 

Geschäftemacherei

Unabhängige Grippeforscher wenden sich gegen die : "Der britische Grippeexperte Tom Jefferson sieht keinen grundsätzlichen Unterschied zu einer normalen saisonalen Grippewelle, (...) Um die Idee von der drohenden Influenza-Pandemie hätten WHO, Gesundheitsbehörden, Pharmaindustrie und Virologen im Laufe der Jahre eine ganze Maschinerie aufgebaut. Dass sich Forschung und Öffentlichkeit ausschließlich für Influenza interessieren, erklärte Jefferson damit, dass es einzig gegen dieses Virus pharmazeutische Mittel gebe: «Mit den anderen Erregern lässt sich kein großes Geld verdienen.» Allerdings werde die Wirksamkeit von Grippeimpfstoffen weit überschätzt." Quelle) . Zweifel am Grippe-Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline bekommt man auch im Zusammenhang mit dessen Werbekampagne zur Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Da wurde das Geschäft mit der Angst selbst dem Ärztekammerpräsident Günther Jonitz zu viel, der gegen die Werbekampagne Stellung bezog. (Quelle)


Unterschied zwischen "Normaler Grippe" und "Schweinegrippe" Jährlich erkrankten während der "Grippezeit" in Herbst und Winter zwischen 2.400 und 18.900 Menschen an Grippe. ( >> "Gesundheitsberichtserstattung des Bundes" )

Influenzafälle jährlich

Jahr

2007

2008

Influenza

18.900

14.851

Todesursachen (Statistisches Bundesamt

Jahr

95

96

97

Grippe

425

422

184

Im Widerspruch zu diesen Statistiken steht die Behauptung, es stürben bei der normalen Grippe jährlich mehr als 7.000 Menschen in Deutschland. Unter dem Stichwort Influenza in der Gesundheitsberichtserstattung des Bundes heisst es; "In Deutschland sterben jährlich 7.000 bis 13.000 Menschen an Grippe. (...). Für eine gewöhnlich starke Influenzasaison wird mit einer Zahl von etwa 7.000 bis 13.000 Grippetodesfällen gerechnet. (...) Besonders gefährdet sind Personen über 60 Jahren sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer chronischen Grunderkrankung, etwa mit Lungen- oder Herzleiden, Diabetes oder HIV-Infektion. ..:" Der Widerspruch erklärt sich evtl. dadurch, dass die Sterbefälle mit chronischen Grunderkrankungen dazugezählt wurden, wenn Grippe hinzukam.

Zweifel an Horrorzahlen über Grippe-Epidemien in der Geschichte Mit Hinweis auf schwere Grippeepidemien in der Vergangenheit wird seit ca. 2 Jahren von horrenden Zahlen berichtet. Allerdings ist unklar wie diese Zahlen zustande kommen und es wäre eine sorgfältige Studie wert, die klärt a) wieso diese Darstellungen erst kurz vor der Vogelgrippe massiv in den Medien verbreitet wurden und b) ob sie überhaupt stimmen.

"Spanische Grippe" 1918 und 1920 Verbreitete Meinung: 25 Millionen Tote
"Asiatischen Grippe" 1957/58Verbreitete Meinung: : weltweit 1 bis 2 Millionen
"Hongkong-Grippe" 1968-70 Verbreitete Meinung: weltweit 800.00 Tote

Selbst wenn diese hohen Zahlenangaben stimmen sollten, relativieren sie sich, wenn man bedenkt, dass im Jahr 2000 z.B. weltweit 36 Millionen Menschen an Hunger gestorben sind. Das macht etwa 100.000 Hungertote pro Tag (laut UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler) . Wenn eine Grippe die Regierungen zu finanziellen Aufwendungen in Milliardenhöhe veranlasst, warum erfolgt keine ähnliche Reaktion auf 100.000 Tote täglich (!), die durch den Mangel an Ernährung beklagt werden müssen.

 

 

Versuch einer Gesamtbewertung 2009

Stand 13.11.09 / Es wird eine hohe Zahl von Grippefällen gemeldet, die aber nicht alle mit Sicherheit "Schweingrippe"-fälle darstellen sondern teilweise geschätzt sind. Fakt ist bislang, dass Todesfälle in Deutschland nur auftraten, wenn schwere Vorerkrankungen (Asthma,..etc) vorlagen. Eine Impfung könnte also für solche RisikopatientInnen evtl. sinnvoll sein, falls sichergestellt ist, dass bei geschwächten PatientInnen keine gravierenden Nebenwirkungen auftreten.

Es ist unbestreitbar, dass die Massenimpfung ein riesiges Geschäft für die Pharmaindustrie ist. Die hohen finanziellen Aufwendungen sind in Zeiten wirtschaftlicher Krise schwer zu legitimieren. Die Massenimpfung erweckt den Schein, dass es eben doch eine sinnvolle Vorsorge war.

Ausserdem wird sowohl das epidemiologische Monitoring der Grippeverbreitung als auch die organisatorische Einübung der Impfmaßnahmen als eine Übung für den Umgang mit solchen Szenarios angesehen. (Sei es die Befürchtung neuer Seuchen oder auch biologischer Kriegsführung).

Ein Problem bleibt: bei einer sehr hohen Zahl von Grippekranken fallen Arbeitskräfte aus, wodurch wichtige Versorgungsfunktionen und Dienstleistungen gefährdet werden

Im Herbst, wenn das Immunsystem anfälliger wird, kann es evtl zu einer hohen Zahl von ernsthaften Grippeerkrankungen kommen. Sofern die medizinische Versorgung sichergestellt ist, und sofern keine gravierenden Grunderkrankungen z.B. Asthma oder Herzleiden etc. vorliegen ist die Erkrankung nicht lebensbedrohlich. Allerdings liegt die Gefahr in einer außerordentlich hohen Zahl von Erkrankungen. Dadurch wird das Gesundheitssystem an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommen. Behörden, Schulen, Kindergärten, Universitäten, Warenhäuser, Lebensmittelversorgung usw. werden durch erkrankte Beschäftigte nur eingeschränkt oder gar nicht funktionieren.

"Schweinegrippe": Infektionsfälle im Landkreis Göttingen 2009
Bei den Zahlen für Göttingen handelt es sich den Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes zufolge ausschließlich um "laborbestätigte Fälle". Die geschätzten Fälle tragen die Bezeichnung "klinisch epidemiologisch bestätigte Fälle". Um Mißverständnissen vorzubeugen sei noch darauf hingewiesen, dass es sich bei den Zahlenangaben um die Summe aller gemeldeten Infektionsfälle handelt, also alle Fälle, die seit Beginn der Statistik erkrankt sind. Die inzwischen wieder gesund gewordenen Personen werden dann weiterhin als Fälle gezählt. In der Zeit vom 11.5. bis 20.12.2009 wurden insgesamt 663 Infektionsfälle im Landkreis Göttingen gemeldet.

"Schweinegrippe" Infektionsfällein Niedersachsen 2009
Von den zunächst nur laborbestätigten Fällen in Niedersachsen nach >> NLGA am 7.8.2009 von 1.749 stieg die Zahl bis zum 22.11 auf 14.586 . Von den am 30.10. zusätzlich gemeldeten 335 Fällen waren dann aber 72 Fälle nur "klinisch epidemiologisch" ermittelt, also ohne Laborbestätigung aber mit der Vermutung "wahrscheinlich Schweinegrippe, weil Kontaktperson" eingeordnet.

"Schweinegrippe" Infektionsfälle in Deutschland
Zahl der wöchentlich hinzukommenden Neuinfektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instutits (RKI) in der letzten Oktoberwoche mehr als verdoppelt. In der 43. Kalenderwoche (19.10.-24.10.) lag die Zahl noch bei 3.075, in der Woche darauf (26.10.-1.11.) waren es bereits 7.822 Menschen, die nachweislich an dem Virus erkrankt waren und am 5.11.09.:....40.271. Bis 23.7.09 wurden vom >>Robert Koch Institut nur die labormäßig nachgewiesenen H1N1 Infektionen in Deutschland gezählt . Am 24.7.09 teilte das RKI mit: "dass nach der technischen Umstellung auch Fälle neu ausgewiesen werden, bei denen selbst keine Labordiagnose durchgeführt wurde, die aber Kontakt zu anderen laborbestätigten Erkrankten hatten." Es handelt sich also inzwischen um Zahlen über Infizierte, die auf Vermutungen beruhen.

Impfungen

Zuständig zunächst Hausarzt und Gesundheitsamt
Wenn jemand Symptome hat und der Verdacht auf eine mögliche Infektion besteht, dann ist zunächst die telefonische Konsultation des Hausarztes erste Wahl, der das weitere Vorgehen vorschlägt und schließlich nach Prüfung aufgrund des >>Infektionsschutzgesetzes entsprechende Meldungen weitergibt. Die Gesundheitsämter und -ministerien sind formell für den Fall einer Pandemie zuständig
, auf welche Symptomatk und epidemiologische Exposition zu achten ist, d.h. welche Voraussetzungen einen Verdacht auf mögliche Infektion rechtfertigen.

Gesundheitsamt für die Stadt und den LandkreisGöttingen : Haupthaus Theaterplatz 4, 37073 Göttingen Telefon: 0551 / 400-4802 u. 4803, Telefax: 0551 / 400-4930 , Leitung: Herr Dr. W. R. Wienecke Sekretariat: Frau C. Eickemeier Göttingen, Öffnungszeiten: Mo-Do 8-16 Uhr , Fr 8-13 Uhr gesundheitsamt@goettingen.de

Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen


Vorabinformation Stadt Göttingen zur Impfkampagne 14.10.09 /
"Die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlenen Impfungen gegen die "Neue Influenza" werden in Stadt und Landkreis Göttingen mit schrittweiser Auslieferung des "Pandemieimpfstoffs" über bestimmte Apotheken wahrscheinlich ab Ende Oktober 2009 beginnen und überwiegend im Rahmen der vertragsärztlichen Regelversorgung und ergänzend bei entsprechenden Voraussetzungen über betriebsärztliche Bereiche erfolgen. Zunächst sollen besonders sogenannte Risikogruppen geimpft werden. Dazu zählen Menschen mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Ähnlich gilt dies u. a. für Personal in Gesundheitseinrichtungen mit Patientenkontakt. Wichtig sei die individuelle ärztliche Beratung - gerade bei besonderen gesundheitsbezogenen Situationen wie bei einer Schwangerschaft, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Göttingen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Für Stadt und Landkreis Göttingen ist der Fachbereich Gesundheitsamt für allgemeine Beratungen, für bereits in großem Umfang realisierte Maßnahmen des weiteren Infektionsschutzes zur Eindämmung der Krankheitsausbreitung sowie bei koordinierenden Funktionen zuständig.
Der neue Grippeerreger tritt seit April 2009 auf und hat sich rasch über die Kontinente ausgebreitet. Im Zuständigkeitsgebiet des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis Göttingen sind bislang knapp 60 bestätigte Fälle registriert worden. Bislang wurden in Deutschland wie in anderen Ländern auch nur sehr wenige schwere Erkrankungen beobachtet. Betroffen sind am häufigsten jüngere Menschen. Eine verlässliche prognostische Aussage über die weitere Entwicklung ist nicht möglich. Diese Feststellung gilt auch für die Variationsbreite von Erregereigenschaften und sich ggf. ändernde Krankheitsverläufe. Auch aus diesem Grund hat u. a. die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut entsprechende Empfehlungen für den Einsatz eines neuen Impfstoffs zusätzlich zur üblichen saisonalen Grippeschutzimpfung entwickelt. Im übrigen gilt weiterhin: Bereits durch mehrmaliges tägliches Händewaschen mit Seife wird das Risiko einer Ansteckung deutlich verringert."

 

Informationspolitik 2009

Pandemieplan in Kraft - auf kommunaler Ebene merkt man nichts davon
11.7.09 / Durch eine Vereinbarung ist das Göttinger Gesundheitsamt gemeinsam für Stadt und Landkreis Göttingen zuständig. Dieses Gesundheitsamt unternimmt bislang so gut wie nichts in Sachen Information der Bevölkerung. Verantwortlich für diese Zurückhaltung ist möglicherweis das Landesgesundheitsamt, das Öffentlichkeitsarbeit kontrollieren will. Am 14.7. fanden wir folgenden Hinweis im Internet: "Für Fragen rund um das Thema "Neue Influenza A/H1N1" hat das NLGA ein Info-Telefon eingerichtet, das unter der Nummer 0511/4505-555 werktags (Mo.-Fr.) von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr zur Verfügung steht." Auf der Homepage der Stadt Göttingen ist lediglich eine 9-zeilige Meldung vom 30.4.09 zu finden, die darauf hinweist, dass das Landesgesundheitsamt und das RKI Informationen haben. Desweiteren hat die Stadt noch einen Bericht der Universitätsmedizin über den ersten Fall von Schweinegrippe veröffentlicht. Beim Zweiten Fall von Schweinegrippe im Landkreis gab es immerhin eine eigene Meldung aus dem Göttinger Rathaus: 9.7.09 / "Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes für die Stadt und den Landkreis Göttingen hat es einen zweiten Fall einer Erkrankung mit dem Neuen Influenza A/H1N1-Virus gegeben. (...) Das Göttinger Gesundheitsamt hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Erkrankung im ständigen Kontakt mit dem Krankenhaus in Duderstadt, mit der Universitätsmedizin sowie mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt alle erforderlichen Schritte eingeleitet, Kontaktpersonen ermittelt und sie über die notwendigen Verhaltensmaßnahmen informiert. ..."

Was fehlt, ...
ist die Verbreitung der im Pandemieplan vorgesehenen Information. Wenn man erst durch Suchen einen Hinweis findet, dass es irgendwo Informationen dazu gibt, dann handelt es sich um eine völlig unzureichende Informationspolitik. Wenigstens eine Verteilung der Infos an Kindergärten, Kitas, Altenheime, Schulen usw., das Auslegen von Informationsblättern usw. wäre das mindeste. Notfalls sollte sich die kommunale Behörde etwas aus den Klauen des Landesgesundheitsamtes lösen, wenn es um die Information der Bevölkerung geht.

Informationsaufgaben nach Pandemieplan
Obwohl die WHO inzwischen Pandemiestufe 6 verkündet hat und dadurch entsprechende Pandemiepläne automatisch in Kraft gesetzt werden, ist seitens der zuständigen Behörden wenig für die Aufklärung der Bevölkerung in Göttingen getan worden. Im Pandemieplan Niedersachsen hingegen heißt es:
"Bei beginnender Epidemie erfolgt die Information der Bevölkerung durch Merkblätter, Aushänge und vorbereitete Pressemitteilungen zur Bewertung von Krankheitszeichen, zu allgemeinen Maßnahmen, Möglichkeiten des Expositionsschutzes und zu einfachen Hygieneregeln. (..) Folgende Aufgaben des Landkreises/der kreisfreien Stadt ergeben sich aus dem Infektionsschutzgesetz und werden nach Abstimmung mit der Landesebene umgesetzt:

− Aufklärung der Bevölkerung über Presse, Medien (siehe Merkblatt 1),
− Belehrung des für die öffentliche Ordnung erforderlichen Funktionspersonals,
− Beschränkung öffentlicher Veranstaltungen,
− Verlaufsbeobachtung, Meldeverfahren, Informationsaustausch,
− Lageabhängige Empfehlung für das Schließen von Gemeinschaftseinrichtungen. (...)
− Mobilisierung und Belehrung, ggf. durch Merkblätter, von medizinischem Hilfspersonal und freiwilligen Helfern für den Gesundheitsdienst,
− Aufruf zu verstärkter Nachbarschaftshilfe.

Im Pandemiefall werden Krisenstäbe auf kommunaler Ebene gebildet, in denen infektiologischer Sachverstand vertreten sein soll. (...)."

Die Rolle der Presse geringeschätzt
Im Hinblick auf die Beziehung zur Presse lassen sich etwas merkwürdige Formulierungen im Pandemieplan finden, die Presse wird als Risiko angesehen: "Wegen der überregionalen Bedeutung und möglicher unverhältnismäßiger Reaktionen von Medien und Öffentlichkeit sind Art und Umfang der Öffentlichkeitsarbeit mit der obersten Landesgesundheitsbehörde (MS) abzustimmen. Für die Landkreise, kreisfreien Städte und die Region Hannover erfolgt diese Abstimmung durch den Hauptverwaltungsbeamten oder einem von ihm beauftragen Vertreter."

Dilletantisches Aufklärungsplakat im Gesundheitsamt Göttingen

(18.8.09) Da hat ein Sachbearbeiter nach "Raumschiff Orion" auch noch "Karate-Kid 1-3" geschaut.

"Im Falle eines Pandemieausbruches bzw. schon bei einer erhöhten Pandemiebereitschaftsstufe ist von einer großen Verunsicherung in der Öffentlichkeit auszugehen. Deshalb sind schnelle und fachlich korrekte, sachliche Informationen der Bevölkerung von größter Bedeutung. " Anscheinend haben da einige Leute ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

Der Pandemieplan sieht Merkblätter vor
Falls jemand irgendwo ein Merkblatt (siehe unten) für die Bevölkerung gefunden hat, das die Bevölkerung über die Maßnahmen im Grippe-Pandemiefall informierten soll, dann bitten wir um eine Mitteilung an die goest-Redaktion. Uns ist bislang jedenfalls nichts bekannt.

Merkblatt nach >>Pandemieplan Niedersachsen

Allgemeine Informationen für die Bevölkerung bei einer Influenza-Pandemie, wie sie von den Behörden laut Pandemieplan jetzt verteilt werden sollten:

Sehr geehrte Mitbürgerin, sehr geehrter Mitbürger,

die WHO (bzw. obere nationale Gesundheitsbehörde) hat am ………..mitgeteilt, dass Deutschland von einer Grippe-Pandemie betroffen ist. Es handelt sich um eine Virusinfektion, die überwiegend durch Tröpfchen übertragen wird, die zum Beispiel beim Sprechen, insbesondere aber beim Husten oder Niesen entstehen. Darüber hinaus kann die Übertragung auch durch die Hände und anschließendem Hand-Mund/Hand-Nasen-Kontakt erfolgen (zum Beispiel durch Händeschütteln).

Wie können Sie die Gefahr einer Ansteckung verringern ?

• Vermeiden Sie "Händeschütteln" oder andere vermeidbare nahe Körperkontakte (z.B. "Küsschen geben")
• Waschen Sie sich nach jedem Personenkontakt und vor der Nahrungsaufnahme gründlich die Hände mit Wasser und Seife
• Sorgen Sie für eine häufige und gründliche Belüftung geschlossener Räume
• Meiden Sie Menschenansammlungen

Wie können Sie die Gefahr der Ansteckung anderer Personen verringern ?

• Benutzen Sie beim Husten oder Niesen ein vor Mund und Nase gehaltenes
Einwegtaschentuch bzw. wenden Sie den Kopf ab, um direktes Anhusten/Anniesen zu vermeiden
• Verwenden Sie Einmaltaschentücher und entsorgen Sie diese sofort nach jeder Benutzung
• Bleiben Sie bei Fieber und Husten bitte zu Hause und lassen Sie sich von Angehörigen oder Nachbarn versorgen
• Halten Sie sich im Fall einer Erkrankung von Säuglingen, Kleinkindern und Personen mit chronischen Erkrankungen im familiären Umfeld fern bzw. sorgen Sie für eine Absonderung Erkrankter (Pflege in einem separaten Raum)

Die Apotheken halten nach Pandemieplan für die Bevölkerung medizinische Einmalhandschuhe sowie mehrlagigen, enganliegenden Mund-Nasen-Schutz: der Schutzstufe FFP 1 nach DIN EN 149 bereit; außerdem Desinfektionsmittel, das gegen Viren wirkt. Die ApothekerInnen selbst benutzen Masken der Schutzstufen FFP 2 und 3 wobei mind. 1 Maske pro Mitarbeiter und Tag vorgesehen ist. Das Bundesministerium für Arbeit empfiehlt zum Schutz vor Influenzaviren mit Pandemiepotential das Tragen von Mund-Nasen-Schutz FFP 3 der europäischen Norm EN149:2001 mit CE-Zeichen.

Die KV und Ärztekammer des Landes, die Niedersächsische Landesregierung und das Landesgesundheitsamt diskutieren in einer internen Arbeitsgruppe die Verteilung des Impfstoffes und angesichts von kleinkarierten juristischen und finanziellen Fragen heißt es ' Wir haben andere Sorgen", (..) Etwa: Wird genug Impfstoff vorhanden sein.' Im Widerspruch dazu heißt es kurz darauf aber beruhigend "für jeden in Niedersachsen stünde genügend Impfstoff zur Verfügung". Der Bedarf im Land liege bei zwei Impfdosen für jeden der rund neun Millionen Niedersachsen" (Ärzte Zeitung online, 24.6.09)

> Späte Meldung des Gesundheitsamts Göttingen vom 17.11.09


Uniklinik - Presseabteilung gibt kritischer Presse keine Auskunft

Die zuständige Presseabteilung der Uniklinik schwieg im August noch zu Anfragen von goest nach der Zahl der behandelten Grippeerkrankten. Eine Begründung für die Nichtbeantwortung dieser Frage wurde seitens des Pressesprechers Stefan Weller nicht gegeben. Das Landesgesundheitsamt lieferte uns jedoch die Zahlen für Göttingen : zur Zeit der Anfrage war binnen einer Woche (11.-17.8.) eine Zunahme um 20 % (von 31 auf 37 Infektionsfälle im Landkreis Göttingen gemeldet worden. Im angrenzenden Landkreis NOM waren es 31 Fälle und in Ndsn insgesamt war die Zahl am 17.8. auf 2211 gestiegen. Die Uniklinik verweigert inzwischen (4.12.09) nur noch goest Informationen und kooperiert mit der örtlichen Monopolpresse. So wird eine Veranstaltung geplant (8.12.09, 19 Uhr Klinik-Kantine) mit Vertretern de Klinikums , der kassenärztlichen Vereinigung und des Landesgesundheitsamtes.
Wir kritisieren weiterhin die Auslagerung von Betriebsteilen aus der Klinik , berichten über die katastrophale Überlastung im Klinikum und Streiks und wenn die Klinik einen Chemieunfall vertuschen will, werden wir auch zukünftig berichten ohne auf den Wohlgefallen der Presseabteilung angewiesen zu sein)

Obwohl Informationen für die Bevölkerung notwendig sind - siehe den Aufwand am Haupteingang und an der Notaufnahme - gibt die Klinik nur Infos an ausgewählte Presse.

Inzwischen (4.12.09) wurde teilweise das Wort Schweinegrippe auf dem Schild wieder entfernt

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Karikatur goest / heidie ©

Hauptsächliche Infektionswege

Die Ansteckung mit Grippe erfolgt hauptsächlich per "Tröpfcheninfektion" beim Husten und Niesen. Dabei verteilt sich in der näheren Umgebung ein feiner Nebel in dessen feinen Tröpfchen die Viren transportiert und von anderen eingeatmet werden. Sie kommen damit direkt ins Atmungssystem wo sie auch die größte Wirkung entwickeln.

Der zweite Übertragungsweg ist die Schmierinfektion: Jemand niest oder hustet in die Hand. Die viral verseuchte Feuchtigkeit wird z.B. an Türklinken, Haltestangen in Bus und Bahn, Einkaufswagen, von Hand zu Hand weitergegeben und bei der Berührung mit Augen, Mund oder Nase ins Atmungssystem weitergegeben.

 

Schweinegrippe - Weltweit

Update 23.7.09 / WHO stoppte die Veröffentlichung der Zahlen am 15.7. - EU führt Statistik weiter . Die WHO hat am 15.7. aufgehört Zahlen über Erkrankungen und Todesfälle zu veröffentlichen. Die EU führt die Statistik weiter. Inzwischen ist die Zahl der Fälle in Europa am 23.7.09 waren es 19.404 (Quelle: ecdc) Bei einer Zunahme um 1.671 im Zeitraum von 24 Stunden (22.7.-23.7.) .

Diagramm nach den Zahlen der WHO über labormäßig bestätigte Fälle der A H1N1 Grippe.


Stand 10.7.: 37246 und 211 Tote (USA) , Weltweit: "As of 10 July 2009, a total of 76,761 confirmed cases of the pandemic H1N1 2009, including 505 deaths, have been notified in 31 countries of the Americas." Quelle WHO

Verbreitungsmodell des Göttinger Max Planck Instituts

27.4.09 / die Verbreitungswege werden den Verkehrswegen über Flughäfen, Bahnhöfe, U-Bahnen und jede Menschenansammlung folgen (>> MPI Verbreitungsmodell ). Orientiert man sich nun an den mathematisch gestütztenVerbreitungsprognosen des Max-Planck-Instituts wäre als wirksamste Maßnahme zum Stopp einer Verbreitung die Schließung von Knotenpunkten des internationalen Luftverkehrs zu nennen.
Die Göttinger Forscher konnten "nachweisen, dass große Knoten im Luftverkehrsnetz, wie London, New York und Frankfurt, für eine rapide weltweite Ausbreitung einer Epidemie verantwortlich sind, und das weitestgehend unabhängig vom Ort des ersten Auftretens eines Krankheitserregers. Dabei ist die Kapazität des Flughafens an einem Knotenpunkt viel weniger entscheidend als der Grad seiner Vernetzung. "Wir konnten zeigen, dass der Versuch, eine Epidemie durch Isolation der zentralen Knoten einzudämmen, sehr vielversprechend ist,.." (>> Quelle Vgl. auch >>Interview-Video )

Göttingen ist keine isolierte Stadt, viele Touristen und Tagungsgäste sowie wissenschaftlischer Besuchsverkehr und Geschäftsreisende, sowie die Bahnlinie Frankfurt/Hamburg sind unvermeidlich schnelle Übertragungswege. Die regionale Bedeutung des Klinikums für solche Erkrankungen lässt die Frage stellen, wie man sich insgesamt in der Region auf den Katastrophenfall einstellt.

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Virusgrippe H5N1 (Vogelgrippe)

Schweinegrippe / Neue Grippe / H1N1 / Große / schnelle Verbreitung Mensch zu Mensch, Mortalität relativ gering

Vogelgrippe / H5N1 / Geringe / Langsame Verbreitung, Mortalität relativ groß (80 %) , Verbreitung (bislang) vorwiegend Tier -> Mensch

> Friedrich Löffler Institut (bei Virenerkrankungen von Tieren)
> Auswärtiges Amt (Pandemieplan)


Enten am Kiessee

Einschätzung der Vogelgrippe

Wir versuchen mal nach der Lektüre der fachlich nüchternen Seiten von Instituten die Lage zusammenfassend verständlich zu schildern.

Dabei muß man darauf achten, dass man Distanz zu den Interessen der pharmazeutischen Industrie an Geld für Impfstoffen, zu Interessen der Geflügelindustrie mit Käfighaltung und vielleicht auch zu einseitigen Darstellungen von Vogelschützern hält.
Angesagt sind weder Panik noch vollkommende Verharmlosung. PolitikerInnen mit einem kühlen Kopf sollten aber konsequent ohne Panikmache die logischen Konsequenzen aus den wissenschaftlichen Beratungen ziehen, und zwar

  • Weltweite Kooperation um folgende Maßnahmen durchzusetzen:
  • Verbreitung der Vogelgrippe bereits eindämmen solange sie nur von Tier zu Tier und von Tier zu Mensch übertragbar ist.
  • Vermeidung einer Doppelinfektion bei der der infizierte Menschen oder Tiere (z.B. ginge das evtl. auch bei Schweinen) als "Mischgefäß" zur Neuentstehung eines Pandemievirus fungieren
  • Entwicklung von Impfstoffen gegen mutierte Grippeviren
  • Einlagerung von Hilfsmitteln zum Schutz vor Ansteckung von Grippeviren (Atemschutzmasken) für den Fall einer Pandemie

Die Vogelgrippe ist gegenwärtig nur von Vogel zu Vogel oder von Vogel zu Mensch übertragbar. "Menschen können sich mit dem Erreger der Geflügelpest anstecken. Infektionsquelle sind Ausscheidungen, insbesondere der Kot von infizierten (auch während der Inkubationszeit von 21 Tagen) oder verendeten Tieren. Wer mit infizierten Tieren Kontakt hat bzw. sich in der näheren Umgebung aufhält, "muss Augen, Mund und Nase vor einer Infektion durch virushaltige Tröpfchen oder Staub schützen. (...) Menschen müssen einen ungeschützten Kontakt mit erkrankten Tieren durch geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe, Mundschutz und Schutzbrille vermeiden.." (Infoblatt des Friedrich Löffler Instituts) .
Falls die Vogelgrippe (auch Geflügelpest genannt) Hühner- , Gänse-, Enten- oder Putenfarmen befällt, ist zu beachten, dass auch über Kontakt mit infiziertem Fleisch oder Eiern eine Infektion möglich wird. Allerdings wird das Virus bei einer Erhitzung über 70 Grad Celcius vernichtet.
Die Gefahr der unmittelbaren Kontaktübertragung von Tieren auf Menschen besteht besonders für Menschen in Rumänien (Donaudelta), Kasachstan, Russland und der Türkei sowie in den Virus-Herkunftsgebieten Chinas. Allerdings sind 2006 nun auch Infektionen in Nigeria bekannt geworden.
Übertragungswege nach Deutschland sind bekanntermassen Zugvögel oder wenn infizierte Tiere bzw. Fleisch oder Tierprodukte eingeführt werden und z.B. Geflügelfarmen infizieren. Hiergegen richten sich richtigerweise die schärferen Grenzkontrollen und Importverbote.

H5N1 ist eine der Kombinationen von verschiedenen Untertypen. Dabei bedeutet H = Hämagglutinin und N = Neuraminidase. 16 verschiedene H-Subtypen und neun verschiedene N-Subtypen.

Das Arzneimittel Tamiflu (Herstellerfirma Roche) wirkt angeblich gegen die Vogelgrippe, inzwischen gibt es einen panikhaften Run auf dieses Arzneimittel wie z.B. die Meldungen auf den Bestellseiten im Internet zeigen. Aber erstens ist vollkommen unklar ob dieses Mittel auch gegen ein mutiertes Virus überhaupt hilft und zweitens wurde am 12.10.05 in Vietnam bereits ein Tamiflu-resistentes Virus entdeckt. Dennoch ist es sinnvoll, jene Menschen, die sich mit dem Vogelgrippevirus infiziert haben mit Tamiflu o.ä. unter ärztlicher Aufsicht zu behandeln.

Für Gebiete in denen Vogelgrippefälle festgestellt werden gilt:

  • Der Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel sollte vermieden werden.
  • Kein Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten.
  • Das Mitbringen von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus betroffenen Ländern in die EU ist verboten.
  • Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist nach derzeitigem Wissensstand unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind.
  • Verzicht auf Halten von Ziervögeln bei Aufenthalt in den betroffenen Regionen.
  • Ein gegen Vogelgrippe wirksamer Impfstoff steht gegenwärtig nicht zur Verfügung.

Veterinäramt
Wenn jemand tote Vögel oder Geflügel findet, möge er/sie den Fundort beim Veterinäramt in Göttingen Tel. 525494 oder der Feuerwehr 112 melden. Zuständig ist der Tierarzt des Veterinäramtes Dr. Sieslack. Leiter des Kreisveterinäramtes ist Jürgen Gremmel. (Stand 2006)
Offizielle Kontaktadresse 2007: Veterinär- und Verbraucherschutzamt für den Landkreis und die Stadt Göttingen Walkemühlenweg 8, 37083 Göttingen Ansprechzeiten Mo - Do: 09:00 - 15:00 Fr: 09:00 - 12:00 Besuchszeiten Mo - Fr: 09:00 - 12:00 Telefon 0551/525-493 , Fax 0551/525-570 email veterinaeramt@landkreisgoettingen.de

>>Hinweise des Landesgesundheitsamtes

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