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Presseerklärungen-
und -mitteilungen die die Redaktion erreichen und die wir weitgehend
übernehmen, evtl. mit (...) gekennzeichnet kürzten . Überschriften
in rot sind nicht immer wörtlich aus
den Pressemitteilungen entnommen.
Externe News-Listen zu Göttingen:
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Finanzamt
Göttingen wirft Juzi Unterstützung des Antifaschismus vor
2.10.26
Camp
gegen Krieg, Militarisierung, Ausbeutung und Faschismus 17.9.26
Groner
Landstraße 9 - Wohnkomplex in prekärer Lage 4.8.26
Zweiter
CSD in Northeim 2026: "Queersein heisst
Antifaschismus" 2.8.26
Gegen Abschiebung von Mutter mit drei Töchtern
28.7.26
Bündnis "Göttingen gegen Kürzungen"
11.7.26
Menschenunwürdige Lage in der Geflüchtetenunterkunft
Bad Sachsa 6.7.26
Täter wird freigelassen, schwerverletztes Opfer wird
unter Druck gesetzt 27.6.
Lebensgefährdender Angriff
auf einen Antifaschisten 15.6.26
Ausgesperrte Künstler*innen verlangen
Rückkehr ins Atelierhaus 15.6.26
Wir
müssen unsere Räume verteidigen - Hörsaal besetzt
8.6.26
Zwischenbilanz nach 2 Jahren Radentscheid
8.6.26
Kulturstaatsminister akzeptiert Gerichtsurteil
gegen ihn 3.6.26
Mit der Nationalflagge gegen Regenbogenfarben
3.6.26
Mitsprache für Gremien der Weststadt gefordert
2.6.26
Dank an den Lokaljournalismus 5.5.26
Verfassungsschutz und Auswahl von Kommunalwahl-Kandidat*innen
28.4.26
Massiver Widerstand gegen neue Gaskraftwerke angekündigt
20.4.26
Exmatrikulation bei ruhestörenden Meinungen
24.3.26
Bundesbehörde ordnet Abschiebung jesidischer Frau
aus Friedland an 23.3.26
Juristische Schritte der Buchhandlungen
gegen VS und Minister 5.3.26
IRAN, USA, Israel - Gegen Krieg und Diktatur
3.3.26
Gegen die Blockierung politischer "Dissidenten"
durch Kontensperrung 18.2.26
>VS stuft AfD Ndsn als Beobachtungsobjekt
ein (verlegt auf Themenseite)
Solidarität mit Streikenden Beschäftigten an
UMG und Universität 5.2.26
GmbH
m Waageplatz-Viertel will Häuser kaufen 20.1.26
Bewohner*innen
von 7 Häuserblocks brauchen neue Wohnungen 7.1.26
Zeiss
Arbeitsplatzvernichtung 2015-2030 von 694 auf 270 6.1.26
Sparkasse
Göttingen kündigt der Roten Hilfe die Bankkonten 23.12.25
..
enge Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörde und Sozialamt 4.9.25
Richtigstellung zur Provokation von AfD-Leuten vor dem
Haus OM 10 10.10.25
Statement
zu Plänen der Stadt für die Stockleffmühle 4.9.25
Finanzamt
wirft Juzi Unterstützung des Amntifaschismus vor
Pressemitteilung des Juzi-Plenum vom 2.10.26
(...) Mitte September flatterte dem Juzi Post ins Haus. Das Finanzamt
Göttingen fordert weitere Unterlagen "zur Überprüfung der Gemeinnützigkeit".
Die Begründung ist skurril:
"Gemäß § 2 Absatz 2 der Vereinssatzung '[...] widerspricht [es] dem
Zweck des Vereins, einzelnen politischen oder religiösen Gruppen bei der
Durchsetzung ihrer Ziele zu dienen'".
Dann wird geschrieben, dass im vorgelegten Tätigkeitsbericht des Vorstands
für das Jahr 2025 dargestellt werde, dass Veranstaltungen des Vereins
"[...] dazu einladen, sich an politischen Diskussionen zu beteiligen
[...]". Und "auf der Homepage des Vereins finden sich diverse Verweise
auf Veranstaltungen mit Bezug zur 'Antifa'."
(...)
Um nur kurz auf die Argumentation des Finanzamts einzugehen: Laut SGB
VIII (worauf sich auch das Finanzamt bezieht), soll Jugendarbeit zur "Selbstbestimmung
befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement
anregen [...]". Zu den Schwerpunkten "außerschulischer Jugendbildung [gehören]
allgemeine, politische, soziale, gesundheitliche, kulturelle, naturkundliche
und technische Bildung". Wie großartig, dass das Juzi mit Holzwerkstatt,
Siebdruck, Bandproberäumen, Jugendcafés, gewinnfreien Konzerten und Parties,
Vorträgen und Workshops all dies bietet. "Selbstbestimmung und gesellschaftliche
Mitverantwortung" sind auf jeden Fall nur antifaschistisch zu verwirklichen.
Das Juzi ist ein selbstverwaltetes Jugendzentrum. Hier können alle Beteiligten
die von ihnen genutzten Räume selbst mitgestalten. Auch das ist für uns
gelebter Antifaschismus. Denn Selbstorganisation ermöglicht die Erfahrung
von kollektiver Selbstwirksamkeit und ist damit ein wichtiges Gegenmittel
zu faschistischen Ideologien, die Hierarchien verfestigen wollen.
Darüber hinaus hängt gesellschaftliche Mitverantwortung mit praktischer
Solidarität zusammen: Die Jugendlichen, die ins Juzi kommen, sind betroffen
von der Zunahme rechter Gewalt, organisieren sich gemeinschaftlich und
versuchen, sich selbstbestimmt gegenseitig gegen Menschenfeindlichkeit
zu unterstützen. Umso wichtiger, wenn wir uns klar machen, dass rechtsextreme
Rekrutierung, Agitation und Gewaltpotential gerade unter Jugendlichen
stark zugenommen hat. (...)
Das Juzi wird nächstes Jahr 45 Jahre alt und in der Vergangenheit haben
wir weder ein so offensichtlich politisch motiviertes Schreiben vom Finanzamt
bekommen, noch mussten wir je diese absurde Auseinandersetzung führen.
Wir wissen, dass uns dieser Brief dieses Jahr nicht zufällig erreicht
und sehen ihn als Teil eines zunehmenden Rechtsrucks der Gesellschaft.
Inzwischen reicht die bloße Thematisierung von Menschenrechten und damit
verbundenen "politischen Diskussionen" aus, um in den Fokus rechter Akteur:innen
und ihrer Helfershelfer:innen zu geraten. Das behördliche Säbelrasseln
des Finanzamts Göttingen zeigt die Position des Finanzamts als aktive
Akteur:in in einem gesellschaftlichen Klima, in dem zivilgesellschaftliche
Strukturen zunehmend unter Legitimationsdruck stehen und dazu gebracht
werden sollen, möglichst unauffällig und angepasst zu sein. Das Aufgreifen
und Verbreiten rechter Mythen über "die Antifa", dient offensichtlich
nicht nur dem eigenen autoritären Machtgewinn, sondern es werden auch
bewusst Institutionen und Organisationen gestärkt, die Teil des Rechtsrucks
sind. Während also Rechtsextreme an Zulauf gewinnen, rechte Gewalt eskaliert,
und soziale Leistungen wie zum Beispiel Pflegestufen gekürzt werden, werden
Vereine und Einzelpersonen drangsaliert, die sich unter anderem für antifaschistisches
Engagement, für die Rechte von Menschen, die migrieren oder für queere
Selbstbestimmungsrechte einsetzen. Das trifft nicht nur uns, sondern bundesweit
zahlreiche emanzipatorische Strukturen. (...)
Mit einem Verlust der Gemeinnützigkeit würden potentiell erhebliche gesellschaftliche,
organisatorische und steuerliche Nachteile drohen. Noch schlimmer wiegt
aber, dass sich wieder mal eine Behörde anmaßt, autoritären politischen
Einfluss auf Jugendarbeit und gesellschaftliches Engagement zu nehmen.
Daher möchten wir diese Angriffe transparent machen. Wir möchten dem Finanzamt
Göttingen gerne in aller Öffentlichkeit mitteilen, dass sie Missverständnissen
unterliegen. Das Juzi ist nicht nur Veranstaltungsort "mit Bezug zur Antifa".
Es ist, war und wird immer durch und durch antifaschistisch - Antifa -
sein und bleiben. "Nie Wieder!" ist jetzt und immer.
Camp
gegen Krieg, Militarisierung, Ausbeutung und Faschismus
Pressemitteilung
AK Asyl zum Camp „Grenzenlos widerständig“ 17.9.26
Vom 18. - 20.9.26 Gauß Weber- Park / gegenüber dem Neuem Rathaus
(...) Angesichts der
zahlreichen Krisen, Konflikte und Kriege weltweit und der stark zunehmenden
Militarsierung und Aufrüstung auch hierzulande, organisiert der Arbeitskreis
Asyl Göttingen mit Freund:innen der Gruppe das Camp unter dem Motto "Grenzenlos
widerständig" zu Themen wie Internationalismus, Antimilitarismus, Bewegungsfreiheit,
Arbeitskampf, Antifaschismus und soziale Gerechtigkeit (..). Es wird von
Freitag Mittag bis Sonntag Mittag ein spannendes Programm mit verschiedenen
Workshops, Austauschräumen und Vorträgen zu den genannten themen stattfinden
sowie Raum für Begegnung, Kennenlernen und Austausch geben.(...) Im Aufruf
steht: "...denn die Krisen, die uns umgeben, sind keine voneinander getrennten
Probleme. Krieg, Militarisierung, soziale Kürzungen, Ausbeutung, Rassismus,
Faschismus und Patriarchat haben eine gemeinsame Grundlage: ein System,
in dem Profit und Macht über das Leben von Menschen gestellt werden. Der
Kampf der Arbeiter*innen gegen Ausbeutung ist verbunden mit dem Kampf
gegen Militarisierung. Der Kampf gegen Rassismus ist verbunden mit dem
Kampf gegen Abschiebungen und koloniale Gewalt. Der Kampf für die Befreiung
von Unterdrückten ist verbunden mit dem Kampf gegen imperialistische Kriege.
Der antifaschistische Kampf ist verbunden mit dem Kampf für soziale Gerechtigkeit.
Und überall dort, wo Menschen sich organisieren, streiken und gemeinsam
Widerstand leisten, entsteht die Möglichkeit, etwas zu verändern. Wir
wollen eine Bewegung, die versteht: Was Menschen in Deutschland, Palästina,
Belutschistan, Kurdistan, Iran, Sudan, Rojava oder an den Außengrenzen
Europas erleben, steht miteinander in Verbindung. Unsere Kämpfe sind unterschiedlich
– aber wir können sie zusammenführen." Das Camp „Grenzenlos widerständig“
soll ein Ort sein, an dem Menschen sich kennenlernen, voneinander lernen
und gemeinsam diskutieren können. Ein Ort für politische Bildung, Diskussionen,
Kultur, Austausch und gemeinsames Leben. Vor allem aber ein Ort, an dem
aus verschiedenen Kämpfen eine gemeinsame Stärke entstehen kann. Weiter
steht im Aufruf: "Wir wollen nicht nur darüber reden, was falsch läuft.
Wir wollen darüber sprechen, wie wir uns organisieren können, wie wir
eine Bewegung schaffen können, die nicht nur auf die nächste Krise reagiert,
sondern gemeinsam eine andere Zukunft erkämpft. Wir glauben nicht daran,
dass Veränderungen von oben kommen werden. Sie entstehen dort, wo Menschen
sich zusammenschließen. In Betrieben, Schulen und Universitäten, auf der
Straße, in migrantischen Communities, in Nachbarschaften und in politischen
Bewegungen.(...)
Groner
Landstraße 9 - Wohnkomplex in prekärer Lage
Pressemitteilung
DIE GRÜNEN Göttingen 4.8.26
Angedrohte Räumungsklagen in der Groner Landstraße 9 - Vermeidung sozialer
Härten muss oberste Priorität haben
Die Berichte über die angekündigten Räumungsklagen in der Groner Landstraße
9 geben Anlass zur Sorge. Sollte es tatsächlich zu Verfahren gegen rund
118 Mietverhältnisse kommen, hätte das erhebliche Auswirkungen auf viele
Menschen und Familien in Göttingen, die bei Erfolg der Klagen ihre Wohnung
verlieren würden. Die Versorgung der Betroffenen mit bedarfsgerechten
Notunterkünften wird für die Kommune nicht möglich sein und dürfte zu
einer immensen Überlastung der entsprechenden Systeme führen. Durch diese
Lage werden zahlreiche Personen von Wohnungs- und Obdachlosigkeit bedroht.
Umso wichtiger sind lösungsorientierte Formate, welche die bestehenden
Konflikte nach Möglichkeit entschärfen und in einem gemeinsamen Dialog
tragfähige Lösungen erarbeiten sowie soziale Härten vermeiden. Rebecca
Körner, Mitglied des Stadtvorstands äußert Unverständnis ob der jetzigen
Situation: "Stadtverwaltung und Stadtpolitik müssen in solchen Fällen
aktiv eine koordinierende und vermittelnde Rolle einnehmen, insbesondere
im Hinblick auf die prekären Wohn- und Lebenssituationen der Menschen
und die zentrale Rolle, die dem Mehrheitseigentümer bei einer Verbesserung
dieser Situation zukommt. Deshalb appellieren wir an die soziale Verantwortung
des Mehrheitseigentümers. Die Androhung einer Zwangsräumung ist definitiv
kein geeignetes Mittel, um die Lebenssituation für die Menschen zu verbessern.".
Jannik Scherer, Mitglied des Stadtvorstands ergänzt: "Bezüglich der Groner
Landstraße 9 ist die prekäre Wohn- und Lebenssituation vor Ort sowohl
der Stadtverwaltung als auch Investoren bereits seit Jahren bekannt. Nun
droht trotz der blumigen Ankündigungen beider Seiten beim Einstieg des
neuen Investors eine Verdrängung einer hohen Zahl an Bewohner*innen. Gerade
wenn Entscheidungen mit so weitreichenden Folgen für viele Menschen im
Raum stehen, braucht es einen engen Austausch und den ernsthaften Versuch,
gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln, bevor sich die Situation
weiter zuspitzt. Verwaltungsspitze und Mehrheitseigentümer hätten es nicht
zu dieser Lage kommen lassen dürfen. Immerhin unterstützt die Stadt die
Betroffenen bei der Inanspruchnahme rechtlicher Beratung."
(Anmerkung goest:
heute 27.8.26 berichtete die HNA-online, dass in den Häusern die
Warmwasser- und Heizungsversorgung durch die Stadtwerke
eingestellt wurde!)
Zweiter
CSD in Northeim 2026 "Queersein
heisst Antifaschismus"
Pressemitteilung CSD Northeim 2.8.26
Nachdem der Northeimer CSD im letzten Jahr begeisterten Anklang fand,
ist die Vorbereitung für den CSD 2026 nun im vollen Gange. Am Samstag
den 29.08.2026 beginnt der bunte Demonstrationszug am Bahnhofsvorplatz
und zieht dann gemeinsam durch die Stadt - mit einer Zwischenkundgebung
und einem Picknick als Abschluss. Teilnehmende können sich neben diversen
Reden auch auf eine Luftakrobatik Aufführung, Live-Musik und eine Choraufführung
freuen. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet "Queer sein heißt
Antifaschismus! - in Northeim und überall!" "Es ist ein Skandal, dass
der AfD als Reaktion auf unseren letzten CSD nichts besseres einfällt,
als einen Vortrag zu organisieren, in dem Queer sein mit Pädophilie geichgesetzt
wird Es ist ein Skandal, dass die AfD direkt neben einer KZ-Gedenkstätte
einen Parteitag abhält und die Stadt das nicht verhindert. Es ist ein
Skandal, dass eine gesichert rechtsextreme Partei in Sachsen-Anhalt die
Mehrheit bekommen könnte und tagtäglich immer mehr Freund:innen von uns
in Kriegsgebiete abgeschoben werden. Vor allem vor dem Hintergrund der
bevorstehenden Kommunalwahlen darf das niemals Normalität werden. Denn
Rechte vulnerabler Gruppen wie die queerer Menschen oder der von Rassismus
und anderen Diskriminierungsarten betrogenen Menschen sind nicht verhandelbare
Grundrechte. Die Afd und andere faschistische Gruppierungen in Northeim
und darüber hinaus bedrohen diese bewusst. Das dürfen und können wir nicht
akzeptieren. Lasst uns unsere Empörung auf die Straße tragen!" legt Anna,
eine Organistor:in des CSDs, die Gründe für den CSD dar. Den CSD Organisator:innen
ist wichtig zu betonen, dass alle willkommen sind. "Wir freuen uns auf
schon lang aktive Omas, die wissen was "Nie wieder Faschismus" für uns
alle bedeutet. Wir freuen uns genauso auf beschäftigte Eltern mit Kindern,
die sonst nicht auf Demos gehen, aber denen der Rechtsruck Sorgen bereitet.
Wir freuen uns über Schüler:innen, Menschen mit Fluchterfahrung, queere
Menschen, nicht queere Menschen und alle dazwischen. Wir wollen uns mit
allen Menschen, die wissen, dass es so nicht weitergeht zu einem gemeinsamen
Ziel verbünden: Nie wieder Faschismus! Für queere Selbstbestimmung und
das gute Leben für alle, in dem alle Menschen selbstbestimmt entscheiden
können, wo sie leben, wen sie lieben und welches Geschlecht sie haben!"
Die Veranstalter*innen sind selbst queere (lesbische, schwule, transgender
Menschen) Menschen aus Northeim und dem Umland. Sie wollen sich mit ihrer
Demonstration der zunehmenden Kommerzialisierung von CSDs entziehen. Stattdessen
soll ein politisch wirksames queeres Zusammenkommen organisert werden,
welches in Tradition der ersten CSDs in den 60ern steht. Sam erklärt,
dass es um mehr geht als eine Demo: "Wir freuen uns mit euch einen Raum
zu gestalten in dem wir uns gegenseitig kennenlernen, voneinander lernen,
uns stärken und unterstützen können und dabei Spaß haben. Wir wollen einen
Ort schaffen, wo alle Menschen sich wohlfühlen und widerständige Hoffnung
aufblühen kann." Außerdem soll die Aufmerksamkeit besonders auf Mehrfachdiskriminierungen
gerichtet werden. Viele Menschen sind nicht nur von Queerfeindlichkeit
und dem Patriarchat betroffen, sondern zusätzlich auch noch von weiteren
Diskriminierungsformen, wie zB Rassismus, Ableismus, Antisemitismus, Klassismus
und viele mehr. Diese und weitere Diskriminierungsformen verstärken sich
oft gegenseitig. Diese sogennante Intersektionalität soll auf dem CSD
mitgedacht werden. Der CSD positioniert sich also entschieden gegen jegliche
Form der Diskriminierung.
Arbeitskreis
Asyl Göttingen
Gegen drohende Abschiebung einer Mutter mit drei Töchtern
28.7.26
>goest-Themenseite Asyl
Praktische Solidarität gefordert – Gegen die drohende Abschiebung
einer Mutter und ihren drei Töchtern. Solidarität statt Abschiebung –
Familie muss bleiben! Wir sind zutiefst betroffen über die drohende Abschiebung
einer alleinstehenden Mutter und ihren drei Töchtern im Alter von 11,
13 und 16 Jahren. Die Familie soll in die Türkei abgeschoben werden –
in ein Land, in dem viele Kurd*innen weiterhin Diskriminierung, Repression
und Ausgrenzung erleben. Für diese Familie würde eine Abschiebung bedeuten,
erneut in Angst und Unsicherheit leben zu müssen. Die drei Mädchen gehen
hier zur Schule. Sie haben sich ein Leben aufgebaut, Freundschaften geschlossen
und verdienen eine Zukunft in Sicherheit. Stattdessen leben sie seit langer
Zeit in ständiger Angst vor einer Abschiebung. Am Montag, den 13. Juli
erlitt die Familie einen weiteren schweren Schock: Als sie nach Hause
zurückkehrte, fand sie einen Zettel der Landesaufnahmebehörde in ihrer
Wohnung in einer Geflüchtetenunterkunft in Göttingen. Aufgrund einer richterlichen
Anordnung waren bereits gegen 4 Uhr morgens Polizeibeamt*innen in die
Wohnung eingedrungen, um die Familie zur Abschiebung mitzunehmen. Nur
weil sich die Familie zu diesem Zeitpunkt zufällig nicht in der Wohnung
befand, wurde die Abschiebung nicht vollzogen. Wir sind empört über das
rassistische und menschenverachtende Vorgehen der Landesaufnahmebehörde
sowie der Ausländerbehörde Göttingen. Der Einsatz in den frühen Morgenstunden
und das gewaltsame Eindringen in die Wohnung haben bei der Mutter und
ihren drei Kindern massive Angst und tiefe Verunsicherung ausgelöst. Für
die betroffene Familie war dieses Vorgehen äußerst belastend und aus unserer
Sicht in keiner Weise verhältnismäßig. Besonders erschütternd ist, dass
sich die Mutter derzeit in medizinischer Behandlung befindet. Dennoch
werden die repressiven Maßnahmen gegen die Familie immer weiter verschärft.
Erst am 23. Juli erhielt die Familie erneut ein Schreiben der Landesaufnahmebehörde
Niedersachsen, Standort Langenhagen, mit der Aufforderung, Abschiebekosten
in Höhe von 702 Euro zu zahlen. Begründet wird dies damit, dass die Familie
bei einem angeblichen Abschiebetermin nicht zu Hause gewesen sei. Wir
sprechen der Familie unser tiefstes Mitgefühl und unsere uneingeschränkte
Solidarität aus. Niemand sollte unter der ständigen Angst leben müssen,
jederzeit aus seinem Zuhause gerissen zu werden. Wir verurteilen diese
rassistische und menschenverachtende Politik und das Vorgehen der beteiligten
Behörden aufs Schärfste. Wir fordern die Stadt Göttingen und die Landesaufnahmebehörde
auf: - alle Maßnahmen zur Abschiebung dieser Familie unverzüglich auszusetzen,
- die Einschüchterung und psychische Belastung der Familie zu beenden,
- der Mutter und ihren drei Töchtern ein sicheres Bleiberecht zu ermöglichen.
Die Familie hat bereits genug Leid erfahren. Sie braucht Schutz, Sicherheit
und eine Perspektive – keine Abschiebung.
Wir rufen alle Menschen, Initiativen, Vereine, Organisationen und demokratischen
Kräfte dazu auf, diesen Aufruf zu unterzeichnen und sich öffentlich mit
der Familie zu solidarisieren. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen: Für Menschlichkeit.
Für ein sicheres Bleiberecht.
AK Asyl Göttingen
ROSA Göttingen
Antiabschiebecafé Göttingen
Bürger*innen Asyl Göttingen
Medinetz Göttingen
Jugendzentrum Innenstadt e.V.
Sea-Watch Göttingen OM10
Göttingen SOS Humanity Freiwilligengruppe Göttingen
Amnesty international Hochschulgruppe Göttingen
Bündnis
"Göttingen gegen Kürzungen"
Pressemitteilung: Bündnis "Göttingen gegen Kürzungen"
11.7.26 Zivilgesellschaftliches Bündnis ruft zum Protest gegen den sozialen
Kahlschlag in Göttingen auf. Das Bündnis „Göttingen gegen Kürzungen“ ruft
zum solidarischen Protest gegen die geplanten Reformen und den radikalen
Sozialabbau der Bundesregierung auf. Eine Demonstration findet am 18.07.2026,
um 12 Uhr am Neuen Rathaus statt. Solidarität von unten, statt Sozialabbau
von oben – unter diesem Leitsatz steht die Demonstration, aber auch die
Arbeit des Bündnisses.
Das Bündnis setzt sich aus der breiten vielseitigen Stadtgesellschaft
Göttingens zusammen: von Nachbarschaftsvereinen, über politische Gruppen
bis hin zu Betrieben und der Kinder- und Jugendhilfe. So organisieren
sich hier etwa Beschäftigte der UMG, der Asklepios Kliniken und weiterer
lokaler Arbeitgeber im Sozial- und Gesundheitsbereich. U. a. Wirken mit
das Soziale Zentrum Göttingen, das Forum Waageplatz, die IL und die Falken.
Sie bilden einen solidarischen Verbund, der die Stadtgesellschaft repräsentiert
und gemeinsam für die sozialen Rechte aller Menschen in Göttingen aufsteht.
Auch die Gewerkschaften des DGB, besonders die ver.di, die IG Metall und
die GEW schließen sich den Protesten an.
Der Demonstrationsaufruf des Bündnisses beschreibt, wogegen die Göttinger:innen
am 18.07. demonstrieren: „Es wird massiv gekürzt. Bei Beschäftigten, bei
Menschen mit Behinderungen, bei Kindern und Jugendlichen. In Kitas, Schulen,
Hochschulen, in der Pflege, im Kulturbereich und im sozialen Bereich.
Es werden das Arbeitsrecht und der 8-Stunden-Tag angegriffen. Ob bei der
Gesundheit, der Mehrbelastung durch steigende Kosten oder dem Wegfall
sozialer Absicherung. Mit diesen massiven Kürzungen soll unser aller Leben
angegriffen werden. Erwerbslose und lohnabhängig Beschäftigte. Jung und
Alt. Menschen mit deutschem Pass und ohne.“ Der Aufruf geht auch auf die
gesellschaftlichen Folgen dieses sozialen Kahlschlags ein: schwindende
Gesundheitsversorgung, systematische Überlastungen, soziale Ängste und
das Erstarken rechter Parteien. Gleichzeitig stellt er in Aussicht: „Das
alles muss so nicht sein! Das Geld ist da! Es ist nur falsch verteilt!
Die solidarischen Menschen sind da! Wir müssen uns nur gemeinsam auflehnen!“.
Zu den alltäglichen lokalen Auswirkungen der Reformen werden bei der Demonstration
soziale Träger, Beschäftigte, die kritischen Psycholog:innen und Personen
aus dem Bündnis sprechen. Entgegen .[...den] abstrakten Vorschläge[n]
der Politik, erzählen sie von eigenen Erfahrungen und der Lebensrealität
der Menschen. Ob sie in den betroffenen Systemen arbeiten, auf die Unterstützung
dieser angewiesen sind oder ihre Zukunft noch vor sich haben. Das Bündnis
ruft alle Göttinger:innen auf: Solidarisiert euch, denn betroffen sind
wir alle! Geht am 18.07. mit auf die Straße. Zeigt der Bundesregierung,
dass ihr soziale Sicherheit und die erkämpften Errungenschaften nicht
ohne Widerstand hergebt! Demo: 18.07.2026, 12 Uhr am Neuen Rathaus. Es
wird Redebeiträge von Betroffenen und einen Demonstrationszug durch die
Göttinger Innenstadt bis zum Auditorium geben.
Da darf man sich an die Kundgebungen und Demonstrationen
gegen Sozialabbau erinnern, die 1997/98 ein ganzes Jahr jeden Montag
auf dem Marktplatz stattfanden, wobei die Zusammensetzung des Bündnisses
ähnlich war. Aber danach wurde es immer wieder probiert, siehe
Überblick über wiederkehrende Proteste gegen Sozialabbau 2003,
2004, 2005 ...
Menschenunwürdige
Lage in der Geflüchtetenunterkunft Bad Sachsa
Pressemitteilungen Arbeitskreis Asyl 6.7. und 10.7.26 ----->Seite
Asyl
Täter
wird freigelassen, schwerverletztes Opfer wird unter Druck gesetzt
(Überschrift von der Redaktion)
Pressemitteilung Rechtsanwalt Sven Adam 27.6.26
(...) Bereits am 23.06. wurde der Staatsanwaltschaft Göttingen mitgeteilt,
dass die Anwaltskanzlei Sven Adam von den Eltern des Verletzten beauftragt
wurde, dessen rechtliche Interessen wahrzunehmen. Es wurde darauf hingewiesen,
dass der Gesundheitszustand des Verletzten zu achten ist und eine Vernehmung
erst zum Zeitpunkt der Vernehmungsfähigkeit und vor allem nur in Anwesenheit
seines Anwalts durchgeführt werden darf. Zudem wurde angeregt, beabsichtigte
Ermittlungsmaßnahmen gegenüber unserem Mandanten vorab mit uns abzustimmen.
Die Strafprozessordnung sieht die konkreten Verfahrensrechte vor, insbesondere
das Recht, vor und während einer Vernehmung anwaltlichen Beistand hinzuzuziehen
(§ 68b, § 163 Abs. 3 StPO), sowie – sollte er als Beschuldigter in Betracht
gezogen werden – das Recht, jederzeit und schon vor einer Vernehmung einen
Anwalt zu befragen (§ 136 Abs. 1, § 137 StPO). Statt diese Rechte zu achten,
erschienen am frühen Nachmittag des 25.06. insgesamt vier Polizeibeamte
unangekündigt im Krankenhaus im Zimmer unseres Mandanten und forderten
diesen auf, einer freiwilligen DNA-Entnahme sowie einer forensischen Untersuchung
zuzustimmen. Zudem wollten sie eine Vernehmung durchführen. Zu diesem
Zeitpunkt verneinte der Verletzte – schon aufgrund seines Gesundheitszustandes
– diese polizeilichen Maßnahmen und bat die Beamten, das Krankenzimmer
zu verlassen. (...). Die Behauptung, die polizeilichen Maßnahmen seien
mit einem Arzt abgesprochen gewesen, muss von uns noch geprüft werden.
Nach unseren Informationen haben die Ärzte der UMG stattdessen die Ermittlungsbehörden
aufgrund des Gesundheitszustandes gebeten, den Verletzten nicht vor Beginn
der kommenden Woche zu vernehmen. Dies wurde den Eltern mitgeteilt. (...)
Im Vordergrund muss der Gesundheitszustand unseres Mandanten stehen. (...)
Wie der überregionalen Berichterstattung zutreffend zu entnehmen war,
wurde unser Mandant lebensgefährlich verletzt. Er befand sich über Tage
in einem künstlichen Koma. Die Staatsanwaltschaft schließt zudem nicht
aus, dass der verdächtige 17-Jährige in Notwehr gehandelt habe, und hat
keinen Haftbefehl gegen ihn beantragt. Es wird von der Göttinger Staatsanwaltschaft
also der Vorwurf eines vorangegangenen und strafbaren Angriffs durch den
Verletzten in Erwägung gezogen. Gerade weil ein gegen ihn gerichteter
Tatvorwurf in den Raum gestellt wird, stehen ihm auch die Rechte eines
Beschuldigten zu – insbesondere das Recht, vor jeder Vernehmung einen
Anwalt zu konsultieren (§ 136 Abs. 1, § 137 StPO), und das Recht auf anwaltlichen
Beistand bei der Vernehmung (§ 68b StPO). Ein solches Gespräch über den
Vorfall selbst konnte von uns bislang – wegen seines Gesundheitszustandes
– nicht geführt werden. (...)
Lebensgefährdender
Angriff auf einen Antifaschisten
Pressemitteilung
Bündnis gegen Rechts Göttingen
21.6.26
Solidarische Stellungnahme
des Bündnis gegen Rechts Göttingen Nach einem Wochenende voller stärkendem
Zusammenhaltens und Widerstand gegen rechte Vormachtsfantasien sind wir
als Bündnis erschüttert über die Meldung vom lebensgefährdenden Angriff
letzte Nacht auf einen Antifaschisten in Göttingen. Wir wünschen dem angegriffenen
Menschen beste Genesung und erklären uns solidarisch. Wir erleben als
Stadtgesellschaft seit zwei Jahren vermehrt Aktivitäten und Angriffe von
Rechts auf Strukturen, auf Politiker*innen, auf migrantisch gesehene Menschen,
auf gedenkpolitische und queere Räume. Als Bündnis gegen Rechts Göttingen
informieren wir und rufen dazu auf, alles zu dokumentieren unter antifaschistisches-archiv.org/kontakt/rechten-vorfall-melden
Eine Beobachterposition reicht in unserer Stadt mittlerweile aber nicht
aus. Seit Monaten erfahren wir, wie rechtsorientierte Jugendliche immer
mehr Konfrontation suchen und angriffslustig agieren. Insbesondere queerfeindliche
Aktionen werden sichtbar. Es braucht vielmehr unsere gemeinsame Anstrengung,
damit Göttingen - wie auch überall - ein sicherer Ort der Vielfalt wird.
Rassismus, Sexismus, Geschichtsrevisionismus, NS-Verherrlichung und Antisemitismus
müssen wir gemeinsam entgegentreten, jeden Tag! Auf dem Boden der rechten
Parteienpolitik fühlen sich extrem rechte Kräfte nur noch mehr bestätigt.
Das können wir als Zivilgesellschaft nicht so stehen lassen! Wir rufen
die Menschen in unserer Stadt auf: Zeigt euch solidarisch mit den Betroffenen
rechter Gewalt. Wir schließen uns dem heutigen Aufruf zur Demonstration
an. Werdet selbst aktiv gegen rechte Entwicklungen in eurem Umfeld. Informiert
euch! Mischt euch ein! Zeigt rechte Aktivitäten an. Wir sind viele! Wir
sind mehr! Gemeinsam sind wir stabil!
...mehr Infos
Ausgesperrte
Künstler*innen verlangen Rückkehr ins Atelierhaus
Presseerklärung Atelierhaus 15.6.26
Abriss auf Raten:
Wie Göttingen sein kulturelles Erbe still verschwinden lässt. Zwei Häuser.
Zwei Institutionen. Dreißig Jahre Geschichte. Und eine Stadt, die schweigt.
Das Atelierhaus Göttingen steht seit eineinhalb Jahren still. Nicht wegen
Vandalismus, nicht wegen Insolvenz — sondern wegen Brandschutzauflagen,
die die Bundesimmobilienanstalt (BImA) als Eigentümerin schlicht nicht
behebt, trotz mehrfacher Zusicherung. 38 Künstler*innen warten. Kein Termin.
Kein Plan. Kein Wort. Das stille Tauschgeschäft. Jetzt hat das Atelierhaus
erfahren — nicht offiziell, sondern durch eine Mitteilung des Hauses der
Kulturen (HdK) —, dass dem HdK das Atelierhaus angeboten wurde. Die Stadt
würde es von der BImA kaufen und für das HdK sanieren. Dem HdK wurde bereits
der Mietvertrag für seine eigenen Räume gekündigt. Zwei Häuser, deren
Betreiber*innen seit dreißig Jahren in ihren soziokulturellen Räumen wirken,
investieren und Gemeinschaft aufbauen, sollen gegeneinander ausgespielt
werden. Beide wollen ihre Häuser behalten. Das ist keine Sturheit. Das
ist Verantwortung. Wer entscheidet das — und warum im Verborgenen? Soziokulturelle
und künstlerische Infrastruktur entsteht nicht durch Beschluss. Was das
Atelierhaus ist, was das HdK ist, kann man nicht in ein anderes Gebäude
verlegen wie einen Schreibtisch. Die Rahmenbedingungen der Häuser und
Bedürfnisse der Nutzer sind völlig unterschiedlich. Die Netzwerke, die
Menschen, die Geschichte — das ist das eigentliche Kapital dieser Stadt.
Und es wird gerade mutwillig vernichtet. Das Atelierhaus und das HDK haben
das Gespräch gesucht: Mit Dr. Florian Dinger (SPD), Onyeka Oshionwu (Grüne)
und die Linke. Gespräche mit Dr. Ehsan Kangarani (CDU) und Dr. Thomas
Goes (Die Linke) stehen noch aus Die Kommunalwahl ist am 13. September
2026 — wer bereit ist, für den Erhalt beider Einrichtungen einzutreten,
muss sich jetzt erklären. Warum wurde die Sanierung verschleppt? Warum
wurde dem HdK gekündigt? Warum werden die Betroffenen nicht einbezogen?
Antworten fehlen bis heute.
Was jetzt passiert — und wozu wir einladen HDK und Atelierhaus lassen
sich nicht vertreiben. Und sie lassen sich nicht gegeneinander ausspielen.
Am Freitag,19. Juni, 15-18 Uhr zeigt das Atelierhaus auf dem Göttinger
Marktplatz, was auf dem Spiel steht: eine Open-Air-Ausstellung mit Infostand
und Unterschriftensammlung — öffentlich, laut, unübersehbar. Die Presse
ist herzlich eingeladen! Am Samstag, 27. Juni feiern HDK und Atelierhaus
gemeinsam 30 Jahre — und tun das, was Bürokratien nicht können: zusammenstehen.
Ab 17 Uhr im Außengelände des HDK (Hagenweg 2e), mit Live-Musik von Shiraz
Band, The Pennytones und weiteren, Essen, Getränken, Kinderprogramm. Ab
12 Uhr zeigen Künstler*innen des Atelierhauses ihre Arbeiten in einer
Pop-Up-Ausstellung im HDK. Eine Stadt, die ihr soziokulturelles Erbe durch
Untätigkeit und Hinterzimmerprozesse zerstört, hat ihr Recht auf den Anspruch
der Weltoffenheit verwirkt. Wir fordern: das Atelierhaus bleibt selbstverwaltet
Unterstützung der Stadt Göttingen in finanzieller Form für den Brandschutz.
Politischen Druck auf die BIMA das Brandschutzkonzept zeitnah umzusetzen.
Transparenz. Beteiligung. Und endlich Taten.
Wir
müssen unsere Räume verteidigen - Hörsaal besetzt
Mitteilung von der Selbstverwaltung des Autonomicum 8.6.26
Heute (08.06.)
wurde der Hörsaal ZHG 001 auf dem Zentralcampus der Uni Göttingen besetzt.
Die Studierenden fordern die Uni auf, den bis letzten November selbstverwalteten
Raum „Autonomicum“ an die Studierendenschaft zurückzugeben. Bis dahin
sollen alle Veranstaltungen, Treffen und Plena, die sonst in diesem Raum
stattgefunden hätten, in dem besetzten Hörsaal stattfinden. Das Autonomicum
bereichert das Göttinger Campusleben seit mehr als 25 Jahren. Es wird
von Studierenden selbst verwaltet und ist offen für alle, unabhängig von
der parlamentarischen (Hochschul-)Politik. Konkrete Nutzungen sind Plena,
Veranstaltungen und Treffen verschiedener Gruppen am Campus. Im letzten
November wurde der Raum durch die Uni geschlossen. Bei den darauf folgenden
Verhandlungen um die erneute Öffnung des Raums konnte kein Ergebnis erzielt
werden. „Nachdem die Uni unseren Raum ohne Rücksprache geschlossen hat,
wurde uns in den Verhandlungen keine Möglichkeit zugesichert, den Raum
in seiner ursprünglichen Form zurückzuerhalten. Stattdessen wurden wir
monatelang hingehalten. Es reicht! Wir wollen unser Autonomicum zurück!“,
sagt Johanna im Namen der Besetzer:innen. Nun wurde ein Hörsaal besetzt,
der bis zu einer Einigung mit der Uni als Ersatz genutzt werden soll.
Hier werden täglich verschiedene Plena stattfinden, sowie kreative Workshops,
Co-Working und gemeinsame Mahlzeiten. Ziel ist es, die Veranstaltungen
wieder ins ursprüngliche Autonomicum zu verlegen und den Hörsaal möglichst
schnell an den Unibetrieb zurückgeben zu können. „Wir nutzen den Hörsaal
als Ersatz für den Raum, der uns genommen wurde: wir treffen uns hier,
plenieren, arbeiten, leben uns kreativ aus und verbringen Zeit zusammen.
Alle Studierenden sind eingeladen im Hörsaal dabei zu sein.“, so Leonie
weiter. Alle Studierenden sind eingeladen im Hörsaal vorbeizukommen, mit
uns zu essen, lernen, arbeiten und eine neues Autonomicum zu gestalten.
Einen Ticker mit aktuellen Infos finden Sie unter: t.me/Autonomicum
(Hinweis
Red. goest: Hierzu folgende Pressemitteilung beachten:
Exmatrikulation
bei ruhestörenden Meinungen?
)
Zwischenbilanz
nach 2 Jahren Radentscheid
Pressemitteilung GöttingenZero 8.6.26
Am 9. Juni 2026 jährt sich zum zweiten Mal der Tag, an dem 27500 Wahlberechtigte
und damit 54 % für den Radentscheid 1 gestimmt haben und damit für ein
Paket von Maßnahmen, die Attraktivität im innerstädtischen Radverkehr
zu erhöhen und sichere und ausreichend breite Radverkehrsanlagen bereitzustellen.
(…) Auch zwei Jahre nach der Bürgerabstimmung werden Einzelforderungen
des Radentscheids nur in homöopathischen Dosen umgesetzt. Die meisten
Wahlberechtigten haben von einer Bürgerentscheid-Umsetzung bislang noch
gar nichts gesehen.(…) Doch nach 2 Jahren hätten inzwischen 3 km solcher
Protected Bike Lanes eingerichtet werden müssen. Das, was nach 2 Jahren
sichtbar ist, entspricht 4 % dessen, was beschlossen wurde. (…) Vielen
nicht oder kaum umgesetzten Maßnahmen ist gemein, dass ihre Umsetzung
extrem kostengünstig wäre. (…) - Die Anbringung von 55 Fahrrad-Grünpfeilen
(Umsetzung bislang: 0). - Die Radverkehrsführungen an Kreuzungen, die
durch reine Markierungsarbeiten geändert werden (Umsetzung bislang: 0).
- Die vom Ortsrat Geismar gewünschte Wegweisung einer Fahrrad-Nebenstrecke
in die Innenstadt (Umsetzung bislang: 0). - Die Anbringung von Fahrradbügeln
in der Fußgängerzone 1 (Umsetzung bislang: 0). Der Hauptvorwurf an die
Verwaltung ist der, dass sie weiterhin nicht verstanden hat, dass eine
Änderung in der Verkehrsmittelwahl bei Fahrten zur Arbeit oder zur Schule
in einer Stadt wie Göttingen dann nicht bewirkt werden kann, wenn der
Verkehrsraum zwischen den Verkehrsarten Auto und Fahrrad weiterhin so
aufgeteilt bleibt wie heute. (…) Mit den zögerlichen, mutlosen und zaghaften
Maßnahmen im bisherigen Stil ist nicht zu erwarten, dass im innerstädtischen
Verkehr Menschen im Berufsverkehr freiwillig von Auto auf das Fahrrad
umsteigen. Im Gegenteil: Je breiter und voluminöser die Autos im Durchschnitt
werden, desto gefährlicher wird es für Zweiräder auf den immer engeren
Stadtstraßen. Das Nichtstun bewirkt keine Stagnation, sondern es verschlechtert
die Lage, weil es bei breiteren Autos und gleichbleibend breiten Verkehrsräumen
automatisch immer enger und gefährlicher wird. (….) >>
Kompletter Text der Mitteilung
Gericht:
Kulturstaatsminister akzeptiert Urteil gegen ihn
Pressemitteilung Rechtsanwalt Sven Adam 3.6.26
Weimer knickt
ein - BKM gibt verfahrensbeendende Erklärung ab
Im Verfahren der Berliner Buchhandlung "Zur schwankenden Weltkugel" gegen
den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat Kulturstaatsminister
Wolfram Weimer gegenüber dem Verwaltungsgericht Berlin erklären lassen,
gegen den Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Berlin kein Rechtsmittel
einzulegen. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, wonach die Betreiberinnen
der Buchhandlung nicht als "politische Extremisten" bezeichnet werden
dürfen, ist damit rechtskräftig. In einem Schriftsatz des BKM an das Verwaltungsgericht
heißt es wörtlich: "Die Beklagte wird sich künftig nicht in Bezug auf
die Klägerinnen dahingehend äußern, diese seien 'politische Extremisten',
wenn dies so geschieht, wie im Interview in der ZEIT vom 18. März 2026.
Dies gilt unter der Voraussetzung eines unveränderten Sachverhalts und
auch unabhängig von der Durchführung des Hauptsacheverfahrens." Zudem
hat der BKM erklärt, die Verfahrenskosten des Hauptsacheverfahrens zu
übernehmen. Die Kosten des Eilverfahrens muss die Behörde bereits aufgrund
der Entscheidung des Eilverfahrens tragen. Rechtsanwalt Dr. Jasper Prigge,
der das Verfahren geführt hat, erklärt hierzu: "Die Diffamierung der Buchhandlung
von Kulturstaatsminister Weimer war ein klarer Rechtsbruch. Das ist nun
auch gerichtlich geklärt. Herr Weimer sollte sich entschuldigen und die
drei Buchhandlungen endlich rehabilitieren. Wäre Herr Weimer anständig,
müsste er den ausgezeichneten Buchhandlungen endlich den Buchhandlungspreis
auszahlen, wie es die unabhängige Jury beschlossen hat." Derweil werden
die Klageverfahren der betroffenen Buchhandlungen gegen das sog. Haber-Verfahren
und den Ausschluss vom Buchhandlungspreis fortgeführt. Wann die Verwaltungsgerichte
Köln und Berlin entscheiden, ist noch nicht abzusehen.
Mit
der Nationalflagge gegen Regenbogenfarben
Pressemitteilung DieGrünen 3.6.26
(...) In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die regenbogenfarbene
Treppe am Jina-Mahsa-Amini-Platz in den Farben der Deutschlandflagge übersprüht.
Auch die Gedenktafel zur Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai
1933 wurde besprüht und unleserlich gemacht. Die Treppe wurde im August
2023 vom CSD-Aktionsbündnis in Abstimmung mit der GWG und der Stadt in
Regenbogenfarben gestaltet, um ein dauerhaftes Symbol für queere Sichtbarkeit,
Diversität und Toleranz zu schaffen. Das Übersprühen dieses Symbols zu
Beginn des Pride Month ist ein gezielter Angriff auf diese Werte, der
sich in eine ganze Reihe von Angriffen im Innenstadtgebiet in den letzten
Monaten nahtlos einfügt. Dazu gehören u. a. ein queerfeindlicher Angriff
im Zuge des letztjährigen CSD, körperliche Übergriffe auf unsere Parteimitglieder,
Beschädigungen von Stolpersteinen sowie rechtsextreme Schmierereien am
Dots. (...) Wir bedanken uns bei der Stadt und den engagierten Aktivist*innen
für ihre schnelle Reaktion, indem sie für eine unverzügliche Reinigung
am heutigen Morgen gesorgt haben. (...)
Mitsprache
für Gremien der Weststadt gefordert
Pressemitteilung Ratsmitglied Dr. F. Welter-Schultes 2.6.26
Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung
Die Weststadtkonferenz und das Forum Nordwest hatten den Ratsfraktionen
und -gruppen für die kommende Ratssitzung am 12.06.2026 einen gemeinsam
erarbeiteten Antrag mit dem Titel "Anhörungsrecht für gewachsene Stadtviertelvertretungen
in der Weststadt und in Göttingen- Nordwest" geschickt mit der Bitte,
diesen im Rat einzureichen. Erwartet wurde, dass die Fraktionen sich absprechen
und den Antrag interfraktionell einbringen. Die Grünen hatten frühzeitig
signalisiert, dass sie die Federführung übernehmen können. Beide Gremien
möchten von der Verwaltung frühzeitig über anstehende Bau- und Verkehrsplanungen
informiert werden, und zwar genau so verlässlich als wären es Ortsräte.
Dieses sogenannte Anhörungsrecht für Ortsräte ist im Gesetz geregelt.
Die beiden Gremien in der Weststadt möchten es ebenfalls in Anspruch nehmen
und es über einen Ratsbeschluss regeln lassen. Im Rat liegen nun überraschend
zwei Anträge vor: Ö 5 von SPD und CDU, Ö 6 von den Grünen und einigen
linken Gruppierungen.
Ich selber werde
dem Antrag Ö 6 der Grünen zustimmen, welcher dem von den beiden besagten
Gremien verschickten Antrag im Wortlaut entspricht. Der Antrag von SPD
und CDU ist zwar mit "Stärkung der Bürger:innenbeteiligung" überschrieben,
jedoch wurde nur die Idee der Beteiligung übernommen, der Antrag stark
gekürzt und alle verbindlichen Inhalte gestrichen. Übrig blieb ein aussage-
und wirkungsloses Skelett: Die Verwaltung solle "prüfen, inwieweit die
Beteiligung und Information (...) durch direkte Informations- und Austauschprozesse"
erfolgen kann. Eine inhaltsleere Aussage in einer grotesken Politikersprache,
die niemand mehr versteht. SPD und CDU haben damit dem an sie herangetragenen
Antrag auf Anhörungsrecht jede Verbindlichkeit genommen und ihn komplett
ausgehöhlt.
(...)
Dank
an den Lokaljournalismus
Industriegewerkschaft BAU 5.5.26
Zum Tag des Lokaljournalismus erhielt die goest-Redaktion folgende
Mail der IG BAU:
Liebe Redaktion! Liebe Feste und Freie in der Redaktion! Liebe Nachwuchs-Journalisten
im Volontariat! Heute ist Ihr Tag: Heute ist der Tag des Lokaljournalismus.
Wir nehmen den 5. Mai zum Anlass, Ihnen einmal „Danke!“ zu sagen. Danke
...
- für die Orientierung,
die Sie den Menschen in ihrem direkten Lebensumfeld geben – im Kreis
Göttingen und der Region. Dass Sie dafür sorgen, dass wichtige Informationen
an die Öffentlichkeit kommen. Dass Sie die Menschen mit Nachrichten
versorgen – und für sie die Informationen einordnen.
- fürs Hingucken.
Dafür, dass Sie allen, die Entscheidungen treffen, die in öffentlichen,
wirtschaftlichen, gesellschaftlichen ... Bereichen Verantwortung tragen,
auf die Finger gucken. Für Ihre wichtige demokratische Funktion.
- für das Nah-dran-Sein.
Für die Identität, die Sie stiften. Für das Gefühl, dass der Kreis Göttingen
ist, was er ist. Für die Nähe, die Sie zu den Menschen haben. Für die
Verbundenheit, die Sie den Menschen geben.
- für Ihre Geschwindigkeit
und Sorgfalt. Dafür, dass Gerüchte, Halbwahrheiten, Verleumdungen, Hetze
und vor allem auch Fake-News dank Ihnen keine Chance haben.
Verfassungsschutz
Ratgeber für Ablehnung von Kommunalwahl-Kandidat*innen
Pressemitteilung, Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und
Digitalisierung 28.4.26
Der Niedersächsische
Landtag hat am Dienstag, den 28.04.2026, das Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen
Kommunalwahlgesetzes, der Niedersächsischen Kommunalwahlordnung und des
Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes verabschiedet. Ein Schwerpunkt
des Gesetzentwurfes ist die Harmonisierung des Kommunalwahlrechts mit
dem Bundeswahlrecht. (...) Ein weiterer zentraler Bestandteil des Gesetzes
betrifft das Verfahren zur Verfassungstreueprüfung von Bewerberinnen und
Bewerbern für das Amt einer Hauptverwaltungsbeamtin oder eines Hauptverwaltungsbeamten
(Samtgemeindebürgermeister, Bürgermeister, Landrat, Regionspräsident).
Das Verfahren soll auf eine neue, rechtssichere Grundlage gestellt werden.
Als Wählbarkeitsvoraussetzung mussten die Bewerberinnen und Bewerber auch
bisher die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitliche demokratische
Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
einzutreten. Im Niedersächsischen Kommunalwahlgesetz wird nun darüber
hinaus die Möglichkeit geschaffen, die Verfassungstreue von Bewerberinnen
und Bewerbern für das Amt einer Hauptverwaltungsbeamtin oder eines Hauptverwaltungsbeamten
in einem umfangreicheren Verfahren als bisher zu überprüfen. Liegen im
Einzelfall tatsächliche Anhaltspunkte für berechtigte Zweifel an der Verfassungstreue
der Bewerberin oder des Bewerbers vor, erfolgt die erforderliche Prüfung
künftig durch die zuständige Kommunalaufsichtsbehörde. Diese kann auch
Erkenntnisse der Verfassungsschutzbehörde über die Bewerberin oder den
Bewerber in ihre Prüfung einbeziehen. Mit dem Gesetz soll die Entscheidungsgrundlage
der Wahlausschüsse gestärkt werden, ohne deren Zuständigkeit anzutasten.
(...) >>kompletter
Text
Massiver
Widerstand gegen neue Gaskraftwerke angekündigt
Ende Gelände Pressemitteilung vom 20.04.2026
Ende Gelände kündigt an Ende Mai Massenaktion im Ruhrgebiet geplant ++
Das Aktionsbündnis Ende Gelände kündigt für Ende Mai eine Massenaktion
zivilen Ungehorsams gegen den Ausbau von Gaskraftwerken im Ruhrgebiet
an. Damit knüpft das für seine großen Blockadeaktionen in Braunkohlegruben
bekannt gewordene Bündnis an frühere Proteste an. Ende Gelände will auf
die klimazerstörende Wirkung von fossilem Gas und auf die vielfachen weiteren
Risiken hinweisen, die sich nach Ansicht des Aktionsbündnisses damit verbinden.
Die Aktivist*innen wollen den schnellen Gasausstieg erreichen. (...) Dabei
ist fossiles Gas ein Turbo der Klimakatastrophe. (...) Das per Fracking
gewonnene Flüssiggas, auf das die Regierung vor allem setzt, gilt als
besonders klimaschädlich. Internationalen Studien zufolge heizt es das
Klima um ein Drittel stärker auf als Kohle. Trotzdem plant das Wirtschaftsministerium
etwa 20 neue Gaskraftwerke und will den Bau massiv subventionieren. Im
Ruhrgebiet liegt mit fünf bereits angekündigten Kraftwerken ein Schwerpunkt
des Gasausbaus. Dazu Fran Leitner, ebenfalls Pressesprecher*in von Ende
Gelände: „Katherina Reiche war gerade noch Gaslobbyistin, jetzt sichert
sie als Bundesministerin auf unsere Kosten die fossilen Supergewinne von
RWE, Uniper und co. Und selbst ihre Argumentation holt sie sich am liebsten
direkt bei Gas-Unternehmen selbst ab wie gerade bei EnBW. Diese Regierung
und Konzerne sind Teil eines Systems der brutalen Naturzerstörung und
Ausbeutung. Für gefracktes Flüssiggas werden Menschen von ihrem Land vertrieben
und sensible Ökosysteme zerstört. Reiche beginnt das neue Jahr mit einem
ganz besonderen Knall: Der deutsche Staatskonzern SEFE hilft unter ihrer
Führung jetzt Argentiniens Kettensägen-Präsidenten Milei beim Erschließen
einer der größten Frackinggasreserven der Welt in Vaca Muerta. Den Preis
dafür zahlen die Menschen, die dort leben. Deshalb leisten sie Widerstand.
Wir kämpfen mit ihnen und gegen das gesamte fossil-kapitalistische System.
Solidarisch und antikolonial!“ Vom 27. bis 31. Mai 2026 wird es in Hamm
im Ruhrgebiet ein großes Klimacamp mit vielfältigem Programm geben. Ende
Gelände ist durch Massenaktionen rund um die deutschen Braunkohlereviere
bekannt geworden, an denen sich meist mehrere tausend Menschen beteiligten.
In den letzten Jahren hat das Bündnis immer wieder regional gegen den
Ausbau von Gasinfrastruktur protestiert, beispielsweise gegen den Bau
der LNG Terminals in Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Sassnitz auf Rügen
sowie zuletzt gegen einen Gasbohrturm im bayerischen Reichling. Im Ruhrgebiet
setzt Ende Gelände diesen Widerstand nun mit gebündelten Kräften fort.
Das Bündnis mobilisiert seit 2022 erstmals wieder bundesweit für eine
groß angelegten Massenaktion." (>>Kompletter Text der Pressemitteilung)
Lokale Informationen gibt es dazu in Göttingen am Donnerstag,
23.4. 17 Uhr Juzi Ende Gelände plant eine Massenaktion
gegen den Bau
von mehr als 20 neuen Gaskraftwerken . Vortrag
zur Aktion 28. bis 30.5.26 im Ruhrgebiet.
Exmatrikulation
bei ruhestörenden Meinungen?
AStA Universität Göttingen 24.3.26
Resolution der Studierendenschaft
der Universität Göttingen - Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes
(NHG) als schwerwiegender Eingriff in die Rechte von Studierenden und
Verschiebung der Machtbalance bezüglich Hochschulen
(...) Im Zentrum der
Kritik stehen insbesondere die geplanten Erweiterungen der Exmatrikulationsmöglichkeiten.
Diese ermöglichen künftig weitreichende Sanktionen bis hin zu hochschulübergreifenden
Sperrfristen und sehen interne Verfahren vor, die aus Sicht der Studierendenschaft
rechtsstaatlich problematisch sind. "Die Exmatrikulation ist einer der
schwerwiegendsten Eingriffe in die Bildungsbiografie von Studierenden.
Wenn Hochschulen eigenständig Sachverhalte bewerten und daraus weitreichende
Konsequenzen wie Exmatrikulationen oder Sperrfristen ableiten, entsteht
eine zusätzliche Entscheidungsebene neben der staatlichen Justiz.(...)
"Universitäten sind keine konfliktfreien Räume. Sie leben davon, dass
gesellschaftliche Auseinandersetzungen auch innerhalb der Hochschule sichtbar
werden. Wenn Regelungen so weit gefasst sind, dass sie potenziell auch
Protesthandlungen erfassen, entsteht ein erheblicher Abschreckungseffekt
für politische Beteiligung", so die studentische Senatorin weiter. (...)
"Universitäten waren schon immer ein Treiber gesellschaftlichen Diskurses
und Raum für kritische Auseinandersetzung. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher
Polarisierung gilt es diese Funktion der kritischen, demokratischen Öffentlichkeit
zu sichern und nicht Hochschulen zu einem Raum der reinen Disziplinierung
zu verengen", so der AStA-Vorsitz Max Ahrendt abschließend. >vollständige
Resolution
siehe auch die Uni-Seite in goest
Bundesbehörde
ordnet Abschiebung jesidischer Frau aus Friedland an
Ak Asyl Göttingen 23.3.26
BAMF schiebt jesidische Frau aus Friedland ab, trotz Todesdrohungen ihres
Mannes und ihrer chronischen Erkrankungen.
Am Mittwoch den 18.
März wurde unsere Freundin Khanum brutal nach Armenien abgeschoben. Anlässlich
dazu rufen wir zu einer Demonstration am Donnerstag, den 26.3. um 15 Uhr
am Neuen Rathaus in Göttingen auf! Bei einem Anhörungstermin in Friedland
am vergangenen Mittwoch wurde Khanum M., eine 55-jährige Jesidin, die
seit 6 Jahren in Rosdorf lebt, gewaltsam von der Polizei verschleppt.
Sie wurde trotz Begleitung ihrer Anwältin im Keller der Räumlichkeiten
des BAMF brutal von Polizisten an Händen und Füßen gefesselt, um von dort
aus in einen bereit stehenden Polizeibus gezerrt und direkt nach Frankfurt
gebracht. Sowohl der Einwand der Anwältin, dass ihre Klientin in einem
laufenden Asylfolgeverfahren sei, als auch die lauten Klagen über Schmerzen,
wurden ignoriert. Ein Eilantrag blieb folgenlos, da am Mittwoch Nachmittag
das zuständige Gericht nicht mehr erreichbar war. So wurde Khanum M. in
Frankfurt umgehend in das bereitstehende Linienflugzeug der Lufthansa
verfrachtet. Sie konnte weder persönliche Gegenstände noch Kleidung einpacken
und kam in der Nacht des 19. März (um 3:55 Uhr) nur mit dem, was sie anhatte,
in Yerevan, der Hauptstadt von Armenien, an. Weder Geld, noch ihre Brille,
weder ihre Medikamente, noch ihre Dokumente wurden ihr gelassen. Khanum
M. ist schwer chronisch krank und jetzt vollkommen mittellos und ohne
die erforderliche medizinische Versorgung. Sie ist zudem der Bedrohung
ihres gewalttätigen Ehemannes vollständig ausgeliefert, der ihr mehrfach
mit dem Tod gedroht hat. Das alles konnte nur in einem minutiös geplanten
Zusammenspiel von Mitarbeitenden der Ausländerbehörde des Landkreises
Göttingen, des BAMF und des Erstaufnahmelagers in Friedland sowie der
Polizei gelingen. (...)
Wir, der AK Asyl Göttingen,
klagen das Erstaufnahmelager Friedland an, dass es sich an der brutalen
Abschiebepraxis aktiv beteiligt! Wir klagen an, dass eine Frau, die vor
den Todesdrohungen ihres Ehemannes Schutz sucht, diesen in Deutschland
und im Landkreis Göttingen nicht bekommt! Wir klagen an, dass Jesid*innen
in Deutschland keinen Schutzstatus erhalten! Wir klagen die rassistische
und schikanierende Praxis in den Ausländerbehörden an! Wir fordern die
aktuelle Landrätin, Frau Fragel auf, diese inhumane Praxis der ihr unterstehenden
Behörde abzustellen! Wir fordern Frau Fragel auf, die namentlich bekannten
Mitarbeiter*innen ihrer Behörde, die nachweislich Menschenrechte mit Füßen
treten, zur Rechenschaft zu ziehen! Wir fordern, dass Khanum M. ihr begonnenes
Asylfolgeverfahren durchlaufen und sie dafür nach Deutschland zurückkehren
kann (...)
"Bundesbeauftragter
für Kultur und Medien hat Buchhandlungen belogen"
Anwaltskanzlei Sven Adam / Pressemitteilung 11.3.2026
Der Bundesbeauftragte
für Kultur und Medien (BKM) hat die drei vom Deutschen Buchhandlungspreis
ausgeschlossenen Buchhandlungen aktiv getäuscht. In einer vom BKM zu verantwortenden
E-Mail vom 10.02.2026 an die Buchhandlungen heißt es: „Leider muss ich
Ihnen mitteilen, dass Sie von der unabhängigen Jury nicht für eine Auszeichnung
ausgewählt wurden. Die Jury hat sich bei dem sehr hohen Niveau der Bewerbungen
die Entscheidungsfindung nicht leicht gemacht. Die getroffene Wahl schmälert
deshalb keineswegs unsere Hochachtung für Ihr großes Engagement.“ Die
Jury hat in ihrer Stellungnahme vom 09.03.2026 klargestellt, dass sie
die drei Buchhandlungen als Preisträgerinnen vorgesehen hatte. (...)
Indes ist auch bekannt geworden, dass zwei der drei ausgeschlossenen Buchhandlungen
sogar als "besonders herausragende Buchhandlungen" prämiert worden wären
und einen Preis in Höhe von 15.000 Euro erhalten hätten. Es handelt sich
um die Buchhandlungen Golden Shop (Bremen) und Rote Straße (Göttingen).
(...)
Seit gestern sind auch die Klagen gegen den BKM und das Bundesamt für
Verfassungsschutz vor den Verwaltungsgerichten Berlin und Köln anhängig.
"Mit unseren Klagen wollen wir gerichtlich feststellen lassen, dass die
Datenübermittlungen zwischen dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien
und dem Bundesamt für Verfassungsschutz rechtswidrig waren. (...) Neben
den vielen Unterstützungsangeboten aus Politik, Gesellschaft und insbesondere
dem Buchhandel läuft seit dem Wochenende unter der Adresse https://lesen-hilft.org/
eine Sammelaktion zur finanziellen Unterstützung der Grundsatzsatzverfahren
der drei Buchhandlungen.
Juristische
Schritte der Buchhandlungen gegen VS und Minister
Anwaltskanzlei Sven Adam / Pressemitteilung 5.3.26
Buchhandlungen
kündigen juristische Schritte gegen den Beauftragten der Bundesregierung
für Kultur und Medien und den Verfassungsschutz an Berlin, Bremen, Göttingen,
den 5.3.2026
Der Deutsche Buchhandlungspreis
wird jährlich an über einhundert Buchhandlungen verliehen. Welche Buchhandlung
mit dem Preis gewürdigt wird, entscheidet eine jährlich wechselnde Jury
von Fachleuten aus der Buchbranche nach Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.
Die Abzeichnung der Nominiertenliste durch den Beauftragten der Bundesregierung
für Kultur und Medien (BKM) war bisher reine Formsache. Wie die Süddeutsche
Zeitung am 03.03.2026 berichtete, hat dieses Jahr der BKM drei der nominierten
Buchhandlungen von der Liste gestrichen mit der Begründung, es lägen "verfassungsschutzrechtliche
Erkenntnisse" über sie vor. Der BKM griff mit dem sog. Haber-Verfahren
in eine Entscheidung einer unabhängigen Jury ohne belastbare Begründung
ein. Die von diesem Eingriff betroffenen drei linken Buchhandlungen Golden
Shop (Bremen), Rote Straße (Göttingen) und Zur schwankenden Weltkugel
(Berlin) gehen nun gerichtlich gegen die Streichung von der Preisliste
vor. Mit den Rechtsanwält:innen Lea Voigt (Bremen), Sven Adam (Göttingen),
Dr. Jasper Prigge und Sophie Hartmann (Düsseldorf) sowie mit Unterstüzung
des Gegenrechtsschutzes von FragDenStaat und der Gesellschaft für Freiheitsrechte
(GFF) setzen sich die Buchhandlungen auch gegen das rechtsstaatlich fragwürdige
sog. Haber-Verfahren und die verdeckte Einflussnahme durch den Verfassungsschutz
zur Wehr. "Die drei Buchläden wurden von einer sachverständigen Jury für
den Preis bestimmt weil sie ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles
Veranstaltungsprogramm anbieten oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung
engagieren. Sie haben den Preis verdient und wir bereiten daher Klagen
gegen den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Vergabe
des Preises wie von der Jury gewollt vor." formulieren die Anwält*innen
der Buchläden das Ziel der anstehenden gerichtlichen Auseinandersetzungen.
"Daneben besteht ein grundrechtlich geschütztes Interesse zu erfahren,
wer genau wann und warum auf die Preisvergabe diesen bislang beispiellosen
Einfluss genommen hat. Es werden daher auch Verfahren auf vollständige
Auskunft über die Abläufe und über die vermeintlich vorliegenden Informationen
nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem Bundesverfassungsschutzgesetz
(BVerfSchG) geführt. Auch das sog. Haber-Verfahren wird gerichtlich überprüft
werden." so die Bevollmächtigten weiter. Die Klagen werden Anfang der
kommenden Woche erhoben.
IRAN,
USA, Israel - Gegen Krieg und Diktatur
Transnationale internationalistische Linke 3.3.26
[Orginaltitel:]
Jin Jiyan Azadî - Gegen imperialistische Angriffskriege und Tyrannei
- Solidarität mit den Unterdrückten
(...) Der Angriff der
USA und Israels markiert den Beginn eines blutigen Krieges, dessen Opfer
die unschuldigen Menschen im Iran und der gesamten Region im Nahen Osten
sein werden. Ein Krieg, der die politische Situation im Nahen Osten für
immer verändern könnte. Dieser Krieg ist Teil eines lange gehegten Plans:
Der „Regimewechsel“ im Iran soll einen „Neuen Nahen Osten“ schaffen, in
dem die geopolitischen Interessen von USA und Israel endgültig die Oberhand
gewinnen, auf den Trümmern und dem Elend der vom Krieg zerstörten Länder.
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass blutige Bürgerkriege (wie der in Syrien)
eine der unmittelbaren Folgen sein werden: im Libanon scheint dieser unmittelbar
bevorzustehen, und im Iran besteht dafür ein großes Risiko. Regierungen,
die in der Zerstörung Palästinas und das Blutvergießen in Syrien, Irak,
Libyen, Afghanistan und anderswo verstrickt waren und sind, versprechen
heute „Freiheit für den Iran“. Doch das angebliche Ziel eines „nuklearfreien
Iran“ ist nichts weiter als eine Täuschung. Generell ist Nukleartechnologie
mit unkontrollierbaren Risiken verbunden, und kann daher niemals emanzipatorische
Fortschritte mit sich bringen. Abgesehen davon ist das militärische Bedrohungspotential
mit dieser Technologie untrennbar verbunden und führt zur Erpressbarkeit
der Welt durch sämtliche Nuklearmächte wie USA, Russland, China, Großbritannien,
Frankreich, Israel, Pakistan und Nordkorea. Während die Islamische Republik
Iran weiterhin Massaker an ihrer Bevölkerung verübt und zigtausende Verhaftete
in Gefängnissen schmachten, wird das Leid der iranischen Bevölkerung von
imperialistischen Mächten wie den USA und Israel instrumentalisiert, um
militärische Interventionen zu rechtfertigen.
Diese Praxis vervielfacht
nur die brutalen Verbrechen, anstatt die Voraussetzungen für Freiheit
und menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen. Wir stellen uns allen
kriegstreiberischen, patriarchalen Mächten entgegen – dem islamischen
faschistischen Regime im Iran ebenso wie den rechten monarchistischen
und anderen reaktionären Kriegstreiber*innen, die sich an die Seite von
Kriegsverbrechern wie Trump und Netanjahu stellen! Der aktuelle asymmetrische
Krieg richtet sich vor allem gegen uns: die Unterdrückten, die Arbeiter*innenklasse,
die Krankenschwestern, die bombardiert werden, die betroffenen Schülerinnen
und all jene, die sich der „Jin, Jiyan, Azadî“-Bewegung angeschlossen
haben. Es ist ein Krieg gegen die Menschen, die für eine bessere Zukunft
kämpfen und gegen das Regime im Iran, das sie unterdrückt. Aktuell missbraucht
nach glaubwürdigen Berichten das Regime Gefangene aus den Aufständen um
sie als „menschliche Schutzschilde“ auf Militärbasen einzusetzen.
(...) Eine klare und
unerschütterliche Haltung zum Krieg – die Verurteilung des verbrecherischen
israelischen und amerikanischen Angriffs und gleichzeitig ein entschlossenes
„Nein“ zur Islamischen Republik – ist der minimale, aber strategische
Eckpfeiler für eine gemeinsame internationalistische Praxis. Wir als internationalistische
Linke werden uns nicht auf die Seite verbrecherischer Regime und derer
Verbündeten stellen. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen, um uns in
der Not für eine der Seiten zu entscheiden, und fordern alle auf, sich
ebenfalls dieser chauvinistischen Kriegslogik zu entziehen! Leidtragende
dieser Kriege sind vor allem die armen Bevölkerungen im Iran und den angrenzenden
Ländern. Anstatt uns in diese Kriege hineinziehen zu lassen, versuchen
wir, aus der Ferne den Menschen in Not zu helfen: Wir unterstützen Verletzte,
die sich noch nicht trauen, in iranische Krankenhäuser zu gehen, aus Angst
vor Verhaftungen. Wir setzen uns dafür ein, Fluchtwege zu schaffen, damit
diejenigen, die vor Verfolgung und Gewalt fliehen müssen, die Möglichkeit
haben, sicher zu entkommen. Praktische Solidarität bedeutet für uns auch,
dass wir gezielt Unterstützung leisten, z.B. durch die Bereitstellung
von medizinischer Hilfe, psychologischer Unterstützung und der Organisation
von sicheren Zufluchtsorten für diejenigen, die es am dringendsten benötigen.
Dazu gehört auch, jeglicher Tendenz zum Militarismus weltweit den Kampf
anzusagen, denn jegliche militärische Gewalt produziert Tod und Elend
und dient letztlich der Aufrechterhaltung der Macht. Wir fordern ein Ende
aller israelischen und amerikanischen militärischen Angriffe im Iran und
im Libanon sowie einen sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen und jeglicher
Unterstützung durch Deutschland und die EU an diese Regierungen! Die Zukunft
der Menschen im Nahen Osten ist miteinander und auch mit unserer Zukunft
verbunden – von Afghanistan bis Iran, von Kurdistan bis Palästina/Israel,
von Belutschistan bis Syrien und Libanon. Befreiung lässt sich nicht durch
Bomben oder autoritäre Regime erzwingen, sondern nur durch Kämpfe von
unten, die auf Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit aufbauen. (...)
.....Flüchtlingscafegoe@riseup.net
Frauenrechte
durch Mitbestimmung stärken
Pressemitteilung des DGB 3.3.26
(...) Antifeminismus und Spaltung machen auch vor der Arbeitswelt nicht
halt. Gerade jetzt müssen wir deutlich machen: Rückschritt ist keine Option.
Wir wollen mehr Gerechtigkeit, nicht weniger“, betont Agnieszka Zimowska,
DGB-Regionsgeschäftsführerin SüdOstNiedersachsen. Gerade im Arbeitsleben
zeigen sich strukturelle Benachteiligungen besonders deutlich: Frauen
arbeiten häufiger in Teilzeit, in schlechter bezahlten Branchen und unter
prekären Bedingungen. Hinzu kommen Diskriminierung, fehlende Aufstiegschancen
und sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz. Betriebsratswahlen: Gleichstellung
braucht Mitbestimmung Vor diesem Hintergrund kommt den anstehenden Betriebsratswahlen
eine besondere Bedeutung zu. Betriebsräte sind ein zentrales Instrument,
um Gleichstellung im Betrieb konkret durchzusetzen: durch transparente
Entgeltstrukturen, faire Arbeitszeitmodelle, bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf sowie wirksamen Schutz vor Diskriminierung. (...) Der
DGB SüdOstNiedersachsen ruft daher insbesondere Frauen dazu auf, sich
an den Betriebsratswahlen zu beteiligen – als Wählerinnen und als Kandidatinnen.
Gleichstellung braucht starke Stimmen im Betrieb.
Internationaler Frauentag
- Feministischer Kampftag
DGB Forderungen
zum 8. März:
- Konsequente Durchsetzung
von Entgeltgleichheit
- Ausbau von Tarifbindung
und Mitbestimmung
- Bessere Vereinbarkeit
von Erwerbs- und Sorgearbeit
- Null Toleranz gegenüber
antifeministischer Hetze
(Anmerkung der
goest-Redaktion: Starke Betriebsräte sind umso wichtiger als sich
eine rechtsextreme Organisation ("Gewerkschaft Zentrum") mit
Bezug zu den Identitären und der AfD darum bemüht Einfluß
bei den Betriebsratswahlen zu gewinnen!)
Gegen
die Blockierung politischer "Dissidenten" durch Kontensperrung
Pressemitteilung der Initiative gegen Debanking 18.2.26
zur letzten Ratssitzung und zur Resolution die Kontokündigung der Roten
Hilfe durch die Sparkasse Göttingen zurückzunehmen: Unterschriftenübergabe
an Frau Broistedt im Rat am 13.2. 2026 trifft auf Resolution, die Kontokündigung
gegenüber der Roten Hilfe rückgängig zu machen Die Initiative, die sich
mit der Roten Hilfe solidarisch gegen die Kontokündigung durch die Sparkasse
Göttingen stellt, hat am letzten Freitag 54 Unterschriften von Gruppen,
Vereinen und Parteien sowie von 750 Einzelpersonen an Frau Broistedt übergeben.
Sie alle sprechen sich für eine sofortige Rücknahme der Kontokündigungen
aus. Frau Broistedt hielt es nicht für nötig, sich zu den Vorgängen zu
äußern und zog sich auf das Laufende Gerichtsverfahren zurück und behauptete,
dass der Verwaltungsrat zu dem Tagesgeschäft nichts zu sagen habe und
dies der Vorstand der Sparkasse entscheide. Die Initiative dazu: „Eine
Rücknahme der Kündigung würde das Gerichtsverfahren sofort beenden.“ Und
weiter: „Frau Broistedt negiert die Verantwortung des Verwaltungsrates
als politisches Kontrollorgan. Und wenn sie als Vorsitzende die Kündigung
des Vorstandes nicht zum Anlass nimmt, sich dagegen zu positionieren,
dann deckt sie explizit dieses Handeln.“ In der gleichen Ratssitzung wurde
ein gemeinsamer Antrag der PARTEI- und Volt-Ratsgruppe, der B'90/Die Grünen-
und GöLinke-Ratsfraktionen, der USE-Ratsgruppe sowie des Rh. Dr. Welter-Schultes
eingebracht und nach einer kleineren Änderung durch die SPD auch mehrheitlich
verabschiedet. Dieser gemeinsame Antrag sieht vor, dass der Rat der Stadt
Göttingen die Kontokündigung der „Roten Hilfe e. V.“ durch die Sparkasse
Göttingen missbilligt. Die Oberbürgermeisterin wird in dem gemeinsamen
Antrag gebeten, in der nächsten Verwaltungsratssitzung der Sparkasse Göttingen
die Kündigung des Kontos der „Roten Hilfe“ kritisch zu hinterfragen und
sich dafür stark zu machen, die Kündigung, sofern sie gesetzlichen Vorgaben
widerspricht, zurückzunehmen. Begründet wird dies mit der langjährigen
Tätigkeit der „Roten Hilfe“ als eingetragener Solidaritätsverein sowie
mit der besonderen Verpflichtung von Sparkassen als Anstalten des öffentlichen
Rechts, Zugänge zu Zahlungsdienstleistungen zu ermöglichen und Gleichbehandlung
zu wahren. Zudem wird ausgeführt, dass die Kündigung nach Darstellung
der Sparkasse durch eine US-Einstufung (und die Verfassungsschutzbeobachtung)
motiviert gewesen sei, das Landgericht diese Gründe in einem Eilverfahren
jedoch nicht als rechtlich tragfähig anerkannt und auf Bundes- und EU-Recht
verwiesen habe. „Natürlich begrüßen wir, dass diese Resolution im Göttinger
Rat eine Mehrheit finden konnte. Dass DCU und FDP allerdings dagegen stimmten
und damit die Debankingvorgänge der Sparkasse decken - wenn nicht unterstützen,
ordnen wir als offenen Angriff auf grundlegende demokratische Strukturen
ein“, so die Initiative. Die Initiative ruft sowohl die politischen Entscheidungstragenden
und auch die Menschen in diesem Land und in dieser Stadt auf, aufzustehen,
wenn demokratische Grundrechte angegriffen werden! Antifaschismus muss
solidarisch unterstützt werden! Antifaschismus muss eine Grundhaltung
bleiben!
Folgende Organisationen
haben den Offenen Brief unterzeichnet:
Freie
Arbeiter*innen Union Göttingen
Förderverein Junges Theater e.V.
Gesundheitskollektiv Göttingen e.V.
Antifa Jugend Göttingen
Feministisches Antifa Treffen
Antifa Bildungszentrum u Archiv e.V. (ABAG)
Buchladen Rote Strasse
Motorradclub Kuhle Wampe ,
Dachverband selbstverwalteter Wohnprojekte
Soziales Zentrum
medinetz göttingen. solidarity with migrants!
Frauen-Notruf e.V. Göttingen
Queeres Göttingen e.V.
AK Asyl e.V.
Kreisverband Die Linke Göttingen/Osterode
Soligruppe Göttingen Budapest Komplex
Kreis- und Stadtverband
Bündnis90 / Die Grünen
Sozialistische Jugend – Die Falken Ortsverband
Rote Straße 1
Juzi (Jugendzentrum Innenstadt)
Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak)
Bündnis90 / Die Grünen OV Rosdorf
Bildungs- und Aktionsnetzwerk Wandel e.V.
Forum Waageplatz e.V. |
Rote
Hilfe, Ortsgruppe
Supporters Crew 05 e.V. Rasensportguerilla
Roma Center e.V.
(DGB) Stadtverband
Autonomes Sanitätskollektiv
Falken Diemarden
Parents for future Göttingen
DGB Kreisverband Northeim
Interventionistische Linke (IL) Göttingen
Hausprojekt Gosse 21
Netzwerk gegen Femizide Göttingen
Our House OM10
Aqut* - Aktion Queer und Trans*
Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen
Redical [M] Sozialistische Perspektive
Soliküche Forst
FLINTA*
BUND Kreisgruppe Rote Straße 2 Grünes Haus
W28 GmbH
boat people projekt FliedA
Friedensforum
Gemüsekollektiv Hebenshausen
(AStA) der Universität |
Für
den Erhalt des lange erkämpften 8-Stundentages
DGB-Pressemeldung 13.2.26
Arbeitszeitausweitung - nicht mit uns! Gewerkschafter*innen diskutieren
mit MdB und Arbeitgeberverband (...) Prof. Nicole Mayer-Ahuja machte in
ihrem Vortrag deutlich, dass es den Anschein erweckt, hier gäbe es eine
Agenda, die auf den Abbau von Arbeitnehmer*innenrechten und sozialstaatlichen
Standards abzielt. Es sei eine politische Sprache der Entsolidarisierung
in der Gesellschaft. Sie verwies auf Zitate des Bundeskanzlers aus den
vergangenen Wochen, in denen er unter anderem Gesetzesuntreue in Bezug
auf Arbeitszeitregelungen als Indiz anführte diese gleich abzuschaffen.
(...) Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes e.V., Dinah Stollwerk-Bauer,
verwies in ihren Statements auf die gewünschte Flexibilisierung der Arbeitszeit,
die auch von Beschäftigten ausgingen. MdB Frauke Heiligenstadt (SPD) betonte,
dass ein Koalitionsvertrag Ausdruck von Verhandlungen zwischen Koalitionspartner*innen
sei und nicht Ausdruck ihrer politischen Grundhaltung. Als Grund für die
Debatte um das Arbeitszeitgesetz und die Teilzeit wurde von Dinah Stollwerk-Bauer
immer wieder auf die andauernde Rezession verwiesen. Gerne stellte sie
sich der gewerkschaftlichen Debatte. Auf die Nachfrage ob es evidenzbasierte
Annahmen gäbe, dass dem durch Extensivierung der Arbeit entgegenzukommen
sei, gab es keine befriedigende Antwort. Die Beschäftigten unterschiedlicher
Branchen schilderten plastisch konkrete Arbeitsbedingungen z.B. in Schichtdiensten
in der Pflege, im Krankenhaus und in der Gastronomie, die schon jetzt
zu Erschöpfung und schwieriger Vereinbarkeit von Arbeit und Sozialleben
führe. Im Schlussstatement gab MdB Frauke Heiligenstadt die deutliche
Rückmeldung, dass das Signal der Beschäftigten bei ihr angekommen sei
und sie mit Rückenstärkung in die Debatte gehen würde.
Solidarität
mit Streikenden Beschäftigten an UMG und Universität
DGB-Pressemeldung 5.2.26
(...) Wir DGB-Gewerkschaften stehen hinter euren Forderungen nach Tarifschutz,
tabellenwirksamen sieben Prozent mehr und gesicherter Übernahme. Das sind
Standards, die sich die Uni als Arbeitgeberin leisten muss.“ Bislang haben
die Arbeitgeber kein verhandlungsrelevantes Angebot vorgelegt und die
Verhandlungspartner brüskiert. (...) DGB-Regionsgeschäftsführerin in SüdOstNiedersachsen
Agnieszka Zimowska sprach bei der Streikkundgebung am 6. Februar den Beschäftigten
Mut zu: „Preise und Beiträge steigen – zurecht erwartet ihr einen angemessenen
Ausgleich. Wo politisch sozialer Kahlschlag propagiert wird, dort müssen
Beschäftigte für ihr Recht und ihren Geldbeutel noch kräftiger streiten.
Euch, dringend gesuchte Arbeits- und Fachkräfte von heute und von morgen,
gibt es nicht zu Dumpingpreis und -laufzeit. Kein Patient und keine Angehörige
wird verstehen, wenn ihr fehlt – weil Arbeitgeber nur mangelhafte Angebote
machten. Als Gesellschaft können wir uns diese Knauserei nicht leisten!“.
(...)
GmbH
im Waageplatz-Viertel will Häuser für die Nachbarschaft kaufen
Pressemitteilung
Unser Haus im Viertel GmbH Göttingen, 20.1.26
Endlich sollen langgereifte Planungen in die Realität umgesetzt werden:
Eine neugegründete GmbH aus dem Waageplatz-Viertel in der Göttinger Innenstadt
will mit Hilfe von Direktkrediten Häuser im Viertel kaufen, um sie selbstverwaltet
und solidarisch zu organisieren. Als erstes Haus für dieses Projekt geht
es um die Mühlenstraße 2 (kurz EmZwo). Das grüne Haus mit Türmchen am
Leinekanal - Zuhause von Familien und WGs - steht zum Verkauf und soll
von und für die Nachbarschaft erworben werden. Luca-Marie Oppe aus dem
Projekt erklärt: „Wenn die Häuser in unserem Viertel von Investor:innen
aufgekauft werden, bedeutet das für die Häuser, dass sie entweder verfallen
oder luxussaniert werden. Indem wir sie selbst übernehmen, werden sie
für die hier verwurzelten Menschen zu nachhaltigem und solidarischen Wohnraum.“
Die Unser Haus im Viertel GmbH, die aus dem Verein Unser Haus im Viertel
und dem Forum Waageplatz-Viertel hervorgeht, will die Häuser für die Nachbarschaft
kaufen. Nach dem Modell des Mietshäuser Syndikats werden die Häuser dadurch
unverkäuflich, sie können nicht mehr privatisiert werden, niemand kann
sich bereichern und Häuser als reines Spekulationsobjekt benutzen. Merle
Franke, Bewohnerin des Hauses, betont die positive Seite, dass Mieter:innen
sich in Zukunft am Erhalt ihrer Wohnhäuser beteiligen können: "Die Häuser
werden direkt von den Menschen, die darin wohnen, verwaltet. Sie können
selbst entscheiden, welche Sanierungs- oder energetischen Maßnahmen ergriffen
werden sollten." Um den Kredit bei der Bank aufnehmen zu können, werden
ab sofort Direktkredite gesammelt. Das bedeutet, es werden Geldbeträge
ab 1000 Euro von Privatpersonen geliehen, die unter genau festgelegten
Konditionen zum vereinbarten Zeitpunkt zurückgezahlt werden. Durch die
Mieten der Bewohner:innen werden die Rückzahlungen der Direktkredite und
des Bankkredits getragen. Das Forum Waageplatz-Viertel und die EmZwo freuen
sich über Unterstützung und blicken gespannt in die Zukunft
Die Wohnungsgenossenschaft
eG Göttingen will auf dem Hagenberg/Weststadt 7 Häuserblocks abreißen
und u.a. Sozialwohnungen neu bauen. Zur Zeit sind viele Wohnungen dieser
Häuser "Auf dem Hagen" Nr. 6 - 34 noch bewohnt. Spannende
Frage ist nun, wo finden die jetzigen Mieter Ersatzwohnungen?
Pressemitteilung
der Stadt Göttingen 7.1.26
Bewohner*innen von 7
Häuserblocks brauchen neue Wohnungen
" (...) Am Mittwoch, 21. Januar 2026, informieren Wohnungsgenossenschaft
und Stadtverwaltung gemeinsam über das Vorgehen. Anwohner*innen und Interessierte
sind eingeladen, Ideen, Wünsche und Hinweise einzubringen. Die Info-Veranstaltung
findet ab 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Friedenskirche, Gerhard-Mercker-Begegnungszentrum,
Auf dem Hagen 23, statt. Auf dem Areal westlich der Straße Auf dem Hagen
soll mehr Wohnraum entstehen. Dazu sollen die sieben Bestandsgebäude der
Wohnungsgenossenschaft entfernt und durch eine moderne Bebauung mit einer
höheren Anzahl an Wohnungen ersetzt werden. Etwa 60 Prozent davon soll
als geförderter Wohnraum hergestellt werden. (...) Um die optimale Form
der neuen Bebauung zu ermitteln, wird zunächst ein Planungswettbewerb
organisiert. (...) Bevor der Wettbewerb offiziell startet, werden das
Vorgehen und die Eckpunkte der Planung in der öffentlichen Info-Veranstaltung
am Mittwoch, 21. Januar 2026, vorgestellt. Anwohner*innen und alle anderen
Interessierten haben danach die Möglichkeit, Ideen, Wünschen und Hinweise
mitzuteilen. Die Beiträge werden im Anschluss fachlich geprüft und finden
nach Möglichkeit Eingang in die Aufgabenstellung für den Planungswettbewerb."
goest
6.1.2026
Zeiss Arbeitsplatzvernichtung 2015-2030 von 694
auf 270
Mitte
2025 hatten die Leitung von Zeis eine Vernichtung von ca. 1/3 der Arbeitsplätze
im Werk Göttingen angekündigt. Die Massenentlassung soll von
weiteren Umstrukturierungen am Standort begleitet werden. Im August 2025
begannen dazu Verhandlungen zu dem mitbestimmungspflichtigen Vorhaben
zwischen Geschäftsleitung und IGMetall-Betriebsrat und IGM Vertreter.
Die Interessensvertretung der Arbeiter*innen und Angestellten haben das
Vorhaben bezüglich seiner Sinnhaftigkeit infrage gestellt und konkrete
Gegenvorschläge unterbreitet. Nun haben die Vertreter der Firma Zeiss
die Verhandlungen über einen Interessensausgleich abgebrochen und
die tarifliche Schlichtung angerufen. Wie die Auseinandersetzungen 2015
gezeigt haben sind die Kolleg*innen von Zeiss in hohem Maß gewerkschaftlich
organisiert und bereit für ihre Interessen etwas zu unternehmen.
Vor 2015 wurden
schon 90 Mitarbeiter*innen "abgebaut" danach planten die Geschäftsführer
Wehmer und Weber die Schließung des Microscopy-Standortes in Göttingen.
Lediglich die Fertigung mit 240 Beschäftigten sollte in Göttingen bleiben
und dem Produktionsnetzwerk Carl Zeiss Jena GmbH zugeordnet werden. Alle
anderen Bereiche wie Entwicklung, Produktmanagement, Konstruktion, Vertrieb,
Einkauf und Controlling sollten dann in den nächsten zwei Jahren an die
anderen drei Standorte der Zeiss Microscopy verlagert werden. Betriebsrat
und die IG Metall hatten sich damals gegen das Vorhaben gestemmt, dass
von 694 Beschäftigten nur 240 übrig bleiben sollen. Es konnte erreicht
werden, dass 400 Beschäftigte bleiben konnten. Nun will die Firmenleitung
aber bis 2030 eine weitere Arbeitsplatzvernichtung und Reduzierung auf
270 Beschäftigte durchsetzen. .... Infor
über Auseinandersetzungen 2015
PM
/ Rote Hilfe e.V. Bundesgeschäftsstelle Göttingen 23.12.2025
Sparkasse Göttingen kündigt der Roten Hilfe die
Bankkonten
Innerhalb weniger Tage
haben zwei Banken die Zusammenarbeit mit dem Verein Rote Hilfe e.V. beendet.
Zunächst kündigte die Sparkasse Göttingen sämtliche Konten des Vereins,
kurz darauf folgte die GLS Gemeinschaftsbank mit dem gleichen Schritt.
Beide Institute - obwohl sie besondere gesellschaftliche Aufträge haben
- wollen alle Konten der Roten Hilfe innerhalb von zwei Monaten auflösen.
Die Sparkassen sind per Gesetz einem öffentlichen Versorgungsauftrag verpflichtet.
Die GLS-Bank ist nicht nur ein sozial-ökologisch ausgerichtetes Bankinstitut,
sie steht als Genossenschaftsbank in direkter Verantwortung gegenüber
ihren Mitgliedern. Umso gravierender ist es in diesem Fall eine über viele
Jahre bestehende Kundenbeziehung mit einem Genossenschaftsmitglied abrupt
zu beenden. Die Rote Hilfe ist eine seit über 100 Jahren bestehende bundesweit
tätige, strömungsübergreifende linke Solidaritätsorganisation mit etwa
19.000 Mitgliedern. Sie unterstützt Menschen, die wegen ihres politischen
Engagements von staatlicher Repression betroffen sind - durch Prozessbegleitung,
Öffentlichkeitsarbeit und finanzielle Hilfe bei Repressionskosten.
Nach Einschätzung der Roten Hilfe stehen die zeitlich eng aufeinander
folgenden Kündigungen in direktem Zusammenhang mit der Entscheidung der
US-Regierung unter Donald Trump, die sogenannte "Antifa Ost" als ausländische
Terrororganisation zu listen. (...) Banken, die mit Personen oder Organisationen
aus US-Terrorlisten in Verbindung stehen, drohen Sanktionen bis hin zum
Ausschluss aus dem internationalen Zahlungsnetzwerk SWIFT. Diese Infrastruktur
gilt als technisch neutral und unterliegt EU-Recht, folgt aber aufgrund
der Dominanz des US-Dollars in der Praxis außenpolitischen Vorgaben der
USA. (...) Obwohl keine juristische Grundlage für eine Gleichsetzung mit
terroristischen Vereinigungen besteht, werden zivilgesellschaftliche Organisationen
nicht vor den Folgen geschützt und können sich nur schwer wehren. Es entsteht
ein rechtsfreier Raum, in dem politische Deutungen einer US-Regierung
faktisch die deutsche Zivilgesellschaft treffen können. Die Rote Hilfe
weist darauf hin, dass sich dieser Mechanismus nicht auf den eigenen Fall
beschränkt. Bereits in der vergangenen Woche wurde die Kündigung der Konten
der DKP sowie von Anarchist Black Cross durch die GLS-Bank öffentlich.
Auch Gruppen der Klimagerechtigkeitsbewegung wurden die Bankkonten gekündigt.(...)
Pressemitteilung
Rote Hilfe e.V. 16.1.26
Gericht verpflichtet Sparkasse Göttingen zur Fortführung des Kontos der
Roten Hilfe Das Landgericht Göttingen hat die Sparkasse verpflichtet,
das Konto der Roten Hilfe weiterzuführen. Die Kündigung sei rechtswidrig
gewesen, weder erhöhter Prüfaufwand noch Reputationsbedenken rechtfertigten
diesen Schritt.
(...) Die Sparkasse
hatte die Kündigung mit einem angeblich erhöhten Prüfaufwand infolge der
Einstufung der sogenannten „Antifa Ost“ als Terrororganisation durch die
US-Regierung begründet. Zudem machte sie mögliche Reputationsschäden geltend.
Keiner dieser Gründe konnte das Gericht überzeugen. In seiner mündlichen
Begründung stellte das Gericht klar, dass politische Entscheidungen oder
Listungen eines „x-beliebigen Drittstaates“ keine ausreichende Grundlage
für die Kündigung eines Kontos durch ein deutsches Kreditinstitut darstellen.
Auch ein erhöhter Prüfaufwand sei von der Sparkasse nicht konkret und
nachvollziehbar dargelegt worden. Schließlich wies das Gericht auch das
geltend gemachte Reputationsrisiko zurück: Ein möglicher Imageschaden
stelle keinen rechtlich tragfähigen Kündigungsgrund dar. (...) Die Sparkasse
Göttingen hatte im Verfahren eingeräumt, dass die Neubewertung der Geschäftsbeziehung
ausschlaggebend für die Kündigung war. Sollte sie weiterhin an der Kündigung
festhalten, müsste dies in einem regulären Hauptsacheverfahren geklärt
werden. (...) In der öffentlichen Debatte um diese und ähnliche Fälle
wird unter anderem in der Kampagne „Debanking stoppen!“ auf die Problematik
politisch motivierter Kontokündigungen aufmerksam gemacht.
Pressemitteilung
des AK Asyl 10.12.25
".. enge Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörde
und Sozialamt."
Am
Donnerstag, den 04.12.2025, wurde unser Freund Parviz, ein afghanischer
Geflüchteter, während eines Termins beim Landkreis Northeim von Polizeikräften
verschleppt und in den Abschiebeknast nach Langenhagen gebracht. Gestern,
am 09.12, wurde Parviz dann um 5 Uhr morgens nach Schweden abgeschoben,
wo das Asylsytem noch repressiver ist als hier.
Wir betrachten dieses
Vorgehen ohne Vorwarnung als zutiefst rassistisch und unmenschlich. Was
unserem Freund angetan wurde, ist in unseren Augen nicht nur ein Angriff
auf eine einzelne Person – es ist ein Angriff auf alle, die für ein Leben
in Würde und Sicherheit kämpfen. Für uns ist dieser Fall keine Ausnahme,
sondern steht stellvertretend für zahlreiche Schicksale in einem anhaltenden
und zunehmend verschlechternden rassistischen Klima, das sich täglich
hinter den Türen von Ausländerbehörden und Sozialämtern im ganzen Land
zeigt. Abschiebungen aus dem Amt sofort beenden! Vermehrt werden Geflüchtete
bei einem Besuch in der Ausländerbehörde oder dem Sozialamt festgenommen
und abgeschoben. Teilweise werden sie unter fadenscheinigen Gründen zu
einem Termin im Amt vorgeladen. Auf diese Weise wurde z.B. Yacinta bei
einem Termin im Sozialamt des Landkreises Göttingen abgeschoben und jetzt,
im Fall von Parviz, eine Person im Landkreis Northeim, die eigentlich
nur ihre Bezahlkarte abholen wollte. Hat sich die Ausländerbehörde Northeim
diese Praxis vom Landkreis Göttingen abgeguckt?
In der Vergangenheit
ist uns ein solches Vorgehen durchaus bekannt, wenn es um Termine bei
der Ausländerbehörde ging, nicht aber beim Sozialamt. Dieses niederträchtige
Vorgehen offenbart nun die enge Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörde
und Sozialamt. Die Sozialämter sind zwar für die repressive Ausgestaltung
des AsylbLG zuständig, haben aber mit Abschiebungen gar nichts zu tun.
Sie machen sich hiermit zum willfährigen Handlanger der Ausländerbehörde.
Diese enge Verzahnung mit dem Sozialamt scheint eine neue Variante zu
sein, die Abschiebezahlen zu steigern. Die Ausländerbehörden versuchen
immer wieder und immer mehr, andere Ämter, Organisationen oder Berufsgruppen
in ihren Abschiebewahn einzubeziehen. In den Lagern arbeiten ihnen Security
und Sozialarbeitende zu. Das kennen wir in Göttingen noch gut aus der
Siekhöhe, wo der Leiter gar selbst die Polizei angerufen hatte, um Willard
abzuschieben. In der Europaallee hat die Security der Polizei geholfen,
die Zimmer aufzuschließen. In Bad Sachsa überprüft die Security jeden
Abend die Anwesenheiten, um bei Abschiebungen behilflich zu sein. Ärzt*innen
begleiten bei erkrankten Personen die Abschiebung, um einen „reibungslosen“
Ablauf sicherzustellen und Personen teilweise medikamentös ruhig zu stellen.
Richter*innen unterschreiben bereitwillig die Abschiebehaftanordnung,
wie im Fall von Ali sogar ohne die vorgeschriebene Anhörung.
Jetzt also sind die
Sachbearbeiter*innen der Sozialämter die Erfüllungsgehilfen. Datenschutz
und Privatsphäre gelten für Geflüchtete mal wieder nicht. Diese Praxis
ist einfach widerlich. Sowieso ist jeder Gang zur Ausländerbehörde angstbesetzt.
Nicht nur wird hier über ihr weiteres Leben entschieden, hier werden sie
nur allzu oft herabwürdigend, diskriminierend und rassistisch behandelt.
Nun wird auch jeder Besuch beim Sozialamt zu einem Angstbesuch. Dies wird
auch dazu führen, dass viele Geflüchtete aus Angst nicht mehr in der Lage
sein werden, ihre Angelegenheiten beim Amt termingerecht zu erledigen.
Woraufhin dann weitere Probleme und Nachteile auf sie zukommen. Wir fordern
Gerechtigkeit – für Parviz, für alle Menschen, die inhaftiert und wie
Kriminelle behandelt werden, obwohl ihr ‚Vergehen‘ darin besteht, Schutz,
Frieden und ein Leben in Würde zu suchen. Wir fordern Gerechtigkeit für
alle, die in Deutschland und anderswo jeden Tag gegen die willkürlichen
Vorschriften eines repressiven Asylsystems um ihr Überleben kämpfen.
Wir fordern die Sozialämter
im Landkreis Northeim und im Landkreis Göttingen auf, diese Praxis sofort
einzustellen! Menschen müssen in der Lage sein, unbehelligt ein Amt aufsuchen
zu können! Holt Parviz, Yacinta und all die anderen sofort zurück! Unsere
Solidarität gegen das rassistische Abschiebesystem! AK Asyl Göttingen
Soziales
Zentrum 4.9.25
Statement zu Plänen der Stadt für Kinder- und Jugendangebote in der Stockleffmühle
Soziales Zentrum kritisiert widersprüchliches Vorgehen der Stadt im Sanierungsgebiet
nördliche Innenstadt und fordert konstruktiven Austausch. „Nachdem alle
vorgestellten Pläne für ein Soziales Zentrum in der alten JVA jahrelang
von Stadtverwaltung und politischen Mehrheitsfraktionen als unrealistisch,
nicht benötigt und nicht gewollt verunmöglicht wurden, sind wir über die
aktuellen Pläne zur Stockleffmühle doch sehr verwundert“, äußert Almut
Schilling aus dem Verein Soziales Zentrum Göttingen e.V.. Die Stadtverwaltung
hatte kontinuierlich behauptet, dass eine Sanierung des JVA-Gebäudes für
ein Soziales Zentrum mit Förderung durch den Sanierungsfond nicht möglich
sei. Zudem würden die Gelder für den Städtischen Anteil, der sich nach
Baukostenberechnung auf 1,2 Millionen Euro beläuft, fehlen. Schilling
dazu: „Es ist schon bemerkenswert, dass nun sogar doch 2 Millionen € aus
den Stadtsäckel für eine Sanierung der Stockleffmühle zur Verfügung stehen
sollen.“ Und weiter: „Das bestätigt unsere Sicht: wenn der Wille zur Realisierung
vorhanden ist, können offensichtlich doch Gelder und andere Kapazitäten
locker gemacht werden.“ Auch die immer wieder vorgebrachte Argumentation
von Baudezernent Look, dass ein Soziales Zentrum, das Sanierungskosten
über Mieteinnahmen refinanziert, nicht förderfähig sei, wird mit dem aktuell
vorgestellten Plan zur Stockleffmühle ad absurdum geführt. Inhaltlich
ist das Konzept des Sozialen Zentrums bewusst aus dem solidarischen Gesundheitszentrum,
der Nachbarschaftsorganisierung und der Kinder- und Jugendarbeit zusammengesetzt,
die mit ihren jeweiligen Angeboten ineinandergreifen. Jetzt wartet die
Verwaltung ohne die Nachbarschaft und lokale ehrenamtlich getragene Projekte
einzubinden mit einer Planung für die Stockleffmühle auf, die Teilaspekte
des Sozialen Zentrums umsetzen soll. „Hier wird das zivilgesellschaftliche
Engagement, dass mit unermüdlicher Energie ein schlüssiges Konzept an
den Bedarfen in der Stadt entwickelt hat, nicht nur mit Füßen getreten“
so Claudia Walkes vom Sozialen Zentrum, „Das Konzept wird in Teilaspekten
beklaut und soll mit anderen besser kontrollierbaren Akteur*innen besetzt
werden.“ „Andererseits begrüßen wir, wenn die Stadt den von uns seit Jahren
betonten Bedarf an Kinder- und Jugendräumen nun erstmalig ernst zu nehmen
scheint“ so Walkes. Almut Schilling schließt: „Wir erwarten jetzt, dass
Politik und Verwaltung endlich mit uns in einen konstruktiven Austausch
gehen. Wir erwarten, dass mit uns Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft
vor Ort die guten Konzepte, die wertvolle jetzt schon geleistete Arbeit
in Realisierungsmöglichkeit gebracht werden. Und wir streben weiter ein
Soziales Zentrum in der alten JVA an.“
Folgemeldung 23.1.26
/ Soziales Zentrum Göttingen e.V. (Auszug)
Soziales Zentrum Göttingen klagt die Stadt an, die Sanierung der alten
JVA wieder auf unbestimmte Zeit zu verschieben
(...) Der eingetragene
Verein Soziales Zentrum Göttingen klagt die Stadtverwaltung an, hier eigenmächtig
die Sanierungsgelder nach ihrer ganz eigenen Agenda hin und her zu verschieben.
„Zuerst hieß es, dass keine Gelder zur Sanierung der JVA da sind. Da sie
aber im Finanzierungsplan des Sanierungsgebietes nun mal aufgeführt waren,
wurde wider besseren Wissens behauptet, dass das Konzept des Sozialen
Zentrums keine Gemeinbedarfseinrichtung sei und deshalb die Gelder hierfür
nicht zur Verfügung stehen. Als auch dies nicht Bestand hatte, wurden
Finanzierungslücken in unserem Konzept konstruiert, um uns unglaubwürdig
zu machen. Und nun werden die eingestellten Gelder einfach verschoben“
legt Almut Schilling dar. Sie folgert: „So wird zivilgesellschaftliches
Engagement missachtet, mit Füßen getreten und zerschlagen!“ (...)
OM
10, 10.10.2025
Richtigstellung
der zur bedrohlichen Provokation von AfD-Leuten vor dem Haus
OM10
Da
in der Göttinger Presse kritiklos dem Polizeibericht folgend nur
von Tätlichkeiten gegen AfD-Leute die Rede ist, sei hier zur Richtigstellung
ein Auszug der Stellungname aus der OM 10 wiedergegeben (Red.goest).
"Hausprojekt
OM10 wehrt sich gegen Übergriffe von Faschisten auf ihr Haus - Richtigstellung
sowie Aufruf zum solidarischem Selbstschutz Am 4.10.2025 griffen etwa
20 Personen aus dem Spektrum der AFD das Hausprojekt OM10 an. In der gleichen
Nacht wurde eine linke Kneipe in der Göttinger Innenstadt großflächig
mit faschistischer Symbolik beschmiert. Eine Woche zuvor brannte es zum
wiederholten Mal vor einem islamischen Supermarkt in der Nordstadt. „Diese
Vorkommnisse müssen in einen Zusammenhang mit verstärktem Eindringen von
faschistischen Kräften in die Stadt gestellt werden“, so Lisa Schnell
vom Hausprojekt OM10. Am Samstagabend versammelten sich kurz vor 20:30
Uhr etwa 20 Personen aus dem ADF-Spektrum vor der OM10 und positionierten
sich vor dem Haus für ein Mob-Foto. Als eine Person die Gruppe ansprach,
wurde sie unvermittelt brutal angegriffen. Durch schnelles Handeln von
Menschen, die sich rund um die OM10 aufgehalten haben, konnte Schlimmeres
verhindert werden und die Gruppe Rechtsextremer vom Platz der Synagoge
und der OM10 ferngehalten und vertrieben werden. „Die versuchte Provokation
mit Posieren vor unserer Hausfassade, sowie die unvermittelte Körperverletzung
ist ein klarer Angriff auf unser Hausprojekt, dass für Werte wie Vielfalt,
Solidarität und Antirassismus steht“ so Schnell. Die OM10 sieht einen
direkten Zusammenhang mit zunehmenden feindseligen Aktivitäten, wie rechte
Aufkleber und Schmierereien. (....)"
######################
So
umfangreich sah das vor 2020 aus:
Originaltexte
aus Pressemitteilungen 2019
DGB
Göttingen Wir
sind mehr - Gegen die AfD an deren Parteitag 21.11.19
Universität:
gegen rechtsextreme Symbole und Schmierereien auf dem Campus
21.11.19
Entwürdigendes
Auftreten von NeoNazis in KZ-Gedenkstätte Moringen 20.11.19
Fridays
for Future; Mitglied des Organisationsteams unter NeoNazi-Beteiligung
angegriffen 19.11.19
Stellungnahmen
(Auszüge) zum Brandanschlag und Nazischmierereien 28.10.19
KUNST e.V.: Uni respektiert nicht die Bedeutung des
Theater im OP 24.10.19
a.l.i. Erklärung zur Blockade der Veranstaltung
von de Maizère
21.10.19
Bündnis gegen Abschiebungen 15.10.19
Gewalttätiger Abschiebeversuch verhindert
BI Neu-Eichenberg 15.10.19 Hinterlistiger Versuch,
die Besetzer*innen vom Acker zu kriegen
Aktionsgruppe
"Entschärfen überall" 12.10.19 Protest gegen Bomben in Nordsyrien
Universität Göttingen 4.10.10 Forschungsteam kritisiert Situation
im griechischen Flüchtlingslager
Our House OM10, 1. Oktober 2019 Kampf gegen illegale Inhaftierung und
Abschiebung kriminalisiert
Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) 1.10.19 Kampagne zur
besseren Trennung von Bioabfällen
Kindergarten (KEI) 19.9.19 Personal Eltern und Kinder nehmen
am Klimastreik 20.9. teil
ver.di 19.9.19 Streik der Mitarbeiter*innen in Postbank-Filialen
am 20.9.
Stadt Göttingen/Referat des OB 19.9.18
Entwicklung der Stadthallen-Sanierung
Bündnis geg Abschiebungen Suleimanaus dem Sudan
in Abschiebehaft 14.9.19 ist wieder frei!
Initiative "Unbefristet!" 29.8.19 Forderung nach unbefristeten
Arbeitsverträgen an der Uni
DGB Südniedersachsen 29.8.19 Aufruf Antikriegstag: Nie
wieder Krieg - Nie wieder Faschismus
DGB
Region Südniedersachsen-Harz 22.8.19 Agnieszka Zimowska übernimmt
die Geschäftsführung
Wohnrauminitiative
Göttingen 25.7.19 Burschenschafter - Gewalt gegen linkes Studi-Wohnhaus
Fraktion
DieGrünen 11.7.19 Kritik an Anwalt Jan Ockershausen in Sachen SeenotrettungJuzi
Göttingen 27.6.19 CDU will antifaschistische Aktivitäten behindern
Knast-Soligruppe
Göttingen, 24.6.19 "Nach draußen!" Blog der Gefangenen in der
JVA Rosdorf
Goethe-Institut
zieht Anzeigen gegen Besetzer*innen zurück 11.6.19
Wohnung
zwangsgeräumt - Bewohner in Notunterkunft
AK Asyl 31.5.19
Verwaltungsgerichtl:
Gewalttätiger Polizeieinsatz rechtswidrig 23.5.19
Hessische "Ökoagentur" will Klimaschützer*innen
vertreiben 19.5.19
Gö Linke: Verlust 600 bezahlbarer Wohnungen
in Grone ?
Forderung nach wohnungspolitischen Maßnahmen
in Grone 3.5.19
Stadt und Planung : SüdLink-Trasse westlich
entlangführen. 17.5.19
Uni: EU soll Waldvernichtung in Brasilien
verhindern 25.4.19
Aktionstag gegen Polizeigewalt in Witzenhausen
18.4.18
8.
März-Bündnis , Verurteilung nach dem Willkür§114 StGB 17.4.18
Initiative
„Schule ohne Bundeswehr“ Osterkundgebung 16.4.19
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