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Russland / Russen_Russinnen in Göttingen

> Friedland - Nazis suchten Anschluß an Russlanddeutsche und Aussiedler

4570 Einwohner_innen von Göttingen sind in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion geboren, die nächstgrößere Gruppe sind die in Polen Geborenen mit 2617. Von den in Russland geborenen sind 1611 in dem heutigen Gebiet der Russischen Föderation, 363 in dem der Sowjetunion GUS (ehem.) geboren (Quelle)

 

Russische und deutsche Literatur im Dialog
Internationale Tagung vom 8. bis 10. Januar 2016 an der Universität Göttingen.

Die russische Literatur steht nach wie vor in hohem Ansehen. Warum Russland dieses Ansehen nicht für eine kulturelle Charme-Offensive nutzt, ist eine der Fragen auf der Tagung „Russische und deutsche Literatur im Dialog“ vom 8. bis 10. Januar 2016 an der Universität.
In einem öffentlichen Abendvortrag am Freitag, 8. Januar, spricht der Präsident der Europa-Universität Frankfurt/Oder, Prof. Dr. Alexander Wöll, über Die Zugehörigkeit Russlands zu Europa“. „Deutsche Literatur erfreut sich in Russland und russische Literatur in Deutschland großer Beliebtheit“, so Prof. Dr. Matthias Freise vom Seminar für Slavische Philologie der Universität Göttingen, der die Tagung gemeinsam mit seinen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern veranstaltet. „Auch die großen Schriftsteller beider Länder schätzten und lasen einander. Bekannt ist die Episode des Besuchs des russischen Schriftstellers Vassilij Andreevic Žukovskij bei Johann Wolfgang von Goethe. Er schwärmte ihm von dem jungen dichterischen Genie Aleksander Puschkin vor. Goethe gab ihm daraufhin als Symbol dichterischer Verbundenheit eine von ihm benutzte Schreibfeder mit, die Žukovskij dem später als russischen Nationaldichter gefeierten Puschkin überbrachte.“ Der literarische Dialog zwischen Russland und Deutschland ist vielfältig. Rainer Maria Rilke, Paul Celan und Durs Grünbein beispielsweise lasen oder lesen russische Literatur im Original. Rilke schrieb Gedichte auf Russisch, und russische Dichter wie Vjaceslav Ivanov schrieben auch auf Deutsch.

Die Beiträge dieser wissenschaftlichen Begegnung behandeln russisch-deutsche komparatistische Fragestellungen. Dabei geht es weder um Stereotypen noch um "Einfluss", sondern um den aktiven Dialog zwischen den Kulturen, so wie er sich in literarischen Texten dokumentiert. Die dialogische, schöpferische Verarbeitung der einen Kultur im Kontext der anderen steht im Vordergrund. Programm der Tagung unter www.uni-goettingen.de/de/199943.html
Die Tagung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen und dem Universitätsbund Göttingen finanziell gefördert. Kontaktadresse: Prof. Dr. Matthias Freise Philosophische Fakultät – Seminar für Slavische Philologie Humboldtallee 19, 37073 Göttingen Telefon (0551) 39-4701, E-Mail: mfreise@gwdg.de Internet: www.uni-goettingen.de/de/freise-matthias-prof-dr-literaturwissenschaft/51121.html

 

Deutsch-Russische Gesellschaft Göttingen e.V.

"Der Verein, gegründet 2010, wendet sich in erster Linie an in Göttingen und Umgebung lebende russischsprachige Personen sowie an alle, die an russischer Kultur und an Russland interessiert sind. Der Verein ist weder konfessionell noch parteipolitisch gebunden" >>Homepage

2013/ Darstellung des Raumbedarfs für sozialintegrative und interkulturelle Arbeit von Migrationsvereinen von J. Wochnik von der Dt.-Russischen Gesellschaft. 2013 ging es darum evtl. Räume in der Voigtschule zu bekommen. Er sprach für die Deutsch-Russische Gesellschaft und einige andere Migrationsvereine wie den Dt.-Anatolischen Verein mit ähnlich regem Vereinsleben. Man sei schon seit einiger Zeit auf der Suche nach Räumlichkeiten für einen bilingualen Kindergarten und ein ergänzendes bzw. kulturelles Angebot spezifisch für diese Nutzergruppe. Außerdem höre er immer wieder von jungen Musliminnen, die sich zuhause nicht treffen können, sich aber im Haus der Kulturen auf dem Gelände der Musa so unsicher fühlen, dass sie nach geeigneten innenstadtnahen Räumlichkeiten suchen.

2014 Frauentag der Deutsch-Russischen Gesellschaft e. V.
8.3.14 , 14 Uhr - "Bürgerhaus Grone" Martin-Luther-Str. 10 „Mehr Chancen für Frauen!“
Die Deutsch-Russische Gesellschaft möchte mit dem Thema eine Balance zwischen der politischen und feierlichen Note dieses Tages darstellen. Wir fordern gleiche Karrierechancen für Männer und Frauen, bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege. Außerdem fordern wir flexible Arbeitszeitmodelle, bedarfsgerechte und qualifizierte Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für alle Kinder, gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit und mehr Berufschancen für Frauen mit Migrationshintergrund. Dass Frauen von ihrer Rente leben können, setzt gute Beschäftigungschancen mit guter Bezahlung voraus. Auf der anderen Seite haben wir Frauen mit Zuwanderungsgeschichte eingeladen, die den Mut nicht aufgegeben und etwas erreicht haben. Diese Frauen werden aus ihrem Leben erzählen. Unsere Feier wird durch viele verschiedene musikalische Darbietungen begleitet. Seien Sie zu unser Feier herzlich eingeladen und lassen Sie sich davon überzeugen, dass durch die lebhafte Stimmung der Frauen auch die Politik zu einer Feier werden kann.

Russischer Chor

 

Ein kleiner Teil des deutsch-russischen Chores, präsentiert vom Integrationsprojekt der Kreis-Volkshochschule bei der Kulturenmesse 2003 auf dem KAZ-Platz

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Zwei Sängerinnen des Deutschrussischen Chors mit deutschen und russischen Volksliedern z.B. "Oh Susanna, wunderscheene Anna.. Jedes Jahr zwei Kinder - eins im Sommer eins im Winter.....Alle Säcke reißen nur der alte Isaac(k) nicht ....Alle Hähne krähen, nur der alte Joha(h)nn nicht"

Interkulturelle Woche 2004

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Russische Straßenmusik und Tanz in der Weender Straße - Mai 2001

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Ausstellung "Russland und die Göttingische Seele"

26.10.03 bis 8. Februar 2004 Di. - So. 11.00 - 18.00 Uhr Tageskarte 3,- Euro, ermäßigt 1,50 Euro Paulinerkirche   Papendiek 14, 37073 Gö, Teil der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Gö (SUB) Öffentliche Führungen samstags 15 Uhr, Kontakt/Infos: Dr. Fast Tel.: 392456, fast@sub.uni-goettingen.de oder Sekretariat der SUB Tel: 395212 http://www.paulinerkirche-goettingen.de >> Online-Version der Ausstellung  (Asehr gut!)

Wär hätte das gedacht, Puschkin der große russische Dichter hatte die Idee von einer Göttinger Seele. Er hatte zwei Lehrer gehabt, die ehemals in Göttingen studiert hatten, und dieses Göttingen brachte er in Verbindung mit Aufklärung, Naturwissenschaft und Menschenrechten. Namen wie z.B. Haller, Wöhler, Schlözer, Gauß, Bürger und Baron Georg Thomas Asch, stehen für die enge Verbindung des wissenschaftlichen Göttingens mit Russland.

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Im Historischen Bibliothekssaal der Paulinerkirche (Bild oben) sind ca. 300 Exponate zu sehen, welche die ehemaligen Beziehungen zwischen Göttingen und Russland veranschaulichen: "Seltene Drucke, wertvolle Handschriften, prächtige Urkunden, Landkarten, Stadtansichten, Gemälde, Kupferstiche, Fotografien, Tier- und Pflanzenpräparate, ethnografische Gegenstände, Medaillen, wissenschaftliche Instrumente"

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Bild oben: Vitrine mit dem Gewand eines tungusischen Schamanen, rechts PCs zur Durchforstung der Ausstellungs-CDROM, die auch online abrufbar ist.

Die Paulinerkirche: "Aus Anlass der 300. Wiederkehr der Gründung St. Petersburgs lädt sie im Deutsch-russischen Kulturjahr 2003/4 dazu ein, die Geschichte der faszinierenden Metropole an der Newa kennen zu lernen und die vielfältigen und intensiven Ausstrahlungen Göttingens auf das russische Kultur- und Wissenschaftsleben zu erkunden. Wer weiß heute von dem Wirken bedeutender Göttinger Gelehrter in St. Petersburg und in ganz Russland, von ihrer Beteiligung an den Forschungsexpeditionen im riesigen Russischen Reich? Wer kennt die vielen russischen Studenten, die es gerade an die Göttinger Universität zog, weil sie eben hier die besten Lehrer und unvergleichliche Bildungschancen hatten? Wem sind die einzigartigen Schätze bekannt, die einer ihrer ehemaligen Studenten, Georg Thomas von Asch, aus Dankbarkeit seiner einstigen Alma Mater schenkte und die ihren Ruhm als eines Zentrums der Russlandkunde begründeten?" Ausstellungstext

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