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Klimaschutz

LOKAL

Klimaschutz-Programm der Stadt Göttingen
Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt
--- Stellungnahme Bund Umwelt und Naturschutz B.U.N.D.
--- Stellungnahme Stadt und Planung e.V. zur Klimaschutzinitiative

Klimaschutz durch Senkung des Energieverbrauchs in Schulen
Energieagentur Göttingen - Förderung Regenerativer Energien
Klimaschutzsiedlung auf den Zietenterrassen
Lokale Zeichen der Klimaveränderungen
Lokaler Klimaschutz
Kühlschränketausch scheitert an Unfähigkeit der Projektverantwortlichen
Klimaschutzkonzept des Landkreises

GLOBAL

Ganzheitliche Betrachtung /
Kongress "Klimawandel: Hunger und Kriegsgefahr"
Weltklimatag in Göttingen 2015
Welt-Klimaschutztag 2010
> Klimaschutztage der Stadt Göttingen 2015
Weltklimatag
2013

Veranstaltungen zum Klimaschutz

>>www.klimaschutz.goettingen.de

 

Klimaschutz-Programm der Stadt Göttingen

Ziel: Klimaneutrales Göttingen

Die Stadt Göttingen verfolgt seit 1991, mit dem Beitritt ins Klima-Bündnis, Klimaschutzziele. Sie verpflichtete sich damit früh, den CO2 - Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu verringern und bekundete damit ihren guten Willen zum Schutz des Klimas. Insbesondere mit dem Masterplan 100% Klimaschutz, der im März 2014 vom Rat beschlossen wurde, verfolgt die Stadt das ambitionierte Ziel, bis zum Jahr 2050 die Treibhausgasemissionen in Göttingen annähernd auf Null zu reduzieren, also klimaneutral zu sein.

Die Stadt Göttingen zählte zu den 19 deutschen Kommunen, die 2012 mit dem Förderpreis „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ausgezeichnet worden sind. Verbunden damit war eine finanzielle Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Höhe von fast 430.000 Euro. Neben Göttingen wurden u.a. auch die Städte Frankfurt / Main, Herten, Hannover, Rostock, Heidelberg, Osnabrück und Flensburg sowie die Region Hannover ausgezeichnet.


Dinah Epperlein / Göttingen

OB Wolfgang Meyer 2012: Dass Göttingen zur kleinen Schar der besonders vorbildlichen deutschen Klimaschutzkommunen gehöre, sei auch ein Verdienst der unter der Leitung von Dinah Epperlein im Fachdienst Energie und Klimaschutz tätigen Mitarbeiter/innen.

Als allgemeiner Leitsatz für Klimaschutz Göttingen gilt, dass vorrangig Energieumsatz vermieden und erst dann die benötigte Energie oder Verkehrsleistung so effizient und umweltfreundlich wie möglich zur Verfügung gestellt werden soll. Deshalb haben Energieeinsparung, Energieeffizienz sowie Verkehrsvermeidung einen besonders hohen Stellenwert. Für den Restenergiebedarf sollen langfristig zu einem erheblichen Anteil lokale oder regionale erneuerbare Energieträger genutzt werden. Auch hierbei spielen effiziente Erzeugungstechnologien eine besondere Rolle.

Stand 2012: Es werden in Göttingen jährlich knapp eine Million Tonnen Kohlendioxid (CO2) emittiert, davon rund ein Viertel aus dem Verkehrsbereich.

Bezogen auf die Einwohnerzahl waren dies im Jahr 2008 etwa 7,8 Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf, etwa 11% weniger als im Vergleichsjahr 1990. Die Evaluierung des Verkehrsentwicklungsplan 2000 im Jahr 2010 zeigt für den Binnenverkehr im Zeitraum von 1999 bis 2009 eine sehr positive Entwicklung. Der CO2-Ausstoß hat sich um etwa 25% verringert.
Die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts zu einem Masterplan für den Weg zur Klimaneutralität mit Zeithorizont bis 2050 beinhaltet neben technischen Fragestellungen wie dem Einsatz neuer Effizienz-, Erzeugungs- oder Speichertechnologien insbesondere auch die Untersuchung und Erprobung, wie der gesellschaftliche Wandel angestoßen und vorangebracht werden kann. Dabei gelten folgende Aspekte besondere Herausforderungen:

  • Konstruktive Einbeziehung möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sowie Einrichtungen und Unternehmen
  • Lösungen zur Treibhausgasreduktion in Stadtteilen mit historischer, durch den Krieg kaum zerstörter Gebäudesubstanz unter Wahrung ihrer baukulturellen Integrität
  • Bedarfsangepasste Mobilitätsangebote zur weiteren Erhöhung des Anteils des Umweltverbundes am Gesamtverkehrsaufkommen im Binnen, Quell- und Zielverkehr
  • Wandel der Stadtwerke Göttingen AG vom Energieversorgungsunternehmen zum Energieeffizienz- und Klimaschutzdienstleistungsunternehmen
  • Integration des Klimaschutzes in allen Bereichen der Hochschul- und Forschungseinrichtungen von der Reduktion und Deckung des Energiebedarfs bis zur Forschung und Lehre
  • Entwicklung von Kooperationsprojekten von Stadt und Region zur Deckung des Restenergiebedarfs mit erneuerbaren Energien.

 

Jede/r kann beitragen: Projektideen für den Klimaschutz gesucht

21.8.12 Für eine "Klima-Werkstatt"sollen Projektideen der Göttinger Bürger/innen gemeinsam mit Fachleuten weiterentwickelt werden. Wer dafür einen Vorschlag hat, kann sich bis zum 30. September dieses Jahres melden. Die Projektideen sollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, klimaschützendes Verhalten fördern oder dafür sorgen, dass der CO2-Ausstoß vermindert wird. Die Stadt Göttingen will für diese Bürgerprojekte den Austausch mit Fachleuten organisieren. An den drei im Herbst 2012 vorgesehenen Werkstatttagen soll jede Form konkreter Unterstützung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Ideen zum Tragen kommen. Alle Informationen, u.a. den Bewerbungsbogen gibt es auf >>klimaschutz.goettingen.de

Die für die Klima-Werkstatt ausgewählten Projekte werden im Rahmen eines großen Klimaschutz-Tages am 11. Oktober 2012, präsentiert. Dann geht es in der Aula am Waldweg auch um den "Masterplan 100 % Klimaschutz", um die Klimapläne Stadt- und Verkehrsentwicklung sowie um die Wärmeversorgung in der Kernstadt. Der Masterplan 100 % Klimaschutz soll in Göttingen spätestens 2050 Klimaneutralität bewirken, d.h. eine Reduktion der Treibhausgase bis dahin um 95 Prozent.

 

Erstellung des Göttinger Klimaschutzprogramm 2010

in der Kiesseestraße 137, öffentliche Veranstaltung 19 Uhr, Es werden Am 7.6.2010 wurden die Arbeiten für das Göttinger Klimaschutzprogramm Wasserwerk Stegemühle öffentlich vorgestellt.

Beteiligte
Akteure Träger des Klimaschutzprogramms
--- aus der Industrie,
--- der Energieversorgung,
--- dem Dienstleistungssektor - und
--- der Wohnungswirtschaft
--- Stadt Göttingen, die
--- Stadtwerke Göttingen AG und die
--- Georg-August-Universität Göttingen sowie
--- Vertreter verschiedener Interessengruppen

27.10.2009 Kooperationsinitiative "Klimaschutz Göttingen" Gemeinsam mit Vertretern aus Industrie und Gewerbe, der Wohnungswirtschaft und anderen wichtigen gesellschaftlichen Akteuren wollen die drei Projektträger eine Kooperationsinitiative "Klimaschutz Göttingen" mit dem Zeithorizont 2020 ins Leben rufen. Zu der Veranstaltung in der Stadthalle waren rund 100 Gäste geladen. Die Veranstaltung umfasste eine moderierte Gesprächsrunde, an der Universitätspräsident Prof. Dr. Kurt von Figura, Oberbürgermeister Wolfgang Meyer sowie Stadtwerke-Vorstand Reinhard Kraft teilnahmen. Referate von Birgit Wild (Stadt Münster, "Klima-Hauptstadt Münster"), Dedo von Krosigk (Fa. E4-Consult, "Vorstellung der CO2-Bilanz Göttingen") und Stadtbaurat Thomas Dienberg ("Klimaschutzkonzept Göttingen: Vorgehen – Bedeutung – Zielsetzung").

Integriertes Klimaschutzkonzept Mai 2010
1. Grundlagen
Gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Bundestages mit einem 80%-Zuschuss.
• Die Konzepterarbeitung wird vom Beratungsbüro Arge Klimaschutzkonzept Göttingen (4K – Kommunikation für Klimaschutz und E4-Consult) begleitet.
• Basisjahr ist das Jahr 1990, Zieljahr ist das Jahr 2020.
• Zielvorgaben zur CO2-Einsparung werden nicht explizit gemacht, als Orientierungswert gelten die Verpflichtung des Klimabündnisses (alle 5 Jahre 10% Einsparung bzw. 50% bis 2030) und die Vorgabe der Bundesregierung (40% Einsparung bis 2020).
• Es sollen alle wichtigen Akteure im Stadtgebiet an der Ausarbeitung beteiligt werden, damit sie sich mit den lokalen Zielen identifizieren. Einen hohen Stellenwert erhält dabei die zielorientierte und möglichst effiziente Zusammenarbeit, um die Belastung der Teilnehmer
in überschaubaren Grenzen zu halten.
• Die Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzepts muss im Rahmen des Förderprogramms bis Ende Mai 2010 abgeschlossen sein.
• Im Vordergrund steht die Ermittlung des Handlungsbedarfs für kommunale Klimaschutzmaßnahmen.

2. Träger des Klimaschutzkonzeptes
• Stadt Göttingen
• Stadtwerke Göttingen AG
• Georg-August-Universität Göttingen

3. CO2-Bilanz
• Erstellung auf Grundlage des Verfahrens des Klima-Bündnisses (ECO2 Software): einfach strukturiert, daher einfach fortschreibbar.
• Grunddaten werden zurzeit zusammengestellt.
• Erste Bilanz soll im Oktober vorliegen.

4. Maßnahmenprogramme
• Jeder der drei Träger erarbeitet (betreut vom Beratungsbüro) für seinen eigenen Wirkungsbereich ein Maßnahmenpaket einschließlich der dafür notwendigen Ressourcen.Die Maßnahmen sollen möglichst eine Verbindlichkeit erhalten (z.B. durch Ratsbeschluss bzw. interne Beschlüsse).Es gibt fünf weitere Arbeitsgruppen,
• AG Multiplikatoren mit Kontakt zu den privaten Endverbrauchern
• AG mit Wohnungsbauunternehmen Mieter- Vermieterverbänden.
• AG Wirtschaft mit Vertretern von Unternehmen
• AG Vertretern von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistung
• AG Energieversorgung mit Schwerpunkt Energieerzeugung

5. Ergebnis
• Für die erarbeiteten Maßnahmen werden die Einsparungen an CO2-Emissionen, Energie
und Kosten sowie die Umsetzungskosten abgeschätzt. Dadurch kann eine qualitative
Bewertung der Wirtschaftlichkeit erfolgen.
• Zusätzlich werden jeweils die Wertschöpfungspotentiale für die Region aufgezeigt.
• Die sich ergebenden Einsparpotentiale werden in die CO2-Bilanz eingearbeitet.
• Ziel ist es, die Orientierungswerte mit möglichst vielen konkret beschriebenen Maßnahmen
zu erreichen.
• Anhand von Potentialabschätzungen aufgrund bundesweiter Erfahrungen werden ggf.
zusätzlich notwendige Maßnahmen benannt, um die Orientierungswerte zu erreichen.
• Das integrierte Klimaschutzkonzept wird dem Rat zur Kenntnis vorgelegt; der Rat beschließt
die Maßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung.
6. Struktur
• Der Beirat wird von Stadt, Stadtwerke und Universität gebildet und begleitet die Erarbeitung
des Klimaschutzkonzepts.
• Das Koordinationsteam steuert die Erstellung des Klimaschutzkonzepts.
• Die Projektleitung hat die Stadt Göttingen übernommen
• Die Arbeitsgruppen werden von dem Beratungsbüro betreut.
• Über den Fortgang wird in den politischen Gremien berichtet.
• Die Öffentlichkeit wird laufend informiert (Veranstaltungen, Berichte, Internetseite etc.).
7. Zeitplanung
Projektstart 01. Juni 2009 Projektabschluss 30. Mai 2010

 

Stellungnahme Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland B.U.N.D.

2.6.10 / "In Göttingen wurde in einem groß angelegten, aufwendig moderierten Arbeitsprozess ein sogenanntes Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Göttingen erarbeitet.

  • Für dieses Projekt wurde zwar eine handverlesene Teilnehmerrunde geladen, aber an der Mehrheit der Bevölkerung ist dies Engagement bis heute vorbeigegangen.Die vom Klima-Bündnis formulierten Ziele können jedoch nur unter Einbeziehung und in Mit-Trägerschaft der Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. Eine öffentliche und transparente Arbeitsweise sowie die klare Definition der Ziele und der Maßnahmen-Umsetzung sind dabei ebenso wichtig wie öffentliche Foren und konkrete AnsprechpartnerInnen.
  • Völlig unverständlich für den BUND ist auch, dass der Straßenverkehr als wichtiger Faktor im lokalen Klimaschutzbemühen bisher im Rahmen des Projektes noch nicht berücksichtigt wurde.
  • Außerdem gibt der BUND zu bedenken, dass alle bisherigen Maßnahmen und Ziele des Klimaschutzkonzeptes lediglich auf eine CO2-Reduktion ausgerichtet sind. Um Klima und Umwelt zu schützen, muss über die alleinige CO2-Reduktion hinaus geschaut werden.
  • So sind Aspekte der Nachhaltigkeit und der Biodiversität in Bezug auf den Schutz von Natur, Landschaft, Gewässer und Boden ebenso zu beachten wie auch die Luftreinhaltung, der Schadstoffeintrag, die Treibhausgasemissionen und die Flächennutzung.
  • Generell müssen diejenige Maßnahmen Vorrang haben, die nachhaltige Ergebnisse erzielen, selbst wenn dies zunächst zu Lasten der Wirtschaftlichkeit geht. Neben effizienten Lösungsansätzen ist an erster Stelle ein geringer Ressourcen- und Energieverbrauch anzustreben. www.bund-goettingen.de,

 

Stellungnahme Stadt und Planung Göttingen e.V. Auszüge
>> Gesamte Stellungnahme

  • "Mit der Mitgliedschaft der Stadt Göttingen im so genannten "Klimabündnis Europäischer Städte mit den Völkern der Regenwälder" hat sich Göttingen zu einer Reduktion der Treibhausgase um 50 % bis zum Jahr 2030 verpflichtet.
  • ist in keiner Weise einsichtig, weshalb der Fuhrpark, bzw. der ganze Mobilitätsbereich, ausgeschlossen wurde. Dieser Bereich ist i.d.R. für einen CO2-Ausstoss von der Grössenordnung 25 % verantwortlich und darf deshalb nicht ausgeklammert werden."
  • "Bei den regenerativen Energiequellen in A.4 darf kein primärer Einsatz von Biomasse genutzt werden, da diese nicht nachhaltig sind und in erheblichem Ausmasse negative Folgen haben.

    "Der enge Zeitplan und die Organisation des Projekts sind nicht dafür eingerichtet, die Öffentlichkeit zu beteiligen. Wie bei einigen anderen Prozessen, z.B. Innenstadtleitbild, gibt es zwar Alibi-Veranstaltungen (hier die so genannte Start- Veranstaltung am 27.10.2009), anschliessend wird dann aber in bereits vorkonfektionierten Gruppen gearbeitet und Interessierte haben kaum Mitwirkungsmöglichkeiten." (...) Mit dem Zeithorizont von 2030 müssten aber auch Änderungen der Lebensstile mit einbezogen werden, die hier noch fehlen. Wenn die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand als wichtiger Multiplikator spielen soll, dann müssen die BürgerInnen partnerschaftlich und nicht nur als Staffage für besondere Veranstaltungen einbezogen werden."
  • Es fällt auf, dass im ganzen Programm der Begriff "Sonnenkollektor" überhaupt nicht und der Begriff "Solarthermie" gerade ein Mal auftreten. Warum wird dieser äusserst effektiven, robusten und günstigen Technologie so wenig Wert beigemessen? Dieses Potential muss in der Prioritätenfolge noch vor der Photovoltaik genutzt werden!
  • Mit den wärmeren Sommern haben immer mehr "Klimageräte", also Raumkühler, in den Wohn- und Arbeitsgebäuden Einzug gehalten. Diese haben meist einen sehr hohen Strombedarf. Durch eine geschickte Architektur können Gebäude aber problemlos ohne diese Stromfresser auskommen.

 

Lokaler Klimaschutz

Klimaschutz durch Senkung des Energieverbrauchs in Schulen

1.12.10 Die Stadt Göttingen war im Wettlauf um Fördergelder zum Klimaschutz erfolgreich. Nach Göttingen fließen in den nächsten drei Jahren 1,4 Mio. EUR Fördergelder zur Sanierung der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS). Die Stadt muss die Mittel mit der gleichen Summe kofinanzieren. Bei der Gebäudesanierung sollen die Neubaustandards auch nach der Energieeinsparverordnung 2009 noch unterschritten werden. Zukünftig wird der gesamte Gebäudekomplex mit Wärme und Warmwasser durch ein neues Biogas-Blockheizkraftwerk über Fernwärmeleitungen versorgt. Mit den genannten Maßnahmen wird der Primärenergiebedarf der Schulgebäude um etwa 80 Prozent reduziert. Diese große Schule gehört aktuell zu den städtischen Gebäudekomplexen mit den höchsten Energieverbräuchen. Meyer wies darauf hin, dass die energetische Sanierung von Gebäuden auch in Zeiten knapper Mittel vorangetrieben werde.

Energieagentur Göttingen - Förderung Regenerativer Energien

Die Energieagentur Region Göttingen e.V. hat ihren Sitz in der Berliner Str. 2, 37073 Göttingen (VGH-Gebäude, Eingang Maschmühlenweg) , sie ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein. Geschäftsführerin Doreen Fragel, der EnergieagenturMitglieder sind Stadt und Landkreis Göttingen, Unternehmen, Kommunen, Verbände, Vereine und Privatpersonen. Vorsitzende: Christel Wemheuer (Die Grünen / Kreisrätin des Landkreises) Stellv. Vorsitzender: Thomas Dienberg (Stadtbaurat Stadt Göttingen) Schatzmeister: Uwe Maier (Sparkasse Göttingen), Schriftführer: Gerhard Weideling (Stadtwerke Göttingen AG) Beisitzer: Günther Geese (Beratende Ingenieure Geese) Beisitzer: Ezra W. Kurth (Energiewendekomitee e.V.) Beisitzer: Wolfgang Regenhardt (SHK Innung Südniedersachsen - Kreishandwerkerschaft.
Die Energieagentur startet das Projekt Netzwerk Regenerative Energien. Unterschiedliche Akteure unter anderem aus Wissenschaft, Ingenieurbüros oder Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energien bringen sich bereits in das Netzwerk ein. Netzwerkmanager Winfried Binder

Klimaschutzsiedlung

Investorenauswahlverfahren kann gestartet werden. Bebaut werden soll ein rund zwei Hektar großes, nach Südwesten ausgerichtetes Areal zwischen Von - Witzleben - Straße, Julius - Leber - Weg und Barbarastraße auf den Zietenterrassen in Göttingen - Geismar. Passivhausbauweise soll in Kombination mit einer großen Solarenergieerzeugung "Energieplushäuser" entstehen lassen. Die Gebäude sollen also insgesamt mehr Energie produzieren als in ihren Haushalten verbraucht wird. CO2-Emissionen, die von den Häusern ausgehen, müssen dadurch - so das Ziel der Stadt - mehr als kompensiert werden. Ermöglicht werden sollen neben dem Geschosswohnungsbau auch andere verdichtete Baustrukturen wie Reihenhäuser oder sogenannte gestapelte Einfamilienhäuser. Die politischen Beratungen über das Projekt begannen am 25.11.10 mit der förmlichen Beteiligung des Ortsrates Geismar, Anschließend folgen Beratungen im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke und am 20. Dezember im Verwaltungsausschuss.

 

Sicher war das alles gut gemeint - aber:
Kühlschränketausch

Unfähigkeit der Projektverantwortlichen, sich in die finanzielle Lage von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger_innen hineinzudenken

10.3.15 / Stromkosten müssen von Hartz IV EmpfängerInnen aus den Regelleistungen bezahlt werden, wenn viel Strom verbraucht wird, ist weniger Geld für Lebensmittel übrig. Bis zum Jahresende 2015 sollen im Rahmen eines >>Bundesumweltministeriumsprojektes rund 16.000 energiesparende Kühlschränke mit einer Prämie von 150 Euro bezuschusst werden. Bezieher_innen von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld können nach einem Stromspar-Checks Klimaschutzagentur diese Prämie in Anspruch nehmen. Der alte Kühlschrank muß zehn Jahre alt sein und nach einer Energieverbrauchsprüfungein sowie einem Verschrottungsnachweis wird ein Gutschein ausgehändigt, der zur Auszahlung von 150 € führt wenn dafür ein A+++ Kühlschrank angeschafft wurde.
Die Göttinger Entsorgungsbetriebe, ein Betrieb der Stadt Göttingen verlangt zwecks Ausstellung eines Verschrottungsnachweises, dass die Kühlschränke zum Recyclinghof transportiert und dort abgegeben werden. Arbeitslose und Sozialhilfeempfämger_innen haben jedoch in den meisten Fällen kein Auto, müßten also ein Lasttaxi o.ä. bezahlen, wofür auch kein Geld da ist. Mit diesem Problem durch die Redaktion bekannt gemacht bleibt der Recycling-Hof trotzdem beharrlich bei der Forderung, dass die Kühlschränke dort abgeliefert werden. Man sehe sich auch außerstande, die Kühlschränke über den Sperrmüll abholen zu lassen und danach den Leuten eine Quittung auszustellen.
Hier sind nun die Ratsmitglieder im städtischen Kontrollgremium des Eigenbetriebes GEB , dem "Werksauschuss Umweltdienste" gefragt. Es müßte es doch möglich sein Quittungen für Kühlgeräte auszustellen, die im Rahmen der Sperrmüllabfuhr übernommen wurden. Als wir der Leiterin der Energieagentur in Göttingen Doren Fragel die Probleme mitgeteilt hatten war die Antwort "das Problem ist bekannt" - Punkt. Weiter passiert ist aber nix.

Nachtrag 26.6.15 Auf eine Bitte von goest hin besprach Margit Goebel († 22.11.15) , Mitglied im städtische Betriebsausschuss für die GEB-Angelegenheiten zuständig ist die Problematik Kühlschrank-Tauschkampagne für Sozialhilfeempfänger_innen. Anschließen teilte sie uns mit, es wäre vorgeschlagen worden, "dass sich Menschen, die keine Transportmöglichkeit hätten, sich das Gerät liefern lassen müssten und dabei können sie das Altgerät mitabgeben. Dafür bekommen sie auch eine Bescheinigung, die die Energieagentur akzeptiert." Leider bleibt dann aber noch das Problem, dass die Leute den neuen Kühlschrank gar nicht ausgehändigt bekommen wenn sie ihn nicht bezahlen können.

Da dies wenigstens mal von der Basis ganz unten an die Projektleute im Umweltministerium zurückgemeldet werden sollte schicken wir jetzt diesen Artikel ans Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit - ganz im Optimismus der Chaostheorie nach der ein Schmetterling mit seinem Flügelschlag am Amazonas einen Sturm in Europa auslösen könne. Allerdings kam bis 31.3.16 keine Antwort.

 

Lokale Zeichen der Klimaveränderungen

24.8.14 / Es gibt Leute, die Anzeichen dafür sehen, dass sich das regionale Klima dem subtropischen annähere mit der dafür typischen Regenzeit. Ein Hinweis sei die Tatsache, dass es im August an jedem Tag mindestens einmal regne.

Vertreter des "Landvolks Göttingen Kreisbauernverband e.V." z.B. wundern sich über landwirtschaftliche Effekte, die der vermehrte Regen hat und schreiben: "Unglaublich – 22. August 2014 In Göttingen werden die ersten Zuckerrüben gerodet. Normalerweise beginnt die Zuckerrübenkampagne Mitte September. In diesem Jahr sind die Zuckerrüben aufgrund der durchgängigen Niederschläge besonders gut gewachsen. Aufgrund dieser Übermengen werden schon jetzt Zuckerrüben gerodet, um diese dann in der Biogasanlage in Rosdorf zu Energie umzuwandeln. (...) Achim Hübner vom Landvolk: „Ein historisches Ereignis, so früh haben wir noch nie Zuckerrüben gerodet“.(...) Die Kampagne (Zuckerrübenernte und Abtransport) wird voraussichtlich am 11. September 2014 beginnen und je nach Erträgen bis in die zweite Januarhälfte 2015 andauern. Wir erwarten deutlich mehr ZR als im Vorjahr.Zuckerrübenernte im August in Göttingen!

Andreas Wagner, Maschinenring Göttingen Jörg Hillebrecht, Einsatzleiter Zuckerrübenroder Marc Böttcher, Fahrer Zuckerrübenroder Hermann Magerhans, Landwirt

 

Klimaschutzkonzept des Landkreises

24.9.12 „integrierten Klimaschutzkonzeptes“ vorgestellt. Ab dem 1.9.12 startete das Projekt in Kooperation mit den elf Gemeinden, Städten und Samtgemeinden des Landkreises mit dem Ziel, bis 2040 möglichst klimaneutral zu werden (Kreisrätin Christel Wemheuer). Klimaneutralität bedeutet, dass das ausgestoßene CO² beispielsweise durch klimafreundliche Energiegewinnung wieder eingespart wird. Finanzmittel werden vom Kreistag und Bundesumweltministeriums zur Verfügung gestellt. Bis September 2013 sollen die Kommunen einen Projekte aufliesten, die Energie- und Emissionseinsparungen ermöglichen.. Dabei sollen besonders die lokalen Potentiale im Bereich Geothermie, Wasserkraft, Biomasse, Windenergie und Energieeffizienz erfasst und analysiert werden. Beteiligt wird die GEONET Umweltconsulting GmbH und der Energieberater Dipl.-Ing. Benedikt Siepe. Die Öffentlichkeit und die Gemeinden werden durch einen Info-Brief und eine Internetpräsenz Anfang 2013 über das Klimaschutzkonzept informiert.

Klimaschutzmanager des Landkreises Patrick Nestler, Birgit Böhm (Initiative "Mensch und Region"), Kreisrätin Christel Wemheuer und Björn Beermann (Geo-Net)

 

Weltklimaschutztag / Globale Betrachtungen

Ganzheitliche Betrachtung

Kongress "Klimawandel: Hunger und Kriegsgefahr"

Gizaw Angulo (Äthiopien) , Nationalrat, Vertreter der Südstaaten Äthiopiens sprach auf dem Klimakongress 2009 zum Thema "Klimawandel in Äthiopien und Lösungswege"

2015 meldete die Organisation "Menschen für Menschen" in einer Pressemitteilung
4,5 Millionen Menschen sind in Äthiopien von Hunger bedroht. „In diesem Jahr fiel die Regenzeit regional sehr schlecht aus. Ohne Nahrungsmittelhilfe werden die Menschen das spärliche Saatgut essen um nicht zu hungern. Saatgut, das dann für die nächste Aussaat fehlt. Nach offiziellen Angaben werden Mittel in Höhe von insgesamt 230 Millionen Dollar benötigt.

Vom Hungertod bedroht zu sein muß als Asylgrund anerkannt werden !

Am Freitag, den 30. und Samstag, den 31. Oktober 2009 fand der 1. Klimakongress des Institutes für Forschung und Bildung (IFB) in Göttingen stattfinden. Das IFB ist ein Zusammenschluss kritischer Wissenschaftler_innen in Göttingen

IFB, Haus der Kulturen, Hagenweg 2 e, 37081 Göttingen, E-Mail: vuk-goettingen@web.de

Trägerverein ist der 1995 gegründete Verein für Umwelt- und Konfliktforschung (VUK), der von 1996 bis 2001 das Göttinger Agenda-21-Initiativen-Plenum koordiniert hat. Unterstützt wird das IFB durch die Göttinger Wissenschaftler für Frieden und Abrüstung und der Göttinger Regionalgruppe von ATTAC. Wichtigster Initiator und Koordinator des IFB ist der emeritierte, mittlerweile über siebzigjährige Physikprofessor Rolf Bertram, der seit mehr als dreißig Jahren zu den wichtigsten Experten der Anti-AKW-Bewegung gehört. Auch wenn sich beim IFB wissenschaftlicher und politischer Anspruch miteinander verbinden, so sind die Auffassungen und Weltanschauungen der Aktiven des IFB sehr breit gestreut. Dies erscheint logisch vor dem Hintergrund, dass sich viele bereits im Pensionsalter befinden, häufig auf eine aktive Universitätskarriere aber auch auf die Erfahrungen der sozialen und ökologischen Bewegungen der siebziger und achtziger Jahre zurückblicken können.

Ganzheitliche Betrachtung der Zusammenhänge
In seinem Manifest nimmt das IFB auf die "eine weltweite Entwicklung zeigt, die vor allem unter dem Aspekt der "Globalisierung" zur zunehmenden Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, zur Verarmung immer größerer Teile der Menschheit sowie zur Aushöhlung von Menschenrechten und des Rechtes auf Selbstbestimmung führt." Erste Projekte des IFB zeichnen sich in den Bereichen Regenerative Energien/ Problematik der Atomenergie, Schadstoffbelastung und deren Reduzierung sowie im Bereich Sicherung der Sozialsysteme/ Alternativen zu Hartz IV ab. Ausdrücklich möchte das IFB zu den einzelnen Projekten interdisziplinär arbeiten. Dies bedeutet beispielsweise für eine Untersuchung der Energiepolitik, dass neben den ökologischen auch deren sozialen Folgen bedacht werden müssen.

Klimakongress
Auf dem öffentlichen Kongress werden die Komplexität und der kausale Zusammenhang ökologischer, sozialer und sicherheitspolitischer Krisenszenarien im globalen Ausmaß verdeutlicht. Dabei werden das Ursache-, Bedingungs- und Wirkungsverhältnis dieser ansonsten zumeist getrennt voneinander behandelten Problemfelder gemeinsam betrachtet.
Kooperationspartner: Heinrich-Böll-Stiftung, Kant-Stiftung, Rosa Luxemburg Stiftung -Niedersachsen, Selbach-Umwelt-Stiftung, Stiftung ATLANTIS, Stiftung Leben und Umwelt, Enat Afer e.V., Göttinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Frieden und Abrüstung e.V.


Mitte: Prof. Dr. Jürgen Schneider / Rechts: Prof. Dr. Mojib Latif


Freitag, 30. Oktober 2009, 19.00 – 21.00 Uhr, Universität Göttingen, ZHG 011
Einführungsveranstaltung: Prof. Dr. Mojib Latif (Universität Kiel): Klimawandel
Samstag, 31. Oktober 2009 im Neuen Rathaus Göttingen, Sitzungssaal
09.50 – 10.50 Uhr Prof. Dr. Jürgen Schneider (Univ. Göttingen): Klimawandel – ein künftiges Sicherheitsrisiko?

 

11.00 – 12.30 Uhr Lara Josephine Buffaloboy (USA) / Regina Mayer White-Plume (Nürnberg): Auswirkungen des Klimawandels auf US-indianische Reservate im kulturellen Kontext


Dr. Maria Kontos (IfS / Ffm)
14.25 – 15.25 Uhr Dr. Maria Kontos (Institut f. Sozialforschung/Frankfurt a.M.): Die zwei Gesichter der europäischen Migrationspolitik: gewollte und ungewollte Integration – bis zur Abwehr durch FRONTEX

17.35 – 19.00 Uhr Prof. Dr. Rolf Bertram (TU Braunschweig): Lösungswege aus der Krise – wie könnten sie aussehen? Inklusive Abschlussdiskussion.

 

Weltklimatag in Göttingen am 5.12.15

Eine breite Aktionseinheit ruft alle Umweltorganisationen, Initiativen, Verbände, Parteien und Gewerkschaften auf, sich am Weltklimatag, dem 5.12.2015 an einer gemeinsamen Kundgebung mit Informationsständen zu beteiligen. Nach dem Jahr 2014 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war, zeichnet es sich ab, dass 2015 noch deutlich wärmer wird. Bisher haben UN-Klimakonferenzen, wie auch wieder die laufende in Paris nichts an dieser Entwicklung hindern können. Im Vergleich zu 1990 sind die CO2 Treibhausgasemissionen um 60% angestiegen. In dem Aufruf der Aktionseinheit heißt es: „Das 2°C Ziel setzt die Lebensgrundlagen von Milliarden Menschen aufs Spiel Beim geplanten „Klimaabkommen“ in Paris wollen die Regierungen durch „freiwillige Selbstverpflichtungserklärungen“ die Klimaerwärmung auf „2 Grad begrenzen“. Das ist in erster Linie ein politisches Ziel und ein Freifahrtschein, den CO2-Ausstoß weiter zu steigern und so weiter zu machen wie bisher. 2°C Erderwärmung bedeutet die Schmelze großer Eisschilder in der Antarktis und Grönland und damit einen Meeresspiegelanstieg um 8-12 Meter, der langfristig das Leben in den Küstenregionen der Welt in Frage stellt. Es ist ein Mittelwert, der mit extremen regionalen Veränderungen einhergehen würde. 2°C bedeuten eine andere Erde. Die Behauptung einer „Begrenzung“ ist angesichts der unkontrollierbaren Verstärkungen der Prozesse im Klimasystem der Erde wissenschaftlich absurd und ein Spiel mit dem Feuer. Die Öffentlichkeit soll tolerieren, dass der Raubbau an den natürlichen Ressourcen noch über Jahrzehnte fortgeführt werden soll. Das 2° Grad Ziel ist ein Beschluss zu Massenelend und Vertreibung im Weltmaßstab.“ Zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuelle Veröffentlichung des renommierten Klimaforschers James Hansen.** Das Bündnis fordert entschiedene Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz und hat dazu konkrete Forderungen aufgestellt.

Kundgebung zum Weltklimatag in Göttingen: Aufstehen gegen die drohende globale Klima- und Umweltkatastrophe! Samstag, 5.12.2015 –11 bis ca. 13.00 Uhr. Weender Straße, Ausgang Nord der Fußgängerzone am Carree

Es rufen auf als Erstunterzeichner: Renate Holz, Christian Jooss, Kay Langemeier, Dr. Eckhard Fascher, Prof. Dr. Rolf Bertram, Prof. Dr. Cynthia Volkert, Umweltgewerkschaft Harz-Leine in Göttingen, MLPD Ortsgruppe Göttingen, Cradle to Cradle Hochschulgruppe Göttingen, Anti-Atom Initiative Göttingen, BUND Göttingen, Naturfreunde Göttingen. Weitere Initiativen sind beteiligt.

.**J. Hansen et al, Atmos. Chem. Phys. Discuss., 15, 20059–20179, 2015

 

Klimaschutz Göttingen e.V. zum Weltklimatag

22.12.15 / Im Neuen Jahr 1 Milliarde kWh einsparen! Wie wir die Pariser Beschlüsse mit Leben füllen können. Am Ende herrschte Einigkeit: zwischen Entwicklungs-, Schwellen-, und Industriestaaten. Zwischen Demokratien, Monarchien und Diktaturen, zwischen christlichen und muslimischen Staaten. Diese breite Übereinkunft (...) zeige nur, dass das Verständnis für eine elementare Problematik wächst: Die Erderwärmung bedroht eben diese eine Welt und kümmert sich nicht um Religionen, Wirtschaftsformen usw. Ob der Vertrag indes die Bezeichnung "historisch" verdient, müsse die Zukunft zeigen. Denn "Konferenzen produzieren Berge von Papier, und erst die Bevölkerung kann es zum Leben erwecken." So gibt der Klimaschutzverein für 2016 die Devise aus, dass die Menschen im Lande gemeinsam 1 Mrd. Kilowattstunden einsparen sollten. "Das klingt viel, aber verlangt vom Einzelnen wenig. Pro Mensch und Monat geht es gerade mal um eine kWh." Aus der Sicht der Klimaschützer ist das keine große Herausforderung. Wasch- und Spülmaschinen vollständig füllen, alt hergebrachte Glühlampen durch LED ersetzen, unnötiges Licht ausknipsen, öfter Fahrrad fahren, Wäsche bei gutem Wetter draußen trocknen lassen - Kleinklein dieser Art vermag einiges zu bewirken. Dabei ist ein "Mehr an Einsparungen natürlich willkommen!" Mit dem zivilgesellschaftlichen Engagement werden die größeren Akteure in Politik und Wirtschaft keineswegs aus der Verantwortung entlassen. "Als normale Bürger*innen zeigen wir, dass wir das Thema ernst nehmen. So üben wir einen sanften Druck aus, das auch weiter oben zu tun." Der Klimaschutz bleibt eine Schlüsselaufgabe für die Weltgemeinschaft.

http://klimaschutz-goettingen.de

 

 

Auszüge aus einem Aufruf zum Weltklimatag 23.11.13

>>Video von der Kundgebung zum Klimatag: mehrere Redebeiträge

Die Folgen der Zerstörung unserer Umwelt und des Klimas, werden immer dramatischer. Extremwetter und Naturkatastrophen haben erheblich zugenommen. (..)

Die Auto-, Chemie-, Energie- und andere Industrien nutzen ihre Macht und ihren politischen Einfluss, um Umweltschutzmaßnahmen zu verhindern. Während die Strompreise für die Großindustrie immer weiter sinken (derzeit 3 cent/kWh), wird demagogisch mit der Behauptung zu hoher Strompreise ein Roll Back in der Einführung erneuerbarer Energien durchgesetzt. (...) Wie in der Natur, die keinen Müll kennt, müssen auch in der menschlichen Produktion und Konsumtion die stoffl ichen Kreisläufe geschlossen werden. Durch eine umfassende Kreislaufwirtschaft kann der Raubbau an der Natur, die Umwelt- und Klimakrise überwunden werden. In der vorwiegend auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Produktion dagegen, werden bewusst Verschwendung und Verschleiß gefördert, zehntausende künstliche und giftige Stoff e hergestellt und riesige Müllberge geschaff en. Statt Stoff e zu recyceln, werden große Mengen verbrannt. Kreislaufwirtschaft bedeutet auch zerstörerische Entwicklungen wie Massentierhaltung, Fracking, geo-engineering oder CO2-Speicherung entschieden zu bekämpfen.

Aufstehen gegen die globale Klima– und Umweltkatastrophe! Aufruf zum Weltklimatag 2013 Kundgebung und Infostände am 23.11.2013 von 11-14 Uhr Göttingen, Jakobikirchhof

Der Widerstand... gegen lokale und überregionale umweltzerstörende Projekte ist teilweise erfolgreich, wie die Anti-AKW-Bewegung, die Bewegungen gegen Fracking, gegen Fluglärm oder gegen S 21 zeigen. Der Widerstand ist erfolgreich, wenn er nicht auf die Parlamente vertraut, überparteilich und finanziell unabhängig ist. Der Faktor Zeit spielt im Kampf um Schutz und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen eine ganz entscheidende Rolle. Es besteht die reale Gefahr, dass dieser Planet in wenigen Generationen sein Gesicht verändern und teilweise unbewohnbar sein wird. Deswegen wird es immer wichtiger, dass sich Initiativen, Bewegungen und Organisationen, als Teil eines globalen Widerstands verstehen. (...)

-- Wir unterstützen den weltweiten Widerstand gegen Fracking und gegen die geährliche CO2-Verpressung im Untergrund und fordern das sofortige Verbot!
-- Kein Neubau von Kohleund Gaskraftwerken! Für die rasche Durchsetzung von 100% erneuerbarer Energien!
-- Keine Müllverbrennung weder in Northeim noch anderswo Gemeinsam für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit
-- Wir unterstützen den europaweiten Widerstand gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte.
-- Für den Aufbau einer Weltbewegung der Völker für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen

ErstunterzeichnerInnen: Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz, NaturFreunde Göttingen, Initiative Umweltgewerkschaft, Anti-Atom Initiative Göttingen, BUND Kreisgruppe Göttingen, Piratenpartei, Die Linke, Die Grünen Göttingen, MLPD, DKP, Deutsche Friedensgesellschaft -VK - EUROSOLAR, Prof. Rolf Bertram, Prof. Dr. Christian Jooß, Dr. Gerhard Krauth, M.A. , Regina Nebel, Jonas Norpoth, Dr. Eckhard Fascher, Dr. Meinhart Ramaswamy, Gunnar Siebecke, Prof. Cynthia A. Volkert, u.a.m.Kontakt und V.i.S.d.P: NaturFreunde Göttingen, Tel: 0551 68796

 

Welt-Klimaschutztag 2010 - 4. Dezember

Während in Mexico/Cacun Regierungsvertreter tagen, ohne in Sachen Schutz vor der Klimakatastrophe voranzukommen, regen sich immer mehr Initiativen, die mit einfachem Menschenverstand und engagierten ExpertInnen zu diesem Thema aktiv werden. Die Klimafrage ist ein globales Problem und für viele Menschen ein Überlebensthema. Wenn die Rodung der Regenwälder und der Ausstoß von Treibhausgasen nicht gestoppt wird, dann wird die Erderwärmung um mehr als 2 °C zunehmen. Und schon jetzt ist klar, dass der Meeresspiegel um 1 Meter steigen wird, was für viele Inselstaaten das Ende ihrer Existenz bedeutet. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Klimaflüchtlinge zu, die infolge von Überschwemmungen an Land ihre Heimat verlassen. Erwärmung führt ebenso zu mehr Stürmen. Wenn durch die Erwärmung die Pole abschmelzen und der Golfstrom dadurch beeinträchtigt wird, dann Gute Nacht.

Klimaveränderungen: schwere Stürme, Überschwemmungen, Hitzezunahme, steigender Meeresspiegel.

Bei einem >> Interview mit Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung bei der Rückversicherungsgesellschaft Munich RE. sagt dieser u.a.: "Schäden durch Extremwetter steigen drastisch an"


Zeichnungen : goest

Besonders kenntnisreich in Sachen Klimaschutz sind in Göttingen Prof. Dr. Christian Jooß (Bürgerbewegung für Kryorecycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz) und Dipl. Phys. Jonas Norpoth (AG Klima) die am 3.12.10 zum Thema "Der internationale Klimaschutzprozess: Von Rio über Kyoto, Kopenhagen nach Cancún" referierten.

Unterstützung erhalten sie jeweils am Klimatag von den Naturfreunde e.V. in Göttingen wo sich auch ab und zu die AG Klima trifft. Die Initiative stellte sich am Sonntag den 5.12.10 in der Sendung "gut und quer" von Marco Woltermann ausführlich vor.

Infostände am 4.12.10, dem Welt-Klimaschutztag

 

 

Umweltgewerkschaft
Weltklimakonferenz der UN 7.-18. November 2016

14.9.16 Vorbereitung von Aktionen zur Weltklimakonferenz der UN vom 07. bis zum 18. November 2016 in Marrakesh von 18:00 bis 19:00 bei Arbeit und Leben in der langen Geismar Straße 72.

Sie soll eine Fortführung der UN Klimakonferenz in Paris sein, wo die Regierungen einen Temparaturanstieg von 1,5 Grad beschlossen haben. Zum einen lässt die Erde sich nicht vorschreiben, wie warm sie zu werden hat, zum zweiten haben die führenden Industrienationen bisher nichts getan, um dieses Vorhaben Realität werden zu lassen. Das Jahr 2015 war bereits das wärmste Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnung, im Durchschnitt war es 1° wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. In diesem Jahr wird die Durchschnittstemparatur voraussichtlich das 1,5° Ziel knacken, ein trauriger Rekord. Die 1,5 Grad sind eine völlig willkürliche und unzureichende Zielsetzung, mit gravierenden Folgen für die Lebensgrundlagen der Menschheit. Schon die bisherige Erwärmung befördert unumkehrbare Prozesse wie den Anstieg des Meeresspiegels und das Auftauen der Permafrostböden. Das Ziel, die CO2 Emissionen wirklich zu reduzieren wurde auf die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts verschoben. Damit werden dringend nötige Sofortmaßnahmen weit in die Zukunft verschoben. Für eine erste Vorbesprechung zu einer Aktionseinheit am Weltklimatag möchten wir alle umweltbewegten Menschen herzlich einladen und auch diesen Tag gemeinsam zu begehen."

 

Veranstaltungen zum Klimaschutz

2015

26.6.15 / Im Rahmen des Studienganges "Curriculum Visuelle Anthropologie"/ kulturwissenschaftlicher Film sind 40minütige Dokumentarfilme zum lokalen und überregionalen Klimaschutz entstanden. Die Filme werden in der Woche vom Dienstag 7.7. bis Samstag 11.7. an verschiedenen Orten in Göttingen gezeigt. Auch werden diese mit Begleitveranstaltungen flankiert und zur Diskussion nach der Filmschau eingeladen.Kontakt/ Anmeldung unter klimawandelkino@gmx.de

7.7.15 Konsumkritischer Stadtrundgang 18.00 Führung im School_lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Bunsenstraße10 im direkten Anschluss Film «Die Klimaritter» >>Trailer , (hier könnte aber auch eine kritische Betrachtung der DLR angemessen sein)

8.7.15 Vogelexkursion zu Windkraft und Naturschutz 20:15 Film «Wind ums Rad» im Dorfgemeinschaftshaus Reinhausen, Rosental 2, 37130 Gleichen >>Trailer

10.7.15 ADFC-Göttingen (mit anschließender Fahrradtour zum PermaKulturRaum-Garten) ab 20.00 Einblick in den PermaKulturRaum 21.30 Film «A-Klimatisiert» im PermaKulturRaum in Weende >>Trailer

11.7.15 Terre des Hommes-Sommerfest im Naturerlebnisbad Grone 19.00 Film «Zwischen Handarbeit und Hightech – Greenpeace im Wandel der Zeit» im Naturerlebnisbad Grone, Greitweg Trailer

 

Intelligente Lenkung von Stoffströmen / umweltverträgliche Produkte

23.11. 2007, 19 Uhr Universität Göttingen, ZHG 002 Vortrag Prof. Michael Braungart: Umweltfreundliches Wirtschaften - Veranstalter: PD Dr. Christian Jooß, Institut f. Materialphysik d. Georg-August-Universität Göttingen und Institut f. Forschung u. Bildung Göttingen (ifb) Aus 30 Jahren Diskussion über Umweltprobleme ist das Wissen entstanden, wie Stoffströme so gestaltet werden können, dass intelligente Verschwendung zu neuen, umweltverträglichen Produktionsweisen und zu neuen nicht schädlichen Produkten führt. Im Unterschied zu den derzeit propagierten Konzepten umweltschonenden Wirtschaftens geht es aber nicht darum, einen möglichst geringen "ökologischen Fußabdruck" zu erzeugen. Ein verändertes Verständnis von Sparsamkeit und Verschwendung kann vielmehr bewirken, dass nicht nur Umweltschäden vermieden werden, sondern anderen Lebewesen auch eine neue, breitere existenzielle Basis geboten wird. Hieraus ist das Cradle to Cradle-Design-Konzept von Professor Michael Braungart entstanden, welches durch die Natur inspiriert ist, in der es keine Probleme mit "Abfall" gibt. "Abfall" ist hier vielmehr gleichbedeutend mit "Nahrung". Anschaulich wird dieser Ansatz am praktischen Beispiel der niederländische Region Venlo, die dieses Konzept gemeinsam mit dem EPEA-Institut ganzheitlich umsetzen will.

Ökologische / ökonomische Optimierung von Energiepflanzen

9.10. 2007, Universität Göttingen, ZHG 002 19.30 Uhr
Der Referent, Prof. Dr.Konrad Scheffer, ist Mitglied des Institutes für Nutzpflanzenkunde an der Universität Witzenhausen/Kassel und des Interdisziplinären Zentrums für Nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen Veranstalter: PD Dr. Christian Jooß vom Institut für Materialphysik de Zukünftig werden ca. ein Drittel der ackerbaulich genutzten Flächen Deutschlands für den Anbau von Energiepflanzen zur Verfügung stehen. Damit kann die Landwirtschaft in Deutschland einen erheblichen Beitrag zu einer Energiewende leisten. Voraussetzungen sind hohe Flächenerträge verbunden mit ökologischen Anbaumethoden und hohe Nutzungseffizienz der Energiepflanzen. Die Umwidmung des Ackerbaus in eine neue Dreifelderwirtschaft (Nahrung, Futter, Energie) beinhaltet die große Chance, zumindest das neue Drittel nach ökologischen Richtlinien ohne wirtschaftliche Einbußen zu nutzen. Gegenwärtig liegt diese bezogen auf den Energiegehalt der Gesamtpflanze zwischen ca. 10 % (Biodiesel, Ethanol) und ca. 40 % (Strom und Wärme aus Biogas), weil große Anteile der Pflanze ungenutzt bleiben und/oder der Energieverbrauch bei der Konversion zu Endenergie zu hoch ist. Gegenwärtig steht die Gewinnung von Biogas aus landwirtschaftlichen Nutzpflanzen an erster Stelle. Die jetzigen Bedingungen fördern unverhältnismäßig Monokulturen von Mais. Neben Pflanzenvielfalt und ökologischen Anbaumethoden muss nach Wegen gesucht werden, die Effizienz der Energieausbeute aus Biomasse bei niedrigeren Verfahrenskosten zu erhöhen. Ein neues Verfahren strebt an, die Pflanzenvielfalt in diesem Bereich entscheidend zu steigern und die Energieausbeute ohne Schadstoffeinsatz bedeutend effizienter zu machen.

Für eine Wende zur Solar- und Kreislaufwirtschaft

Dienstag. 20. März 2007, 19:30 Uhr,im DGB-Haus, Obere Maschstraße 10
PD Dr.Christian Jooß Eine Wende zur Solar- und Kreislaufwirtschaft ist dringend notwendig, um die drohende Entwicklung zu einer globalen Klima- und Umweltkatastrophe aufzuhalten. In dem Vortrag wird die Frage aufgeworfen, ob die derzeit im Kyoto -Prozess verfolgten neoliberalen Ansätze des Emissionshandels nicht zu einer entscheidenden Bremse für einen wirksamen Klimaschutz geworden sind.
Befürworter des vereinbarten Kyoto-Prozesses argumentieren so, als wäre die Atmosphäre eine riesige kostenlose "Müllhalde" für Emissionen. So wie die Müllentsorgung ihren Preis habe, müsse auch heute die Atmosphärenbenutzung einen festen Preis haben, um Emissionen zu kontrollieren. Dieser neoliberale Ansatz macht das Recht zu verschmutzen zu einer Funktion der ökonomischen Stärke. Der Verschmutzungshandel wird zu einem Instrument des Konkurrenzkampfes darum, wer verschmutzen darf und wer nicht. Er bedeutet eine Privatisierung des öffentlichen Gutes Luft. Konzentration des (Verschmutzungs)-Kapitals, Konkurrenzkampf um die Beherrschung von Verschmutzungsanteilen, Ruinierung der Schwächeren und Fixierung auf privaten Gewinn werden zu entscheidenden Triebkräften.
Anstatt das Verursacherprinzip zur Grundlage des Klimaschutzes zu machen, degeneriert der Kyoto-Prozess das Erdklima zu einem Spekulationsobjekt. Es liegt in der Natur dieses Ansatzes, dass jede Regierung oder jeder Konzern nur bestrebt ist, für sich am meisten herausholen.
Basierend auf neueren Untersuchungen der Klimaveränderung werden Alternativen für eine Wende zur Solar- und Kreislaufwirtschaft formuliert.
Die Veranstaltung ist öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen !Institut für Forschung und Bildung (IFB), VUK,Göttinger Wissenschaftlerinnen für Frieden und Abrüstung, Evangelische Studierendengemeinde (ESG) Göttingen

Standort Erde - Ein vernetztes und verletzliches System

Dienstag, 30. Januar, 2007, 19.30 Uhr, DGB-Haus, Obere Maschstr. 10,
Referent: Prof. Dr. Jürgen Schneider, Universität Göttingen, Geologie u. Paläontologie Zeit: Der Umweltgeologe Prof. Dr. Jürgen Schneider wird in seinem Vortrag auf einige grundsätzliche Fragen zu den globalen Problemen und Gefährdungen unseres Planeten aus der Sicht der Umwelt-Geowissenschaften eingehen. Dies sind insbesondere: - Das System Geobiosphäre und seine Evolution seit 4,5 Mrd. Jahren - Kurze Darstellung zur Lage der globalen Umwelt - Grundfragen zum Verständnis von Systemen und Regelkreisen - Entropie-Gesetz und ökonomisches Wachstum - Probleme und Möglichkeiten ökonomischen Wachstums vor dem Hintergrund endlicher Ressourcen - Wie kann zukünftiges menschliches Handeln für eine niederentropische und friedliche Gesellschaft aussehen?


Neue Arbeitsplätze durch Energieabgaben

ESG von Bar Str. 2-4, 21.2.06, 19.30 Uhr Die Probleme auf dem Arbeitsmarkt und bei den Sozialkassen spitzen sich immer weiter zu. Der Vortrag bringt die Wachstumsabhängigkeit in Zusammenhang mit der fast völligen Ignorierung des Produktionsfaktors Energie. Die fundamentale Schieflage zwischen den Produktionsfaktoren Energie und menschliche Arbeit führt laut Grahl dazu, dass teure und relativ produktionsschwache menschliche Arbeitskraft im Zuge von Rationalisierung und Automatisierung permanent durch billige und hocheffiziente "Energiesklaven" ersetzt würden. Die eigentlichen Ziele "Vollbeschäftigung" und soziale "Absicherung" würden durch diese Wachstumsideologie in einem scheinbar unauflösbaren Grundkonflikt geraten, der in der kaltschnäuzigen Formulierung gipfele, sozial sei alles, was Arbeit schaffe. Im Lichte dieser Analyse werden die Gedankenfehler der heutigen Reformdiskussion kritisch unter die Lupe genommen. Die Heranziehung des Faktors Energie zur Finanzierung des Staates und der Gemeinschaftsaufgaben erscheint aus dieser Perspektive als Schlüssel, um die Massenarbeitslosigkeit und die Krise der Sozialsysteme und Staatsfinanzen zu überwinden. Dr. Referent: Dr. Jürgen Grahl vom Mathematischen Institut der Universität Würzburg ist stellvertretender Vorsitzender des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV). Veranstalter: Institut für Forschung und Bildung (IFB), VUK, Göttinger Wissenschaftlerinnen für Frieden und Abrüstung, Evangelische Studierendengemeinde (ESG)


Scheitern des Klimaschutzes à la Kyoto und notwendige Alternativen

Dienstag 24. Januar 2006 Priv. Doz. Dr. Christian Jooß, Universität Göttingen, um 19:30 Uhr Evangelische Studierendengemeinde, Von Bar Str. 2-4
Zum Vortrag: Schon jetzt ist bereits ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung direkt oder indirekt von sich verstärkenden Klimaveränderungen betroffen. Wasserknappheit durch Dürre, Extremereignissen, wie Wirbelstürme, Hitzerekorde Überschwemmungen, eine zunehmende Zahl von Umweltflüchtlingen: Mehr als 2 Milliarden Menschen wurde seit 1994 Schäden zugefügt, der materielle Verlust addiert sich seither auf mehrere 100 Milliarden Euro*. Der Vortrag wird eine allgemeinverständliche Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes zu Ursachen und Folgen der Klimaveränderung geben. Dabei wird aufgezeigt, dass einige verstärkende Rückkopplungseffekte, wie die Freisetzung von Methan durch Auftauen der Permafrostböden bereits eingesetzt haben. Die Entwicklung in eine globale Klimakatastrophe beschleunigt sich dadurch erheblich. Der Vortrag befasst sich ebenso mit den notwendigen und möglichen Maßnahmen zum Klimaschutz. Dazu werden das UN Klimaschutzprogramm und das Kyoto Protokoll kritisch analysiert. Es wird aufgezeigt, dass die neoliberalen Instrumente des Kyoto Prozesses, wie z. B. "Emissionshandel" und "Clean Development Mechanisms" zum Milliardengeschäft für internationale Konzerne und Banken werden – jedoch zum Klimaschutz kaum beitragen. Wird das Erdklima den Profitinteressen geopfert? Wird die Öffentlichkeit mit "Erfolgsmeldungen zum Klimaschutz" irregeführt? Tragen Umweltverbände durch Einbindung in den Kyoto Lobbyismus in fataler Weise zur Lähmung der Umweltbewegung bei? Diese Fragen, sowie tatsächlich notwendige internationale Klimaschutzmaßnahmen und die Wege ihrer Durchsetzung werden zum Abschluss des Vortrages behandelt.
*Weltkatastrophenbericht des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes 2005


Kyoto-Protokoll – Kohlendioxidimmissionen wirkungsvoll reduzieren

Dienstag, 7. Juni 2005, Prof. Dr. Aloys Hüttermann,
Der Chemiker und Forstprofessor Dr. Aloys Hüttermann hat nachgewiesen, dass ein Hektar Wald in einem Zeitraum von 50 Jahren 2000 bis 3000 Tonnen Kohlendioxyd in Form von Holz und Humus akkumuliert. Hüttermann plädiert demzufolge für großflächige Aufforstungen. Der Kyoto-Prozess zielt darauf ab, die Kohlendioxid-Emissionen insgesamt zu reduzieren. Hierfür wurden Mechanismen ausgearbeitet, die sowohl Reduktionen beim Emittenten als auch den Aufbau von geeigneten Senken, dies ist beispielsweise die Aufforstung von Wäldern, wirtschaftlich belohnen. Auch die ärmeren Länder können sich so Hüttermann durch großflächige Aufforstungen mit anschließender Konversion der Biomasse in Elektrizität oder Energie-Chemikalien an diesem Prozess zu beteiligen. Rückfragen: Prof. Dr. Rolf Bertram, Tel. 0551-24369 oder Dr. Eckhard Fascher, Tel. 0551-7895805 Veranstalter: Institut für Forschung und Bildung (IFB) Frieden, Umwelt und globale Gerechtigkeit Evangelische Studierendengemeinde (ESG)

Kyoto-Protokoll, Klimaschutz und Chancen für den Wald

Podiumsveranstaltung am Do. 21.04.05 in 19.30 Uhr, Holbornsches Haus Kyoto-Protokoll, Klimaschutz und Chancen für den Wald - Heutige Möglichkeiten und neue Ziele Am 16. Februar 2005 ist das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten. Dessen Ziele und Maßnahmen zu Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen gelten bis zum Jahr 2012. Für Deutschland bedeutet das eine Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 21 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990. Der Handel mit Emissionszertifikaten ist ein Mechanismus, der einen Anreiz zur Vermeidung von Kohlendioxid-Ausstößen bieten soll. Eine interessante Maßnahme aus ökologischer Sicht ist die Förderung von Wäldern (zum Beispiel durch Aufforstungen) um Kohlenstoff langfristig zu binden und dadurch die Erwärmung der Erdatmosphäre zu verlangsamen. Diese Möglichkeit ist für Entwicklungsländer vorgesehen, nicht aber für unsere heimischen Wälder, obwohl das im Rahmen der regionalen Umsetzung des Kyoto-Protokolls für eine Förderung von Holzfeuerung wichtig sein könnte. Die Argumente der Bundesregierung lauten: Eine Anrechnung unserer Wälder auf die Kyoto-Verpflichtungsziele würde die Anstrengungen zur technologischen Verminderung von Treibhausgasen negativ beeinflussen. Der Kyoto-Prozess geht weiter. Wir wollen Chancen und Möglichkeiten diskutieren, die mit diesem Prozess verbunden sind. Ein Schwerpunkt wird mit Hinblick auf die Bioenergieregion Südniedersachsen das Thema Wald sein. Es diskutieren Dr. A. Freibauer vom Max-Planck-Institut für Biogeochemische Kreisläufe in Jena Dr. U. Fuentes vom Bundesumweltministerium Dr. W. Zimmek. Landwirtschaftskammer Hannover und Beauftragter des Deutschen Forstvereins für Klimaänderungen Prof . em. Dr. A. Hüttermann, Forstbotanik, Uni Göttingen Martin Worbes Für den Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen

Brotkünste versus Kunstbrot

zu den Beziehungen zwischen Technik, Wissenschaft, und Politik im Hinblick auf gesellschaftliche Entwicklung.
Dienstag, 21. Juni 2005, Prof. Dr. Siegmar Groeneveld ESG

2008
9.8.08 Marktplatz 11 Uhr Kundgebung, Demonstration mit Rädern, Antirassismus und Klimaschutz

4.11.08 Neues Rathaus ab 18.00 Uhr im Ratssaal , Informationsabend zum Entwurf für einen Luftreinhalteplan. Herwig Neufeldt (Nds. Ministerium für Umwelt und Klimaschutz) und Dr. Michael Köster (Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim) referieren über Anforderungen an Kommunen zur Luftqualität. Antje Janßen (Gutachterbüro PGN/Kassel) : "Maßnahmeprüfungen und Wirkungsanalyse für Göttingen". Moderation: Heinz Mazur (Ingenieurbüro PGT/Hannover).
8.12.08 DGB-Haus, Veranstaltungssaal 1. Stock, Vortrag "Maximalprofite kontra Klimaschutz: die Machenschaften der Öl- und Energiemonopole", Ref. Dipl. Physiker Jonas Norpoth,


2010
4.3.10 Paulinerkirche 11.00 Uhr Regionalgespräch des Nds. Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit "Klimaschutz in der Siedlungsentwicklung" u.a. mit Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Stadtbaurat Thomas Dienberg,
22.4.10 Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke 16.00 Uhr 57. öffentliche Sitzung des, Zi. 118, 1. OG., Neues Rathaus. Themen u.a.: Klimaschutzkonzept für Göttingen
27.4.10 Bau- und Umweltausschuss Ab 16.00 Uhr im Sitzungssaal 118 im Neuen Rathauses , Themen u.a.: Fachprogramm der Stadt im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes, Budgetbericht per 31. Dezember 2009, Jahresbericht 2009 des Umwelt- und Naturschutzzentrums (GUNZ).
19.-24. April 2010 Klimaschutz konkret im Rathaus: Kühlschränke ausstauschen Im Laufe der Jahre ist die Anzahl veralteter und größtenteils auch privat beschaffter Kühlschränke im Neuen Rathaus auf 104 Geräte angestiegen, die für einen CO2-Ausstoß von fast 15 Tonnen im Jahr sorgen. Durch das Energiereferat werden nun die 104 alten Kühlschränke entsorgt und gegen 47 neue, umweltfreundliche A++-Modelle ausgetauscht. Ergebnis: Nur noch an einigen zentralen Stellen werden im Neuen Rathaus künftig Kühlschränke vorgehalten. Dadurch werden über 80 Prozent der Emissionen vermieden.

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