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EPIZ

EPIZ Entwicklungspolitisches Informationszentrum, e.V.
IFAK Institut für angewandte Kulturforschung e.V.
Wilhelmplatz 3· 37073 Göttingen Tel.: 487141 ,
ifak@comlink.org

> Südafrika-Veranstaltungen / MUKA Kids
> Eine-Welt-Adressen

Im Entwicklungspolitischen Informationszentrum haben sich seit herbst 2001 verschiedene Vereine und Initiativen unter einem Dach zusammengefunden, die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit leisten, interkulturelle, friedensbewegte und migrationsbezogene Themen bearbeiten und Aktivitäten entfalten. Sie informieren in unterschiedlichen Formen und Ausrichtungen über internationale Beziehungen und Verflechtungen und stellen die Situation in Entwicklungsländern sowie das Verhältnis zwischen Nord und Süd in den Mittelpunkt. Im Archiv hält das EPIZ vielfältige Bücher, Broschüren und Unterrichtsmaterialien zu entwicklungspolitischen Themen zur Ausleihe bereit.

Das EPIZ ist Anlauf- und Informationsstelle für entwicklungspolitische Fragen und Projekte und richtet sich an interessierte Gruppen und Einzelpersonen, Schulen und Lehrkräfte, MultiplikatorInnen und Studierende. Im EPIZ gibt es ein Archiv mit Leihbücherei sowie einen Seminarraum, der auch vermietet wird. Fair gehandelte Produkte können ab Lager gekauft werden.

Am 31.1.07 präsentierte das EPIZ seine neuen Räume im Gebäude der Mensa am Wilhelmsplatz im 1. Stock.

Ein Blick in die neuen Räumlichkeiten

Von links nach rechts, die VertreterInnen der ansässigen Gruppen und Initiativen des EPIZ

Regina Begander, Institut für angewandte Kulturforschung (IFAK)

Dipl. Psych. Andrea Rasch Rechtspsychologische Praxis - forensisch-psychologische und ethno-psychologische Begutachtung

Bahman Ayegh, Iran Solidaritätsverein

Markus Hirschmann Deutscher Entwicklungsdienst (DED) Regionale Bildungsstelle zum Aktionsprogramm 2015

Dr. Roland Drubig (IFAK)

Joëlle Blache, Ethnologin, Übersetzungen und Webdesign

Dipl. Psych. Sonar Thuna , Rechtspsychologische Praxis

Desweiteren ist noch die "Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke", das "Archiv für Umwelt und Entwicklung" , der "Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen" (VEN) und die "Kritische Ökologie" unter der Adresse des EPIZ erreichbar.

Die Einrichtungen im EPIZ sind überwiegend ehrenamtlich aktiv und freuen sich über interessierte MitstreiterInnen. Neben den gemeinnützigen Organisationen sind in den Räumen auch zwei Geschäftsinitiativen untergebracht, die aber beide im inhaltlichen Zusammenhang mit dem Aufgabengebiet des EPIZ stehen.So begutachtet die Rechtspsychologische Praxis gerade auch Fragen mit interkulturellem Hintergrund und das Media-Büro leistet Übersetzungs- und Medienarbeit für das Themengebiet.

zum Anfang

Filmreihe : Arbeit - Wirtschaft - Globalisierung - Armut 8.3. -15.3.07

Das Festival "über arbeiten" wurde organisiert von der Berliner Gruppe EYZ 3 im Rahmen des Gesellschafter-Projekts der "Aktion Mensch". In Göttingen zeigt das LUMIERE fünf der Filme in Zusammenarbeit mit dem EPIZ (Entwicklungspolitisches Informationszentrum) und vielen lokalen Gruppen. über arbeiten präsentiert Dokumentarfilme, die die Themen Arbeit, Wirtschaft und Globalisierung umkreisen. Die Filme stellen Fragen nach der Zukunft und dem Wert von Erwerbsarbeit für unsere Gesellschaft. Sie zeigen globale Verbindungen zwischen den verschiedensten Lebens- und Arbeitswelten und die internationalen Verflechtungen von Großkonzernen.

Donnerstag 8.3. um 19.30 Uhr : China Blue USA 2005, OmU, Regie: Micha X. Peled
Ein Film der die unglaublichen Zustände bei der Textilherstellung "Made in China" beschreibt. Anschließend berichten Cornelia Renders vom Frauenforum Göttingen und Gisela Heußel vom Arbeitskreis "CCC" des Ev. Frauenwerks über die "Kampagne für saubere Kleidung"..- Zum Internationalen Frauentag

Sonntag, 11. 3. 19.30 Uhr : Abschalten APAGA Y V?MONOS Spanien 2005, OmU Regie: Manel Mayol
Ein chilenischer Wasserkonzern baut einen Staudamm und vernichtet die Lebensgrundlagen der indigenen Kultur der Mapuche. - Nach dem Film gibt es Filmgespräch mit Yvonne Bangert und Iris Castro von der Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen.

Montag 12.3. um 19.30 Uhr : Des Wahnsinns letzter Schrei BRD 2005, . Regie: Bärbel Schönafinger, Tanja von Dahlern
Die Befürworter der globalisierten Arbeitswelt werden in diesem Dokumentarfilm den davon Betroffenen gegenübergestellt.
Nach dem Film gibt es ein Gespräch mit Manfred Grönig, Dr. York Winkler vom VEBF, Dr. Joachim Bons von der ALG II - Beratungsstelle , Edgar Schu, Aktionsbündnis Sozialproteste u.a.

Mittwoch, 14. 3. 19.30 Uhr : Schwarzes Gold BLACK GOLD England 2006,, OmU Regie: Marc und Nick Francis
Der Film über den Kaffeehandel
Nach dem Film gibt es ein Filmgespräch mit Stefan Bockemühl, Geschäftsführer der El Puente GmbH und einen Infostand des Weltladens Göttingen

Donnerstag 15.3. um 19.30 Uhr : ENRON - The Smartest Guys in the Room USA 2005, 109 Min., OmU Regie: Alex Gibney
ENRON Der Energie-Konzern, bei dessen Insolvenz 20.000 Menschen ihren Job verloren, gründete sein Geschäft auf konsequentes Bilanzfälschen. Schamlos hatten die verantwortlichen Manager sich persönlich bereichert und dabei zwei Milliarden Dollar an Pensionsfonds ihrer Mitarbeiter vernichtet. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die Details dieses Börsenkrimis.
In Zusammenarbeit mit der DGB Jugend Göttingen Nach dem Film wird es ein Gespräch mit Matthias Fricke, einem Betriebsrat bei der TELECOM geben, der über die Situation in Deutschland und speziell in Göttingen berichten wird.

 

Aktionswoche für globale Gerechtigkeit vom 8.-16.4.05

Ein halbes Jahr vor der nächsten WTO-Konferenz in Hongkong sagen Menschen aus allen Teilen der Welt NEIN - Nein zu den immer noch ungerechten Strukturen der Welthandelsorganisation (WTO) und ihrer Politik. Unter dem Motto "Setting the peoples' agenda" werden in dieser Woche in mehr als 70 Ländern Aktionen stattfinden. In Deutschland hat das Bündnis "Gerechtigkeit jetzt ! - Die Welthandelskampagne" federführend die Koordination der Aktionswoche übernommen. Ihm gehören 36 Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Kirche, Umwelt, Menschenrechte und Gewerkschaften an, darunter Brot für die Welt, Misereor, IG Metall und Terre des Hommes.

Im Mittelpunkt steht die Ansichtskartenkampagne. Unter dem Motto "Gerechtigkeit ist keine Ansichtssache" werden Wirtschaftsminister Clement vier Forderungen mit auf den Weg nach Hongkong gegeben: Die Forderung der EU nach einer Öffnung der Märkte des Südens für europäische Wasserkonzerne soll zurückgenommen werden, da der Zugang zu Wasser ein Menschenrecht ist; internationale Umweltabkommen sollen Vorrang vor WTO-Regeln haben, da die Umwelt unsere Lebensgrundlage, keine Ware ist; die Zivilgesellschaft und der Deutsche Bundestag sollen mehr Einfluss gewinnen - Handelspolitik soll nicht den Interessen der Wirtschaftslobbyisten untergeordnet werden, sondern demokratisch gestaltet sein; und die kleinbäuerliche Landwirtschaft und die Produktion von Grundnahrungsmitteln sollen wirksam geschützt und nicht dem Diktat des Wettbewerbs unterstellt werden, da Ernährung ein Menschenrecht ist.

Mit Informationsständen und szenischem Straßentheater machen die VeranstalterInnen in Göttingen auf diese Ungerechtigkeiten im Welthandel aufmerksam und sammeln Ansichtskarten für Minister Clement. Das ausführliche Programm finden Sie im folgenden.

Programm der Aktionswoche in Göttingen:

Montag, 4.4. und Dienstag, 5.4.05, jeweils um 20 h im Lumière:
"Darwins Alptraum"
F/A/B 2004, Regie: Hubert Sauper. Ein Film über ungewöhnliche Handelsströme zwischen Afrika und Europa.

Mitte März bis Mittwoch, 13.4.05
Ansichtskartenkampagne:
Schreiben Sie Postkarten unter dem Motto "Gerechtigkeit ist keine Ansichtssache" an Wirtschaftsminister Clement! Karten und Sammelboxen finden Sie im Gromo Café, im Weltladen, im Roten Buchladen, an unseren Ständen und bei den Filmvorführungen. Unterstützen Sie damit die vier Kernforderungen der Aktionswoche. Die Postkarten werden am Samstag, den 16.4.05 Minister Clement in Berlin überreicht.

Montag, 4.4. bis Freitag, 22.4.05
Abenteuer Regenwald - eine Mitmachausstellung
zum Thema Regenwälder Südamerikas, Afrikas und Südostasiens, die als Lieferanten von Lebensmitteln, Genussmitteln und Zimmerpflanzen eine große Bedeutung für uns haben.
Die Ausstellung wird vom DED - Regionale Bildungsstelle u.a. in der BBS III im Ritterplan 6 in Göttingen gezeigt. Infos unter Tel. 0551 / 73200, Führungen möglich.

Samstag, 9.4.05 ab 10 h am Gänseliesl:

  • Informationsstand zur globalen Aktionswoche und ihren Forderungen an die internationale Handelspolitik. Alle beteiligten Gruppen informieren an einem gemeinsamen Stand und stellen sich vor.
  • Monopoly-live - Das große Spiel des Welthandels: dramatisch - spannend - unfair!
    Dargestellt von Attac Göttingen
  • "Aktionswoche für globale Gerechtigkeit" auf dem Wochenmarkt
    Am Weltladenstand gibt es ein buntes Programm

Sonntag, 10.4.05 10 h Bethlehemgemeinde, Londonstr. 11a , Religiöse Veranstaltung zum Thema der Aktionswoche

Dienstag, 12.4.05 17-19 h am Gänseliesel
Mitmachaktion zur Welthandelspolitik. Mit einem inszenierten Tauziehen und einem Infostand des Weltladens soll auf die ungerechte Kräfteverteilung im Welthandel aufmerksam gemacht werden

Mittwoch, 13.4.05 17-19 h am Gänseliesel
Wenn der letzte Fluss vergiftet ist... - Kann man Papier essen?
Multinationale Papierkonzerne holzen den chilenischen Urwald ab und schütten ihre giftigen Abwässer in die Flüsse. Hauptleidtragende sind die Mapuche, ein indigenes Volk Chiles.

Eine Aktion der Regionalgruppe Göttingen der Gesellschaft für bedrohte Völker

Samstag, 16.4.05 ab 10 h am Gänseliesel
Kuh frisst Regenwald Welche Folgen hat unser Konsumverhalten weltweit?
Straßentheater der Regionalgruppe Göttingen der Gesellschaft für bedrohte Völker


An der Aktionswoche für globale Gerechtigkeit beteiligen sich in Göttingen:
attac Göttingen, Regionalgruppe Göttingen der Gesellschaft für bedrohte Völker, Deutscher Entwicklungsdienst - Regionale Bildungsstelle, EPIZ - Entwicklungspolitisches Informationszentrum sowie der Weltladen.


Infos unter Tel. 0551 / 487066 (EPIZ) Kontakt: Regina Begander

 

 

 Veranstaltungsreihe 8.9.-2.11.04 :
Südafrika – 10 Jahre nach dem Ende der Apartheit
In Göttingen führt das Entwicklungspolitische Informationszentrum (EPIZ) im Herbst eine Veranstaltungsreihe durch, um an das Ende der Apartheid vor zehn Jahren zu erinnern und die aktuelle Lage in Südafrika zu beleuchten. Einen Teil des Programms bestreiten die MUKA-Kids

Muka-Kids
Die Mukakids sind Kinder aus Johannesburg/Südafrika, die irgendwann anfingen sich Vorführungen auf der Straße auszudenken und damit bettelten. Irgendwann bekamen sie Unterstützung durch Erwachsene, wurden in Projekte eingebunden und schwups nun tauchen sie in Göttingen auf. Es gibt noch eine Reihe anderer Kindertheaterprojekte, die Gruppe "Terra Nostra" in Bremen hält seit 5 Jahren Kontakt zu verschiedenen Projekten und hat   zusammen mit anderen Institutionen bereits fünf "Kinderkulturkarawanen" projektiert.
Die MUKA-Kids aus Johannesburg / Südafrika waren in der Zeit vom 5. bis 8.9.2004 zu Gast im Raum Göttingen. Die MUKA-Kids eröffneten die Veranstaltungsreihe mit einem Musik- und Tanzworkshop am 6. 9. in der IGS Göttingen, wo sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der IGS tanzen, trommeln, sich austauschen und über ihren Alltag berichteten.
Danach führten sie das Tanztheaterstück "Engel, Träume und Vulkane" am 7. 9. um 19 Uhr in der IGS (für Kinder ab 11 Jahren geeignet) auf. Thema des Stückes: Kinder aus unterschiedlichen Familien gehen in die gleiche Schule. Sie wissen nicht, dass sie etwas gemeinsam haben: den Missbrauch. Sie reagieren ganz unterschiedlich auf ihre Erfahrungen. Einige sind ganz still geworden, einige wütend oder aggressiv. Eines Tages spielen die Kinder in der Schule "Umgushe", ein typisches südafrikanisches Kinderspiel mit einer zerrissenen Strumpfhose. Soso, eine der Hauptpersonen des Stückes, kann dabei ihre tagtäglichen Erfahrungen nicht länger ertragen und beginnt ihre Geschichte zu erzählen. Auch die anderen Kinder beginnen über das zu sprechen, was sie so schwer bedrückt. In den Liedern, Tänzen und der Poesie der Kinder drücken sich Wut, Liebe, Angst, Zärtlichkeit, Tränen, Frustrationen und Vergebung aus.
Workshop "Musikalische Begegnung der Kulturen" zusammen mit der 3. Klasse der Grundschule Diemarden bietet den afrikanischen und deutschen Kindern unter Leitung von Gunter Hampel die Möglichkeit, musikalisch und tänzerisch in Austausch über ihre Lebenserfahrungen und –umstände zu treten. Die südafrikanische Gruppe wurde in dieser Zeit privat in den Familien der Grundschulkinder untergebracht und verpflegt. Koordinationsstelle Umweltbildung und Globales Lernen, Karin Schulze, Tel. 05592/906216

Ausstellung: "Township Life"
bis 6.10. im Hainberg-Gymnasium) eine Foto-Dokumentation über die Geschichte der Apartheid und das heutige Leben im Township in Südafrika. Wie wirkt das Ende der Apartheid auf den Alltag der Menschen ? Welche Hoffnungen und Erwartungen haben sie an ihr Land ? Fotos aus dem Walmer Township in Port Elizabeth und Interviews mit den dort lebenden Menschen bilden diese Ausstellung. Für Schulklassen aus anderen Schulen Anmeldung beim EPIZ erwünscht. Ein Reader und weitere Südafrika-Materialien für den Unterricht sind im EPIZ ausleihbar (z.B. "Steps for the future - Alltag im südlichen Afrika im Zeichen von HIV/AIDS" - 8 Filme auf DVD).

Musikworkshops mit Pops Mohamed
Pops ist Musiker und kommt aus der Nähe von Johannesburg / Südafrika. Als Kind nahm ihn sein Vater mit nach Kalamazoo, wo traditionelle Musik gespielt wurde. Diese zu bewahren, weiter zu geben und mit modernen Elementen zu verbinden hat sich Pops zur Aufgabe gemacht. Er präsentiert traditionelle Musik der bushmen aus der Kalahari Wüste und der Xhosa und hat bereits mehrere CDs heraus gegeben.
Pops Mohamed ist in der letzten Septemberwoche zu Gast in Göttingen und gibt Musikworkshops an Schulen. Terminvereinbarung beim EPIZ

Filmreihe Südafrika

Drei Filme, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Kampf gegen die Rassentrennung auseinandersetzen. Alle Filme sind in der englischen Originalfassung zu sehen.

3.10., 11+14 Uhr / 4.10.,15.30 Uhr / 21.10., 20 Uhr /  24.10. um 20 Uhr / 22.10., 22.30 Uhr / 23.10. , 22.30 Uhr : "Amandla ! A Revolution in Four Part Harmony" Film von Lee Hirsch,
Südafrika 2002, 104 Minuten, engl. Originalfassung. Musik: Abdullah Ibrahim, Hugh Masekela, Vusi Mahlesela, Miriam Makeba u.v.a. Der engagierte Film setzt sich mit der Rolle auseinander, welche die Musik in Südafrika im langen Kampf gegen die Rassentrennung spielte. Unter dem Apartheid-Regime war es Schwarzen verboten, laut zu singen, Lieder aufzunehmen oder Musikaufnahmen zu besitzen. Heute sind viele dieser verbotenen Lieder zu „Nationalhymnen" geworden. Die Songs waren wie Waffen im Kampf gegen die Apartheid und für die Freiheit. Interviews mit Aktivisten und Musikern, Songs, die verschiedene Musiker an verschiedenen Orten singen, sowie Archivbilder von Protestmärschen fügen sich zu einem bewegenden und mitreißenden Musikfilm. Weitere Informationen und Fotos unter www.amandla.com
Termine Preview:

26.10., 18.30 Uhr, anschließend Filmgespräch mit Angela Mai Mittwoch 27.10., 15 Uhr "Memories of Rain - Szenen aus dem Untergrund"
Film von Gisela Albrecht und Angela Mai, Deutschland / Südafrika 2003, 150 Min., in deutsch und englisch. Der durch die Berlinale bekannt gewordene Film erzählt die Geschichte von Jenny Cargill und Kevin Qhobosheane. Sie stammt aus der weißen, er aus der schwarzen Welt Südafrikas. Beide haben in führender Position beim Nachrichtendienst des African National Congress (ANC) gegen den Apartheidstaat gekämpft. Es ist die Geschichte eines Lebens im Exil, das Kevin durch die Militärcamps des ANC in Angola führte und Jenny durch die Ausbildung beim Geheimdienst in Ost-Berlin. Der Film beschreibt die persönlichen Erfahrungen zweier Menschen, wie sie aufwuchsen und Teil des Untergrunds wurden. Zugleich erzählt er auch von der Untergrund-Arbeit in Südafrika selbst, von einem auf ständige Tarnung angewiesenen Leben, das abgeschnitten von der normalen Gesellschaft ist. Ein Leben, das die individuellen Bedürfnisse denjenigen des Kollektivs unterordnet.
Gisela Albrecht, geb. 1941 in Stettin. Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Theologie. Spezialisiert auf den Schwerpunkt Südafrika. Angela Mai, geb. 1938 in East Greenwood / Großbritannien. Studium der Theaterwissenschaft. Engagement für die deutsche Anti-Apartheid-Bewegung. Beide begannen bereits 1994 mit der Arbeit an „Memories of Rain". Termine

29.10. und Sonntag, 31.10. um 20 Uhr "Back Home - Roots of a New South Africa"
Film von Marc Köbler, Deutschland 2004, 92 Min., engl. OmeU Der Film erzählt die Geschichte dreier Männer, die viele Jahre als politische Häftlinge auf der Gefängnisinsel Robben Island / Südafrika verbringen mussten. Heute kehren sie täglich auf die Insel zurück, um dort zu arbeiten und Touristen durch die Gebäude zu führen, die einmal ihr Gefängnis waren. Sie berichten über die Zeit der Apartheid, über ihre Inhaftierung und ihr Leben im neuen Südafrika. Weitere Informationen und Fotos unter www.back-home.de Termine Freitag,  Eintritt für alle Filme: 5,50 € / 4,50 € ermäßigt, für Schulklassen 2,50 € pro Person VVK und Reservierung im Cinemaxx unter Tel. 01805 - 24636299

Diskussion

28.10. 19.30 Uhr Südafrika - 10 Jahre nach dem Ende der Apartheid Deutsches Kapital am Kap - Kollaboration mit dem Apartheidregime. Eine Diskussion um das Gebaren der Global Player mit der Buchautorin Birgit Morgenrath. Südafrika ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Konzerne sich durch Menschenrechte nicht einschränken lassen wollen. Am 21. März 1960 werden bei Protesten gegen die Passgesetze in Sharpeville, Südafrika 69 Menschen erschossen. Der Notstand wird ausgerufen. Zunehmende Proteste veranlassen das Apartheidregime, sich auf Sanktionen vorzubereiten. Gleichzeitig entwickelt sich die Bundesrepublik zum wichtigsten Handelspartner des Regimes. Anhand konkreter Beispiele werden in dem Buch "Deutsches Kapital am Kap"die Praktiken deutscher Firmen dargestellt, ihr Umgang mit Gewerkschaften, die systematische Gesundheitsschädigung der Arbeiter, die Billigproduktion im Homeland, die militärische Zusammenarbeit. Anlass für das Buch ist die internationale Entschädigungs- und Entschuldungskampagne. Zwei Klagen vor US-amerikanischen Gerichten sind gegen rund 20 internationale Konzerne anhängig wegen ihrer Unterstützung der Apartheid und Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen. Auch in Deutschland ist die Kampagne schon mehrfach an die Öffentlichkeit getreten. V: Entwicklungspolitisches Informationszentrum Göttingen (EPIZ), Düstere Str. 16/17, Göttingen, Tel. 487066, ifak@comlink.org in Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben + Umwelt Ort: Theaterkeller, Geismar Landstr. 19, Göttingen

2.11. 19.30 Uhr Südafrika - 10 Jahre nach dem Ende der Apartheid Von der Apartheid zur Demokratie - die Transformation Südafrikas
Vortrag mit Stephan Kaußen, Journalist V: Entwicklungspolitisches Informationszentrum Göttingen (EPIZ), Düstere Str. 16/17, Göttingen, Tel. 487066, ifak@comlink.org Ort: Theaterkeller, Geismar Landstr. 19, Göttingen