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Gender

(Queer-) Feminismus & Medien 2015
Zukunftstag ehemals Girlsday dann Girls- und Boys-Day 2013
Demonstration zur Unterstützung der russischen PussyRiot 2012
Feministische Blaustrumpfbibliothek
Geschlecht - Grenzen - Gleichstellung - Gewalt
"Gender and Geography 2007
Antifee: "feiern gegen Sexismus und Nationalismus"
Gender: Geschlechterbewusstsein in der Bildungsarbeit
> Kritische Beschäftigung mit dem "Muttertag"

> Hot Topic / Diskussion über Pop-Feminismus und dritte Welle

 

(Ge)schlecht konstruiert?
Gender und Identität aus transregionaler Perspektive

Das Podium der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ diskutiert am 23. November 2016 um 18:00 Uhr im Adam-von-Trott-Saal des Tagungs- und Veranstaltungshauses Alte Mensa (Göttingen) die Bedeutung von Geschlecht in unterschiedlichen Gesellschaften.

Was gilt als "weiblich", was als "männlich"? Gibt es eine eindeutige Binarität der Geschlechter, die klare Grenzen zwischen Männern und Frauen bestimmt? Welche Rolle kommt naturwissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Bestimmung von Mann-Sein und Frau-Sein zu? Welche Bedeutung haben religiöse, symbolische und andere gesellschaftliche Praktiken bei der Schaffung von Geschlechternormen? Unterschiedliche Gesellschaften stellen sich die Frage nach der Rolle, Funktion und Bedeutung von Geschlecht immer wieder aufs Neue. Nicht nur daran zeigt sich die Flexibilität von vermeintlich eindeutigen und unveränderbaren Geschlechternormen. Folgende Beispiele öffnen den Horizont für eine transregionale Diskussion: Der Anteil von Universitätsprofessorinnen ist an Universitäten in Ägypten mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Japan ist zwar die drittgrößte Wirtschaftsmacht weltweit, belegt aber im Gender Gap Report des World Economic Forums Platz 101 hinter Bangladesch, Indonesien und Malaysia.

Prof. Dr. Bettina Dennerlein, Asien-Orient-Institut, Universität Zürich
PD Dr. Sabine Grenz, Institut für Diversitätsforschung, Uni Göttingen
Prof. Dr. Barbara Potthast, Historisches Institut, Universität Köln
Dr. Ronald Saladin, Institut für Japanstudien der Max Weber Stiftung
Dr. Uta Schirmer, Studienfach Geschlechterforschung, Uni Göttingen
Moderation: Jessica Staschen, Freie Journalistin

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid@maxweberstiftung.de wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf www.geisteswissenschaft-im-dialog.de.

 

Geschlechterpolitiken von rechts?

20.5.2016, findet von 14 - 19 Uhr in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz das Frühlingssymposium "Geschlechterpolitiken von rechts?" statt. Anmeldung unter info@gcg.uni-goettingen.de

>>Göttinger Centrum für Geschlechterforschung (GCG)

Gegenwärtig lässt sich beobachten, dass rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien verstärkt auf dem Terrain der Aushandlung von Geschlechterverhältnissen agieren. Einerseits werden dezidiert antifeministische Positionen formuliert, die die Propagierung einer "natürlichen" (heterosexuell-zweigeschlechtlichen) Geschlechterordnung mit einer rassistischen Agenda verbinden. Andererseits (und teils - in widersprüchlicher Weise - gleichzeitig) werden emanzipatorische Geschlechtervorstellungen (wie Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung etc.) als "abendländische" Werte behauptet, die es gegen ihre vermeintliche Bedrohung durch Einwanderung zu behaupten gelte. Dies geht einher mit einer externalisierenden Ethnisierung, Kulturalisierung bzw. Rassifizierung von Sexismus. Die enge Verschränkung von Geschlechter- und rassistischen Politiken ist für beide Varianten konstitutiv. Die offensichtliche "Attraktivität" dieser Verschränkung im rechtspopulistischen/ rechtskonservativen Lager ist unserer Einsicht nach nicht zu trennen von diskursiven Verschiebungen auch in der sogenannten "Mitte" der Gesellschaft: Geschlechterverhältnisse werden zunehmend als Gradmesser für "Rück/Fortschrittlichkeit" und "Zugehörigkeit"/"Fremdheit" eingesetzt. Das Symposium möchte gegenwärtige rechtspopulistische/ rechtskonservative Geschlechterpolitiken in ihrer Verschränkung mit Rassisierungen ausloten, nach den Zusammenhängen dieses Phänomens mit Verschiebungen in der sogenannten "Mitte" fragen und herausarbeiten, welche Konsequenzen und möglichen Strategien daraus für eine feministische und antirassistische Politik und Wissenschaft erwachsen können.

Programm
14 - 14:30 uhr begrüssung sabine hess (kulturanthropologie/ europäische ethnologie, göttingen)
14:30 - 15:30 uhr elisabeth tuider (soziologie der diversität, kassel): diskursive gemengelage: antifeminismus, rassismus und homofeindlichkeit im sprechen über eine "sexualpädagogik der vielfalt"
15:30 - 16:30 uhr imke schmincke (soziologie, münchen): geschlechterpolitiken von rechts und feministische (anti-)rassismen von links?
17 - 18 uhr gabriele dietze (europäische ethnologie, hu berlin): ethnosexismus
18 - 19 uhr abschlusspanel

 

Basisgruppe Philosophie
Gender Trouble. Körper, Identität und Feminismus bei Judith Butler

21.1. Vortrag 'Philosophie und Geschlecht – oder: Das Schweigen der Rezeption' von Friederike Kuster fällt aus

29.1. 16 Uhr, VG 1.103 (Video-Vortrag) Claudia Gillberg Concepts and practices of participation: Feminist pragmatism and methodological implications fällt auch aus

8.2.16 5.2.16 Gender Trouble. Körper, Identität und Feminismus bei Judith Butler Vortrag, Konstanze Hanitzsch (Uni Gö) auf einer Veranstaltung der Basisgruppe Philosophie18 Uhr, VG 2.101 Adorno-Preisträgerin Judith Butler , sagt von sich "als Wissenschaftlerin vertrete sie „radikal ethische Positionen auf der Grundlage des jüdischen philosophischen Denkens.“

(Queer-) Feminismus & Medien

Veranstaltende: Fachgruppe Geschlechterforschung c/o FSR Sowi

8.2.16 (Queer-) Feminismus & Medien Nina Kiel Girls don't play games ZHG 002 , 18 - 20 Uhr .Die Vorstellung des Mediums Spiel als Männerdomäne hält sich beharrlich, gerade in der dahinterstehenden Industrie. So begegnet man dort bis heute traditionellen Geschlechterrollen - von der Jungfrau in Nöten bis zur schwerbewaffneten Testosteronbombe - und einer ästhetischen Inszenierung von Weiblichkeit. Diese zeigt sich vor allem in stark erotisierter Werbung, während Sex im Spiel immer noch tabuisiert wird. Nina Kiel lebt und arbeitet als freischaffende Illustratorin und Spielejournalistin in Düsseldorf.

20.1.16 verschoben PornoPopPower - Gender in der populärkulturellen Aufmerksamkeitsökonomie, Referentin: Prof. Dr. Paula-Irene Villa Universität München,, ZHG 005 - 18 - 20 Uhr PornoPopPower - Gender in der populärkulturellen Aufmerksamkeitsökonomie. In feministischen Konstellationen war und bleibt Pornographie immer schon umstritten. Leidenschaftlich verbittert streiten sich PorNo und PorYes-Positionen seit den 1970?er Jahren in regelrechten "Sex Wars" (Duggan 1995). Für die Gegenwart sprechen manche (mehr oder weniger feministische) Kommentator_innen kulturpessimistisch von einer ´Pornographisierung der Gesellschaft´ und meinen dabei auch, eine allgemeine ´sexuelle Verwahrlosung´ der Jugend zu erkennen. Andere wiederum feiern die sich von der Moral befreienden Pornographie als positive Normalisierung pluraler Begehren. In diesen Zusammenhang ist das Phänomen des ´pornographischen Empowerment' besonders interessant. Empirisch wird es entlang von Clips (z.B. von Lady Bitch Ray, Rihanna, Madonna, Lily Allen, Kelis) darum gehen, die These zu explizieren, dass sich im pornographischen Empowerment Leistung und Disziplin mit der Lust an und Begehren nach Macht und Kontrolle lustvoll vermengen. "

14.12.15 Toni Tholen "Männlichkeit - Schreiben - Sorgen. Überlegungen zu Texten von Peter Handke, Karl Ove, Knausgård und Arno Geiger" ZHG 002 - 18- 20 Uhr

in der Gegenwartsliteratur ist ein neues, ausgeprägtes Interesse am Phänomen des Sorgens zu beobachten. Und dies nicht nur auf der thematischen Ebene etwa von Familiennarrationen und familialen Konfigurationen, sondern auch auf der Ebene des Schreibens und der poetologischen Reflexion. Hinzu tritt bei einigen Autoren ein ausgeprägtes Interesse an der Reflexion von Männlichkeit bzw. männlicher Identitätskonstruktion in Auseinandersetzung mit der eigenen Schreibarbeit und mit eigenen Erfahrungen als sorgender Familienmann (als Vater, Sohn, Ehemann, Partner etc.). Toni Tholen, Dr. phil., ist Professor für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim.

 

Zukunftstag ehemals Girlsday dann Girls- und Boys-Day 25.4.13

Kommentar goest: Für alle Institutionen, die sich daran beteiligen, sollten unbedingt auch die Lohn- und Gehaltsmöglichkeiten dargestellt werden, damit klar wird, in welchen Bereichen weniger verdient wird und ob Männer und Frauen dort gleich bezahlt werden. Ein eigenes Lernziel könnte auch das Verhalten bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sein und die Information über Gleichstellungsstelle (Frauenbüro) sowie Betriebsrat bzw. Personalrat.

Zukunftstag bei der Stadtverwaltung 125 Schülerinnen und Schüler haben auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, unter anderem bei der Feuerwehr, in den Kindertagesstätten, bei den Göttinger Entsorgungsbetrieben oder im Fachdienst Ordnung Eindrücke zu sammeln. Ziel ist die zukünftig stärkere geschlechtsunabhängige Berufswahl. Erzieher, Feuerwehrfrauen und IT-Systemelektronikerinnen sind auch bei der Stadt Göttingen die Ausnahme. "Im Zuge der Interkulturellen Öffnung will die Stadt auch Jugendliche mit Migrationshintergrund noch stärker für eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung begeistern. Entsprechend wurden gezielt Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zum Zukunftstag eingeladen, um Einblicke in die vielen verschiedenen Tätigkeitsbereiche in der Stadtverwaltung zu vermitteln." (Nach PM Stadt)

Zukunftstag im Weender Krankenhaus Schülerinnen und Schüler schnuppern in medizinische Berufe hinein. Schülerinnen und Schüler erhalten an diesem Aktionstag Einblicke in verschiedene Berufe, die geeignet sind, das traditionelle, geschlechtsspezifisch geprägte Spektrum möglicher Berufe für Mädchen und Jungen zu erweitern.Zwanzig Mädchen und Jungen erkunden verschiedene medizinische Berufe, die sie vielleicht selbst bisher nicht für Ihre Berufsplanung in Betracht gezogen haben. So werden die Schülerinnen und Schüler in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) sich gegenseitig die Arme eingipsen, im Therapiegarten an einer Gehschule teilnehmen und mit der Hygienefachkraft die richtige Händehygiene üben. Ein Oberarzt gibt mit der Endoskopie Einblicke in den menschlichen Körper. (Nach PM EKW)

Zukunftstag im Uniklinikum Instrumentieren, Verbinden und Gipsen, Blutdruck messen: Zukunftstag in der UMG Mitmachaktionen rund um die Berufe in der Pflege für 50 Mädchen und Jungen von 8:00 bis 14:00 Uhr in der Osthalle Klinikums Wie fühlt es sich an, mit OP-Besteck zu arbeiten? Wie hilft man richtig in einer Notfallsituation? Wie ist es, übergewichtig zu sein? Zu diesen und weiteren Themen finden am Zukunftstag in der UMG Mitmachaktionen rund um den Pflegeberuf statt. Neben den Aktionen in der Osthalle werden der Rettungshubschrauber „Christoph 44“, die Notfallrettung sowie das Lehr- und Simulationszentrum der UMG besichtigt. „Berufe in der Pflege entdecken

Zukunftstag bei der Rentenversicherung Am Zukunftstag lernen junge Menschen auch bei der Deutschen Rentenversicherung typische Berufe des jeweils anderen Geschlechts kennen. Ob bei Krankheit, einem Unfall oder Todesfall – wenn es ernst wird, können sie hier auf ein ganzes Leistungspaket bauen, teilte die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover jetzt mit. Einen Zukunftstag ganz anderer Art können Schülerinnen und Schüler jederzeit im Klassenzimmer erleben: Mal eben 50 Jahre hinter sich lassen und über die eigene Altersversorgung fachsimpeln, das ermöglicht die bundesweite Jugendinitiative „Rentenblicker“. Hier erklären Referenten der Deutschen Rentenversicherung den jungen Menschen das Prinzip der sozialen Absicherung und die Möglichkeiten der Altersvorsorge, um sie frühzeitig bei einer eigenverantwortlichen Lebensplanung zu unterstützen. Referenten sowie kostenloses Unterrichtsmaterial (Lehrer- und Schülerhefte sowie Jugendbroschüren) können telefonisch unter 0511 829-1032 angefragt werden. 11/13 Weitere Infos: www.rentenblicker.de (Nach PM Rentenversicherung)

 

Demonstration zur Unterstützung der russischen PussyRiot


Pussy Riot in einer Metrostation

Russische Feministinnen der PussyRiot Punkband protestieren gegen das Macho-System Putins

Die pure Meinungsäußerung und die Auftritte werden wie kriminelle Akte verfolgt. Gleichzeitig werden die jungen Frauen bei ihren Aktionen auf den Straßen von uniformierter Polizei gehindert von Zivilen gewalttätig angegriffen.

Es wäre schön, wenn sie durch den internationalen Protest Unterstützung erfahren würden.

Meinungsäußerungen gegen Putin mit Haftstrafen beantwortet

Am 21.4.12 gab es eine kleine Demonstration ab Nikolaikirche durch die Weender Straße, die auf die Proteste von Mitgliedern einer russischen Frauenpunkgruppe aufmerksam machen wollte, die nach einer Protestaktion verhaftet wurden. Putin selbst habe angekündigt, dass er sich um eine Bestrafung kümmern wolle, weil sie in der Kirche gebetet hatten, die Jungfrau Maria möge Feministin werden und sie von Putin befreien. Auf dem in der Weender Str. verteilten Flugblatt heisst es u.a.: "Während die Demonstrationen von der Polizei eingepfercht sind, tauchen "Pussy Riot" irgendwo in Moskau plötzlich auf, mit buten Strumpfmasken und Gitarren und verwandeln eine Metrostation, eine Straßenecke oder einen Omnibus in einen Kundgebungsplatz. Stets mit Kameras unterwes, damit sich ihre Aktionen auch weit über die Moskauer Innenstadt hinaus verbreiten." Nachdem sie nun in einer Kirche gegen Putin demonstriert hatten wurden sie verhaftet und müssen eine langjährige Haftstrafe befürchten zumal Putin angekündigt hat dass er für eine Bestrafung sorgen werde.

Putin-Freund Schröder darf beim Uni-Jubiläum in Göttingen reden

Für den 29. Mai wurde angekündigt dass Gerhard Schröder, anlässlich des 275jährigen Uni-Jubiläums während des Festaktes ein Grußwort in der Aula am Wilhelmsplatz sprechen darf. Schröder steht in den Diensten von Gazprom und arbeitet mit Putin zusammen. Erst kürzlich hat Jürgen Roth in seinem Buch "Gazprom" die mafiösen Strukturen von Gazprom und die unappetitliche Rolle Schröders als Ex-Bundeskanzler in den Diensten von Gazprom beleuchtet.

Wir meinen: Das immer-noch-SPD-Mitglied Schröder steht kritiklos an der Seite eines modernen Despoten dem tausende DemonstrantInnen Wahlbetrug vorwerfen, von dem merkwürdigen Wechsel aus dem Kanzleramt direkt zu Gazprom ganz zu schweigen. Der Festakt gewinnt durch dessen Anwesenheit nicht an Würde, im Gegenteil.

 

Feministische Blaustrumpfbibliothek

Die Blaustrumpfbibliothek wurde in den 1980er Jahren vom FrauenLesbenReferat des damaligen AStA gegründet und beständig erweitert. Nach der Abschaffung des FrauenLesbenReferats im Jahr 2000 hielt der ADF/RCDS-AStA die Sammlung im Keller des AStA-Gebäudes unter Verschluss. Die Bibliothek wurde erst 2010 wieder ans Tageslicht geholt und als Sammlung für alle zugänglich gemacht. Bisher stand die Bibliothek im Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Philosophischen Fakultät.

Nun bekommt sie aber ihren eigenen Platz im Kulturwissenschaftliche Zentrum (KWZ). Neuer Standort der Blaustrumpfbibliothek ab 2.4.2012: Erdgeschoß der großen geistes- und kulturwissenschaftlichen Bibliothek im Heinrich-Düker-Weg 14.

Die Bibliothek umfasst verschiedenen Angaben zufolge einen Bestand von 1000 bis 2500 Büchern zu Themengebieten wie: Feministische Theorien, Medizin, Glaube, Körperpolitik und Gesundheit, Elternschaft und Beziehung, Kunst, Politik, feministische Theorie und Praxis, Sexualitäten, Glaube und Religion, Gewalt und Selbsthilfe, Biographien, Soziale Bewegungen, Arbeitswelt, Kunst und Musik, Medien, Politik und Wirtschaft, Geschichte, Literatur- und Sprachwissenschaft, Elternschaft und Beziehung, Psychologie und Philosophie, Hobbies und Freizeit, Bildung und Bildungsarbeit, Belletristik. Außerdem gibt es ein umfassendes Zeitschriftenarchiv sowie alte Protokolle und Veröffentlichungen von Frauengruppen."und feministische Zeitschriften sowie 3 laufende aktuelle Abonnements. Der Bestand ist auch online im OPAC der SUB zu finden

Auch Nichtstudierende sind eingeladen die Blaustrumpfbibliothek zu benutzen.

 

Geschlecht - Grenzen - Gleichstellung - Gewalt

Veranstaltungsreihe 12.1.11 bis 8.2.11 , Ankündigungstexte der Veranstaltenden

Der Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät sowie die Gleichstellungsbeauftragten der Sozialwissenschaftlichen und Philosophischen Fakultät richten vom 12.01.2011 bis 08.02.2011 eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Geschlecht - Grenzen - Gleichstellung - Gewalt aus. Bereits in den vergangenen Jahren gab es Veranstaltungsreihen, die sich mit Gewalt gegen Frauen und Transgender, mit Sexismus, Rassismus, Ableismus ** und Transphobie auseinandersetzten. Die Veranstaltungsreihe 2011 will auf der Grundlage dieses Themenkomplexes den Fokus über den universitären Kontext hinaus erweitern und Aspekte des Ineinandergreifens von Geschlechterstereotypen und Gewalt beleuchten, sowie Handlungsoptionen für den konkreten Umgang damit aufzeigen. [Ableismus ^= Behindertenfeindlichkeit]

12.01.2011
19:00 Uhr im ZHG 004
Vortrag: Einführung in Grundbegriffen zur Kritik von Geschlechterverhältnissen
Referent/in: Gruppe 180°
Der Vortrag zeichnet die Debatten um Patriarchat, Geschlecht und Sexualität, ausgehend von den ersten modernen Frauen- und Homosexuellenbewegungen des 19./20. Jahrhunderts, nach - über deren Veränderungen seit dem Auftreten der "neuen sozialen Bewegungen" bis zu Inter-, Trans- und Queerbewegungen. Über die Frage, was unter "Geschlecht" verstanden wurde und wo Kritik an diesem Konzept ansetzte, möchten wir uns den grundlegenden Begriffen aktueller queerer/feministischer Debatten nähern. Wie ist Geschlecht mit anderen Herrschaftsverhältnissen verschränkt? Auf welche Weise wurde/wird Geschlecht mit der bürgerlichen Gesellschaft insgesamt zusammengedacht? Der Begriff von "Geschlecht" ist dabei zentral für das Verständnis der bürgerlichen Gesellschaft, die, so eine zentrale These, ohne "Geschlecht" nicht angemessen verstanden werden kann. Der Vortrag versteht sich als Einführung und möchte einen Schwerpunkt auf die Frage legen, wie aktuell diskutierte Begriffe zustande gekommen sind und welches Gesellschaftsverständnis sich darin jeweils wiederfindet.

19.01.2011
19:00 Uhr im ZHG 004
Vortrag: "Geschlechtsbezogene Jugendbildungsarbeit
und Gewaltprävention"
Referentinnen: Ulrike Schilling, Ute Zillig
Welche Inhalte und welche methodischen Zugänge sollte eine geschlechtsbezogene emanzipatorische Jugendbildungsarbeit besitzen? Inwiefern können hier Präventionselemente zu sexueller und häuslicher Gewalt integriert werden? Diesen Fragen wird anhand von Kooperationserfahrungen des Projekts gerdassgender der DGB-Jugend Südniedersachsen- Harz und des Projekts phoenix im Frauen-Notruf e.V. Göttingen nachgegangen. Neben einer konzeptionellen Einführung werden einzelne Methoden vorgestellt, unter den Teilnehmenden ausprobiert und diskutiert.

26.01.2011
19:00 Uhr im ZHG 007
Vortrag: "»I am tears, I am beauty?« Erfahrungen struktureller Gewalt gemeinschaftlich erzählen"
Referentin: Christiane Hutson
Was tun, wenn die Erfahrungen einer Gemeinschaft durch strukturelle Gewalt verschüttet werden? Eine Möglichkeit ist, sich auf wenige Erfahrungen zu beschränken und die Gemeinschaftsgeschichte aus dieser Perspektive heraus zu erzählen. Dabei kann es passieren, dass grundlegende Erfahrungen verschüttet bleiben. Eine andere Möglichkeit ist, zusammen mit weiteren Gemeinschaften die jeweiligen Erfahrungen, Geschichten und Sinngebungen zu suchen. Der Vortrag erkundet die letztgenannte Möglichkeit im Bezug auf eine Gemeinschaftsgeschichte behinderter und kranker People auf Color für den deutschen Kontext.

27.01.2011
19:00 Uhr im ZHG 005
Film und Diskussion mit der Filmemacherin: "Fear I Have None" – "Angst habe ich keine"
Regisseurin/ Referentin: Veronika Dimke
50 Min., deutsch/englisch mit deutschen Untertiteln. Ein Filmportrait über die Exiloppositionelle Regina Kiwanuka, die nun schon seit 10 Jahren um ein Bleiberecht in Deutschland kämpft. Wegen ihres politischen Engagements für Flüchtlingsrechte und gegen den tabuisierten Missbrauch von Frauen in einigen Flüchtlingsheimen ist sie den bayerischen Behörden ein Dorn im Auge. Dass die Tochter des ersten demokratischen Premierministers von Ugandass– Benedicto Kiwanuka - der ermordet wurde, in ihrem Heimatland Ugandassals Terrorist*in verfolgt wird, scheint kein Hinderungsgrund zu sein, sie abzuschieben. Es stellt sich die Frage, ob Integrationsbereitschaft heißt, sich stillschweigend alles gefallen zu lassen. Die Regiesseur*in Veronika Dimke steht nach dem Film zu einem Gespräch über Queerfeminismus innerhalb der Antirassistischen Bewegung und Mehrfachunterdrückung (triple Oppression) zur Verfügung.

01.02.2011
19:00 Uhr im ZHG 009
Vortrag: "Sexuelle und häusliche Gewalt als geschlechtsspezifische Gewalt"
Referentin: Ute Zillig
Was fällt unter die Begriffe sexuelle und häusliche Gewalt? Und inwiefern hat das etwas mit den Geschlechterverhältnissen zu tun? Anhand einzelner Studien und der Expertise aus der psycho-sozialen Beratungsarbeit nach Gewalt wird auf das Ausmaß und die Folgen von sexueller und häuslicher Gewalt eingegangen. Die Betrachtung unterschiedlicher Erklärungsansätze und Präventionskonzepte verweist auf das Verständnis von sexueller und häuslicher Gewalt als geschlechtsspezifische Gewalt. Sowohl im Vortrag als auch in der anschließenden Diskussion werden außerdem konkrete Interventionsmöglichkeiten und die spezifische Ausrichtung regionaler Unterstützungseinrichtungen thematisiert.

08.02.2011
19:00 Uhr im OEC 1.165
Vortrag: "Antisemitismus & Geschlecht"
Referentinnen: Sarah Frenking & Lisa Hilbig
Um 1900 zirkuliert eine Vielfalt antisemitischer Bilder, Pamphlete und "wissenschaftlicher" Abhandlungen. Besonders bekannt sind die Stereotype der "jüdischen Weltverschwörung" oder des "jüdischen Kapitalismus". Doch auch Geschlecht und Körper spielen im Antisemitismus des Kaiserreichs eine zentrale Rolle: "Der Jude" wird z. B. als verweiblicht gezeichnet, als unproduktiv und als schwächlich. Die Jüdin wird dagegen als vermännlicht dargestellt, unfähig sich in die (zeitgenössische) Frauenrolle einzufügen: das bedrohliche Negative der Moderne wird mit dem Jüdischen in eins gesetzt. Im Vortrag werden in Ansätzen die sexistischen Motive analysiert, ihren Ursprung sowie ihre Funktion aufgezeigt und der Zusammenhang von Geschlecht und Arbeit im Antisemitismus des Deutschen Kaiserreichs beleuchtet.

Kontakt
Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät, Goßlerstraße16a (im AstA) fsrphil@stud.uni-goettingen.de
Gleichstellungsbüro der Sozialwissenschaftlichen Fakultät: Arite Heuck-Richter M.A. Tel.: 0551 39-4798 fbsowi@gwdg.de
Gleichstellungsbüro der Philosophischen Fakultät: Christina Durant M.A. Tel. 0551 39-5580 philogba@gwdg.de

 

Vortragsreihe der Fachschaft Geographie
"Gender and Geography 13. – 15. Juni 2007 in Göttingen

Was hat Geographie mit Gender zu tun? dassgender und sex (leider) immer noch zentrale (Ausschluss-) Kategorien unserer Gesellschaft sind, muss sich die Geographie auch mit gender-theory und queer-theory auseinandersetzen. Dies geschieht aber kaum – stattdessen hält sich die Geographie oft an ein traditionelles Raumkonzept, mit dem gesellschaftliche Phänomene unzureichend erfasst werden können. Eine Wissenschaft, die jedoch gesellschaftsprägende Kategorien nicht beachtet (oder gar negiert), stabilisiert patriarchale und sexistische Verhältnisse.

13.06. – 14:00 Uhr – ZHG 006 AK Gender (Göttingen): Gendertheorien - Grundbegriffe der Kritik an Geschlechterverhältnissen. Die Kategorie "Geschlecht" und die Normierung von Sexualität stellen zentrale Herrschaftsstrukturen der modernen bürgerlichen Gesellschaft dar (..). Die Debatten um Patriarchat, Geschlecht und Sexualität wollen wir ausgehend von den ersten modernen Frauen- und Homosexuellenbewegungen des 19ten/Anfang des 20ten Jahrhunderts, über deren Veränderungen seit dem Auftreten der "neuen sozialen Bewegungen" bis zu Inter-, Trans- und Queerbewegungen grob nachzeichnen. Die Veranstaltung versteht sich als Einführung in zentrale Begriffe queer/ feministischer Debatten

13.06. – 18:00 Uhr – ZHG 005 Sybille Bauriedl (Hamburg): Theorie und Praxis der Geschlechterforschung in der (deutschsprachigen) Geographie. Der Vortrag bietet eine Einführung in geschlechterbezogene Theorieansätze, die historische Entwicklung und aktuelle Debatten der feministischen Geographie von der Frauenforschung der 1970er Jahre, über die gender studies der 1990er Jahre bis zu den queer studies. Der Vortrag ist konzipiert für einen schnellen Einstieg in eine Dialogsituation.

14.06. – 16:00 Uhr – DGB-Haus Obere Masch 10 Rita Schäfer (Bochum): Gewalt gegen Frauen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Geschlechtsspezifische Gewalt ist Ausdruck männlichen Machthandelns. Sie zielt darauf ab, Geschlechterhierarchien zu manifestieren. Während die Forschung sich in den letzten Jahrzehnten vor allem auf Frauen als Opfer konzentrierte, nehmen aktuelle Studien Maskulinitätskonstrukte in den Blick. Innovative Forschungsansätze in Südafrika zeigen, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen die Problemkomplexität analysieren und z.B. auch Bezüge zur gegenwärtigen HIV/AIDS-Epidemie herstellen.

15.06.(geändert - ursprünglich hieß es 13.6.) – 14:00 Uhr – ZHG 006 Karin Klenke (Göttingen): Von den Stärken und Schwächen des schönen Körpers. Modernität und Femininität in Tanah Karo, Nord-Sumatra. In Indonesien ist Modernisierung ein gesellschaftliches Leitmotiv, das auch die Geschlechterverhältnisse berührt. Das nationale Ideal einer femininen, sich auf den Körper gründenden modernen Weiblichkeit kollidiert jedoch vielerorts mit lokalen Idealen eines primär starken und arbeitsfähigen weiblichen Körpers. Karin Klenke verfolgt in ihrem Vortrag anhand biographischer Interviews die Frage, wie Frauen in Tanah Karo/ Nord-Sumatra ihren Körper in Auseinandersetzung mit diesen widersprüchlichen lokalen, nationalen und transnationalen Diskursen von Modernität erfahren, gestalten und aneignen..

Weitere Infos: http://www.geogr.uni-goettingen.de/fachschaft/index.php

 

Veranstaltung in der Universität "Antifee" 2007

Vom 15. - 16. Juni , kurz vor dem ehemaligen "Tag der deutschen Einheit" / 17.6.) veranstaltete das "Antifee-Plenum" an der Uni Göttingen ein "Antifee-Festival". Im Ankündigungstext heisst es u.a. "Den thematischen Schwerpunkt stellt die Kritik an Gender und Nationalismus dar (...) Hiermit wollen wir eigene Akzente setzen und eine kritische Debatte in der Öffentlichkeit forcieren. Das Festival ist kostenlos. Wir feiern gegen Sexismus und Nationalismus. Für ein selbstbestimmtes Leben. (...) Wir arbeiten und feiern gegen jeden Sexismus. Auch gegen unseren eigenen."

Das Vortrags-PROGRAMM umfasste u.a. Themen wie: Frauen in der rechtsextremen Szene, Schöne queere Welt? Geschlecht und Sexualität bei The L Word, Gendertheorien - Grundbegriffe der Kritik an Geschlechterverhältnissen,


Transparent auf dem Veranstaltungsglände. "Den binären Geschlechtercode aufmischen" (wir fragen uns immer noch ob das Frauencafé im Kabale dazu im Widerspruch stehen könnte)

Es waren Workshops u.a. zu folgenden Themen angekündigt: Genderwaschanlage: X-Behaviour-Workshop, Popkultur und Nation, Mathe, Deutsch, Sexismus - der geheime Lehrplan. Workshop zu Sexismus in Schule und Hochschule , Umgang mit sexueller Gewalt – wie kann konkrete Unterstützungsarbeit aussehen? kollaborativer Grrrl Zine Workshop.

Gender: Geschlechterbewusstsein in der Bildungsarbeit

VNB Stadtbüro, Volker Weiß, Rote Str. 19 37073 Gö, Tel.: 3706451 Fax 0551-3706452 volker.weiss@vnb.de  Anmeldungen: VNB-Geschäfsstelle Göttingen Waldschlösschen 37130 Reinhausen Fon 05592-1697 · Fax 05592-1792 E-Mail goettingen@vnb.de    http://www.vnb.de
Gender Mainstreaming Eine im Auftrag des Europarates eingesetzte ExpertInnenkommission erarbeitete 1998 folgende Definition dieses oft sehr vage verwendeten Begriffes
Gender Mainstreaming ist die (Re)organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung grundsatzpolitischer Prozesse, mit dem Ziel, eine geschlechterbezogene Sichtweise in alle politischen Konzepte auf allen Ebenen und Phasen durch alle an politischen Entscheidungsprozessen Beteiligten einzubringen.

Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Let´s talk about gender"
Die VNB-Geschäftsstelle Göttingen und die Stiftung Leben & Umwelt laden pädagogische Fachkräfte sowie Eltern und andere Interessierte dazu ein, Ansätze und Konzepte einer geschlechterbewussten Pädagogik sowie Möglichkeiten und Methoden ihrer Umsetzung kennen zu lernen.
Die vielschichtigen ein- oder zweitägigen Fortbildungen sind entweder themenbezogen oder auf besondere Arbeitsfelder zugeschnitten. Sie sind in sich abgeschlossene Einheiten und können deshalb auch einzeln besucht werden.

Seminare
In den Seminaren wird sowohl in geschlechtshomogenen wie in gemischtgeschlechtlichen Gruppen gearbeitet. Mädchen- und Jungenarbeit haben im Blick, dass die Bedürfnisse von Mädchen und Jungen unterschiedlich sein können und dass sie dementsprechend auch geschlechtsbezogene Angebote brauchen. In der koedukativen Pädagogik   in Elternhaus, Schule, Jugend- und Sozialarbeit fehlt der geschlechterbewusste Blick häufig noch.

- Mädchen/Jungen bei Berufsorientierung und Lebensplanung unterstützen
- Aggressivität und gewalttätiges Verhalten von Mädchen und Jungen?
- Wie gehe ich mit den schwierigen Jahren der Pubertät um?
- Frausein bzw. Mannnsein in der pädagogischen Arbeit?

Die ein- oder zweitägigen Fortbildungen sind entweder themenbezogen:
Sexualpädagogik
- Berufsorientierung und Lebensplanung
- Selbstbehauptung und Gewaltprävention
oder auf besondere Arbeitsfelder zugeschnitten
- Kindergarten / Hort
- Grundschule
- Jugendverbände
- Soziales Training in der Jugend- und Sozialarbeit.

Bildungsurlaub "Dialog der Geschlechter:
Dreiteilige Blockveranstaltung "Geschlechtsbezogene Pädagogik mit Mädchen und Jungen – praxiserprobte Konzeptionen" richtet sich an Interessierte, die sich vertiefend mit geschlechtsbezogener Pädagogik auseinandersetzen wollen.

Abschlussveranstaltung 2.12.04 im Ratssaal des Neuen Rathauses Fachtag
"Genderperspektiven in der pädagogischen Arbeit"
Expertinnen (Prof. Dr. Hannelore Faulstich-Wieland, Universität Hamburg,  und Experten (Olaf Jantz, Universität Hannover, Medium e.V. Göttingen, und Tim Rohrmann, Dipl. Psychologe & Autor, Wechselspiel – Institut für Pädagogik und Psychologie Denkte/Braunschweig) ihre Genderperspektive vorstellen und diskutieren.

KooperationspartnerInnen des VNB sind  u.a. Niedersächsisches Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung, VHS Gö, Frauenbüro Stadt Gö, Gleichstellungsstelle des Landkreises Gö, Mädchenreferentin Südniedersachsen, Frauengesundheitszentrum, IGS, Schulsozialarbeit, Kore, Jugendpflege, Mannigfaltig–Institut, Medium e.V., pro familia, Schraubzwinge e.V., Stadtjugendring, Verein für Erlebnispädagogik und Jugendsozialarbeit

 

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