Neue Kurzfilme aus Göttingen 2008 Lumière
20 Uhr (0551) 48 45 23 Kartenvorbestellungen Das 6. Göttinger Kurzfilmfestival
mit aktuellen Filmproduktionen das Beste des Jahrgangs 2007/2008 aus Göttingen,
quer durch alle Genres: Kurzspielfilme, Dokumentarisches, Animationsfilme. Viele
Produktionen erleben an diesem Abend ihre öffentliche Premiere, die Filmemacher
sind zum Gespräch anwesend. An der einen oder anderen Produktion wird noch
fieberhaft gearbeitet, aber viele filmische Highlights stehen schon fest.
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"Stadtgeschichten" ist eine lose Reihe von Dokumentarfilmen (je 45 Minuten), die sich mit einem bestimmten, klar umrissenen Thema aus der Göttinger Stadtgeschichte befassen. Die Filme behandeln Themen, die die Stadt betreffen. Reportagen über das Leben in Göttingen. Alltagsgeschichten. Geschichten aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Von Politportraits, über die Umgestaltung der Innenstadt, bis zur Göttinger Musikszene, alle sollen sich angesprochen fühlen. Die Reihe ist bewusst offen für thematische Anregungen und versteht sich unter anderem auch als Plattform für junge Göttinger Filmemacher: Jeder der eine gute Idee und Interesse an der Verfilmung dieser hat, bekommt die Chance sie zu verwirklichen und dem Göttinger Publikum auf einer Leinwand vorzuführen. Nach jedem Film wird die Möglichkeit für eine offene Diskussionsrunde geschaffen. Es werden Beteiligte und Macher/innen der Filme eingeladen, um sich dem Publikum zu stellen. Stadtgeschichten 2007 "Kamera:
Manfred Krüger" Experimentieren
in einer anderen Welt: TheatERleben
Im
Mittelpunkt ihres Films stehen vier Künstler und ihre Ideen: Der Regisseur
entwickelt sein Bühnenkonzept , der Schauspieler seine Rolle und die Bühnenbildnerin
entwirft die Kulissen. Dazu kommt noch ein Videokünstler. Woher nehmen die
Künstler ihre Ideen?Was wollen sie dem Publikum zeigen? "TheatERleben"
erzählt die Geschichte einer Theaterinszenierung von der Stückauswahl
bis zur Premiere.
Stadtgeschichten 2006 3.9.06
/ 45 Minuten - So lang sollen die Filme sein, die ab September, einmal im Monat
im Lumiere gezeigt werden. Sie behandeln Themen, die die Stadt betreffen. Reportagen
über das Leben in Göttingen. Alltagsgeschichten. Geschichten aus Wirtschaft,
Politik und Kultur. Von Politportraits, über die Umgestaltung der
Innenstadt, bis zur Göttinger Musikszene, alle sollen sich angesprochen fühlen. Der Pilotfilm "Die Oberbürgermeisterwahl" war ein bißchen im Stil von Peter Lustig kommentiert. Sehr schön das Intro vom Weltall auf das Rathaus und z.B. die Verdeutlichung architektonischer Einöde durch Überblendung von Rathaus und blauem Turm der Uni. Die Fragen an die Kandidaten hatten leider keinen Biß und plätscherten so dahin, so dass die Langeweile einer Wahlveranstaltung aufkam. (Toll wäre z.B. gewesen, die OB-Kandis mit jeweils einer Hartz4-Familie und einem Unternehmer zu konrfontieren) Ein wenig Farbe brachte die Befragung von Passanten in der Stadt hinein.
Die Ankündigung der Veranstaltung "mit anschließender Diskussion" war eher ein Witz; der Moderator ließ gerade mal eine einzige Frage zu - eine weitere hatte sich ein Besucher aus dem Publikum per Zwischenruf erzwungen. So etwas sollte sich kein Publikum gefallen lassen. Nachdem der Film schon 45 Minuten die Meinungen der OB-Kandis ausbreitete durften die auch nochmal real auf der Bühne sitzend sich darstellen, stattdessen hätte man gleich mit dem Publikum einsteigen sollen.
Filmförderung
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Teilweise wurden die Kurzfilme schon am Samstag am Johanniskirchhof Open-Air gezeigt, aber am Sonntag abend im Lumière wurden in einer langen Nacht auch einige "welt-uraufgeführt". Moderator Alexis Karageorgiou von der Comedy Company riss es dabei zu der Bemerkung hin "also diese FIlme hat praktisch noch nie ein Mensch vorher gesehen!". Das blieb nicht die einzige witzige Bemerkung des Moderators, der die vorgesehenen Diskussionen nach den Filmen aufgrund der Zeitknappheit mit der Bemerkung "bitte nur intelligente Fragen jetzt" unterband. Die
drei die goest am besten gefallen haben: "Im Falschen Film" von Sascha Heppe wird auf 5 Minuten ein komplexes Ding untergebracht. Zunächst dramatisch, psycho-science-fiction-mäßig und dann wieder hollywood-happy-end auf WG-Ebene. Ein Typ im T-Keller merkt erst nach und nach, dass die Leute ihn gar nicht wahrnehmen, nicht hören wenn er redet, ihn anscheinend nicht sehen. Als er am Tisch neben seiner Freundin Platz nimmt schaut sie ihn gar nicht an beim Reden, wenn er schreit hört sie ihn nicht. Sie erzählt nur vor sich hin, dass sie sich von ihm trennen will. Schreiend verläßt er den T-Keller, geht durch die Außentür in gleißendes Licht. Beim erneuten Betreten des T-Kellers danach ist alles anders. Auch jetzt eröffnet die Freundin das Gespräch mit "ich muß dir was sagen" aber es geht weiter mit "ich bin schwanger" - woraufhin der Typ in Freudentänze verfällt und die anderen Anwesenden mitmachen. Nun aber: das alles in 5 Minuten Film !! leicht atemberaubend. Die bewegte Kamera wurde übrigens durch Herumfahren im Rollstuhl bewerkstelligt. "Bild Freeze" (7 Min) von Shahryar E. Nesbat und Robin Wolf war erfrischend , nämlich experimentell - auch wenn sowas schon mal woanders gemacht worden sein sollte. Man sah Leute aus Göttingen, die die Filmemacher überredet hatten mal 20 Sekunden echt ruhig (freezed) erstarrt quasi zu verharren. Da waren zwei Handwerker in der Werkstatt ziemlich gut erstarrt, da war der Schuster mit Gehilfen aus der Langen Geismar Str. leicht lächelnd, da war ein Paketeauslieferer (bei der Arbeitshetze einen zum Verharren zu bringen - alle Achtung) und andere und schließlich auch der mobile Friseur der zwar freezed war aber mit seiner Haarschneidemaschine akustisch Leben hineinbrachte. Der Trick bestand nun darin die Sequenzen in denen die verschiedenen Personen gezeigt wurden zu verkürzen und so in immer schnellerer Abfolge zu zeigen um danach wiederum auf längere Fassungen umzusteigen. Die Einlassungen der beiden Filmemacher im Gespräch mit dem Moderator waren von besonders charmanter Lockerheit geprägt, so ganz und gar unprätentiös und dennoch überzeugend, ernsthaft engagiert aber gleichzeitig witzig. So fiel ganz nebenbei - als hätte man sich wirklich das erste Mal mit diesem Gedanken beschäftigt der Satz: "Ja es ist schon gut wenn man eine Message hat." Der Film "Mar Grigio" (Das graue Meer) von Oliver Clark brachte mit Zufallselementen einen "Lyrik-Clip" zustande. Zufällig hatte er eine Super8-Kamera am Meer dabei, zufällig lief da der Hund einer Freundin mit herum und dann war da noch dieses italienische Gedicht über das Meer. Er kombinierte die Lyrik mit den Bildern ... der beabsichtigte Effekt , des Sich-Einlassens auf das Fliessen der Bilder war spürbar wurde aber gebremst durch die Untertitel, die den italienischen Text ins Deutsch übersetzten. Auch mal etwas Neues, was noch nicht so bekannt ist, aber natürlich in Berlin schon regelmäßig in Poetry-Slams praktiziert wird: Gedichte mit Musik, Gedichte mit Film.. - na immerhin ein bißchen Metropolenkultur in Göttingen. Zu den vorgeführten Filmen gehörten auch noch Dokumentarfilme wie der Weststadtfilm der im Rahmen der Weststadtrevue die verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Weststadt mit Äußerungen zu Wort kommen ließ. Den daran beteiligten Thomas Kirchberg begrüßte der Moderator mit "Da kommt auch schon die Göttinger Filmmafia" - was dem Betreffenden nicht gerade wie Öl runterging. Keine Witze erlaubte der Dokumentarfilm "Über-Leben" über Interviews mit Jüdischen Zeitzeugen in Riga, dessen Göttingenbezug darin bestand, dass er ohne die Unterstützung des KUNST e.V. nicht zustande gekommen wäre und dass Thomas Kirchberg beteiligt war. Als dritter Dokumentarfilm wurde ein Film über das ThOP und die Inszenierung des Stückes "Wilhelm Tell" gezeigt. Bissiger Kommentar des Moderators: "Aha eine Arbeit für die Uni - und gabs da auch einen Schein für?" Eine weitere Gruppe von Filmen waren Musikvideos, Kurzfilme über verschiedene Bandes einmal Sugareen, dann ein etwas übertrieben metaphorischer Film mit Flammable Liquid, der eher dokumentarische Streifen von Herzer mit vielen abfälligen Gesten in die Kamera und der Film von Pinkostar) denen man anmerkte, dass sie für andere Zwecke als für eine Vorführung in diesem Rahmen vorgesehen waren. Die Filme "Jugendreport" von Lars Wätzold und "Familie Koslowski" waren einfach witzig. Jugendreport spielt auch in der Weststadt, wo total ernst darüber berichtet wird, dass eine gewissenlose Bande Papierkörbe, Abfalleimer und später sogar Abfallcontainer klaut. Herzerweichende Szene vor dem Kiosk im Hagenweg dessen Besitzer die Vernichtung seiner Existenz durch den Abfalleimer-Klau beklagt. Und dann auch noch die abgedrehten Masken der Darsteller. ... zeigt
ein und dieselbe Szene mehrmals aus unterschiedlichen Perspektiven. Zunächst endet
die Szene eines schimpfenden Ehemannes mit einem Wutausbruch und dem Satz "jetzt
reichts" wobei der mit der Faust ausholt und die Leinwand schwarz wird. Der
als "bekloppt" beschimpfte Junge wird mit jeder neuen Szene deutlicher
in den Mittelpunkt gerückt, bis am Ende klar wird - dass er einen komplexen Mechanismus
konstruiert hat, der über ganze Wirkungsketten umfallender und rollender Gegenstände
hinweg dazu führt, dass dem cholerischen Vater ein Bügeleisen auf den Kopf fällt
- deshalb wird es plötzlich schwarz. Schließlich noch der Film "Und was ist mit deinen Pflanzen" - nun ja - irgendjemand hat eine Sponsor gefunden und da haben sie einen Film gemacht. Der Hauptdarsteller hat nach eigenem Bekunden auch im Nachhinein keine Ahnung was der Film eigentlich aussagen soll. Immerhin gabs eine Szene im Cafe Gromo und einige Straßen konnten wiedererkannt werden. Handlung: Typ will von Göttingen weg, aber wird dann doch dauernd aufgehalten. Ja und dann waren da noch die Animationsfilme von Christopf Dressler, der angeblich extra aus dem Ausland ins Lumière eilte, aber dann doch nur aus der Musa gekommen war. Dressler arbeitet mit Wachsfiguren und 12 bis 24 Veränderungen pro Filmsekunde. Immerhin kosten die Wachsfiguren keine Nerven und wenns Geld alle ist bleiben die so lange stehen bis der Film weitergehen kann. Der Film über den Bauer, den Knecht und die Melkmaschine (Titel "Keinesfalls Gähnen") ist echt abgedreht! Da saugt die Melkmaschine erst die Kühe bist auf Abmagerungsstatus und danach sogar saugt sie alles auf, sogar den eigenen Film. Der später entstandene Film "Sauerland" ist noch abgedrehter und surrealistisch. Die offizielle Bezeichnung "Heimatfilm" geradezu hanebüchen grotesk. Ach es gab noch einen schönen Film: Eine Frau springt im Nörgelbuff auf, rennt raus (a la Lola rennt) durch die ganze Stadt, kommt irgendwann an und beginnt mit Feuerschleudern Figuren zu malen. /Titel war nicht im Programm ausgedruckt) Fire.... Es war ein langer Filmabend - und man konnte fast Lust kriegen auch mal irgendeinen Film zu machen. |
1945-1961
Hundert Filme in Göttingen Klein Hollywood
an der Leine? Was
läuft so heutzutage filmmäßig? Göttinger
Filmtag: 24. Mai 2003 ab 16 Uhr Und dann am Samstag die Eröffnung mit einem Open-Air-Film "Der Tag vor der Hochzeit" von Rolf Thiele 1952 in Göttingen gedreht. Der Marktplatz vor dem Alten Rathaus war proppe-voll. Vor der Leinwand waren für ca. 300 Leute weiße Plastiksessel aufgestellt worden, drumherum standen jedoch mindestens nochmal so viele. Und dann lief diese Schwarz-Weiß-Film und alle warteten darauf nun Göttinger alte Straßen, Häuser, Menschen zu sehen. Aber stattdessen lange Dialoge in irgendwelchen Innenräumen. Behäbige filmische Anmerkungen zur Entnazifizierung. Da sagt der Bürgermeister z.B. zu einem ehemaligen Angestellten der NSDAP: "Ahso sie waren in der Partei, aha in der Partei gearbeitet, na dann suchen sie sich mal eine andere Betätigung. In diesem Beruf finden Sie keine Arbeit mehr." Die "Schande des Heiraten-Müssens" wurde genauso zwischendrin eingebaut wie alle anderen gängigen Aufgeregtheiten. Man merkte, hier wollte jemand einfach mal wieder Kino machen, locker, leicht, nach allen Seiten unkritisch und nur nicht anecken - einfach das Bedürfnis nach Kino decken. Witzig übrigens, dass im Programmheft des Lumière der Filmtitel im Laufe des Textes von "Tag vor der Hochzeit" zu "Die Nacht vor der Hochzeit" (das ist zwar auch ein Filmtitel aber eben ein anderer und die Verwechslung eben ein Freudscher Verschreiber).
Da
Heinz Erhardt in vielen der in Göttingen gedrehten Filme mitwirkte (zB "Natürlich
diese Autofahrer"), kam wohl jemand auf die Idee, Heinz Erhardt für Göttingen
als Werbefigur aufzubauen und dessen Bekanntheitsgrad zu nutzen für die "Filmstadt
Göttingen" zu werben. Ein Platz sollte nach ihm benannt und eine Statue am
Weender Tor aufgestellt werden. Aber dann diese Peinlichkeit der Denkmalsenthüllung
- also gegenüber der eigens angreisten Familie des verstorbenen Heinz Erhardts
könnte man vor Scham in den Boden versinken, wenn man sich dieses "Denkmal"
anschaut, dass sich kaum von einem Papp-Kameraden unterscheidet.
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Werkschau Programm am 25.9.05
Übersicht über ausgewählte Arbeiten von Stephan
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Kurzfilmwettbewerb für Schülerinnen und Schüler in Stadt und Landkreis Göttingen 18.11.07 / Bei dem letztjährigen Göttinger Kurzfilmwettbewerb für Schülerinnen und Schüler war vom Sachfilm über die rein fiktionale Geschichte bis hin zum Animationsfilm alles vertreten. Auch in diesem Herbst sind wieder alle Schülerinnen und Schüler eingeladen, Kurzfilme bis zum 30. April 2008 beim Kreismedienzentrum Göttingen einzureichen. Zur gleichen Zeit starten in Niedersachsen sieben weitere Regionen (Aurich, Braunschweig, Delmenhorst, Hannover, Helmstedt, Wolfsburg, Verden). Landesweit wird mit 1.200 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern von 120 Schulen gerechnet. Die Prämierung der Sieger wird im Frühjahr 2008 stattfinden. Wie im letzten Jahr winken den Gewinnern vor dem vollbesetzten Kino wieder 200 € für den besten Film einer Kategorie. Alle Sieger nehmen automatisch an den Uelzener Filmtagen teil. Die besten Beiträge aus Niedersachsen sollen zudem im Tigerentenclub (bis 14 Jahre) laufen. Allerdings ist die ganze Veranstaltung arg verquickt mit Sponsoring und Werbung - was wir hier in der Mitteilung alles rausgelassen haben. Ansprechpartnerinnen/Ansprechpartner und Unterstützung bei der Filmarbeit
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