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Baggersee am 21.6.2019 /
von der Südseite her fotografiert, foto © goest.de / morgens 11 Uhr,
Wetter wolkig, kühl, daher wenig los

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28.6.25 // goest verfolgt die Thematik seit 2005 . Seitdem duldet der Landkreis das Baden im Baggersee. Statt Hilfe bei Sanitärmaßmahmen und Sicherheit zu organisieren, machen es sich die Landkreisbürokraten einfach, indem sie am Schreibtisch vor sich hinträumen: "Es ist ja verboten, also brauchen wir uns nicht um die Sicherheit der Badenden zu kümmern." Der Landkreis kramt immer wieder mal einen Verbotshinweis hervor und drückt sich mit windigen Ausflüchten vor der Verantwortung für mehr als 50.000 Badende im Jahr. (Red. goest) Gegen die Interessen von tausenden Bürger*innen Aktuell am 26.6.2025 hat der Landkreis wieder einmal Polizeikontrollen am Rosdorfer Baggersee angedroht, wohlwissend, dass es nicht gelingen wird, die Menschen vom Baden dort abzuhalten. Eine scheinheilige Aktion mit der sich die Landkreisverwaltung jegliche Verantwortung vom Hals schaffen will.
Die Kreisverwaltung und die Gesetze Solange viele Menschen in diesem Gewässer baden, hat die Kreisverwaltung unseres Erachtens die PFLICHT, die Gewässerqualität zu prüfen, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Laut Artikel 1 der EU-Badegewässerrichtlinie von 2006 steht der gesundheitliche Schutz der Menschen im Vordergrund . Ein Verbot des Badens oder ein Abraten wäre nur bei gesundheitlicher Beeinträchtigung durch Verschmutzung des Gewässers gerechtfertigt, die jedoch prüft die Kreisverwaltung nicht! (Red. goest / 3.7.25 nach Tagen mit bis zu 35 Grad im Schatten) § 1 der Niedersächsischen
Badegewässerverordnung Die Kreisvewaltung setzt das Mittel eines pauschalen, undifferenzierten Verbotes ein, das für einen großen Teil des Sees nicht gerechtfertigt ist; so meint sie hier keine Sorgfaltspflichten erfüllen zu müssen. Geht es da eigentlich um Geldeinsparungen oder um Arbeit zu vermeiden? Der Hinweis auf ein Wasserschutzgebiet ist nur im Hinblick auf ein Verbot der Wegenutzung durch Kraffahrzeuge gerechtfertigt (Mit Diesel betriebene LKWs dürfen das Gelände offensichtlich benutzen). Wichtig wäre, hingegen die Badenden darauf hinzuweisen, keinen Müll zu hinterlassen (Bzw bei der Müllbeseitigung mit den Badenden zu kooperieren) Sanitäreinrichtungen zu schaffen , nicht zu campen oder zu grillen und Hunde nicht ins Wasser zu lassen, um die Wasserqualität zu erhalten. Dabei hätten die Behörden garntiert die Unterstützung der Mehrheit der Badenden. Aber mehr als Polizei, Verbot und Bußgelder fällt ihnen nicht ein.
2025 Baggersee wieder Thema im Kreistag 18.7.25 / Nachdem goest schon 2005, die Kreistagsfraktionen der Partei DieLinke 2015 und der Piratenpartei 2015/2017 Maßnahmen zur Freigabe des Baggersees als Badesee aufgestellt hatten und nachdem ein CDU-Kandidat die Wahlunterstützung der Piratenpartei mit Versprechen bezüglich des Baggersees erreichen wollte (siehe Seite Wahlen 2016), kommt nun 2025 noch einmal eine neuerliche parlamentarische Initiative von der FDP-Fraktion. In einem Antrag der
FDP wurde u.a. gefordert, dass sanitäre Anlagen eingerichtet werden
sollen und ein Müllentsorgungskonzept umgesetzt wird. "Begründung: Würde Jürgen Trittin noch wie früher begeistert im Baggersee baden, dann würde vielleicht auch mal die Kreistagsfraktion Fraktion der Grünen vernünftige Vorschläge machen, aber von denen hört man dazu nix.
Auch schon 2015: Landkreis-Bürokratie will Badeverbot am Baggersee durchsetzen 17.6.15 Statt Toiletten und Müllcontainer aufzustellen, will der Landkreis die Probleme am Baggersee mit Polizeimaßnahmen bekämpfen. Die unsinnige Denkweise des Landkreises gegen die Realität von 80.000 BadebesucherInnen pro Saison lautet: Baden verboten, Müll verboten - also muss auch nichts für Hygienemaßnahmen und Sicherheit gemacht werden . Ziel der Landkreisverwaltung bzgl. Baggersee ist "Soweit wie möglich beschränken und für Freizeit unattraktiv gestalten" Pressemitteilung
des Landkreises 17.6.2015
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| Der
Müll, der See und merkwürdige Beamtenlogik
Private Initiativen
zur Müllbeseitigung mit Unterstützung von goest (2005/2006)
Bereits 2005 hatte jemand im damaligen GOEST-Forum gefragt: "Gibt's Leute, die bereit wären bei einer Müllsammelaktion am Rosdorfer Baggersee mitzumachen? Falls ja, bitte hier posten, um ggf. einen Termin etc. zu vereinbaren." und es antwortete jemand "Gute Idee, weil mir der See gefällt, würde ich mitmachen." Am 4.7.06 kam jemand auf diese Bemerkung zurück und schrieb: "Ich weiss nicht, ob es zu der Good-Will Aktion gekommen ist im letzten Jahr, aber der See sieht aktuell aus wie eine Müllhalde. Traurig, dass es Menschen nicht selbstorganisiert hinkriegen, einen netten Ort als solchen zu erhalten. Aber nicht nur meckern, was kann mensch tun? Vielleicht Müllsäcke auslegen am zentralen Ort? Mit Aufklebern aufmerksam machen? Und vor allem auch fremden Müll auf dem Rückweg mitnehmen? Vielleicht gibt´s ja noch Ideen. Rückmeldungen wären toll! " 2006 rief goest dann dazu auf, den Baggersee sauber zu halten, den Abfall immer in Müllsäcke zu packen und an der Schranke abzulegen, damit diese von dort abtransportiert werden können.Vielleicht auch mal einen Müllsack zum Weitergeben mitzunehmen, um ihn den Leuten die rummüllen in die Hand zu drücken. Stadtverwaltung
will helfen aber verwechselt Kiessee und Baggersee: nicht
zuständig! Eine reife Satireleistung
kam von der Verwaltung des Landkreises
Politiker*innen
verlangen sanitäre Einrichtungen und Abfallentsorgung
5.6.15 Jährlich im
Durchsschnitt 80.000 Badesee-Besuche Landkreis reitet
wieder auf der Verbotsschiene 18.5.16 |
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Baden im Süden des Baggersees erlauben! 24.7.17 Das Baden im Bereich der Bagger und der gesamten Nordseite ist sinnvollerweise zu meiden, denn dort könnten Uferteile abbrechen. Diese Gefahr besteht laut Kriestagsabgeordneten, die eine Badenutzung legalisieren wollen nur bei der Nordseite, nicht bei der gegenüberliegenden hinteren Südseite.
Im Nordbereich
wegen frischem Kiesabbau nicht Baden! Text der PiratenundPartei-Ratsgruppe Die PiratenundPartei-Ratsgruppe
hatte sich Ende Juni bei den Behörden dafür eingesetzt, am Baggersee eine
differenzierte Badeverbotsbeschilderung anzubringen, da die Lebensgefahr
für Badende nicht nachvollziehbar ist und die Menschen, die sich für gute
Schwimmer halten, nichts ahnend von der wirklichen Gefahr ins Wasser gehen.
Eine ähnliche Beschilderung hatte bereits vor 2014 dort bestanden, wurde
dann jedoch entfernt und durch nichtssagende Schilder ersetzt. »Wir finden
es wichtig, die Badegäste über die wirkliche Gefahr aufzuklären. (...) Gleichzeitig hat die
Kiesabbaufirma an den Badestellen im Süden des Baggersees ebenfalls neue
Verbotsschilder anbringen lassen, dort jedoch mit anderem Motiv, wo wie
bislang das Badeverbot pauschal mit einer angeblichen "Lebensgefahr" begründet
wird. Die Piraten stimmen dieser Bewertung nicht zu. Die Kreisverwaltung
hatte 2015 das Badeverbot im Süden nicht mit Lebensgefahr, sondern damit
begründet, dass dort ein angeblich geschlossener Schilfgürtel das Baden
aus bundesnaturschutzrechtlichen Gründen nicht erlauben würde [1]. »Diese
Badeverbotsschilder im Süden dienen den Badegästen dazu, ihre Fahrräder
sicher anzuschließen, darüber hinaus halten wir sie für überflüssig. (...) [1] "Präsentation Rosdorfer Baggersee" Umweltamt des Landkreises Göttingen, Kreis-Umweltausschuss 3.4.2015, Seite 4 (Verweis auf § 30 Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG) |
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Verwaltung
behauptet, es würden ja kaum Leute da baden (Blind?)
Von den Behörden wurde die Meinung vertreten wurde, in diesem See würde doch sowieso niemand baden, deshalb müsse man gar nicht diskutieren, was dort für Hygiene und Sicherheit unternommen werden werden solle. Deshalb hat die Piratenpartei über 800 Badende in weniger als 2 Stunden dokumentiert. Nun wird es schwer für die Behörden neue Ausflüchte zu finden um sich vor der Verantwortung für Hygiene und Sicherheit des Badesees zu drücken. Die Piratenpartei
dokumentiert 800 Badende in weniger als 2 Stunden. [1] http://www.schure.de/28200/badegewvo.htm
Die
Zielvorstellungen der Piraten sind -
Aufhebung des Badeverbots im Südteil des Sees (muss haftungsrechtlich
mit Fachjuristen abgesichert werden). Organisationsform:
das rechtliche Konstrukt würde entweder wird ein Verein sein (etwa:
Freunde des Baggersees e.V.) oder ein Zweckverband als Zusammenschluss
öffentlicher Träger. Auch die Kostenträger für die Toiletten werden in
solchen Verträgen geregelt. Zur
Eigentumsfrage: Es ist allgemein bekannt, dass die Ländereien vor
470 Jahren enteignet wurden und heute von der Klosterkammer Hannover verwaltet
werden, einer Landesbehörde. Wir widersprechen ausdrücklich der Aussage
von Landrat Reuter (SPD), der Eigentümer sei gegen eine Aufhebung des
Badeverbots und dem Landkreis seien daher die
Hände gebunden. Diese Darstellung trifft nicht zu, es verhält sich genau
anders herum. Zu
Gesprächen mit anderen Parteien heisst es: |
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Gemeinnützige Aneignung gegen Besitzrechte Baggersee: "Gemeingebrauch"
sollte "Abwehrrechte der Eigentümer beschränken" Piratenpartei am 20.8.14 / Vertreter der Piratenpartei im Kreistag weisen darauf hin, dass es sich beim Rosdorfer Baggersees nicht um ein herkömmliches Privatgelände handele, "sondern um Eigentum des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds, AHK, einer Siftung öffentlichen Rechts." Elisabeth von Calenberg habe "vor 470 Jahren das Augustinerinnen-Kloster in Weende - und damit das Gelände des heutigen Baggersees - im Zuge der Reformation enteignete und es ihrem Herzogtum einverleibt(e). Heute wird das Grundstück von der Klosterkammer Hannover verwaltet, einer öffentlichen Landesbehörde. Unbenommen von der Frage der konkreten Eigentumsverhältnisse ist es auch hilfreich, die Rechtslagen in anderen Bundesländern zu recherchieren, die der Logik der Kolumnistin folgend alle grundgesetzwidrig sein müssten: So regelt etwa Bayern in Art. 18 des Bayerischen Wassergesetzes (BayWG): »Jedermann darf ... oberirdische Gewässer zum Baden, Waschen, ... benutzen«. Dieser "Gemeingebrauch" beschränkt ausdrücklich die Abwehrrechte des Eigentümers, der diesen Gemeingebrauch nicht verweigern darf. Auch wenn in Niedersachsen ein derartiges Recht derzeit nur für fließende Gewässer (§ 32 Niedersächsisches Wassergesetz NWG) existiert: Angesicht der Sach- wie auch der Rechtslage kann der Vorwurf, der Antrag liefe »dem Grundgesetz diametral zuwider«, nur als abwegig bezeichnet werden.(...) Der See hat mehrere Tausend Badegäste im Jahr; Müllentsorgung, Natur- und Landschaftsschutz sind Aufgaben der öffentlichen Hand und Toiletten sind in der kleinsten Gaststätte vorgeschrieben. Wir werden uns weiterhin für geordnete Verhältnisse und Einhaltung üblicher Umwelt- und Hygienestandards am Baggersee einsetzen. Am Rosdorfer Baggersee wird immer noch durch die August Oppermann Kiesgewinnungs- und Vertriebs GmbH Kies rausgebaggert. Der Baggersee liegt auf einem Pachtgelände der Klosterkammer Hannover die Grundstücke der Kirche verwaltet. "Das von der Klosterkammer verwaltete Stiftungsvermögen steht für die Stiftungszwecke "Kirche", "Schule" und "milde Zwecke aller Art". Damit leistet es einen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt." Die Klosterkammer könnte hier gemäß ihrer Satzung zum Zwecke des Gemeinnutzes aktiv werden
Es wurde sogar schon einmal versucht, durch die Bepflanzung mit Dornenhecken und dem Verspannen von Stacheldraht vor der Badesaison Fakten zu schaffen und den Zugang zum See zu verhindern. Aber die Seeliebhaber schafften ebenso Fakten und rissen den ganzen Kram wieder weg. Mit freundlicher Genehmigung des Autors sei hier an diese Geschichte von 1991 erinnert:
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