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Universität Göttingen 275 Jahre - Jubiläum

Jubiläumswoche Programm 29.5.-3.6.12
Eröffnung der Jubiläumsfeiern unter Ausschluß der Studierenden
Verein für Socialpolitik - Schröder spricht zum Thema "10 Jahre AGENDA 2010"
Gazprom-Schröder spricht zum Uni-Jubiläum (muß das sein?)
Verein KUNST veranstaltet mit der Universität großes KUNST- und Kulturfest

Programm 29.5.-3.6.12

Dienstag, 29. Mai
16.30 bis 18.30 Uhr: Festakt zur Eröffnung der Jubiläumswoche, Wilhelmsplatz 1, Aula / (u.a. darf dort Gerhard Schröder reden, der im Dienste des fragwürdigen Gazprom-Konzerns unterwegs ist und den Wahlfälscher Putin als "lupenreinen Demokraten bezeichnet" - [d.h. er hätte gedurft , aber er wollte plötzlich nicht mehr und sagte kurzfristig ab]

Mittwoch, 30. Mai,
9 bis 15 Uhr: Symposium "Governance for Integrity and Quality in Universities" Hochschulöffentliches Symposium mit Podiumsdiskussion, Wilhelmsplatz 1, Aula
14 Uhr: Dies Academicus: Sportgelände am Sprangerweg und ZHG, (Party)
20 Uhr: Ringvorlesung: Tradition – Autonomie – Innovation, Vortrag: Wissenschaft und Führerprinzip – Das Jubiläum der Georgia Augusta von 1937 Referent: PD Dr. Habbo Knoch, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Wilhelmsplatz 1, Aula

Donnerstag,
31. Mai, 15 bis 22 Uhr: Mitarbeiterfest – "Markt der Möglichkeiten"für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen, ZHG Campus,

Freitag, 1. Juni,
11 bis 17 Uhr: Golfturnier im Golfclub Hardenberg

14 bis 23 Uhr: Kunst- und Kulturfest, ZHG und Campus

Es ist die gesamte im Verein KUNST zusammengeschlossene Göttinger Kulturszene mit DT, JT, KAZ, musa, Apex, Händel-Festspielen, Domino, Balettschule art la danse, Indische Kulturtage, Literarisches Zentrum, Kino Lumiere und Rockbüro vertreten. Gleichzeitig sind die universitären Kulturgruppen Uniroyal, Unicante, ThOP oder der Camerata Medica" beteiligt. Die Leiterin des ThOP, Barbara Korte hat den Großteil der Planungen mit der Universität für KUNST e.V. durchgeführt. Der Verein KUNST trägt die Gagen der auftretenden KünstlerInnen, die Universität sorgt für die Räumlichkeiten, die Bühnen- und Veranstaltungstechnik, das technische Personal sowie das leibliche Wohl der Besucher. KUNST-Mitglieder werden die Auftritte auf den verschiedenen Bühnen moderieren und dabei auch die Göttinger Kultureinrichtungen vorstellen. Der Eintritt ist frei. Getränke und kleine Snacks werden zu günstigen Preisen angeboten.

Programm

Ort und Name der Gruppe Beginn Ende
Bühne im ZHG- Foyer
Eröffnung des Festes mit Universität und KUNST e.V. 14 Uhr
African Culture Club 14.05- 14.30 Uhr
Nirmiti (ind. Musik und Tanz) 15.00- 15.30 Uhr
Cadilar (orientalischer Tanz) 15.45- 16.00 Uhr
Zumbala 16.15- 16.45 Uhr
Camerata Medica 17.15- 17.45 Uhr
KAZ-Akrobaten 18.00- 18.30 Uhr
Unicante 18.45- 19.15 Uhr
Händelfestspiele: Singalong-Chor und Jugend-Sinfonie-Orchester 19.45- 20.10 Uhr
Bacalao 21.00- 22.00 Uhr
Bühne im ZHG 011
Art la danse 14.00- 14.30 Uhr
DT/ junges schauspiel: "Der kleine Prinz" 14.45- 15.45 Uhr
Fredolinos (KAZ-Clowns) 16.00- 16.45 Uhr
DT/ junges schauspiel: "Kassandra" 17.00- 18.00 Uhr
Chinesischer Kulturverein: Tanzvorführung 18.15- 18.45 Uhr
St. Jacobi-Kantorei 19.00- 19.25 Uhr
KAZ-Chor 19.40- 20.10 Uhr
JT-Club: "das Fundament" 20.30- 22.00 Uhr

ZHG 009 Lumiere: "Nosferatu" / Live-Musik vonTrioglyzerin

20.30 22.00 Uhr
ZHG 008
>Buchfink-Puppen-Theater (goest-Empfehlung!) 17.00- 17.45 Uhr
L‘uke 18.45- 19.30 Uhr
Improsant (Impro-Theater) 20.00- 20.45 Uhr
ZHG 007
>Volquartz / König / >Frank: Musik- und Tanz-Improvisation 16.00- 16.45 Uhr
Theaterwerkstatt: Szenen aus "Jubiläum" von G. Tabori 17.30- 18.30 Uhr
Literarisches Zentrum: Lesung mit Frank Schulz 19.00- 20.15 Uhr
ZHG 006
ThOP: Theater zum Selberbasteln 14.00- 18.00 Uhr
vor ZHG 006 ThOP: Schminkstation für Kinder (u. Erwachsene) 14- 18:00 Uhr
Außenbühne/ Kleiner Campus
UniRoyal 19.00- 20.00 Uhr
Blessed & Irie 20.30- 21.30 Uhr
NB-Houseband mit Gästen 22.00- 23.30 Uhr

Sonnabend, 2. Juni,
10-15 Uhr: Tag der offenen Aula mit Bürgerempfang, Wilhelmsplatz
15-18 Uhr: Eröffnung der Ausstellung "Dinge des Wissens" Paulinerkirche, Papendiek 14
ab 13 Uhr: International Alumni Homecoming ZHG Platz der Göttinger Sieben

Stadtbibliothek: Passend zum Jubiläum präsentiert die Stadtbibliothek Göttingen eine kleine Bücherschau zur Geschichte der Universität, ihrer Institute, der Professorinnen und Professoren sowie zahlreicher Universitätsgebäude. Die Literaturzusammenstellung findet sich in der Zentralbibliothek im Thomas-Buergenthal-Haus in der Gotmarstraße 8.

 

Eröffnung der Jubiläumsfeiern unter Ausschluß der Studierenden

Ca. 400 Menschen protestierten aus Anlaß der geschlossenen Jubiläumsfeier "275 Jahre Uni Göttingen" gegen die Hochschulpolitik. Sie versammelten sich vor dem Veranstaltungsgebäude, der Aula am Wilhelmsplatz . Die Kritik richtete sich vor allem gegen Studiengebühren sowie Stress und Einschränkungen durch die Verschulung in Bachelor und Masterstudiengängen. Parolen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“, „Bildung für alle und zwar umsonst!“ (sic!) und „Bildungsklau im ganzen Land – unsr'e Antwort Widerstand!“

 

 

Die Burgstraße voller Polizei

Auch der friedlichste Protest wird eingezäunt und abgesperrt.

 

 

Die Polizeimaßnahmen gegen Dissidenten, die Kritik äußern, erinnern an Erscheinungsformen autoritärer Regimes

 


Draußen die nicht-geladenen Studierenden und drinnen von Polizei umringt "feiernde Gäste" von denen einige durch die Fenster einen Blick auf die Ausgeschlossenen werfen. (Fotos bewußt unscharf)

Seitens des AStA-Genderreferats wurde auf einen besonderen Aspekt hingewiesen: „Wenn ich mir die Liste der Redebeiträge anschaue, werde ich wütend! Bis auf die Unipräsidentin und eine Frau aus dem AStA nur Typen!“, und vom AStA-Außenreferat hieß es: „Und dass Gerhard Schröder überhaupt eingeladen wurde, kann ich bis heute nicht verstehen." (Eine Anfrage von goest an den AStA-Vorsitzenden wie der Auftritt von Schröder gesehen wird, blieb bislang unbeantwortet)

 

Verein für Socialpolitik - Schröder spricht zum Thema "10 Jahre AGENDA 2010"

Schon einmal hat Gerhard Schröder einen Auftritt vor der Alumni Göttingen dazu benutzt, um ausführlich die "strategische Partnerschaft" in Gasgeschäften mit Russlands Gazprom zu begründen. Am 29. Mai 2012 war der Aktionsärsausschussvorsitzende der North-Stream AG dann zwar als Festredner angekündigt, hatte aber sehr kurzfristig abgesagt. Nun ist er erneut eingeladen als Redner bei der >>Tagung des "Vereins für Socialpolitik" im Rahmen des 275Jahre-Uni-Jubiläums zum Thema "10 Jahre Agenda 2010" zu sprechen.

Am 10.9.12 im ZHG 011 und Foyer ZHG 1. Stock, 12.30 – 13.45 Uhr.

Schröder, der mit der AGENDA 2010 die Ausbreitung der Billiglohnarbeit gefördert hat soll nun bei der Tagung des Vereins für Socialpolitik im Rahmen des Uni-Jubiläums zu eben diesem Thema auftreten. Ursprünglich war der Verein gegründet worden um "auf der Grundlage der bestehenden Ordnung die unteren Klassen soweit heben, bilden und versöhnen, dass sie in Harmonie und Frieden sich in den Organismus einfügen". (>>Vereins-Webseite)

Aber auch jene, die aus Nähe zu den Interessen der Wirtschaft die Deregulierung des Arbeitsmarktes durch die AGENDA 2010 gutheissen (wie z.B. die FAZ) finden, dass Schröders Schweigen zu den skandalösen Rechtsbrüchen in Russland insbesondere zum Fall Pussy Riots "stinkt". Schröder, der sich als Freund Putins bezeichnet, schweigt nach dem skandalösen, absurden Urteil gegen Pussy Riot auch weiterhin ohne sich von Putin zu distanzieren. "Dieses Schweigen stinkt" meint dazu sogar die konservative >>FAZ .

 

Gazprom Vertreter spricht zum Uni-Jubiläum (muß das sein?)
[Nein es mußte nicht sein, Gerhard Schröder sagte kurzfristig ab]

Mai 2012 / Die EU und insbesondere Deutschland sind abhängig von Erdgaslieferungen des russischen Gazprom-Konzerns. Um diese Abhängigkeit von Russland zu mindern, versucht die EU eine weitere, von Russland unabhängige Gasversorgung aufzubauen. Dadurch ist es zu zwei Pipeline Konkurrenzprojekten gekommen: Das eine sind die russischen North- und South-Stream-Pipelines von Gazprom, das andere ist das von der EU gewünschte Pipelineprojekt "Nabucco".

Für Russland ist die Abhängigkeit der EU von russischen Gaslieferungen ein Machtfaktor, der durch fremde Pipelines geschwächt würde. Die Verwirklichung der North-Stream-Pipeline durch die Ostsee war deshalb ein Stück russische Machtpolitik.

"Putin baut den Weltmachtanspruch Russlands weiter aus und nutzt dabei die Energie-Nachfrage in Europa. Am 21. Oktober 2006 versicherte Putin den 25 EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfel im finnischen Lahti zwar, Russland sei offen für eine Energie-Partnerschaft mit der Europäischen Union, lehnte aber die vom Westen gewünschte Unterzeichnung der Energiecharta ab, nach der Russland die Kontrolle über sein Pipelinesystem an die Europäer abtreten müsste." Wikipedia

In einer Zeit, als 2005 der Niedergang der SPD-Kanzlerschaft absehbar war, unterstütze Gerhard Schröder als Noch-Kanzler die finanzielle Absicherung des russischen North-Stream-Projektes mit Gazprom. Kurze Zeit darauf, nachdem er als Kanzler abtreten mußte, wurde er als Vertreter von Gazprom zum Vorsitzenden des 8 köpfigen Aktionärsausschusses ernannt. Ihm, als Vertreter des russischen Konzerns Gazprom (51 %) sitzen die Unternehmensvertreter von E.On und Ruhrgas, die jeweils 24,5 % vertreten, gegenüber. wikipedia

Jürgen Roth
Gazprom -
Das unheimliche Imperium

Erschienen: 16.4.12
288 Seiten
Gebunden € 19,99
ISBN: 9783864890000

Eine Analyse der gesamten Beziehungen rund um "das System Gazprom", die auf dem Umschlag"skrupellos und kriminell" genannt werden.

Jürgen Roth hat in seinem Buch "Gazprom - das unheimliche Imperium" diesem Vorgang einige Aufmerksamkeit gewidmet. Auf Seite 272 heisst es:

"Nabucco hätte eine vom Kreml unabhängige Gasversorgung bringen sollen. Siim Kallas war in dieser Zeit der amtierende EU-Kommissar, zuständig für Verwaltung, Audit und Betrugsbekämpfung. Er hatte sich insbesondere für die Durchsetzung von Transparenzinitiativen innerhalb der EU-Vergabepraxis verdient gemacht, und er beschuldigte Gerhard Schröder, die deutsche Integrität beschädigt zu haben, 'Wären die Standards der EU-Kommission eingehalten worden, könnte Schröder den Posten nicht annehmen'." und Helmut Görling ... "der einstige Beamte des Hessischen Landeskriminalamtes, Abteilung Organisierte Kriminalität, (...) über Schröders Wechsel zu Nord Stream Ich bin damals hellhörig geworden. 'Mein Gott , das muss doch strafbar sein, dachte ich. Wie kann man das machen?' " (Roth 272)

Der Wechsel eines ehemaligen Bundeskanzlers mit all seinem Wissen aus Amtsgeheimnissen in ein Wirtschaftsunternehmen ist an sich schon fragwürdig; zur Anschauung sei beispielsweise ein Artikel der Zeitung "Die Welt" von 2006 genannt. Im Fall Gerhard Schröder ist es darüber hinaus ein russisches Quasi-Staats-Unternehmen, das Jürgen Roth als eine Machtzusammenballung mit mafiösen Strukturen beschreibt, an deren Spitze der russische Präsident Putin steht. Dies hatte möglicherweise den ehemaligen Leiter des Auswärtigen Ausschusses des US-Abgeordnetenhauses Tom Lantos 2007 dazu veranlasst, so berichtet Jürgen Roth auf S. 277, den Ex-Kanzler auf äußerst drastische Weise, öffentlich als einen "politischen Prostituierten" zu bezeichnen.

In ihrem Buch "In Putins Russland" (2005) schildert Anna Politkowskaja die russische Demokratie unter Putin als "Konglomerat aus mafiosen Unternehmern, den Rechtsschutzorganen, der Justiz und der Staatsmacht." Rezension NZZ In einer Rezension der Süddeutschen Zeitung zu ihrem Buch werden "die Stärkung der Geheimdienste, die Verfilzung von organisierten Verbrechen, Polizei und Justiz, die staatliche Duldung rassistischer und neofaschistischer Organisationen, die brutalen und korrupten Verhältnisse in der Armee" genannt. Erst die Ermordung dieser regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja am 7. Oktober 2006 brachte das Thema Pressefreiheit in Russland in die Schlagzeilen westlicher Medien. Während der Präsidentschaft Putins wurden insgesamt 13 Journalisten ermordet. In keinem der Fälle kam es zu einer Verurteilung der Täter, so ein Bericht des Committee to Protect Journalists. ( Wikipedia) Die russische Journalistin Jelena Tregubowa fragte 2006 wie die Ermordung Zufall gewesen sein kann, "wenn Putin vom ersten Tag seiner Präsidentschaft an die freie Presse und Opposition planmäßig vernichtet (und) konsequent alle unabhängigen oppositionellen Fernsehsender in Russland liquidiert (hat) ( DieZeit )

Jürgen Roth berichtet (S. 268) von einem Fall in dem auch ein deutscher Journalist, nämlich Boris Reitschuster wegen seiner Putin-Kritik über eine Bedrohung aufgeklärt wurde. Der frühere liberale russische Vizeministerpräsident Jawlinski sagte ihm "Seien sie vorsichtiger! Was Sie tun ist gefährlich" und "Ich bin jedesmal froh, wenn ich Sie lebend sehe - dass Sie noch leben."

Aber Gerhard Schröder nannte 2005 Putin einen "lupenreinen Demokraten" (zit. Spiegel ) und wiederholte auch kürzlich erst diese Aussage ( DieWelt ) . Schröder unternimmt nichts dagegen, wenn er in den Medien als Freund Putins geschildert wird, im Gegenteil: demonstrativ versuchte Schröder bei der Eröffnung der Nord Stream Pipeline dem eher reserviert wirkenden Putin eine Umarmung aufzuzwingen. (Video) [an dieser Stelle kann der Autor dieses Artikels nicht umhin, auf den Ekel hinzuweisen, der ihn angesichts dieser Szene befiel]

Wenn Putin die Presse- und Meinungsfreiheit mit Füssen tritt, Demonstrationen gegen seine Wahlfälschungen zusammenknüppeln lässt, wie kann dann ein prominenter Gazprom-Mitarbeiter und Freund Putins beim Jubiläum der Göttinger Universität sprechen? Zumal Schröder schon gezeigt hat, dass er einen Auftritt vor der Universitätsgemeinsschaft so gut wie unverhüllt für eine Gazpromwerbung zu nutzen versteht:

International Alumni Homecoming 2008: Festvortrag, Politische Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung, Gerhard Schröder:
"die strategische Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und Russland fortzuentwickeln ist eine der vordringlichsten Aufgaben der europäischen Politik und Deutschland muß aus historischen Gründen aber auch aus seinen eigenen nationalen Interessen heraus in diesem Prozess eine Vorreiterrolle spielen. Ich bin überzeugt, dass unser Kontinent die Union im globalen Wettbewerb dann und nur dann erfolgreich sein wird wenn wir die wirtschaftlichen und technologischen Potentiale der Union und die riesigen natürlichen aber auch menschlichen Ressourcen Russlands gemeinsam nutzen. Dann und nur dann werden wir uns in der Triade behaupten können. (
Videoaufzeichnung des Vortrags)

Mit solchen Äusserungen wird nur notdürftig verdeckt, dass seine Unterstützung des russischen (quasi Staats)konzerns Gazprom ihm auch deswegen persönlichen Nutzen gebracht hat, weil er Gazprom geholfen hat, dem Diversivizierungsversuch der EU zuvorzukommen.

Zum Schluß sei uns die Bemerkung erlaubt, dass wir uns einen würdigeren Gastredner zur 275jährigen Jubiläum der Uni gewünscht hätten.

P.S.: Die Anfrage (24.5.) an den AStA Vorsitzenden (Juso-HSG) zu dieser Angelegenheit wurde bislang nicht beantwortet

Zum Anfang

 

Verein KUNST veranstaltet mit der Universität großes KUNST- und Kulturfest
1. Juni im Zentralen Hörsaalgebäude

Es ist sowohl die gesamte im Verein KUNST zusammengeschlossene Göttinger Kulturszene mit DT, JT, KAZ, musa, Apex, Händel-Festspielen, Domino, Balettschule art la danse, Indische Kulturtage, Literarisches Zentrum, Kino Lumiere und Rockbüro vertreten wie auch die universitären Kulturschaffenden von Uniroyal, Unicante, ThOP oder der Camerata Medica" freute sich die Leiterin des ThOP, Barbara Korte, die den Großteil der Planungen mit der Universität für KUNST e.V. durchgeführt hat. Der Eintritt ist frei. Getränke und kleine Snacks werden zu günstigen Preisen angeboten. Der Verein KUNST trägt die Gagen der auftretenden KünstlerInnen, die Universität sorgt für die Räumlichkeiten, die Bühnen- und Veranstaltungstechnik, das technische Personal sowie das leibliche Wohl der Besucher. KUNST-Mitglieder werden die Auftritte auf den verschiedenen Bühnen moderieren und dabei auch die Göttinger Kultureinrichtungen vorstellen. Das Programm im Überblick

Ort und Name der Gruppe Beginn Ende
Bühne im ZHG- Foyer
Eröffnung des Festes mit Universität und KUNST e.V. 14 Uhr
African Culture Club 14.05- 14.30 Uhr
Nirmiti (ind. Musik und Tanz) 15.00- 15.30 Uhr
Cadilar (orientalischer Tanz) 15.45- 16.00 Uhr
Zumbala 16.15- 16.45 Uhr
Camerata Medica 17.15- 17.45 Uhr
KAZ-Akrobaten 18.00- 18.30 Uhr
Unicante 18.45- 19.15 Uhr
Händelfestspiele: Singalong-Chor und Jugend-Sinfonie-Orchester 19.45- 20.10 Uhr
Bacalao 21.00- 22.00 Uhr
Bühne im ZHG 011
Art la danse 14.00- 14.30 Uhr
DT/ junges schauspiel: "Der kleine Prinz" 14.45- 15.45 Uhr
Fredolinos (KAZ-Clowns) 16.00- 16.45 Uhr
DT/ junges schauspiel: "Kassandra" 17.00- 18.00 Uhr
Chinesischer Kulturverein: Tanzvorführung 18.15- 18.45 Uhr
St. Jacobi-Kantorei 19.00- 19.25 Uhr
KAZ-Chor 19.40- 20.10 Uhr
JT-Club: "das Fundament" 20.30- 22.00 Uhr

ZHG 009 Lumiere: "Nosferatu" / Live-Musik vonTrioglyzerin

20.30 22.00 Uhr
ZHG 008
Buchfink-Puppen-Theater 17.00- 17.45 Uhr
L‘uke 18.45- 19.30 Uhr
Improsant (Impro-Theater) 20.00- 20.45 Uhr
ZHG 007
Volquartz / König / Frank: Musik- und Tanz-Improvisation 16.00- 16.45 Uhr
Theaterwerkstatt: Szenen aus "Jubiläum" von G. Tabori 17.30- 18.30 Uhr
Literarisches Zentrum: Lesung mit Frank Schulz 19.00- 20.15 Uhr
ZHG 006
ThOP: Theater zum Selberbasteln 14.00- 18.00 Uhr
vor ZHG 006 ThOP: Schminkstation für Kinder (u. Erwachsene) 14- 18:00 Uhr
Außenbühne/ Kleiner Campus
UniRoyal 19.00- 20.00 Uhr
Blessed & Irie 20.30- 21.30 Uhr
NB-Houseband mit Gästen 22.00- 23.30 Uhr

 

29.5.12 Protestkundgebung auf dem Wilhelmsplatz

Für den 29.5.12 ist um 16 Uhr eine studentische Protest-Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz angekündigt. Um 16.30 Uhr beginnt der Festakt zum Uni-Jubiläum in der Aula am Wilhelmsplatz.

In dem Aufruf eines "Politkollektiv Göttingen für eine (Kosten)freie Uni" werden folgende Kritikpunkte genannt:

  • Dass wir Bildungsgebühren zahlen müssen.
  • Dass Lebensentwürfe durch ständigen Druck geformt werden.
  • Beschränkungen durch NCs und das Bangen um Masterplätze.
  • Die verdammte Verschulung des Studiums.

Sie mag vielleicht gut auf den modernen Berufsalltag vorbereiten, aber eigenständiges Denken wird durch Auswendiglernen nicht gefördert und die Lebensfreude kommt schnell unter die Räder des Lernterrors. Dass die psychosoziale Beratungsstelle immer häufiger zum Anlaufpunkt werden muss ist nur ein Folge. Dass gar keine Zeit mehr bleibt, Interessen auszubilden und zu verfolgen eine andere.

Und wie schaut die Unikultur überhaupt aus? Von Kurs zu Kurs hetzen und verlernen normal zu reden? Selbst auf dem Campus sollen wir noch mit zielgruppengerechter Werbung belästigt werden.

Und wenn die wenigen kritischen, freidenkerischen Seminare und Vorlesungen nur gegen Widerstände überhaupt entstehen können, statt gefördert zu werden, dann wundert es auch nicht, dass der Austausch, die politische Kultur, sich langsam aufgelöst hat. Die freie Zeit muss eh mit Lernen gefüllt werden.

  • Wir wollen nicht, dass Wirtschaftseliten Entscheidungen über Forschung und Lehre treffen!
  • Wir wollen nicht ständig eingebläut bekommen, dass wir uns als Elite zu fühlen haben!
  • Wir wollen kein Geld für ein Menschenrecht zahlen und
  • wir wollen verdammt nochmal nicht bis Mitternachts in der SUB sitzen müssen!
  • Wir wollen selbst bestimmen, wie wir leben und lernen!

Der Aufruf wird vom AStA unterstützt und endet mit der Forderung:
Kommt zur Demo (...) Beteiligt euch mit kreativen Aktionen! Kommt vorbei, bringt FreundInnen mit, malt Transpis, bastelt Schilder, schreibt Redebeiträge, sprecht ins offene Mikro, denkt euch was aus! Wir verschaffen uns Gehör! Studiengebühren endlich abschaffen! Politische Kultur fördern! Für Kritische Forschung und Lehre! Für eine (Kosten)FREIE UNI!