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Theater im OP  (ThOP)

ThOP - Theater im OP , Homepage, Käthe-Hamburger-Weg 3,  Karten: Tel 397077, Zentral- Mensa, Mo-Sa 12-14 Uhr oder per Tel. 392177 oder Abendkasse Wegbeschreibung ,

Allgemeine Infos über das Theater
Tanztheater "Bilder einer Ausstellung" (Premierenbericht)
Tanztheater - Ankündigung
Stück: Minna von Barnhelm
Stück: "Der Engel mit dem goldenen Schnurrbart"
Stück: Trois versions de la vie - Dreimal Leben
Stück: Hamlet
Dramatiker Wettbewerb Ausschreibung
Dramatiker-Wettbewerb 2004
Regiekurs des ThOP

Theater im OP / ThOP Blick auf die Bühne im ehemaligen Operationssaal mit den historischen Bänken links und rechts, die nun dem Publikum als ZuschauerInnenplätze dienen (für die harten Bänke stehen Kissen zur Verfügung)

in der unteren Reihe ist der Kontakt zu den SchauspielerInnen wortwörtlich zum Greifen nahe.

Teurer Wanderzirkus wegen Schaden am Dach - KUNST e.V. hilft

Auf der Webseite des ThOP heisst es im Mai 2015 immer noch:
"Aufgrund bevorstehender Sanierungsarbeiten an unserem Dach bleibt das ThOP als Aufführungsort vorübergehend geschlossen. Wir weichen auf andere Aufführungsorte aus." Und so finden die Aufführungen wechselnd in der Aula am Waldweg, im kleinen Kellerraum der ThOP Notaufnahme, im DT-2 (Studio) oder auf der Bühne des Jungen Theaters statt. Die Aufführungen müssen also weiterhin an verschiedenen wechselnden Spielorten durchgeführt werden. Zu den bisherigen Ausweichorten werden sicher auch noch andere hinzukommen, innerhalb und außerhalb der Universität.

Das alles bedeutet erhöhte Aufwendungen des ThOP durch die Umlegungen der Aufführungen. Die Planungen für die Dacharbeiten laufen, die entsprechende Ausschreibung wird momentan vorbereitet, so dass die Arbeiten nach den Planungen des Gebäudemanagements der Universität voraussichtlich im Juni beginnen können. Doch bis zur Fertigstellung kommen neben dem Zeitaufwand auch zusätzliche Kosten für Transport, evtl. Raummieten und/oder Schließdienst hinzu. Neuanschaffungen im technischen Bereich bzw. Reparaturen der vorhandenen Ausstattung waren bereits nötig, um den Spielbetrieb zu gewährleisten (neue Dimmer, Reparatur kleinerer Defekte am mobilen Lichtpult etc.) und sind auch für die kommenden Monate zu erwarten. Diese zusätzlichen Ausgaben müsste das ThOP komplett aus seinen Eintrittseinnahmen bestreiten.

KUNST unterstützt das ThOP finanziell wegen seiner Raumprobleme

Der Verein KUNST e.V. hat beschlossen, das ThOP das selbst Mitglied im Verein KUNST ist, im Jahr 2015 mit einer Summe von 3000 Euro aus den Erlösen der diesjährigen KUNST-Gala , finanziell zu unterstützen! "Wir hoffen, so dem ThOP in seiner Not ein bisschen helfen zu können und bitten die Universität, die Reparaturarbeiten zügig voran zu treiben, damit das ThOP schnellstmöglich wieder in seinen angestammten Räumen spielen kann!" erklärte Nils König vom KUNST-Vorstand.


Nils König vom KUNST-Vorstand und Barbara Korte, Leiterin des ThOP in der Notaufnahme, einer der Ausweich-Spielorte des ThOP.

(Monty Python schildert den bisycle repairman als Retter in der Not - in Gö hingegen kommt der "Kultur-Repair-Man" zum Einsatz)

Allgemeine Infos über das Theater

Der Vorführraum des ThOP ist ein ehemaliger Lehr-Operations-Saal mit den  eng übereinander hochragenden Sitzreihen. Die unmittelbar bis an die ersten Sitzreihen heranreichende Bühne und enge Staffelung der weiteren Sitzreihen stellt einge große Nähe zwischen Publikum und SchauspielerInnen her und intensiviert das Erleben der Aufführung.
Das ThOP hat jährlich 140 Theateraufführungen und mehr als 10.000 BesucherInnen. Das ThOP steht in enger Verbindung zur Universität bzw. Dramaturgischen Abteilung am Seminar für Deutsche Philologie. Dadurch haben die Studierenden im Theraterbereich ein Praxisfeld.
Mit einer halben Stelle, die das ThOP zur Verfügung hat muß von dessen Inhaber Klaus-Ingo Pißowotzki der gesamte Bereich der organisatorischen, technischen und finanziellen Betreuung geleistet werden. Dramaturgische Leiterin des ThOP ist Prof. Simone Winko. Da die Uni Gelder kürzt und die Eintrittsgelder nicht reichen wurde zur Unterstützung ein Förderverein gegründet.
Als der Kulturausschuß des Rates der Stadt Göttingen einmal im ThOP tagte erklärte
Prof. Dr. Lüer erklärt "im Namen des Präsidiums der Universität, dass nie die Absicht bestand, das ThOP zu schließen oder die Arbeit zu reduzieren. Das Präsidium verstehe sich grundsätzlich als Verbündeter und Förderer des Theaters. Bezüglich der baulichen Situation erklärt er, dass diese sukzessive verbessert werden solle." Im Juli 2004 wurde eine Renovierung und Brandschutzsicherung für 50.000 Euro aus Uni-Mitteln fertiggestellt.

Das ThOP nimmt zunehmend die Rolle eines weiteren Theaters in der Stadt wahr, ist also nicht mehr nur ein reines Studententheater. Bei den 12 bis 14 inszenierten Stücke im Jahr sind rund 150 Laien-Schauspielerinnen und Schauspieler beiteiligt,  die kein Geld erhalten würden. Lediglich die rd. 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters erhalten eine geringe Aufwandsentschädigung. Inzwischen spielt das ThOP im Käte-Hamburger- Weg (**) seit nunmehr 20 Jahren. Zum Jubiläum im November 2004 ist geplant, Gastspiele mit Schauspielern aus Göttingen und der gesamten Bundesrepublik aufzuführen. Weiterhin wirde im Audimax eine Ausstellung über das ThOP mit Fotos, Skripten, Arbeitsmaterialien, etc. geplant. (** Käte Hamburger (geb. 21. Sept. 1896 in Hamburg, gest.8. April 1992 in Stuttgart.) 1934 bis 1956  offenbar in Schweden als Jüdin emigriert, von 1957 bis 1976 lehrte sie allg. Literaturwissenschaften an der Uni Stuttgart.)

Finanzprobleme gelöst - Verschiedene Fakultäten legen zusammen
pm thop vom 25.11.09 / "Das ThOP ist gerettet Wie vor einiger Zeit bekanntgeworden, standen das Theater im OP (ThOP) und seine Mitarbeiter vor einer schwierigen finanziellen Lage, durch die die Existenz des Theaters gefährdet war. Zur Finanzierung der Stelle der technisch-organisatorischen Leitung sollte der ThOP-Förderverein nach den Plänen der Unileitung in den nächsten fünf Jahren jeweils 6000 € beisteuern, also eben so viel wie das Präsidium der Universität und die Philosophische Fakultät. Für den Verein war diese Summe aber nicht aufzubringen. Einen ersten Schritt in Richtung Rettung bedeutete die Zusage des Studentenwerks Göttingen , das ThOP ab 2010 5 Jahre lang mit 1000 € pro Jahr zu unterstützen. Pünktlich zur Feier des 25-jährigen ThOP-Jubiläums konnte nun aber die Rettung des Theaters bekanntgegeben werden. Es hatte sich jemand gefunden, der die Lösung der finanziellen Problemstellungen in die Hand nahm. Der Direktor der SUB Göttingen, Norbert Lossau, konnte mit großem Engagement verschiedene Fakultäten der Universität dazu bewegen, auch einen Anteil der insgesamt ausstehenden 6000 € zu bezahlen. Dieses sind die Fakultäten für Agrarwissenschaften, Chemie, Geowissenschaften und Geographie, die Juristische Fakultät, die Medizinische Fakultät, die Fakultäten für Physik, Sozialwissenschaften und Theologie. Sie und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen werden das ThOP mit einem Betrag von jeweils jährlich 500 € unterstützen. Die zur Summe von 6000 € noch fehlenden 500 € können (und müssen) in Zukunft, wenn sich kein anderer Sponsor findet, vom ThOP-Förderverein oder noch zusätzlich vom ThOP selber aufgebracht werden. Letzteres ist sowieso mit der Summe von 10.000 € im Jahr an der Finanzierung der Leitungsstelle beteiligt. Der Rückhalt aus verschiedensten Fakultäten der Universität und dem Studentenwerk gibt dem ThOP Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Zudem motiviert er die ThOP-Mitarbeiter und bestärkt sie in ihrer Haltung, sich als Theater von und für Studierende aller Fakultäten zu begreifen."

zum Anfang

Achtung wegen Sanierungsarbeiten andere Spielorte
Die Skizze für die Anfahrt ist vorübergehend bedeutungslos, denn aufgrund eines Schadens am Dach (nicht Dachschaden!) ist das ThOP gezwungen auf andere Spielorte auszuweichen. Deutsches Theater, Junges Theater und die Bühne im Saal der ehemaligen PH im Waldweg helfen aus.

Drama Der Tod und das Mädchen

Eine verschwommene Erinnerung an eine Stimme ist doch kein Beweis für irgendetwas, Paulina, es ist anfechtbar

Paulina war Gefangene der Militärs und wurde Opfer von Folter und Vergewaltigung. 15 Jahre später, nach der Wiederherstellung der Demokratie in ihrem Land, wird ihr Mann Gabriel in die Kommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen berufen. Überraschend bringt er einen Gast mit nach Hause, in dem Paulina ihren Peiniger von damals wiederzuerkennen glaubt... Hat Dr. Miranda getan, was Paulina ihm vorwirft? Reicht die Erinnerung an eine Stimme aus, um jemanden anzuklagen? Ist Selbstjustiz vertretbar, wenn keine Gerechtigkeit zu erwarten ist? Eindeutige Antworten sucht man in Ariel Dorfmans preisgekröntem Drama Der Tod und das Mädchen vergeblich. Dem Autor zufolge spielt das 1991 uraufgeführte Stück in der Gegenwart, "wahrscheinlich in Chile –oder jedem anderen Land, welches gerade eine Diktatur hinter sich lässt." Die Angaben zur zeitlichen und ra umlichen Einordnung bleiben vage. So erlangt das Drama eine Universalität, die es auf viele Orte und Zeiten übertragbar macht. Bei Dorfman stehen die Charaktere in ihrer Entwicklung und Ambiguität im Zentrum: Paulina, die sich einerseits als verängstigtes Mädchen, andererseits als starke Frau zeigt, Gabriel, ihr liebender Ehemann, der jedoch immer wieder als aalglatter Politiker auftritt, und Dr. Miranda, der "gute Samariter", der in Verdacht gerät, ein perfider Sadist zu sein. Während die plötzlichen Ereignisse, die wechselseitigen Anschuldigungen und die schwelenden Probleme den begrenzten Raum von einer Nacht und einem Zimmer beinahe zu sprengen drohen, stellt sich die Frage: Wer ist Opfer, wer ist Ta ter?

Inszenierung: Wiebke Schäfer und Jennifer Reinhardt , Es spielen: Alina Halverscheid, Joe Pfändner, Martin Liebetruth

Das Stück feiert am 6.3.15 Premiere in der Notaufnahme des ThOPWeitere Aufführungstermine sind: 07.03.* // 10.03.* // 12.03.* // 13.03.* // 14.03.* // 16.03.* // 17.03.* // 18.03.* // 20.03.* // 21.03.* Eintritt 9,00 Euro / ermäßigt 6,00 Euro

 

"Possible Worlds – Mögliche Welten"

Aufgrund von Sanierungsarbeiten an der regulären Spielstätte bringt das Theater im OP sein Stück "Possible Worlds – Mögliche Welten" ab dem 7. Februar in die Aula am Waldweg.

Das Stück feiert am 7.2.15 Premiere in der Aula am Waldweg

"Denkst du manchmal, die Dinge hätten auch ganz anders laufen können?" Stell dir vor, es gibt eine Welt in der du nie zur Schule gegangen bist. Stell dir vor, es gibt eine Welt in der du steinreich bist und in einer anderen bettelarm. In unendlich vielen Welten hat es dich nie gegeben. Stell dir vor, in dieser Welt ist deine Frau noch am Leben.
Als George Barber seine Frau Joyce bei einem tragischen Unfall verliert, scheint sein Glück unwiderruflich zerstört – sie war die Liebe seines Lebens. Aber George ist nicht wie jeder andere: Er hat die Fähigkeit, zwischen Parallelwelten hin- und herzureisen. Kurzentschlossen begibt er sich auf eine Odyssee, um Joyce wiederzufinden. Immer wieder trifft er auf sie, doch Joyce kennt ihn in keiner der möglichen Welten. Verzweifelt setzt George alles daran, sie aufs Neue für sich zu gewinnen.
Gleichzeitig ermitteln Inspektor Berkley und Assistent Williams im skurrilsten Fall ihrer Karriere: Ein Serienmörder, der die Gehirne seiner Opfer entwendet. Trophäen? Forschungsobjekte? Oder vielleicht ganz was anderes? George entspricht genau seinem Opfertyp und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Der kanadische Mathematikprofessor John Mighton stellt sich in seinem Stück unter anderem Fragen wie "Was wäre wenn...?" und "Wie soll man wissen, wie die Wahrheit aussieht?" Um eine hürdenreiche Liebesgeschichte mit einem bizarren Kriminalfall zu verweben stützt er sich unter anderem auf die Vielwelten-Theorie der Quantenmechanik – und legt dem Zuschauer dabei den einen oder anderen philosophischen Stolperstein in den Weg.

Weitere Aufführungstermine sind:
09.02.* // 11.02.* // 14.02.* // 16.02.* // 18.02.*
21.02.* // 23.02.* // 25.02.* // 27.02.* // 28.02.*
Einlass: 19:30 Uhr Eintritt: 9,- €
Beginn: 20:15 Uhr Ermäßigt: 6,- €
Kartenreservierungen unter: Mail theaterkarten@googlemail.com Telefon 0551 39 70 77
VVK Mo-Fr, 12-14 Uhr im Foyer der Zentralmensa & im Alten Rathaus

*An allen gekennzeichneten Terminen gelten die Konditionen des Kulturtickets!

 

Blaubart - Hoffnung der Frauen
Stück von Dea Loher, Regie Thomas Löding
Premiere 5. November 2014 , 20.15 Uhr, - Das ThOP zu Gast beim DT2 (Studio)

Blaubart (Luke Slager) und Die Blinde (Anja Marszalek)

"Heinrich Blaubart ist ein mittelmäßiger und unsportlicher Damenschuhverkäufer, der vor der Liebe zu ihm warnt. Am Anfang erscheint alles wie ein Spiel: Seine zahlreichen Begegnungen mit Frauen verlaufen gefühlvoll und absurd; humorvoll und ernst zugleich. Und die Frauen sind zunächst nicht in Gefahr. Doch Blaubart tötet, was er liebt." - Teilweise tendieren die Dialoge etwas ins Absurde aber immer mit dem Anschein, es könnte doch so gewesen sein. Der Theatertext ist im Verlag der Autoren erschienen.

Die 1964 geborene Dea Loher zählt zu den meistgespielten Dramatikerinnen der Gegenwart. Ihre Stücke wurden in 15 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2005, dem Bertolt-Brecht-Literaturpreis 2006 und dem Berliner Literaturpreis 2009. Regie Thomas Löding

 

Mr. Marmalade
Besprechung der ThOP-Premiere 6.9.14 /
Günter Schäfer

Mr. Marmalade - Lady Marmalade: Im Song "Lady Marmalade" – hierzulande bekannt unter dem Titel "Voulez vou coucher avec moi – ce soir?" heisst es u.a.:
"Er traf Marmalade unten im alten "Moulin Rouge" Wie sie voll aufgstylt die Straße entlang stolzierte. Sie sagte: "Hallo, hey Joe, wie wär's denn mit uns beiden...? (...) Jetzt sitzt er wieder im Büro und macht seinen 8-Stunden-Job...Lebt sein graues, eintöniges Leben. Aber wenn er schläft sieht er in seinen Träumen immer noch uns." Hat Haidle da was umgedreht?

Einige Infos zur Handlung: Die 4 jährige Lucy (von einer erwachsenen Schauspielerin gespielt) fühlt sich einsam. Sie träumt bzw. phantasiert von Mr. Marmalade, dem angeblich viel beschäftigten Büromenschen. Sie begegnet in ihrer Phantasie Mister Marmalade, unterhält sich mit ihm, spielt mit ihm "Tee trinken" und "Familie" und wird von ihm berührt. Der phantasierte Mr. Marmalade erscheint real auf der Bühne, es ist aber klar, dass er nur von Lucy gesehen und gehört werden kann. Es kommt zu einer Begegnung mit einem 5 jährigen Spielkameraden, mit dem Lucy, trotz ihrer Angst vor Mr. Marmalades Reaktion, intensive Doktorspiele spielt. Daraufhin reagiert Mr. Marmalade wütend, eifersüchtig, herabwürdigend.
Später phantasiert Lucy, dass sie ein Kind von Mr. Marmalade hat. Der angeblich vielbeschäftigte Büromann fühlt sich beim Fernsehen aber vom Kindergeschrei genervt , es kommt zum Streit und er verlässt sie, obwohl sie ihr eigenes Kind umbringt, damit kein Schreien mehr zu hören ist (und Ketch-up-verschmiert auf der Bühne steht). Lucy bittet danach Mr. Marmalades Assistenten bei ihr zu bleiben. Am Ende taucht Lucys Mutter mit Mr. Marmalade als Liebhaber auf, der nun behauptet "Bob" zu heissen. ( Der Name Bob ist in USA Synonym für "irgendein Name").

Foto von Dorothea Heise:
Marmalades Assistent, Mr. Marmalade (Hans Peter Hucke ), Lucy (Halya Pidstrigach )

Weitere Schauspieler_innen:, Jewa Kogan (Larry) , Roman Kupisch (Breadly), Diana Tyebally (Babysitter Emmely), Thomas Sicking (George, Freund des Babysitters) und Miriam Emperle (Sooki, Lucys Mutter). Es inszenierten Heiko Matthias und Ilka Daerr.

Zum Autorenkonzept und zur Inszenierung im ThOP: Die Handlung war mit kleinen Jokes gepflastert – aber es gab genau so viele Haken an denen die Gedanken in einen tiefen und dunklen Bereich führen konnten. Etliche Leute im Publikum zogen es vor, auf der Klamaukebene zu verweilen und jedes Nachdenken totzulachen. Nicht lustig war unter anderen die Geschichte eines 5jährigen, der von seinem kindlichen Selbstmordversuch erzählt und berichtet, man habe sogar in der Klinik ein Bild von ihm aufgehängt als "jüngstem Selbstmordpatienten".
Die Rolle des 4jährigen kleinen Mädchens Lucy war sowohl vom Autor als auch von der Inszenierung her nicht besonders nachdrücklich darauf angelegt, das Publikum in die tieferliegende Problematik zu führen und eher im lustig-unterhaltsamen Absurden zu verweilen. Der dunkle Hintergrund war, dass sich Lucy mühte, mit ihrer Einsamkeit und mit eingebildeten oder erlebten Zudringlichkeiten eines eingebildeten (oder realen?) erwachsenen Mannes fertig zu werden indem sie in eine Phantasiewelt auswich. Später taucht Mr. Marmalade übrigens als reale Männerbekanntschaft der Mutter auf und deutet die Möglichkeit an, dass es bei den phantasierten Männern auch um reale Männerbekanntschaften der Mutter handeln könnte.


Im ThOP:
Halya Pidstrigach (Lucy) und Hans Peter Hucke ( Mr. Marmalade) // Foto Dorothea Heise


Interpretation des Sückes durch das Plakat der "Outside the March Theatre Company, Toronto

Der erwachsene Mann in der Phantasie des kleinen Mädchens, Mister Marmelade war in ihrer Phantasie mal einfühlsam, rücksichtsvoll und freundlich und dann wieder stockte einem der Atem wenn der von Drogen benebelte Phantasie-Mr. Marmalade dem kleinen Mädchen widerliche Schimpfworte wie "du kleine Votze" an den Kopf warf. Oder wenn er auf die Frage ob er Doktor spielen wolle antwortete: "ja meine Prostata müßte untersucht werden". Wahrlich genug Ansatzpunkte, die Ebene des Klamauks zu verlassen. Dabei hätte dann aber wohl die Inszenierung das Stück über den Autorentext hinaus neu erfinden müssen.

Das Stück also trug im Ansatz durchaus die Möglichkeit in sich, eine komplizierte Sache dramaturgisch zu modellieren. Bei dieser komplizierten Sache handelt es sich um die Fragen: Wie verarbeiten kleine Kinder unerträgliche Situationen wie Zudringlichkeiten oder gar Mißbrauch. (Eine Theatergruppe in Toronto charakterisiert Mr. Marmalade sehr drastisch und schreibt "Lucy, aged four, and her abusive relationship with her imaginary friend Mr. Marmalade, a violent, degenerate, sex-obsessed drug-addict). Wie verarbeiten Kinder die Gleichgültigkeit der Mutter und Einsamkeit? Wie bauen sie in ihrer Phantasie einen schützenden Kokon um sich herum in dem sie, wie Lucy im Stück, Familie spielen? Und können sie innerhalb dieser Phantasie die Auseinandersetzung mit den Widrigkeiten und Widerlichkeiten der Realität beginnen oder endet es in dauerhafter psychischer Störung. Und schließlich die Frage: wie werden reale Beziehungen zu Gleichaltrigen oder die Beziehungen des späteren erwachsenen Lebens von diesen Erlebnissen beeinflußt. Also wie wird man von dem verfolgt "was das Leben uns angetan hat"( Worte des Autors in einem Interview.) Die Behandlung solcher Fragen lässt sich nur begrenzt in eine klamaukhafte Aufführung packen.

Die NY Times hält den Autor selbst daffür verantwortlich, dass das Stück auf der Spassebene blieb.: "the author never really even dips his toe into the painful emotional undercurrents beneath the play's antic comic surface. Instead, he settles too easily and too consistently for cheap laughs." Für die Behandlung all der ernsthaften Bezüge ist das Stück Mr. Marmalade durchaus günstig angelegt. Doch Haidle liefert kein Lehrstücke und keine Wahrheitsverkündigung für die Bühne, sondern sein Fach ist der Wahnsinn der Realität, das Phantastische des Alltags und das Unglaubliche der Wirklichkeit. Er ist glühender Verehrer des absurden Theaters und seines Meisters Samuel Beckett.

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Zum Autor: Noah Haidle (34 Jahre , aus Detroit) lehrt zenisches Schreiben u.a. in Princeton University, Kenia und Uganda Headle sagte in einem Interview: "und heute glaube ich, dass das Theater den Menschen eine Möglichkeit bietet, um mit vereinter Aufmerksamkeit zusammenzukommen, und dass diese kollektive Aufmerksamkeit einem weltlichen Gottesdienst nahekommt." (>>Zitat-Quelle)
Stücke von Haidle:
"Skin Deep Song" Erstaufführung 1. Februar 2013 am Schauspiel Essen
"Saturn kehrt zurück" 2012 in Nürnberg,
"What is the Cause of Thunder" / deutsch: "Ada und ihre Töchter"
"Lucky Happiness Golden Express".
"Mr. Marmalade" deutsche Erstaufführung 2009 Staatstheater Karlsruhe., Uraufführung bereits 2004 in USA

Kulturticket als Beihilfe zum Absturz der Kultur? Das Thop war zur Premiere vom Mr. Marmalade nicht ausverkauft. Wenn Premieren des ThOP zumal in den Semesterferien noch freie Plätze aufweisen, wäre es eigentlich sinnvoll, einen Teil der Plätze auch für Kulturticket-Besucher_innen bereitzustellen. Allerdings wird von den Veranstaltungsabenden mit Kulturticket-Gültigkeit berichtet, dass viele Studierende einen ThOP Besuch inzwischen als belustigenden Einstieg in den Partyabend und zum "Vorglühen" benutzen. Wobei die Aufführung des Stückes eher zur Nebensache würde. Das lässt leider nicht erwarten, dass sich das Interesse an den Tiefen des Stückes bei zukünftigen Aufführungen nach der Premiere noch steigert.

Ankündigungstext des ThOP war: Noah Haidles Mr Marmalade ist ein "Kammerspiel voller Sinnebenen". Mr. Marmalade ist Lucys imaginärer Freund. Lucy ist vier Jahre alt und liebt Mr. Marmalade über alles. Der wiederum ist Geschäftsmann, nimmt Drogen und arbeitet zu viel. Auch Lucys Mutter ist selten bei ihrer Tochter. Lucy ist nicht gerne allein. Am liebsten spielt Lucy Familie. Einmal bringt der Babysitter Larry mit. Larry ist anders und schon fünf Jahre alt. Er weiß im Gegensatz zu Mr. Marmalade, wie man Familie spielt. Darin ist er gut. Seit 2012 werden die Stücke von Noah Haidle in Deutschland häufiger aufgeführt. Die deutschsprachige Erstaufführung von Mr. Marmalade fand 2009 am Staatstheater Karlsruhe statt. Einsamkeit, Liebe, Tod und Alter - das sind die Spezialthemen Noah Haidles. Diese erarbeitet er für die Bühne in Zusammenhang in einem Spiel der Realitätsebenen. Aufführungen: 6.9. / 8.9. / 11.9. / 12.9. / 13.9. / 16.9. / 17.9. / 19.9. / 20.9.14.. // Karten 9 / 6 €

 

Headstate
Von Irvine Welsh

Irvine Welsh (Autor von "Trainspotting") schickt einen stinkfaulen Metzger, eine Rabenmutter, einen gutgelaunten Psychopathen & die Liebe verkaufende Mickey auf einen Trip mit viel XTC, Alkohol, Speedballs und einer Leiche. Kurzum wird klar: Das wird ein ganz übler Trip.

Inszenierung: Peter Schubert
Premiere: 13. August 2014 um 20:15 Uhr

Weitere Aufführungen:
15.08.2014 (K), 16.08.2014 (K), 19.08.2014 (K), 21.08.2014 (K), 22.08.2014 (K), 23.08.2014 (K), 26.08.2014 (K), 28.08.2014 (K), 29.08.2014, 30.08.2014

Die mit (K) gekennzeichneten Aufführungstermine sind sogenannte Kulturticket-Veranstaltungen, die Studenten der Universität Göttingen nach vorheriger Reservierung kostenlos besuchen können. Beginn jeweils um 20:15 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr. Im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen (Einlass über den Zuschauereingang im Heinrich-Düker-Weg) Preise: EUR 9,00 (Ermäßigte EUR 6,00) Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de Vorverkauf: Mo. - Fr. 12:00 - 14:00 Uhr im ZHG der Universität Mo. - Sa. 10:00 - 18:00 Uhr im Alten Rathaus

 

"Totenkopfschwärmer" von Esther Rölz

Premiere 18.06.2014; 20:15 Uhr, Weitere Aufführungen 19.06.// 20.06.// 24.06.// 25.06.// 27.06.// 28.06.// 30.06.// 02.07.// 03.07.// 04.07.2014

Eintritt: 9 € // 6,- € Ermäßigt // mit Kulturticket: Eintritt frei (außer Premiere und Deniere)

Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage hat sich vermutlich schon jeder gestellt und eine wirkliche Antwort gibt es nicht. Auch die vier Freunde Micha, seine ältere Schwester Julika, deren Freund Gabriel und dessen Bruder Eric stellen sich diese Frage dringlichst, als sie in Michas Geburtstag reinfeiern wollen. Nicht gerade die beste Voraussetzung um in Feierlaune zu kommen. Treffpunkt ist eine alte Eiche im Wald. In jenem Wald, in dem sich einige junge Menschen in ihrem Landkreis erhängten. Die Selbstmorde sind immer wieder Anlass hitziger Diskussionen. Perspektivlosigkeit und ein geringes Selbstwertgefühl seien der Grund für den Freitod der Jugendlichen in dieser Gegend. Langeweile und Alkohol tun ihr übriges. Und so rauchen, trinken und tanzen auch Julika, Micha, Gabriel und Eric unter dieser alten Eiche im Wald. Und es heißt, dass Nachts dort die Seelen der Selbstmörder spuken. Jeder hat seinen eigenen Baum und an diesem hängt seine Seele. Wer nachts allein durch den Wald geht, und einen dieser Bäume streift, dem raubt die verzweifelte Seele ein Stückchen Mut – seinen Lebensmut. Die süße des Lebens wird ihm quasi ausgesaugt. Ähnlich, wie ein Totenkopfschwärmer es tut. In der ersten Inszenierung von der Studentin Bianca Oppermann ruft uns das Stück "Der Totenkopfschwärmer" die Frage nach dem Sinn des Lebens und die des Todes in unser Gedächtnis. Das gleichzeitige Verlangen nach Tod, Leben und Liebe bleibt wohl der ewige Kampf in jedem von uns. Und vielleicht hat das Leben keinen Sinn. Aber dann hat das Sterben auch keinen. Inszenierung: Bianca Oppermann

 

Nach dem Fall

Nachwuchsdramatiker*innen-Wettbewerb des Theater im OP April/Mai 2014

Im vergangenen Jahr hatte das ThOP den 6. Dramatikerwettbewerb ausgeschrieben, der sich gezielt an jene richtete, die bislang noch keine Werke fürs Theater geschrieben haben.Das vorgegebene Motto lautete "Nach dem Fall' . Aus der Vielzahl der Einsendungen wurden zwei Autoren mit zwei sehr unterschiedlichen Stücken als Siegerstücke ausgewählt. Die Nachwuchsdramatiker Daniel Ratthei und Michael Wolf haben beide das Motto ‚Nach dem Fall' sehr unterschiedlich verarbeitet. Ratthei stellt in "Die Opelbande oder Ich jagte den Diamanten-Hai" den sozialen Fall eines jugendlichen Autoknackers dar, Gabriel Wenzke ist fünfzehn Jahre alt und klaut Autos, vorzugsweise der Marke Opel. Er macht das mehr so zum Spaß, is' ja schließlich noch jung. Aber Olivia findet's voll scheiße: "Man, Wenzke, du blöder Arsch!" Natürlich endet alles mit schwerer Körperverletzung und Haftstrafe. War ja wohl klar.

Wolf nutzt in "Das Theater und Grausamkeit " das Theater selbst als Schauplatz. Auf einer Theaterprobe stürzt der Hauptdarsteller des Stückes zu Tode. War es ein Unfall oder gar Mord? Die Antwort ist dem Theaterensemble vorerst gar nicht so wichtig. Viel katastrophaler ist, dass durch diesen Ausfall nun der Hauspreis auf dem Spiel steht! Zudem ermittelt da noch ein verwirrter Kommissar im Todesfall und der Autor weigert sich, das Stück umzuschreiben. Was dann ans Tageslicht kommt, bringt nicht nur das Stück, sondern auch alle Beteiligten in Lebensgefahr

Mit ‚Nach dem Fall' inszeniert das Theater im OP gleich zwei deutsche Uraufführungen. Am 26. April, um 19:30 Uhr, feiertenn die Stücke ihre Premiere inklusive Siegerehrung der beiden Autoren Ratthei und Wolf. Weitere Termine: 29. + 30.04., 02. + 03.05., 06. + 07.05., 09. + 10.05., jeweils um 20:15 Uhr

Vorverkauf von Mo-Sa, 12-14 Uhr in der Zentralmensa Email-Reservierung theaterkarten@googlemail.com Kartentelefon: 0551 - 39 70 77

 

John B. Priestley: "Ein Inspektor kommt"

ThOP-Text:
Am Mittwoch, d. 12. März 2014 hat das Stück "Ein Inspektor kommt" von dem englischen Autor John B. Priestley um 20.15 Uhr im Göttinger Theater im OP (ThOP) Premiere. Hierbei handelt es sichum ein soziales Drama, das sowohl die Klassenunterschiede der englischen Gesellschaft zu Anfang des 20. Jahrhunderts als auch die zunehmende Technologisierung und Industriealisierung kritisch beleuchtet. Die Darstellung der Konsequenzen menschlichen Handelns und sozialer Verantwortung verleihen dem Stück auch heute noch seine immense Aktualität. Verlobungsfeier im Hause von Arthur Birling, einem Fabrikbesitzer in Brumley, einer fiktiven Stadt irgendwo in der mittelenglischen Provinz. In die Feierlichkeiten platzt ein Polizei-Inspektor, der alle Anwesenden wegen des Selbstmordes einer scheinbar unbekannten Arbeiterin befragen möchte. Alle Anwesenden fühlen sich für das Schicksal der Selbstmörderin nicht verantwortlich, führen aus, sie hätten nicht einmal gekannt. Im Fortgang der Befragung des Inspektors, in der die Befragten zunehmend erkennen, dass sie sehr wohl etwas mit jener Arbeiterin zu tun hatten, wandelt sich die Situation.

Weihnachtsstück 2013: Alles Weihnachten

Die Gemeinschaftsproduktion der Thop-Mitarbeiter und Nachwuchs-Regisseure (René Anders, Maria Mielke, Mini von Platen, Peter Schubert, Victoria Fitz) zeigt eine bunte Mischung von weihnachtlichen Szenen, wie auf vielfältige Weise der Heilige Abend gefeiert wird.

Text ThOP: "Weihnachten – eine Zeit des Jahres, die die Menschen immer wieder verzaubert. Eine Zeit der Besinnlichkeit und Ruhe, auf dem Weihnachtsmarkt riecht es weihnachtlich nach Glühwein und gebrannten Mandeln, Christbäume werden aufgeschlagen und geschmückt. Am Höhepunkt der Weihnachtszeit, dem Heiligen Abend, versammeln sich die Familien und Freunde unter dem Christbaum und feiern. Doch es gibt auch die jenigen, die am kalten Winterabend ganz alleine sind oder sogar für andere arbeiten müssen. Ob als Weihnachtsmann verkleidet Geschenke verteilen oder als Christkind ein Weihnachtslied singen, die Weihnachtsagentur hat für jeden was dabei."

Sa. 07.12.13 - Premiere Beginn: 20.15 Uhr Einlass/ Abendkasse: 19.30 Uhr
Vorverkauf: Mo. – Fr. // 12 – 14 Uhr // ZHG (Zentralmensafoyer)
Kartenvorbestellungen unter: 0551-397077 oder www.thop-online.de

 

"Einer und Eine"

Ein Stück von Martin Heckmanns. Er wurde "in der Kritikerumfrage der Zeitschrift theater heute zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt.(...) Seit Beginn der Spielzeit 2009 ist Heckmanns Dramaturg und Hausautor am Staatsschauspiel Dresden. Wikipedia)

"Einer und Eine" Es ist die Geschichte zweier junger Menschen, die sich perfekt mit der Liebe in der Theorie auskennen, sie sogar studiert haben. Durch einen Zufall treffen sie aufeinander und staunen still über ihre unerwarteten Empfindungen. "Einer und Eine" wie ein Appell an diese Generation: gegen die Angst vor Gefühlen, für die Gemeinsamkeit .

Angefangen hat alles mit einem Missgeschick. Angefangen hat alles mit der zufälligen Begegnung von Jakob und Grete und ihrer Erkenntnis, dass Interaktionstheorien und Liebeslyrik nicht sehr hilfreich sind in Sachen Liebe. Als ob das nicht schon kompliziert genug wäre, mischen sich die Dämonen von Jakob und Grete in ihr Liebesleben ein und überschreiten immer häufiger die Grenzen zu ihren Pendants. Zeitgenössisches Stück von Martin Heckmanns."

Mit dem Kulturticket ist der Eintritt frei, ausgenommen Premiere und der Derniere. Preise: 9 € / 6 €, Karten-Vorbestellung 397077 oder www.thop-online.de, VVK: Mo.-Sa. 12–14 Uhr im ZHG der Uni, Mo.-Sa. 10 – 18 Uhr im Alten Rathaus

Beginn um 20:15, Einlass ab 19:30 Uhr

Mi, 9. Oktober (Premiere)

Fr, 11. Oktober
Sa, 12. Oktober
Di, 15. Oktober
Mi, 16. Oktober
Fr, 18. Oktober
Sa, 19. Oktober
Di, 22. Oktober
Do, 24. Oktober
Fr, 25. Oktober

Sa, 26. Oktober (Derniere)

Schauspieler/innen: Jennifer Reinhardt als Grete, Pascal Weigmann als Jakob,

desweiteren spielen mit:
Maria Mielke als Dämonin, Stefan Happach als Dämon.

Regie: Matto Jordan,
Co-Regie: Kerstin Börst

 

"ACHT FRAUEN" Von Robert Thomas

Es hätte ein wunderbares Familientreffen werden können: Susanne, die jüngste Tochter des Hauses, kommt von ihrem Internatsaufenthalt in England zurück in die französische Heimat. Mutter Gaby und Schwester Catherine sind voller Vorfreude, die Bediensteten Madame Chanel und Louise bereiten das Fest vor. Auch die alte Mamy freut sich auf das Enkelkind. Nur Augustine, Gabys wehleidige Schwester, windet sich wie immer vor Selbstmitleid ob ihrer Gebrechen und ihres verpfuschten Lebens. Doch der Tag steht unter keinem guten Stern: Der Hausherr Marcel wird ermordet in seinem Bett aufgefunden, ein Messer im Rücken. Als dann auch noch seine zwielichtige Schwester Pierette auftaucht, erweitert sich der Kreis der Verdächtigen auf die acht anwesenden Frauen. Auf sich selbst zurückgeworfen spinnen sich die Damen ein Netz aus Lügen, versteckten Sehnsüchten, offenen Ressentiments und Intrigen zurecht, in das sie sich nach und nach selbst zu verwickeln drohen. Nur eines ist sicher: Eine von ihnen ist die Mörderin!
Das Stück "Acht Frauen" des französischen Autors Robert Thomas erschien im Jahr 1958 und wurde 2002 von Francois Ozon >>mit Catherine Deneuve fürs Kino verfilmt. Das Kriminalstück mit humoristischem Einschlag gilt als Klassiker des Genres.
Inszenierung: Thomas Rühling und Sascha Vennemann
Premiere: 06. November 2013 um 20:15 Uhr

Weitere Aufführung: 08.11.2013 (K), 09.11.2013 (K), 12.11.2013 (K), 13.11.2013 (K), 15.11.2013 (K), 16.11.2013 (K), 19.11.2013 (K), 20.11.2013 (K), 22.11.2013 (K), 23.11.2013
Die mit (K) gekennzeichneten Aufführungstermine sind sogenannte Kulturticket-Veranstaltungen, die Studenten der Universität Göttingen nach vorheriger Reservierung kostenlos besuchen können.

Beginn jeweils um 20:15 Uhr, Einlass ab ca. 19:30 Uhr.
Im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen

(Einlass über den Zuschauereingang im Heinrich-Düker-Weg)
Preise: 9 € / 6 € erm.
Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de
Vorverkauf:
Mo. – Sa. 12:00 – 14:00 Uhr im ZHG der Universität
Mo. – Sa. 10:00 – 18:00 Uhr im Alten Rathaus

 

"Mordsgedächtnis" ab 14.8.13

Von Michael Cooney Vorsätzlicher Mord an Peter Walker und Charles Beard - so lautet die Anklage. Doch kann Caroline Walker, die mutmaßliche Täterin, sich an nichts erinnern. Auf Anweisung des Gerichts begibt sie sich bei dem Hypnotherapeuten Dr. Ellis in Behandlung, um herauszufinden was in der Tatnacht geschah. Was dort zum Vorschein kommt, macht aus der Täterin das Opfer einer ganz und gar nicht märchenhaften Ehe. Doch ist das, woran Caroline sich zu erinnern glaubt tatsächlich die Realität? Ist sie wirklich die, die sie zu sein glaubt? Eine schreckliche Wahrheit kommt ans Licht… Ein Thriller, der zeigt, zu was die menschliche Psyche fähig ist - und was passiert, wenn man sie manipuliert. Inszenierung: Annika Brandt

Aufgrund von Gewaltszenen nicht für Kinder geeignet. Um dunkle Oberbekleidung wird gebeten

Sonja Kutter als Caroline Walker und Andreas Hey als Dr. Ellis.

 

Fotograf:
Jan Vetter

Premiere: 14. August 2013, 20.15 Uhr Weitere Aufführungen: Fr. 16.08 Sa. 17.08 Di. 20.08 Mi. 21.08 Fr. 23.08 Sa. 24.08 Di. 27.08 Mi. 28.08 Fr. 30.08 Sa. 31.08 Beginn jeweils um 20.15 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen (Einlass über den Zuschauereingang Heinrich-Düker-Weg) Preise: EUR 9,00 (Ermäßigte EUR 6,00) Kulturticket-Tage: 16.08 / 20.08 / 23.08 / 28.08 Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de Vorverkauf: Mo. - Sa. 12.00 - 14.00 Uhr im ZHG der Universität Mo. - Sa. 10.00 - 18.00 Uhr im Alten Rathaus

 

"Es muss ja nicht immer Shakespeare sein"
Autor: Daniel Stenmans Regie: Victoria Fitz

19.2.13 / Der Albtraum eines jeden Schauspielers: Das Publikum ist da, das Bühnenlicht an und man hat keine Ahnung, was man spielen soll. "Es muss ja nicht immer Shakespeare sein" setzt eine urige Laienspielgruppe in Szene, die genau dieses Debakel meistern muss: Mit kurzweiligen Einaktern, bunten Dialogen und rhythmischem Körpereinsatz will sie das Publikum bei Laune halten. Und dabei geht natürlich einiges schief… Diese abwechslungsreiche Komödie lebt von der Spielfreude und Flexibilität der Akteure, vom "Spiel im Spiel" und nicht zuletzt von einem Text, der auf liebevolle Weise die Laienspielszene aufs Korn nimmt. Hier kommt nicht nur das Theatervolk selbst auf seine Kosten, nein, jeder mit einem Faible für Slapstick und Wortwitz erlebt eine ironisch-chaotische Persiflage auf den alltäglichen Bühnenwahnsinn. Und… mal ganz ehrlich: Es muss ja auch wirklich nicht immer Shakespeare sein!

Vorstellungen: 13.3; 15.3 (K); 16.3; 18.3 (K); 20.3; 22.3; 23.3; 25.3 (K); 27.3; 28.3; 30.3 Einlass: 19.30 Uhr Beginn: 20 Uhr Preise: Vollzahler: 9 € Ermäßigte: 6 € . (K=) für Studis der Uni Gö kostenlos. Karten: Z-Mensa Mo-Sa 12.00-14.00 Touristeninfo am Alten Rathaus, Reservierung Telefonisch unter 0551-397077 Online unter http://www.thop.uni-goettingen.de Fotos:

Foto / ThOP: (hintere Reihe von links nach rechts) Andreas Hey, Benjamin Körnig, Lena Aust, René Anders, (im Vordergrund links) Lena Gräflich, (rechts) Frerk Schäfers

 

 

Kaiser Jones von Eugene O'Neill

Am Mittwoch, d. 31.10.2012 um 20.15 Uhr, pünktlich zu "Halloween", erfolgt O'Neill im Göttinger Theater im OP (ThOP) die Premiere von "Kaiser Jones", geschrieben von Eugene.

(Text und Foto: ThOP) In diesem Stück verschwimmen schnell die Grenzen, die Wirklichkeit und Einbildung voneinander trennen. Brutus Jones, selbsternannter Kaiser einer westindischen Insel, ist auf der Flucht. Nachdem er die Einheimischen skrupellos ausgebeutet hat, gab es unter ihnen ein Aufstand. Jones flieht in den Urwald, um der drohenden Gewalt durch seine Untertanen zu entkommen. Zunächst selbstbewusst und von sich überzeugt, verliert der fliehende Kaiser in den Tiefen des unheimlichen Dschungels nach und nach seine Selbstsicherheit. Begleitet vom dumpfen Trommelrhythmus der Einheimischen, die sich für den Kampf gegen ihn rüsten, begegnet er im Urwald sich selbst und sieht sich mit Untaten aus der Vergangenheit konfrontiert. Allein mit seiner wachsenden Paranoia und inneren Abgründen, ist er unheimlichen Erscheinungen und den Personifizierungen seiner Ängste ausgesetzt, die Jones nach und nach in den Wahnsinn treiben. Und die Verfolgen kommen näher … Eugene O'Neills Schauspiel spielt mit den inneren Konflikten eines Mannes, der den eigenen Grausamkeiten und Machenschaften nicht mehr standhält. Das Monodrama begleitet den Protagonisten auf der Reise in sein Inneres und lässt den Zuschauer teilhaben an den bizarren, verwirrenden Begegnungen mit den Gestalten seiner Ängste.

Weitere Aufführungen: 2.; 3., 6., 7.; 9.; 10., 13.; 14., 16. und 17.11.2012 jeweils um 20.15 Uhr im ThOP.

 

Munk oder Das kalte Herz
nach Motiven der Erzählung von Wilhelm Hauff.

26.9.12 / Peter Munk (dargestellt von René Anders) hat einen Job bei der Black Forest Energy Corporation - krisenfest aber ungeliebt, er wird gemobbt. Sein erster Versuch, sich selbständig zu machen, scheitert an seiner Unerfahrenheit und seinem Lebensstil. Es kommt, wie es kommen muß: Er geht pleite, und seine Freundin verläßt ihn. Freie Bahn für den privaten Kreditvermittler, der Peter nicht nur sein Herz abnimmt, sondern ihn auch in die Gepflogenheiten des Finanzmarktes einführt. Es nimmt ein böses Ende mit Peter Munk, denn im richtigen Leben kommt kein guter Geist um die Ecke, der alles wieder geradebiegt. Wilhelm Hauff verortet Das Kalte Herz vor einem realen sozio-ökonomischen Hintergrund und unterscheidet so seinen Text vom Es-war-einmal der allermeisten Volks- und Kunstmärchen seiner Zeitgenossen. Schatzhauser und Holländer Michel stehen für zwei entgegengesetzte Erwerbsmodelle: das nachhaltige und das ausbeutende. Munk oder Das kalte Herz macht bewußt Anleihen bei Bret Easton Ellis' American Psycho. In beiden Texten ist der Held ein Psychopath, der sich in seine finanzwirtschaftliche Umgebung einzufügen weiß und dort seine perfekte Tarnung findet. Für Kinder nicht geeignet. (Inszenierung: Joe Pfändner)

 

"Lederfresse" (von Helmut Krausser)

"Lederfresse behandelt mein Lieblingsthema: die chronischen Angstzustände der aus den Fugen brechenden Westwelt, die daraus entstehenden Masken und Mutationen, die völlige Aufhebung der Wirklichkeit in der Simulation …" Helmut Krausser

Lederfresse nach "Haltestelle Geister" das zweite Theaterstück von >>Helmut Krausser hintereinander im ThOP. Es wurde (uraufgeführt am 16.4.1994 im Thalia Theater Hamburg - seitdem von mehr als 250 Bühnen gespielt u.a. Januar 2004 Premiere in Peking)

/ ER (Sascha Vennemann) hat sich von ihrem Ersparten eine Kettensäge gekauft und posiert als Leatherface aus dem bekannten Film "The Texas Chainsaw Massacre", SIE (Myrtha Dorothee Werner) ist gefeuert worden, kommt zu früh nach Hause und ist nicht gerade erfreut über das, was sie sieht. Was als handfester Beziehungsstreit beginnt, fügt sich bald zu einem Bild zusammen, in dem alles seinen Platz findet: nervige wie auch liebgewonnene Marotten, Boshaftigkeiten und Zärtlichkeiten, Handgreiflichkeiten und Poesie - und schlussendlich auch die Polizei als Mit- und Gegenspieler. Das 1994 uraufgeführte Zwei-Personen-Stück lebt von der Skurrilität und Fatalität des Zufalls und der Lebendigkeit seiner Figuren, ihrem Witz und ihrer Spontaneität, umreißt jedoch auch die eine Frage, die so viele von uns im Leben beschäftigt: Hast du auch zu lange gekuscht vor dem Krustentier?

Auf den Fotos: Sascha Vennemann als ER, Myrtha Dorothee Werner als SIE Fotografin: Gunda Johannes Inszenierung: Mareike von Müller

Premiere: 05.09.2012 um 20.15 Uhr
Weitere Aufführungen: 07.09., 08.09., 11.09., 12.09., 14.09., 15.09., 18.09., 20.09., 21.09., 22.09.
Beginn jeweils um 20.15 Uhr, Einlass ab ca. 19.30 Uhr Im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, (Einlass über den Zuschauereingang im Heinrich-Düker-Weg) Preise: EUR 9,00 (Ermäßigte EUR 6,00) Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de Vorverkauf: Mo. - Sa. 12:00 - 14:00 Uhr im ZHG der Universität Mo. - Sa. 10:00 - 18:00 Uhr im Alten Rathaus

 

Haltestelle Geister

VeranstalterInnentext: "Als Schauplatz des Geschehens dient eine Bushaltstelle, die im Laufe des Abends zahlreiche bizarre Persönlichkeiten anzieht. Von Drogendealern über Tussen bis hin zu Tütenpennern ist dabei alles vertreten. Doch warum hält nie ein Bus an der Haltestelle und warum stirbt plötzlich einer nach dem anderen? Ein geheimnisvolles Rätsel, das die Haltestelle bis zum Ende umgibt. Dieses Theaterstück ist nichts für schwache Nerven – neben Witz, Sex und merkwürdig philosophischen Denkansätzen ist es gerade die kompromisslos vulgäre Sprache, die dem Zuschauer ins Knochenmark fährt. Wenn du Angst vor der dunklen Seite des Lebens hast, dann bleib lieber Zuhause und schmeiß dich mit einer Tüte Popcorn vor den Fernseher, denn zum Kauen wirst du bei bestimmt nicht kommen. Es wird in deutscher Sprache gespielt. Regie: Antonina Nagle und Torge Bickert "

 

Was vom Himmel fällt
Von James Graham, Deutschsprachige Erstaufführung

"Mir Raumstation, April 2005, fällt in den Südpazifik, nahe Fiji. BeppoSAX. Niederländisch-italienischer Satellit, verließ außerplanmäßig die Erdumlaufbahn. Januar 1997. Frau, Oklahoma, auf den Kopf getroffen von orbitalen Trümmern. Was rauf geht, muss runter kommen". Angst. Sie ist allgegenwärtig und zeigt sich in den verschiedensten Facetten. Auch Robin hat Angst. Seit ihm als Junge ein Schuh auf dem Kopf gefallen ist, ist er traumatisiert. Er hat Keraunothentophobie - Angst vor herabstürzenden Satelliten. Seine Mutter und die Psychiaterin Joanna versuchen Robin diese Angst zu nehmen, - erfolglos. Unter der dicken und Sicherheit versprechenden Platte des Esszimmertisches hockend, wird Robin zunehmend zum Beobachter des Lebens außerhalb der Wohnung. Eigentlich ist Robin damit sehr zufrieden. Doch dann lernt er im Internet die junge lebenslustige Jaqui kennen, die unter denselben Ängsten leidet wie er und nur 5 Minuten entfernt wohnt. Es entwickelt sich eine Romanze, die beide bald vor die Frage stellt, ob eine virtuelle Beziehung genug ist. Jaqui will zurück ins reale Leben und so wagen die Verliebten das Unmögliche und beschließen, sich zu treffen... Das Theater im OP (ThOP) Göttingen präsentiert im Juni 2012 "Was vom Himmel fällt" von James Graham erstmals in deutscher Sprache, eine moderne, etwas skurille und unterhaltsame Liebesgeschichte. Es spielen: Christopher Seltmann, Ayse Bolik, Jella Böhm, Ralf Kollarz-Beuermann, Christa Gaisbichler, Ursula Dettmer, Julian Giro

16.06.2012 Premiere als deutschprachige Erstaufführung im Theater im OP (ThOP) . Weitere Aufführungen: 19.06., 20.06., 23.06., 24.06., 27.06., 29.06., 30.06., 03.07., 04.07., 06.07., 07.07. jeweils um 20:15 Uhr

Preise: 9 € (Ermäßigt 6 €) Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de

 

"Brainstorm"

"Unser Gehirn ist ein Profi. Aber kein Genie. Wir sind gezwungen in Mustern zu denken, in vorgefertigten Bahnen. Der Ansturm von Informationen auf unser Gehirn wird sonst zu groß. Unser Unterbewusstsein entscheidet, welche Informationen wichtig sind und serviert uns eine bekömmliche Auswahl. Meistens ist diese Auswahl sehr klug zusammengestellt. Aber : Wahrnehmung kann getäuscht werden und Gedanken sind manipulierbar. Lassen Sie sich in der Bühnenshow "BRAINSTORM" gekonnt täuschen, überraschen, faszinieren! Florian Beyer ist Schauspieler am Staatstheater Meiningen und beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Zauberkunst und den Methoden der Wahrnehmungstäuschung. Nun tourt er mit der ungewöhnlichen Bühnenshow "BRAINSTORM". Die Schranken unseres Denkens werden zum Erlebnis eines Mysteriums". Dieses Gastspiel ist am 12. Februar 2012 im Theater im OP zu sehen. Kartenreservierung über: www.thop-online.de oder 0551 / 39 70 77

 

"Alles Liebe"

Eine Eigenproduktion des ThOP , Inszenierung: Victoria Fitz, Barbara Korte, Antonina Nagle, Klaus-Ingo Pißowotzki, Mini von Platen, Selen Pfändner
- Liebe zwischen einer Pfarrersfrau und einem Tontechniker, zwischen einer Braut und ihrem ungeplanten Hochzeitsfotografen, den zwei Lichtdoubles einer Erotikfilmproduktion und noch vielen anderen, Liebe überall in der romantischen Komödie Alles Liebe, pünktlich zum Fest der Liebe -Weihnachten. Als außergewöhnliches Plus bietet Alles Liebe im Anschluss an die Vorstellungen bei genügend Nachfrage ein Speeddating für die Zuschauer (ausgenommen Premiere und letzte Vorstellung).

Simon Kuhn und Dorothea Heicke,

Käte-Hamburger-Weg 3 (Einlass über den Zuschauereingang im Heinrich-Düker-Weg) Einlass bei Abendvorstellungen ab ca. 19.30, bei Nachmittagsvorstellungen ab ca. 15:15 Uhr,
Karten 9 (Ermäßigte 6 €) Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de
Vorverkauf: Mo. - Sa. 12:00 - 14:00 Uhr im ZHG der Universität Mo. - Sa. 10:00 - 18:00 Uhr im Alten Rathaus

 

"Öl" (von Lukas Bärfuss)

Die massive Kraft, die der erträumte Gewinn durch Öl auf menschliches Bestreben auslöst wird eingewoben in die massive Kraft, mit der sich menschliche Beziehungen und Existenzen zerstören.

Text-Auszüge /ThOP: "...., jene Kraft, die Welten errichtet und zerstört, Menschen dreimal über alle Ozeane treibt und in die Hölle schickt, Mütter ihre Kinder verstoßen lässt, Freunde zu Verrätern macht, Armeen zerschmettert, blühende Gärten in öde Wüsten verwandelt, kurz, die heilige, ewige Gier nach Geld."Dallas 1963. Saudi-Arabien 1975. Köln-Lindenthal 1977. Persischer Golf 1988. New York 2001. Beryok 2011. Menschen hinter Krisen. Krisen im Menschen. Ein Ehepaar in der Fremde, eine Haushälterin, Einheimische und ein Phantom? Herbert Kahmer sucht nach dem schwarzen Gold, Eva Kahmer nach sich selbst. Sie wartet, trinkt, terrorisiert und versucht dabei die Welt zu lenken. Eingesperrt im eigenen Haus, da die Nomaden vor der Tür harren, wird sie des Wartens überdrüssig und alle müssen mit den Folgen leben...
Theater so verzerrt und verrückt wie die Wirklichkeit inmitten von Blumenwiesen, geschlossenen Räumen, dichten Wäldern und baumelnden Herrenhirnen. Ein Stück über das Warten, die Suche nach sich selbst und anderen und den Gründen des Daseins.

Es spielen: Catharina Bonnemann, Jennifer Traum, Daniela Papenhagen, Yannick Gerry Eller und Baltasar Rüchardt Regie: Ilka Daerr
Aufführungstermine: 07.09.2011 (Premiere) , 10.09., 13.09., 14.09., 16.09., 20.09., 21.09., 23.09., 24.09. jeweils 20:15Uhr

 

La Cittadella - Eine Collage nach Motiven von Heinrich Mann

Text/ThOP: "Die Schwiegermutter hat Sodbrennen.....Naja, es wird am Schatten liegen. Was soll man tun, wenn dieses verdammte Schiff Verspätung hat? Denn schließlich - sagen wir nur die Wahrheit - die Stadt steht vor Ereignissen, die.... Ein verschlafenes Nest im ländlichen Italien, ganz wie man es sich vorstellt: La Dolce Vita, Meer und schöne Frauen. Der Priester Don Taddeo, der mit strengem Auge über das Seelenheil seiner Schäfchen wacht. Doch hinter der biederen Fassade brodeln unzählige Affären, Neidereien und geheime Sehnsüchte. Als eine Operntruppe in das malerische Städtchen einzieht, kochen die Leidenschaften über und das ruhige Leben der Bewohner wird aus den Angeln gehoben. Mit ihrer an Heinrich Manns Roman "Die kleine Stadt" angelehnten Inszenierung bringen die Regisseure Klaus Berg und Peter Schubert ein explosives Gemisch auf die Bühne. .... "

Premiere: 30. Juli, 20:00 Uhr Weitere Aufführungen: 3.08; 5.08; 6.08; 9.08; 10.08; 12.08; und 13.08 um jeweils 20:00 Uhr.


ThOP / Schauspieler+in des Stückes "Cittadelle" // Foto: H.P. Hucke ,


"..was ich aufsuchte in meiner ,kleinen Stadt', waren die Wirkungen des Enthusiasmus, war die ,Steigerung an fremder Schönheit und Größe', wie Sie sagen." Dieses Vorhaben ist kaum besser umzusetzen als in einer ,,mittelmeerisch-sonnige[n] Szenerie" , die für ein leichtes Leben bekannt ist und es erlaubt, emotionsreich Liebe, Leben und Leidenschaft nach außen zu tragen."
Aus einer Magisterarbeit (Sonja van Eys) zu Manns Roman >>Quelle

 

THAT FACE - Szenen einer Familie von Polly Stenham

Im ThOP ab 13. Juli 2011
(Text: ThOP) )

Als Gott am sechsten Schöpfungstag alles ansah, was er gemacht hatte, war zwar alles gut, aber dafür war auch die Familie noch nicht da. (Kurt Tucholsky)
Viele Kinder haben schwer erziehbare Eltern. (Jean-Jacques Rousseau
Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen. Alfred Hitchcock Mia ist auf einem Internat. Sie hat Zugang zu Medikamenten. Es sind Marthas Medikamente. Henry bereitet sich auf die Kunsthochschule vor. Er hält sich eher an Gin. Es ist Marthas Gin. Martha kontrolliert ihr Leben. Martha ist ihre Mutter. Hugh muss eingreifen. Hugh ist Vater. (Nicht nur von Mia und Henry.)

Jugendgewalt - untereinander und ausgehend von - ist ein aktuell heißes Eisen. Gibt man sich auf die Suche nach Schlagzeilen und Meinungen, dann finden sich - zumindest für Deutschland - die Meinung, dass das vor allen männliche Jugendliche betrifft, die meistens aus der Unterschicht stammen - gerne mit Migrationshintergrund. Polly Stenham erzählt eine andere Geschichte. Hier findet ein Akt von Jugendgewalt in einem Internat in England statt, ausgeführt von 2 Mädchen aus der Mittelschicht. Die Klärung der (möglichen) Ursachen, führt zurück in die Familie des einen Mädchens. Diese Familie, die sicherlich einmal einen optimistischen Perspektive hatte, ist nun zerrüttet und zersplittert. Und es beginnt zwischen Eltern und Geschwistern ein Kampf um die Durchsetzung der einzig richtigen Wahrheit. Stenham, die das Stück als neunzehnjährige schrieb, bedient sich virtuos bekannter Motive der Theaterdramatik, um ihre psychologisch aufgeheizte Geschichte voranzutreiben, nicht ohne Dialogwitz - und mit einer Brise schwarzen Humors, geschult an Monty Python. (In deutscher Sprache) Mit: Karolin Breda / Anna-Maria Engel / Bettina Roesner / Roman Kupisch / Alina Halverscheid & Thomas Rühling /// Inszenierung: Thomas Müller

>>Interview mit Polly Stenham

 

Zum Parteitag Bananen

Text/Thop: "Grenzen verwischen. Mit dem Fall der Mauer scheint alles möglich. In der neuen Ordnung, die aus dem anfänglichen Chaos entsteht, finden alle, wonach sie suchen: Freiheit, kleinbürgerliche Sicherheit, Religiosität, Stolz, Glanz, Rassismus sowie erste Autos und neue Fernseher. Der Traum für viele vom Reihenhaus und vom Kinderkriegen wird für eine junge Frau unerträglich. Ein junger Mann schmeißt die Schule und fährt durchs neue Deutschland. Anpassung, Ordnung und die Anderen werden diesen beiden zur Last. Ihre Wege kreuzen sich. Gemeinsam wollen sie ihre Idee von der Freien Deutschen Jugend verwirklichen: Bumsen und besoffen sein statt Abitur, Job und Karriere. Dann trennen sich ihre Wege. Zufällig begegnen sich die Beiden 20 Jahre später. ZUM PARTEITAG BANANEN ist das zweite Theaterstück von Oliver Kluck. Seit dem Berliner Theatertreffen 2009 gilt er als einer der begehrtesten Nachwuchstheaterautoren. Ausgezeichnet mit dem 'Nachwuchspreis für Junge Dramatik' 2009 und dem 'Kleist-Förderpreis' 2010 ist Kluck derzeit als "Außer-Hausautor" am Nationaltheater Weimar tätig. Jetzt zeigt das Theater im OP (ThOP) ZUM PARTEITAG BANANEN von Oliver Kluck unter der Regie von Heiko Matthias."

Premiere: Dienstag 10.05.2011 um 20.15 Uhr Weitere Aufführungen: 11.05., 13.05., 14.05., 17.05., 18.05., 20.05., 21.05., 24.05., 25.05., 27.05., 28.05.2011 Beginn jeweils um 20:15 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr Im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen (Einlass über den Zuschauereingang im Heinrich-Düker-Weg) Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de Vorverkauf: Mo. - Sa. 12:00 - 14:00 Uhr im ZHG der Universität Mo. - Sa. 10:00 - 18:00 Uhr im Alten Rathaus

 

"Man lebt nur einmal"

ThOP Ankündigungstext: Am 6 .April 2011 kommen die 70iger Jahre zurück ins Theater im OP Göttingen, denn es findet um 20.15 Uhr die Premiere der Screwball-Komödie "Man lebt nur einmal" statt. Alice Sycamore, der jüngste Spross der Familie, möchte heiraten. Doch nicht irgendjemanden, sondern den Juniorchef der Firma Kirby & Co., in der sie als Sekretärin arbeitet. Ansich sollte das kein Problem darstellen, wäre da nicht Alice's Familie: Der Großvater von Alice betreibt im Wohnzimmer eine Schlangezucht, ihre Mutter versucht schon seit Jahren als Schriftstellerin berühmt zu werden, ihr Vater lässt keine Minute vergehen, in welcher er nicht mit Sprengstoff experimentiert, der Schwager kann es nicht lassen auf seinem Glockenspiel rumzuhämmern und ihre Schwester träumt von einer Karriere als Prima Ballerina. Eigentlich eine lustige Familie, doch was passiert, wenn diese Familie auf die Familie von Alice geliebten Tony Kirby trifft, die Familie eines Wallstreet-Bankiers? "Mal lebt nur einmal" basiert auf dem, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten, Werk "You can't take it with you" von George Simon Kaufman und Moss Hart, welches 1936 erstmals aufgeführt und 1938 unter dem Titel "Lebenskünstler" mit James Stewart verfilmt wurde. Die Premiere findet am 6.April um 20.15 Uhr statt. Weitere Termine sind am: 8.; 9.; 12.; 14.; 15.; 16.; 19.; 21. und 23. April 2011, Beginn ist jeweils um 20.15 Uhr.

 

Ars Ex Machina – Die Kunstmaschine

Unter Blitzlichtgewitter greift der Maler ein letztes Mal zum Pinsel. Es ist Japser Dacks, der King Kong der Kunst. Seine Karriere ist am Ende, er selbst nur noch das Marketingprodukt seines skrupellosen Agenten. Nur Theodor Bauser, der geheimnisvolle Kunstterrorist, kann Jasper vor der letzten Konsequenz bewahren. Mit seiner Hilfe bricht der einstmalige Modern Art Superstar auf zu einer neuen Form des Menschseins. Unterstützt von einer surrealen Atmosphäre aus Klang und Licht erzählt Die Kunstmaschine die Geschichte eines gescheiterten Künstlers und eines Gottes - Prometheus’ letzten Abgesang auf die Menschheit. Wir werden überwältigt werden, ehrfürchtig uns nieder knien. Wie schmerzvoll ist es doch, ein Mensch zu werden. Man muss bis zur Vollendung gehen. Auf diesem Weg gibt es kein Zurück. Sag’ der Menschheit, dass ich bald komme. Sage ihr, dass ich sehr bald komme. Zu sehen ab dem 9. März im Theater im OP (ThOP). Ars Ex Machina – Die Kunstmaschine (UA) von Serdar Sezenoglu im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen Kartentelefon: 0551 - 39 70 77 Online-Kartenvorbestellungen: www.thop-online.de Aufführungen: 9., 11., 12., 15., 16., 18., 19., 22., 23.,25., 26. März 2011 Einlass ab 19:30 Uhr Beginn: Jeweils 20:15 Uhr Regie: (UA) von Serdar Sezenoglu

 

"Dr.med.Hiob Prätorius" von Curt Goetz

Ein Verkehrsunfall auf einer einsamen Landstrasse. Opfer: Dr. med. Hiob Prätorius und Frau. Wie es dazu kam, erklärt uns Dr. Watson. Und wir würden seinen Ausführungen folgen, wenn da nicht noch ein gewisser Sherlock Holmes wäre, der sich nicht mit dem Offensichtlichen zufrieden gibt. Aber lernen wir zunächst Prätorius in einer Rückblende selbst kennen, den meistgeliebten Narren seiner Patienten und zugleich der meistgehasste seiner Kollegen. Prätorius soll sich vor einem Ehrengericht erklären, denn in seiner Vergangenheit vermutet man dunkle Punkte, genährt durch die bloße Existens seines Faktotums Shunderson. Liegt hier der Schlüssel? Nun, immerhin hat sich Holmes des Falles angenommen, und es wäre doch gelacht - apropos gelacht -, Prätorius war immer auf der Suche nach der Mikrobe der menschlichen Dummheit, er hielt sie für ansteckend ... 1949 in Göttingen verfilmt, behauptet der Autor, sich über den Ort der Handlung nie klargeworden zu sein - hätte er bloß das Theater im OP gekannt ... Zweite Szene, Hörsaal der Anatomie und Sie, wertes Publikum, in der ersten Reihe.

Premiere am 01.09.2010 um 20.15h im Theater im OP. Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen. Weitere Aufführungen am 03., 04., 07., 08., 10., 11., 13., 15., 17. und 18.09.. Beginn jeweils 20.15h. Karten unter 0551/397077, am ThOP-Stand in der Zentralmensa, Mo-Sa, 12-14h oder im Internet: www.thop-online.de

 

„Happy“ von Doris Dörrie
Gastspiel des Spielkreis Theater in der Notaufnahme des Theaters im OP
20.-26. September 2010

"Hat es etwas mit Liebe zu tun, wenn man seinen Partner im Dunkeln erkennt? Das Theaterstück „Happy“ der renommierten zeitgenössischen Autorin und Regisseurin Doris Dörrie setzt sich unter anderem mit dieser Frage auseinander: Drei seit langem befreundete Pärchen, die mittlerweile sehr unterschiedliche Lebensstile führen, kommen zu einem Abendessen zusammen. Ein Abklatsch auf gute alte Zeiten soll es werden, aber unterschwelliger Neid auf das vermeintliche Beziehungsglück oder das zur Schau getragene Geld der anderen prägt die oberflächliche Partyatmosphäre. Als sich dann die scheinbar harmlose Wette entspinnt, die lang liierten Pärchen würden einander im Dunkeln nicht einmal am Tastsinn erkennen, fallen jedoch die Fassaden, und die Figuren stehen nicht nur im wörtlichen Sinne nackt voreinander: In der Tragikomödie „Happy“ geht es darum, was Glück und Liebe wirklich ausmacht, um die Demaskierung von Oberflächlichkeiten und Lebenslügen und die Entlarvung manches scheinbar allzu glücklichen Lebens. Der Stoff ist auch bekannt geworden durch Dörries Film „Nackt“ von 2002. Im stimmungsvollen, intimen Ambiente der Notaufnahme des Theaters im OP (Achtung: Zuschauerkapazität nur 30 pro Abend) wird der Zuschauer an sechs Abenden im September unmittelbarer Zeuge des emotionalen Geschehens auf der Bühne.

Premiere: 20. September 2010 20.15 Uhr Weitere Aufführungen: 22. September 2010 20.15 Uhr 23.September 2010 20.15 Uhr 24.September 2010 20.15 Uhr 25.September 2010 20.15 Uhr 26.September 2010 20.15 Uhr

 

Interaktiver Krimi

Scherenschnitt oder der Mörder sind Sie! Ein interaktives Kriminalstück nach Paul Pörtner Schnipp-Schnapp! Erleben Sie Mord in Göttingen! Ein Friseursalon, eine Leiche und vier Verdächtige. Werden Sie Zeuge eines äußerst mysteriösen Geschehens, das viele Fragen aufwirft. In dem Kriminalstück "Scherenschnitt" setzen wir auf Sie! Nehmen Sie die Verdächtigen ins Kreuzverhör, denken Sie nach, stellen Sie Fragen, und bringen Sie Licht ins Dunkel. Jetzt heißt es aufgepasst und mitgedacht - Victoria Fitz inszeniert diesen Mit-Mach-Krimi so, dass jeder Zuschauer mittendrin ist. Hier werden SIE zum Richter! Bestimmen Sie, wer am Ende für seine Missetaten bestraft wird. Nur das Publikum, also Sie, entscheiden, wer der Mörder ist.

Di. 20.07., Do. 22.07., Fr. 23.07. und Sa. 24.07. Einlass ab 19:30 Uhr im Theater im OP

 

Die Mrozek-Theater-Revue
Gastspiel des Schauspielensembles des Slavischen Seminars Göttingen

"Die Zeit ist mir nicht hold und ich bin nicht gewillt knechtisch um Ihre Gunst zu bitten. Man reiche mir meinen Bademantel!"

Zwei Männer werden in einen Raum geworfen und von einem menschengroßen Händchen dazu gezwungen, sich ihrer Kleider zu entledigen, zwei Damen und zwei Herren haben in einem Café ihre ganz persönliche Begegnung mit dem Tod und über die Familie O'Hey bricht das Schicksal herein, als sich herausstellt, dass sich in ihrem Badezimmer ein schrecklicher, menschenfressender Tiger eingenistet hat. Die drei Einakter "Striptease", "Die Witwen" und "Das Martyrium des Pjotr O'Hey", die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, beweisen bei genauerer Betrachtung, dass sie durch viele Elemente miteinander verwoben sind. Da wäre zum Einen ihr Autor - Slawomir Mrozek, der polnische Großmeister des absurden Theaters, der in diesen drei kurzen Stücken einmal mehr seinen scharfen Blick für gesellschaftliche Missstände und zwischenmenschliche Beziehungen unter Beweis stellt. Darüber hinaus kreisen alle drei Einakter immer wieder um die gleiche Frage: Wie verhält sich der Mensch, wenn er auf sich alleine gestellt mit einer Extremsituation konfrontiert wird? Verschiedene Lösungsansätze werden dabei zur Verfügung gestellt. am Ende zeigt sich jedoch in typisch Mrozekscher Manier, dass alle Versuche, dem Schicksal zu entrinnen, von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Nach der erfolgreichen Interpretation von Mrozeks "Tango" im Frühjahr 2009 in der Notaufnahme des ThOP zeigt das Schauspielensemble des Slavischen Seminars der Universität Göttingen dieses Jahr erneut Werke des polnischen Dramatikers, allerdings in einer völlig neuen Bearbeitung und Zusammenstellung. Im Stil einer Theaterrevue der 20er und 30er Jahre reihen sich die drei Stücke aneinander und werden durch Tanznummern miteinander verknüpft. Ganz der absurden Metaphorik der drei Stücke entsprechend reicht die Bandbreite der tänzerischen Elemente von klassischem Charleston, über Tango Argentino bis hin zu einem burlesken Stuhltanz. (Veranstalter-Text)

Mrozek-Theater-Revue Premiere:
am 17. Juni im ThOP (große Bühne)

Weitere Aufführungstermine: Fr, 18.6., Sa, 19.6., Di, 22.6., Do, 24.6., Fr, 25.6., Sa, 26.6.,

jeweils um 20:15 Uhr

Deutsche Bearbeitung, Regie und Choreographie: Sibille Rigler


Plakatentwurf "Mrozek Revue"

Slawomir Mrozekwurde 2006 mit dem >> Samuel-Bogumil-Linde-Preis der Partnerstädte Göttingen und Thorn ausgezeichnet. (>> Laudatio)

 

Das Göttinger Rezitationsensemble liest Brechts "Hauspostille"
Am 30.5. und 9.6.2010 um 20:15 Uhr, Notaufnahme des ThOP Eintritt € 5,-/3,-

Bertolt Brecht, Kind begüterter Augsburger Bürger, gerade alt genug, um nach einem Notabitur im letzten Kriegsjahr 1918 noch zum Sanitätsdienst herangezogen zu werden, hat mit seiner Hauspostille, in der ein Großteil seiner frühen Balladen gesammelt ist, Zeugnis abgelegt von einer radikalen Umwertung aller der Werte, die das schon beachtliche Schaffen des Gymnasiasten geprägt hatten. Der in christlich ausgerichteten Konventionen Aufgewachsene war ein leidenschaftlicher Gegner der diesseitsfeindlichen Jenseitsbezogenheit des Christentums geworden. Ein waches Bewußtsein für die Ungerechtigkeiten der Gesellschaftsordnung, die ihn privilegierte, und ein tiefempfundenes Mitleid für die Schwachen, Armen und Unerdrückten paarte sich mit der radikalen Ablehnung überkommener Konventionen. Der Außenseiter, der outlaw, die Opfer der Gesellschaft, die "armen" Mörder, die Piraten, die anarchischen Lebenskünstler sind die neuen Helden seiner Balladen, die heute zum festen Bestand deutscher Lyrik-Anthologien gehören. Ihre Sammlung in einer Hauspostille, einem beliebten Typus des christlichen Lehr- und Erbauungsbuches, ihre Einteilungen in Bittgänge, Exerzitien und Tagzeiten zeigen den neuen Anspruch an die Lyrik, nicht mehr Stimmung zu vermitteln, sondern "nützlich", z.B. belehrend zu sein. dass Brecht diese Absicht nicht predigend, sondern in eindrucksvollen Bildern, Gleichnissen und chronikalischen Berichten von großer Sprachgewalt und zuweilen ungemein poetischer Schönheit verwirklicht, macht nicht zuletzt den Reiz dieses faszinierenden Dokuments der frühen Phase des Brechtschen Gesamtwerks aus.

Das Göttinger Rezitationsensemble

Vorne v.l.: Julia Fischer, Cornelia Wanke, Barbara Korte, Eva Willms;

Hinten v.l.: Ulrich Gohlke, Selen Pfändner, Joe Pfändner;

Aufnahme von Julia Peetz.

 

 

"Nightfall with Edgar Allan Poe"


English Drama Workshop 20:15 Uhr präsentiert "Nightfall with Edgar Allan Poe" Die Amateurgruppe des Sprachlehrzentrum der Universität Göttingen produziert seit über 30 Jahren Theaterstücke in Englischer Sprache und ist offen für Jedermann inner- und außerhalb der Universität mit Interesse an Theaterarbeit. Zum Stück: Edgar Allan Poe steht alleine inmitten der flackernden Finsternis seiner Seele und versucht verzweifelt, sich selbst - und uns - davon zu überzeugen, dass er nicht verrückt ist. Er webt ein zauberhaftes Geflecht, das uns eine hoch theatralische Adaption von vier seiner besten Geschichten zeigt, in denen Poe sich selbst betrachtet: "The Raven" ("Der Rabe"), "The Fall oft he House of Usher" ("Der Untergang des Hauses Ushers"), "The Pit and the Pendulum" ("Die Grube und das Pendel") und "The Tell-Tale Heart" ("Das verräterische Herz) im Theater im OP statt.


 

Gefährliche Liebschaften

Liebe ist Krieg! Auf diesem Schlachtfeld wird anders gekämpft: mit Blicken statt Bomben, Gesten statt Gewehren und Worten statt Waffen. Auch hier werden Schlachten geschlagen, Allianzen geschmiedet und Kollateralschäden in Kauf genommen. Hier bluten nicht die Körper, sondern die Herzen: Auch diese Verletzungen können gleichwohl tödlich sein! Ab Ende April zeigt das Theater im OP Choderlos de Laclos Briefroman "Gefährliche Liebschaften" in der Bearbeitung von Christopher Hampton. Die Marquise de Merteuil und Vicomte de Valmont schließen aus Rache und Langeweile eine Wette ab: Wenn Valmont es schafft, die blutjunge Cecile und die fromme Madame de Tourvel zu verführen, steht die Marquise ihm für eine einzige unvergessliche Nacht zur Verfügung. Wie diese kleine gemeine Wette die beiden Protagonisten zu erbitterten Gegnern macht, die alle um sie herum mit in ihr Unglück reißen, zeigt das Theater im OP ab dem 29. April. Premiere ist am Donnerstag 29. April 2010 um 20.15 im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, weitere Vorstellungen finden am 1.Mai, 4. Mai, 7.Mai, 8. Mai, 9. Mai, 11.Mai, 12. Mai, 14 Mai und 15. Mai jeweils um 20.15 Uhr statt. Karten können unter der Nummer 0551/397077 oder über das Internet vorbestellt werden

 

Der Albtraum

- ein Kriminalstück frei nach Motiven eines Hörspiels von André Picot - Ein Geburtstagskind. Fünf Gäste. Eine Prophezeiung. Die Feier wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Die Räumlichkeiten der Notaufnahme des Theaters im OP bieten die perfekte Kulisse für die Verbrechen, die ab Dienstag, den 23. Februar 2010 um 20:15 Uhr in dem Stück "Der Albtraum" begangen werden.Eine dunkle Nacht, ein behaglich eingerichtetes Wohnzimmer, Pfefferminzlikör, Cognac und ein Kuchen - Grace Miller feiert mit Ehemann und Freunden ihren Geburtstag im kleinen Kreise. Doch das anfänglich fröhliche Beisammensein schlägt augenblicklich um, als der offenbar verrückte Traum eines Gastes Wirklichkeit wird: Ein plötzlich auftauchender Fremder prophezeit den baldigen Tod der Anwesenden. Und schon gibt es den ersten Toten, und was eben noch als das makabere Spiel eines Wahnsinnigen angesehen wurde, wird immer mehr zur grausamen Wahrheit. Im stimmungsvollen Ambiente der Notaufnahme können sich die Zuschauer durch dieses humorig-gruselige Kriminalstück nach dem Hörspiel von André Picot von der Spannung eines perfiden Mordplans anstecken lassen.Inszenierung: Selen Erdogmus und D.E.. (VeranstalterInnentext) ,


Laura Hildebrand, Marc Dück, Ayse Bolik, Sebastian Wartini, Pit Nötzold
Foto (c) Tim Howell.

M. Dück, Christian Dinger, S. Wartini
Foto (c) Tim Howell.


Selen Erdogmus
(foto: goest)

(siehe auch die Besprechung des von ihr inszenierten Tanztheaters

TERMINE:
Premiere: Di, 23.Februar 2010 um 20:15 Uhr

Weitere Vorstellungen:
Do, 25. Februar um 20:15 Uhr
So, 28. Februar um 18:00 Uhr (!)
Di, 02. März um 20:15 Uhr
Do, 04. März um 20:15 Uhr
Fr, 05. März um 20:15 Uhr

Zusatzvorstellungen (aufgrund erhöhter Nachfrage)
Di, 09. März um 20:15 Uhr
Mi, 10. März um 20:15 Uhr
Do, 11. März um 20:15 Uhr

Aufführungen jeweils in der Notaufnahme des Theater im OP.
Kartenreservierung unter: 0551 - 39 70 77 oder www.thop-online.de

 

"Unschuld" von Dea Loher

Text: ThOP / 1.9.09 / Eine morbide und komische Welt "Unschuld" von Dea Loher im Theater im OP "Wir wären alle gern unschuldig", stellt Frau Habersatt fest. Die verzweifelt-komische Frau bittet wildfremde Menschen um Vergebung - für Verbrechen, die sie gar nicht begangen hat. Unschuldig wären auch gern Fadoul und Elisio, zwei illegalisierte Migranten. Die Angst vor der drohenden Abschiebung hielt sie davon ab, einer Frau das Leben zu retten. Aber woher soll die Vergebung kommen? Während Fadoul den Gott aus der Tüte beschwört, macht sich Elisio auf, um die Geschichte der ertrunkenen Frau zu erfahren. Dabei trifft er auf Franz, einen Versorger von Verstorbenen und seine Frau Rosa, die aussieht wie eine Tote. - Doch auf der Suche nach Liebe und Vergebung scheitern sie alle an der Unzuverlässigkeit der Welt. Dass die Welt in der wir leben keine Sicherheiten bietet, weiß auch die blinde Tänzerin Absolut, deren Lebensbejahung ansteckend und verwirrend zugleich wirkt. Ein Lichtblick in einer seltsamen Welt, in der immer mehr Menschen freiwillig den Tod suchen. Dea Loher ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. In "Unschuld" zeichnet sie das Leben von neun Menschen, die sich alle zugleich - und dennoch allein - mit den großen Fragen und den kleinen Alltäglichkeiten des Lebens konfrontiert sehen. Immer wieder verschwimmen dabei die Grenzen von Wirklichkeit, Wahrnehmung und Zeit. Der Zuschauer bewegt sich mit den Figuren des Stückes, durch eine traurige und groteske, morbide und komische und vor allem unzuverlässige Welt. Diese Welt ist ab dem 3. Oktober 2009 im Theater im OP zu bestaunen. Weitere Aufführungstermine sind der 6., 8., 9., 10., 13., 15., 16., 17., 22., 23. und 24. 10. 2009, jeweils um 20. 15 Uhr im ThOP, Käte-Hamburger-Weg 3 in Göttingen.

 

"Das letzte Band"

Veranstaltertext: "Am 6. August 2009 präsentiert das Theater im OP (ThOP) um 20.15 Uhr erneut in der ehemaligen Notaufnahme des Alten Klinikums das Stück "Das letzte Band" von Samuel Beckett. ...


Ingo Mesche, Schauspieler (Foto Thop)


Regisseur des Stückes:
Klaus-Ingo Pißowotzki

(Foto: goest)

... Ingo Mesche spielt in der eindringlichen Inszenierung den zynischen alten Krapp, der im Dialog mit den Tonbandaufnahmen seines früheren Ichs die beklemmende Einsamkeit und Leere in seinem Leben zu überbrücken sucht."Das letzte Band" gilt als eines der emotionalsten und intimsten Bühnenstücke seiner Zeit. Der mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete Samuel Beckett erzählt auf bewegende Weise die Geschichte des gescheiterten Schriftstellers, der zugunsten seiner Karriere auf die Liebe verzichtet hat und nun, Jahrzehnte später, von den wenigen erfüllten Momenten seines Lebens zehren muss. Die Inszenierung möchte mit seiner Interpretation der Einsamkeit und zum Teil selbst gewählten Isolation im Zeitalter von Fernseher, Handy und Internet Rechnung tragen, indem er die gestörte menschliche Kommunikation und den Rückzug ins Private thematisiert."

Weitere Termine: 12. August, 9. und 17. September, 5. und 7. Oktober, 12. November, 2. und 4. Dezember jeweils um 20.15 Uhr, am 12. Dezember um 21.00 Uhr

 

"Bilder einer Ausstellung - SEHEN, HÖREN, FÜHLEN"

> Premierenbericht mit Bildern

Veranstaltertext: "Bilder einer Ausstellung - Sehen, Hören, Fühlen" ist die erste reine Tanztheaterproduktion in 25 Jahren ThOP und das erste Projekt seiner Art in Göttingen. Bilder malen ohne einen Pinselstrich: Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" Theater spielen ohne Dialoge: Sehen - Hören - Fühlen. Die Idee, Mussorgskys Bilder tänzerisch auszudrücken bildet die Grundlage. Die Szenen bilden keine romantischen Tongemälde ab, sondern aktuelle Themen im zeitgenössischen Stil, ausgedrückt in Schauspiel, Tanz und Musik, Jazz, Ballett und Videokunst. Das multimediale Tanzstück ist der Versuch, die Grenzen der Programmmusik Mussorgskys zu überschreiten und neue Wege zu ebnen - vom 19. direkt ins 21. Jahrhundert.Idee, Regie und Choreografie: Selen Erdogmus

Premiere: Mi 29.7.09

Weitere Vorstellungen

31.7.,
1.8.,
4.8.,
5.8.,
7.8.,
8.8.,
11.8.,
14.8.,
15.8.

jeweils um 20.15 Uhr.

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Nachwuchsdramatikerwettbewerb 2009

23.2.09 / Text Pressemitteilung ThOP / Das Theater im OP ) schreibt 2009 zum vierten Mal einen Dramatiker_innenwettbewerb aus. Hier haben junge Bühnenautor_innen, die bisher noch kein Stück veröffentlicht haben, eine Chance, mit ihren Dramen uraufgeführt zu werden. Das diesjährige Thema des Wettbewerbs lautet: "Dramen aus der Yucca-Palme - Morbides, Komisches und Banales urbaner Mythen".
Den ersten drei Gewinner_innen winkt die Produktion eines ihrer Werke im Theater im OP (ThOP) in Jahr 2010. Bei der Premiere wird zusätzlich ein Publikumspreis verliehen. Die feierliche Preisverleihung findet in unserem Theater in Göttingen (ThOP) statt, Kosten für Reise und Unterkunft der Sieger werden vom ThOP übernommen.
Eine 6-köpfige Jury wird die drei besten Einsendungen auswählen. Die Jury besteht aus: Alexandra Beese; Mahnke-Verlag Verden Julia Fischer; Theater im OP Göttingen Hauke Hückstädt; Literarisches Zentrum Göttingen Luise Rist; Verlag der Autoren, Frankfurt/Main Daniel Richter; Deutsches Theater Göttingen Prof. Dr. Simone Winko; Universität Göttingen Thema: "Dramen aus der Yucca-Palme - Morbides, Komisches und Banales urbaner Mythen" Erläuterung: Die Texte müssen einen urbanen Mythos als Grundlage haben. Urbane Mythen sind moderne Sagen, die wir alle kennen. Sie sind meist dem "Freund eines Freundes widerfahren" und werden somit häufig als wahr ausgegeben. Sammlungen dieser urbanen Legenden, wie z.B. Rolf Wilhelm Brednichs "die Spinne in der Yucca-Palme", dürfen als Quelle genutzt, nicht aber kopiert werden.

Formalitäten für die Ausschreibung :

Das vorgegebene Thema muss klar erkennbar sein. Umfang: 10- 20 Seiten im Format DIN A4 Schrifttyp: Times New Roman, Arial oder Courier New Schriftgröße: 12 Zeilenabstand: 1 1/2-zeilig

Dramatischer Text - Das Drama muss ein Einakter sein. Die Rechte am Text müssen beim Autor / bei der Autorin liegen. Das Stück darf noch nicht aufgeführt worden sein. Der Text muss in 6-facher Ausfertigung und in digitaler Form eingesendet werden (die Texte können leider nicht zurückgeschickt werden). Das ThOP übernimmt keine Vervielfältigungs- und Versandkosten. Honorare und Tantiemen können ebenfalls nicht bezahlt werden. Den Texten ist ein Schreiben, auf dem Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse des Autors, sowie eine maximal halbseitige Kurzbiographie vermerkt sind, beizulegen. Dem Text muss ein maximal 10-zeiliges Dossier über den Inhalt vorangestellt werden.

Einsendeschluss ist der 15. August 2009 (Poststempel) Anschrift: Theater im OP z. Hd. Julia Fischer / Jonas Hennicke Stichwort: ThOP-NDW Käte-Hamburger-Weg 3 37073 Göttingen E-Mail: ThOP-NDW@gmx.net Telefon: (++49) (551) 39 221 77 Website: www.thop.uni-goettingen.de

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Programm

Reihe Poetry Slam

Slam Special-Reihe mit den bekanntesten Slammer_innen der Szene - aber nicht nur mit ihren Texten und Stimmen, sondern außerdem mit Livemusik: Spoken Word, Rap, Stories zu Beatboxing, Elektro- und Akustik-Sounds - all das kann beim Slam Special erlebt werden! Die Veranstaltungsreihe wird mit einer Veranstaltung pro Semester fortgesetzt.

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Szenen aus dem Regiekurs des ThOP

Veranstaltertext: "Collage aus Szenen, Aus dem Regiekurs des ThOP unter der Leitung von Helle Körner sind im Wintersemester 06/07 acht "Nachwuchsregisseure" hervorgegangen, von denen sich jeder eine Szene ausgesucht hat, die bei fünf Aufführungen im Juni präsentiert werden. Vier Regisseure haben ihre Szenen selber geschrieben, vier haben sie aus literarischen Stücken ausgewählt. Was allen Szenen gemein ist, ist eine gewisse Melancholie, sie alle haben mit verschiedensten Facetten von menschlichen Abgründen zu tun. Sei es der Abstieg eines jungen Mannes vom Betriebswissenschaftler zum Müllmann, der den Abfall von VIPs entfernt, oder eine Frau, die sich durch den Misserfolg ihres Theaterstückes zum Selbstmord getrieben fühlt. Sei es eine verheiratete Frau, die, um mit ihrem Liebhaber zusammen sein zu können, Intrigen spinnt, oder der Marquis de Sade, der in einer Badewanne ermordet wird. Alle diese Szenen handeln von Menschen, die sich dem Abgrund nähern, sich gar darin verlieren. Trotz der Melancholie zieht sich durch die Szenen eine Spur schwarzen Humors. Alles in allem reißen die Szenen jeden Zuschauer mit und werden keinen unberührt lassen."


Foto: Sven Körner
von links nach rechts (erste Reihe): Sarah Frenking, Regisseurin, Marie Emmert, Schauspielerin, Emine Arin, Schauspielerin, Julia Korrek, Schauspielerin, Nin Aleric, Autorin einer Szene, Laura Sinn, Schauspielerin, Lena keller, Schauspielerin, und Florian Hallaschka, Regisseur. Entstanden ist das Bild bei der Schauspielerbörse für den Regiekurs am 22.04.2007.

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"Der Engel mit dem goldenen Schnurrbart"
nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Christa Kozik (zu Gast im Thop)

Text: goest-Korrespondentin Awi Roya / Fotos + Fototexte: goest
D.E., die das Theaterstück im TOP inszeniert hat, war sichtlich aufgeregt. Christa Kozik, erfolgreiche Kinderbuchautorin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin mehrere Jugend- und Kinderfilme saß in der zweiten Theaterreihe und genoß die Bühnenaufführung.


/ © goest / Christa Kozik, am 15.6.06 in Göttingen bei Autogrammen für Kinder "Da ist also meine Engel von Berlin nach Göttingen geflogen"


Anita Ramaswamy als Lilli ein junges beachtenswertes Talent in der Hauptrolle

Die Schriftstellerin Christa Kozik feierte erste Erfolge in der ehemaligen DDR und ist u.a. Trägerin des Nationalpreises für Kunst und Literatur, sowie des Kinderbuchpreises der Akademie der Künste Berlin.
Das Theaterstück im TOP basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch dieser Autorin und wurde vom Göttinger Publikum mit Begeisterung aufgenommen. Es handelt von Ambrosius dem schwarz gelockten Engel, der sich im Himmel beim ewigen Singen gelangweilt hat und der kleinen Lilli, die ihn nach seiner Flucht ins sozialistische Scheinparadies aufnimmt.

Der Engel Ambrosius (Roman Lehner) schläft auf dem Schrank und wird nach leichtem Zögern freundlich aufgenommen, als Ersatzsohn für die Mutter und vom "Papa 5" nach Klärung der Frage ob Engel auf der Seite der Arbeiterklasse stehen.

Doch dieser Engel, der schon im himmlischen Paradies als schwarzes Schaf galt, will sich nun auch auf der Erde nicht einfach anpassen. Vor allem will er das Fliegen und seine Religion nicht aufgeben. Fragen um Freundschaft, Toleranz und Andersartigkeit werden, trotz vieler wunderbar heiterer Szenen, in diesem Stück mit großem einfühlsamen Ernst und doch kindgerecht auf die Bühne gebracht. Lilli, die ihren neuen Freund gerne bei sich behalten möchte, versucht ihn zur Anpassung an die Menschen zu bewegen, damit er gemeinsam mit ihr den Alltag erleben und bestehen kann.

Lilli muß in der Schule darum betteln, dass ihr neuer Freund - der Engel Ambrosius aufgenommen wird. Doch der Schuldirektor (Peter Hucke) gibt zu bedenken: Ein Engel , was da alles passieren kann, nein nein - und Fliegen kommt auf gar keinen Fall in Frage das ist zu gefährlich "

Aber was ist ein Engel der nicht fliegen darf und ohne Religion auskommen soll? Als Lilli schließlich versucht, ihm heimlich die Flügel zu stutzen, weiß er sich keinen anderen Rat mehr, als sie zu verlassen. So endet die Geschichte um Lilli und Ambrosius traurig.

Aufnahme eines Engels in der Schule:

Geburtsort?
Himmel !
Aha - über welchem Land?

Vater?
Äh .. nicht bekannt (vorwurfsvoller Blick gen Himmel zu Gott)

(Wohl nicht ganz zufällig Ähnlichkeiten mit einer Einwanderung...)

Als B. Schekauski vom MDR Figaro der Christa Kozik einmal fragte, warum sie diesen Schluß der Geschichte gewählt habe, bekam von ihr folgende Antwort:... "Ich glaube, weil es so viele Geschichten mit Happy-end gibt. Kinder müssen soviel an Ängsten erleben - Krankheit, Sterben, Trauer, Tod - so dass man ihnen doch einiges zumuten kann. Und hier ist es auch dialogisch erklärt. Sie beschneidet ihm die Flügel. Damit hat sie ihn verloren!"
Christa Kozik stellt sich auf diese Weise mutig den Fragen, die bei Gesprächen mit Kindern so gerne ausklammert werden. Als begeisterte Astrid Lindgren Leserin mag sich Christa Korzik dabei an ihr ein Beispiel genommen haben. ( "Die Gebrüder Löwenherz", Mio, mein Mio...) Sympathischer weise gibt sie mehr als eine Antwort. So werden nach dem Tod von Lillis Großmutter in der " Patchwork" Familie zwischen Stiefvater, Mutter, Lilli und dem Adoptivengelsohn, die Möglichkeiten eines Lebens nach dem Tod heftig diskutiert und am Ende bleiben verschiedene Ansichten im Raum stehen.
Zum Verständnis von Christa Kozik Anliegen um Toleranz, Respekt und Anerkennung des Andren und auch des Fremden, trägt der politische Hintergrund bei auf dem das Buch nach eigener Aussage entstanden ist. Christa Kozik: "Damals war gerade Mölln und Solingen passiert, diese Brände in dem türkischen Haus und in dem Asylbewerberheim. Unter dem Eindruck habe ich das Buch geschrieben." (Im Gespräch mit B. Schekauski im Figaro MDR) Bücher wie " Der Engel mit dem goldenen Schnurrbart" können also eine wichtige Hilfe sein bei der z.Zt. viel beschworenen Wertevermittlung in der Kindererziehung, sofern man Toleranz und Recht auf Andersartigkeit als wichtigen Wert anerkennt.

Dem Ensemble des TOP sei für seine engagierte und rundum gelungene Inszenierung gedankt, mit der sie eine im Westen weniger bekannte Autorin in ihrem so wichtigen Anliegen unterstützt haben.

Das Ensemble - Hintere Reihe: Papa Karl Vater Nr 5 ( Martin Liebetruth) , Schuldirektor (Peter Hucke), Schulsekretärin (Monique Wrede), Oma (Gisela Gaede), Engel Ambrosius ( Roman Lehner), Lehrer (Peter Schubert), Erzähler (Stefan Wilbricht) ,
Vordere Reihe: Schülerin 1 (Marija Ryter), Lilli (Anita Ramaswamy), Schülerin 2 (Kristina Woit) Schüler (Noah Almstedt), Mutter (Daniela Arnold),

Weitere Bücher von Christa Kozik sind: Ein Schneemann für Afrika, Gritta von Rattenzuhausebeiuns Moritz in der Litfaßsäule, Philipp und der Katzentiger, Der verzauberte Einbrecher, Tausendundzweite Nacht (Gedichte), Tausendunddritte Nacht (Gedichte), (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

Der kleine Theaterraum des ThOp, die "Notaufnahme" - für maximal 30 Leute

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Trois versions de la vie - Dreimal Leben 14.1.06 (überarbeitet 20.1.)

Über die Aufführung eines Stückes der französischsprachigen Autorin Yasmina Reza im ThOP

Text , Goest, G. Schäfer /
Yasmina Rezas Stücke sind überaus erfolgreich und eroberten das Publikum in Paris und Berlin. Ihre Prosa wurde in 35 Sprachen übersetzt und einige ihrer Stücke mit höchsten Auszeichnungen in Frankreich versehen. Yasmina Reza liebt zwar die Sprache, denn die französische Sprache, sagt sie , sei ihre einzige Heimat aber dann sagt sie in einem Interview, abgedruckt in der Zeit: "Sprache ist für mich auch sehr viel mehr als ein Mittel zum Zweck. Mich faszinieren ihr Klang, ihr Rhythmus, die Brüche, die sie enthält. Bei meiner Arbeit ist mir der Ton der Sprache weit wichtiger als ihr Inhalt." . Deshalb hält sie ihre Stücke eigentlich für unübersetzbar; ihrer Meinung nach gehen wichtige Aspekte bei der Übersetzung vom Französischen ins Deutsche verloren. "Trois versions de la vie, wie wir es hier in Paris spielen, hat etwas, das der deutschen Fassung von Dreimal Leben fehlt, auch in einer so brillanten Inszenierung wie der von Luc Bondy am Wiener Burgtheater. " sagt sie im Interview und man beginnt zu grübeln, was bei einer Inszenierung im ThOP noch mehr verloren gegangen sein mag.

Die Inszenierung am ThOP reichte jedenfalls aus zu erkennen, wie die Worte und Sätze ihres Buches die Psychostruktur der jeweiligen Situation und die darunterliegenden dauerhafteren Strukturen entlarven. Und allein in der Dialogstruktur ist Melodie und Rythmus zu spüren, wenn ein Ehepaar in Wortgefechten über Kindererziehung streitet und Argument und Gegenargument, Vorschlag und Gegenvorschlag sich in schneller Folge abwechseln, um dann in einer Pointe zu gipfeln, die die ernsthafte Peinlichkeit des Dialogs für das Publikum in Lachen auflöst. Es wurde oft gelacht bei der Aufführung im ThOP am Samstag den 14.1.06
Yasmina Reza legt eine Sprachkomposition vor. Die gleiche Situation wird wiederholt, in anderen Worten und Satzgemischen gewälzt und so werden Beziehungszustände mit Dialogkonstruktionen seziert, die des öfteren in kleinen pointierten Lachanreizen enden, gelegentlich aber auch in einem unendlich melancholisch romantischen Monolog enden wie z.B. mit einem Gedicht von Ivan Goll "Täglich bröckelt ein Stück von mir ab: Stunde um Stunde Haar um Haar, Kuss um Kuss fallen zurück ins Unendliche: Nur meine Augen altern nicht Geliebte solange dein Licht sie bestrahlt"

Um Machtgefälle und herrschaftsgeprägte Beziehungen darzustellen, wählte die Autorin einerseits den Ehefrau-unterdrückenden Ehemann Fidori ("misch dich nicht ein" bis "halt die Klappe") und andererseits den Wissenschaftlerkollegen unterdrückenden Fidori, zwei Männer einer Wissenschaftsdisziplin, bei der der eine seine gehobenere Stellung dem anderen gegenüber ausspielt.
Bei den Szenen bei denen ein Wissenschaftler den anderen herabsetzte wanderte der Blick des Beobachters unwillkürlich zum auf der Bank gegenüber sitzenden Unipräsidenten Herrn von Figura, der neulich noch durch seine herabwürdigende Bemerkungen des honorigen Kollegen Prof. Walter Staub aufgewirbelt hatte - man hätte gern gerufen "lasst Figura den Findori" spielen.

Immer wieder überrascht die schauspielerische Leistung in einem Theater, das sich "Laientheater" nennt.. Allerding: der Eintrittspreis im Thop hat sich mit 9 Euro auch bereits einer Höhe angenähert die kein Laienspiel mehr zu bieten erlaubt. Besonders der Darsteller des Findori überzeugte mit hervorragendem souveränem Schauspiel, bei dem auch Nuancen strahlend klar deutlich wurden. Der Darsteller des Henri fiel vor allem durch seine durchgehend laute, fast immer geschrieene angestrengte Stimme auf und konnte daher nur bei den Szenen überzeugen bei denen er auch Aufregung darstellen sollte - man möchte ihm rückmelden, dass man im Thop auch die etwas leiseren Töne auf den Bänken noch versteht. Die beiden Frauen spielten durchaus angenehm fielen aber gegenüber dem Findoridarsteller doch deutlich ab. Dem ThOP ist zu danken dafür, dass es mit der Aufführung auf diese Autorin aufmerksam gemacht hat.

Yasmina Reza (Foto): "Drei Mal Leben" im Theater im OP (Käte-Hamburger-Weg 3) Premiere: Donnerstag, 12. Januar 2006 um 20:15 Uhr, Weitere Aufführungen: Fr., 13.1 / Sa., 14.1 / Mo., 16.1 / Mi., 18.1 / Fr., 20.1 / Sa., 21.1 / So., 22.1 jeweils um 20:15 Uhr

Inszenierung: Andreas Haase (Ensemblemitglied im Schauspiel Frankfurt seit 2004/05 , vorher Schauspieler am Statstheater Kassel
Es spielen: Heinrich Baxmann, Christina Schubert, Susann Timm, Matthias Wermeling

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ThOP-Dramatiker-Wettbewerb 2004 - Thema "Studentenleben"

Zum "Studentenleben" nur unpolitische Ideen?
1.12.04 / Es war schon etwas verwunderlich, dass von den 23 Einsendungen kein einziges Projekt mit der hochbrisanten Strukturveränderung der Hochschulen und der sich daraus ergebenden Zwangslagen der Studierenden beschäftigte. Da rauscht die Kürzungswelle über die Hochschulen hinweg und tausende gehen zum Protest auf die Straße. Studiengebühren drohen und die Klassengesellschaft kombiniert mit Elite-Unis klopft an die Tür bzw. ist schon mit einem Bein drin. Einige Studis wissen nicht mehr, wie sie ihr Studium finanzieren sollen und flippen zwischen Uni und irgendwelchen Jobs hin und her. Aber niemand von 23 EinsenderInnen unter dem Thema "Studentenleben" findet da einen Bezug.
Auch die Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaft angesichts ethischer Fragen in der Medizin, Biologie, Gentechnik, Physik, Chemie usw. existieren zwar immer noch, werden aber anscheinend nicht mehr wahrgenommen. Einzig die Wienerin Elisabeth Schrattenholzer hat wenigstens auf Anfrage den Anspruch hochgehalten, politische Aspekte eingebaut zu haben indem sie das Thema Frauen-Emanzipation behandelt habe. Konfrontiert mit der Frage nach dem Politischen meinte Thor Truppel man müsse das Politische eben verpacken und könne es nicht so direkt bringen, allerdings auf Nachfrage meinter er, sei bei seinem Stück auch nichts verpackt politisches enthalten.

thop_wettbewerb.JPG (14947 Byte)

Foto: Am 27.11.04 nachmittags, von links nach rechts Vahagn Maloyan (Initiator des Wettberwerbs beim Thop), Dr. Elisabeth Schrattenholzer aus Wien (spezieller Preis der Jury für einen Monolog "Antigone. Und wo ist George?"),   Victoria Voll aus Trier (Zweiter Preis für "Sozialpsychologie I", dann ein Gast, daneben Thor Truppel (Torsten Shulz) aus Leipzig (Erster Preis für "0438 & 0439") ,Harald Stangor aus Gifhorn "Dritter Preis für "Dromedar")

24.11.04 / Theater im OP (ThOP) in Göttingen hat in diesem Jahr zu seinem zwanzigjährigen Jubiläum einen überregionalen Dramatiker-Wettbewerb zu dem Thema "Studentenleben" ausgeschrieben. Die 23 Einsendungen aus vielen Bundesländern sowie aus der Schweiz und Österreich gingen zwischen April und August 2004 ein. Eine fünfköpfige Jury hat nach dem Einsendeschluss vier Gewinner des Wettbewerbs bestimmt. Die Jury-Mitglieder waren: Prof. Dr. Simone Winko, Leiterin des ThOP (Seminar der Deutschen Philologie, Universität Göttingen), Bernd Kaftan, Schauspieler (Deutsches Theater Göttingen), Markus Ciupke, Lektor (Wallstein Verlag, Göttingen), Verena Leidig, freie Journalistin und Fabian Hebestreit, freier Autor, Theaterregisseur und Journalist.

Teilnahmebedingungen waren: deutschsprachige Theaterstücke, die sich mit dem Thema des Wettbewerbs beschäftigen. Die Stücke durfen nicht bereits veröffentlicht sein. Jeder Teilnehmer durfte nur ein Stück einreichen. Die Dauer des Stückes sollte nicht unter ca. 1,5 Stunden liegen und 2,5 Stunden nicht überschreiten.

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Hamlet

(2002) Alles was evtl. an Kritik gegen die Vorstellung im folgenden gesagt werden mag, kann nicht das Gesamturteil ankratzen: für ein Ensemble das ohne ausgebildeten Schauspieler/innen auskommt war das eine hervorragende Leistung, man mag wirklich nicht mehr von Laienschauspiel reden. (Regie: Vahagn Maloyan). U.a.: Winfried Goos als Horatio, Wiebke Schwarzrock als Königin, Timo Egemann als Hamlet, Alexander Rahm als Bernardo

Doch mit der Werkstreue hat man es wirklich nicht sehr ernst genommen. Da wird am Ende gar ein völlig anderer Schluß gezaubert, die Leichen der Tragödie erstehen wieder auf und machen einen Totentanz. Ebenso sucht man im Werk vergeblich die Szene in der die Interpretation der gesamten Handlung gekippt wird: Horatio der Freund Hamlets entpuppt sich als Verräter der hinter allem gesteckt hatte. Das geht weit über das hinaus, was die im Programmheft zu findende Formulierung "modernisiert" erwarten lässt. Modernisierungszenen hingegen waren ok. ..., eine Rap und Hip-Hop-Einlage nach dem Schauspiel im Schauspiel, eingeleitet durch Hamlets Aufruf "Los Premieren-Party".

In einigen Teilen wird die Tragödie als Komödie inszeniert und das läßt sicher auch einige Inhalte über die Wupper gehen. Diese Teile könnten überschrieben sein mit  "Es braucht kein Geist vom Grabe herzukommen um das zu sagen" (Horatio zu Hamlet). Einerseits hat Shakespeare zwar die Unehrlichkeiten und das höfische Getue, die Hinterhältigkeit und Intrigenhaftigkeit durch scharfzüngige Bemerkungen Hamlets enttarnt, hinter diesen Schmunzel-Szenen jedoch steht auch immer die ironische Sicht auf die Grenze jeglichen Spiels, den Tod. Der Ernst der Sache, der Tod, ist kein Spiel , auch wenn er spielerisch dargestellt wird und Totengräber sich darüber lustig machen. Shakespeare war sich der armseeligen menschlichen Eigenschaft des Sterbenmüssens hellsichtiger bewußt als andere.
Shakespeare hat grundmenschliche Erkenntnisse in einzigartige Formulierungen gefasst und daher sind Schätze in den Textstellen verborgen, die es darzustellen gilt. Winfried Goos als Horatio findet eine gute Stimme, solche Textstellen deutlich und in die Handlung passend zu sprechen. Sehr überzeugend spielte Dinah Loerke die in trauernde Verwirrtheit verfallene Ophelia, herzerweichend hingebungsvoll wie sie die Kräuter band und wand und zwischen den Personen sich singend hin und her bewegte. Bemerkenswert die Mimik der Wibke Schwarzrock als Königin, auf die sich auch ein Blick zu werfen lohnte als wicht´ge Handlung andernorts passierte. (Man merkt am Wort "wicht´ge" dass nun die Schlegelsche Formsprache in den vorliegenden Artikeltext überspringt)

Ein Schuft wer Arges dabei denkt: "Schwäche, dein Name sei Weib". Die Worte wohl gesetzt, kein Ton im Publikum zu hören - auch nicht von Frauen, die emanzipiert sich dünken. An andrer Stell: ein starkes Spiel des Hamlets - ein Springen, Schreien, Leisesprechen - mal ernst mal zynisch und gemein, mal mit den Freunden - dann allein. So springt der Bursch´ mit einem Satz auf die Armierung, die Publikum und Bühne trennen soll, schreit dann hinein in der verschreckten Leute Ohren - sein Elend.
Und fechten können sie und tanzen, bewegen sich als wärs kein Spiel; Laertes mit Ophelia spricht und führt zur gleichen Zeit den Arm zum Spiele mit dem Federball sehr trefflich.  Selbst dort wo Laienhaftigkeit erscheint und durch das schöne Spiel mit Worten und Bewegung dringt - es ist ein Liebreiz drin, denn Henriette spielt sich selbst, kein künstlich Wesen, so ist Leben. Und Weiblichkeiten wie Güldenstern und Rosenkranz (ja hier waren es Frauen) - verhalten und zu keinem Laster fähig, zeigen dem Publikum was möglich wäre wenn Weiblichkeiten sich entfalten  (Obwohl es sich im Shakespeare´schen Original  bei Rostenkranz und Güldenstern eigentlich um Männer gehandelt hat :-)   ).
Der Tod wartet auf alle, davor ist es nur Spiel - "Erdulden muß der Mensch sein Scheiden aus der Welt wie seine Ankunft"  dazwischen tut doch "was ihr wollt". 

2.8.02 , G.Schäfer

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