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Swing

Film Swing Kids,

USA 1993, 112 Min. Regie: Thomas Carter - Am 16.1.09 im Lumière
Die Swing-Jugend war eine oppositionelle Jugendkultur in vielen deutschen Städten während der NS-Diktatur, besonders in Hamburg, Frankfurt und Berlin. Viele der Swing-Kids landeten wegen ihrer musikalischen Leidenschaft im KZ, zum Beispiel der Hamburger Günter Discher, der von 1942 bis Kriegsende im Jugendkonzentrationslager Moringen inhaftiert war. Günter Discher - heute der älteste Swing-DJ Deutschlands lieferte auch die Idee zu dem Film.
Mit Live-Musik der Bigband Presto aus Wolbrechtshausen von Nat King Cole bis Roger Cicero. Zu Beginn der Veranstaltung eine historische Einführung von Dr. Dietmar Sedlaczek, Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen.

Salsa, Tango ... nun auch Swing?

In Kassel gibts schon seit einiger Zeit eine kleine Swinggemeinde von 30 Leuten, die Hochburg ist Hamburg mit ca. 300. Swingexperte Günter Discher, Jahrgang 1925 lebt in Hamburg, er beschäftigte sich während der Nazizeit mit Swing, Jazz und Swing wurde von den Nazis als "entartete Urwaldmusik" ab 1939 verboten. Discher wurde 1943 sogar festgenommen und ins Jugendkonzentrationslager Moringen geschleppt weil er , so der Haftbefehl "durch sein zersetzendes und staatsabträgliches Treiben erhebliche Unruhe in die Bevölkerung trägt." (Quelle)
Als Discher vor ein oder 2 Jahren im Keller des Künsterhauses eine Lesung hatte und anschließend mit einer DJ aus Hamburg Swing im Electroosho auflegte tanzte nur ein einziges Paar Swing , eben jenes Paar, das nun im Kabale Anleitungen zum Swingtanzen anbietet und im Rahmen des Sommerfestes Interessierten ein paar Schritte beibrachte.

Termine

8.7.05 , BBS III, Ritterplan 20.30 Uhr Waldrandorchester –Jazz der 20er und 30er, Swing sowie Evergreens der Comedian Harmonists

15.7. Beatclub, Kornmarkt , Soul und Swing Disco

10.7. und 24.7.05, 19.30 Uhr Café Kabale: - Kontakt swing-goe@web.de (Tobias und Heike)

Plakattext: Swing entstand Ende der Zwanziger in Harlem New York. Der Tanz zum Jazz - nach einfachen Grundregeln aufgebaut - mit Improvisitionen und Varianten gestaltet.

 

Bilder links.

während des Kabale Sommerfestes 2005 fand ein kleiner Schnupperkurs zum Swing statt

 


1939 war Swing verboten worden und manche Gastronomen hingen auch selbstgefertige Schilder auf, die auf das Verbot hinwiesen.

Besonders übel formulierte es ein früher Erlaß in Thüringen 1930: "wider die Negerkultur und für deutsches Volkstum"

Das Verbot 1939 ist Tatsache, aber bei dem bekannten Schild "Swing tanzen verboten" handelt es sich lediglich "um einen cleveren Reklametrick einer bekannten deutschen Schallplattenfirma (..), die damit in den 70er Jahren eine neue Serie von Langspielplatten mit Wiederveröffentlichungen alter Aufnahmen aus den 30er und 40er Jahren promoten wollte." (Zitatquelle MDR )

 

"Man kann ganz gut erleben, was der Swing als Musik und Tanz für Auswirkungen auf das Zusammenleben hat, wenn man beim vierwöchigen internationalen Lindy Hop-Sommer- Festival in Herräng / Stockholm zugegen ist. Humor und Offenheit gegenüber dem Andersartigen prägen die dortige Stimmung genauso wie der Tanz selbst, der an jeder Ecke bei jedem Wetter getanzt wird." (Quelle)

Tobias und Heike zeigen, wie´s geht:

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