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Buchladen "Rote Straße"

Buchladen "Rote Straße" Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen, 

Bestellung :
Per Tel 0551 / 42128,
Per Fax: 0551/541818
Per Mail info@roter-buchladen.de

http://www.roter-buchladen.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr Samstag: 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr

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Kurze Charakterisierung des Buchladens

2014: Çapulcu – Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei
2013: Hans-Christian Dany "Morgen werde ich Idiot" Kybernetik und Kontrollgesellschaft
2010: "Perspektiven autonomer Politik"
2009 Buchempfehlung: Die vielköpfige Hydra
2008 Nutzer_innen-Versammlungen und Unterstützungaktivitäten
2007 Broschüre „Medizin im Nationalsozialismus am Beispiel Göttingen“ erschienen

2006 Nutzer_innenversammlung
2005 Buchladenempfehlungen
2004 DarlehensgeberInnen- und NutzerInnen-Versammlung

 

Kurze Charakterisierung des Buchladens

"Der BUCHLADEN Rote STRASSE ist zwar am weitesten vom Zentralen Universitätsgelände entfernt, aber das tut dem guten Grund, uns einen Besuch abzustatten, nicht den geringsten Abbruch. Die metaphorische Fußgängerbrücke über die Medienhighways der Gegenwart verbindet uns mit allen Orten, wo kritisch diskutiert, gelehrt oder gelernt wird."

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Buchladen, Souterrain: Zeitschriften, Sofa, Kaffee zum Selbstkochen .

Die legendäre Zeitschriftensammlung:  Sicher, wenn es um Profit ginge, gäbe es das nicht - Zeitschriften in kleiner Auflage - die es sonst nirgends gibt - hier kann man aktuelle und ältere Nummern finden.
Alternative Angebote, die finanziell ruinös sind verlangen aber auch alternative Finanzierungshilfen ;-)

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Buchladen Rote Straße, Verkaufsraum

"Wir, der BUCHLADEN Rote STRASSE können in bezug auf unser Sortiment zwar nicht mit den großen Buchhandlungen vor Ort konkurrieren, wollen das auch gar nicht, aber dafür sind wir in den Schwerpunkten unseres Sortiments gut ausgerüstet: Medien- und Technologiekritik, Stadtentwicklung, Antifaschismus, die NS-Vergangenheit und Diskussionen darum bis heute, kritische Theorie und französische Philosophie, Anarchismus, Globalisierung und Neoliberalismus, soziale und linke Bewegungen und Krimis, gute Literatur und ein umfangreiches Angebot an kritischen Zeitungen und Zeitschriften. Wir bieten in unserem Laden (oder an anderen Orten), oft in Zusammenarbeit mit politischen und anderen Gruppen, Veranstaltungen an, um eine kritische Öffentlichkeit über aktuelle politische, kulturelle und literarische Themen herzustellen, die einmalig in dieser Stadt sind. Auch aktuelle Flugblätter findet ihr bei uns."

Online bestellung@roter-buchladen.de Telefonische Buchbestellung: 42128
Buchtitel und Preis, eindeutigste Bestellangabe ist die ISBN - Nummer des Buchs. Bestellungen bis 16.00 Uhr sind meist am kommenden Tag abholbereit.

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Kommuniqué Nr. 2 des Buchladens 14 Oktober 2014 Auszug
Wir veröffentlichen mit freundlicher Erlaubnis des Buchladens den Teil des Kommuniqués, das sich mit dem Verhältnis von Buchladen und Amazon beschäftigt.

Buchladen vs. Amazon

Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu. Das neue Logistiklager von Amazon in Rumänien läuft auf Hochtouren, fürs europäische Weihnachtsgeschäft wurden Tausende von Teilzeitkräften eingestellt, während an den letzten beiden Standorten in Deutschland wieder einmal gestreikt wird, ohne dass jemand Notiz davon nimmt. In ganz Europa starrt der stationäre Buchhandel bange auf den Internetriesen und hofft, dass noch genug Krümel vom Weihnachtsgeschäft abfallen und sich einige Leser_innen in die Ladenlokale verirren. In ganz Europa? Nein, hoffentlich nicht.

Der Buchladen
In vielen Städten, auch in Göttingen, können sich kleine Buchhandlungen behaupten, die ihr Sortiment nicht in erster Linie nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammenstellen, sondern auf die Qualität der gedruckten (und elektronischen) Waren achten, die sie für ihre Kund_innen vorhalten, und den täglichen Betriebsablauf und den Ladenalltag nicht durchrationalisiert haben, sondern auf die individuellen Wünsche und Interessen jener eingehen, die noch Wert darauf legen, dass Bücher, Verlage und Buchhandlungen mehr als bloße Waren, Warenproduzenten und --verkäufer_innen sind. Zu den überlebenden Fossilien gehört der Rote Buchladen (und wir, das Kollektiv, das ihn am Laufen hält). Selbst unter den Buchhandlungen, die der Übermacht der Online-Händler und Kettenfilialen und Verlagsmultis die Stirn bieten, nimmt er, mit bundesweit einigen wenigen anderen, eine Sonderstellung ein: ein linkes Projekt, in dem die Wertschätzung für Bücher und ihre Autor_innen und die Erkenntnis, dass die Gesellschaft, in der wir leben und die geschätzten Bücher zirkulieren, verändert werden muss, eine innige Verbindung eingegangen sind. Ohne Menschen, die genau darauf Wert legen, gäbe es den Roten Buchladen nicht, /nur/ mit ihnen jedoch auch nicht. Wir, der Laden wie das Kollektiv, existieren, weil viele Menschen uns, außer durchs Kaufen von Bücher, CDs, DVDs, Zeitungen und e-books, ideell und finanziell unterstützen, Werbung für uns machen und im Alltag so mit uns kommunizieren und mit uns umgehen, dass ein_e äußere_r, unbeteiligte_r Beobachter_in eher von einem sozialen Verhältnis als von Warentausch sprechen würde. (...)

Amazon
Amazon geriet ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik, weil der Internetriese in den USA und hier versucht(e), von einigen Verlagen niedrigere Einkaufspreise für e-books zu erpressen, getreu dem Motto, das Jeff Bezos, der Amazon-Chef, schon vor einiger Zeit ausgegeben hatte: "Verlage müssen gejagt werden wie Gazellen" (was nur Sinn macht, wenn sich Amazon mit einer Raubkatze identifiziert). Autoren_innen (nicht nur) aus den betroffenen Verlagen meldeten sich in den USA und hier in offenen Briefen zu Wort und kritisierten Amazon für den Umgang mit Verlagen, allerdings nicht für sein allgemeines Geschäftsgebaren und seine Monopolstrategie. Immerhin wurden einzelne Autoren_innen deutlicher, und in Internetforen und in Gesprächen im Buchladen wurde deutlich, dass zumindest einige Leser_innen den Einkaufsbutton auf der Amazon-Homepage nicht mehr anklicken werden. Was Amazon perspektivisch plant, wurde nur selten thematisiert. Über eine Schwächung oder Ausschaltung des Verlagswesens strebt der Multi an, direkt mit Autor_innen ins Geschäft zu kommen, eine Entwicklung, die in den USA weiter fortgeschritten ist als hier -- dort stilisiert sich Amazon zum Förderer und Beschützer von unbekannten Autor_innen, die im traditionellen Verlagswesen keine Chance bekommen, und bietet ihnen eine Plattform, auf der sie ihre Werke (unlektoriert) als e-books verkaufen können, natürlich exklusiv bei Amazon. Was auf den ersten Blick wie eine Unterstützung unabhängiger Literatur aussieht, die gegen die großen, weltweit operierenden Verlagskonglomerate tatsächlich sinnvoll wäre, entpuppt sich auf den zweiten als eine perfide Strategie. Mittels des e-book-Readers von Amazon (e-books von Amazon können /nur/ mit einem e-book-Reader von Amazon gelesen werden) lassen sich die Lesegewohnheiten von Nutzer_innen aufzeichnen und auswerten -- etwa, welche Stellen eines Buches überlesen werden, wo der Text bloß überflogen wird oder wo die Lektüre abgebrochen wird. Mit den gewonnenen Daten lassen sich maßgeschneiderte Krimis, 08/15-Fantasyromane und Literatur konzipieren, in denen das Durchschnittliche dominiert, weil es am besten verkauft wird; für hauseigene Autor_innen werden bereits Amazon-Seminare und Schreibkurse angeboten, in denen gelehrt wird, wie verkaufsfähige Literatur geschrieben wird. Noch sind es nur Richtlinien, doch der Schritt, Autor_innen zur datentechnischen Optimierung ihrer Texte zu zwingen, dürfte nicht mehr weit sein. Dann kontrolliert Amazon die Produktion eines Buches ebenso wie seine Zirkulation, indem das Buch zur reinen Ware ohne Inhalt degradiert wird, das durch ausgefeilte /paste-and-copy/-Mechanismen produziert wird, so ähnlich, wie jedes Buch in einem Amazon-Lager bereits jetzt nichts als eine Nummer ist, die einen Regalplatz bezeichnet -- über den Inhalt braucht niemand derer, die an seinem Verkauf beteiligt sind, etwas zu wissen. Darüber hinaus eignet sich Amazon den Handel mit gebrauchten Büchern an, ein inzwischen vorwiegend im Internet abgewickeltes Geschäft; die größte Plattform für antiquarische Bücher (das ZVAB, das zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher) ist bereits aufgekauft worden, ebenso die Plattform Abebooks: Amazon ist auch dort, wo nicht Amazon draufsteht. Es waren die großen Verlagskonglomerate und die Buchhandelsketten, die der Monopolisierung, der Konzentration auf Bestseller und Mainstream-Literatur und dem Verschwinden vieler kleiner Buchhandlungen Vorschub geleistet haben. Dass sie, die ,Täter', jetzt selbst zu den Opfern der von ihnen in Gang gesetzten Entwicklung zählen, zu den erlegten Gazellen, ist tragisch, aber nicht unbedingt bedauerlich.

Der vielfältige Literaturbetrieb, erst recht kritische Literatur und linke und kleine Buchläden, können vom Bedeutungsverlust der Großen profitieren, sofern genug Menschen, lesehungrige Menschen, sich weigern, an der Safari von Amazon-Chef Bezos teilzunehmen. Dafür gibt es ein paar Anzeichen, und das lässt uns optimistischer in die Zukunft schauen.

 

Und hier noch der Teil des Kommuniqués, der sich mit der Finanzsituation beschäftigt

Permanenter Umschuldungsprozess - Dankbar für neue Darlehen
Trotz unserer Kritik an der kapitalistischen Verfasstheit der Gesellschaft, in der wir Bücher verkaufen, sind wir auf Kapital angewiesen. Im letzten Kommuniqué (1-14) haben wir euch, allen, die am Buchladen interessiert sind und ihn nutzen, mitgeteilt, dass Ende dieses Jahres eine größere Umschuldung ansteht, die Rückzahlung von Privatkrediten im Umfang von 25.000 €, und wir baten darum, uns dabei zu unterstützen. Umschuldungen wickeln wir eigentlich ohne Aufsehen und Getöse ab, sie sind ein integraler Bestandteil der Ladenökonomie, in dieser Höhe jedoch durchaus etwas Besonderes. Umso überraschter und begeisterter waren wir über die vielen positiven Rückmeldungen und Ermunterungen und die Solidarität, die uns entgegenschlug – und darüber, dass die Umschuldung, wie es scheint, über die Bühne gehen wird, da Geld aus neuen Privatkrediten bereits bei uns eingegangen oder zugesagt ist, worüber wir uns aus ganzem Herzen bedanken.
Diese Klippe ist wohl umschifft, aber das bedeutet nicht, dass es in der Zukunft keine weiteren Hindernisse gibt. Jedes Projekt, dass (zu Teilen) auf Privatkrediten beruht, befindet sich in einem permanenten Umschuldungsprozess: wir sind also weiterhin dankbar für weitere Darlehen – zur Verbesserung der finanziellen Basis des Buchladens und als Polster für zukünftige Rückzahlungen von Krediten. Doch das ist Zukunftsmusik; im Moment freuen wir uns, dass die diesjährige Umschuldung wohl klappen wird. (...)

Ende Oktober wird der Buchladen die Unterstützer_innen in einer kleinen Versammlung darüber in Ruhe informieren.

 

Lesung und Diskussion mit Miltiadis Oulios Autor von:
Die Grenzen der Menschlichkeit Blackbox Abschiebung
- Zur Politik der Abschiebungen und ihrer Überwindung /

Donnerstag, den 21.5.15 um 20 Uhr im Buchladen Rote Straße. Nikolaikirchhof 7 Veranstaltet von: AK Asyl, EPIZ Göttingen, Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät, Basisdemokratische Linke, Kampagne ‚Abschiebungen-stoppen', Buchladen Rote Straße

Tausende Menschen ertrinken mittlerweile auf der Flucht im Mittelmeer. Ein Ergebnis der Politik, die sie vor der Einreise in die EU abhalten will. Diesen Toten stehen sehr viel mehr Illegalisierte gegenüber, die eben dies schaffen - trotz allem in Europa anzukommen. Abschiebung und Abschreckung können die Bewegung von Menschen nicht verhindern. Dennoch wird an Abschiebungen festgehalten. In Deutschland sorgt die Zunahme der Flüchtlinge aus Kriegsgebieten ebenso wie sogenannter "Armutszuwanderer" aus Südosteuropa für Debatten und Abwehrreaktionen. Die Behörden der "Integrationsrepublik" Deutschland schieben heutzutage Menschen in 130 Länder der Erde ab. Nach Afghanistan ebenso wie in den Kosovo. Und die Bundesregierung plant mit einem neuen Gesetz mehr Menschen abzuschieben und in Abschiebegefängnissen einzusperren. Eine absurd anmutende Situation. Denn wir leben heute in einer Welt der erwünschten Mobilität: indische Informatiker programmieren im Silicon Valley, Frauen aus Osteuropa arbeiten hierzulande im Pflegesektor, Studenten verbringen Auslandssemester in aller Welt. Gleichzeitig droht Menschen, die in den reichen Staaten des Westens ihr Glück oder Schutz suchen, permanent die Abschiebung. Miltiadis Oulios entwickelt in seinem im Suhrkamp Verlag erschienenen Buch "Blackbox Abschiebung" eine Theorie der Abschiebung. Er porträtiert Menschen, die abgeschoben wurden, er analysiert die Grenzen des Menschenrechtsbegriffs bei der Bekämpfung von Abschiebungen und stellt die Realisierbarkeit der Utopie eines Endes der Abschiebung zur kritischen Diskussion. Miltiadis Oulios ist freier Journalist und Autor und lebt in Düsseldorf.

>> Video seines Vortrages in Düsseldorf April 2014

 

Making of: Leben als Politik

Veranstaltungsreihe von AK Internat(ionales), aut, Buchladen Rote Straße und IFAK. Unterstützt von der AG dritte Welt. im Buchladen Rote Str., Nikolaikirchhof 7,

Mittwoch, 26. November 2014, 20 Uhr Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchof 7,
Die vielköpfige Hydra
Veranstaltung mit Christian Frings,

Zu diesem Buch gab es 2009 auf dieser Seite eine Buchempfehlung

Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks und die Zukunft der globalen Klassenkämpfe Ankündigungstext: An den Außengrenzen Europas werden jeden Tag Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich auf dem Weg zu ihren Arbeitsplätzen befinden, mit brutaler Gewalt, tödlichen Schüssen und dem Ertränken im Mittelmeer an der Reise gehindert. Schaffen sie es trotzdem, die europäischen Metropolen zu erreichen, werden sie als „Flüchtlinge“, „Illegale“ oder „Asylbewerber“ ausgegrenzt und nicht als Teil der Arbeiterklasse betrachtet. In Hamburg versuchte der Landesvorstand von ver.di, die Aufnahme der aus Italien gekommenen Lampedusa-Gruppe in die Gewerkschaft mit dem Argument zu verhindern, dass sie „Ausländer ohne Arbeitserlaubnis“ seien. Die hier zum Ausdruck kommende extreme Spaltung des globalen Proletariats in eine eingehegte und befriedete „Arbeiterbewegung“ im reichen Norden und schwarze, antirassistische und antikolonialistische Kämpfe im armen Süden hat ihre Geschichte. Auf völlig neue Weise erzählen Peter Linebaugh und Marcus Rediker diese Geschichte in Die vielköpfige Hydra. Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks aus dem Jahr 2000, das 2008 in deutscher Übersetzung erschien. Im atlantischen Raum startete der globale Kapitalismus ab dem 16. Jahrhundert seinen Siegeszug um die Welt. Aber für zwei Jahrhunderte war der Atlantik auch ein vielfältiges Netzwerk von Widerstand und Revolten gegen die Durchsetzung der neuen Fabrik- und Arbeitsdisziplin. Es ist ein „buntscheckiger Haufen“ aus entflohenen Sklaven, shanghaiten Seeleuten, zwangsverpflichteten ArbeiterInnen, Piratinnen und Piraten, Webern, Fischweibern, Prostituierten, Holzhauern und Wasserträgern, der für lange Zeit die Entwicklung des Kapitalismus durch sein Beharren auf kommunitären Formen des Zusammenlebens behindert. Die Herrschenden und die Kapitalisten erblicken darin eine gefährliche „Hydra“, deren Köpfe vielfach nachwachsen, wenn sie abgeschlagen werden. Erst nach dem Schrecken der haitianischen Revolution von 1792-1804, dem ersten erfolgreichen Sklavenaufstand in der modernen Geschichte, verfestigte sich der Rassismus und die Spaltung in „Nord“ und „Süd“ dermaßen, dass sich die beiden narrativen Stränge der etablierten Arbeiterbewegungen im Norden und von Black Power im Süden auch vom Historiker nicht mehr zusammenbringen lassen, wie Linebaugh und Rediker schreiben: „Aber wir können eine Zeit in Erinnerung rufen, in der sie noch nicht getrennt waren.“ Darin besteht die Aktualität dieses Buchs, das im Rückblick auf eine verborgen gebliebene Vergangenheit einen Ausblick auf eine Zukunft ermöglicht, die notwendig wäre, um den Kapitalismus als ausbeuterisches und zerstörerisches System überwinden zu können. Um diese Geschichte und ihre Bedeutung für uns heute wird es auf der Veranstaltung gehen.

 

5. November 2014 20 Uhr
"Territorien des Widerstands":
Diskussionsveranstaltung mit Eberhard Jungfer

Ankündigungstext: Ausgehend von Raul Zibechis Buch 'Territorien des Widerstands', wird die Frage nach den Konstitutionsbedingungen sozialer Gegenmacht gestellt. Zibechi untersucht die Überlebens- und sozialen Organisationsformen der informellen Viertel der großen lateinamerikanischen Städte und findet hier eine 'andere Welt', eine Gegenmacht von Unten, die ihren Ausgangspunkt in der unmittelbaren Organisation des Lebens der Menschen hat. So vielschichtig wie ihr Leben, ist auch ihr Kampf und die Organisation ihrer sozialen Gemeinschaft. Im Zentrum steht dabei die gemeinschaftliche Aneignung und Ausgestaltung von Lebensräumen, in denen die Menschen sich und ihre Welt sozusagen selbst neu erfinden. Dieser sozialräumliche Aneignungs- und Erfindungsprozess ist nicht auf die lateinamerikanischen Großstädte beschränkt, sondern ist in unterschiedlichsten Formen in den informellen Lebenszusammenhängen weltweit zu beobachten. Die Organisationsformen sind dabei ebenso vielschichtig und decken sich seltenst mit denen der traditionellen Linken in den Ländern - und noch weniger mit unseren Erfahrungen. Damit stellt sich für uns aber auch die Frage nach dem metroplitanen linken Bezug auf diese Bewegungen neu.

 

23. Oktober 2014, 20 Uhr
„Über Marx Hinaus“

Auszug aus dem Ankündigungstext zur Veranstaltung:
„Über Marx Hinaus“ von Karl Heinz Roth und Marcel von der Linden, unter Mitarbeit von Max Henninger
ist eine kritische Auseinandersetzung mit der heterodoxen marxistischen Diskussion der letzten 50 Jahre. Für die meisten Linken kulminiert das Marxsche Werk im Kapital. Vergessen ist dabei, dass das Studium der Logik des Kapitals mitnichten der erste Ansatzpunkt der Marxschen Überlegungen zum Umsturz der Gesellschaft ist, sondern mehr und mehr erst nach der Niederlage von 1848 in deren Zentrum rückt.(...) Angefangen bei der sogenannten „ursprünglichen Akkumulation“, die Marx systematisch dem Kapitalismus voraussetzt, entwickelt er ein gesellschaftliches Fortschrittsmodell, dass seinen Höhe- und Umschlagpunkt in der Figur des „doppelt freien Lohnarbeiters“ findet, dessen historische Mission im Aufbau eines Sozialismus besteht, der im Wesentlichen auf die Übernahme der Produktivkräfte in Arbeiterhand reduziert wird, wodurch eben auch die Produktivkräfte von ihren kapitalistischen Fesseln befreit werden sollen. Seit den 1950er/60er Jahren bildet sich, vor allem als Reaktion auf die ideologisch verknöcherten orthodoxkommunistischen und -sozialistischen Parteien, zunächst kleine Gruppen politisch-theoretischer Dissidenz, die sich sukzessive zu dem ausweiteten, was heute als „Neue Linke“ bezeichnet wird. Die meisten Gruppen, wie bspw. die Gruppe Socialisme ou Barbarie oder die frühen operaistischen Gruppen um die Zeitschriften Quaderni Rossi und Classe Operaia verbinden dabei die Entwicklung von neuen Untersuchungsmethoden sozialer Bewegungen mit einer Neulektüre und -interpretation des Marxschen Werks, um hieraus einen radikalen und revolutionären politischen Bezug auf die neu entstehenden Bewegungen der Nachkriegszeit zu entwickeln. In der ersten Phase schält sich dabei die Figur des sogenannten Massenarbeiters als Fixpunkt der theoretischen und praktischen Initiativen vieler Gruppen heraus und im Juli 1962 kommt es schließlich zm Aufstand dieser Massenarbeiter in der Turiner Piazza Statuto, von dem die Gruppe Potere Operaio sagt, „Die Piazza Statuto war unser Gründungskongress“.
Im Kern aller theoretischen Ansätze steht aber nicht in einer homogene Lesart dessen, was als Marxismus betrachtet wird, sondern vor allem im Anspruch, den Marxismus als Theorie der sozialen Revolution, des gesellschaftlichen Umsturzes wieder zurückzugewinnen. Indem dieser Anspruch in die realen sozialen Kämpfe hineingetragen wird, erweitert er sich, stößt aber oftmals auch an Grenzen und „blinde Flecken“, die kaum noch mit dem alten Instrumentarium bearbeitet werden können. Zuallererst durch die feministische Kritik, und in der Folge durch sozialhistorische und antirassistische Ansätze, entwickelt sich hieraus eine Kritik, die sich nicht mehr vorbehaltlos unter das Diktum des Marxismus subsumieren lassen will. Nahezu alle Gewissheiten der Marxschen Orthodoxie sind hierbei auf den Prüfstand der Kritik geraten und viele als zu leicht bewogen worden: die sozialrassistische Rede von den „geschichtslosen Völkern“ und die Zentralität des weißen, männlichen Arbeiters; die Verkürzung der Frauenarbeit als Reproduktionsarbeit und die historische Eskamotierung der Sklaverei als durchgängiges und aktuell wieder anwachsende Vernutzungsform der lebendigen Arbeitskraft; die Historisierung der 'ursprünglichen Akkumulation' und deren tatsächliche Kontinuität und historische Nichtabgeschlossenheit. All dies sind nur einige wenige Stichworte dieser Diskussion. (...)

 

25. September 2014 , 20 Uhr
Diskussionsveranstaltung mit Max Henninger
Übersetzer des Buchs Caliban und die Hexe von Silvia Federici

Silvia Federici blickt aus einer feministischen Sicht auf die sozialrevolutionären Kämpfe der häretischen und bäuerlichen Bewegungen im Europa der Wende vom sogenannten Mittelalter zur sogenannten Neuzeit, auf die der versklavten Menschen in den antikolonialen Kämpfen in den Amerikas. Sie zeigt uns wie die Verbindung von Hexenverfolgung und 'ursprünglicher Akkumulation' den globalen Kapitalismus hervorgebracht hat und ermöglicht uns damit einen neuen Blick auf die Sozialgeschichte und auf die aktuellen Kämpfe weltweit.

Ankündigungstext der Veranstalter_innen:
Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation, so Marx, ist jene Epoche der Geschichte, die der Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise unmittelbar vorausging. Mit Blut und Feuer, durch offene und versteckte Gewalt, seien die Voraussetzungen geschaffen worden, ohne die keine verallgemeinerte Warenproduktion möglich gewesen wäre: Lohnarbeiter, die ihre Arbeitskraft, ihren Körper verkaufen, um zu überleben, Kapital, um Löhne und Produktionsmittel zu finanzieren, und gesellschaftliche Verhältnisse, in denen die Lohnarbeiter insofern ‚frei' sind, dass sie vorgeblich außer dem Gesetzbuch nur der unsichtbaren Hand des Marktes unterworfen sind. Eine (historische) Theorie der Genese der kapitalistischen Produktionsweise blieb jedoch bei und nach Marx ein Stiefkind der marxistischen Theorie, die nur zu bestimmten Zeiten und schubweise diskutiert wurde. Der (orthodoxe) Materialismus glänzte eher durch grobe Vereinfachungen und dadurch, dass er vorkapitalistische Produktionsweisen zu notwendigen und zu den Akten gelegten Durchgangsstationen auf dem Weg zu Sonne und zu Freiheit erklärte und Widerstandsformen, die sich gegen diesen ‚Fortschritt' richteten, als reaktionär verunglimpfte. Ab ‚1968', als der Fordismus an seine Grenzen stieß, eine theoretische Neubewertung des Kapitals einsetzte, die bis heute andauert, und parallel dazu Bewegungen und Widerstandsformen aufkamen, die nicht ins Raster des historischen Materialismus und des orthodoxen Marxismus passten, wurde unumkehrbar deutlich, dass jede kapitalistische Gesellschaft von Unterdrückungs- Ausbeutungs- und Gewaltformen durchdrungen ist, die nicht auf den marxistischen ‚Hauptwiderspruch' zwischen Kapital und Arbeit reduzierbar sind. Hausarbeit wird nicht entlohnt, Lohnarbeiterinnen werden prinzipiell schlechter bezahlt als Männer, Subsistenzbauern werden von ihrem Land vertrieben, Sklavenarbeit und quasifeudale Arbeits- und Lebensverhältnisse sind keine Relikte der Vergangenheit, durch Copyrights, Lizenzen und Patente werden materielle und immaterielle Ressourcen eingehegt, auf die es noch keine Eigentumstitel gibt, und überall auf der Welt ist eine Art (Re-)feudalisierung von Teilbereichen gesellschaftlicher Strukturen zu beobachten. Mit und gegen Marx ließe sich behaupten, dass jede kapitalistische Produktionsweise ältere Formen der Ausbeutung gerade nicht ‚überwindet', sondern integriert, was eine theoretische Beschreibung des Bestehenden wie den Widerstand dagegen erschwert. Einen Beitrag dazu, die die Struktur der kapitalistischen Produktionsverhältnisse besser zu verstehen, die ursprüngliche Akkumulation einer Neubewertung zu unterziehen und sie nicht als abgeschlossene Periode, sondern als kontinuierlichen Prozess zu begreifen, leistet Silvia Federici in ihrem Buch Caliban und die Hexe. Sie untersucht die ursprüngliche Akkumulation nicht vom Standpunkt des männlichen Proletariats, sondern jene Veränderungen, die diese "hinsichtlich der Stellung der Frauen und hinsichtlich der Produktion der Arbeitskraft bewirkt hat". Während der ursprünglichen Akkumulation, so ihre These, entstand eine (neue) Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern: Männer wurden dazu diszipliniert, als freie Lohnarbeiter Waren zu produzieren, Frauen hingegen dazu, aus ‚Liebe', unentlohnt, neue Lohnarbeiter und Ehefrauen zu produzieren und für ihren (Ehe-)Mann zu sorgen. Sie zieht Parallelen zwischen der Einhegung von kommunalem Land und der Vertreibung von Subsistenzbauern und den Hexenverfolgungen, durch die zwischen Frauen und ihren Körpern ein hoher Zaun errichtet wurde, damit sie nicht für sich, sondern für ihren Mann und die Reproduktion der Gesellschaft agierten - eine Enteignung des weiblichen Körpers und seiner Funktionen, die bis heute in anderen Formen - Schlankheitswahn, Schönheitschirurgie, Hysterie, Anorexie, Modeterror, weiblich dominierte Dienstleistungs- und Pflegeberufe, Sexualobjekte - wirkmächtig ist. Im 18. Jahrhundert hatten verheiratete Frauen in Westeuropa "verloren, was ihnen zuvor als unabhängige Rechtspersonen zustand", so Natalie Zemon Davis in einem Aufsatz über Aufsässige Frauen. Mit Marx könnten man und frau auch behaupten, es ginge der Autorin darum, Hegels dialektischen Idealismus endlich vom Kopf auf die Füße zu stellen, was der marxistischen Theorie bisher nicht gelungen ist, da sie einen unkritischen Fortschrittsbegriff zu oft für bare Münze genommen hat. Dazu gehört "die Erinnerung an eine lange Geschichte des Widerstands (…), die heute ausgelöscht zu werden droht. Der Erhalt dieses historischen Gedächtnisses ist ausschlaggebend, wenn wir eine Alternative zum Kapitalismus entwickeln" - und verhindern wollen, dass der "Triumphzug, der die heute Herrschenden über die dahinführt, die heute am Boden liegen" (Walter Benjamin), ungehindert den Weg in die Zukunft einschlägt.

 

2014: Çapulcu – Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei
Buchvorstellung und Infoveranstaltung mit dem Autor Tayfun Guttstadt
Donnerstag, den 05.06.2014 um 19.00 Uhr im Buchladen Rote Strasse, Nikolaikirchhof 7,

Tayfun Guttstadt, in Hamburg geboren, lebt seit drei Jahren in der Türkei und ist dort in der linken und der Umweltbewegung aktiv. Zu Besuch in Deutschland, stellt er sein Buch ›Çapulcu‹ vor und schildert Beginn, Verlauf und Hintergründe der Proteste, an denen er selbst aktiv teilgenommen hat. Aus einer Mahnwache im Sommer 2013 in Istanbul gegen den Abriss eines Parks und das Fällen der Bäume dort entstand innerhalb weniger Tage eine massive Protestbewegung in der Türkei und der türkischen Diaspora – Ausdruck der Hoffnung vieler Menschen auf eine andere, demokratischere Gesellschaft, die auf Respekt und Miteinander beruht. Eine begeisterte internationale Öffentlichkeit solidarisierte sich mit den mutigen Menschen, die spontan, kreativ und erfrischend für ›Freiheit – jetzt und hier!‹ auf die Straße gingen, während die offizielle Türkei sich bemühte, die DemonstrantInnen als Çapulcu (›Plünderer‹) zu diffamieren. Selbstbewusst nahm die Bewegung daraufhin den Begriff auf und deutete ihn um. Mit seinem Buch ›Çapulcu‹ gewährt Tayfun Guttstadt einen tiefgehenden Einblick in die Umstände, die zu den Protesten führten, ihren Verlauf, die Beweggründe und Ziele der Protestbewegung und erläutert, was mögliche Folgen sein könnten. Vor allem aber gibt er den Beteiligten Gesicht und Stimme und zeigt so die Vielfalt, aber auch die Gespaltenheit der Bewegung. Abschließend werden die Ereignisse gesellschaftspolitisch analysiert und eingeordnet, wobei aktuelle Geschehnisse in der Türkei mit in den Vortrag einfließen. Die Veranstaltung wird von einer Dia-Show mit ausdrucksstarken Fotos von den Ereignissen begleitet. Eine Diskussion nach dem Vortrag ist ausdrücklich gewünscht. veranstaltet vom Historischen Colloquium Göttingen und Buchladen Rote Straße

 

2013 Hans-Christian Dany "Morgen werde ich Idiot"
Kybernetik und Kontrollgesellschaft , Lesung und Diskussion Donnerstag, 28.11.13, 20 Uhr , ,

Hans-Christian Danys Essay zeichnet die Geschichte der Kybernetik seit den vierziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts nach und zeigt, wie Elemente und Begriffe dieser Wissenschaft in anderen Bereichen der Gesellschaft Einzug gehalten haben, die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form bestimmen und aufrechterhalten. Die Wissenschaft der Kybernetik untersucht biologische, maschinelle und gesellschaftliche Systeme. Sie erforscht deren Prinzipien wie Selbsterhaltung, Selbstregulation und Rückkoppelung. Bestimmend war und ist die Frage der Erhaltung des Systemgleichgewichts. Dany stellt die These auf, dass die Kontroll- und Machtstrukturen der heutigen Gesellschaft auf dem kybernetischen Modell sich selbst erhaltender Systeme basieren. Ob in der Arbeitswelt, in der Politik, im Alltag oder in sozialen Netzwerken: Jeder/r beobachtet sich selbst und wird von anderen beobachtet. Ein Prozess ständiger Selbstoptimierung ist in Gang gesetzt worden und wird gesellschaftlich akzeptiert. Dies bezeichnet Dany als kybernetisch-kapitalistische Regulationsmaschine. Protest und Widerstand werden als Störung im kapitalistischen System registriert, können aber meist integriert werden. Dany fragt nach Formen des Protests, die nicht integrierbar sind. Idiot sein, im alten Sinn des Wortes: Privatmensch, keine prozessierbare Kommunikation betreiben, sich ausschließen und der Kontrollmaschine entziehen, sieht er als eine Möglichkeit an. (veranstaltet von Theaterkeller e.V. & Buchladen Rote Straße)


Hinweis zum Thema: "Kybernokratie"

Bereits 1991 wurden in der Initiative gegen Computernetze Göttingen unter dem Begriff "Kybernokratie" die neuen technisierten Herrschaftsformen in der digitalen Gesellschaft diskutiert. dazu gab es die >Broschüre "Kybernokratie - Kybernetische Herrschaft in der computerisierten Gesellschaft" In Hamburg bildete sich um diesen Text damals sogar zeitweise ein sogenanntes "Kybernokratieforum"

Auszug (1991):
Viele Broschüren von Initiativen gegen die Volkszählung 1987 haben das Thema ,,Volkszählung" in den Zusammenhang mit Sozial-, Städte-, Verkehrsplanung und Krisen-, Familien-, Wirtschaftspolitik etc. gestellt. Ebenso wurde der Zusammenhang zum neuen maschinenlesbaren Bundespersonalausweis, zu den Sicherheitsgesetzen zum Melderechtsrahmengesetz und allgemeiner Verdatung dargestellt.
Für den Gesamtzusammenhang fehlt ein Begriff, der nicht nur auf die technische Seite (Computer, Daten) abhebt und der die Gesamtproblematik nicht durch eine Beschränkung auf einen Teilaspekt vorschnell einengt. Für die Weiterarbeit nach der Volkszählung 1987 ist es von entscheidender Bedeutung, woraus sich die politische Motivation der VoBo-Gruppen speist. Wenn es die Angst vorm Gläsernen Menschen ist, dann liegt der Schwerpunkt beim Datenschutz, bei Überwachung und Kontrolle, die vom Individuum und dessen Schutz vor Überwachung ausgeht. Dabei würde die strukturelle Planung und Steuerung der Gesellschaft wie sie gerade auf der Grundlage von Volkszählungs- und Mikrozensusdaten erfolgt vernachlässigt. Und auch in vielen Volkszählungsdiskussionen wird dieser Punkt zu wenig betont, während die Anonymität und Bußgelder im Vordergrund der Gespräche stehen.
Die Motivation der Volkszählungsgegner/innen speist sich vielfach aus einem komplexen Konglomerat von Einzelerscheinungen wie Personalausweis, Polizei, Datenschutz, Volkszählung etc. ohne dass dieses Konglomerat einmal auf den Begriff gebracht werden konnte, ohne dass ein Erklärungszusammenhang angeboten wird, der die Bewegung stützen kann und die unterschiedlichen AKtivitäten zu den verschiedenen Themen zusammenzuführen in der Lage ist, auf den sich alle beziehen können, ob sie nun WINTEX/CIMEX , Personalausweis, Bildschirmtext, [Anmerkung 2013: müsste heutzutage durch den Begriff Internet ersetzt werden] Sozialdatenschutz, Polizeiüberwachung, Kriminalgeographie oder Volkszählung und Mikrozensus zum Thema haben. Es gibt zwar Angebote wie z.B. den Erklärungsansatz, alles als ,,Militarisierung der Gesellschaft" oder als Entwicklung des Überwachungstaates zu begreifen. Andere wollen das ganze Thema über die"Computerisierung der öffentlichen Verwaltung" oder über die Entwicklung des "Polizeiapparates" systematisieren. Es gab auch bereits Versuche, den Computerausweis als zentrales Ereignis zur Entfaltung aller Zusammenhänge zu nehmen.
Im Folgenden soll versucht werden, einen systematischen Zusammenhang zwischen den Teilaspekten aufzuzeigen indem sie als Teil einer neuen Form von Herrschaft (gestützt auf die technischen Möglichkeiten der Computerisierung) dargestellt werden: KYBERNOKRATIE

Def.: (... S.3): Der Begriff KYBERNOKRATIE bezeichnet Formen der politischen und sozialen Herrschaft, in denen mit wissenschaftlichen und technischen Mitteln das zu steuernde Objekt untersucht, erfasst, analysiert wird, um auf der Grundlage des Wissens über den Zusammenhang von Aktion und Reaktion Pläne zur Beeinflussung und Steuerung zu entwickeln, die das Objekt in gewünschter Weise verändern.
Das Objekt kann eine begrenzte soziale Gruppe sein (Rentner, Studierende, Sozialhilfeempfänger,Ausländer) oder die gesamte Belegschaft eines Betriebes als Objekt kybernokratischer Personalbewirtschaftung; es kann auch die Gesamtbevölkerung im Hinblick auf ihre soziale Struktur oder die Struktur vorhandenen Erbmaterials sein. Es sind unzählig viele kleinere in sich geschlossene Regelmodelle denkbar, KYBERNOKRATIE soll aber alles umfassen und einen Begriff dafür liefern, wogegen sich bereits eine Vielzahl von politischen Initiativen allerdings in aufgesplitterter Form engagieren.

 

2010: "Perspektiven autonomer Politik"
Buchvorstellung und Diskussion


1.9.2010 T-Keller, Geismarlandstr.19 , 20 Uhr um 20 Uhr

erschienen bei Unrast
>>http://www.unrast-verlag.de/

Themen: Unter vielen anderen Themen finden sich auch folgende: Interview mit AktivistInnen aus dem AZ Wuppertal und Mitarbeitern der Läden Fire and Flames (Göttingen), Disorder (Berlin), Red Stuff (Berlin), # Freie Räume?# Geschichte der radikalen Linken in der DDR # Leichtsinn, Paranoia - und gab's noch was dazwischen? # Eine ganz kurze Geschichte des Anti-Deutsch-vs-Anti-Imp-Konflikts # Israel & Palästina # Prekarisierung, soziale Frage und autonome Bewegung # Militarisierung, Militarismus und Widerstand # Ökologie, Anti-Atom-Bewegung, Klimapolitik
# und: Medienaktivismus, freie Radios und autonome Medienarbeit, autonome Printmedien

Das Kapitel über Medienarbeit fällt durch absolut unzureichende Bearbeitung des Feldes Internet auf. Die Aussagen der interviewten AktivistInnen beschreiben ihren Abscheu und ihre Abgenervtheit gegenüber dem Internet und die gequälte Feststellung dass sie es doch irgendwie nutzen. Da war die Veranstaltung im T-Keller 1996 zum Thema Internetnutzung schon differenzierter.

Veranstalter/innentext: "Der ak wantok hat in diesem Buch an die 50 Beiträge vereint, die sich mit der Geschichte, vor allem aber mit der Gegenwart und Zukunft der autonomen Bewegung auseinandersetzen. Der Textsammlung liegt die Überzeugung zugrunde, dass die autonome Bewegung nicht nur ein bedeutendes Kapitel in der neueren Geschichte linksradikalen Widerstands in Europa darstellt, sondern dass sie einen Rahmen geschaffen hat, der auch zukünftig das Schaffen und Verteidigen gegenkultureller Räume ebenso ermöglichen und stärken kann wie den Kampf gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Aus der Einleitung: "Autonome Diskussionen finden auf Treffen statt, auf Veranstaltungen und Demos, in Szeneblättern und Internet-Foren. Sie sind breit gefächert, vielfältig und komplex, und das ist gut so. Manchmal jedoch scheinen den Diskussionen gemeinsame Referenzpunkte zu helfen, die Debatten zusammenfassen, zueinander in Beziehung setzen und in historische Zusammenhänge rücken. Dies kann zu mehr Klarheit führen, noch einmal neue Perspektiven ermöglichen und Grundlagen für weitere lebendige Diskussionen schaffen."

 


2009
Buchempfehlung:
Die vielköpfige Hydra

Auf die Frage, wieso gerade dieses Buch? War die Antwort: "das ist etwas ganz besonderes und so etwas wird so schnell nicht wieder erscheinen."

18.2.09 / Text aus dem Buchladenteam / Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks In ihrem einzigartigen Buch "Die vielköpfige Hydra" stellen die amerikanischen Historiker Peter Linebaugh und Marcus Rediker die Herausbildung des "atlantischen Kapitalismus" dar. Sie beleuchten die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen Kapitalismus im Gebiet des "englischsprechenden Atlantiks" vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht gedacht werden kann. Die Unsichtbarkeit vieler Akteur_innen ist für die Autoren "zum Teil das Ergebnis der Repression, der sie zu ihrer Zeit ausgesetzt waren - der Gewalt der Scheiterhaufen, des Hauklotzes, des Galgens und der Ketten in den dunklen Schiffsladeräumen".

Die Autoren weisen den schier endlosen Akten der Unterdrückung und Gewalt, denen europäische, afrikanische und amerikanische Arbeitskräfte ausgesetzt waren, den gebührenden Platz zu. Denn die Gewalt war, wie sie sagen, "größer, als die meisten Historiker es wahrhaben wollten". Die Autoren stellen die Revolten und organisatorischen Anstrengungen der "multi-ethnischen Arbeiter", die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Aus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren und beschreiben die Autoren Aufstände, Streiks und Meutereien gegen das gewaltige Kolonialisierungs- und Siedlungsprojekt des Empire. Landlose, Sklaven und Entrechtete entwickelten Formen kooperativer Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen der nationalen Herkunft, der Hautfarbe oder des Geschlechts eine bestimmende Rolle spielten. Die Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines "besseren Lebens".

Aus dem Englischen von Sabine Bartel ISBN 978-3-935936-65-1 | 432 Seiten |.28.00 €

Weitere Stimmen z.B. : "Dieses außergewöhnliche und glänzend geschriebene Werk zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires auf. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet." (Es wurde erst 2008 ins Deutsche übersetzt)

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2008 NutzerInnen-Versammlungen und Unterstützungaktivitäten

"Buchladen Soligruppe"

Nov/Dez 08 / Die Soligruppe unterstützt den Buchladen als wichtigen Teil der Infrastruktur. Wir entwickeln z.B.Werbemaßnahmen, führen NutzerInnenversammlungen durch oder unterstützen wir die Weiterentwicklung der Präsentation im Buchladen. Die Gruppe ist offen für weitere UnterstützerInnen. Hauptaktivität der Buchladen Soligruppe in der letzten Zeit ist der Aufbau des Alte-Schwestern-Netzwerks. Mit dem Netzwerk wird durch regelmäßige Kleinspenden Geld gesammelt, um linke Infrastrukturprojekte abzusichern. Derzeit wird das Geld verwendet, um den Buchladen von teuren Krediten zu entschulden und dadurch etwas mehr finanzielle Sicherheit zu schaffen.

Die Soligruppe versucht die Leistungen des Buchladens deutlich zu machen
* Belletristische Neuerscheinungen, Taschenbücher, Kinderbücher, Bildbände, Krimis
* Aktuelle kritische sozialwissenschaftliche Literatur
* Politische Bücher aus und zu emanzipatorischen Bewegungen
* Extras wie Hörbücher, Postkarten, Plakate, Videos, Aufnäher, T-Shirts
* Eine Filiale der Büchergilde Gutenberg (extraschöne Ausgaben!)
* Linke Zeitschriften, Flugblätter und Infos, Schmökersofa, Tee (im Keller)
* Comics und Graphic Novels
* Großes Angebot an kritischen Zeitschriften und Büchern
* Kommunikationsplattform und Treffpunkt
* Postfächer für linke Gruppen und Initiativen
* Flugblattverteilstation und Plakatelager
* Zusammenstellung und Verleih von Büchertischen für Veranstaltungen
* Eines der wenigen Kollektive in Göttingen
* Raum für Veranstaltungen und Lesungen
* Service wie Buskartenverkauf bei Demos, Gutscheinumtausch, etc.

Dem Buchladen geht es besser - aber es gibt immer wieder diese schlechten Phasen

14.3.07 / "Liebe UnterstützerInnen, liebe KundInnen, liebe politisch Aktive, wir brauchen weiterhin Eure Unterstützung. Im 35. Jahr unseres Bestehens hat sich unsere wirtschaftliche Lage nicht drastisch verschlechtert aber es gibt die jeweils kurzen Wellen der Konjunktur in unserem Buchgeschäft. Jedes Jahr im März/April und August/September sind wir auf Eure tatkräftige Unterstützung und Mithilfe angewiesen. Also gilt das alte Motto: Gebt uns Darlehen, kurz-, mittel- und langfristige, richtet Bücherkonten ein und macht Werbung für uns! Diese Unterstützung ist wichtig, um unsere kurzfristige Liquidität zu erhalten.
Ein paar Fakten zu Eurer Information: Der Umsatz ist im vergangenen Jahr nicht eingebrochen. Wir haben Privatschulden abgebaut. So haben wir von Dezember bis Ende Februar ca. 13.ooo Euro an Privatdarlehen zurückgezahlt. Unser Bestellsystem per E-Mail wird immer häufiger genutzt.
Und jetzt noch ein Ausblick auf die nahe Zukunft: Im Oktober 2007 existiert der Buchladen 35 Jahre. Er ist damit eines der letzten linken Buchladenprojekte, das erhalten geblieben ist. Wir wollen mit Euch feiern. Merkt Euch das Wochenende 14.-16.9. vor. Der Buchladen feiert an diesem Wochenende mit einem großen Fest sein Jubiläum. Weitere Veranstaltungen werden davor und danach stattfinden. Besten Dank für Eure Unterstützung! Kollektiv Buchladen Rote Strasse"

 

2006 NutzerInnenversammlung

Montag, 4. Dezember 2006, 19.30 Uhr, im Buchladen "An alle BuchladennutzerInnen: Einladung zur NutzerInnen-Versammlung Auch im 35. Jahr seit Gründung des Buchladens Rote Straße wird es eine NutzerInnen-Versammlung geben. Alle, die den Buchladen nutzen und schätzen, sind eingeladen, sich bei Limo, Bier und Knabbereien über den Stand der Dinge informieren zu lassen. Natürlich geht es dabei auch ums Zahlenwerk: Umsätze und Profite, Kredite und Defizite kommen auf den Tisch - und die Hintergründe gleich dazu. Was wird gekauft, wann, von welchen KundInnengruppen und was macht eigentlich die Konkurrenz? Damit der Buchladen auch seinen 40. Geburtstag noch erlebt, braucht er Kritik und Anregungen von seinen NutzerInnen.
An diesem Abend kommt ihr zu Wort und erfahrt, was aus den vielen Vorschlägen aus dem letzten Jahr geworden ist. Einiges davon hat die Buchladen-Soligruppe, die "FreundInnen des Buchladens ", umsetzen können. Außerdem haben wir daran gearbeitet, das Alte Schwestern-Netzwerk zu erweitern. Das Netzwerk soll Geld zur Abzahlung der Kredite des Buchladens sammeln und eine neue Finanzierungsmöglichkeit für infrastrukturelle Einrichtungen der linken Szene werden. Wir berichten über das Projekt und wollen mit euch diskutieren, wie der Ansatz weiter entwickelt werden kann.
2007 wird in Göttingen ein Festival stattfinden, um den 35. Geburtstag des Buchladens gebührend zu feiern und den Bewegungen und Alten-Schwestern ein glamouröses Wochenende zu bescheren - dafür braucht es noch ein engagiertes "Festkomitee"! Das wollen wir an diesem Abend gründen, und mit euch Ideen für das Fest sammeln. Last, not least gibt es wieder die Gelegenheit, inmitten guter Literatur über gute Literatur zu sprechen: Bringt euer aktuelles Lieblingsbuch mit und empfehlt es weiter! Weitere Vorschläge für die Versammlung werden gerne berücksichtigt. Kommt zahlreich!Eure Buchladen-Soligruppe"

 

2004 DarlehensgeberInnen- und NutzerInnen-Versammlung

Schilderung der Situation "(...) Auch an uns ist die in letzter Zeit vielbeschworene Krise des Einzelhandels nicht spurlos vorüber gegangen, und zwar in vielerlei Hinsicht. Ihr, die ihr eure Bücher bei uns kauft, habt im Schnitt weniger Geld zur Verfügung, was sich bei Waren, deren Konsum kein existentielles Bedürfnis befriedigt, rasch in der Verkaufsstatistik niederschlägt (und von Büchern wird nunmal niemand satt, und ein Dach über dem Kopf bieten sie auch nicht); die sogenannte Stiftungsuniversität hofft wohl zunehmend darauf, dass lehr- und forschungsrelevante Printmedien mehr und mehr digital/elektronisch zur Verfügung stehen und papierne Bücher eben – gestiftet werden; und einigen unserer DarlehensgeberInnen geht finanziell auch allmählich die Puste aus: sie wollen ihr Geld zurück.
Werden diese drei Tendenzen zu einer Haupttendenz aufsummiert, ergibt sich ein relativ ernüchterndes Bild, das sich leicht in ein bedrohliches verwandeln kann (der Ladenumsatz im Januar 2004 z.B. war im Vergleich zu den Vorjahren um fast 10% gesunken, so als ob die meisten ihre letzten Taler bereits im Weihnachtsgeschäft ausgegeben hätten – das wiederum aber auch schlechter war als im Jahr davor). Zwar gibt’s auch ein paar Lichtblicke, aber die scheinen doch eher bloß durch ein paar Löcher im dunklen Tunnel des Buchgeschäfts zu fallen."

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2005 Buchladenempfehlungen

Wir fragten im Buchladen Rote Straße, was so empfohlen wird, bisher haben sich die Empfehlungen immer als gute Tips erwiesen:

Penny Rimbaud, "Shibboleth - My Revolting Life - Crass: Punk als Widerstand" (Geschichte einer Punkband in GB)
Fred Vargas, "Der vierzehnte Stein", Kriminalroman - (hochgelobte Autorin)
Eva Geulen, "Giorgio Agamben - Eine Einleitung" (Philosophie über Biologie, Leben, Recht)
Georges Petit, "Rückkehr nach Langenstein" (KZ-Überlebender nach 50 Jahren an den Ort des KZ)
Regine Wagenknecht (Hrsg) "Judenverfolgung in Italien 1938-45" "Unsere Opfer zählen nicht -
Rheinisches Journalistenbüro Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg"
Arbeitslosenprojekt TUWAS, "Leitfaden für Arbeitslose - Rechtsratgeber zum SGB III"
Michael Heinrich, "Kritik der politischen Ökonomie - Einführung" - www.theorie.org
Christian Moser, "Monster des Alltags" (Unterhaltungslektüre ..über das dumme Rache-Monster oder das garnicht so schlimme Faulheitsmonster)
Harry Rowohlt und Peter Gut, "John Rock oder der Teufel"
Anu Stohner, Henrike Wilson, "Das Schaf Charlotte" (Kinderbuch)

Buchladenbücher fürs Programm des Literarischen Zentrums

25.8.06 /AutorInnen, die 2006 ins Literarische Zentrums nach Göttingen kamen.

Thomas Kapielski ,
Michael Kumpfmüller (Autor, Berlin),
Michael Hofmann (Autor, London/Hamburg) ,
Ilija Trojanow (Autor, Kapstadt) ,
Floridor Pérez (Autor, Santiago de Chile) ,
Daniel Kehlmann (Autor, Wien) ,
Michael Ballhaus (Bildregisseur, Berlin),
Dendemann (Musiker, Hamburg) ,
Juri Andruchowytsch (Autor, Iwano-Frankiwsk) ,
Saša Stanišiæ (Autor, Leipzig),
Adam Zagajewski (Autor, Krakau) ,
Elke Heidenreich (Kritikerin/Autorin, Köln)

Foto links: Buchladen Rote Straße , Bücher mit Bezug zum Programm des Lit. Zentrums

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2007 Broschüre „Medizin im Nationalsozialismus am Beispiel Göttingen“ erschienen

23.1.07 / Texte zum Stadtrundgang der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V. Eine 64-seitige Broschüre mit dem Titel „Medizin im Nationalsozialismus in Göttingen“ ist jetzt erschienen. Sie basiert auf einem von der Göttinger Geschichtswerkstatt erarbeiteten Stadtrundgang. Der Rundgang, der für interessierte Gruppen weiterhin bei der Geschichtswerkstatt gebucht werden kann, führt vornehmlich auf das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee. Die Broschüre informiert über die Entwicklung der Göttinger Universitätsmedizin in der NS-Zeit unter dem Einfluss von Eugenik- und Euthanasieideen. Themen sind u .a. Zwangsterilisierungen und ZwangsarbeiterInnen am Universitätsklinikum, die Entwicklung der psychiatrischen Kliniken in Göttingen sowie die Rolle von Göttinger Medizinern wie Gottfried Ewald, Erich Blechschmidt, Hermann Rein und Fritz Lenz in der NS-Zeit und danach. Die Broschüre ist im Roten Buchladen, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen, zum Preis von vier Euro erhältlich.

Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., Bürgerstr. 27, 37073 Göttingen, Tel. 0551 / 485844,

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