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Argrarpolitik

Unkritische Landwirte und Interessen der Schweinehalter
"Landwirtschaft zwischen Idylle und Hightech"
Konferenz "SoJa - so nicht - Eiweißquellen auf dem Prüfstand"
Sojaimport am Futtermittelhafen blockiert
Demo und Umzingelung des größten Hühnerschlachthofs in Europa
Ökologische Landwirtschaft
Lebensmittelproduktion und Argrarindustrie - Wir haben es satt!

Unkritische Agrarfachschaft und industrielle Schweinehalter

3.2.17 / Es fällt in eine Zeit in der sogar vom Umwelt-Bundesministerium eine Kampagne gefahren wird gegen Missstände in der Massentierhaltung. So hat das Ministerium von Barbara Hendricks "Neue Bauernregeln" veröffentlicht, in diesem Rahmen auch eine "Bauernregel" zur Schweinehaltung:

Zwei Wochen vorher hatten Prof Dr. Achim Spiller und Theresa Bernhardt von der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften in einem Beitrag für die FAZ vom 14.1.17 Missstände in der Agrarindustrie (Überbelegungen und Medikamenteneinsatz) aufgezeigt und Gegenmaßnahmen angeregt: häufigere Kontrollen, Förderung von Whistleblowing und Stärkung unabhängiger Prüforgane.
Die Studierendengruppe in der Fachschaft Agrar startete daraufhin die öffentliche Diffamierung der beiden Agrarindustrie-Kritiker. Auf post-faktische Weise starteten sie ein Mobbing, weil die Agrarstudierenden der Fachschaftsvertretung "ihren Berufsstand" angegriffen fühlten. Die Fachschaft wird von der Gruppe "Unabhängiger Landwirte" gestellt, von der die Grüne Hochschulgruppe zu berichten weiß, dass sie eine Untergruppe der als politisch weitegehend unkritischen ADF darstellt. Die Veröffentlichung der Fachschaft am 22.1.17 auf Facebook wurde von den Interessensverbänden der Agrarindustrie, u.a. der „Interessensgemeinschaft der Schweinehalter“ sowie deren Medien z.B "Top Agrar" aufgegriffen und weiterverbreitet. Hinzu kamen die übliche Kommentare in Netz-Kampagnen wie z.B. die Aufforderung zum Boykott der Vorlesungen Spillers, Rücktrittsforderungen usw. Die bundesweite Reaktion war derart heftig, dass die FAZ am 27.1.17 eigens eine >>Zusammenfassung dazu veröffentlichte, wobei das Pamphlet der Agrarfachschaft aus Göttingen gleich zu Beginn angesprochen wird: "Der Brief wurde anschließend dankend von verschiedenen regionalen, wie bundesweiten bäuerlichen Interessens - und Lobbyverbänden verbreitet und durch weitere teils unsachliche Kritik ergänzt." Und zum Schluss bemerkt der FAZ-Autor "Müssten universitär ausgebildete, lesefähige jungagrarische Nachwuchseliten nicht sorgfältiger argumentieren?"
Bei einer späteren Veranstaltung in der Uni Gö stand Prof. Spiller in einem überfüllten Hörsaal zur Diskussion bereit. Die Grüne Hochschulgruppe berichtete dazu: die "Vertreter*innen der Fachschaft Agrar wollten, trotz mehrmaliger Bitte seitens der Moderation, ihre zuvor deutlich aufgeworfene Kritik im Rahmen der Veranstaltung nicht wiederholen".

Es geht auch anders:
Schwein(chen) in einem Bio-Betrieb nahe Göttingen


Damit sich die Landwirt*innen kleinbäuerlicher Betriebe nicht mit der industriellen Agrarwirtschaft in einen Topf geworfen fühlen sollte in der Kritik zwischen beiden differenziert werden.

 

Ringvorlesung-Start "Landwirtschaft zwischen Idylle und Hightech"
Aula am Wilhelmsplatz jeweils dienstags um 18.15 Uhr , Start 12.4.16

Die steigende Weltbevölkerung und der Klimawandel führen zu neuen Herausforderungen an die Agrarwissenschaften. Die Ringvorlesung an der Universität Göttingen im Sommersemester 2016 verdeutlicht in insgesamt zwölf Vorträgen das Spannungsfeld zwischen einer ressourceneffizienten und nachhaltigen Produktion und den Anforderungen der Verbraucher, die eine hohe Produktqualität und -sicherheit erwarten. Sie wird organisiert von Agrarwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften mit Unterstützung des Universitätsbundes e.V. "Die Ringvorlesung verdeutlicht das Spannungsfeld, in dem moderne Landwirtschaft agieren muss, und sie trägt zur Versachlichung der Diskussion in der Gesellschaft bei", so Prof. Dr. Elke Pawelzik, Dekanin der Fakultät für Agrarwissenschaften "Auch die Frage, welchen Beitrag die Göttinger Agrarforschung leisten kann, wird dabei ein Thema sein."

12. April 2016 Mit dem Saatgut fängt es an - Idylle und Wirklichkeit in der Pflanzenzüchtung Dr. Stephanie Franck, Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e.V.

19. April 2016 Landwirtschaftliche Betriebe zwischen Idylle und Hightech Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft

26. April 2016 Genomische und andere Revolutionen in der Tierzucht Prof. Dr. Henner Simianer, Universität Göttingen, Tierzucht und Haustiergenetik

3. Mai 2016 Ökologischer Landbau: Idylle oder Hightech? Prof. Dr. Urs Niggli, Direktor des Forschungsinstitutes für ökologischen Landbau (FiBL)

10. Mai 2016 Nutztiere nur noch in Gut Aiderbichl? - Entwicklungen in Tierhaltung und Gesellschaft Prof. Dr. Kay-Uwe Goetz, Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft

17. Mai 2016 Sind wir in 20 Jahren alle Vegetarier? Anforderungen an die landwirtschaftliche Tierhaltung aus Sicht der Gesellschaft Prof. Dr. Achim Spiller, Universität Göttingen, Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte

31. Mai 2016 Gift auf dem Teller? - Von gefühlten und realen Ernährungsrisiken Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR)

7. Juni 2016 Hightech-Ängste und Idyllvorstellungen - warum wir den modernen Pflanzenschutz nicht schätzen, ihn aber schätzen sollten Prof. Dr. Andreas von Tiedemann, Universität Göttingen, Allgemeine Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz

14. Juni 2016 Hightech Forschung in pastoralen Systemen Afrikas und Asiens - Anwendungsbereiche und Erkenntnisse Prof. Dr. Eva Schlecht, Universität Göttingen/Universität Kassel, Tierhaltung in den Tropen und Subtropen

28. Juni 2016 Landwirtschaft zwischen Idylle und Hightech: Welternährung und Armutsbekämpfung in den Entwicklungsländern Prof. Dr. Matin Qaim, Universität Göttingen, Welternährungswirtschaft und rurale Entwicklung

5. Juli 2016 Landwirtschaftliche Tierhaltung in ethischer Verantwortung - eine christliche Perspektive Dr. Clemens Dirscherl, EKD, Beauftragter für agrarsoziale Fragen

12. Juli 2016 Nachhaltige Produktivitätssteigerung: Konsequenzen für Wissenschaft und Wirtschaft Prof. Dr. Bernward Märländer, Institut für Zuckerrübenforschung, Göttingen

Die Aufzeichnungen der Vorträge werden jeweils - sofern möglich - am folgenden Mitt-woch um 12 Uhr im StadtRadio Göttingen (107,1 MHz) ausgestrahlt und sind anschließend als Video-Mitschnitt langfristig im Internet unter www.uni-goettingen.de/ringvorlesung zu finden.

 

2.12.-6.12.2014
Konferenz des FB Ökologische Agrarwissenschaften Witzenhausen
"SoJa - so nicht - Eiweißquellen auf dem Prüfstand"

An der Universität Kassel - Witzenhausen wird jedes Jahr durch eine studentische Initiative des Fachbereiches Ökologische Agrarwissenschaften eine Konferenz zu einem aktuellen und landwirtschaftlichen Thema organisiert. Die 22. Witzenhäuser Konferenz steht in diesem Jahr unter dem Motto: „SoJa - so nicht - Eiweißquellen auf dem Prüfstand“ und wird betreut durch Herrn Prof. Dr. Heß (Fachgebiet ökologischer Land- und Pflanzenbau) und Studienkoordinator H. Mittelstraß. Aufgrund der Konsumgewohnheiten ist eine nachhaltige Eiweißversorgung von Nutztieren und Menschen ein sehr wichtiges und aktuelles Thema und bedarf eines intensiven Austausches. Die diesjährige Konferenz wird Themen wie die politische Problematik des Sojahandels, die Ernährung von Mensch und Tier so wie die pflanzenbaulichen Aspekte rund um die heimischen Körnerleguminosen behandeln. Praxiserfahrene Landwirte wie auch Wissenschaftler werden zu Wort kommen und ihre Standpunkte erläutern.

>> Universität Kassel - Witzenhausen Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften Steinstr. 19 D-37213 Witzenhausen +49 5542 98-1211 +49 5542 98-1309

Agrarpolitische Aspekte des internationalen Sojahandels Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Uni Göttingen
Geschichte des Körnerleguminosenanbaus Dr. Ann-Kathrin Gronle, Uni Kassel Sojaanbau in Deutschland Jürgen Recknagel*, IG Sojaanbau Deutschland
Ernährungsphysiologische Eigenschaften unterschiedlicher Eiweißpflanzen Prof. Dr. Gerhard Bellof*, FH Triesdorf
Soziologische Aspekte zum Thema Fleisch Daniel Kofahl, Uni Kassel "Fleisch frisst Land" Dr. Birgit Wilhelm, WWF
Landschaftszerstörung und Landgrabbing in Südamerika Regine Kretschmer, FIAN
Züchtung von Körnerleguminosen Dr. Olaf Sass*, NPZ
Wirtschaftlichkeit des Körnerleguminosenanbaus Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer*, FH Soest
Ausgewählte Praktikerberichte Franz Aunkofer: Schweinefütterung Dr. Friedel Deerberg: Hühnerfütterung
Insekten als Lebensmittel Prof. Dr. van Huis, Uni Wageningen Abschlussrunde Statements
Die Verbraucherlüge Herr Hissting, VLOG
Gesundheitliche Auswirkungen von Glyphosat Prof. Dr. Monika Krüger, Uni Leipzig
Rollenspiel: Internationaler Soja-Handel Ökosystemleistungsberechnunge n verschiedener Eiweißkulturen Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer*
Zucht von Körnerleguminosen Dr. Olaf Sass*, NPZ Catherina Merx, Uni Kassel
Kochworkshop BÖLN-Köche*
Futtermittelanalyse verschiedener Eiweißpflanzen Prof. Dr. Albert Sundrum*, Uni Kassel
Podiumsdiskussion Sojafreie Fütterung – Eine Alternative? Werner Vogt-Kaute, Naturland, Prof. Dr. Albert Sundrum*, Uni Kassel, Prof. Dr. Gerhard Bellof*, Christoph Dahlmann, AbL Moderation: Dr. Birgit Wilhelm, WWF 19.00 bis 21.00Uhr
Diskussion Die Kontroverse um Soja Matthias Krön (Donau-Soja) ,Uwe
Film "Raising Resistance" Filmgespräch mit David Bernet (Regisseur), Capitol Kino

 

Sojaimport am Futtermittelhafen blockiert
Bauern und Verbraucher stoppen Futtermittel und Gentechnik-Sojaimporte

20.8.13 / Text: Phillip Brändle / Stillstand an Deutschlands größtem Futtermittelhafen Brake / Unterweser: Meterhohe Blechsilos mit gigantischen Lagerkapazitäten. Laut ratternde Förderbänder und Hafenkräne. Kurz: Ein enormer Logistikpark - dieses Bild kennen LKW-Fahrer, die an einem der größten europäischen Futtermittelhäfen im niedersächsischen Brake eine Lieferung Soja abholen sollen. Doch heute Mittag bot sich ihnen ein anderes Bild. Ein querstehender Traktor samt Anhänger, bunte Transparente und lautstarke Aktivisten blockierten friedlich aber selbstbewusst die Zufahrt zum Hafengelände. Der Grund für diese Aktion: Das breite Bündnis aus Bauern, Verbrauchern, Wissenschaftlern und Agrar-Studenten will auf die weitreichenden negativen sozialen und ökologischen Folgen der Soja-Futterimporte aufmerksam machen. David Killian, einer der Initiatoren dieses kleinen Aufstandes und Mitglied der Initiative "Witzenhäuer Agrar-Studierende, Landwirte und Gärtner für eine gentechnikfreie Landwirtschaft" fasst die Situation so zusammen: "In Europa ist Soja der Treibstoff für die industrielle Massentierhaltung, diese vernichtet bäuerlichen Strukturen hier und weltweit. Deshalb muss der Soja-Import-Wahnsinn gestoppt werden!" (...mehr Infos auf http://www.kws-gentechnikfrei.de/)

 

Lebensmittelproduktion und Agrarindustrie - Wir haben es satt!


Demozug Berlin 22. Januar 2012 mit 23.000 TeilnehmerInnen / Ausschnitt >>Video

 

2015
11.1.15 / Text von BUND /
Seit 2011 demonstriert ein breites Bündnis verschiedener Organisatoren, sowie BürgerInnen und Landwirte auf der Demo "Wir haben es satt" in Berlin. Hierfür reisen jährlich viele Menschen aus ganz Deutschland in die Landeshauptstadt um zum gleichen Zeitpunkt der "Grünen Woche" für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft zu demonstrieren. Denn die Agrarindustrie ist weiter auf dem Vormarsch: Wenige globale Großkonzerne untergraben die Saatgut-Vielfalt und fördern die Gentechnik auf dem Acker. Investoren bauen immer neue industrielle Megaställe, in denen Tiere unter qualvollen Bedingungen leiden. Die Mächtigen dieser Welt planen auf dem G7-Gipfel und durch die Freihandelsabkommen TTIP und CETA die globale Industrialisierung der Landwirtschaft. Die Folgen sind allgegenwärtig: Immer mehr Bäuerinnen und Bauern müssen, hier und in den Ländern des Südens, ihre Höfe aufgeben. Billigfleisch überschwemmt die Märkte. Der Anbau von Monokulturen verdrängt den Regenwald. Ackerland wird zum Spekulationsobjekt. Der BUND Göttingen hält dagegen und ist auch 2015 wieder mit dabei, wenn es heißt "Wir haben es satt!". Tickets für die Mitfahrgelegenheit mit dem Bus nach Berlin gibt's beim BUND (Geiststr. 2) und im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof 7)! Los geht es pünktlich um 7 Uhr auf dem Busparkplatz an der Zoologie, Berlinerstr. 28. Außerdem ist ein Zustieg auf dem ARAL-Rasthof in Northeim um 7:30 Uhr möglich. Und wer jetzt noch schnell BUND-Mitglied wird bekommt das Ticket zur Demo geschenkt! Mehr Informationen auf www.bund-goettingen.de oder www.wir-haben-es-satt.de

 

2014
Demo gegen die Agrarindustrie in Berlin.

Am 18.1.14 startet eine weitere Demo gegen die Agrarindustrie. Mitfahrgelegenheit mit dem Bus: Fahrkarten beim BUND Göttingen in der Geiststr. 2 oder beim Roten Buchladen Nicolaikirchhof 7. Kontakt: 055156156, mail@bund-goettingen.de, 6 Uhr // Abfahrt: pünktlich um 6:00 Uhr, Berliner Straße 28 - zusätzlicher Zustieg in Northeim (6:30 Uhr Rastplatz) möglich!Zurück sind wir voraussichtlich um 20:30 Uhr

Aufruf "Wir haben es satt!" http://www.wir-haben-es-satt.de/

Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!
-- Mehr als 840 Millionen Menschen hungern weltweit
-- Höfesterben in Deutschland: jedes Jahr schließen 10.000 Betriebe
-- Deutschland importiert Ernährungsgüter im Umfang von über 18 Millionen Hektar
-- 40 Millionen neue Mastplätze für Hühner und 2,5 Millionen Mastplätze für Schweine in Deutschland geplant
-- Antibiotika-Resistenzen aus der Tiermast bedrohen die Gesundheit
-- Freihandelsabkommen zwischen EU und USA könnte Gentechnik die Tür öffnen
-- Drei multinationale Unternehmen kontrollieren weltweit über 50 % des Saatguthandels
-- Jedes Jahr stirbt ein Drittel der Bienenvölker in Europa und in den USA
-- Weltweit sind die Folgen der agrar-industriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt dramatisch.

Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Schluss mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie! Dafür braucht es unseren Protest! Am 18. Januar 2014 werden wir für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft mit vielen Tausend Menschen in Berlin auf die Straße gehen. Für gutes Essen und gute Landwirtschaft für alle und weltweit!

Der BUND Göttingen organisiert erneut die Mitfahrgelegenheit mit dem Bus! Fahrkarten gibt es ab sofort im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof 7) und in der Geschäftsstelle des BUND in der Geiststraße 2. Kontakt: 0551-56156 oder mail@bund-goettingen.dePreise: 20€ (normal), 25€ (Unterstützer), 15€ (Soli) OPTION: 50 % Ermäßigung auf den Normalpreis für (Neu-)Mitglieder! Abfahrt: pünktlich um 6:00 Uhr, Berliner Straße 28 - zusätzlicher Zustieg in Northeim (6:30 Uhr Rastplatz) möglich!Zurück sind wir voraussichtlich um 20:30 Uhr

 

2013
"Wir haben es satt"- Demo in Berlin

Am 19. Januar 2013 ist es wieder soweit! VerbraucherInnen, TierschützerInnen, UmweltschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern machen sich auf den Weg nach Berlin, um an der bundesweiten Kundgebung „Wir haben es satt“ teilzunehmen. Unterstützt wird die Aktion von über 40 Vereinen, Initiativen und Organisationen aus der Landwirtschaft, dem Naturschutz und dem Lebensmittelhandel. Wie im letzten Jahr werden Mitfahrgelegenheiten mit dem Bus nach Berlin organisiert. JANUN Göttingen und die Kreisgruppe des BUND Göttingen organisieren die Mitfahrgelegenheit mit dem Bus nach Berlin! Um dabei zu sein, wenn es am 19.1.2013 heißt: „Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ „Für eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft!“ „Für das Menschenrecht auf Nahrung und Respekt vor Tieren!“ erhalten Sie Busfahrkarten ausschließlich im Vorverkauf bei JANUN Göttingen oder bei der Kreisgruppe des BUND Geiststraße 2, Tel/Fax 0551-56156 oder 487103 Geschäftszeiten: Mo.-Fr. von 10.00 - 12.00 Uhr, Do. 16:30 - 17:30 Uhr e-Mail: mail@janun-goettingen.de

 

2012
"Wir haben es satt"- Demo am 10.11.12 in Hannover

Ein breites Bündnis aus Landwirtschafts-, Umwelt-, Imker-, Tierschutz-, Verbraucher-, Eine-Welt-Organisationen und Bürgerinitiativen lädt ein zur Demonstration: Bürger und Bauern für eine neue, faire Agrarpolitik in Niedersachsen am
Samstag, den 10.11.2012, Hannover
11:00 Uhr Steintor: Treffen der Teilnehmer
12:00 Uhr Start am Steintor: Trecker- und Demonstrationszug am Bahnhof vorbei
13.00 Uhr Kundgebung auf dem Opernplatz mit Forderungen an die AgrarsprecherInnen der Parteien 16.00 Uhr Agrarpolitische Veranstaltung in der Marktkirche,

Die Forderungen
• artgerechte Tierhaltung
• faire Preise und Marktregeln
• soziale Arbeitsbedingungen in der Ernährungsbranche
• Mindestlöhne und Sozialhilfesätze für bezahlbare gesunde, regionale Lebensmittel
• Stärkung des Ökolandbaus in Niedersachsen
• Klima- und umweltverträgliche Landwirtschaft
• Vielfalt statt Monokulturen
• bäuerliche und ökologische EU-Agrarreform
• gentechnikfreies Saatgut und Lebensmittelerzeugung
• Solidarität mit den Kleinbauern in Afrika

Bauern aus der Region Göttingen beteiligt
Heide Ulrich Eberhard Prunzel-Ulrich betreiben in Landolfshausen einen Bioland-Käsehof. Sie produzieren Schafskäse, Ziegenkäse und Lammfleisch. Sie verkaufen die Produkte in ihrem Hofladen und auf dem Wochenmarkt Göttingen sowie Bovenden. Sie betreiben dieses Projekt aber auch als Bildungs- und Öffentlichkeitsprojekt. Es werden Führungen durch den Hof angeboten, insbesondere viele Kinder schauen sich z.B. dabei die jungen Ziegen an. Prunzel ist gleichzeitig Koordinator der BioBauern in Südniedersachsen, ist aktiv im Bioland-Verband und in der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL.

Den weiten Weg mit dem Trecker zu fahren ist für Ebi, wie er unter seinen Freunden und Kollegen genannt wird, macht er weil „Wer Veränderungen will, muss etwas dafür tun und in der Agrarpolitik brauchen wir dringend Veränderungen“. Das breite Bündnis aus Landwirtschafts-, Umwelt-, Imker-, Verbraucher- und Entwicklungshilfeorganisationen, das am Samstag gemeinsam demonstrieren wird, hat sich vorgenommen das Thema Agrarpolitik zum Wahlkampfthema zu machen. Eberhard Prunzel-Ulrich: „Egal ob es um die Bekämpfung des Welthungers, die Energieversorgung oder die Erhaltung unserer Umwelt geht, die Landwirtschaft spielt immer die zentrale Rolle bei der Beantwortung solch drängender Zukunftsfragen (...) Was wir brauchen ist eine bäuerliche, ökologische und sozialverträgliche Landwirtschaftspolitik, die Vielfalt fördert und schonend mit Ressourcen umgeht so wie es beispielsweise der Weltagrarbericht fordert“.„Die Politik muss damit aufhören den großen Industriebetrieben mit viel Fläche immer mehr Geld in den Rachen zu stecken, während die bäuerlich wirtschaftenden Betriebe abgehängt werden“ (Nach einer Pressemitteilung von Phillip Brändle Antigentechnik-Aktivist )

Foto: Heide Ulrich Eberhard Prunzel-Ulrich auf ihrem Hof im Frühjahr 2012 beim Empfang von BesucherInnen

Pflanzen können synthetische Düngemittel ersetzen : Leguminose
"Unterstützt bei der Vorbereitung der Treckertour sowie in seinen Ansichten wird Eberhard Prunzel-Ulrich von der „jungen Arbeitsgmeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ (jAbL). Die jungen Menschen, welche sich ebenfalls seit Jahren für eine Veränderung der aktuellen Agrarpolitik einsetzen, haben für die Demo in Hannover einen Themenwagen entworfen, der innerhalb des Demonstrationszuges mitfahren wird. Zu sehen ist auf diesem die „Königin des Ackerbaus“ in Gestalt einer so genannten Leguminose. Leguminosen sind Kulturpflanzen welche die Eigenschaft besitzen, wichtige Pflanzennährstoffe aus der Luft zu binden und in den Boden abzugeben. Dadurch machen sie es möglich, dass auf synthetisch hergestellte Düngemittel verzichtet werden kann. Mehr noch: als proteinhaltige Pflanzen eigenen sie sich ausgezeichnet für die Tierfütterung. Für Rebecca Simon, ausgebildete Landwirtin und momentan Studentin der Ökologischen Agrarwissenschaften an der Uni Kassel/Witzenhausen, eine geniale Pflanze, die es zu fördern gilt: „Der Anbau von Leguminosen leistet einen akuten Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und macht uns gleichzeitig von Futtermittelimporten aus Übersee unabhängiger. Es ist an der Zeit, dass unsere Politik diese Leistungen anerkennt und den Anbau von Leguminosen entsprechend fördert“.

Am 10.11.12 demonstrierten nach Veranstalterangaben 2000 Menschen
2.000 Bürger und Bauern demonstrierten in der Landeshauptstadt Hannover unter dem Motto: „Wir haben es satt! Bürger und Bauern für eine neue, faire Agrarpolitik in Niedersachsen“. Der Zug durch Hannover war von Treckern, Schrotttrommlern und Sambagruppen laut und phantasievoll begleitet. Gefordert wird „eine qualitativ hochwertige Lebensmittelerzeugung, tiergerecht, gentechnikfrei, klima- und umweltverträglich und solidarisch mit den Kleinbauern in der Welt zu fairen Preisen ermöglicht“, so Georg Janßen aus Lüneburg, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Namen des Bündnis. (...) Wir fordern die neue Landesregierung auf, sich nicht von agrarindustriellen Profitinteressen leiten zu lassen. Die Agrarindustrie degradiert die Bauern zu billigen Vertrags - Rohstofflieferanten und macht die Lebensmittelerzeugung zu einer Ramschware. Und das in einer Zeit, wo es nicht abzusehen ist, ob sich die Schuldens- und Finanzkrise weiter zu einer sozialen Krise verschärft. Euros kann man aber nicht essen. Eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft sichert unsere Lebensgrundlagen. Wir fordern von der neuen Landesregierung ein grundlegendes mutiges Umdenken. Landwirtschaft muss gesellschaftsfähig werden! Die Chance für einen Neuanfang liegt auf der Hand: Statt die Grabenkämpfe zwischen Bürgern und Bauern in vielen Regionen Niedersachsens zu vertiefen, können beide Seiten aufeinander zugehen. Wir schlagen vor, dass Bürger und Bauern, Handwerker, Verarbeiter sowie der Lebensmittelhandel zusammen mit der neuen Landesregierung einen Generationenvertrag für Stadt und Land in ganz Niedersachsen öffentlich diskutieren und beschließen. Viele Bäuerinnen und Bauern zeigen schon heute, dass eine bäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft kein Romantikbild von gestern sondern eine moderne Zukunftslandwirtschaft ist, die auf Verbraucherwünsche, Kritik und Ängste Rücksicht nimmt. Genügend Bürgerinnen und Bürger sind bereit, diese Zukunftslandwirtschaft zu unterstützen und dafür faire Preise zu zahlen.


Demo und Umzingelung Europas größter Hühnerschlachthof

Im Schlachthof in Wietze,werden täglich über 430 000 Hühnchen geschlachtet. In Niedersachsen, kommen jetzt schon 36 Millionen Masthähnchen auf 7,9 Millionen Einwohner, für weitere 20 Millionen Hähnchen sind Stallplätze beantragt. Und es werden ständig neue Tierfabriken gebaut. Die rein profitorientierte Tierverwertung hat zu unhaltbaren Zuständen geführt.

13.8.13 / Text BUND / Die Kreisgruppe des BUND Göttingen organisiert die Mitfahrgelegenheit zur Sommeraktion nach Wietze! Am 31. August 2013 startet das Netzwerk „Meine Landwirtschaft“ eine Sommeraktion auf Europas größtem Hühnerschlachthof. Das Netzwerk fordert Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Demo und Umzingelung des Hofes zu beteiligen. Der BUND Göttingen unterstützt die Aktion und organisiert die Hin- und Rückfahrt nach Wietze mit dem Bus. Europas größter Hühnerschlachthof ist ein Symbol für die derzeitige Agrar- und Lebensmittelindustrie. Tiere werden hier qualvoll unter schonungslosem Einsatz von Antibiotika gehalten. Multiresistente Keime können die Folge sein. Neben qualvollen Haltungsmethoden, belasten die Megaställe die Umwelt und die Gesundheit der Anwohner und verdrängen die bäuerliche Landwirtschaft. Doch die momentane Agrarpolitik zieht noch weitere Kreise. Nicht nur hier vor unserer Haustür sind die Folgen spür- und sichtbar. Das Futter für die Tiere wird vielerorts in Monokulturen angebaut und führt in Lateinamerika zu Landkonflikten. Fleisch, welches hier in Überschüssen produziert und zu Dumpingpreisen in südliche Länder exportiert wird, zerstört auch dort kleinbäuerliche Märkte. Der BUND Göttingen ist sich sicher: diesem Essen wollen wir nicht vertrauen und fordert deshalb eine bäuerliche, tier- und umweltfreundlichere Landwirtschaft. Um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen, wird auch der BUND Göttingen am 31. August in Wietze vor Ort sein. Neben einer Demo und der Umzingelung des Hofes sind unterschiedliche Kundgebungen und ein Konzert zum Abschluss der Veranstaltung geplant. Fahrkarten und weitere Informationen gibt es beim BUND Göttingen unter der Telefonnummer 0551-56156 oder im Internet www.bund-goettingen.de

Mitfahrgelegenheit ab Göttingen Abfahrt in Göttingen: 10:30 Uhr Berliner Straße 28, Zoologie Abfahrt in Wietze: ca. 21 Uhr Preis pro Fahrkarte: 15 € Fahrkarten nur im Vorverkauf beim BUND Göttingen, Geiststraße 2, Tel: 0551-56156, mail@bund-goettingen.de

Programm "Wir haben Agrarindustrie satt!"-Aktionstag am 31. August 2013
10:30 Uhr: Agrarpolitisches Bauernfrühstück "Zukunft der Landwirtschaft – Bauernhöfe oder Agrarindustrie" mit Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer
13 Uhr: Kundgebung auf dem Droschkenplatz
14 Uhr: Start der Demonstration zum Schlachthof
1530-16 Uhr: Umzingelung des Schlachthofs mit einer Menschenkette
17 Uhr: Abschlusskundgebung und Konzert mit Dreimalich und Ratatöska
Rahmenprogramm
23.-25. August 2013: bundesweite Grill-Demo "Grillen gegen die Agrarindustrie"
29. August 2013
18 Uhr: Eröffnung des Sommercamps
20 Uhr: Podiumsdiskussion "Wie viele Hühner braucht das Land? Geflügelwirtschaft am Scheideweg"
30. August 2013
930 Uhr: Workshops zum Thema "Landwirtschaft & Esskultur - Visionen 2020"
18 Uhr: Disco Soup – Kochen, Essen, Tanzen und Vernetzen
1. September 2013
10 Uhr: Offene Workshops
11 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst
14 Uhr: Ende des Sommercamps

Mehr zum Hintergrund: www.wir-haben-es-satt.de BUND-Kreisgruppe Göttingen Geiststraße 2, 37073 Göttingen Telefon & Fax: 0551-56156 Internet: www.bund-goettingen.de e-Mail: mail@bund-goettingen.de Geschäftszeiten: Mo.-Fr. von 10.00 - 12.00 Uhr

 

Ökologische Landwirtschaft
Das politische Spektrum der ökologischen Landwirtschaft
4.12.12 bis 8.12.12 , Witzenhausen Nordbahnhofstr. 1a Große Aula

Zu Beginn oft als "Ökospinnerei" belächelt, sind ökologische Produktionsweise und ein entsprechender Lebensstil mittlerweile breit in unserer Gesellschaft etabliert. Umwelt, Klima und der Umgang mit endlichen Ressourcen sind auch in der Politik längst keine Randthemen mehr. Doch wie konnte es dazu kommen? Welchen Einfluss hat die ökologische Landwirtschaft auf Politik und Gesellschaft und wie politisch ist sie selbst? Welche politischen aber auch wissenschaftlichen Impulse gibt es für morgen, um weiterhin erfolgreich zu sein? Fragestellungen, auf die in Witzenhausen umfassend Antwort gegeben wird. Die 20. Witzenhäuser Konferenz "Natürlich Bunt - das politische Spektrum der ökologischen Landwirtschaft" bietet an insgesamt fünf Tagen einen fundierten Überblick über die politische Bandbreite, historische Entstehung und aktuelle Entwicklung der ökologischer Landwirtschaft. Dazu erwarten die Teilnehmer Vorträge, Diskussionen und Exkursionen zur Geschichte, zur Politik und zu außerparlamentarischen Initiativen. Breiten Raum nehmen zudem die Workshops ein, aussagekräftig besetzt mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Landwirtschaft und Umweltinitiativen. Die Konferenz beleuchtet übergreifend die deutsche und europäische Agrarpolitik und ihre Auswirkung auf die ökologische Landwirtschaft sowie die aktuelle Motivation, politische Aktivität aber auch besondere Herausforderung der Öko- und Umweltbewegungen. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion geben Politik und Landwirtschaft ihre Antworten auf die Frage nach den heutigen Idealen der ökologischen Landwirtschaft und zugleich einen Ausblick auf kommende Entwicklungen. Die gesamte Konferenz ist in ein ergänzendes Kulturprogramm mit Kino, Konzert und Abendempfang eingebettet. Weitere Informationen unter: www.konferenz-witzenhausen.de

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