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Friedensbewegung
2014
Spaltung der Friedensbewegung
2014
Ostermontag Osterfriedensmarsch im Eichsfeld
2013
Friedensbüro aufgelöst
2012
Friedensbüro: Für Atomwaffenfreie Zone Nahost
2011 Antikriegstag Erklärung des Friedensbüros
2007 Friedensbüro - Kritik am "Weißbuch zur
Sicherheitspolitik Deutschlands ..."
2004 Gegen Militarisierung der EU
2003 Friedensbündnis gegen den drohenden Krieg
im Irak
2001 Friedensbündnis Infostand gegen Krieg
1999 Friedensbündnis Kundgebungzum Antikriegstag
> Zur Überblicksseite Krieg
> Bundeswehr
an Schulen / Uni / Verwaltungen
> Antikriegstage
> Aktionen
gegen Militärmusik
Friedensfähig
statt kriegstüchtig
Veranstaltung des Friedensforum mit Dr. Margot Käßmann, ehemalige Landesbischöfin
der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover und Vorsitzende des
Rates der EKD Mittwoch, 20.5.2026, 19:00, Galerie „Alte Feuerwache“
Pressemitteilung des Friedensforum dazu
"Das Christentum ist vom Grundsatz eine friedfertige Religion. In
seiner Geschichte jedoch zeigte es immer wieder ein ambivalentes Verhältnis
zu Krieg und Frieden – nicht selten mit tragischen Folgen. Kirchliche
Leitungsgremien begrüßten den Beginn des Ersten Weltkriegs, den deutschen
Überfall auf Polen 1939 und den Angriff auf die Sowjetunion 1941. In den
USA trägt der Verteidigungsminister (seit 5.9.25 Kriegsminister) und evangelische
Christ Pete Hegseth den Schriftzug „Deus vult“ („Gott will es“) auf dem
Bizeps – den Schlachtruf der Kreuzzüge. Patriarch Kyrill nennt den Krieg
Russlands gegen die Ukraine heilig. Umgekehrt hatte die kirchliche Friedensbewegung
einen großen Anteil daran, dass die sogenannte Nachrüstung von mit Atomsprengköpfen
bestückten Mittelstreckenraketen verhindert werden konnte. Eine herausragende
Rolle spielte dabei der frühere U-Boot-Kommandant und spätere Kirchenpräsident
der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Dr. Martin Niemöller. Angesichts
der gegenwärtigen massiven Aufrüstung ist die christliche Friedensbewegung
derzeit innerhalb der Amtskirchen kaum öffentlich wahrnehmbar. Dr. Margot
Käßmann wird der Frage nachgehen, warum Friedfertigkeit zum Kern des Christentums
gehört – und weshalb sie heute innerhalb der Kirchen einen so schweren
Stand hat.
Im Anschluss an ihren Vortrag laden wir herzlich zur Diskussion ein: Wie
können wir Frieden sichern und der fortschreitenden Zerstörung unserer
Zivilisation durch Kriege entkommen? Ist Pazifismus heute noch zeitgemäß?
Wie können religiös und nicht religiös motivierte Friedensbewegungen besser
zueinander finden?"
2026
Oster-Kundgebung
des "Göttinger Friedensforum"
Kritik
an der Einseitigkeit des Aufrufs
Das Göttinger Friedensforum
ruft auf zur Oster-Kundgebung in Göttingen: · am Ostersamstag, dem 4.4.
2026 · um 12.00 Uhr · vor der Jakobi-Kirche
Zum Aufruftext
auf der Facebook-Seite des Friedensforums
"Kriegsvorbereitung
stoppen! Völkerrecht verteidigen!" heisst es am Anfang des Aufrufes.
Richtig! Aber gegen Kritik an Russland gewendet heisst es dann "Bedrohungslüge
und Feindbildpropaganda bestimmen die mediale Öffentlichkeit: Europa müsse
sich vor einem russischen Einmarsch schützen." Russland so wird
betont, plane keinen Angriffskrieg. Angesichts eines zur Zeit fortbestehenden
Angriffs Russlands auf die Ukraine eine unverständliche Argumentation.
Die Forderung, dass Russland einem Waffenstillstand zustimmen solle, würde
dem Aufruf mehr Glaubwürdigkeit verleihen.
Im Folgenden
wird dafür ganz richtig argumentiert, dass Investitionen in die Militarisierung
Deutschlands einhergehen mit unvertretbaren Einsparungen im Sozialbereich.
Kein Wort über die Aufrüstung Russlands und die einhergehende
Armut der Russischen Bevölkerung.
Die Proteste von Schülern gegen die Wehrpflicht werden richtigerweise
gelobt. und es heisst "Ohne Recht auf Kriegsdienstverweigerung
werden junge Ukrainer an der Front verheizt" aber die Verfolgung
von Kriegsdienstverweigerern in Russland und die "Verheizung von
russischen Soldaten" bleibt unerwähnt.
Die Völkerrechtsverletzungen
Israels werden richtigerweise kritisiert aber der terroristische Überfall
der Hamas bleibt unerwähnt.
Tendenzen der Unterdrückung
unerwünschter Meinungen gegen Kriegstreiberei werden ebenso richtigerweise
kritisiert wie die Tatsache, dass "Staatskritische Einzelpersonen
und Organisationen (sind) existentiell bedroht" sind. Entsprechende
Vorgänge weit schärferer Art in Russland werden ausgeblendet.
Ob ein Transparente wie "Russische Truppen raus aus der Ukraine"
oder "Russland . Waffen nieder!" bei der geplanten Kundgebung
wohl auch geduldet würden?
Also: Für eine
ungeteilte Einhaltung des Völkerrechts und eine Bestrafung von Kriegsverbrechen
nach allen Seiten fordern!
- Stop des völkerrechtswidrigen
Angriffskrieges von Israel und USA auf Iran
- Stop des völkerrechtswidrigen
Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine
- Verurteilung des
Angriffs der USA auf Venezuela
- Verurteilung der
Angriffe der Hisbollah auf Israel
- Israelische Truppen
raus aus dem Gaza
- Israelische Truppen
raus aus dem Libanon
- Russische Truppen
raus aus der Ukraine
- Bestrafung der
Kriegsverbrechen an der Bevölkerung Gazas
- Bestrafung der
Kriegsverbrechen an der Bevölkerung Libanons
- Bestrafung der
Kriegsverbrechen an der Bevölkerung Israels durch die Hamas
- Bestrafung der
Kriegsverbrechen an der ukrainischen Bevölkerung
- Bestrafung der
Kriegsverbrechen an der iranischen Bevölkerung
Ostermontag
Osterfriedensmarsch im Eichsfeld 2014
Osterfriedensmarsch
Von Duderstadt zum "West-Östlichen Tor"
1914 begann der 1.
Weltkrieg, die damalige Forderung von KriegsgegnerInnen lautete „Die Waffen
nieder - Krieg löst keine Probleme" . Unter diesem Motto lädt
die Initiative für Gerechtigkeit, Frieden und Demokratie, Obereichsfeld
zum "Osterfriedensmarsch" ein. Die Initiative war auch bei den
Aktionen Eichsfeld
gegen Rechts aktiv.
Treffpunkte für den Osterfriedensmarsch:Ostermontag 2014 in Duderstadt
15 Uhr, Rathaus, Marktstraße (Untereichsfeld) Wehnde,
15.Uhr Dorfmittelpunkt (Obereichsfeld)
16 Uhr Veranstaltung: West-Östliches Tor auf dem Kutschenberg zwischen
Ecklingerode und Duderstadt mit Stefan Wenzel, Umweltminister des Landes
Niedersachsen Viola von Cramon, unabhängige Bürgermeisterkandidatin für
Duderstadt "Im Anschluss planen wir ein gemeinsames Picknick am West-Östlichen
Tor. Bitte Kaffee, Kuchen und Decken mitbringen."
Friedensbüro, Friedensbündnis, Antikriegsbündnis, Antikriegsplenum
2013
5.9.13 / Das
Friedensbüro, Gotmarstraße, 3, gibt es seit Juni 2013 nicht mehr.
"hiermit geben wir bekannt, dass der Verein “Fördergemeinschaft
Friedensarbeit in Südniedersachsen e. V.” (das Göttinger Friedensbüro)
zum 30.6.2013 aufgelöst wurde. Ecki Stedeler (für den ehemaligen Vorstand)".
Jetzt Schwerpunkt:
Gegen Bundeswehr in Schule, Hochschule, Ausbildung
Schwerpunktmäßig mit Aktionen gegen den Einfluß der
Bundeswehr auf Schulen, Hochschulen und Ausbildung beschäftigt
sich der Arbeitskreis "Schule ohne Bundeswehr" (SoB) in Göttingen,
jeden 2. ten Dienstag im Monat, 18 Uhr, im DGB Haus Weender Landstr.
6. Siehe dazu auch die Seite >Bundeswehr
Kontakt: Kontakt:
goe-SoB@gmx.de
2003 sah alles noch
anders aus: Zunächst gab es ein Friedensbüro, wo sich die verschiedenen
Gruppen und Initiativen zusammenfanden. Diese nannten sich dann insgesamt
"Friedensbündnis". Später gab es dann eine Spaltung in
Friedensbündnis und einige andere Gruppen die mit dem Begriff "Friedensbüro"
identifiziert wurden.
Nachdem wir hierüber berichtet hatten kam die Meldung, man habe die
Differenzen geklärt und arbeite wieder koordiniert zusammen und zwar
gemeinsam im/mit dem "Antikriegsbündnis", deshalb
sollte die Beschreibung der Abgrenzungen wieder rausgenommen werden (26.3.03)
Nachdem sich jedoch in der "Antikriegs-Gruppe" die meisten Initiativen
trafen wurde diese wiederum in "Antikriegsplenum" umbenannt.
Friedensbüro:
Für Atomwaffenfreie Zone Nahost 2012
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Am 3.3.12 hatte
das Göttinger Friedensbüro einen Infostand mit Transparent
am Markt stehen (Foto) zum Thema "Kriegsgefahr im Nahen Osten".
Das dazu verteilte Flugblatt enthielt einen >>Aufruf
der Friedenskooperative der sich mit dem Irankonflikt beschäftigt.
Darin heißt es u.a.:
"(...)
Die Sanktionseskalation ist auf dem besten Wege, in einen Krieg
einzumünden. Er würde nicht nur für die Menschen im Iran katastrophale
Folgen haben, sondern auch die gesamte Region auf weitere Jahrzehnte
destabilisieren.
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"Das iranische
Volk will - alle Indizien sprechen dafür - weder einen Krieg noch iranische
Atombomben. Es wehrt sich allerdings gegen jede militärische Bedrohung
von außen. Israels Atomarsenal und die militärische Einkreisung Irans
durch die USA, die inzwischen in nahezu allen seinen Nachbarländern Militärbasen
errichtet haben, sind wichtige Ursachen für die Rüstungsanstrengungen
Irans. Mit der Tolerierung von Israels Atomwaffenarsenal ** bei gleichzeitiger
Bekämpfung des iranischen Atomprogramms tragen USA und EU die Hauptverantwortung
dafür, dass kaum ein Oppositionspolitiker im Iran es wagt, die Atompolitik
der Islamischen Republik in Frage zu stellen. Auch in Deutschland und
Europa fühlen wir uns mit der zunehmenden Gefahr eines Krieges konfrontiert,
der schwerwiegende Folgen für Europa und die Welt haben würde. Wer das
Ziel verfolgt, die Islamische Republik durch Intervention von außen zu
beseitigen, wird realistische Lösungen für den Atomkonflikt ignorieren.
Wir warnen deshalb davor, dass maßgebliche Kräfte in den USA und ihre
exiliranischen Mitläufer den Atomkonflikt für einen Regime Change zu instrumentalisieren
suchen. Die Behauptung, die Nuklearmacht Iran könne nur durch Krieg verhindert
werden, ist irreführend. Wir lehnen sie daher entschieden ab."
** Israel besitzt nach übereinstimmender
Meinung der meisten Fachleute Atomwaffen ist aber bislang nicht dem Atomwaffensperrvertrag
beigetreten. Die deutsche Bundesregierung
hat Israel U-Boote der Dolphinklasse mit Torpedorohren für atomare
Marschflugkörper geschenkt und lieferte auch noch zwei ebensolche
U-Boote mit dem allermodernsten Brennstoffzellen-Antrieb. Dafür wurden
hunderte von Millionen Euros im Haushalt vorgesehen.
Friedensbüro
Erklärung
zum Antikriegstag 3. Sept. 2011
"Das Friedens
Büro Göttingen ist Veranstalter der Kundgebung und Diskussion.(...) Der
Antikriegstag, der jährlich am 1. September von der Friedens- und Gewerkschaftsbewegung
begangen wird, erinnert an den Beginn des 2.Weltkriegs vor 72 Jahren.
In diesem Jahr ist es auch der 70. Jahrestag des Beginns des deutschen
Vernichtungsfeldzugs gegen die Sowjetunion. Außerdem jährt am 4. September
zum zweiten Mal das Massaker von Kundus in Afghanistan, jenes verhängnisvollen
Luftangriffs auf zwei Tanklastwagen in der Nähe von Kundus, bei dem 140
Menschen, vorwiegend Zivilpersonen, Kinder und jugendliche getötet wurden.
Befohlen hatte den Angriff ein deutscher Oberst, der damit das größte
deutsche Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg auslöste. Am 7.Oktober
jährt sich zum zehnten Mal der Beginn des Afghanistankriegs. In seinem
diesjährigen Aufruf zum Antikriegstag stellt der DGB klar: "Wir fordern
die Bundesregierung auf, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan zu beenden
und die Zivilgesellschaft stärker zu unterstützen!" Diese Forderung entspricht
den jahrelangen Protesten und Aktionen der Friedensbewegung, so auch in
diesem Jahr besonders mit Aktionen im Dezember gegen den Gipfel der in
Afghanistan Krieg führenden Staaten. Zum diesjährigen Antikriegstag erhebt
die Friedensbewegung auch scharfe Kritik an den Werbemethoden der Bundeswehr
an Schulen, Ausbildungsmessen und Hochschulen. Staatsbürgerlicher Unterricht
muss von dazu ausgebildeten Lehrkräften erteilt werden und darf nicht
von "Jugendoffzieren" übernommen werden. Und an den Universitäten und
Fachhochschulen muss für den Frieden und nicht für Militär, Rüstung und
Krieg geforscht werden. (Friedensbüro Göttingen Gotmarstr.
3)
In Zusammenarbeit mit dem Göttinger Friedensbüro und dem DGB Südniedersachsen-Harz
gibt es zum Antikriegstag am Samstag, 3. September 2011 um 12 Uhr vor
am Alten Rathaus in Göttingen eine Kundgebung. Die Fördergemeinschaft
Friedensarbeit in Südniedersachsen e.V. bietet einen Vortrag mit Diskussion
zum Thema "Bundeswehr in Schulen" mit Michael Schulze von Glaßer am Donnerstag
ist der 8.9.11 um 19:30 Uhr bei ver.di Göttingen, Groner Tor-Str. 32,
an. Michael Schulze von Glaßer ist Autor des Buches "An der Heimatfront
- Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr.
Friedensbüro -
Kritik
am "Weißbuch zur Sicherheitspolitik Deutschlands ..."2007
Das Göttinger Friedensbüro
führt am Samstag, den 7.7.2007, um 11 Uhr vor dem Alten Rathaus (Weender
Str.) eine Straßentheater-Aktion durch. Mit der Aktion werden die weltweiten
Einsätze der Bundeswehr kritisiert. Solche Militäreinsätze sind konfliktverschärfend,
kosten sehr viel Geld, das für soziale Ausgaben - gerade auch in der Konfliktregionen
- fehlt und hebeln Völkerrecht und Verfassung aus. Die Theater-Aktion
richtet sich gegen das neue Weißbuch 2006 der Bundesregierung, durch das
ohne vorherige politisch-gesellschftliche Debatte und ohne Parlamentsbeschluss
Militäreinsätze im Ausland grundsätzlich legitimiert werden. Das Weißbuch
fordert u.a. mit dem Hinweis auf den internationalen Terrorismus erstmals
Bundeswehreinsätze auch im Innern. Die im Weißbuch betonten Interessen
der Sicherung des freien Welthandels, der ungehinderten Rohstoffzufuhr
und des Schutzes vor unkontrollierter Migration öffnen dem rechtswidrigen
Einsatz deutscher Soldaten für jede Art militärischer Intervention Tür
und Tor.
Überschrift
des Kapitel 4 des Weißbuches:
"Deutschland ist in den vergangenen 15 Jahren zu einem der größten
Truppensteller für internationale Friedensmissionen geworden. Die Bundeswehr
ist heute weltweit im Einsatz."
>>
Download
des Weißbuch von Seiten des Kriegsministeriums
>> Kritische
Analyse (3.7.2006 / Kassel)
>> Umsetzung des Weißbuches Bundeswehrplan 2008 (als Papier
"nur für den Dienstgebrauch"):
http://www.geopowers.com/Machte/Deutschland/
Rustung/Rustung_2007/BwPlan_2008_dok.pdf
Sind
westliche Demokratien friedensfähig? / 2006
Prof. Knut Krusewitz ( Künzell,
Fulda ) , Ort: Evangelische Stud.Gemeinde (ESG) Von Bar Str. 2-4 Zeit:
10. Januar 2006 , 19.30 Uhr Mitveranstalter: ESG, Gött.Wiss. für Frieden
und Abrüstung, Rosa-Luxemburg Bildungswerk, VUK- Verein für Umwelt- und
Konfliktforschung
Veranstaltertext: "Seit Ende des
Kalten Krieges macht im Westen die Rede vom "demokratischen Frieden" eine
beachtliche wissenschaftliche und mediale Karriere. Danach seien demokratisch
verfasste Gesellschaften dauerhaft friedensfähig und die Gewalt in der
Welt könne nur von denjenigen ausgehen, die mit Intoleranz, Fundamentalismus,
brutalem Machtstreben demokratische Prinzipien verletzten. Dies Credo
bestimmt nicht nur weitgehend unser Alltagsdenken über Krieg und Frieden,
sondern auch in weiten Zügen unsere Außen-, Sicherheits-, und Entwicklungspolitik.
Das tatsächliche Bedrohungs-, Sicherheits- und Gewaltverhalten westlicher
Demokratien widerspricht eklatatnt diesem Selbstbild : Es waren nämlich
"friedliche Demokratien", die im kurzen Zeitraum zwischen 1991 und 2003
bereits siebenmal Krieg führten und zwar ohne Selbstverteidigungsgrund.
Im Referat wird dieses Problem an folgenden Fragen thematisiert: Warum
ist der Westen auch nach Ende des Kalten Krieges nicht zur Selbstkritik
bereit ? Warum sind die führenden Mitgliedstaaten nicht zur allgemeinen
und vollständigen Abrüstung bereit ? Wird der Westen auch zukünftig den
wirtschaftlichen und politischen Status quo gewaltsam verteidigen ? Zur
Person: K.Krusewitz war bis zu seiner Emeritierung Hochschullehrer an
der TU Berlin im Fachbereich Umwelt und Gesellschaft. Langjähriger Berater
von Bürger- und Friedensinitiativen.Gastprofessuren im In- und Ausland.
Ca. 200 Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen zu folgenden Themen:
Kritische Umweltplanung, Gewerkschaftliche Umwelt- und Energiepolitik,
Nachhaltige Wasserwirtschaft,Nachhaltige Regionalentwicklung, Umweltkriege,
Friedensursachenforschung,Pazifistische UNESCO-Modellregionen, Theorie
und Methodenkritik, Ökologische Kriegsführung."
Gegen
Militarisierung der EU 2004
Vortrag von Uwe Reinecke (Göttingen) Beirat der Tübinger "Informationsstelle
Militarisierung (IMI) e.V. am Dienstag, 22. März 2004 um 19 Uhr im DGB-Haus,
Veranstalter sind das Antikriegsbündnis
und die PDS Göttingen, Ankündigungstext:
"Minister
Struck sprach im Dezember 2003 stolz von der Europäischen Union (EU) als
einer "Macht im Werden." Deutschland spiele dabei eine "Vorreiterrolle"
fuhr er fort. Folglich war es gerade die Bundesregierung, die die Festschreibung
des Militarismus in der EU-Verfassung vehement eingefordert hat. Durch
diese Verfassung, die gerade in den 25 EU-Staaten ratifiziert wird, verpflichten
sich die Mitgliedstaaten in Artikel I-41 zur permanenten Aufrüstung. Ferner:
"Es wird eine Agentur für die Bereiche Entwicklung der Verteidigungsfähigkeiten,
Forschung, Beschaffung und Rüstung (Europäische Verteidigungsagentur)
eingerichtet." Hier wird nichts Würdiges verteidigt; im Gegenteil: diese
Agentur ist ein Angriff auf das was zivile Gesellschaft genannt werden
könnte. Derselbe Artikel legt darüber hinaus fest, dass Kampfeinsätze
außerhalb der EU und außerhalb der Verteidigung möglich sind. Artikel
III-304 verhindert die parlamentarische Entscheidungsgewalt und Art. III-376
schließt zudem eine europäische gerichtliche Kontrolle aus. Diese EU-Verfassung
ist nicht ohne Grund derart militaristisch. In Art. I-3 wird bereits Klartext
gesprochen: "Die Union bietet einen Binnenmarkt mit freiem und unverfälschten
Wettbewerb." Dieses eindeutige Bekenntnis zum (neoliberalen) Kapitalismus
lässt sich ohne Militarismus nicht aufrechterhalten. Das zeigt sich auch
durch mehr als 30 Abstimmungen des Bundestages, mit denen die deutsche
Bundeswehr bereits in mehr als 10 Staaten geschickt wurde. Nie stimmte
der Bundestag gegen eine "Entsendung" deutscher Soldatinnen und Soldaten
in fremde Länder. Ja, der "permanente Krieg" gegen einen imaginären Feind,
den "Internationalen Terrorismus", ist von Deutschland aus der gesamten
Welt erklärt worden. Der wahre Grund dafür liegt in der schon 1992 getroffenen
Feststellung des "Verteidigungsministers" Rühe: "Aufgabe der Bundeswehr
ist es, den ungehinderten Zugang zu Rohstoffen und Märkten in aller Welt
zu sichern." Nur so sind Minister Strucks Worte: "Mögliches Einsatzgebiet
der Bundeswehr ist die ganze Welt." zu erklären. Der juristischen Festschreibung
dieses Anspruchs dient die EU-Verfassung. Sechs Jahre nach dem Jugoslawienkrieg
und zwei Jahre nach dem Irakkrieg- jeweils mit direkter deutscher Beteiligung
- ist es Zeit, den deutschen und den EU-Militarismus zu beleuchten."
Kundgebung
("Mahnwache") gegen den drohenden Krieg im Irak 2003
1.2.03 / Am
Samstag den 1.2.03 fand eine "Mahnwache gegen den Krieg" statt,
zu der DGB, Friedensbüro u.a. aufgerufen hatten. Redner auf der
Kundgebung waren vom Friedensbüro, DGB-Vorsitzender Wertmüller DGB-Aufruf,
Pastor Ungerer von den Grünen (>Grüne
Stellungnahme) Friedensbündnis. Jemand von Attac verteilte Infos und
die attac-Plakate zum Demoaufruf in Berlin waren auch am Infotisch des
Friedensbüros ausgelegt (>attac-Aufruf).
(Über die gelegentlich angedeuteten Unterschiede zwischen "Friedensbündnis"
und "Friedensbüro" wüßten wir gerne mehr..... [inzwischen
wurden wir dankenswerterweise aufgeklärt]). Landtagskandidat Stefan
Wenzel und Grüne Ratsfraktionsvorsitzende Göbel demonstrierten gut sichtbar
neben den Rednern stehend ihre Teilnahme an der "Mahnwache".
Grünen-Ratsmitglied Holefleisch verteilte die Flugblätter des Friedensbüros.
Das Göttinger Antikriegsbündnis beteiligte sich nicht, weil Vertreter
der Grünen und SPD einen Tag vor der Wahl Kriegsgegnerschaft demonstieren
und hatte lediglich einen Infostand aufgebaut und verteilten Flugblätter
mit der Ankündigung von Protestaktionen am
Tag X (Kriegsbeginn). Die AG Öffentlichkeitsarbeit gegen Krieg AGoe
verteilte ein Flugblatt, das wir ebenfalls dokumentieren Flugblatt
AGoe Warum sich die autonome Antifa aam nicht daran beteiligte, kann
man aus ihrer kürzlich veröffentlichten aam Stellungnahme
herauslesen.

Auf der einen Seite die Stände der politischen Parteien zur Landtagswahl
am 2.2. , auf der anderen die Transparente der Mahnwache gegen den Krieg
und mittendrin der FüßgängerInnen-Durchgangsverkehr der Einkaufenden,
sowie ca. 50 KundgebungsteilnehmerInnen.
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