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2014 Inklusives Theaterfestival IV
2013 Inklusives Theaterfestival III
2011 Inklusives Theaterfestival I

> Menschen mit Behinderung (dort auch >Inklusion)
> Berufliche Integration von Menschen mit Behinderung


"Theater von Menschen mit und ohne Behinderung"

Eigentlich gefällt uns die folgende Formulierung besser:
"Theater von Menschen mit unterschiedlichen Graden der Abwesenheit von Behinderung"

Inklusives Theaterfestival 2016

Am Sonntag, 19.6. findet um 17 Uhr das "Sechste Göttinger Theaterfestival von Menschen mit und ohne Behinderung" im Gemeindesaal der Ev.-Ref. Gemeinde Göttingen, Untere Karspüle, statt.
Vorhang auf für Gelebte Inklusion in der Reformierten Kirche! Nach dem Erfolg der ausverkauften ersten fünf Auflagen des inklusiven Theaterfestivals sind wir stolz, anzukündigen, dass dieses in Südniedersachsen einzigartige Event 2016 bereits zum sechsten Mal in der "Refo" stattfindet!
Auch dieses Mal werden zwei Erstaufführungen vorgestellt. Diese sind die Produkte zweier theaterpädagogischer Projekte. Menschen mit und ohne Behinderung stellen ihre Ergebnisse harter, lustiger und spannender Probenarbeit vor. Leiter beider Projekte sowie Initiator des Festivals ist wie in den Vorjahren der freie Theaterpädagoge Tobias Wojcik.
Durch große kreative Teilhabe der TeilnehmerInnen mit den unterschiedlichsten Handicaps von der seelischen Behinderung bis zur Querschnittslähmung sind auch in diesem Jahr zwei herrlich unfromme und politisch ganz und gar nicht korrekte, von der jeweiligen Gruppe selbst entwickelte Produktionen entstanden.

Theatergruppe Schmetterlingseffekt & Selbsthilfe für Körperbehinderte, Göttingen mit dem Stück
DIE ZAUBERKRÖTE
Eine musikalisch-komödiantische Revue über Außenseitertum und Lebensmut, Wurst und lauter schräge Typen, basierend auf den unsterblichen Klängen von Wolfgang Amadeus Mozarts beinahe gleichnamiger Oper und gespickt mit anderen Gassenhauern. Dauer ca. 30 Minuten.

Inklusive Göttinger Theatergruppe "Schmetterlingseffekt" / Fotos: L.B.

Theatergruppe BOING!, Harz-Weser-Werkstätten, Holzminden :
FIFA KORRUPTIKA
Dass es nicht nur in der Fußballwelt wie geschmiert läuft, zeigt das fünfte selbstgeschriebene Theaterstück der Holzmindener Theatergruppe von Menschen mit seelischen Behinderungen. Aktuelle Bezüge und politische Satire sind dabei überhaupt nicht zufällig und durchaus beabsichtigt! Dauer ca. 30 Minuten.

In der Pause zwischen den Stücken werden im Innenhof der Refo Erfrischungen dargeboten und es besteht Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Wir laden herzlich ein zu einem kurzweiligen und augenzwinkernden Nachmittag, den Sie so schnell nicht vergessen werden! Eintritt: 5,-/3,-

 


2015 Inklusives Theaterfestival V

Am Sonntag, 3. Mai 2015 findet um 17 Uhr bereits zum fünften Mal ein "Göttinger Theaterfestival von Menschen mit und ohne Behinderung" im Gemeindesaal der Ev.-Ref. Gemeinde , Untere Karspüle, statt. Bisher sind alle vier Ausgaben dieses in Südniedersachsen Events bis auf den letzten Platz ausverkauft gewesen, und auch zum 'Fünfjährigen` in diesem Jahr will dieses Inklusive Göttinger Theaterfestival sein Publikum wieder überraschen, zum Lachen und Nachdenken bringen! Gezeigt werden auch in diesem Jahr zwei Uraufführungen. Die beiden Premieren der von den Mitgliedern der Gruppen selbstgeschriebenen Stücke wollen amüsieren, Finger auf Wunden legen, politische und gesellschaftliche Satire sein und vor allem eines: unterhalten.

Die beiden Kurz-Theaterstücke sind die Produkte theaterpädagogischer Projekte von Menschen mit und ohne Behinderungen. Beide inklusiven Gruppen haben in langen, kreativen und lustigen Stunden ihre Stücke selbst erarbeitet. Leiter und Regisseur beider Gruppen sowie Initiator des Festivals ist der Dipl.-Psychologe und freie Theaterpädagoge Tobias Wojcik. Es spielen:

Theatergruppe Schmetterlingseffekt, Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. : LA BEAU HÄME

Die Thematik der Wohnungsnot in Göttingen ist allgegenwärtig. Vor allem Menschen mit Handicap, die nach einer für sie geeigneten Wohnung suchen, stehen vor oft unüberwindlichen Hindernissen. Die bereits sechste Produktion der Inklusiven Göttinger Theatergruppe erzählt anhand vieler bekannter Songs aus Oper und Musical mit bitterbösem Humor eine wilde Geschichte von Toleranz, Barrierefreiheit und einem schrecklichen Mord durch eine Abrissbirne.

Theatergruppe BOING! der Harz-Weser-Werkstätten, Holzminden : DIE MUMPITZ-SHOW

In Anlehnung an die bekannte und kultige Puppen-TV-Show der 70er wirbeln in der vierten Produktion der Holzmindener Theatergruppe von Menschen mit seelischen und körperlichen Behinderungen menschliche und tierische Showstars über die Bühne, gründet ein rassistisches Schwein die Bewegung Piggy-da und erzählt Stargast Vladimir Puschkin "Krims Märchen".

Dauer beider Stücke ist jeweils circa 20 Minuten. In der Pause zwischen den Stücken werden wie gewohnt Erfrischungen dargeboten und es besteht Gelegenheit zum Klönen und Meinungsaustausch. Wir laden Sie herzlich ein zu einem kurzweiligen Nachmittag, den Sie so schnell nicht vergessen werden und freuen uns auf Ihr Kommen! Eintritt: 5,-/3,- Das Festival wird unterstützt von KUNST e.V.


Tobias Wojcik

Leiter beider Projekte sowie Initiator der Aufführungen ist der freie Theaterpädagoge Tobias Wojcik:

Durch große kreative Teilhabe der TeilnehmerInnen ohne Handicaps und andere "mit den unterschiedlichsten Handicaps von der seelischen Behinderung bis zur Querschnittslähmung sind auch in diesem Jahr zwei herrlich unfromme und politisch ganz und gar nicht korrekte, von der jeweiligen Gruppe selbst entwickelte Produktionen entstanden."

2014 Inklusives Theaterfestival IV

Beim "Inklusiven Theaterfestival" wurden zwei sehr unterschiedliche Stücke gezeigt: das "Heim zum schönen Schein" von der Gruppe Schmetterlingseffekt und "James Blond auf blödlicher Mission" von der Gruppe BOING / Es handelt sich um zwei Erstaufführungen, Produkte zweier theaterpädagogischer Projekte unter der Leitung von Tobias Wojcik. Die Aufführung beider Stücker erfolgte am 4.5.2014 Im Saal der Reformierten Gemeinde; am 5.5.14 wurde auf der Marktplatzbühne, beim Aktionstag von Menschen mit Behinderung das Stück "Heim zum schönen Schein" noch einmal öffentlich aufgeführt.

Theatergruppe BOING!, Harz-Weser-Werkstätten, Holzminden :
JAMES BLOND 007: IN BLÖDLICHER MISSION

"In der glitzernden Welt der Spione liegt Manches im Argen: ein außer Kontrolle geratener Bösewicht mit Katze auf dem Schoß, Chauvinismus, der NSA-Abhörskandal, Steuerhinterziehung deutscher Prominenter und die Haltung des russischen Präsidenten zu Menschenrechten und der Krim bringen ordentlich Leben in den Alltag beim MI6. Zumal unser allseits geschätzter Lieblingsgeheimagent plötzlich dem Schwachsinn anheim gefallen ist. " (Ankündigung)

8.5.14 / goest /
Die Gruppe Boing zeugte von überbordender Spielfreude der meisten Akteur_innen. Allein durch den Titel "James Blond auf blödlicher Mission" ließ die Ankündigung zunächst den Absturz in Geblödel befürchten, aber die, mit nachdrücklicher Spielfreude vorgetragenen, holzschnittartigen Wortwitze kitzelten die Zwerchfelle des Publikums sehr schnell bis zu ersten Lachanfällen. Z.B. Als James Blond mit der Katze Ossi-Pussy auf dem Arm den Schurken stellt, eine Flöte auf ihn richtet und ausruft: Ich habe die Lizenz zum flöten. Oder: als im Laufe der Handlung die Frage gestellt wurde "Hat das denn alles einen Sinn?" antwortete einer der Spieler in der Geste des Hamlet bei "Sein oder Nichtsein" theatralisch mit emporgehobenem Arm laut und gedehnt: Neiiin!" - Einfach zum Schiessen.

Ein bißchen weniger zotig hätte es mit "Agent WC 007, James Blond mit dem Goldenen Ei" schon manchmal sein können, denn auch bei einer absurd-ironischen Adaption von Bondfilmen muß nicht unbedingt die sexistische Machotour allzu breit getreten werden. In die Welt der Geheimdienste wurden dann auch noch Gazprom-Schröder eingebaut, der mit einer Propangasflasche in der Hand vor seinem Freund Puschkin auftrat. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkt-Nichts mit anhaltender Merkel-Rauten-Handhaltung, Barrack Erbarm-Dich und Alice Schwatzer wurden ebenfalls durch die Mühle gedreht.

Der rote Faden war die Jagd nach dem gestohlenen Golden Ei, das ein "Abhören aller Regierungen und aller Menschen in allen Ländern gleichzeitig erlaubt". Besser als mit dieser absurden Übertreibung hätte eine heitere Entspannung nach den unzähligen Nachrichten über NSA und Snowden nicht erreicht werden können

Und dann noch diese geniale Ironisierung der ewig wiederkehrenden Auto-Verfolgungsfahrten in den Bondfilmen – Verfolgter und Verfolger trugen Pappschilder-Autos blau und rot und umkreisten den Tisch – Herrlich!


Probenfoto der Gruppe


Aufführung in der Refo: Gerhard Schröder mit Gasflasche!


Angela Merkt-Nix und Barrack Erbarm-Dich


Q - Alice Schwatzer und Agent WC 007, James Blond

 

"HEIM ZUM SCHÖNEN SCHEIN"
Theatergruppe Schmetterlingseffekt, Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V.:

"Es wird ein einzelner Tag in einem Altenpflegeheim geschildert, in dem rebellische Mitbewohner, im "Heim zum schönen Schein" läuft gewiss nicht alles korrekt, denn es herrschen Korruption und unmenschliche Sparmaßnahmen unter der der unerbittlichen Heimleitung Fräulein Grottenmeyer. "

8.5.14 / goest/
Die Gruppe Schmetterlingseffekt hätte bessere Spielbedingungen, insbesondere Akustikverstärkung verdient als bei der Aufführung in der Refogemeinde. Aber mehr noch bei der Wiederholung auf der Bühne am Marktplatz, dort hätten die Schauspieler_innen Mikrofone gebraucht. Gerade die besonders ausgefeilten Beiträge z.B. des Engels Rosi, die im Versmaß vorgetragen wurden kamen aufgrund der Akustik nicht voll zur Geltung. Das Stück war im Unterschied zum Stück von Boing mit einer durchgehenden Message verfasst worden und mit einem Bezug zur Heimrealität, die einen frösteln ließ. Da wurde nicht verhehlt, dass die Heimbewohner_innen teilweise ihre Macken haben, so wie Opi Jopi, der dauernd auftreten will und von Josi träumt oder Wanda die Hure und Hippie Uschi die dauernd Happy-Happy-Kekse verlangt. Aber bei dem Vorhaben der Heimleitung, durch vorzeitigen Tod von Heimbewohner_innen und ihrem heimlichen Vergraben im Garten Profit zu ziehen blieb einem das Lachen doch etwas im Hals stecken. Genauso bei der Geste der "Freifrau von Gräfenbroich", die mit Geld unter der Hand beim Personal eine bevorzugte Behandlung erreicht. Bei der Konzeption des Stückes war dann wohl Revoluzzergeist eingeflossen, denn am Ende hatte die Heimbelegschaft die Herrschaft von "Schwester Rabiata" und "Heimleitern Fräulein Grottenmeyer" satt und rebellierte. Der Gärtner rüttelte die Leute auf, das müsse ein Ende haben, man müsse sich wehren. Der Aufbruch wurde dann mit Party gefeiert, dabei halfen auch noch ein paar besondere Kräuter aus dem Garten angebaut.
Der ausgefeilten Fassung wäre eine Wiederholung unter besseren akustischen Bedingungen zu wünschen in der ihre Botschaft wirkungsvoller zur Geltung käme.


Aufführung Bühne am Markplatz


Bango der Gärtner, Freifrau von Gräfenbroich , Schwester Rabiata,


Rosi der Engel

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2013 Inklusives Theaterfestival III

Am Sonntag, 28.April 2013 findet um 17 Uhr das "Dritte Göttinger Theaterfestival von Menschen mit und ohne Behinderung" im Gemeindesaal der Ev.-Ref. Gemeinde Göttingen, Untere Karspüle, statt.

Nach der ausverkauften ersten und zweiten Auflage des Festivals in den Jahren 2011 und 2012 findet dieses Event 2013 nun zum dritten Mal statt. Auch dieses Mal werden zwei Erstaufführungen vorgestellt. Diese sind die Produkte zweier theaterpädagogischer Projekte. Menschen mit und ohne Behinderung stellen ihre Ergebnisse Probenarbeit vor. Leiter beider Projekte sowie Initiator des Festivals ist der freie Theaterpädagoge Tobias Wojcik. Durch große kreative Teilhabe der TeilnehmerInnen mit den unterschiedlichsten Handicaps von der seelischen Behinderung bis zur Querschnittslähmung sind auch in diesem Jahr zwei herrlich unfromme und politisch ganz und gar nicht korrekte, von der jeweiligen Gruppe selbst entwickelte Produktionen entstanden.

Theatergruppe Schmetterlingseffekt, Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V.:

DINER FOR SIX

Im vierten Stück der integrativen Gruppe wird der alleseits geliebte Silvestersketch in einer verblüffenden Variante durch den Kakao gezogen, bei der kein Auge trocken bleibt! Dauer ca. 25 Minuten.

Theatergruppe BOING!, Harz-Weser-Werkstätten, Holzminden :
Asterix Und Die Eurokrise

Alarm im Gallischen Dorf! Was, wenn die Helden unserer Kindheit plötzlich mit heutigen Problemen wie der Bankenkrise und politischen Aufständen konfrontiert sind? Die zweite Produktion dieser Gruppe unterhält mit Witz und politischer Satire. Dauer ca. 25 Minuten.

In der Pause zwischen den Stücken werden im Innenhof der Refo Erfrischungen dargeboten und es besteht Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Eintritt: 5,-/3,-

2011 Inklusives Theaterfestival I

27.4.11 / Am Sonntag, 1. Mai 2011 im Gemeindesaal der Ev.-Ref. Kirche fand das erste Göttinger Theaterfestival von Menschen mit und ohne Behinderung statt.

"Märchenchaos" 20 Min / ab 8 Jahren.
Im "Märchenchaos" der Theatergruppe des Vereins Treffpunkt e.V. Gillersheim aus dem Landkreis Northeim finden wir uns wieder in einem heiter-anarchistischen Potpourri unserer Lieblingsmärchen. Berichtet wird von Macho-Attitüden und Schwulenhass im Märchenwald. Geklärt wird unter Anderem die Frage: Ist Hänsel das private GPS von Gretel?

Premiere "Der König in mir" Ca. 60 Min für Erwachsene
Theatergruppe "Schmetterlingseffekt" (Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen und Junges Theater Göttingen): Premiere "Der König in mir" frei nach Motiven aus Alfred Jarrys "König Ubu" und "Ubu Hahnrei". Nach einer kleinen Pause folgt als Premiere "Der König in mir", die zweite Produktion der integrativen Göttinger Theatergruppe "Schmetterlingseffekt". Das Projekt ist eine Kooperation der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. und dem Jungen Theater Göttingen. Die Spielfassung von "Der König in mir" ist frei nach Motiven aus Alfred Jarrys absurden Puppentheaterstücken "König Ubu" und "Ubu Hahnrei" erstellt. Der über hundert Jahre alte Theaterstoff, ursprünglich eine aberwitzige Reflexion über Machtmissbrauch, wurde inhaltlich stark modifiziert und gerät in der hiesigen Darstellung als Mischung aus realem Schauspiel mit Puppentheatersequenzen zur absurden Revue für Erwachsene, der nichts heilig ist. So erfährt der geneigte Zuschauer Hässliches über rollstuhlfahrende Herrscher, den Rollstuhl als Machtfetisch und ganz allgemein das Suhlen im Morgenstuhl. Eine wilde vulgäre Exkursion in Gefilde, wo das Gewissen in den Nachtschieber ausgelagert ist und die Erfindung der Orthopädie noch bevorsteht.

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