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Mittagstisch St. Michael

Mittagstisch für Obdachlose und Arme, e.V., Turmstraße 5
Spendenkonto: Sparkasse Göttingen Konto: 101782, BLZ 26050001
E-Mail mittagstisch@r-p-r.de , Telefon: 54795-40 ,
Öffnungszeiten: Täglich von 12.00 Uhr bis 13.45 Uhr
Vorsitzender: Thomas Breitenbach, Leiter: Ralf-Peter Reinke

Ohne Spenden geht nichts

Sept. 2005 / Seit 1990 nahezu täglich 35-70 Bedürftigen und Einsamen jeden Mittag eine warme Mahlzeit und einen Ort der Begegnung angeboten zu haben, bedeutet auch, dass es seit 1990 gelungen ist, Zuschüsse, Spenden, Helferinnen und Helfer zu gewinnen! Es gibt keine geregelte, geschweige denn, gesicherte Finanzierung für den Mittagstisch. Ein Zuschuss der Stadt Göttingen in Höhe von 5100 € jährlich deckt ungefähr die Kosten für einen Monat, die Beiträge der Gäste für das Essen ungefähr eine Woche und der große Rest muß durch Spenden aufgebracht werden oder als Defizit vom Träger, der Gemeinde St. Michael ausgeglichen werden. Die dafür gebildeten Rücklagen schmelzen dahin, da die jährlichen Zuschüsse, Kollekten und Spenden die Kosten nicht decken. Die Nachrichten über die Haushaltslage der Komunen und Kirchen lassen erwarten, dass auch in Zukunft das Geld zum Unterhalt niedrigschwelligen Einrichtung sozialer Infrastruktur in Göttingen aus privaten Quellen kommen muß.

Spendenkonto: 15 18 33 002 bei der Volksbank Göttingen (BLZ 260 900 50), lautend auf: Katholische Gemeinde St. Michael

 

Mittagstisch St. Michael: "Die Stadt gehört allen"

11.9.1998 /"Mittagstisch St. Michael - Die Stadt gehört allen ihren Bewohnern, auch den Gästen des Mittagstisches St. Michael! Mehr als die Hälfte aller Gäste nutzen die Turmstraße ausschließlich als sozialen Treffpunkt und auch für die meisten der Essensgaeste ist die Möglichkeit beim Mittagstisch andere Menschen zu treffen, mindestens ebenso wichtig wie die tägliche warme Mahlzeit!
Als Einrichtung mit nur einem hauptamtlichen Leiter und vielen freiwilligen Mitarbeitern sind wir nicht in der Lage, mehr als 105 Minuten täglich das Bedürfnis nach einem Treffpunkt zu befriedigen.
Leute mit Geld für Konsum finden bei Handel und Gastronomie ihr Angebot; Leute ohne Geld erscheinen hin und wieder als Störfaktoren, weil auch sie Raum in der Öffentlichkeit beanspruchen.
Um mit Konflikten umzugehen, die entstehen, wenn die Lebenswirklichkeit von Armen oder anders auffälligen mit der Konsumwelt zusammentreffen, muß es andere Alternativen geben, als Polizei oder private Sicherheitsdienste. Wenn Behörden, Geschäftsleute und Initiativen und Bürger zusammenwirken, müßte es gelingen, sie zu finden und zu entwickeln.
Die Stadt gehört allen!

Deshalb wünschen wir uns von den Stadtplanern und Lokalpolitikern, besondere Anstrengungen zu unternehmen, Non-Profit-Angebote in der Stadt zu initiieren und zu fördern!

  • Seit langem setzen wir uns für einen Treffpunkt für Drogenabhängige ein.
  • Genauso fehlt eine Wärmestube für Obdachlose
  • Gäste mit wenig Geld, die keiner "Problemgruppe" angehören, würden sich über ein Café freuen, dessen Preise ihrem geringen Einkommen angepaßt sind.

Dieser Text wurde anlässlich eines Aktionstages am Freitag, den 11. September 1998 veröffentlicht, bei dem sich der Mittagstisch mit einem öffentlichen Mittagstisch auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus beteiligte