Startseite
Artikel
redaktion@goest.de
Veranstaltungen
  Impressum

Johanniskirche

Verdi-Requiem
Über die Orgel in St. Johannis
Neues Konzept für die Johanniskirche
Johannismissale - musikgeschichtliche Kostbarkeit aus dem 14. Jhdt
Brand der Johanniskirche

 

Verdi-Requiem

Samstag den 21.11. und Sonntag den 22.11.15

Johanniskirche 19 Uhr

Verdi-Requiem mit einer Choreographie im Rahmen des Göttinger Jungendtanzprojekts

Karten gibt es zum Preis von 7 bis 35 Euro Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse

 

Bei der Göttinger Stadtkantorei stand Verdis Requiem zuletzt im Jahr 2003 auf dem Programm. Die nun bevorstehenden Aufführungen in der St. Johanniskirche werden aber etwas anderes als die Wiederaufnahme eines Repertoire-Klassikers sein. Zum einen ist ein gänzlich anderes Solistenquartett engagiert als 2003: Solistenquartett: Christine Wolff (Sopran), Anna Bineta Diouf (Mezzosopran), Johannes An (Tenor) und Jürgen Orelly . Göttinger Stadtkantorei, Solisten und das Göttinger Symphonie Orchester sind im Chorraum der Johanniskirche positioniert. Die musikalische Leitung der Aufführungen hat Bernd Eberhardt. Zum anderen hat auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACKN) die Tanzpädagogin Ulrike Grell mit Göttinger Schülerinnen und 6 Tänzer*innen ihres TanzZentrums eine Choreographie zum Requiem einstudiert. Getanzt wird eine ca, 1,5 Stunden auf einer Bühne im Mittelschiff der Johanniskirche.

Die Einbeziehung von Laien in ein Tanzprojekt, das nun von den Kirchen übernommen wurde, ist in den Siebziger Jahren entwickelt worden. um damit soziale Veränderungsprozesse für ausgewählte Gruppen zu erwirken. Besonders bekannt geworden ist "Community Dance" mit dem Film "Rythm is it!"


Tanzproben

Zur Idee des Ganzen ist auf der Webseite des Tanzprojektes zu lesen: Teenager mit wenig Tanzerfahrung eignen sich durch die Teilnahme am Projekt Selbstdisziplin und Sozialkompetenz an.Sie entwickeln eine besseres Körperbewusstsein und lernen Verantwortung im Team wahrzunehmen.Sie beschäftigen sich aktiv und intensiv mit den Themen Sterben und Tod und Leben. /

Die enorme kollektive und soziale Wirkung des Community Dance mit Laien-Tänzer*innen trifft in der Kirche auf das Interesse, Musik mit religiösen, existenziellen Themen und Tanz zu kombinieren und dabei große Gruppen von Laien einzubinden. Tanz in der Kirche zu ergreifender Musik wie z.B. Mozarts Requiem (Kirchenprojekt in Minden) bindet die Teilnehmer*innen sprichwörtlich körperlich über ihre Bewegung in einem architektonischen wie auch musikalischen kirchlichen Raum ein.


Proben in der Räumen des Tanzzentrum Göttingen

Für die Aufführung in Göttingen war zunächst geplant, 80-100 Teilnehmer*innen einzubinden. "Die Göttinger Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) plant ein großes Tanzprojekt mit bis zu 100 Göttinger Schülern und Schülerinnen. Die "Messa da Requiem" des Komponisten Guiseppe Verdi soll im Jahr 2015 in der Innenstadtkirche St. Johannis aufgeführt werden, wie die ACK am Dienstag mitteilte."

Die praktische Durchführung erfolgte dann mit 60 Tänzer*innen , die Proben der Schüler*innen erfolgte im TanzZentrum Göttingen während der Sommer- und Herbstferien 2015 sowie an einem festen Tag der Woche während der Schulzeit.


Ulrike Grell / Tanzpädagogin und Tänzerin / Betreiberin des Tanzzentrum Göttingen, am Wochenmarkt

zum Anfang

 

Über die Orgel in St. Johannis

Am 31. Oktober 1954 konnte eine neue Orgel in der St. Johanniskirche eingeweiht werden. Auch wenn das Instrument zunächst noch kein Rückpositiv hatte (es folgte erst 1960), stand die Orgel am Beginn einer neuen Ära der Kirchenmusik in der St. Johanniskirche. Die Ideologie der „Orgelbewegung“ hatte zunächst mit der unter fachlicher Anleitung von Christhard Mahrenholz gebauten Orgel der St. Marienkirche in Göttingen Fuß gefasst. Um sich in die Ideen dieses neuen, am barocken Orgelbau orientierten Stils zu vertiefen, kam auch der aus Süddeutschland stammende Orgelbauer Paul Ott nach Göttingen. Ott baute zunächst kleinere Orgelpositive (eines von ihnen steht heute noch im Chorraum der Johanniskirche) und überzeugte damit den damaligen Stadtkantor und Johannis-Organisten Ludwig Doormann so sehr, dass er den Bau einer neuen Hauptorgel durch Ott befürwortete. Der Entwurf des zwar recht sachlichen, aber heute noch ästhetisch ansprechenden Gehäuses wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekten Wulf Knipping ausgearbeitet.

Vorführinstrument / Die Hauptorgel der St. Johanniskirche galt zu ihrer Entstehungszeit als besondere Pionierleistung ihres Erbauers, der seinerseits durch sie großes Ansehen in der Fachwelt erlangte. Das Besondere an diesem Instrument war die Rückbesinnung auf klassische Bauprinzipien und deren Anwendung. So war die große Orgel in St. Johannis eines der ersten vollmechanischen Instrumente seiner Größe, das im 20. Jahrhundert gebaut wurde. Bis heute unterstützen keinerlei elektrische oder pneumatische Einrichtungen die Funktion der Orgel mit Ausnahme des Gebläses. Im Lexikon „Musik in Geschichte und Gegenwart“ (MGG) war die St.-Johannis-Orgel bis 1989 als eines der typischen Beispiele moderner Orgelbaukunst abgebildet.

Heller Klang / Was in den fünfziger und sechziger Jahren den Idealklang einer ganzen Organistengeneration darstellte, empfand man gut 30 Jahre später als zu steil und einseitig. Mit ihrem hellen Obertonaufbau im Verhältnis zur eher mager besetzten Disposition der Grundstimmen wurde dieser Orgeltyp zunehmend unattraktiv. Überdies folgte die Interpretation alter Musik – für die die Orgeln der Orgelbewegung gebaut worden waren – mittlerweile neuen, aus der Musikwissenschaft gewonnenen Erkenntnissen. Erschwerend kam hinzu, dass Instrumente wie das der Johanniskirche nicht vielseitig genug einsetzbar waren – beispielsweise für die Interpretation romantischer Literatur oder zur Begleitung eines Chores. Als besonders nachteilig wirkt sich das Fehlen einer sogenannten Registrierhilfeeinrichtung aus, die es erlauben würde, Registerkombinationen vorab einzustellen.

Prächtige Klangentwicklung / Nach jahrzehntelanger Diskussion um den Erhalt und die gleichzeitige Verbesserung dieses Orgeldokuments in der Johanniskirche unternahm die Gemeinde im Jahr 2000 eine umfangreiche Renovierung zugleich mit einer behutsamen Erweiterung und klanglichen Verbesserung. Diese von der Orgelbauwerkstatt Rudolf Janke ausgeführte Maßnahme ermöglichte es, die Original-Disposition (Zusammenstellung der Register) nahezu komplett beizubehalten. Nach Abschluss dieser Arbeiten steht der Johanniskirche heute eine der größten Orgeln im südlichen Niedersachsen zur Verfügung. Sie umfasst 61 Register auf vier Manualen und Pedal. Im Zuge der Planungen zur Innenrenovierung der Johanniskirche wird nun der noch ausstehende Einbau einer Registrierhilfeeinrichtung diskutiert. Obwohl die klangliche Heimat des Instrumentes nach wie vor in der Musik des Barock liegt, lässt sich nun auch eine deutlich breitere Spanne an Orgelliteratur in der Johanniskirche adäquat darstellen und erfreut nun Zuhörer und Spieler gleichermaßen durch die Farbigkeit und Klarheit ihres Klangs.

Text & Foto übersandt von Barbara Schäfer, Verein zur Förderung der Kirchenmusik an St. Johannis e. V.


Bernd Eberhardt, Kirchenmusiker
an St. Johannis / Göttinger Stadtkantorei
an der Ott-Orgel // www.stadtkantorei.de

zum Anfang

 

 

Neues Konzept für die Johanniskirche

Kirchengemeinde, Superintendent Friedrich Selter und Mitglieder des neu gegründeten Kuratorium St. Johannis haben am 23.8.13 ein neues Nutzungskonzept vorgestellt.
Nach der Turmrenovierung vor acht Jahren steht nun eine überfällige Sanierung des Innenraumes an. Unter dem Motto "Öffnung der Kirche" eine neue "Bürgerkirche" entstehen mit einem "weitreichenden Nutzungskonzept",
Kultur" Die Rats- und Marktkirche St. Johannis soll wieder zu einem der größten und schönsten Veranstaltungsräume in Göttingen werden. Im Mittelpunkt soll dabei die Kirchenmusik stehen. Zusätzlich bietet sich die Johanniskirche dann aber auch für andere kulturelle Nutzung zum Beispiel durch das Göttinger Symphonieorchester, die Händelfestspiele und Theaterproduktionen an. Deren Anforderungen an Akustik, Licht und Technik soll so weit wie möglich Rechnung getragen werden. Darüber hinaus soll der Raum für Kunstausstellungen, Lesungen und andere künstlerisch-kulturellen Veranstaltungen optimiert werden.
Gastlichkeit: Ein ständiges einladendes Angebot bietet die Möglichkeit, den neugestalteten Kirchenraum zugänglich macht. Denkbar sind hier ein "Kirchencafé" oder ein "Kirchenladen". Notwendige Anbauten an die Kirche sollen so transparent gestaltet werden, dass sie als "Brücke" vom öffentlichen Raum (Kirchplatz) zum Inneren der Kirche fungieren.
Die Renovierung soll die Schlichtheit und Erhabenheit des gotischen Kirchenraumes neu herausarbeiten. Die neue Gestaltung soll auch Formen der geistigen Einkehr wie "Raum der Stille", Gebet, Meditation etc. berücksichtigen und so die tägliche Öffnung der Kirche als spirituellen Raum inhaltlich begründen. Den Menschen, die Göttingen besuchen oder hier wohnen, soll damit ein Ort geschenkt werden, der innere Einkehr und Besinnung ermöglicht. Es sollen aber auch Zielgruppen, die bisher nicht zu den Besuchern der Kirche gehören, für christliche Inhalte und Angebote der Kirche interessiert werden und damit die Kirche, entsprechend ihrer Lage im Herzen der Stadt, wieder an Bedeutung gewinnen lassen.

zum Anfang

 

Göttinger Johannismissale musikgeschichtliche Kostbarkeit aus dem 14. Jhdt

Veranstaltung in der Reihe "Motette" 6.10.12
Die Göttinger Choralschola „cantando praedicare“ unter der Leitung von Johanna Grüger und das Renaissance-Ensemble Aeolus werden Auszüge aus dem Göttinger Johannismissale musizieren. Beim Göttinger Johannismissale handelt sich um eine musikgeschichtliche Kostbarkeit, eine Pergamenthandschrift aus dem 14. Jahrhundert. Sie wird im Stadtarchiv Göttingen als einer seiner bedeutendsten Schätze aufbewahrt. Der Stiftungsurkunde zufolge wurde sie für die von 1300 bis 1344 erbaute Göttinger Johanneskirche erworben.


Ausschnitt / Kopie von Missale / Foto Stadtarchiv/Johanniskirche

Bemerkenswert ist das Missale durch seine Vollständigkeit. Es enthält sowohl sämtliche Texte, die dem Priester anvertraut waren, als auch die Messteile, die von der Choralschola gesungen wurden. Die Gesänge sind auf vier Linien mit gotischen Choralnoten notiert. Die Version der Gregorianischen Gesänge folgt der ostfränkischen Choraltradition, die bei bestimmten Intervallen typische Abweichungen von den authentischen Melodien des 8. Jahrhunderts aufweist. Die Göttinger Choralschola „cantando praedicare“ hat sich zum Ziel gesetzt, einige der Gregorianischen Gesänge aus diesem Göttinger Missale lebendig werden zu lassen und den ostfränkischen Choraldialekt damit klanglich zu dokumentieren. Nach eingehendem Studium des Johannismissale wurden für die Motette diejenigen Gesänge ausgewählt, die sich auf das Patrozinium (Johannes Baptist) der Göttinger Sankt Johanniskirche beziehen. Um das dialogisch-dynamische Ambiente zu vermitteln, welches das liturgische Geschehen in einem Gottesdienst üblicherweise belebt, hat sich die Choralschola mit dem Ensemble Aeolus zusammengetan. Die vier Instrumentalisten des im Jahr 2000 gegründeten Ensembles Aelos Renaissance Musik lernten sich während des Studiums an der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelsohn-Bartholdy“ in Leipzig kennen. Die Musiker haben sich auf die liturgisch-musikalischen Gepflogenheiten des 14./15. Jh. spezialisiert. Die Göttinger Choralschola „cantando praedicare“ wurde 1995 gegründet. Sie ist eine professionnelle Laienschola mit fünf Sängerinnen und neun Sängern, die unter der Leitung von Johanna Grüger den Gregorianischen Choral pflegen.

zum Anfang


Brand der Johanniskirche

Brandstiftermotiv?
26.1.05 / Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem "Motiv" des verhafteten 19jährigen Berufsschülers möglicherweise um einen Racheakt, mit dem er den Frust wegen einer Entlassung abgeladen hat. Er ist angeblich bei einer der Firmen als Azubi beschäftigt gewesen, die bei den Arbeiten an der Kirche beteiligt sind und sei kürzlich von seiner Firma mit der Entlassung konfrontiert worden.
Offiziell liegt zur Frage der Motive bislang lediglich der Polizeipressebericht vom 24.1.05 vor: "(...) hat der zuständige Haftrichter beim Amtsgericht Göttingen soeben Haftbefehl gegen den mutmaßlichen 19 Jahre alten Haupttäter wegen „Fluchtgefahr“ erlassen. Der 19 Jahre alte Schüler und sein 15- jähriger Komplize hatten gestern Abend gestanden, das Feuer im Nordturm der Kirche gelegt zu haben. Das Motiv der beiden Schüler ist weiterhin unklar."

Zum Schaden: Die Orgel scheint wohl bis jetzt noch keinen Schaden abbekommen zu haben, und es wird davon ausgegangen, dass schnell genug repariert werden kann, so dass Mitte März wieder Konzerte stattfinden können.

Lösch- und Sicherungsmaßnahmen
23.1.05 - 1.20 Uhr, 1.15 Uhr und 1.18 Uhr sind im Gespräch, einmal ist von einer Passantin, dann von einem Taxifahrer die Rede der als erstes die 112 anrief. Danach gab es Großalarm für die Feuerwehren Stadtmitte, Grone und Geismar. Die Feuerwehren versuchten vom zweiten Turm aus und mit Drehleitern (ma. 30 Meter Höhe) das Feuer einzudämmen, da durch kräftigen Wind und Funkenflug auch andere Gebäude gefährdet schienen. Nach 30 Minuten war das Feuer bereits leicht reduziert aber bei weitem noch nicht gestoppt, das dauerte noch weitere 5 Stunden.

johanniskirche03.JPG (42974 Byte) ..... Allerdings fehlten für diesen besonderen Einsatz danach die passenden Mittel. Es fehlte erstmal ein Kran mit dem man eine Löschung in 72 Meter Höhe durchführen konnte, der wurde dann nach bundesweiter Suche in Braunschweig aufgetrieben und nach Göttingen gebracht.

Bild: Einsatz des Krans am 23.1.05 beim Versuch, die Kugel an der Spitze zu bergen.

Nach der Löschung wurde das Feuer einige Male durch den starken Wind in der Höhe wieder angefacht und gleichzeitig bestand Gefahr für die Umgebung durch drohendes Herabstürzen von Trümmern, vor allem der schweren Spitze, einer Kugel aus Kupferblech mit wohl mehreren hunder Kilogramm Gewicht. Mit Hilfe eines zweiten Krans wurden dann die Reste der Turmspitze entfernt. Zur Sicherung wurden die umliegenden Straßen weiträumig abgesperrt und auch der Busverkehr umgeleitet. Für die Sicherungsmaßnahmen war eine Hundertschaft Polizei aus Hannover mit hinzugezogen worden.

Schäden
Durch den Brand entstand ein Schaden von mehrer Millionen Euro.

johanniskirche05.JPG (19586 Byte) Es ist schon Ironie der Geschichte, dass vor einiger Zeit provozierend über den Abriß der Türme nachgedacht wurde um damit für die Finanzierung von Reparaturarbeiten zu mobilisieren. Nachdem nun 7,3 Millionen Euro für die Renovierung der beiden Türme angefallen sind und die Arbeiten kurz vor dem Abschluß standen bricht dieser Brand aus und macht fast alles wieder zunichte.

Überregionale Medien berichteten mehrfach fälschlicherweise übertrieben, der Turm sei am Einstürzen und werde abgetragen. So hieß es z.B. in einer Zeitung "Das 72 Meter hohe Gebäude drohte einzustürzen". Zwar wurden die Holztreppen im Inneren des Turms durch Feuer und herabstürzende Trümmer beschädigt, weswegen auch der Zugang für die Feuerwehrleute schwer möglich war, aber der Steinturm steht nach wie vor fest und lediglich die Turmspitze muß komplett abgebaut werden. Das Löschwasser lief allerdings vom Turm ins Kirchenschiff und setzte das Gebäude großflächig unter Wasser.
Es gab gottseidank keine Verletzten bei diesem Brand. Vorsorglich wurden 25 Anwohner gebeten, ihre Wohnungen zu verlassen. Durch die Unmengen an Löschwasser kam es im Kirchenschiff zu einem Wasserschaden. > Nahaufnahme der Turmspitze

johanniskirche04.JPG (10965 Byte)
24.1.05, 1:30 Uhr Nachtarbeit am Turm unter Scheinwerfer-Einsatz vom Nachbarturm aus.

Brandursache
Nach dem Brandausbruch, gab es nach Aussagen des Pfarrers Grote sofort den Verdacht der Brandstiftung. In der Brandnacht seien Personen auf dem Baugerüst gesichtet worden. Am 24.1.05 meldete die Polizei, dass 2 Schüler (15 und 19 Jahre alt) die mutmaßlichen Brandstifter sind. "Die beiden in Göttingen wohnenden Schüler legten gestern in den späten Abendstunden vor Angehörigen des 1. Fachkommissariates Geständnisse ab. Über das Motiv liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Der mutmaßliche 19-jährige Haupttäter wird heute auf Antrag der Göttinger Staatsanwaltschaft dem hiesigen Haftrichter vorgeführt. Der 15-Jährige wurde nach Abschluss der Vernehmung nach Hause gebracht."

Türmerwohnung
Durch den Brand wurden auch die Reste eines Kuriosums zerstört, eine Wohnung in der Turmspitze einer Kirche. Allerdings wurde sie wegen Sicherheitsmängeln seit längerem nicht mehr bewohnt - was offensichtlich durchaus seine Berechtigung hatte. Früher wurde von dieser Türmerwohnung aus (Ironie der Geschichte) darüber gewacht ob Brände in der Stadt gesichtet werden um dann mit einem Horn Alarm zu blasen, später dann wohnten dort Studenten und der Rundgang um die Wohnung diente als Aussichtsplattform für BesucherInnen.

zum Anfang