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"Cyberwar"

Am 15. Januar 2013 hatte Die Hochschulgruppe Göttingen im Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) - die engstens mit dem Reservistenverband der Bundeswehr verknüpft ist eine >Veranstaltung zum Thema Cyberwar abhalten wollen. Diese Veranstaltung wurde verhindert durch GegnerInnen eines Einflusses der Bundeswehr auf Schulen und Hochschulen. Nun wird das Thema "Cyberwar" von der European Law Students' Association ELSA in Göttingen aufgegriffen und in einer Veranstaltung zur Diskussion gestellt, Text ELSA:

Podiumsdiskussion: "Ist der Tod nur noch einen Mausklick entfernt? - Cyberwar"

Dienstag, 14. Mai 2013 Ort: Zentrales Hörsaalgebäude der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Hörsaal ZHG 006 Zeit: 18.15 bis ca. 20.00 Uhr

eine ganz besondere Veranstaltung der ELSA Göttingen e.V. und den Politikmentoren des Instituts für Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl von RiLG Professor Kai Ambos hinweisen: Im Rahmen einer von Studenten organisierten Podiumsdiskussion soll das höchstaktuelle Thema Cyberwar beleuchtet werden. Die Diskutanten sind:

  • Journalist: Thomas Wiegold, lange Jahre tätig für die dpa & den Focus, seit 2010 freier Journalist, schreibt u.a. für den SPIEGEL; sein Fachgebiet ist insbesondere die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - und Herausgeber der Webseite >>http://augengeradeaus.net/
  • Cyberwar-Forscher: Dipl. Informatiker Nico Döttling, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kryptographie und Sicherheit (IKS) des Karlsruhe Institute of Technology
  • Cyberwar-Forscher: Andreas Schmidt, Politologe, forscht an der TU Delft zu regulatorischen und organisatorischen Aspekten von Internet- Sicherheit & war zuvor mehrere Jahre als Unternehmensberater in der ITBranche tätig
  • Innenministerium: Markus Wiegand, Leiter der Stabsstelle Cyber- Sicherheit der Hessischen Landesregierung
  • Moderation & Völkerstrafrechtler: RiLG Professor Dr. Kai Ambos, Leiter der Abteilung für ausländisches und internationales Strafrecht & Lehrstuhl für internationales Strafrecht an der Universität Göttingen

Zum Thema: Wird die Bundesrepublik Deutschland statt Panzern demnächst selbstverständlich ganz virtuell Programmierer an den Hindukusch schicken? Sieht so die Zukunft aus? Sicher ist, dass der "konventionelle" Krieg langsam aus dem Rampenlicht verschwindet und sich eine neue Gefahr an dessen Stelle auf die Bühne drängt: der "Cyberwar". Mit diesem Wandel gerät auch das so kunstvolle Gebilde des Völkerrechts, dass sich mühsam über lange Zeit herausbilden musste, in Bedrängnis. Welche Regeln werden noch gelten, wenn die "Cyberwars" kommen? Sind Viren Waffen? Wer greift das Land überhaupt an? Und wie darf man reagieren? Konventionell oder nur mit "Gegenviren"? Wird die NATO bald den Bündnisfall ausrufen, weil ein Mitgliedsland mit Viren angegriffen wurde und wie wird sich dann Deutschland verhalten? Seit einigen Jahren wird zwar ein "Cyberwar- Zentrum" aufgebaut, doch auch wenn es bald einsatzfähig ist: wer darf den Befehl geben? Gilt der Parlamentsvorbehalt auch für das Aussenden von Viren? Das alles stellt nur einen kleinen Abriss der derzeit noch offen Fragen dar. Indes: Barack Obama steht wohl mit dem Stuxnet-Fall bereits mit mindestens einem Fuß im ersten reinen Cyberwar der Geschichte. Das er damit einen Präzedenzfall schafft, der gerade für die USA höchst problematisch ist, scheint aber auch ihm nicht zu behagen, sind die Vereinigten Staaten doch selbst das am meisten gefährdete Land in diesem Bereich. Mehr als genug Gründe, sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen.

http://www.elsagoettingen. de/de/wunde-punkte-der-rechtspolitik/

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