Startseite
Artikel
redaktion@goest.de
Veranstaltungen
  Impressum

Archäologisches Institut

 

Archäologisches Institut und Sammlung der Gipsabgüsse Nikolausberger Weg 15,

> Stadtarchäologie / Stadtgeschichte
> Grabungen "Gutingi"

 

gips_krieger.JPG (9196 Byte)

 

Archäologisches Institut der Universität Göttingen
Gemmenabdrücke und Daktyliotheken:

Sonntag, 26. Februar, 14.30 Uhr Wo: Sammlung der Gipsabgüsse, Nikolausberger Weg 15, 37073 Göttingen

Zu den kostbarsten Gegenständen aus der Antike gehören Gemmen und Kameen, mit Reliefbildern versehene Edel- und Halbedelsteine. Im 18. Jahrhundert entstanden große Sammlungen solcher geschnittenen Steine. Sammler wie Johann Wolfgang von Goethe ordneten die Gemmenabdrücke in schmuckvollen Kästen und kleinen Kabinettschränken an, den sogenannten Daktyliotheken. Studierende der Klassischen Archäologie geben im Rahmen der Sonntagsspaziergänge einen Einblick in die Kultur der Gemmensammler und ihre Daktyliotheken. Nach einer kurzen historischen Einführung können Interessierte selbst Gemmenabdrücke herstellen. Wer mit dem Resultat seiner Arbeit zufrieden ist, darf es als Souvenir mit nach Hause nehmen

Stephan Eckardt- Schublade mit Gemmenabdrücken aus einer Daktyliothek von James Tassie, 1788 / Foto (c) Archäologisches Institut Uni Göttingen

Abdruck einer Gemme aus blauem Glas mit dem Kopf des Herkules, 19. Jahrhundert, Archäologisches Institut der Universität Göttingen

 

Foto (c) Archäologisches Institut Uni Göttingen

 


Sammlung antiker Statuen / Uni Göttingen
Infos der Uni zur Sammlung und Ausstellung 2014

16.4.14/ Die Antikensammlung, die sich im Besitz des Hauses Hannover befindet, ist seit 1979 als Dauerleihgabe im Archäologischen Institut der Universität Göttingen zu sehen. Leihgeber ist Ernst August Erbprinz von Hannover. Sie wurden in Rom gefunden, restauriert, vor 250 Jahren über die Alpen transportiert und entgingen nur knapp dem Feuer, dem das alte Schloss Herrenhausen zum Opfer fiel. Ab dem 17. Mai 2014 werden die 50 Statuen aus der berühmten Wallmoden-Sammlung dann gemeinsam mit rund 50 Gemälden im Rahmen der Niedersächsischen Landesausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714–1837“ im Museum Schloss Herrenhausen in Hannover zu sehen sein.

gips_venus.JPG (13706 Byte)

Venus von Esquilin

Die Venus hatte in den Gärten von Rom ihren festen Platz.

Diese wunderschöne Statue entdeckte man 1874 in den Hort Lamiani. (3. Jhdt. vor Chr.)

gips_venus2.JPG (12810 Byte)

Prof. Dr. Bergemann: „Die Sammlung ist eng mit der europäischen, britischen und hannoverschen Geistesgeschichte verbunden und nicht zuletzt mit der bedeutenden, 1737 vom britischen und hannoverschen König, Georg II., gegründeten Universität in Göttingen. Hier werden die Skulpturen studiert, gepflegt und wissenschaftlich erforscht.“ Die Sammlung wurde vom Reichsgrafen Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn (dem illegitimen Sohns Georgs II.) zusammengetragen und zählte bis zu ihrer Versteigerung und Auflösung im Jahr 1818 zu den bedeutendsten Kunstsammlungen Norddeutschlands. Für die ursprünglich 550 Gemälde und über 50 antike Skulpturen umfassende Sammlung hatte der Reichsgraf eigens ein Schlösschen in Hannover, das heutige Georgenpalais, errichten lassen. Bei der Zusammenstellung seiner Sammlung wurde Wallmoden von keinem geringeren als dem bedeutenden Archäologen und Kunsttheoretiker Johann Joachim Winckelmann beraten. Die Kollektion trägt daher nicht nur die persönliche Handschrift Wallmodens, sondern wurde entscheidend von Winckelmanns ästhetischem Konzept geprägt: Die Vorbildlichkeit der antiken Bildwerke für die abendländische Kunst – das zentrale Thema Winckelmanns und der Kunstauffassung der damaligen Zeit – sollte dem Besucher der Wallmoden-Galerie anhand herausragender Antiken und Gemälde des 15. bis 18. Jahrhunderts vor Augen geführt werden.

Weitere Informationen zur Niedersächsischen Landesausstellung: www.royals-aus-hannover.de


Foto: Maik Eckardt / Heinrich Prinz von Hannover (von links), Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover und Projektleiterin Niedersächsische Landesausstellung 2014, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, und Prof. Dr. Johannes Bergemann, Leiter des Archäologischen Instituts der Universität Göttingen.

 

Beispiele einiger Exponate / Fotos: goest.de

gips_panorama3.JPG (20724 Byte)

 

Bei einem Besuch des archäologischen Institutes am 9.6.02, anläßlich der Ausstellungseröffnung "Barbarentod und Venuskult" wurden die Aufnahmen in der Sammlung der Gipsabgüsse gemacht:

 

 
gips_aphrodite.JPG (13088 Byte)
Aphrodite
gips_antlitz.JPG (8962 Byte)


  gips_panorama1.JPG (29187 Byte)
Eingang zur Sammlung

    gips_laokoon.JPG (14888 Byte) Laokoon gips_sitzende.JPG (16404 Byte)

 

Ausstellung "Barbarentod und Venuskult" (2002)
Griechische Skulpturen aus den Gärten Roms

Dr. Winfried HelImann (1932-1999), Verlagsdirektor für Geschichte, Germanistik und Alte Sprachen in Göttingen und dem Archäologischen Institut der Georgia Augusta über Jahrzehnte eng verbunden, schenkte der Sammlung der Gipsabgüsse kurz vor seinem Tod eine bedeutende Summe, mit der im Jahr 2002 zwei wichtige Neuerwerbungen finanziert werden konnten: Abgüsse der berühmten Galliergruppe Ludovisi und einer weiblichen Gewandstatue, der sogenannten Muse vom Esquilin. Beide Skulpturen sind römische Marmorkopien nach verlorenen griechischen Bronzeoriginalen aus dem 3. Jahrhundert v.Chr. Jede auf ihre Weise beleuchten sie die hochinteressante, aber über weite Strecken immer noch im dunkeln liegende Geschichte der griechischen Bildhauerkunst in frühhellenistischer Zeit.
Gefunden wurden die Galliergruppe und die Muse in den weitläufigen Parkanlagen, die das antike und dann wieder das barocke Rom umgaben. Im späten 19. Jahrhundert, als Rom zur modernen Großstadt ausgebaut wurde, fielen die meisten dieser Parks der Bauspekulation zum Opfer. Überall stieß man auf wohlerhaltene Reste der antiken Gartenarchitektur und ihrer Figurenausstattung, doch kaum ein Fund wurde genauer dokumentiert, bevor man ihn abräumte. So ist alles, was uns von der Pracht der antiken Gartenanlagen geblieben ist, eine enorme Menge von Skulpturen, die heute über die Museen Roms, aber auch des Auslands verstreut sind.
Viele dieser Skulpturen sind in der Göttinger Gipssammlung in Abgüssen vertreten. In der Ausstellung werden sie um die beiden Neuerwerbungen gruppiert, um ihren verlorenen Kontext, die faszinierende Welt der römischen Luxusparks, wenigstens in der Imagination wieder lebendig werden zu lassen.