>>   goest Startseite 

Literarisches Zentrum
Programm Herbst 03
Räumlichkeiten
Vorstand und Finanzen

Programm Sommer 03

Literarisches Zentrum Göttingen e.V. , Düstere Straße 20 (im Durchgang von der Düstern Straße zur Gartenstraße, direkt am Leinekanal) 37073 Gö, Tel.: 4956823, Fax:4956824 info@lit-zentrum-goe.de
Das Literarische Zentrum Göttingen e.V. wurde im Frühjahr 2000 gegründet. Das Zentrum widmet sich nicht ausschließlich der Literatur, sondern auch allen anverwandten Kulturbereichen wie dem Film, der Musik, der Kunst. Die Besucherzahlen haben sich bei durchschnittlich 80 zahlenden Gästen stabilisiert.
lit_zentrum5.JPG (19606 Byte) Links Blick in den Veranstaltungsraum, rechts: Lounge für ausgiebige Gespräche in kleinen Runden. Das LZ vermietet die  Veranstaltungsräume incl. Beschallungs- und Aufzeichnungstechnik (MC, DAT, VHS) sowie Monitoring für DVD-, CD-ROM-, VHS-Einspielungen.

literarisches_zentrum01.JPG (14080 Byte) literarisches_zentrum03.JPG (13177 Byte)

Literarisches Zentrum - Programm Herbst/Winter 2003

literarisches_zentrum04.JPG (18441 Byte) Bild: Geschäfts- und Programmleiter Hauke Hückstädt bei der Vorstellung des Programmes September bis Dezember 2003

literarisches_zentrum06.JPG (25797 Byte)
Eine besondere Einrichtung: 4 Volontäre für Literaturmanagement von der Uni.  Am Ende eines einjährigen Volontariats steht bspw. die eigenständige Konzeption, Durchführung und ggf. Moderation einer Abendveranstaltung. Hier das Team der Volontärinnen nach der Presseinformation am 5.9.03 - Volontäre für Literatur-Management der Uni Göttingen: Katrin Blumenkamp, Eva Eichberger, Sylvia Göthel, Ralph Winter

Programmankündigungstexte des Literarischen Zentrums
(teilweise gekürzt und umgestellt):

26.09.03 20 Uhr
Meteorologische Befunde Hans Joachim Schädlich (Autor, Berlin) im Gespräch mit Wend Kässens Leiter der NDR-Literaturredaktion
Romane Ostwestberlin (1987), Schott (1992) und Trivialroman (1998) . Neuer Roman: Anders. Zwei Meteorologen, die es dort gibt, sammeln Geschichten von Menschen oder Geschichten über Menschen . Und zwar von solchen oder über solche, die »anders« sind oder »anders« geworden sind. Eintritt: € 5/3 , NDR Kultur in Göttingen auf UKW 96,8

3.10.03, 20 Uhr
Brecht-Pendlerin Emine Sevgi Özdamar (Autorin/Schauspielerin, Berlin) im Gespräch mit Jens Meyer (Lit. Salon/Hannover)
Istanbul, Berlin. Emine Sevgi Özdamar verlässt die Türkei, um das Theater Brechts zu lernen. Lebt in Westberlin, hat ein Visum für Ostberlin. Verlässt jeden Tag die Rotwein- und Zigarettenseligkeit der Kommune mit der Wanne, in der sie nie allein badet und dem Frühstückstisch, an dem alle am liebsten nackt sitzen. Fährt mit der S-Bahn zur Grenze. Tauscht Westgeld gegen Ostgeld. Taucht ein in die Ostberliner Volksbühnen-Boheme. Sie arbeitet mit Besson, Langhoff, Castorf, Heiner Müller. Eine Brecht-Pendlerin. Über diese Zeit – Mitte der 70er unter der Glocke Berlin – schreibt Özdamar, wie schon zuvor in Die Brücke vom Goldenen Horn (1998) und Der Hof im Spiegel (2001) nun auch in Seltsame Sterne starren zur Erde. Poetisch montiert sie Tagebucheinträge, Skizzen, Probenbeobachtungen, Schlagzeilen zu einem Berlin-Roman, der mit staunenden Augen auf die Zeit zwischen Schleyer-Entführung und Biermann-Ausbürgerung zurückblickt. Jens Meyer (Hannover), Journalist, Theatergänger und Mitbegründer des Literarischen Salons, spricht mit Özdamar über ihr Leben in den zwei Berlins, über ihr Schreiben, die Schauspielerei und darüber, dass sie in deutschen Filmen wie HAPPY BIRTHDAY, TÜRKE immer wieder die kopftuchtragende »Türkenmutti« spielt. Eintritt: € 5/3 Link: www.volksbuehne-berlin.de

7.10.03 20 Uhr
Erklärt die Welt: Sextourismus Joachim Lottmann (Autor, HH/Berlin)
Mit Mai, Juni, Juli (1987) hat er die "Pop-Literatur" begründet. Er ist ein manischer Schreiber – 150 Romanmanuskripte. Nach jahrelangem Vergriffensein ist Mai, Juni, Juli nun wieder erschienen. Ein ausgebrannter, in Depressionen feststeckender Schriftsteller schleicht darin durch das sommerliche Köln, immer auf der Suche nach dem Roman, der ihn zu einem Großen macht. Joachim Lottmann wird Episoden aus seinem Buch lesen und anschließend »Sextourismus« erklären. Ein Komplex, den er durch die Arbeit an seinem künftigen Erzählband Hulebeck auf Deutsch genauer betrachtet hat. In Zusammenarbeit mit dem Literarischen Salon Hannover Eintritt: € 5/3 Link: www.literarischer-salon.uni-hannover.de

11.Oktober 2003, 20 Uhr
Martin Walser (Autor, Nußdorf)
Moritz von Uslar, Autor und Dramatiker in Berlin, interviewt Martin Walser im Rahmen seiner Interviewrubrik »100 Fragen« (SZ-Magazin), die u.a. Mick Jagger und Hillary Clinton beantwortet haben. Eine Koproduktion mit dem SZ-Magazin. Eintritt: € 12/8

Martin Walsers hat am 11. Oktober 1998, also auf den Tag genau 5 Jahre vor der Veranstaltung, eine Rede anlässlich des an ihn vergebenen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels  in Frankfurt gehalten. In bezug auf die Frage, wie heute mit der Erinnerung an den deutschen Faschismus, bzw. der Schuld  umgegangen werden solle hat er dabei fragewürdige Äußerungen gemacht, in denen er "als Angehöriger der intellektuellen Elite der Bundesrepublik indirekt die Deutschen zum Vergessen ermunterte" (Ursual Apitzsch). Seitens des Veranstalters will man die Publikumsrunde beschränken auf die Plätzezahl im literarischen Zentrum, und begründet dies damitt, daß die spezielle Form des SZ-Interviews Disziplin seitens des Publikums verlange; vermutlich haben aber auch Bedenken eine Rolle gespielt, die Veranstaltung könnte aus anderen Gründen im Ablauf gefährdet werden. Die folgenden Links zeigen einen kleinen Ausschnitt aus dem Spektrum der Kritik. / Red. goest
>
Ursula Aptizsch
> Martin Krzywdzinski Politikwissenschaft FU Berlin
> Indymediabericht Lesung mit Walser Oktober 2002

23.10.03, 20 Uhr
Starkstrominkarnationen Les Murray (Autor, Bunyah/Australien) im Gespräch mit Verlagslektor, Lyriker und Essayist Henning Ziebritzki (Tübingen)
Murrays Gedichte haben Titel wie Folklore oder Der Traum, für immer Shorts zu tragen. Sie sprechen von Hochzeitsnächten, Stromschlägen, Dichtung und Religion oder dem Glück in Bermuda-Shorts. Sie erzählen dabei immer seine Herkunft mit: Auf einer Milchfarm drei Autostunden nördlich von Sydney aufgewachsen und heute dort wieder lebend, bezeichnet sich Murray als »Kopfbauer«. Als vor drei Jahren die Biografie A Life in Progress erschien, waren in den ersten drei Tagen knapp viertausend Exemplare verkauft. Er gilt seit Jahrzehnten als der bedeutendste Autor Australiens. Und nicht wenige halten ihn nach Derek Walcott und Seamus Heaney für einen der kommenden Nobelpreisträger. Sein Gedicht Die Zukunft aus dem Band Ein ganz gewöhnlicher Regenbogen sagt uns aber: »Es gibt nichts über sie./... Sogar der Mann, den wir als Ausguck an einen Baum genagelt haben,/ hat wenig darüber gesagt; er sagte uns, das Böse sei im Anmarsch.« Eintritt: € 5/3 Link: www.lesmurray.org 

31.10.03, 20Uhr
steadycam oder das Glück Kino zu lesen , Milan Pavlovic (Chefredakteur steadycam, München) im Gespräch mit Mathias Mertens (Publizist, Berlin)
Filmzeitschrift steadycam, auch international mit Elogen bedacht, wird seit 1982 von Milan Pavlovic herausgegeben. Gelesen, verehrt und mit Liebeserklärungen überhäuft wird sie von Studenten, Professoren, Schauspielern, Regisseuren, Kritikern – eigentlich allen, die süchtig sind nach Zelluloid oder dem, was davon haften bleibt. Warum? Vielleicht weil die Autoren – u.a. Frida Grafe, Michael Althen, Tom Tykwer, Dominik Graf – mit dezidierter Leidenschaft Kino schreiben. Wie geht es dem deutschen Kino? Humorbeschwerden? Verursacht Mainstream Blähungen? Und wo schlägt das Herz eines Zeitschriftenmachers wie Pavlovic?  Eventuell ist bei der Veranstaltung auch steadycam-Abonnent Tom Tykwer (WINTERSCHLÄFER, LOLA RENNT, HEAVEN) da, der gerne kommen möchte, wenn er drehfrei hat. Dass dabei Filmschnipsel nicht fehlen dürfen, ist mal klar. Eintritt: € 5/3 Link: www.bbl-steadycam.de

Mo. 03.11.03 20 Uhr
In Sachen: Jenseits, Gunter Hampel (Jazzmusiker, Gö) Heidi Köpp (Ägyptologin/Sängerin, Gö) Werner Wallert (Lehrer, Gö)
Der Göttinger Jazzmusiker Gunter Hampel stand am 11. September 2001 neben den Twin Towers in New York. Für das Göttinger Tageblatt sandte er kurz nach dem Anschlag beeindruckende Augenzeugenberichte. Der Lehrer Werner Wallert befand sich im Jahr 2000 gemeinsam mit seiner Ehefrau und einem seiner Söhne über Monate hinweg in der Hand von Rebellen auf den Philippinen. Heidi Köpp schließlich, die viele Menschen als stimmgewaltige Sängerin kennen, gräbt als Ägyptologin nach Fundstücken aus dem Reich der Pharaonen, die ihre Körper nach dem Tod konservieren ließen. Mit ihnen spricht Tageblatt-Redakteur Peter Krüger-Lenz über ihre Vorstellung von allem, was Jenseits ist.
Eintritt: € 5/3

Mi. 05.11.03 20 Uhr
She got a kiss from the Duke Ilse Storb (Jazzmusikerin/-professorin em., Essen)  im Gespräch mit Literaturredakteur Joachim Scholl (Deutschlandfunk, Berlin).
»Swinging Ilse« Europas einzige Jazzprofessorin, Bundesverdienstkreuz-Trägerin und weltmusikalisches Energiebündel kommt zum Warm-up des diesjährigen Göttinger Jazzfestivals. Stationen eines zunächst der klassischen Musik gewidmeten Lebens: Studium u.a. an der Sorbonne, Promotion über die Harmonik Debussys, Musikpädagogik. Dann, am 70. Geburtstag von Duke Ellington, ihr entscheidendes Jazzerlebnis. Zuvor vertraut mit Bach, Beethoven und Brahms, beginnt von da an der Spagat zwischen Klassik und Jazz. Es folgen: Die Gründung des Duisburger Jazzlabors und eine Habilitation über Dave Brubeck. Heute ist sie Chefin mehrerer Big Bands, darunter Ilse and her Satchmos, eine Combo in klassischer New-Orleans-Besetzung. Zum Jazz kommt die Weltmusik mit ihren skurrilen Instrumental-Besetzungen.  Und wo Ilse Storb auf ein Klavier trifft, können Sie sich auf einiges gefasst machen (im LZ steht eins bereit) Eintritt: € 7/5 Link: www.jazzfestival-goettingen.de

Di. 18.11.03 20 Uhr
Postkarte für Nofretete  Joachim Sartorius (Autor, Berlin) Volker Sielaff (Autor, Dresden) im Gespräch mit dem Publizisten Michael Braun (Heidelberg)
Nichts vereint sie. Nicht der Jahrgang, sie sind eine Generation auseinander, nicht die Herkunft. Der eine ist vom Geburtsort Tunis über New York, Istanbul, Nicosia und München schließlich in Berlin angekommen und dort Leiter der Berliner Festspiele, nachdem er lange Jahre Generalsekretär des Goethe-Instituts war. Der andere ist ein Kind der DDR. Sartorius dichtet aus der Erfahrung in der »Orient-Sektion« und im Wissen der »griechischen Abteilung«. Sielaff schreibt Gedichte, melancholisch präzise, hemmungslos intim und kein Stück privat. Ich habe die Nacht ist der fünfte Gedichtband von Sartorius. Sielaffs Band Postkarte für Nofretete ist das vielleicht überfälligste Lyrik-Debüt seit Jahren. Sie haben nichts gemein. Und doch gibt es Nähen und Parallelen aus Gegensätzen, die  aufleuchten. Eintritt: € 5/3 Link: Ein moderner Klassiker: Atlas der neuen Poesie, hrsg. v. Joachim Sartorius

So. 23.11.03 19:30 Uhr Veranstaltung findet diesmal im Cinemaxx statt About being Schmidt Louis Begley (Autor/Anwalt, New York) im Gespräch mit Joachim Otte
Wachsender Wohlstand und schwindende Potenz: Reiche alternde Männer, die ihr ereignisarmes Leben durch tabulose Affären mit überirdisch sinnlichen, mindestens zwanzig Jahre jüngeren Frauen auffrischen. Zum bekanntesten dieses Kreises, dank Jack Nicholson in ABOUT SCHMIDT, avancierte der pedantische, larmoyante Frührentner Albert Schmidt. In Begleys neuestem Roman Schiffbruch ist es der unzufriedene Bestsellerautor John North, der sich in Paris auf eine düster gefährliche amour fou mit einer schönen Französin einlässt und »Schiffbruch« erleidet. Trivial. Doch Begley führt an Stellen, an denen der exquisite Boden der weißen Oberschicht nachgibt. Begley, Anwalt einer renommierten New Yorker Kanzlei, wird aus seinem neuen Roman lesen und mit dem Literaturkritiker Joachim Otte (Hannover) in deutscher Sprache über noble Feriendomizile auf Long Island, in Paris und Venedig und über kultiviertes Leben im Durchschnitt sprechen.
In Kooperation mit dem Cinemaxx Göttingen
Eintritt: € 12/8 (für Schüler & Studenten) Kartenreservierung unter 01805 – 24 63 62 99 tägl. 9 – 22 Uhr (0,12 €/Min.)  Begleitend zeigt das Cinemaxx um 15:00 h und 17:30 h "About Schmidt" (OmU)

Sa. 29.11.03 20 Uhr
Gertrud Kolmar – Das lyrische Werk Martina Gedeck (Schauspielerin, Berlin) Regina Nörtemann (Literaturwiss., Berlin)
Sie nannte sich immer »die Einsame«, »die Fremde«. Andere nannten sie die größte deutsche Lyrikerin jüdischer Herkunft. Gertrud Kolmar (1894-1943): eine deutsche Jüdin, Außenseiterin des Jahrhunderts. Omnipräsent in ihrer Lyrik ist das Ausstreiten der jüdischen und weiblichen Identität. Kolmars Schaffen und Leben bricht 1943 in Auschwitz ab. Was sie hinterlässt ist ein weitgehend unerkanntes Werk aus Gedichten, Briefen und ihrem Roman Die jüdische Mutter. Regina Nörtemann stellt das von ihr in drei Bänden herausgegebene Lyrische Werk Kolmars vor. Die Gedichte liest die zweifache Grimme-Preisträgerin Martina Gedeck (bekannt aus ROSSINI), die in Filmen wie DEINE BESTEN JAHRE (1999) und BELLA MARTHA (2002) luzide wie angedunkelte Frauenporträts verkörpert hat. Einleitung: Thedel von Wallmoden (Verleger, Göttingen) In Zusammenarbeit mit dem Wallstein Verlag Eintritt: € 7/5

Fr. 04.12.03 20 Uhr
Der menschliche Makel
Jürgen Gidion (Literaturwissenschaftler, Gö)
Phillip Roth gestaltet in seinem Bestseller Der menschliche Makel (2000) den Kampf eines Menschen, der der »größte Pionier des Ich« sein wollte. Das »reine Ich« gegen die »Tyrannei des Wir«: so kennzeichnet der Autor die Frontlinie. Das Amerika der Clinton-Ära wird in seinen einengenden Zwängen kritisch vorgestellt. Bedenkt man dieses Buch und die anderen Bände von Roths »Amerikanischer Trilogie«, so wird deutlich, dass die amerikanische Gesellschaft ihre schärfsten Analytiker und Kritiker selbst hervorgebracht hat. Das Buch will aber mehr sein als eine soziologische Studie über die USA von heute. Es präsentiert Schicksale, stellt Fragen von bleibender Aktualität: Wie kann ich mich selbst bestimmen, behaupten, entwerfen? Und was ist der Preis dafür? Welches sind die wirklichen Hindernisse und Gegner? – Jürgen Gidions Interpretation fragt: Worin sieht der Autor den »menschlichen Makel«? Der Anglist Terence Schofield liest Kernstellen aus dem amerikanischen Original. Das Gespräch moderiert Hauke Hückstädt. Eintritt: € 7/5

Mi. 10. – Do. 11.12.03 20 Uhr
"Die komische Empfindung"  Wilhelm Genazino (Autor, Heidelberg)
»Zuweilen fällt Lesern und Kritikern auf, dass es in meinen Büchern auch komische Momente gibt. Sie treten sozusagen verhüllt auf, so dass sie nicht immer sofort und nicht von allen bemerkt werden können. Die versteckte Art gehört zum Kern der komischen Empfindung; sie »tritt« nicht vor einem Publikum »auf«, sondern sie gehört einem Einzelnen, der seine Vorliebe für burleske Zuspitzungen solitär auskostet. Denn der komisch Empfindsame weiß, das Komische ist kein Witz, keine Satire und kein Humor; mit seinen Erträgen lässt sich nicht ohne weiteres (oft überhaupt nicht) ein Publikum unterhalten. Der komische Augenblick verbleibt als individueller Gewinn bei seinem Entdecker. Ich werde versuchen, die Eigentümlichkeiten des Komischen darzustellen.«
Paulinerkirche (Einlass ab 19:00 h) Eintritt: frei , Wilhelm Genazino: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman, C. Hanser, München 2003

 


Vorstand und Finanzen
Vorstand: Vorsitzender: Thedel von Wallmoden (Verlagsleiter Wallstein-Verlag, Göttingen) Heinz Ludwig Arnold (Publizist, Göttingen) Hilmar Beck (Leitung Kulturamt-Göttingen) Geschäfts- und Programmleitung Hauke Hückstädt (Autor/Kritiker)
Finanzen: Im Haushaltsjahr 2003 benötigt das Literarische Zentrum einen Gesamtetat in Höhe von € 106.000. Eingeworben sind derzeit € 85.600, das Defizit beträgt somit aktuell € 20.400. Feste Mittelzusagen gab es in folgender Höhe bislang von: Land Niedersachsen: (von beantragten € 56.553) € 39.000 Stadt Göttingen: € 25.600 Landschaftsverband Südniedersachsen: € 7.500 Sparkasse Göttingen: € 3.000 Eigenmittel: € 10.500 (Eintritt, Vermietung, Fördermitglieder etc.) Das Geld der Fördermitglieder hilft das jährliche Defizit an Drittmitteln von ca. 25.000 Euro zu verringern,

Im Sommerprogramm 2003 war gelaufen:
Start war am Mittwoch, den 23.04.03, dem Welttag des Buches, mit einem Abend, der ganz dem russischen Dichter und Nobelpreisträger Joseph Brodsky gewidmet war.
Das weitere Programm legte einen großen Schwerpunkt auf die deutsche Belletristik (mit Sibylle Lewitscharoff, Karen Duve und der Trägerin des diesjährigen Deutschen Bücherpreises Zsuzsa Bánk). Aber auch die europäische Literatur war mit einem ihrer herausragendsten Vertreter A.F.Th. van der Heijden im Zentrum vertreten, als Elmar Krekeler, Redaktion Die Welt, in der Zentrums-Reihe „xy findet ..." den niederländischen Chronisten vorstellte.
Ulla Lachauer dokumentiert in ihren Büchern und Filmen die Schicksale deutscher Aussiedler in Russland. Ein Themenabend war der Sesamstraße gewidmet, unserer heimlichen Erzieherin, ihrem Werdegang in den letzten 30 Jahren sowie der Arbeit in der Sesamstraßen-Redaktion.
Ausklang des Programms war im Juli mit ein Sommerfest im Nikolausberger Freibad, organisiert in Kooperation mit der Diskothek electroosho. Zu Gast die Autorin und taz-Kolumnistin Jenni Zylka, sowie die Erfinder des melancholischen Schnorchelsounds Universal González – der deutschen Chansonrettung. Außerdem las der González-Schlagwerker Jacques Palminger. Dazu Braten, Badekleid und Cocktails.